Bücheriisch.
— Carl Kirchhoff: VonHöllezuHölle. Erlebnis einer französischen Krieasgefangenschaft. Geb. 4,40 RM C. öertelsmaxn, Verlag, Güters- loh. — (137) — „Bist du Boche noch nicht ver- reckt?" DaMist her tägliche Morgengruß des Lagerkapitäns ,Lustik" für deutsche Soldaten, die dos Unglück hatten, in französische Gefangenschaft zu geraten und nun zum hundertsten Male schlimmer als die Hunde getreten und geprügelt werden. War hier Kirchhoff als PG. 29, als Zuchthäusler und Minenarbeiter erzählt, ist wohl das Grauenhafteste, was sich im Weltkriege die Grande Nation an sadistischer Rachsucht gegenüber einem wehrlosen Deutschen geleistet hat. Und das ist das Erhebende dieses Erlebnisberichtes von sieben Fluchtversuchen durch Stollen, Fluhkanäle und Stacheloraht, auf französischen Waggons und englischen Lastautos: wenn auch die Engländer noch nach hundert Kilometer Flucht den Ausreißer aus dem Niemandsland in den Kampfgraben zurückzerren, — ein zäher unbändiger Wille triumphiert über den ausgemergelten Körper, bis die letzte Flucht die end- gültige Freiheit bringt.
— Das deutsche Heer, herausgegeben von Dberftieutnant Walter Jo st. Sie deutsche Kriegsmarine, herausgegeben von Konteradmiral a. D. R. Gadow. Diedeutsche Luftwaffe, herausaegeben von Major Dr. Kürbs. Verlag Ferdinand Hirt, Breslau. Jeder Band geh. 0,80 RM., gebd. 1,20 RM. - (76) - Diese drei Wehrmachtsbände, die mit zahlreichen Bildern aus. gestattet sind, enthalten Aufsätze von bekannten Offizieren des Heeres, der Marine und der Luftwaffe,
Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabl 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 5 bis 20, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bund 8 bis 10 Rpf.
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-** Beran st altungsring der Hitler- Jugend. Die noch nicht abgeholten Karten für die 1. Vorstellung am Mittwoch, 23. Oktober, sind am Mittwoch, 23. Oktober, 14 Uhr, auf der Verwaltungsstelle abzuholen. Ferner werden zur gleichen Zeit noch Karten an Nichtmitglieder abgegeben. In der laufenden Woche können Morgenfeiergutscheine für die Morgenfeier am 27. Oktober eingetauscht werden.
GauarbeMagung des W.
Die Gauabteilung Hessen-Nassau der Reichsar- bettsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heil- Pflanzenbeschaffung (RsH.) führte in Bad Soden a. Ts. unter Leitung des Gausachbearbeiters Apo- theker Ripperger (Frankfurt a.M.-Höchst) ihre diesjährige Gautagung durch. Neben den Kreisfach- bearbeitern sämtlicher Kreise des Gaues waren auch Partei- und Behördendienststellen vertreten, u. a. die hessische Landesregierung, die Regierung in Wiesbaden, die Gauamtsleitung des Amtes für Volksgesundheit, die NS-Frauenschast, der Gaujägermeister, die obere hessische Naturschutzbehörde usw.
In einem grundlegenden Referat, das durch zahlreiche Lichtbilder erläutert wurde, überzeugte Gausachbearbeiter Ripperger von der volksgesund- heillichen und wehrwirtschaftlichen Bedeutung der Heilkräutersammlung. Studienrat Dr. Schumann (Bensheim), der Gaureferent des NS.-Lehrerbun-
des, sprach über die Schulenarbeit und gab aus seiner reichen Erfahrung wertvolle Anregungen, insbesondere auch für das Sammeln während der Ferien.
Die von den Kreissachbearbeitern erstatteten Kurzberichte gaben dem Gausachbearbeiter die Mög- lichkeit, eine letzte Zwischenbilanz vor Abschluß der diesjährigen Sammeltätigkeit zu geben. Sie darf mit Rücksicht darauf, daß die Arbett des Sommers manche Störungen erfuhr, als sehr günsttg bezeichnet werden.
Der Bericht des Kreises Wetterau konnte mitteilen, daß die Sammlung in unserer engeren Heimat wieder ein ausgezeichnetes Ergebnis gehabt hat. Nach den bis jetzt vorliegenden Meldun- gen der Sammelstellen darf man als Schlußergebnis des Kreises Wetterau das Vierfache des Vorjahres erwarten.
Der Gausachbearbeiter forderte auf, die Sammeltätigkeit auch in den nächsten Wochen noch fortzu- führen. Dor allem sollen noch Drombeerblätter eingebracht werden, die für den deutschen Haustee Verwendung finden und noch bis zu Beginn der Winterszeit gesammelt werden können. Äuch die letzten Hagebutten sollen noch restlos geerntet werden. Für diese Wildfrucht, die als geschätzte Trägerin des Vitamins C bekannt ist, gibt es mannigfache Verwertung.
In Frankfurt a. M.-Höchst wurde die Gausam- melstelle der RfH. besichtigt und ein Einblick in ihre fleißige Arbett vermittelt. Ein Erlebnis besonderer Art war allen Teilnehmern der lehrreichen Tagung die Besichtigung der pharmazeutischen Expedition und des pyärmakologischen Laboratoriums der IG. Farben.
Aus -er engeren Heimat.
Gemeinderat in Schotten.
Q] Schotten, 19. Ott. In seiner jüngsten Sitzung genehmigte der G e m e i n d e r a t das Gesuch um Wirtschaftskonzession des Heinrich Süssel (Uebergang von Vater auf Sohn) und des Wilhelm Bender, der seicher die Clubhäuser auf dem Hohe- rodskopf bewirtschaftete und jetzt wieder sein Anwesen „Haus Hubertus" übernimmt Die Bürgersteuer für 1941 soll in der gleichen Höhe wie seither mit 500 v. H. des Steuermetzbetrages erhoben werden. Verschiedene Bauvorhaben (Bürgersteig in der Friedhoffttaße, Pflasterung, Plan des Anbaues am städtischen Krankenhaus) wurden besprochen. Dem Ankauf verschiedener Grundstücke durch die Stadt wurde zugesttmmt.
Kalter Markt in Homberg.
Dreschmaschine hat jetzt in unserem Städtchen viel Arbett zu verrichten, da der Ausdrusch der Frucht überall im vollen Gänge ist. — Der hiesige N S V.- Kindergarten, in dem eine Kindergärtnerin vom weiblichen Arbeitsdiensllager die Kleinen be- treui, hat sich für die Frauen unserer Bauern und Landwirte als eine sehr segensreiche Einrichtung erwiesen, die man nicht mehr missen möchte. Etwa 20 bis 30 Kinder verbringen unter der sorgsamen Obhut ihrer Betreuerin Die Tage bei fröhlicher Beschäftigung.
Furchtbare Bluttat in Mainz-Weisenau.
LPD. Mainz, 21. Oft In der Nacht zum Sonntag ermordete der 38 Jahre alte Friedrich Giebel, der mit seiner Familie ein Siedlungshaus an der Hechtsheimer Höhe (Großbergsiedlung)
bewohnte, seine sechs Kinder tat Mer von 2 bis 14 Jahren und seine Ehesrau Danach beging der Tater Selbftmord. Em 7. Kind entging Dem grausigen Schicksal, da es bei der Großmutter in Hechtsheim zu Besuch weilte. Die Bluttat war erst am Sonntagmittag bemerkt worden, als den Nachbarn die Ruhe in der Wohnung auffiäl. Die Polizei stellte dann den Mord und Selbstmord fest. Ein hinterlassener Brief war nur schwer zu entziffern. Alle Anzeichen deuten darauf yin, daß Giebel den Mord in geistiger Verwirrung begangen hat. Die polizeiliche Untersuchung ist noch im Gange.
An Feldpostsendunaen vergriffen.
5 Jahre Zuchthaus für raffinierten Verbrecher.
Lpd. Frankfurt a. M, 21. Ott. Der bei der Poftsammelstelle in Frankfurt a. M. tätige 48jäh- r'ige Postinspektor Jakob Baumann, der zu den Aufsichtsbeamten gehörte, fiel dadurch auf, daß man ihn öfters in verdächtiger Weise Briefe abfühlen sah. Dieserhalb einmal zur Rede gestellt, leugnete er, irgend etwas Unrechtes getan zu haben. Als man ihn aber durchsuchte, fanden sich in seiner Unterhose elf Briefe. Der Inhalt der Briefe ließ erfennen, daß sich in vier Schreiben Geldbeträge befunden hatten. Es waren zusammen 45 RM. Baumann gab jetzt zu, daß er die Briefe unberechtigterweise an sich genommen hatte und gestand, daß auch ein Zwanzigmarkschein in seiner Brieftasche aus einer Verfehlung stammte. Er wollte insgesamt etwa 30 bis 40 Briefe unterschlagen haben. Er verneinte, in seiner Wohnung noch Material zu besitzen, das aus unredlichen Handlungen stamme. Als man dort nachsah, fanden sich in einem Kleiderschrank 320 RM., und nun gestand Baumann, daß etwa die Hälfte des Geldes aus Verfehlungen herrührte. Baumann war in Darmstadt beim Postamt tätig und auch dort ansässig. Bei Kriegsausbruch wurde er zur Sammelstelle nach Frankfurt beordert und kam zunächst in die Derteilungsstelle. Als er Klage darüber führte, daß er nicht dort, sondern in die Aufsicht gehöre, wurde er auch dahin versetzt. Neben seinem Gehalt bezog er einen Tageszuschuß von 1,50 RM. und bekam die Fahrkosten vergütet. Bauman vergriff sich ausschließlich an Fehlsendungen, d. h. an Briefen aus dem Felde in die Heimat, die nicht über die Sammelstelle zu laufen hatten. Wurde ein solcher Brief reklamiert, so dachte niemand, daß er der Sammelstelle zugeleitet sein konnte, wohin er nichk gehörte. Baumann, der durch seine Handlungsweise eine Kette von Amtsverbrechen begangen und sich als Volksschädling erwiesen hatte, wurde jetzt vom Sondergericht Frankfurt abgeurteilt. Das Gericht erkannte auf 5 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. Die Verfehlungen beginn er, um für Alkoholexzesse Gelder zur Verfügung zu haben.
—.— Homberg, 20. Dtt Der hiesige Kalte Markt hatte, da er mit dem Grünberger Gallus- mar kt zusammenfiel, leider nur verhältnismäßig geringen Besttch zu verzeichnen. Auf dem Krämermarkt waren nur wenige Stände aufgeschlagen. Der Schweinemarkt war mit 216 Ferkeln beschickt. Für 6 bis 8 Wochen alte Tiere wurden 14 bis 18 RM., für 8 bis 10 Wochen alte 16 bis 20 RM., für 10 bis 12 Wochen alte 18 bis 25 RM. bezahlt. Nach schleppendem Geschäft verblieb Ueberstand.
Landkreis Gießen.
*< Heuchelheim, 20. Oft Dem Postschaffner Otto Rinn wurde dieser Tage das silberne Treudien st- Ehrenzeichen für 25jährigen Dienst bei der Deutschen Reichspost■ verliehen. — Die Karto ff elernte, die hier bereits abgeschlossen ist, brad)te in diesem Jahr einen Rekord- ertrag. Viele Landwirte unseres Ortes haben sich in den letzten Jahren ein Silo zum Eindämpfen der Kartoffeln^ für die Schweinefütterung bauen lassen. Diese fortschrittliche Einrichtung schließt jeden Verlust von Kartoffeln durch Fäulnis usw. aus, erspart viel Heizmaterial, und der Landwirt hat zu jeder Zeit einwandfreies Kartoffelfutter für die Schweine zur Hand. So sieht man jetzt viele Einwohner damit beschäftigt, ihren Silo wieder neu zu füllen und die Kartoffetvorräte einzudämpfen. Auch die Dickwurz-Ernte ist dieses Jahr sehr gut und wird jetzt eingebracht, um die Sieder für die Aussaat des Wintergetteides freizumachen.
* Lollar, 21. Dtt. Am Sonntag wurde wieder ein Wettkampf schieß en mit Kleinkaliber auf 50 Meter Entfernung, 10 Schuß liegend frei'- händig zwischen 2 Gruppen von je 4 Mann von Kri e aer kamerad sch af ten Saubringen und Lollar ausgetragen, wobei die Kameradschaft Lollar: Adolf Göttlich, Willi Borschel, Ludwig Klinkel und Heinrich Diehl Siegerin wurde mit 386 Ringen. Bester Schütze war Adolf Göttlich mit 112 Ringen. Die Kameradschaft Saubringen: Ludwig Mohr, Friedrich Bierau, Ludwig Reinhard und Heinrich Bierau erreichte 376 Ringe. Ehren- scheiben wurden geschossen von den Kameraden Albert Müller, Lollar; Ludwig Reinhard, Saubringen; Theodor Beckel, Lollar; Heinrich Bierau, Saubringen und Friedrich Bierau Saubringen.
# Mainzlar, 21. Dtt. Hier wurde wieder ein Schwarm Schxeegänse beobachtet, der in südöstlicher Richtung in bekannter Keilform unseren Ort überflog.
Kreis BSbingen.
f Schotten, 20. Oft. Die Sarmftäbter Volksbühne gab in der gut besetzten Turnhalle ein Gastspiel mit dem Lustspiel „Meine Tochter, Seine Tochter", das großen Beifall fand. — Die Bezirkssparkasse Schotten veröffentlicht ihre Bilanz und die Gewinn- und Derlusttechnung aus dem letzten Jahr, die eine sehr erfreuliche Aufwärtsbewegung der Kasse zeigen. Sie Spareinlagen nebst Kontokorrenteinlagen sind auf fast 3 Millio- nen gestiegen, die Rücklagen sind auf etwa 100 000 RM. angewachsen. — Forstassessor Ritter am hiesigen Forstamt wurde zum Forstmeister ernannt — Sie Schottener Jugend, HI., BSM., haben in der Turnhalle einen Filmabend abgehalten, bei dem der eindrucksvolle Großfilm „Ser Weg zum Führer" gezeigt wurde. — Sie Bienenzüchter von Schotten und Umgegend, die 70 Imker mit über 650 Völkern zählen, hielten ihre Herbsttagung hier ab, bei der wichtige Fragen des Bienenstandes besprochen wurden.
A Ulrichstein, 20. Dtt. Im hiesigen Arbeitsdienstlager sind die neuen Maiden angekommen, die nunmehr die Mitarbeit in den bäuerlichen Haushaltungen aufnehmen. Sie Frauen unserer Bauern und - Landwirte begrüßen die Helferinnen mit großer Freude. — Beim Transport der Dreschmaschine auf der steilen Ludwigstraße versagte die Bremse der Strohpresse, so daß sich das schwere Fahrzeug in schneller Fahrt bergab bewegte. Sem geistesgegenwärtigen Handeln des Heizers gelang es, die Strohpresse trotz der sehr schnellen Fahrt in einen Hofeingang zu lenken, wo sie ein großes Stück Gartenmauer umriß, zum Glück aber weiterer Schaden verhütet wurde. Sie
Pflichttreue am Arbeitsplatz.
Sie Verordnung über die Beschränkung des Arbeitsplatzwechsels für Hausgehilfinnen vom September 1939 ist durchaus nicht aufgehoben, wie man vielfach anzunehmen scheint, sondern sie besteht nach wie vor. Um irrigen Annahmen vorzubeugen, sei hier noch einmal kurz darauf hinge wiesen. Kündigt eine Hausgehilfin ihr Arbeitsverhältnis und die Hausfrau ist mit dieser Kündigung einverstanden, so ist das eine Angelegenheit, Die nur die beiden Vertragspartner etwas angeht. Lehnt die Hausfrau jedoch eine Kündigung ab, fei es, daß ihrer Meinung nach keine triftigen Gründe vorliegen, sei es, daß sie aus Gesundheitsrücksichten oder größerer Kinderzcchl auf ihre Haushaltshilfe nicht verzichten kann, so entscheidet in diesem Falle das Arbeitsamt. Zu diesem Zweck ist von beiden Vertragspartnern vom Arbeitsamt ein Antrag anzufordern, der von beiden ausgefüllt werden muß und Gründe und Gegengründe enthält. Sie Entscheidung liegt nun, wie schon vorher erwähnt, beim Arbeitsamt und sein Urteil ist maßgeblich. Verläßt eine Hausgehilfin trotzdem ihren Arbeitsplatz, so ist sie vertrags- brüchig. Arbeitsoertragsbrud) kann bei Strafantrag mit Geld, aber auch mit Freiheitsstrafe belegt werden.
Trotz großer Bemühungen der Fachgruppe Hausgehilfen in der SAF. wird immer noch leichtsinniger- weise von feiten der Hausgehilfin oft nicht der Ent
scheid des Arbeitsamtes abgewartet und der Arbeitsplatz vorzettig verlaßen. Sie Strafe trifft empfindlich und die Reue ist zu spat!
Wenn man überlegt, daß Die Verordnung über die Beschränkung des Arbeitsplatzwechsels eine Kriegsmaßnahme ist, so wird einem klar, daß der Gesetzgeber einen Wechsel während Des Krieges vermeiden wollte. Hausgehilfin sowie Pflichtjahr- mäfoel sollen erkennen, daß auch sie auf einem Platz stehen, Der wichtig ist zur Erhaltung des Friedens der Heimatfront. Pflichterfüllung und Treue sind immer oberstes Gesetz gewesen im Frieden und noch viel mehr ttn Krieg, wo es auf jeden ankommt. So wie Die roerftätitige Frau tm Betrieb treu auf ihrem Platz steht, so muß auch Die Hausgehilfin und das Pflichtjahrmädel Sifziplin üben und in allen Lebenslagen eine tteue Helferin ihrer Hausfrau fein. Nur in wirklich dringlichen Fällen soll sie ihren Arbeitsplatz verlassen, der sie neben die Hausfrau unD Mutter gestellt hat, Deren Man» auch für sie, sei es draußen an der Front oder in der Heimat fein Leben einsetzt.
Nur, wenn auch auf dem kleinsten Platz die Hausgehilfin oder Das Pflichtjahrmädel vereint mit der Hausfrau, neben Der werktätigen Frau im vollen Bewußtsein der Wichtigkeit ihrer Aufgabe ihre Pflicht tun, marschieren sie im Gleichschritt der Front zum Sieg! A. K.
SJ.-fport
Um die Kriegsen'nnerungsplakette.
Sleln-Llnden — Hungen 0:2 (0:1).
Die letzte gefährliche Klippe hat der Tuspo. Hun- gen glücklich umschifft. Ser Sieg ist Den Gästen nicht leicht gefallen, denn die Platzherren zeigten, daß sie trotz Ersatz immer noch einen starken Gegner abgeben. Sie Gäste waren sich Der Schwere Des Spieles bewußt und legten gleich vom Anpfiff los und bedrängten das Tor des Gegners. Nach einer Viertelstunde winkte der erste Erfolg. Nunmehr gingen Die Gastgeber stark aus sich heraus und wollten den Gleichstand erzwingen, jedoch die Hintermannschaft war auf der Höhe, auch ließ Die Stürmerreihe viele Wünsche offen. Noch Der Pause war es wieder Der Gastgeber, der Das Spielgeschehen diktierte, aber ohne Erfolg. Sann kamen die Gäste stark auf, und durch unhaltbaren Schuß konnten sie den Sieg sicherstellen. In den letzten Minuten Drängten Die Platzherren stark, ohne jedoch die starke Hinter- Mannschaft des Gegners bezwingen zu können. Nun darf man mit Recht auf Das Spiel des Tabellenführers am nächsten Sonntag in Hungen gespannt fein.
Tadel!ensland nach Dem 20.10.:
Spiele Gew. Unentsch. Verl.
Pkte.
Steinbach
7 6 0 1
12:2
Hungen
7 5 0 2
10:4
Heuchelheim
7 4 0 3
8:6
Klein-Linden
8 3 0 5
6:10
Grüningen
7 0 0 7
0:14
*
ttlein Linden Igd. — Hungen Igd. 3:3 (3:2).
Diese Mannschaften traten hier zu einem Freundschaftsspiel an. Sas Spiel war von Anfang bis zu Ende ausgeglichen und wurde hart durchgeführt. Schon beim dritten Ansturm konnten Die Gäste durch ihren Mittefftürmer zum ersten Erfolg kam- men. Kurze Zeit später glich Klein-Linden durch seinen Halblinken aus. Im weiteren Verlauf der ersten SpielhAste ging Hungen noch einmal in Füb, rung, mußte aber Dann hinnehmen, daß Die Gastgeber zweimal hintereinander zu Erfolgen kommen konnten. In der zweiten Halbzeit ließ die Spielstärke beider Mannschaften stark nach, doch gelang es der Lugend von Hungen, kurz vor Schluß den Ausgleich zu erzwingen.
Abpaddelu des Wiesecker Kanu-Clubs.
Am Sonntag führte der Wiesecker Kanu-Club sein diesjähriges Abpaddeln durch. Sie Mitglieder fanden sich an der Badenburg ein. Nach kurzer Begrüßung wurden die Boote fahrbereit gemacht, und bald darauf startete man zur letzten Mhrt. Lahn- aufmärts ging es bis zur Lumdamündung. Hier wurde eine Pause eingelegt, in Der man sich durch sportliche Hebungen betätigte. Um 17 Uhr ging Die Fahrt wieder stromabwärts zur Badenburg. Zum Abschluß dieser schönen Fahrt konnte man einige Kameraden durch Das Badenburger Wehr fahren sehen. Zum Schluß Des Ab paddelns besprach man, daß für Den kommenden Winter eine Schi - Abtet- I u n g geplant fei, Die besonders bei Den jugendlichen Mitgliedern großen Anklang gefunden hat. Man hofft, daß auch Die Schi-Abteilung im kommenden Winter ein Erfolg für Den Wiesecker Kanu- Club sein wird.
Tennis-Länderkampf Deutschland-Japan.
Japan gewann 3:1.
Nach einem Ruhetage am Samstag würbe am Sonntag Der Tennis-LänDerkampf zwischen Seutsch- land und Japan in Tokio beendet. Mit 3:1 blieben die Japaner. siegreich. Sas letzte Einzel zwischen unserem Meister Heinrich Henkel und Dem jungen Haruo Kodera mußte beim Gleichstand 2:2 und 5:5 Spielen im fünften Satz wegen Dunkelheit abgebrochen werden. — Eine Fortsetzung, Die an Dem Endsieg Der Japaner nichts mehr ändern könnte, ist nicht geplant; vielmehr werden Henkel und Gies nach Osaka Weiterreisen und dort zu einem neuen Ländertreffen gegen die Japaner antreten.
Kurze Sportnotizen.
Seutschlands Schutzen kamen am ersten Tage des Länderkampfes gegen Ungarn in Budapest zu schönen Erfolgen. Im KK.-Schießen wurde Ungarn mit 5719:5602 Ringen überlegen geschlagen, und Der Einzelsieg fiel an Siegl (Deutschland). Im Scheibenpistolenschießen behielten die Ungarn mit 2621:2610 Ringen die Oberhand, aber bester Einzel- schütze war auch hier mit F. Krempel ein Deutscher.
'der Erdal • Nochfüllpackung. Eine
V» Hülle gegen Stoß und Schlag,da
mit die darin befindliche runde Dose unversehrt zum Verbraucher kommt. Man entfernt den Deckel und setzt das Unterteil in die leere Erdal-Blechdose ein. Da» Äußere ist neu.
altbewährte E1®€1SI 1
Die Ziel und Zweck unserer Wehrmacht dem deutschen Volksgenossen, vor allem aber der Jugend vor Augen führen. Für die wehrgeistige Betreuung der Schuljugend, die zur Zeit als eine der vordringlichsten Aufgaben Der Gegenwart und auch der nächsten Zukunft angesehen werden muß, sind Die vorliegenden Bändchen ganz besonders geeignet. Sie Büchlein verdienen die beste Empfehlung.
— Bruno Brehm: „Im Großdeutschen Reiche". Adolf Luser Verlag, Wien. Geb. 80 Rpf. — (172) — In der von Walter Pollak herausgegebenen bekannten „Reihe Süd-Ost" erscheint das Bändchen als Nr. 32 der ersten Folge: Werdendes Volk. Ser bereits mit dem Nationalpreis ausgezeichnete ostmärkische. Sichter und Verfasser bedeutender Romane gibt hier in vier Aussätzen: „Ser Sommer belagert die Stadt", ,Zm Großdeutschen Reiche", „Jeder auf seinem Platze", „Von deutscher Seele", wie schon Die Titel ahnen lassen, ein gläubiges Bekenntnis zu den letzten politischen und militärischen Entwicklungen, die unferm Volk Den Weg nach Westen und Osten freigemacht und ihm wieder den Rang unter den Volkern Der Erde eingeräumt haben, Den es in Der Wett Des Geistes schon immer einnahm. Die warmherzigen und begeisternden Gedankengänge Des Dichters sind eine kräftigende und stärkende Kost für Die JugenD wie für Erwachsene. Peter Bauer.
— Anna Charlotte Wutzky: Grillparzer und Die Musik. 100 Seiten mit 4 Bildbeilagen, farton. —L0, Ballonleinen 1,80 RM. Gustav Bosse Verlag, Regensburg. — (189) — Selten hat ein Dichter einer ganzen Generation großer Meister Der/ Musik so nahe gestanden wie Grillparzer. Er hat wie kaum ein anderer jene Epoche miterlebt, die Wien zum Mittelpunkt alles Musikgeschehens machte. Im Sterbejahr Mozarts geboren, erlebt er Haydn noch als reifen Meister; Beethovens Ringen und Schaffen ward ihm Offenbarung. Schubert, Beethoven und Weber tritt er auch persönlich nahe. So ist es nicht verwunderlich, daß er sich eng mit Der Musik befreundete und sein dichtersches Schaffen vielfach seine Verwurzelung im Musikalischen fand. Das weiß Anna Charlotte Wutzky packend zu schlldem.
Schwetaemarkt in Vuhbach.
* Butzbach, 22. Oktober. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 320 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten bis sechs Wochen alte Ferkel bis 12 RM., sechs bis acht Wochen alte 12 bis 14 RM., ad)t bis zehn Wochen alte 14 bis 17 RM. Nach anfangs mäßigem Verlauf wurde das Geschäft später flott. Es verblieb geringer Ueberstand.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit bei Schriftleitung.)
H. D., Gießen. Aus Ihrer Anfrage ist nicht ersichtlich, ob es sich um einen Luftschutzraum in endgültiger Ausführung oder nur einen behelfsmäßig eingerichteten Luftschutzraum handelt. Ist das letztere der Fall, so kommt die 9. Durchführungsverordnung des Luftschutzgesetzes vom 17.8.1939 in Anwendung. Danach sind alle Personen, zu deren Schutz behelfsmäßige Luftschutzmaßnahmen durchgeführt werden, verpflichtet, Beiträge zu leisten. Das gilt natürlich auch für die Mieter eines Hauses, in Dem Derartige Maßnahmen gettoffen worden sind. Die Beiträge können bestehen in Arbeitsleistungen, Zurverfügung- n von Material, Geld usw. Grundsätzlich hat useiaentümer bas Recht, die Mieter zu Den fraglichen Kosten mit Geldbeträgen heranzuziehen, soweit diese nicht durch anderweitige Leistunaen (siehe oben) kompensiert sind. Falls eine gütliche Einigung nicht zustande kommt, kann bei dem Amtsgericht, in dessen Bezirk das Grundstück liegt, Antrag auf Entscheidung gestellt werden. Geldbeträge sollen je nach den Berhältnisien Des Mieters Den Betrag von 1,— RM. bis 2,50 RM. für die zu schützende Person nicht übersteigen. Wird der Lust- schutzraum in endgültiger Ausführung hergerichtet, was angesichts des höheren Schutzes im Interesse der Mieter liegt, so ist der Hausbesitzer nicht an Die Richtsätze gebunden, Die für den Ausbau behelfsmäßiger Luftschutzräume gegeben sind. Die Kosten für Die endgültigen Baumaßnahmen können vielmehr durch Entscheidungder Preisbehörden und mit deren Zusttmmung im Wege der Mieterhöhung auf die Mieter umgelegt werden, weil es sich dabei um bauliche Verbesserungen handelt, die Den Mietwert Der Wohnungen erhöhen.


