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der ersten Floßsäcke selbst über den Fluß und ließ das Bataillon nachkommen. Er hat sich auch bei der Eroberung der Festung Boulogne durch rück­sichtslosen Einsatz seiner Person hervorragend aus­gezeichnet.

Oberleutnant S ch u l z hat sich bei den bisherigen Kämpfen im Vorfeld der Maginotlinie wiederholt durch besondere Tapferkeit und rücksichtslosen Einsatz seiner Person rühmlich hervorgetan, so daß er im Wehrmachtsbericht erwähnt wurde. Beim Einbruch in die Maginotlinie erledigte er nacheinander die Kampfstände, die das Vorwärtskommen seines Re­giments verhinderten. Unter persönlichem Gebrauch der Nahkampfwaffe zwang er die Besatzungen zur Uebergabe. Einen besonders starken Betonbunker er­ledigte er durch Einsatz von Pak., MG. und geball­ten Ladungen. Unter den von ihm gemachten Ge­fangenen wurde einem Offizier ein aufschlußreicher, für die weitere Kampfführung der Armee wichtiger Befehl abgenommen.

Unteroffizier Ritter von Ingram, Führer eines MG-Zuges. hat sich schon beim Durchbruch durch die Fortlinie von Antwerpen und beim Uebergang über den Gent-Kanal durch her­vorragenden Schneid und mitreißendes Draufgän­gertum ausgezeichnet. Nach dem Angriff über die Lys arbeitete er sich trotz heftigster feindlicher Gegen­wirkung mit seinen Männern bis zu den feuernden gegnerischen Batteriestellungen vor und eroberte mit stürmender Hand zwei schwere Batterien. Dem tapferen Verhalten des Unteroffiziers von Ingram war es zu verdanken, daß dem für den Angriff an- gefetzten Infanterie-Regiment der Durchbruch durch die gesamte feindliche Artilleriestellung gelang.

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Oberslleutnant Nickel auf dem völlig freien Nord­flügel einer Division. Er entriß dem Gegner in überraschendem Angriff wichtige Geländeteile und hielt sie gegen mehrere Gegenangriffe von Infante­rie und Panzern. Im Gefecht an der Lys nahm Oberstleutnant Nickel im Sturm mehrere geg­nerische Stellungen und eroberte persönlich drei Batterien, die sich bis zuletzt mit Geschütz und Kara­binern verteidigten. Das kühne Handeln des Oberst­leutnants Nickel hat wesentlich dazu beigetragen, das Vordringen eines Armeekorps über 10 starke Flußlinien des nördlichen Belgiens so zu beschleuni­gen, daß den verbündeten Feindkräften das Fest­setzen in einer geordneten Verteidigungsfront nicht mehr möglich war. *

Major Zürn, Kommandeur eines Infanterie- Bataillons, befand sich während der Kämpfe um die Festung Holland an der Spitze einer kleinen Kräftegruppe tief im Rücken des Gegners. Er sicherte durch kühne persönliche Initiative den von ihm besetzten wichtigen Stützpunkt, so daß noch am gleichen Tage ein in den Rücken seiner isolierten Kräftegruppe aufgesetzter feindlicher Angriff unter starken Verlusten für den Gegner abgewiesen wer­den konnte. Durch seinen persönlichen Mut und ge­schickte Führung trug er wesentlich dazu bei, daß der Auftrag seiner unter allerschwierigsten Verhält­nissen eingesetzten Gruppe planmäßig durchgeführt werden konnte.

*

Major Jürgen, Kommandeur eines Schützen­bataillons, erzwang am 13. Mai trotz ungünstigster Geländebeschaffenheit und schwerster Gegenwirkung der feindlichen Artillerie mit heldenmütigem Einsatz den Uebergang über die Maas. Während ein erster Versuch im konzentrischen feindlichen Ar­tilleriefeuer stecken blieb, glückte die zweite An­strengung, die Ueberquerung und die Bildung eines Brückenkopfes, der zum Bau einer Kriegsbrücke not­wendig war, wurden unbeirrt durchgeführt. Major Jürgen ging bei der zweiten Ueberfetzung in einem

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Berlin, 22. Juni. (DNB.) Generalleutnant Loch, Kommandeur einer Jnfanteriedivifon, er­zwang gegenüber zähestem feindlichen Widerstand den Uebergang über die Aisne und über den Ardennen-Kanal. Er bildete unbeirrt kämpfend einen so großen Brückenkopf, daß der Brückenschlag für Panzer und das Hineinwerfen einer Panzer­division auf das Südufer noch am ersten Schlacht­tage ermöglicht werden konnte. Durch außergewöhn­lich großen persönlichen Einsatz und durch hervor­ragende Führung seiner von vorbildlichem Angriffs geist erfüllten Division hat Generalleutnant Loch entscheidenden Einfluß auf das Gelingen des opera­tiven Durchbruchs ausgeübt.

Oberst Sedan, Kommandeur eines Infanterie- Regiments, warf seine Bataillone in vorderster Linie führend trotz schweren feindlichen Artillerie­feuers über den Lys-Kanal und stieß am anderen Ufer mit solchem Schwung durch die gegne­rischen Stellungen, daß, teils im Nahkampf,, teils durch überraschenden Zugriff, nahezu tue gesamte Feindartillerie im Divisionsabschnitt erobert wurde. Dadurch, daß er den durch seine tapfere Führung erzielten Anfangserfolg nach Erreichen des West­ufers des Kanals selbständig zu einem entscheiden­den Einbruch in die feindliche Front ausweitete, trug er wesentlich zum Gelingen der Gesamtopera­tionen bei.

Oberst Landgraf durchstieß am 5. Mai unter schwierigsten Verhältnissen mit ferner verstärkten Panzerbrigade die feindliche Hauptkampflinie und erwarb so einen entscheidenden Anteil an dem tiefen Einbruch in die gegnerische Stellung, der schon am ersten Schlachttag gelang. Seine Brigade vernichtete im hartnäckigen Kampf sieben feindliche Batterien und setzte 65 gegnerische Panzer außer Gefecht, von

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denen ein Teil zerstört wurde. Dieses wichtige Er­gebnis wurde erzielt durch die hervorragende Füh­rung und durch die persönliche Tapferkett des Ober­sten Landgraf, der feinen durch Beschuß ausgefallenen Befehlspanzer im Gefechts zweimal wechseln mußte.

Oberstleutnant S i e b e r g , Kommandeur eines Panzerregiments, ist während der Verfolgung auf Montreuil an der Spitze der Division mitgefahren und hat bis um Mitternacht seine Pan­zerabteilung immer erneut zu Vorstößen hinter den fliehenden Feind geführt. Die Division stieß noch etwa 20 Kilometer über das Tagesziel hinaus. Meh­rere taufend Gefangene, Kraftfahrzeuge aller Art, schwere Artillerie wurden als Beuteergebnisse dieses Vorstürmens eingebracht. Oberstleutnant Sieberg führte sein Panzerregiment beim Angriff über d e n La - B a s s e e - K a n a l aus eigenem Entschluß mit kühn vorgeworfenen Einheiten mehrfach bis Hazebrock vor, vernichtete dort feindliche Artillerie und ermöglichte damit den Schützen der Division die Gewinnung des befohlenen Brückenkopfes.

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Oberstleutnant Grasser, der sich schon bei den Kämpfen um Laon und beim Einbruch in die Wey- gand-Linie besonders auszeichnete, war am 9. und 10. Juni als Führer einer starken Vorausabteilung am linken Flügel eines Armeekorps der Träger der Verfolgung über die Marne. Sein rücksichts­loser, persönlicher Einsatz und der Schneid, mit dem er die ihiü unterstellte Infanterie und Artillerie un­aufhaltsam vorriß, hat sich bedeutsam auf die große Lage ausgewirkt.

Oberslleutnant Nickel, Kommandeur eines In­fanterie-Bataillons, erstürmte am 17. Mai als erster Mann seines Bataillons den von überlegenen Geg­nern verteidigten Kanal Brüssel Antwer­pen. In schwerstem Feuer gelangte er über die Trümmer der Brücke und entriß dem Gegner im Häuserkampf das am anderen Ufer gelegene Dorf. In der Schlacht an der Schelde kämpfte

Den Heldentod für Führer und Vaterland starb in Frankreich mein lieber unvergeßlicher Mann, der gute Vater seines Kindes, mein lieber hoffnungsvoller Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel

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La Nachruf.

Ipl Am 5. Juni 1940 starb für Führer, Volk und Vaterland unser lieber Sangesbruder

Gefreiter Walter Andermann