Schick Illustrierte an die Koni!
Ner Zrontsoldat wird dafür dankbar sein.
snkiren der seit der Aussaat unter der Obhut der N S^-Frauen schäft stand. Die mühevolle Arbeit der Bodenbereitung, des Raufens und der Einfahrt
Vezirks-Tmn- und Sportiog in Gießen
Wandervorschläge für den Sonniag
sich überraschende Blicke in das Dilltal, bis zur Ruine Greifenstein und östlich nach der Gießener:
Aus der engeren Heimat
(Nachdruck verboten.)
3. Fortsetzung.
1926/27
1928/29
1922/23
1924/25
1926/27
1928/29
Wir fahren mit dem Frühzug nach Aßlar, durchschreiten das Dorf, um an der hübschen Kirche vorüber zur Hohen Warte emporzusteigen. Hier bieten
wurde allein von Mitgliedern der NS.-Frauenschaft des BDM. und der HI. vorgenommen. Eme reiche Ernte war für die opferfreudigen Helfer der schon ■ e Lohn. ___
Gießen — Wißmar — Ruttershausen — Odenhausen — Salzbödelal — Schmelz — Fronhausen.
Wir beginnen unsere Wanderung bei der Bahnunterführung an der Ederstraße und gehen am Bahnkörper her, später über die Lahnbrücke nach Wißmar, das wir durchschreiten, um sodann am Lahnufer entlang, an schönen Landschaftspartien vorüber, nach Ruttershausen zu gelangen. Flußaufwärts, an einigen großen Steinbrüchen vorbei, kommen wir alsbald nach Odenhausen am Fuße des Altenbergs. Hier ist der Eingang in das Salzböde- tal, das, von bewaldeten Höhen eingeschlossen, einen überaus lieblichen Charakter hat. Dem Tale aufwärts gehend kommen wir durch Salzböden nach der reizvoll gelegenen Schmelz. Hier stoßen wir auf die aus dem Krofdorf er Forst kommende schwarze Punktmarkierung, die uns über einen bewaldeten Höhenrücken nach unserem Endziel Fronhausen führt. Dauer der Wanderung 4% Stunden.
Aßlar — hohe Warle — Grohen-Allenstädler Heide — Altenberg — Bieber.
Ausblicke, namentlich auf das hochgelegene Hohensolms, erschließen. Hier treffen wir auch das H des Hessischen Rennwegs und gelbe Kreuze, denen wir nunmehr nachgehe» und an den Fuß des Altenbergs kommen, den wir, der entzückenden Aussicht wegen, die sich von seinem steinernen Turm bietet, besteigen. Hierauf führen uns die gelben Kreuze, unferwegs immer prächtige Blicke genießend, schließlich über den Großen Rothenberg nach unserem Endziel Bieber. Marschzeit 4 Std. Mücke — Petershainer Hof — Seental — Laubach.
Ausreißer und Hahrravdiebe.
Fahrraddiebstahl auch in Gießen.
* Grünberg, 23. Aug. Von der Gendarmerie wurden drei jugendliche Ausreißer fest- genommen, die sich auf ihrer mehrtägigen „Fahrt ins Blaue" auch als Fahrraddiebe unangenehm bemerkbar gemacht hatten. Die 14 Jahre alten Jungen waren ihren Pflegeeltern in Miehlen im Taunus ausgerückt, wobei einer von den Flüchtlingen ein Fahrrad mit sich führte. Für die beiden anderen Ausreißer wurden gemeinsam in N a - st ä t t e n (Taunus) die fehlenden Fahrräder gestohlen. Dann ging die Radtour über Limburg bis zu einem Walde hinter Weilburg, wo das Trio übernachtete. Hier ging am anderen Morgen ein Fahrrad kaputt, das die Bengels kurzerhand in den Straßengraben warfen. Auf zwei Fahrrädern wurde dann die Fahrt der drei bis nach Gießen fortgesetzt, wo man vor einem Ladengeschäft ein Damenfahrrad stahl. Nunmehr hatte jeder der drei Ausreißer wieder „sein" Fahrrad, mit dem die Fahrt in Richtung Grünberg fortgesetzt wurde. Unterwegs ging aber wieder ein Rad kaputt, das ebenfalls in den Straßengraben flog. Auf zwei Fahrrädern kamen die drei Ausreißer in Gründe r g an, wo sie in einem Hause, das früher ein-
Turn- und Gportgemeinde Rodheim.
Faustball.
Zu einem Freundschaftstreffen war die Faustballmannschaft des Turnvereins Oberndorfs am vorigen Sonntag in Rodheim zu Gast. Nach Vereinbarung wurden zwei Spiele ausgetragen. Die Gäste stellten eine junge Mannschaft, während Rodheim auf einige ältere Spieler zurückgreifen mußte. Beide Mannschaften waren sich in den Leistungen wie auch im Spielaufbau ebenbürtig, so daß jeweils die glücklichere Mannschaft Sieger wurde. Das erste Smel endete knapp mit 35:36 Fehlern für Rodheim, während das zweite Spiel unentschieden blieb.
Fußball in Daubringen.
Daubringen 1. 3gb. — Raunheim 1. 3gb. 2:4 (2:3).
Diese Jugendmannschaften lieferten sich am Sonntag vor einer stattlichen Zuschauermenge in Daubringen ein schönes Spiel. In der ersten Halbzeit waren sich beide Mannschaften gleichwertig. Nach dem Wechsel kamen die technisch besser spielenden Naunheimer mehr auf und diktierten das Spielgeschehen. Daubringen versuchte gegen Schluß noch einmal, das Resultat zu verbessern, was ihm aber versagt blieb. Das Spiel wurde sehr sportlich durchgeführt. Das Ergebnis entspricht den beiderseitigen Leistungen.
Daubringen 2. 3gb. — Treis 2. 3gb. 5:1 (1:0).
Vorher standen sich diese Jugendmannschaften in einem Freundschaftsspiel gegenüber. Die 2. Elf von Daubringen konnte auch hier wieder ihre gute Form unter Beweis stellen und schlug die 2. Jugend von Treis sicher mit 5:1 Toren.
HIHI. DJ. DJ. BDM. BDM. IM.
Heimer Mannschaft verfugt über einen recht durchschlagskräftigen und wurfgewaltigen Sturm, wahrend Hochelheim die bessere Hintermannschaft besitzt- auf der anderen Seite versteht aber auch sein Sturm zu schießen, so daß also wieder ein gewisser Ausgleich vorhanden ist. Gewinnen mut die Mannschaft, die es fertig bringt, alles auf eine Karte zu fetzen und deren Spielweise von vornherein entsprechend ausgerichtet ist.
Oie Iugendweitkümpfe.
An dem Bezirks-Turn- und Sporttag des NSRL. am morgigen Samstag und kommenden Sonntag nimmt selbstverständlich auch die Hitler-Jugend regen Anteil. Sie will ihren älteren Kameraden, die im Felde stehen, beweisen, daß sie bestrebt ist, genau so wie sie ihre Pflicht zu tun.
Ein Blick auf die Meldeliste bestätigt dies vollauf. Rund 250 Hitlerjungen, 100 Pimpfe, 80 BDM.-M<^ del und 100 Jungmädel sind bereits gemeldet. Täglich gehen noch weitere Meldungen ein.
Die Wettkämpfe werden von den einzelnen Fachämtern des NSRL. (Turnen, Schwimmen, Rad-
2Rut)ige Börse.
Frankfurt a. M., 22. Aug. An den Aktienmärkten hat sich der Geschästsumfang merklich verkleinert. Verschiedentlich schritt der Verufshandel zu Gewinnmitnahmen, ohne daß die Kurse ernstlich dadurch berührt worden wären. Anderseits ist jedoch kaum Abgabeneigung zu beobachten, vielmehr bleiben die Nachfragen nach einzelnen Kategorien, wie z. B. am Einheitsmarkt für Brauereiwerte, weit über dem Angebot, so daß zahlreiche reine Geld- Notierungen entstanden. Eine Sonderbewegung m Reichsbantanteilen kam im Wochenverlauf zum Abflauen. Hier scheinen wie am Rentenmarkt Anlage- intereffen maßgebend gewesen zu sein. Der Rente n m a r k t hat an Umfang ebenfalls nachgegeben,
fchutzbund in den Blocks und Luftschutzgemem- schaften Hebungen statt, die der Ausbildung der Selbstschutzkräfte galten. Es wurde besonders die Bekämpfung von Brandbomben und Bränden mit einfachsten Mitteln', mit Einstellspritze und Feuer- patsche, geübt, und es konnte auch hierbei fest- gestellt werden, daß selbst größere Brände mit diesen Mitteln wirkungsvoll bekämpft werden können. Die Hebungen standen unter Leitung des Untergruppen» führers Fenchel, Sachbearbeiterin Frau Klin- k e l und Ausbildungsleiter Zecher. Augenblicklich wird ein Lehrgang durchgeführt, an dem sich Führerinnen und Mädel des BDM. und Jungmadel beteiligen. , ,
ij: Li ch 19. Aug. Dieser Tage wurde die F l a ch s- ernte von einem Acker am Albacher Teich einge-
wenn auch die Nachftage, z.'B. nach Pfandbriefen, unvermindert stark ist (ohne auf Material zu stoßen). Reichsschatzanweifunge» stehen nur in kleinem Umfange zur Verfügung, die letzte Tranche, die man auf 1 Milliarde RM. schätzt, ist ausverkauft, eine neue wird erwartet. Das Interesse wandte sich vermehrt den Steuergutscheinen zu, die auch im Kurse anziehen konnten. Etwas Geschäft zu meist leicht gebesserten Kursen bestand vn Stadtanleihen, doch macht auch hier sich die Marktleere bemerkbar. Don Jndustrieobligattonen sind die 4^ pro genügen stärker gesucht als die 5prozenttgen. Die Neuemissionen lassen jedoch den Umfang des Börsengeschäfts nicht allzu nennenswert werden. Von den Freiverkehrs werten haben die schon in letzter Zeit stärker bevorzugten Papiere ihre Kurse halten, z.T. leicht weiter bessern können. Tagesgeld nannte man unverändert 1% v. H.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
F r a n k f u r t a. M., 23. August. (Vorbericht.) Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 RM., Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 17 bis 44,50, Färsen 27 bis 45,50, Kälber 30 bis 59, Hämmel 30 bis 51, Schafe 10 bis 44, Schweine 52 bis 58 RM. Marktverlauf: Alles zugeteilt.
Fclle dürfen von Förstern, Jägern, Züchtern und sonstigen Fellbesitzern nur an Felleinzelhändler, -sammler oder Kürschner, und von diesen nur an Rauchwarengroßhändler verkauft werden, damit sie, soweit geeignet, der Ausfuhr zugeführt werden. Alle anderen Verkäufe sind unstatthaft, ebenso, die Verwendung von Wildfellen für den eigenen Bedarf.
Kartoffelbera liegen ein paar Säcke. Er hott sie sich und macht sich daraus ein Lager neben dem Holzstapel. Jetzt friert er nicht, m den Hautgefäßen kreist wieder der erwärmende Blutstrom. Mit geschlossenen Augen liegt er eine Weile. Der Apfelduft im Raum reizt seine Geruchsnerven und weckt von neuem ein grimmiges Hungergefühl. „Einschlafen! ... Fest einschlafen! ..."
Es gelingt nicht. Er hat noch einen Priem in der Tasche, vielleicht kann er damit den Hunger dämpfen! Aber nein, weshalb denn? Wenn man so weit gekommen ist wie er, macht es nichts mehr aus, ob man auch noch ein paar Aepfel stiehlt. Mit solcher Erwägung beseitigt er eine letzte Hemmung, erhebt sich taumelnd, opfert noch ein Zündholz und findet das Faß mit den duftenden Früchten. Er stopft ich ein paar in die Taschen, kriecht wieder unter Die modrig riechenden Säcke und zermalmt mit einen starken Zähnen einen Apfel nach dem' an- oern. Er schläft schon halb dabei und lauscht auf das Sausen des Windes draußen, des abscheulichen naßkalten Nachtwindes, der ihm jetzt nichts mehr anhaben kann. Dann lassen die beruhigten Magen- nerven ein rasches Absinken in die Bewußtlosigkeit des Schlafes zu.
Nach Stunden erwacht er von einem Kältegefühl. Seine Glieder find wie abgestorben. Ob es schon Morgen ist? ... Er liegt und horcht, überlegt, ob es besser sei, jetzt aufzustehen und sich davonzumachen. Wozu aber? ... Um wieder wie ein hungriger herrenloser Hund durch die Straßen zu irren? Noch regt sich draußen nichts. Das ßebensgetriebe, in das er sich nicht mehr einfügen kann, schläft noch. So bleibt auch er noch hier liegen. Was kann ihm geschehen, als daß man ihn fortjagt aus diesem elenden Winkel. Er versucht, wieder einzuschlafen, doch er friert und liegt schlecht auf dem harten Lager. So pendelt fein Bewußtsein eine Weile zwischen Schlaf und Wachen.
Da klappert die Haspe an der Tür, und er fährt erschrocken auf, starrt in den Lichtschein, der ins Dunkel bringt. Es kommt jemand ... Er erkennt die junge Frau, die er am Tage vorher vom Holzplatz nebenan beobachtet hatte. Sie stellt eine Laterne auf ein Brett neben der Tür und kommt, einen Korb vor sich tragend, gerade auf Klaus zu, schreit auf, als sie ihn erblickt, und weicht zur Tür zurück.
(Fortsetzung folgt.)
mal einen der Ausreißer beherbergt hatte, übernachteten.
Am anderen Morgen stahlen die Lausbuben in einer Weberei in Grünberg ein Fahrrad, das aber für den neuen Benutzer zu hoch war. Trotzdem. wurde die Weiterfahrt in den Vogelsberg angetreten, wobei die drei bis nach Ruppertenrod kamen. Hier versuchten sie ein auf der Straße stehendes Damenfahrrad gegen das in Grünberg gestohlene Fahrrad umzutauschen. Dabei wurden sie beobachtet und durch Fernsprecher dem Gendarmeriebeamten in Nieder-Ohmen als verdächtig gemeldet. In Ober-Ohmen wurde das Trio von dem Gendarmeriebeamten gesteltt. Einer der Jungen konnte sofort dingfest gemacht werden, die beiden anderen warfen aber „ihre" Räder fort und rannten davon. Sie kamen bis nach Grünberg, wo sie ebenfalls erwischt wurden und wohin der in Ober-Ohnien gefaßte „Dritte im Bunde" transportiert wurde. Alle drei wurden hier ins Gerichtsgefängnis eingeliefert und von hier aus zu ihrem Ausgangspunkt im Taunus zurückgeschafft. Das dicke Ende wird natürlich noch nachfolgen.
Landkreis Gießen.
$ Lollar, 21.Aug. In den letzten Tagen und Wochen fanden hier durch den Reichsluft -
denen fein Leben in steiler Kurve aufwärisstieg. Der Sturz in die Tiefe und die darauffolgende Zeit, die er als schwere Last, als marternde Fessel durch sein Dasein schleppte, sie haben seinen Körper, seine Glieder wieder schwer und ungelenk gemacht, so vollkommen er sie auch zu Werkzeugen unbesieglicher Kraft und Geschicklichkeit ausgebildet hatte. Die Hände in den Taschen, den Kopf tief gesenkt, schiebt er sich vorwärts, kreuzt Helle, lärmerfüllte Sttaßen. Die Menschen weichen ihm aus. Vielleicht sind unter ihnen welche, die ihm vor Jahren in der riesigen Sporthalle zujubelten, die vor Begeisterung rasten, als er hier in dieser Stadt den Meisterschaftstitel errang. Damals galt er als der beste deutsche Boxer und konnte in Europa keinen ebenbürtigen Gegner mehr finden. Jetzt kennt ihn niemand. Er ist so einsam, als treibe er im Boot auf hohem Meer — einsamer noch,, denn dort wäre er im vertrauten Element. Die Millionenstadt aber ist ihm fremd und feindlick, er leidet an ihr.
Die verkehrsreichen Gegenden bleiben hinter ihm. Müde schleppt er sich weiter, seine Füße wollen ihn kaum mehr tragen. Manchmal taumelt er; dann weichen Vorübergehende noch hasttger aus. Er kommt durch dunkle Dorstadtstraßen und bleibt an einer Kreuzung endlich stehen. Er sieht sich um und geht langsam weiter. In Dumpfheit und Erschöpftheit hat er die Richtung verfolgt, in der ein matter Wille ihn vorwärtstreibt. Er ist an Schöneberger und Friedenauer Grenzgebiet angelangt, in einer abseitigen Straße, wo zwischen den Häusern noch Gärten, Laubenland und Lagerplätze liegen. Das Regen- und Schneegestiebe hat aufgehört, durch jagende Wolken blinken Sterne.
Klaus Tjaden bleibt wieder stehen, sieht sich um und erkennt mit feinem sicheren Ortssinn die Stelle, von der er sich eine Möglichkeit verspricht, für die Nacht unterzuschlüpfen. Er hat kein Obdach. Daß er heute hier eines finden könnte, hatte er vormittags ausgespäht. Er hatte den jetzt rechts von ihm liegenden Holzplatz betreten, um sich nach einer Arbeitsgelegenheit umzusehen. Dabei hatte er beobachtet, wie drüben im Nachbargrundstück eine junge Frau die Tür eines Schuppens zusperrte. „Na, die Kramme steckt aber bloß noch lose in dem morschen Holz. Die kann einer mit 'nem Ruck 'rausreißen! Das muß bald mal festgemacht werden", hatte sie dabei vor sich hin gesagt- Dieses Selbstge- spräch hat er gehört
Diese abwechslungsreiche Wanderung durch einen Teil unseres heimatlichen Gebirges beginnen wir, weißen Dreiecken folgend, bei der Station Mücke. Durch das nahegelegene Flensungen geht der Weg an dem anmutig liegenden F len jung er Hof vorbei hinauf zum Wald, an dessen Rand sich hübsche 1 Ausblicke nach den Vogelsberger Höhen bieten. An den entfernter liegenden Dörfer» Weickartshain und Stockhausen vorüber gehen wir durch Klein-Eichen zum benachbarten Lardenbach. Teils auf der Straße» tells auf Feldwegen, bald durch Wald, dann wieder über blumige Wiesen geht es sodann an den Hängen des Judenkopfs her um das rings von Höhen umgebene Altenhain herum über die Alte Höhe, von der sich prachtvolle Blicke bis in die Wet- i) naaj uei vi>ietjenci j terau erschließen. Nach geraumer Zeit erreichen wir Gegend und den Höhen bei Marburg. Weiße lie- den anmuü-g in einer Senke liegenden Petershainer genbe Kreuze, zu denen sich später noch gelbe Drei- i Hof. Von hier benutzen wir blaue Dreiecke, die uns ecke gesellen, zeigen von hier den Weg. Dann j durch das liebliche Seental bis zur idyllisch gelege- nimmt uns der Wald auf, in dessen Schatten wir 1 nen Schreinersmühle bringen, von wo mir roten auf guten Pfaden längere Zeit weiter wandern, IAndreaskreuzen bis zu unserem Endziel Laubach bis wir zur großen, zu Großen-Altenstädten ge- folgen. Wanderzeit 5^ Stunden.
beenden Heide gelangen, wo sich uns wieder schöne I '
Bergholz ist mit einem Satz neben ihr, und sich halb zu der fragwürdigen Gestalt wendend, herrscht er diese an: „Was wollen Sie hier?" Zugleich dreht sich auch der Begleiter der Dame um. Da entweicht Der Hnheimliche mit einer raschen Bewegung und ist verschwunden wie ein Spuk, ehe die drei den Vorgang klar erfaßt haben. Für den Bruchteil einer Sekunde hat Bergholz in ein Gesicht gesehen, das tief im Untergrunb seines Bewußtseins eine fremde, wehe Empfindung weckt. Als erster aber findet er Worte und sagt laut und entschlossen: „Man hätte den Burschen festnehmen sollen!" Dann verbeugt er sich und setzt in bedauerndem Ton hinzu: „Sie sind sehr erschrocken, gnädige Frau?"
Dietmuthe Röhl lächelt und hebt leicht die Hand. „Nicht so schlimm! Freilich bin ich etwas abgespannt und daher nervöser als sonst. Aber sehe ich denn recht? Das sind Sie ja, Doktor Bergholz? ... Wie merkwürdig! Wie kommen Sie denn hierher?"
Jetzt lacht sie und erwartet offenbar keine Ant- wort auf ihre Frage und erspart so Bergholz eine Verlegenheit. Sie stellt ihn chrem Begleiter vor. Er vernimmt den Namen, um ihn gleich wieder zu vergessen. Dann wird er aufgesorderi, mitzufahren, und als er mit im Wagen sitzt, folgt auch die Ein- laduna, mit den Herrschaften zum Abend zu essen. Da schnellt fein Lebensgefühl in die Höhe und ist nahe daran, sich zu überschlagen.
3. Kapitel.
Der andere, der abgelumpt und unheimlich Aussehende, ist unterdessen weitergeschritten. Wie einer, dem nichts bleibt, als immer weiterzugehen, setzt er einen Fuß vor den anderen. Sein Gang ist schleppend, er wiegt sich dabei ein wenig in den Hüften.
Jahre sportlichen Trainings hatten diese leicht schaukelnde Art des Gehens verändert s— Jahre, in
640 Leichtathleten beim Bezirks-Turn- und Gporttag. Im Anschluß an die Ausführungen über Sinn und Bedeutung des Turn- und Sporttages am kommenden Sonntag gibt das Fachamt Leichtathletik die nachstehenden Ergänzungen:
Im Rahmen dieses bevorstehenden großen Tages nehmen naturgemäß die leichtathletischen Hebungen, ober auch volkstümlichen Hebungen genannt, den größten Raum ein. Im Mittelpunkt der Wettkämpfe steht ein Dreikampf, der für alle Altersklassen getrennt zur DurchTÜhrung kommt. 640 Teilnehmer aus allen Vereinen unseres Bezirkes haben hierzu ihre Meldung abgegeben. Er besteht aus 100-Meter- Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen. Entsprechend der Altersklassen ist die Wertung verschieden und den möglichen Leistungen angepaßt. So hat jeder Gelegenheit, ob jung ober alt, im Wettkampf feine Leistungsfähigkeit zu überprüfen. Der Hniversitäts- portplatz mit feinen guten Anlagen steht für die Durchführung des Dreikampfes zur Verfügung. Auf mehreren Kugelstoßplätze» und Springgruben wirb am kommenden Sonntag ab 8 Hhr reges Leben herrschen. Erwähnt sei noch, daß auch die Frauen an den Wettkämpfen teilnehmen. Ab 11 Hhr beginnen bann, nachdem der Dreikampf beendet ist, die Vorkämpfe in den Einzelwettkämpfen. Die Sieger aus diesen werden die Meister des Bezirkes Gießen fein. Es ist unmöglich, aus der großen Zahl der Teilnehmer richtunggebende Hinweise auf die einzelnen Wettkämpfe zu machen. Neben diesen Einzelmeisterschaften kommen noch Staffeln zum Austrag. Die Hauptentscheidungskämpfe beginnen um I^Uhr.
Endspiel um den Handball-Lahnpokal.
Die vom Fachamt Handball durchgeführte Lahn- pokalrunde, die ursprünglich zu dem Zwecke ausgeschrieben war, die Mannschaften bis zum Beginn der vorjährigen Kriegsmeisterschaftsspiele zu beschäf- Hgen, hat allenthalben ein derartiges Interesse gesunden, daß sich die Spielleitung $u einem weiteren Ausbau veranlaßt sah. Die Abwicklung der einzelnen Spiele ist noch in guter Erinnerung.
Was diese an sich als „Notbehelf" gedachten Spiele bekannt gemacht hat ist die Beteiligung aller Mannschaften des Bezirkes Gießen, ganz gleich, ob es sich um aktive ober um die Jugend handelte. Gerade die interessanten und oftmals überraschenden Ergebnisse, die von Sonntag zu Sonntag registriert werden konnten, sind es gewesen, die auch mehr und mehr die Oeffentlichkeit aufmerksam machten und die schließlich einen Stamm treuer Anhänger sicherten. Darüber hinaus aber — und das ist wohl das Hauptmerkmal der ganzen Aktton — haben die Spiele werbend gewirkt und ihr Teil dazu beigetragen, daß der Handball heute über so viele Mannschaften und neue Einheiten verfügt.
Aus den Kämpfen haben sich nun zwei Mannschaften herausgeschält: der vorjährige Gausieger Tv. Hochelheim und die bekannte Elf des Tv. Garbenheim. Beide werden sich zur Ermittelung des Siegers der Lahnpokalrunde anläßlich des Bezirks- Turn- und Sporttages in Gießen treffen. Es ist selbstverständlich, daß man ein hochstehendes Spiel, technisch und taktisch einwandfrei, erwartet und daß daraus nur der als Sieger hervorgehen kann, der , wirklich beste Leistung zeigt.
Wer Sieger wird, läßt sich mit Bestimmtheit nicht voraussagen. Beide Einheiten spielen mit den besten Handball im Bezirk und sind gut dafür, als Re- > Präsentanten des augenblicklichen Spielstandes des > Bezirkes Gießen angesehen zu werden. Die Garben-
B: A: B: A:
B:
A:
IM. „ B:
Die leichtathletischen Dreikämpfe für HI., DJ., BDM. und IM. beginnen am Sonntagvormittag um 8 Hhr auf dem Waldsportplatz des VfB.-Reichsbahn.
KlaHstängieinneuesLeheniiii
Roman von Helene Kalisch
Copyright 1939 by Prometheus -Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München
Der Schuppen ist sein heuttges Ziel. Jetzt ist er ihm nahe; aber er kann auch kaum mehr weiter, sein Körper will nichts mehr vergeben. Doch es gilt noch, den Zaun zu übersteigen, um auf den Gang zu gelangen, der zwischen dem Gartengrundstück zur Linken und dem Holzplatz rechts hinführt. Links ist dann noch ein niedriger Drahtzaun und dicht dahinter der Schuppen, in den er hinein will, um für den Rest der Nacht ein Dach über dem Kopf zu haben. Er befindet sich an der Hinterseite der Grundstücke, deren Häuser weiter vorn an der Straße liegen. Lauschend steht er und hört den Hund, der den Holzplatz bewacht, vorn an der Straße bellen. Jetzt muß er flink sein und den Schuppen erreichen, solange der vierbeinige Wächter vom Anlaß seines Aergers da vorn festgehalten wird.
Es gelingt Klaus Tjaden; seine erstarrten Hände finden die Kramme; es bedarf nur einer geringen Anstrengung, sie herauszuziehen. Ein Glück für ihn, daß der Schaden noch nicht ausgebessert ist.
Die Tür knarrt beim Deffnen. Vorsichtig zwängt er sich ins Innere und versucht, durch den Spalt die Kramme wieder an ihren Ort zu bringen. Dabei bricht ihm der Schweiß aus, und in seinen Ohr-m beginnt es zu sausen, während er sich eine W *T» vergeblich müht. Aber endlich sitzt das Ding dvch notdürftig an seinem Platz.
Er steht in dicker Finsternis. Es riecht um ihn nach Holz, nach Aepfeln und Kartoffeln, und es kommt ihm warm vor. Doch das ist Täuschung; es ist feuchtkalt in dem Raum. Nur die letzte Anstren- gung hatte ihn erhitzt; sein Herz klopft rasch. Ohne sich zu rühren, steht er, während seine angespannten Sinne wie mit Fühlfäden feine Umgebung abtasten. Dann sucht er nach einem Zündholz in seiner Tasche und reibt es an. Beim Schein der kleinen Flamme mustert er rasch seine Umgebung. Hier ist alles so, wie er es halb erspäht und halb erraten hat. Drüben an der einen Wand sind Holzstapel und Kohlen aufgeschichtet. In einem Winkel liegt ein großer Kartoffelhaufen. Kisten und Fässer stehen umher. Der Schuppen dient als Vorratsraum und gehört wahrscheinlich dem Inhaber des Obst- und Gemüse- ladens in dem weiter vorn an der Straße gelegenem Haus.
Bei dem Eindringling überwiegt zunächst das Gefühl des Geborgenseins. Er ist zu müde und erschöpft, um weiter denken zu können. Auf dem
fahren usw.) abgewickelt. .
Die Durchführung des leichtathletischen Drei- kcnnpfes (Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen bzw Ball- weitwerfen) hat der Standort Gießen der Hitler- Jugend übernommen. Für diesen Wettkampf gilt folgende Klasseneinteilung:
Klasse A: Jahrgänge 1922/23
1924/25


