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Hreitag, 22. November MV

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General Antonescu in Berlin eingeiroffen

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vom 28. Oktober 1940

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Llnqorns wirtschaftliche Zukunft

Die kürzlich in Budapest erfolgreich abgeschlosse­nen Wirtschaftsverhanülungen zwischen Deutschland und Ungarn bilden einen neuen Meilenstein auf dem Wege zur endgültigen Befriedung im euro­päischen Großwirtschaftsraum. Insbesondere galten diese Verhandlungen der Auskichtung der ungari­schen Wirtschaft auf die Bedürfnisse Deutschlands und Italiens.

Diese Ausrichtung der ungarischen Wirtschaft kann sich um so leichter vollziehen, als Ungarn em bedeutendes U e b e r s ch u ß l a n d ist. Das besieht sich zunächst auf den landwirtschaftlichen

blick zum Opfer fiel, als er im Kairoter Parlament mit Billigung des Königs Faruk die Nichtkrieg- führung Aegyptens proklamieren wollte, hat die gesamte arabische Welt aufs höchste alarmiert. Eng­

lischem Parte , es, ohne sich eren Stelle setzen wollen.

Der italienische Faustfchlaa legen das griechische Hehlern

es Kairoer Iudenprozesses vor wenigen Iayren, Len die deutsche Partei gewann. Die Juden be­herrschen wie überall in der Welt von^ gestern treffe und Geld und haben sich selbstverständlich llen englandfreundlichen Kräften verbunden, weil

axas sagen ihnen zu. Sie bekämpfen in echt grie- sischem Partei-Unwesen und Partikularismus bei- "') darüber klar zu sein, was sie an

Sektor der ungarischen Volkswirtschaft. Die in Ungarn erzeugten Nahrungs- und Lebensmittel bieten nämlich vortreffliche Ausfuhrmöglichkeiten, und Mar um so mehr, als Deutschland in der Lage ist, durch gute Ankcrufpreise die ungarische Land­wirtschaft zu stützen. Durch die Rückgliederung Nordsiebenbürgens hat sich obendrein die landwirtschaftliche Kapazität Ungarns noch be>' deutend erhöht. Von den neuen Gebieten sind 36 d. H. Wald, 21 v. H. Ackerland, 27 v. H. Wiesen und Weiden, 1,6 o. H. Gartenland und 0,4 v. H. Weinland. Auch die nordsiebenbürgische Vieh­zucht weist beträchtliche und günstige Zahlen auf. So wurden im Jahre 1935 gezählt: 837 000 Rinder,

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357 000 Schweine, 1 300 000 Schafe, 180 000 Pferde.

Trotz der ertragreichen Produktion der ungari­schen Landwirtschaft ist noch eine weitere Entwick­lungsmöglichkeit vorhanden. Neue Methoden in der Verwertung landwirtschaftlicher Produkte, der Heber- gang zur intensiven Bewirtschaftung, die Pflege des Jndustriepflanzenbaus, die Motorisierung der Land­wirtschaft und die Umstellung vom Weizenbau auf Futtermittelpflanzen, alle diese in Angriff ge­nommenen Pläne sichern der ungarischen Landwirt-, schäft auf lange Sicht reichen Ertrag und Gewinn. Hierher gehört auch die wachsende Ausfuhr von Oelsaaten u,nd Faserstoffen. So führte Ungarn im Jahre 1939 aus: 152 000 Doppelzentner Oelsaaten und 166 000 Doppelzentner Faserstoffe. Ferner werden in großem Umfang Flachs und Hanfstengel, Hanfwerg und Zirokstroh ausgeführt. Und endlich wurden bei den in Budapest geführten deutsch-ungarischen Wirtschaftsoerhandlungen viel­versprechende Abmachungen über den Austausch wissenschaftlicher und praktischer Erfahrungen bet Saatgut, Süßlupinen, Grassamen, Heilpflanzen, Obst. Geflügel und Eiern getroffen.

Aber Ungarn ist nicht nur reif an landwirtschaft­lichen Produkten. Es besitzt auch viele wertvolle Rohstoffe in Gestalt von Kohle, Erze, Erdöl, Pyrit, Kuviererz, Quecksilber. Blei und Zink. Dieser Rohstostreichtum hat zum Aufstieg der ungarischen Oelproduktion und zur Hebung der ungarischen Textilindustrie geführt. So sind also die Grund­lagen für eine blühende wirtschaftliche Zukunft Un­garns/ aX vollem Maße gegeben. Notwendig wird allerdings sein, daß sich Ungarn wie anfangs angeführt tatsächlich auF die Bedürfnisse Deutsch­lands und Italiens ausrichtet.

Berlin, 22. Nov. (DNB.Funkspruch.) Am Freitagvormiltag trafen bet rumänische Staats- sührer General Antonescu und der rumänische Außenminister $ t u r b 3 a auf XSinlabung ber Reichsregierung zu einem mehrtägigen Deutschlanb- besuch auf bem Anhalter Bahnhof in Berlin ein.

3n ihrer engeren Begleitung befanben sich neben bem rumänischen Gesandten in Berlin Gracia- nu, ber bis an bie Grenze entgegengefabren war, wirtschatfsmiuister Cancicor, Arbeitsminister Jauscinski, ber Staatssekretär für propa- ganba, Constant, ber Staatssekretär im Finanz­ministerium papanace, Professor p a n a i - tescu, Rektor ber Universität Bukarest, ber Ge­neralsekretär im Innenministerium. B i r i s. ber Direktor ber presseabteilung. IHinifterialbireftor IHebrea, ber Chef ber Legionärspresse Direktor Banba, Kabinettschef Oberst Diaconescu so­wie Blajor Marin, ber Adjutant bes Staats­führers.

Der Reichsaußeuminister von Ribbentrop hieß ben rumänischen Staatsführer auf bem Bahn­steig herzlich willkommen. Generalfelbmarfchatt Leitet. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Reichspressechef Dr. Dietrich unb weitere sich- renbe Vertreter von Staat, Partei unb Wehrmacht waren zur Begrüßung auf dem Bahnhof erschienen. Der rumänische Gesandte Baler P 0 p, ber sich in besonberer Mission in Deutschlanb aufhält, unb ber italienische Geschäftsträger, Botschaftsrat Zam- b 0 n i, hatten sich gleichfalls eingefunben.

General Antonescu unb ber Reichsminister bes Auswärtigen von Ribbentrop schritten bie Front ber Chrenkompanie ab. Dann geleitete ber Reichsmiuister bes Auswärtigen ben rumäni-

General Antonescu. (Scherl-Bilderdienst-M.) nant befördert war, als Oberleutnant gegen die Bauernrevolte im Gebiete der Moldau eingesetzt

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Der zum Staatsbesuch in Deutschland eingetroffene Führer der Rumänen, General Antonescu, hat, wie Franco in Spanien, die nationale Bewegung zum Durchbruch gebracht und sich mit den eigent­lichen Trägern dieser Bewegung, der aus dem Volke heraus gewachsenen Legionärsbewegung, identifi­ziert, obgleich der General im eigentlichen Sinne dieser Bewegung nicht angehörte. Seine Freund­schaft mit dem selbstlosen Führer dieser Bewegung, mit Codreanu, der auf Befehl des Exkönigs Carols ermordet wurde, war für chn bestimmend, wenn auch die Wurzeln seines Nationalismus tiefer lagen. Als Antonescu, nachdem er 1904 zum Leut-

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scheu Staatschef zum Schloß Bellevue, wo ber Chef ber präfibialfanjlei bes Führers Staats­minister Dr. Meißner bep Gast empfing.

Sie deutsche Volksgruppe inZiumänien.

Bukareft, 21. Nov. (DNB.) Staatsführer und Ministerpräsident General Antonescu hat im Anschluß an eine Besprechung mit dem Führer, der Deutschen Volksgruppe in Rumänien, Andreas Schmidt, die Deutsche Volksgruppe in Rumä­nien zur juristischen Person öffent­lichen Rechts erklärt. Der Deutschen Volks­gruppe in Rumänien gehören danach alle rumä- liischen Staatsbürger an, deren deutsche Volks­zugehörigkeit feststeht auf Grund ihres B e - kenntnisses zum deutschen Volk, das von feiten der Bolksgruppenführung anerkannt wird und auf Grund dessen sie in dem National­kataster der Deutschen Volksgruppe in Rumänien eingetragen sind. Mit Billigung des Führers des nationallegionären Staates erläßt die Deutsche Volksgruppe in Rumänien zur Erhaltung und Kräftigung ihres nationalen Lebens vjerpslich- t e n d e B e st i m m u n g e n für ihre Angehörigen. Die Deutsche Volksgruppe in Rumänien kann neben den Farben des rumänischen Staates die Flagge des deutschen Volkes hissen.

Lustirminister in München

München, 22. Nov. (DNB. Funkspruch.) Zur 1 Teilnahme an ber Jahrestagung ber Akabemie für deutsches Recht traf Freitag vormittag Graf Dino Granbi, ber Justizminister Italiens unb präfibent ber Kammer ber Fasci unb Korpora- tionen, in München ein. In feiner Begleitung be- 1 finben sich Exzellenz b'Amelio. Generalbirektor Tal- ? vachia. Professor lo Derbe unb Oberlandesgerichts- rat Dr. Giglio.

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bedachten.

Antonescu kam in den Generalstab und erwarb im Weltkriege durch persönliche Tapferkett die höchste rumänische Auszeichnung, den OrdenMi­chaels des Tapferen". Nach dem Weltkriege wurde er Militärattache in London, 1930 Dim'stonsgeneral, 1933 Generalstabschef des rumänischen Heeres. Da­mals näherte sich der hervorragend begabte Offizier der Eisernen Garde Codreanus, aber die ge­heimen Cliquen, die König, Carol in ihre Netze ge­zogen hatten und die durch die jüdische Madame Lupescu, des Königs Freundin, regierten, verfolg­ten den bei der Armee und dem Volke beliebten ' Offizier mit ihrem Haß. Er wurde fchliehl'ch in die Provinz versetzt, aber als der Dichter Octavian G 0 g a den Versuch machte, eine nationale Regie­rung einzurichten, rief er seinen Freund als Mi­nister für Landesverteidigung nach Bukarest zurück. Nach sechs Wochen war das Kabinett Goga geschei­tert, die anonymen Mächte hatten triumphieü, und damit war auch Antonescu erledigt.

Im Prozeß gegen Codreanu nahm er sich warm des Angeklagten an und antwortete auf eine Frage des Gerichtsvorsitzenden, ob er Codreanu für einen Landesverräter halte, mit der erstaunlichen Gegen­frage:Glauben Sie etwa, daß General Antonescu mit Landesverrätern verkehrt?" Der General wurde

Die griechische Lehre für Aegypten

Don unserem ^.-Sonderberichterstatter

Die Säuberung Griechenlands von den Englän- dern gilt in Kairo als Beweis dafür, daß der Kampf um Aegyptens Befreiung in voller Ent­wicklung ist und sehr viel größere Ausmaße und ausholendere Bewegungen mit sich bringt, als Groß­britannien sich das erträumt hat. Griechenland ist für Aegypten nur eine Episode im Kampf um den Suezkanal. Das italienische Zupacken hat Edens Anstrengungen in Aegypten $ur Lächerlichkeit ver­urteilt. Der englische Kriegsminister sah sich um die Erfolge seiner Reise in dem Augenblick betrogen, als er fälschlich glaubte, die ersten Erfolgsmeldun­gen nach London drahten zu können. Der sensatio­nelle Tod des ägyptischen Ministerpräsidenten Ha s - f an Sabri Pascha, der dem ruchlosen Wirken des brittschen Intelligence Service in dem Augen-

einander ab; in der Frage ,^rieg an der Seite Englands?" sind sie sich alle einig. Diese Volks­mehrheit ist es, mit der Herr Eden den Kampf um Aeayptens Kriegseintritt aufzunehmen versucht hat, diese Kräfte sind es, die Aegypten bisher aus dem Krieg herausgehalten und z. B. dem Edenfchen Ver­langen, das Parlament schon vor dem turnus­mäßigen 14. November einzuberufen, erfolgreich widerstanden hatten. Jede Schachfigur, die England

Diese teils freimaurerischen, teils jüdischen, teils euch nur aus Geldgier wohlfeilen Politiker rings im Achmed Mäher fühlen sich nicht mehr wohl in hrer Haut. Wenn ihre Sache schief ausgeht, dann rt es auch um sie geschehen. Sie folgen den erhal- tnen Befehlen und schreien laut nach Kriegsein- tritt, aber sie fürchten diesen Kriegseintritt mehr cis alle anderen. Deshalb ist ihnen bei der Nach­richt von der neuen Bedrohung der englischen Po­rtion, diesmal in Griechenland, der Schreck in die Glieder gefahren. Die Saadiften traten sofort zu einer Sondersitzung zusammen, konnten sich aber augen­scheinlich nicht einigen. Im Hause Achmed Mähers Dar eifriges Kommen und Gehen. Er selbst fuhr schon am Mittag des 28.10. zu Eden in das Semi- ramis-Hotel, wo es wimmelte wie an Großkampf­tagen im Hauptquartier.

Die Einzigen, die das italienische Zupacken mit teils versteckter, teils offen zur Schau getragener Freude begrüßten, waren die N a t i 0 n a I i ft e n n Aegypten. Diese ägyptischen Nationalisten sind - richt eine Partei, sie beschränken sich nicht nur auf He Wafdisten? Die nationale Parole geht heute turch alle Parteien und Schichten, vom Königs­haus herunter bis zum Fellachen. Sie hat d a s ranze Volk in feiner erdrückenden Mehrheit er» I ptzt. In den innenpolitischen, wirtschaftlichen und nanchen anderen Schattierungen weichen sie oon-

Anläßlich der Aufnahme Ungarns in den Dreimächtepakt empfing der Führer tm Schloß Belvedere in Wien in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop die Staatsmänner Jta- liens Japans und Ungarns, die bei der Unterzeichnung des Protokolls zugegen waren. Unser Bild jät'von links den Führer, den ungarischen Ministerpräsidenten Graf Teleki, den italienischen Außenminister Graf Ciano, den ungarischen Außenminister Graf Csaky und den japanischen Botschafter Kurusu Weiter rechts Generalfeldmarfchall Keitel und der ungarische Gesandte in

Berlin, S z t 0 j a y. (Presse-Illustrationen Hoffmann-M.)

yg. Jahrgang Nr. 277 ÄTO Z> ./U Q Mi!

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wurde, hatte er den strikten Befehl des Oberkom­mandierenden, des Generals Averescu, mitleidslos dieRebellen" niederzukartätschen. Aber der junge Oberleutnant, aus einer alten Offiziersfamille ent­sprossen, kannte genau die Gründe, die diese armen Bauern der Moldau zur Revolte getrieben hatten. Die Bojaren, die Großgrundbesitzer, die in Bukarest oder Paris ein Luxusleben führten, hatten die Bauern durch die Ansprüche ihrer Verwalter bis zur Verzweiflung getrieben, und die Juden, die Wucherer und Besitzer der Branntweinschänken Bauernschaft noch mehr verelendeten, waren die eigentlichen Nutznießer dieses Massenelends. Es ge­lang Antonescu, durch ruhige Vorstellungen Bauernschaft von Gewalttaten zurückzuhalten.

hatte kein rumänisches Blut zu vergießen brauchen, und die nationalen Offizierskreise Rumäniens wur­den auf ihn aufmerksam, während die Bojaren unb die Judenschaft Rumäüiens ihn mit ihrem Haß

egen das griechische Hehlertum zu Englands Gun- : ten hat sie völlig durcheinander gebracht. Daß Grie- henland zu feinem Unglück sich England verschrieb ' mb somit in den englischen Krieg mitverwickett □urbe, stellt die Griechen Aegyptens vor Aufgaben, i enen sie sich weder gewachsen fühlen, noch zeigen. )iese levantinischen Griechen sind keineBalikari", ote sie in ihrer Sprache die Frontsoldaten, die Lriegshelden nennen. Alles in ihnen ist das Gegen- eil von dem, was wir unter soldatischen lügend­en verstehen. Sie sind geschäftstüchtig, Individua- rften, redebegabte Vielparteienpolitiker. Was sie um einen Preis ertragen wollen, find Disziplin und oldattsche Auffassung. Sie sind Konkurrenten ! er Geschäftswelt der Aegypter, der dort lebenden Italiener, die ihnen an Kopfzahl unter allen Baftüöltern des Nillandes am nächsten kommen: le wollen sie überflügeln, übervorteilen, aber um dnen Preis sich mit ihnen ober mit sonstwem chlagen. Deshalb kann man nur mit einem Lächeln ie lautsprecherische Propaganda der Engländer Imitieren, die uns jeden Tag höhere Ziffern der riechischen Freiwilligenmeldungen in Aegypten vor- 2tzt. Am ersten Tag waren es 3000, dann 8000, beute 20 000 Griechen in Alexandrien und Kairo, ie sich angeblich unter die siegreichen britischen Mahnen geschart hätten. In Wahrheit befinden sich ie Griechen Aegyptens in h ö ch st e r Ver- egenhei 1. Mit ihrer Athener Regierung sind ie uneinig, als Soldaten kämpfen wollen sie nicht, m wenigsten auf englischer Seite und gegen die Achsenmächte. Sie wissen, daß sie allen Anlaß laben, es vor allem mit den Italienern nicht zu lerberben, deren siegreicher Einzug in Aegypten fron jedem, außer von Engländern und Juden, er­wartet wird. Graziani wird sich durch die britischen Lropagandaziffern der griechischen Freiwilligen in ilegypten nicht- stören zu lassen brauchen..

Nicht viel weniger mißtönend schlug die Nach- ücht des italienischen Einmarsches in Griechenland : e i de r ägyptischen I n t e r v e n t i 0 n s- art ei ein, jener kleinen Minderheit, die der britischen Botschaft ihr Ohr leiht und ihre Hand ur Entgegennahme der Pfundscheine entgegenhält. Ran kann eigentlich nicht von einer Partei sprechen; üllch die Saadistenpartei steht nicht mehr cis solche den Engländern zur Verfügung, viele 'Zarteianhänger find inzwischen hinsichtlich der Fraar des Eintritts Aegyptens in den Krieg an Englands Seite anderer Meinung geworden. Dte Dirklichen Interventionisten sind zu einer kleinen Clique wohlfeiler Politiker zusammengeschmolzen, fcie teils direkt der enalischen Botschaft, teils frei» nourerischen und jüdischen Einflüssen hörig sind. Der Kammerpräsident Achmed Mäher Pascha ft Großmeister der ägyptischen Loge und folgt den Zefehlen englischer Hochlogen. Die bemerkenswert :ar£e Judenschaft Aegyptens machte feit je ion sich reden. In Deutschland erinnert man srch

Kairoer Judenprozesses vor wenigen Jahren,

verliert, ist chnen recht, jeden Prestigeverlust be­grüßen sie, denn sie erwarten davon die Beschleuni­gung der Befreiung Aegyptens. Deshalb kam ihnen die Nachricht vom italienischen Einmarsch in Grie­chenland hochwillkommen. Sie versprechen sich von ihm eine Verschärfung der britischen Atemnot im «qmme uLuuqiyc uu|= Vuuji« v..o

Orient, einen Druck auch von Norden auf Eng-1 land scheut kein Mittel, um auch die terrorisierten lanbs Position in Aegypten, die durch Graziani Aegypter nach griechischem Muster vor den Knegs- schon von Westen bedroht ist. 1 mögen ber britischen Plutokratie zu spannen.

Ast der ägyptischen Grenze, tm November 1940. Unwillkürlich ist sich in diesen Tagen ganz Aegyp- en darüber klar: Der griechisch-italienische Konflikt ft ein^Lehre für uns! Mit dieser Erkennt- is hatten in erster Linie die an 100 000 Seelen arten griechischen Kolonien in Aegypten, eren größte in Alexandrien sitzt, zweifellos blecht. Diese Griechen sind die st ä r k st e unter ben Zastminderheiten Aegyptens, oft begüterte, vielfach schwerreiche Levantiner, die auf Grund hrer Finanzkrast, ihrer Presse, ihrer Vereine sowie licht zuletzt ihrer freimaurerischen Verbindungen ahlreühe Einflüsse auj regierende Kreise des Gask- inbes auszuüben wissen ober versuchen. Sie sind, jte wohl alle Griechen in ber Welt, heimattreu, b. h. e behalten ihre griechische Sprache, ihr Schulwesen, i)re Verbinbung zum Mutterland bei. Wodurch sie ch aber von ihm unterscheiden, ist bie Politik. Sie nb Demokraten,Denizelisten", wie sie sich auch leute, viele Jahre nach bem Tode des Demagogen Venizelos, noch mit Stolz nennen. Weder Die Nonarchie in Griechenland noch das Regime Me-