Ausgabe 
23.4.1940
 
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Dienstag. 23. April MO

Gichener Anzeiger

Die LandverbindlingOslo-Stavanger hergestellt

Vormarsch zwischen den Vergen Südnorwegens

Fahnen für das Ersahheer im Osten

Eine Lagekarte Südnorwegens, in der die in den jüngsten OKW.-Berichten genannten Orte verzeich­net sind. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Berlin, 22. April. (DNB.) Die Metall­spende des deutschen Volkes hat, wie General­feldmarschall Göring dem Führer melden konnte, einen überwältigenden Erfolg erbracht. Der Reichsbeauftragte für Metalle, ^-Oberführer Zimmermann, erklärte derBZ. am Mittag" zu der Frage, was aus den künstlerisch wert­vollen Gegen st änden wird. Tatsächlich haben Stücke aus Edelmetall oder von hohem künstlerischen Wert, der von den Spendern nicht erkannt wurde, den Weg zu den Sammelstellen gefunden. Eine Ver­einbarung mit dem Reichserziehungsministerium sorgt dafür, daß grundsätzlich alle Gegenstände zu den Hütten abtransportiert werden. Dort prüft sie ein Stab von berufenen K u n st- s a ch o e r st ä n d i g e n. Hat ein Gegenstand außer­ordentlichen künsllerischen und historischen Wert, so erfolgt höheren Ortes eine Entscheidung darüber, ob er der Verhüttung zugeführt oder im Reichs­interesse als Eigentum des Reiches er­halten bleiben soll. Eine Rückgabe an die Spender ist nicht möglich, denn diese sind unbekannt. Das Reich wird in keinem Falle solche Kunstgegensiände, aus der Hand geben, so daß niemals die Möglich­keit besteht, diese Dinge im Handel aufzukaufen.

Die Frage nach der wirtschaftlichen Be­deutung der Metallspende beantwortete ^-Ober­führer Zimmermann mit dem Hinweis, daß das gesammelte Metall im Augenblick noch nicht gebraucht wird. Es muß zudem erst

Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer bis8'/?UhrdesVormittags Grundpreise für 1 mm Höbe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse MengenstaffelV Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/omehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen

und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf.

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irgendeinen Personen- oder Sachschaden anzurich- len. Dabei wurden drei britische Flugzeuge, ein weiteres in der 3Xad)t über deutschem Küstengebiet abgeschossen.

3m Westen keine besonderen Ereignisse. Deut­sche Flugzeuge stießen bei der Fernaufklärung über Frankreich bis Bordeaux vor. 3m Laufe des Tages kam es zu einer Reihe von Luftkämpfen, in deren Verlauf zwei britische und zwei französische Flug­zeuge abgeschossen wurden. Drei deutsche Flugzeuge kehrten vom Feindflug nicht zurück. Ein Flugzeug muhte wegen Venzinmangels auf Schweizer Gebiet notlanden.

Die Besetzung Gjoeviks.

Berlin, 22. April. (DRV.) Zu der Besetzung von Gjoevik durch deutsche Truppen wird bekannt, daß die Stadt er st nach einem hartnäckigen Kampf mit norwegischen Truppen eingenommen wurde. Der Gegner hatte sich in für die Verteidi­gung besonders geeignetem Gelände festgesetzt und versucht, die Stadt zu hallen. Der Einsatz star- fer deutscher Panzerverbände brachte jedoch eine schnelle Entscheidung. Die Norweger er­litten beim Einsatz dieser Verbände, die teilweise in ihre Rückzugsbewegungen hineinstiehen, sehr schwere Verluste.

11 feindliche Flugzeuge obgeschossen.

Berlin, 22. April. (DNB.) wie nachträglich bekannt wird, wurden im Laufedes 21. April bei der Abwehr feindlicher Luftangriffe und im Verlauf von Luflkämpfen elf feindliche Flugzeuge, und zwar neun britische und zwei französische, abgeschossen. Von diesen stürzten bei einem Angriff auf den Flugplatz Stavanger zwei britische Bomber sowie bei einem Angriff auf den Flugplatz Aalborg und an der nord­deutschen Küste vier britische Flugzeuge in Flammen ab und verbrannten. Die übrigen Flug- zeuge wurden an der Westfront durch deutsche Jäger abgeschossen. Die Aufschläge lagen zum Teil lauf feindlichem Gebiet.

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Verstecken durchsucht. 3n der Schule greifen ,wei unter Stroh versteckt- Norweger auf, die mehrere hundert Schuß ME.-Mumtion bei sich haben Sie ergeben sich kampflos. Sie Hauser wer-

Der Wehrmachtsbericht.

Berlin, 22.April. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Rarvik wurde am 21.1 erneut durch feindliche Seekräfte beschossen, ohne dah es zu einem Landungsversuch gegen den von deutschen Iruppeh besetzten Raum kam. Die im Raum von Trond­heim eingesetzten deutschen Verbände erreichten für die Fortführung der Operationen wichtige Punkte. Zu ernsteren Kämpfen ist es hierbei nirgends ge­kommen. 3m Raume von Bergen erhöhte sich die durch deutsche Truppen sichergestellte Beute um eine Anzahl moderner Geschütze und wesentliche Rlate- rialmengen. Die L a n d v e r b i n d u n g zwischen den von deutschen Truppen besetzten Räumen von Oslo über Kristiansand bis Stavanger ist h e r g e - [feilt Die im Raum von Oslo in nördlicher und nordwestlicher Richtung vorgehenden deutschen Trup­pen haben norwegische Abteilungen zum Kampf ge­stellt und geworfen, hierbei nahmen unsere Trup­pen nach Kampf Gjoevik und Lillehammer sowie den hohen Rücken Lundehaedge. Der Gegner hatte starke Verluste.

Stärkere Kampffliegerverbände be­kämpften britische Landungsversuche bei Ramsos und Andalsnaes mit Erfolg und zerstör­ten die mit feindlichen Truppen belegten Orte und die Bahnanlagen. Ein britischer Zerstörer wurde getroffen, zwei feindliche Handelsschiffe ver­senkt. Trotz schlechten Wetters halfen deutsche Kampfflugzeuge mit, den feindlichen Widerstand nördlich h a tn a r zu brechen und zerstörten rück­wärtige Bahnverbindungen des Gegners. Das mit großen Wunitionsvorräten gefüllte Arsenal der Garnison Oslo wurde in hevedoeya entdeckt und fichergestellt. Bei der U-Bootsjagd im Skagerrak und Kattegat wurden zwei feindliche U-Boote vernichtet. 3n der norwegischen Marine­werft horten wurde der Betrieb wieder ausge­nommen.

Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärung im See­gebiet um Narvik, an der Westküste Norwegens und über der nördlichen Nordsee fort. Britische Flug­zeuge griffen den Flugplatz Aalborg an, ohne

PoMch?L^1686Fra ntWJi. örühlsche Unioer siläkd nickerei 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Gießen,^chulstrahe 7-9

M Jahrgang ttr.95

Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener ^amilienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit4Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr... -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

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verarbeitet werden. Dafür sind angesichts die­ser riesigen Mengen Monate erforderlich. Sieben Hütten haben bei stärkster Beschäftigung von Arbeitern und technischen Einrichtungen zu tun. Ununterbrochen rollen bereits die Züge und schwim­men die Kähne mit Metall zu ihrem Bestimmungs­ort. Die Reichsstelle für Metalle wird immer daran interessiert sein, die riesigen Metallmengen, die sich z. B. im Bereich der gewerblichen Wirtschaft, in Denkmälern, in stillgelegten Kabeln usw. befinden, der nationalen Metallreserve zuzuführen. Deutsch­land ist übrigens auch im Kriege nicht von Metallen abgeschnitten, denn die Metall­einfuhren aus vielen Ländern erfolgen reibungslos. Außerdem hat ein so hochstehendes Kulturvolk durch seinen technischen Standard so große Metallreser­ven, daß sich immer Wege finden lassen, um aus­reichende Metallmengen zu mobilisieren. Der An­teil der Privathaushalte an der Metallspende ist erstaunlich hoch. Es leuchtet ein, daß die gewerb­liche Wirtschaft erst in den nächsten Monaten stär­ker in Erscheinung tritt, well die Ausbauarbeiten nicht mit solcher Schnelligkeit erfolgen können. Die Aktion der Metallspende ist also keineswegs abge­schlossen. Es werden Sammel st ellen geöff­netbleiben, um auch weiter allen, die bisher nicht dazu gekommen sind, und der gewerblichen Wirt­schaft die Möglichkeit zu lassen, ihren Opferwillen zu beweisen.

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Gefällte Tannen versperren wieder einmal die Straße. Gerade hat die Spitzengruppe die Sperre erreicht, da setzt plötzlich aus dem dichten Tannen­wald des rechten Hanges feindliches M G. - Feuer ein. Kurze Feuerstöße folgen schnell hinter­einander. Die Schüsse liegen zu kurz. Ein LMG. ist inzwischen von der Spitzengruppe, die schnell Deckung genommen hat, in Stellung gebracht, das nun das Feuer erwidert. Das feindliche MG. verstummt nach wenigen Minuten. Die als rechte Seitendeckung aus­geschickte Schützengruppe arbeitet sich schnell vor­wärts. Nur noch etwa 200 Meter ist sie von der Stelle entfernt, wo das feindliche MG. schoß. Da, was ist das? Wie ein Pfeil jagen drei Gestalten auf Schneeschuhen den steilen Hang hinunter, eine Schneewolke hinter sich lassend. Schüsse jagen hinter ihnen drein. Getroffen! Einer fällt, die beiden ersten entwischen. Die Straßensperre ist bald beseitigt. Sägen und Aexte treten in Tätigkeit und zerlegen die'dicken Baumstämme. Viele Hände packen zu, rollen die Stämme zur Seite und räumen die Zweige forj. Nach wenigen Minuten Aufenthalt geht der Vormarsch weiter.

Stunden vergehen. Der Himmel hat sich stark bezogen, leichter Schneefall hat eingesetzt. Dann und wann tauchen links und rechts der Straße ein­zelne Häuser auf, die aber alle von den Bewohnern verlassen sind. So kommen wir schnell voran. Noch einmal versucht der Geg­ner anzugreifen. Der Höhenzug links der Straße wird von einer Infanterie-Patrouille in Zugstarke durchkämmt. Gewehrfeuer, das von dort zu hören ist, zeigt an, daß hier Feindberührung sein muß. Wie der Zugführer später berichtete, war ein feindlicher Spähtrupp von etwa 20 Mann, natürlich alle auf Schneeschuhen, aus einem Versteck etwa 100 Meter voraus aufgetaucht und hatte einen Feuerüberfall versucht. Doch die Ueber- rumpelung gelang nicht. Nach kurzem- Feuergefecht mußten die Norweger fluchtartig ihr Versteck unter Zurücklassung der Waffen und Munition verlassen. Zwei Gefanaene wurden eingebracht. Ein anderer feindlicher Spähtrupp versuchte in rascher Fahrt von dem rechten Hana herunterkommend, den nach- rückenden deutschen Kolonnen in die Flanke zu stoßen Auch dieser Angriff wurde durch sofort em- setzendes deutsches MG.-Feuer abgewiesen.

den schnell etwas wohnlich eingerichtet, die Fuß­böden mit Decken ausgelegt, die Fenster mit Kisten­brettern vernagelt und in den Oefen Feuer gemacht. Die Feldküche hat ein warmes Essen zubereitet, das erste seit zwei Tagen.

Einem Spähtrupp gelingt es, zwei Gefangene zu machen. Aus ihren Angaben geht hervor, daß der Gegner am nächsten Morgen in aller Frühe einen Gegenangri ff plant, Dem müssen wir auf alle Fälle zuvorkommen! Am Nachmittag trifft bereits der angeforderte Pioniertrupp ein. Bäume werden gefällt, Bohlen und Bretter ungefähren. Fieberhaft wird an der Widerherstellung der ge­sprengten Brücke gearbeitet, den sie muß fertig werden, muß bis zum Einbruch der Dunkelheit selbst für schwere Lastwagen passierbar sein. Und es wird geschafft. Bereits abends rollen die ersten Wagen hinüber.

Die Nacht verläuft ruhig. Nirgends wird Feind­berührung gemeldet. Beim ersten Tageslicht geht der Vormarsch weiter. Links und rechts steigen die Berge fast senkrecht an. Die Straße ist wie am Vortage wiederum durch Baumsperren verriegelt. Diese zu beseitigen sind unsere Soldaten allmählich gewöhnt. Sie halten den Vormarsch nicht sonderlich auf. Da öffnet sich der Weg. Die Felsen treten zu beiden Seiten zurück. Ein Rundtal macht die Aussicht frei. Nichts Verdächtiges ist zu erken­nen. Drei- bis vierhundert Meter entfernt, da wo die Berge wieder zusammenstoßen, links und rechts der Straße ein Haus. Vorsichtig pirscht sich der Spitzentrupp an sie heran. Nur wenige Meter ist er gekommen, da setzt, wie auf ein Zeichen, von vier oder fünf Stellen gleichzeitig Feuer ein. Aus dem Hause links der Straße schießt ein feindliches MG. Aus einem wenige Zentimeter breiten Spalt des Stalldackes kommen die Geschoßgarben. Aus dem Walde yalbrechts voraus fallen Gewehrschüsse. Hier also will der Gegner den Vormarsch aufhalten. Drei MG.s sind blitzschnell im Straßengraben und hinter einem Felsvorsprung in Stellung gebracht. Wenige Sekunden später richten sie ihre Laufmün­dungen aus den versteckten Feind. Auch aus dem Walde wird heftig geschossen. Selbst aus den Baumspitzen scheint man zu schießen. Langsam schiebt sich ein Schützentrupp unter Ausnutzung jeder Deckung an den Waldrand heran, gewinnt in einer Mulde etwas Höhe und ist in der Lage, Flanken­feuer zu geben. Inzwischen haben die drei MG.s ihre Wirkung nicht verfehlt. Das feindliche MG. ist verstummt. Jetzt kann auch der Wald unter Feuer genommen werden. Damit hatte der Gegner wohl nicht gerechnet. Sofort ist ein Nachlassen des feind­lichen Gewehrfeuers festzustellen, bald hört es gänz­lich auf. Was vom Feinde noch übriggeblieben ist, zieht sich schleunigst zurück. Hier ist seine Wider­standskraft gebrochen. Der weitere Vormarsch der deutschen Truppen vollzieht sich an diesem Tage ohne wesentliche Störungen. Walter Möller.

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Die Führung der deutschen Truppen in Norwegen.

P. K. Seit jeher hat sich das deutsche Heer durch eine auch in den schwierigsten Lagen bewährte Führung ausgezeichnet. Insbesondere hat sich dies auch stets bei Feldzügen und Unternehmungen in Operationsgebieten bewährt, die nicht unmittel­bar mit Deutschland verbunden waren, wie bei­spielsweise während des Weltkrieges auf dem Bal­kan, in Kleinasien und in Afrika. Trotz der weiten, oft tausend Kilometer'betragenden Entfernung von dem großen Nachschub- und Dersorgungsgebiet der Heimat, sind alle diese Heeresteile niemals dem Schicksal der Napoleonischen Armee in Rußland er­legen, sondern immer dank ihrer Führung ge-. schlossene und kampfkräftige Ver­bände geblieben.

In einer ähnlichen Lage befindet sich heute dis im Rahmen des Sicherungsunternehmens der deut­schen Wehrmacht in Norwegen eingesetzte Hee­resgruppe, die bekanntlich der General der Infan­terie von Falkenhorst führt. Der Deutschland am nächsten liegende Punkt des Operationsgebietes in Norwegen (Kristiansand) ist immerhin schon 400 Kilometer entfernt, während der äußerste von deut­schen Truppen besetzte norwegische Punkt (Narvik) in der Luftlinie gemessen nicht weniger als 1800 Kilome, ter weit liegt. Das sind Entfernungen, die trotz der Zwischenbesetzung Dänemarks an die Führung aller­größte Anfordeimngen stellen, wobei die mannig­fachen Schwierigkeiten des Unternehmens, wie die Uederwindung der durch die Natur des Landes verursachten Lücken in den Transportverhältnissen, die Abwehr britischer Angriffsversuche und die Brechung des Widerstandes der norwegischen Rest- armee zunächst noch gar'nicht berücksichtigt sind.

Vor allem aber kommt hinzu, daß die deutschen Truppen sich hier nicht in Feindesland be­finden und die deutsche Führung nicht ohne weite­res das Kriegsrecht in Anwendung bringt. So be­findet sich wenn auch den Zwecken der Truppe dienstbar gemacht selbstverständlich die gesamte Zivilverwaltung und der ganze Behörden-, betrieb ebenso wie die Wirtschaft des Landes vollkommen nach wie vor in den Händen der Norweger. In dieser Situation hat die Füh­rung der deutschen Heeresgruppe in Norwegen also eine doppelte Aufgabe zu erfüllen: einmal die rein militärische Leitung des Unternehmens, zum anderen die Wahrung der zivilen Hoheitsrechte Nor­wegens. Wie sich der deutsche Befehlshaber in seiner Eigenschaft als Heerführer seinem Befehl gemäß der ersten Aufgabe mit der Entschlossenheit des deut­schen Soldaten zugewandt hat, so hat er den zwei­ten Auftrag mit Takt und Klugheit erfüllt.

Im Stabe des Generals von Falkenhorst sind ebenso befähigte Offiziere für die Zwecke der Trup-

(P.K.) Noch hüllen Frühnebel und Regenwolken die Gipfel der südnörwegischen Berge ein. Die Sicht ist schlecht. Auf der verschneiten Straße fast der einzigen, die in den Raum nördlich von Oslo hineinstößt marschieren deutsche Jnfanterietrup- ven unaufhörlich vorwärts. 300 Meter steigen die Berge rechts der Straße an. Zackige Felsgrate über­brücken oft drohend den Weg. An der Spitze der vor-

Im Danziger Generalkommando fand die Ueberaabe der Fahnen und Standarten statt für Einheiten des Ersatzheeres durch den Stellvertretenden Kommandierenden General, Generalleutnant Bock.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Oie Verwertung der Metallspende.

Sieben Hütten auf Monate hin beschäftigt. - Dinge von hohem künstlerischem Wert bleiben Eigentum des Reiches.

stoßenden Truppen marschiert e in e Infante- r i e - K ixrn p a n i e, die die Marschslche r u ni g übernommen hat. Zahlreiche W eg s pe r re n lassen -erkennen, daß der Gegner hier den Vormarsch aus­zuhalten versucht. F r i s ch e S ch i s P u r e n, die oft den Weg kreuzen oder an den Hangen mit ihm parallel laufen, lassen darauf schließen daß hier feindliche Spähtrupps gewesen find. Gro.tz e Vorsicht ist also am Platze. " h

schickt je eine Schützengruppe links und rechts des Deges als Seitensicherung aus. Nur muhevo nen sich die Menschen in dem tiefen Schnee den Weg bahnen.

Gegen Mittag erreichte die Spitze ein Dorf, das von den Einwohnern geräumt war. Eme am Ortsausgang gesprengte Flußb rucke macht ein weiteres Vorrücken vorläufig unmöglich. Wenn auch dir Fußtruppen die Brücke umgehen können, so bildet sie aber für Wagen und Geschütze ein unumgängliches Hindernis, das erst beseitigt werden muß. Da außerdem von den Bergen wie­der Feindbewegung gemeldet wird befiehlt der Kommandeur Halt. Sicherungen werden ausg^tellt. Svähtrupps losgeschickt, ein Kradmelder benachrich­tigt Pioniere zum Wiederaufbau der Brücke. In- sind isronie zwischen werden die von den Bewohnern verlast ' r-J fa?nPnmDame Jenen und stark demolierten Hauser von uns nach Die. Spltzenkompame jenen uno ' $ der Schule frei en wir