der Stimme die Gedicht» und Erzählungen, und Gabriele P o s i i n k e DOm Stadttheater lang zur flarff und zu in Teil von Kapellmeister Solln er vorn Siobtthenter auf dem Klavier begleitet weid nächtliche Lieder In seiner weihnachtlichen An- spräche stellte Gausachbearbeiter Alwin Rüster Weihnachten als Sinnbild des nie versagenden Lebens und als besonderen Anlaß für den Dank an die deutsche Mutter heran« Die Singschar des BDM fügte sich mit ihren stimmungsvollen Gesängen gut in den Wechsel der Darbietungen her eindrucksvollen Feier ein.
Im Anschluß an diese Feierstunde hielten die Soldaten auf den einzelnen «Stationen in kleinerem Kreis Kameradschaststeiern ab, bei heilen die vielen Geschenke, die hie RSV., die NS.-Frauenschaft. die RSKOV. und die Schwestern des Lazarettes gestiftet Hatten, zur Verteilung kamen. Durch Die RSV. erhielt jeder Soldat, auch in den anderen Lazaretten im Kreis, eine Flasche Wein. Gebäck. Rauchwaren und die ..Deutsche Fibel* nun Woewe- ries. Mädels vom BDM. gingen von Station zu Station und erfreuten die Soldaten mit ihren lustigen Liedern. Eine Singschar, die überall herum- kam. brachte Den Soldaten als Aufmerksamkeit Ton- nenzweige mit Gebäck und Lebkuchen besteckt mit, während eine andere Gruppe ein Kasperle-Theater aufführte und eine weitere Svielgriipve mit heiteren Darbietungen aufwartete. Die Soldaten zeigten sich sehr dankbar und waren in bester Stimmung. Von der RSKOV. hatte eine grobe Anzahl von Kameraden unter den Soldaten auf den einzelnen Stationen Platz gehtnben und nahm lebhaften Anteil an der frohen Stimmung, die da« ganze flau» erfüllte.
Am Samstag und Sonntag fand noch eine Reihe weiterer Feiern statt, die in erster Linie non her rührigen Siiwschar der Iugeirdaruppe her NS- Frauenschast bestimmt wurden. Weiterhin wirkten Künstler aus Frankfurt, Friedberg und auch rin ge des Gießener Stadttheaters mit. Auch der Standort Gießen her flI. hatte ein Orrirfter dafür ar- stellt, ferner wirkte auch Muflklehrer flcimld) Blaß mit. Außer den einleitenden Worten her l-ltenden Aerzte mürben Ansprachen, u. a van dem Kreisgeschäftsführer Pa. W eher, gehalten. Den Feierstunden wohnten Kreisamtsleiter Frank von der RSB.. Kretewart Schemel von KdF., Kreisamtsleiter G r a v e l i u s von her RSKOV iknd die Kreisfrauenschaftsleiterin Frau W rede bei.
Bei all"n Feiern kam wiederholt zum Ausdruck, bah die Partei und ihre Gliederungen in Gießen sich in seltener Meise um die Soldaten In den Lazaretten bemühen und ihnen Aufmerksamkeiten zuteil werden lassen.
in den 7!GV..K'nderaärien
Die Kreteamtaleltung der RSB. Im Kreise Met- terau veranstaltete in den NSB.-Kindergänen in Gießen und in den Orten de« Kreises Wetterau für die Kleinen Weihnachtsfeiern, deren Ausgestaltung Im einzelnen den Leiterinnen her örtlichen Kindergärten übertragen worden war. Bei den Feiern wurden kindliche Meihnachtsspiele aufgefübrt, wobei die Kleinen zum Teil selbst mitwirkten, daneben bereicherten gemeinsamer LI dgesang und enffnre- chende kurze Ansprachen die Feierstund-n. Die Kleinen wurden van der RSB. durch die Kindergart-n- leiterlnnen mit Svielsachen besch-nkt und ihnen damit eine große Weihnachtsfreude bereitet.
Ehrlmq von Inbilaren
der Firma Hinn & lklosS A G.
3U »In« eindrucksvollen Feierstunde qesialiete sich der Iahressiiüiüu'! piu In bei Zentralfabrik
ADOX
und indem er dies tat, wahrscheinlich den größten Beitragzur Losung des Flugproblems geliefert, den I# ein Mensch vollbracht hat.
Die Versuche Lilienthalo, von denen fie 1890 zuerst hörten, waren es auch, die in den Brüdern da« schon von Kindheit an vorhandene Interesse für Flugprobleme stärker entfachten. Zum Studium hatte es bei den Sühnen des amerikanischen Geistlichen Wright in Danton und einer deutschen Mutter wegen brr großen Geschwisterschar nicht gereicht, und so hatten bie beiden, non Kindheit an unzertrennlichen Brüder eine kleine Fahrradreparaturwerkstatt auf- gemacht. Außerdem gaben sie ein Provinzbliillchen »Jhc Widget" (Die Mücke) heraus, das sie selbst Mten, druckten und vertrieben. Auf Grund ihrer unermüdlichen Basteleien waren sie im Jahre 1900 so weit, daß sie mit praktischen Flugversuä^n beginnen konnten, wozu sie sich die einsamen Sand- Hügel von Kitty flamt an der Meeresküste van Rord-Karolina erkoren. Rach hem Vorbild von Li- Itenlhal war e« ihnen zunächst auch nur um den Gleltflug zu tun. Aber bald wurde ro ihnen, In Uebereinstimmung mit dem au« Paris stammenden Flugwissenschaftler Cha nute, der ihr primitives Barackenleben und ihre Versuche mit ihnen teilte, klar, baß nur mit einem Motor die Sod)t weiter kommen konnte
Im Jahre 1903 schritten sie zum Ban einer Maschine mit einem Motor von acht P'erdekräften. unb Im Dezember desselben Jahres konnten sie die Ma. Hüne zum Start bringen. Beim vierten Flug blieb der Apparat 59 Sekunden in her Lu't und legte gegen einen Wind von 32 Stundenkilometer 255 Meter zurück Arn gleichen Abond wurde bao Flugzeug durch einen Sturm zerstört, borf), ans Grund der gewonnenen Erfahrung gingen die Brüder so. gleich an den Bau eines neuen, und langsam kamen sie Schritt um Schritt weiter. Roch im Jahre 1905, in dem ihnen der erste längere Flug geglückt mar, konnte eine größere Zuschauermenge da« Flugzeug über eine S unde in der Luft bewundern, wobei eo verschiedene Figuren beschrieb, um tu beweisen, wie vollkommen ee dem Steuer gehorchte. Der Avparat war ein leicht aus Segeltuch gebauter Zweidecker, der der Cuff große horizontale Flächen harbnf, her Motor eine Petroleummcckchine van 24 Pferbekräf. ten. Der ihn bedienende Mechaniker lag der Länge nach auf dem Gestell, mit dem Gesicht nach unten: die Brust ruhte ans einem Kissen: mit den flnnhen leitete er die Steuerung und fontrofOerte er die Schnelligkeit bet Motor«.
Al, Orv'lle Wright im August und September 1900 in Berlin Ober dem Tempelhofer Fell» leine kühnen Flüge ausführte, bemächtigte sich unbeschreibliche Begeisterung der Menge, die hier die 2Lr*flm,nn ,infl6 der ältesten und bcharrsichsten. Menschheitetroum« sah. c. K.
Nr.aüZ Zweites Blatt
Montag. 25 Dezember Asy
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessens
Vorbildlicher Einsatz für das Kriegs-MW
ftinb vor dem Spiegel.
gelfterung ihre Ausgabe erfüllten, große Freude.
Weihnachtsfeiern
in den Lazaretten
Freude für unsere verwundeten Soldaten.
n her
Anhalt.De'au zwei preußischen Königen er lehnte ab: „Es ist Zelt, daß wieder heue Dienste. Bei Kesselsdors entschied der unge- ein ©eneral für König und Vaterland fällt!
irt die Kompa-
der kleinen sagte weh- E. L. St.
Aus »er Elladi Gießen
,Un6 der Locken lockende Fülle...-
erteilte, kniete er nieder und sandte folgendes k oßgedet zum flimmel:
"L eder Gott, stehe mir heute gnädig bei. oder. ®unn du mir diesmal nicht beistehen willst, so hilf ^nigstens auch den Schurken von Feinden nicht, Ir^dern siehe zu, wie es kommt!"
süme Angriff der von ihm geführten Regimenter "k Schlacht. Der Dessauer wußte wie bcheutunge»
Schlacht von Königgrätz aufrecht im feindlichen Feuer und erteilte in völliger Gelassenheit seine Befehle. Man beschwor ihn, sich zu schonen, aber Es ist Zeit, daß wieder einmal
Dolke schenke, helfe sie den Volkstod überwinden. Der Ortsgruppenleiter ging dann auf die Stiftung des Ehrenkreuzcs der deutschen Mutter durch den Führer ein und hob hervor, daß die Wertung der Mutter durch den Nationalsozialismus eine der größten und revolutionärsten Taten her Bewegung
Im September 1916 durchbrechen deutsche und bulgarlfche Truvpen unter Führung de, General- felbmarschall« Mackensen die russisch-rurnänische
verdunkelungszell
’Ji der Woche vom 22. bis 28. Dezember: 17.10 Uhr bis 9.30 Uhr.
Da fällt mir unser Töchterchen ein, als es ganz lein war, vom Vater die flaarc gestutzt bekam. Mit einem Büschel blonder flärchen in staust kam es zu mir gelaufen und klagend: „Papa Löckchen abgerissenI*
aber tritt ernst aus her Scheune, ’n her sein toter Marschall liegt, legt die Finger auf den Mund unb sagt: „St ll, Kinder! Wir haben viel verloren — drinnen schläft Schwerin!"
*
Am 3. Mai 1813 begrüßte her Feldmarschall Blücher seine Truppen mit dieser Ansprache: „Guten Morgen, Kinder! Dit Mal hat et gut gegangen. Die Franzosen sind et gewahr geworden, mit wem se zu duhn hebben. Dat Pulwer is alle. Darum gehn wir zurück bet hinder de (Elbe. Da kommen mehr Kameraden und brennen uns wedder Pulver und Blei, un dann gehn wir wedder hrup u p de Franzosen, hat se de Schwär not kriegen. Wer nü seggt, bat wi referieren, bat is een Hundsfott, een schlechter Kerl! Guten Morgen, St über!" — Auf seinem Sterbebett ließ er seinen alten Adjutanten rufen und sagte, ihm die Hand drückend: „Sie haben viel von mir gelernt, lieber Nostiz, im Leben unb im Kampf, nun sollen Sie auch von mir lernen, wie man ruhig stirbt!"
Felbmarschall Graf M o l t k e stand in der
Die Kinder sind überhaupt wie immer, so auch frier, etwas Erfreuliches. War da neulich eine kleine Ursula. Ursula war mit allen bekannt. Sie gab ebem bie Hand und fragte bie unmögüd>ften Dinge. Zuerst würbe nämlich ihre Mutti 'frisiert. Das Mäulchen von Ursula stand keinen Augenblick till: „Mutti, wann bist du fertig?" Mutti, wo sind etzt deine Locken?" (Als die floate eingerollt würfen) „Mutti, w'is wird der Vati sagen, wenn mir o lange fortbleiben! flaut er uns bann?" „Mutti, ich hab schrecklichen Hunger !" Zögernd: „M"tti, «ollen wir lieber doch nicht schnipp-schnavp machen taffen?" „Aber Ursula, deswegen haoe Ich dich ja mitgenommen!" Ursula wollte sich nämlich im letz- icn Augenblick vor dem flaarfdineiben drücken. Unb gab dann wirklich ein paar Kullertränen, als sie - feierlich mit dem großen weihen Mantel um — mf dem Drehstuhl sah. Eine Puppe, die auch Dauerwellen" zu Weihnachten haben wollte, muhte iut Beruhigung HerbeiaeHolt werden.
Als erste her Gießener Ortsgruppen nahm die Ortsgruppe Gießen Süd der R-sDAP. am Sams- tagnachmittag die feierliche Ueberreichung der Mitt- terehrcnkreuze vor. In dem geschmückten Saale der ,Siadt Wetzlar" zeichnete Ortsgruppenleiter Pg. Grahlmann die mit ihren Angehörigen erschie-
Al« Zuchtmeister her jungen preußischen Armee | l!j stete oer Felbmarschall F ü r st Leopold von
Mütterehrenkreuze in Gießen-Gü-
Oie tfcbcrrcicbung in einer Feierstunde.
drehen, dos ist doch nichts zu tun. Richt einmal zu denken braucht man, wenn man nicht will ober zu faul dazu ist. Viele Frauen aber lieben es, sich diese Stunde der (Enifpannung durch Lesen auf- reaenher Romane zu verderben.
über nicht nur Entspannung, auch Selbstbesinnung bringt diese Zeit bei unfern Frisör. llte ist jar nicht so leicht für eine Frau, sich — mitunter iunbenlang — im Spiegel gegenüber zu sitzen, noch
Der greife Feldmarschall de« Großen Königs, Aras Schwerin, äußerte am Morgen der flacht von Prag im Mai 1,757 Bedenken über N Erfolg einer Bataille „Majestät", sagte er, •ter Feind hat die günstigere Stellung. Vor allem:
>st in einer Uebermacht, die uns gefährlich wer- kann. Wenn wir zehntausend Mann mehr ifcüten ..."
t »5ür dies« zehntausend w ll ich Ihn rechnen, vhwerin!" erwiderte Friedrich. „Er fuhrt den lin-
Flügel, Schwerin!" _
Kis die Schlacht aus des Schwertes Spitze steht
Schwerins eigenes Regiment sich schon zur ” 'd)t wendet, sprengt der Felbmarschall zur fomp- 5 den Truppe, reiht die Fahne an sicki unh fuhrt Ijwe Soldaten zum siegreichen Angriff Drei Kugeln reifen ihn, unter der Fahne erlischt sein heldi ches 5 Ibatenleben „Vivat Fridericus!" rufen bie Sol- pitn am Abend, nach erkämpftem Steg. Der König
Am Samstaaimchmittag gab es dann noch eine besondere „Attraktion" In Gestalt van Kasperle- Vorstellmiaen am Seltorstor, am Kreuzplatz und beim Stadttheater, ferner einen Staffellauf des Kasperle unb seiner Begleiter mit Start am Sei- terstor und Ziel am Kreuzplatz, bei dem es viel Hallo und zahlreiche Groschen und andere Geldstücke in die Sammelbüchse gab. Die Marine-HI. zeigte als eigenartige Ueberraschung am gestrigen Sonntag am Selterstor noch ein „U-Boot", mit dem sie eine „Minensperre" gelegt h-tte, bei bereit Passieren die Groschen füi; das Kriegs WHW. das gebührende Lösegeld waren. Alles in allem darf man die Feststellung machen, daß unsere Jungen unb Mädel mit ihrer Sammeltätigkeit für das KriegsMHW. wieder einen „großen Tag" hatten und höbet ihrer Aufgabe mit begeisterndem Einsatz in vollem Maße gerecht geworden sind.
sei, weil dadurch die deutsche Frau wieder al« Hüterin her Ewigkeit völkischer Eig nart in den Mittelpunkt des natürlichen Lebens des Balkes unb her Familie gestellt wurde. In gebanfentiefen Worten sprach der Ortsgruppenleiter weiter von der Hingabe unb der Einsatzbereitschaft bei Frau unb zeichnete den tiefen, von nationalsozialistsicher Wcltanschauuna her bestimmten Sinn de« Mutter- tums. Abschließenb mürbigte er das Lichtfest, ha« Wcihnachtswunber der Geburt als das Fest des Muttertums, bas im Völkerdafein der Sieg der Lebens- unb Sonnenkraft unseres Volkes sei.
61 Müttern konnte Ortsgruppenleiter Grahlmann ba» vom Führer gestiftete Ehrenkreuz her beutschen Mutter überreichen, unb zwar 8 Müttern das goldene, 10 Müttern das silberne unb 43 Müttern bas bronzene. Er sprach ihnen die besten Glückwünsche des Führers aus und verabschiedete die Mütter mit den besten Wünschen. Die schlicht durchgesührte Feierstunde schloß mit dem gemeinsamen Gesang der Lieder der Ration.
38 Minuten in der Lust!
Aus den Ansängen der Fliegerei.
Es klingt fast wie rin Märchen, daß erst 35 Jahre vergangen sind, seitdem die Brüder Orville unb Wilbur Wright den ersten längeren Flug auvführten, in dem sie sich 38 Minuten in der Lust hielten und ha bei eine Strecke von 39 Kilometer zurücklegten. Dieses Ergebnis schien damals fo unwahrscheiplich, hoh es zunächst nur mit größtem Mißtrauen auf- genommen wurde. Ja, die Brüder Wright, hie es allerdings immer abgelchnt hatten, mit den sonst in Amerika üblichen ReNametricks zu arbeiten, sondern in der tiefsten Stille unermüdlich an ihrem Werke schufen, wurden sogar in ihrem Vaterlande immer wieder als Schwindler verdächtigt. Eine leichllersiae Tagespresse hatte sich aygewöhnt, sie verächtlich al« „lyinR brothers”, nicht „flying brother«“ (lügende, nicht fliegende Brüder) zu bezeichnen. Um so größer war das Aufsehen, da« sie mit ihren unbestreitoaren, gegen Ende de« Jahre« 1005 vor einer größeren Schar von Zuschauern erzielten Erfolgen erregten. Sie hatten damit bewiesen, daß ihrem anfangs so angefrinbeten System „schwerer als Lickt" bie Zu- fünft In her Luftfahrt ' gehörte. Die Welt horchte auf, namentlich auch bei uns in Deutschland, wo durch hie bahnbrechenden Versuche Otto Lilienthal» das Interesse für die Probleme der Flug- technik schon seit vielen Jahren sehr rege war.
In unserem Altmeister Lilie nthal sahen die Brüder Wright ihren größten Vorläufer und Lehrer, dem sie Worte rückhaltloser Bewunderung widmeten: „Otto Lilienthal scheint der erste Mensch gewesen zu fein, der e« wirklich erfaßte, baß die Stabilisierung das erste und nicht da» letzte von den schwierigen Problemen wäre, die in Zusam- menhang mit dem menschlichen Flug stehen Er beaann, wo anher« auchörten Andere Menschen haben zweifellos lange zuvor daran gedacht, solche Gleitllüge auszuführen. Lilienchal hat aber nicht bloß daran gedacht, sondern die« auch ausgeführt.
Gebäck von der RS.-Frauenschaft in weihnachtlicher Verpackung, die Päckchen der NSV. unb Zigaretten von der RSKOV. Die ^-Männer werden sicher freudig an diese Feier zurückdenken.
In einem anderen Lazarett fand die gl -iche Feier statt, nur daß für Gert (Seiner Alwin Rüffer als Rezitator oinsprang. Vrvfesior Dr. Brügge- mann hielt hier die Weihnachtsansp'-ache. Außer den Rezitationen, Gefangsvorträgen und Harfen- falte fanden einige Sologesänge von Künstlern des Stadttheaters statt. Auch diese Feier nahm einen harmonischen Verlaus.
Am Snnntagiiadjmlttag fand bann im Reserve- lazarett II die Hauvtfeier statt, bei der Profasfor Är. Brüning auch den Krcisleiter Backhaus, den Vertreter des Stanbortalteften, Maior Wolf, unb den Vertreter des DRK., Oberfeldckihrer Land- rat Dr. Lotz begrüßen konnte. Dieser Feier wohnte auch der Ki iegsbllnde Kamerad Schaffner von der RSKOV. bei, für den diefe Feierstunde ein de- fonderes Erlebnis war. Ein Streichquartett leitete die Festveranstaltung ein, die einen stimmungsvollen Charakter durch die vielen Kerzen erhielt, die im Festraume ringsherum ausgestellt waren. Hier sprach Helmka S a g e b l c I mit warmer, begeistern.
Für unsere Soldaten in den Lazaretten wurden durch das Oberkommanho der Wehrmacht weih, nächtliche Feiern veranstaltet, die die RSG. „Kraft durch Freude" gestaltete.
Die erste dieser Feierstunden wurde im U-Lazarett abgehalten, bei der die Singschar der Jugend- gruppe der RS.-Frauenschaft, ein Streichquartett, Gert Geiger unb die Haritnistin L. Schmidt- Frank vom Stadttheater mitwirkten. Auegezeich.- nete, für solcye Stunden besonders geeignete Musik- stücke von Haydn, Händel unb Beethoven wechselten ab mit den von Gert Geiger mit innerer Anteilnahme vorgetragenen Gedichten unb Erzählungen und den weihnachtlichen Liebern der Sinaschar. ---Obersturmführer Med.'Rat Dr. Klein sprach von der Iulfeier, die die Gedanken des Menschen auf den Sieg des Lichtes über die Finsternis lenkt unh die in diesen Tagen dem Siege des deutschen Volkes über seine Widersacher entspricht. Einen bc- sonders feierlichen Eindruck lösten bie Welsen zur Harfe aus. Bei dieser Feier beschenkte der BDM. die ---Männer mit Liedern und Geschenken. Sie fangen mancherlei bekannte und neue Lieder, gaben lustige Rätsel auf und veranlaßten die Männer zum Mitsingen. Nachher teilten sie ihre Gaben aus,
Front. Bald danach zog Mackensen in Bukarest ein. „Im Kraftwagen, von drei Offizieren begleitet, fuhr ich in schneller Fahrt an der Vorhuteskahrcm vorbei. Die ersten Häuser werden sichtbar. Keine Kugel pfeift. Kaum gedacht, sind mir in der Vor- , stadt ..Unbekümmert um die Gefahren, die im ; Ungewissen auf ihn lauern können, zieht Mackensen als erster in Bukarest ein und diktiert auf dem Schloßplatz, von einer riesigen Menge umgeben, ein Telegramm an die Ober le Heeresleitung, ir. 1_. er die Einnahme der Haupt tabt meldet. Ein kühner Husarenstreich, her dem Marschall bie Herzen seiner Soldaten für immer sicherte. O. G. F.
Sturm. Als erster reitet er mit seinem Adjutanten in den erstürmten Ort ein, wo die stürmende Truppe ihn jubelnd umringt: Felbmarschall Graf Harfe- ler, ben einstigen Führer des Armeekorps, her als achtundfiebzigjähriger Freiwilliger im Felde steht!
Am 31. August 1914 zieht Generalfeldmarfchall v Hindenburg her Sieger von Dannenberg, in das befreite Allenstein ein Unter flatternden Fahnen stehen bie Merckchen Kopf an Kopf unb jubeln dem Sieger zu Plötzlich hält Hindenburg, eine kurze Handbewegung geb etet Schweigen. Dann hebt sich die Rechte des Felbherrn hoch empor. Zum erstenmal vernehmen bie Männer unb Frauen seine St mme, eine knorrige, tiefe SoIbatenHimme. „Dankt dem hort oben!" sagt Hindenburg unb reitet weiter ...
Hornotucn.
Tageskalender für Montag.
Stadttheater: 15.15 bis 17.30 Uhr „Rotkäppchen". - Gloria-Palast, Seltersweg: „Unser Fräulein Vektor". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Her- (ensfreub — Herzensleid". — Oberhessischer Kunst- terein: 17.30 bis 18.30 Uhr WeihnachstausstelluNg Hi Foyer des Stadttheaters.
Orlszelt für den 24. Dezember.
Sonnenaufgang 9.30 Uhr, Sonnenuntergang 17.13 khr. —- Mondaufgang 3.55 Uhr, Monduntergang 14.18 Uhr.
Am Samstag setzte unsere Jugend ihre Kraft in beispielhafter Tatfreube wieder für das Kriegs- WHW. ein. Die Reichsstraßenfammlung, die unter dem Zeichen des Kasperle stand, brachte unsere Jungens unb Mädels der HI. unb des BDM. lunoemang — tm optegel gegenüber zu sitzen noch JS?1.1 in früher Vormittatzsstunde auf die Straßen, dazu in vollster Beleuchtung! Jede Falte jeder rl'r,S mit bcr Sammelbüchse klappernd, boten sie mübe Zug, jedes graue Haar sind unbarmherzig ' Straßev unb in den Häusern unermüdlich zu sehen: zum Schluß schneidet man sich selber,»* hübschen Abzeichen .des Kasperle unh seiner Grimassen tn unbewachten Augenblicken wie ein ' ™ a?an. , a7r un^ "Geröll fanden sie bei biefem — ' Verkauf dereitwilliae Abnehmer. Dabei wurde in
zahlreichen Fällen sehr großzügig gekauft, weil die Abzeichen als schöner Sd)mii(f für Den Weihnachtsbaum über den Tag der Sammlung hinaus Freude bereiten können. Die rege Nachfrage unb die starke Abnahme bereiteten natürlich auch den jugendlichen Sammlern und Sammlerinnen, die mit voller Be-
- ________ v Im Herbst 1914 stürmen Truppen des 16. Armee-
»11 "bTete7‘2lnari-f7 tDar7 unbMehe er ben Befehl korps den französischen Ort Audun le Roman. Un- k-'- --- -- - - . r—' fer heftigem feindlichen Feuer suchen die Muske
tiere Deckung im Gelände. Da sprengt plötzlich ein Reiter heran, hält aufrecht im Kugelhagel bei den Truppen, zieht ben Degen unb füy>' ulen mit welthinschallenbem „Vorwärts!" zum
J©o gehst du denn hin, Renate?"
.Lmn Frisör!- lagt Renale lächeln», mil einer C?ö(kn e^cnfianb Caunfl °Uf »l'wllch auf- „Dann viel Vergnügen!"
5a ift es eigentlich ein Vergnügen? Das War-
>5”' 6rTQQir ' b*JJmmt nicht! Unb trotz« ,I> u I» N vie Mll mren rungeoorlgcn criajic*
ruU xD2n Brüchen: Seife heißes neuen Mütter, bei denen sich auch die'Politischen Wasier, Dufiwasser unb Haarwäsier, das leise Spre- Leiter unb einige Parteigenossen der Ortsgruppe chen und Lachen, das geschäftige Hin- und Hcreilen befanden, durch eine tiefempfundene, zu Herzen ^r weihbeschurzten Dienerinnen der Göttin, bie gehende Ansprache aus. Er erinnerte zunächst daran, vr*lur hclßt, alles das zusammen ist irgendwie nett1 baß her Tag bcr Wintersonnwende, an Dem die *«.anrC^Cn h — u. I Auszeichnung vorgenommen würbe, der geeignetste
2Iber Dor allem, wenn wir bann vor hem großen Augenblick für eine solche Feier sei, da wie das Spiegel sitzen, ist es eine Stunde der Entspannung. | Licht über die Finsternis, das neue Leben über den • beucht emmal nichts zu tun. wirklich gar i siege. Mit jedem Kinde, das die Mutter ihrem
nicht«. Denn stillzuhalten und einmal den Kopf zu ,x-'‘ v --------- -
Furchtlos und treu.
Deutsche Generalfeldmarschütte in alter und neuer Zeit.
Als tapferer General und kühner Feldherr ver- iibigte der General D e r f f l i n g e r Brandenburg :gen Schweden, Polen unb Franzosen. Der Große arfürft ernannte ben Sieger von Fehrbellin zum ^neralfeldmarschall und erhob ihn in den Adels- mnb Richt lange danach wollte der französische Gesandte Herzog von Holstetn-Beck Derffli-nger vegen seines früheren büraerlichen Berufes ver- hihnen unb fragte in seiner Anwesenheit ben Kurfirsten: „Ist es wahr, Euer Gnaden, daß in Deutsch- lind Schneider zu Generalfeldmarschällen gemacht Gerben?" Da erhob sich Derfflinger, zog seinen legen unb rief: „Hier ist der Manu, von dem dies 8 sagt wird, und hier ist die Elle, mit her ich jeden Hundsfott, der die deutsche und meine eigene Ehre greift, nach der Länge und Breite messe!" Der fcrjog erblaßte unb schwieg. ■


