verhaftet, seines militärischen Ranges enthoben urib in dem einsamen Kloster von Bistritza in der kleinen Walachei unter Zwangsaufenthalt gestellt Co- dreanu wurde au» Befehl des Königs Carol ermordet. Rumäniens Plutokratie und Iubenichaft regierten ohne Parlament gegen die nationalen Gewalten. General Antonescu faß in seinem cinfamen Zwangsaufenthalt, aber immer stärker jetzten die nationalen Rumänen ihre Hoffnung auf chn. Er sollte sie von der oerjudeten Hofkamarilla befreien und die Legionärsbewegung zum Siege führen.
Erst im September, als der Großmannstraum der Hofkamarilla und des Königs ausgeträumt, als Bessarabien verloren gegangen war und weiteres auf dem Spiel stand, kam seine Stunde. König Carol rief ihn, aber damit war das Ende dieses Monarchen, der Rumänien wie ein orientalischer Despot regiert hatte, gekommen. Antonescu zwang ihn, in der Nacht zum 6. September 1940 zurückzutreten und Rumänien mit seiner Geliebten zu verlassen. Die Flintenkugeln der empörten Legionäre verfolgten den Luxuswagen, mit dem der König und Die Drahtzieher eines zusammengebrochenen Regimes über die Grenze flüchteten. Die nationale Bewegung, so reich an Märtyrern, hatte auch in Rumänien gesiegt.
General Antonescu als Conducator, als Staats- führer, hat zusammen mit dem Führer der Eisernen Garde, Horia Sima, den nationallegion ä- ren Staat begründet. Er war es auch, der die Bitte an die Reichsregierung um Entsendung einer deutschen Militärmission nebst Lehrformationen richtete. Dieser Bitte wurde am 13. Oktober entsprochen Der Schritt Antonescus war in erster Linie bedingt durch die ständige Gefährdung des wichtigsten rumänischen Nationalbesitzes, der Oelquellen, durch die Sabotageakte englischer Geheimagenten, die im engsten Einvernehmen mit der englischen Gesandtschaft in Bukarest arbeiteten. Mit dem Erscheinen der deutschen Militärmission waren deren Tage in Rumänien gezählt; auch die englische Gesandtschaft packte nach einigem Zögern ihre Koffer, nachdem sie erkannt hatte, daß ein nationallegionäres Rumänien für britische Kriegsausweitungspolitik kein Feld mehr war.
Die Politik der Regierung Antonescu ist im Gegensatz zu ihren Vorgängern darauf abgestellt, den rumänischen Staat im Innern von allen Feinden, vor allem auch den Juden, zu säubern und nach außen hin ihn in das reformierte Europa unter der Führung der Achsenmächte so einzujügen, daß er nicht mehr ein unter fremdem Einfluß stehender Brandherd, sondern ein Mitarbeiter am neuen Europa wird. Dabei hat General Antonescu in klarer Erkenntnis der Grenzen der rumänischen Kräfte die notwendigen Folgerungen aus denjenigen Gebietsabtretungen, wie Teilen Siebenbürgens und der Dobrudscha gezogen, die als Revision der Pariser Dorortdiktate im Sinne der Neuordnung Südosteuropas unvermeidlich waren. Wiederholt hat Antonescu es ausaefvrochen, daß Rumänien nur an der Seite der Achsenmächte die Fehler wieder gutmachen kann, die das Carol-System und seine teils fremdländischen, teils fremdrassigen Anhänger verschuldet hatten. Zu diesen Fehlern gehörte auch die ständige Unterdrückung der in Rumänien ansässigen Volksdeutschen. In dieser Frage begann Antonescu bereits am 15 Oktober Wandel zu schaffen, indem er in einigen siebenbürgischen Städten mit volksdeutscher Bevölkerung deutsche Bürgermeister bzw. Dizebürgermeister in die Leitung der Gemeindeverwaltungen berief. Gerade jetzt gab er den Volksdeutschen das volle Organisationsrecht sowie den Rang einer Körperschaft des öffentlichen Rechtes.
Frankreichs Interesse für die Aktivität der Achse.
Vichy, 21. Noo. (Europapreß.) Die französische Presse zeigt ein wachsendes Interesse für die diplomatische und militärische Aktivität der Achsenmächte. Die gesamte Presse spricht sich für die Konzeption der europäischen Gemeinschaft ausschließlich Großbritannien aus, welches man vor die vollendete Tatsache stellen müsse. Die großen französischen Blätter schenken der Initiative Spaniens, den Folgen der deutsch-russischen Unterredungen, dem Zusammen- treffen des Führers mit König Boris von Bulga- rlen sowie dem Beitritt Ungarns zum Dreimächte, pakt größte Beachtung.
Kardinal Baudrillart, Rektor des Katholischen Instituts von Paris und Mitglied der Aca- o&nie Fran^aife, der die drei letzten kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und Deutschland miterUbt hat, forderte in einer in Frankreich geradezu als sensationell empfundenen Erklärung alle Franzosen auf, sich der Politik Marschalls P £ t a i n anzufchließen und ihm auf seinem Wege der Zusammenarbeit mit Deutsch- land Folge zu leisten.
3rW bleibt bei seinem Äein.
N e u y o r k, 21. Nov (DNB.) Ministerpräsident d e Valero erläuterte die Gründe, wegen deren Irland die Flottenbasen an England nicht abtreten könne. Die irischen Häftn seien seinerzeit von den Engländern gegen den Willen des irischen Volkes einbehalten worden Mit der Rückgabe habe man an Irland nur fein Eigentum wiedergegeben 1938 sei eindeutig klargelegt worden — sowohl im britischen wie im irischen Parlament —, daß die Rückgabe absolut und bedingungslos fei. Die Frage berühre Irlands nationale Integrität und den Willen des Volkes ebenso wie die eigene Sicherheit. Händige Irland die Häfen England aus, so würde es selb st direkt in den Krieg mit allen Folgen einbezogen.
Zu Pressemeldungen, daß die USA. Irland zur Verpachtung überreden wollten, sagte de Dalera, es gebe nur eine Antwort, und zwar die von ihm genannte. Wenn die USA. selbst sich aus dem Kriege heraushalten wollten, könnten sie Irland nicht zu einem Schritt ermutigen, der es in den Krieg verwickeln würde. Menschen- 'und materialmäßig habe Irland eine stärkere Verteidigung als je zuvor, die Verteidigung werde beständig ausge- baut. Wenn die Ausrüstung nicht so vollständig fei wie notwendig, so sei das nicht Irlands Schuld Im Falle eines Angriffes beftnde sich Irland mit dem Angreifer im Kriege. Die Frage, ob Irland feine Neutralität für d i e Rückgabe Nordirlands ausgeben würde, sei gleichbedeutend mit der Frage, ob man das Recht auf Frei, heit für dos Recht auf Einigkeit opfern sollte Die irische Nation habe ein Anrecht auf beides und wolle nicht eines für das andere opfern.
Um die USA.-Stühpunkte in Uruguay
Rom. 21 Nov. (Europapreß.) Der Präsident der Republik Uruguay hat in einem föri/r^n den aus Protest gegen die Stützpunktpolitik zurückgetre- tenen Erziehungsminister dargelegt, daß formale
Verhandlungen nut den Vereinigten Staaten von Nordamerika über die Stützpunktfrage noch nicht begonnen hätten. Wenn sie eingeleitet werden sollten beabsichtige die Präsidentschaft, ihnen jene O e f f e n t l i ch k e i t zu geben, wie sie die Verfassung oorsehe. Der nordamerikanische Marrne- minister Knox gab bekannt, daß die der „A t - l a n t i k Patrouille" der Vereinigten Staaten zugeteilten Kriegsschiffe bereits auf den von England erworbenen Stutzpunkten auf den Bermuda- Inseln und Trinidad stationiert feien.
Angriffe auf Geleitzüge bei Gibraltar
Algeciras, 21. Noo. (Europapreß.) Ein grö. zerer Geleitzug, der am Mittwochmittag Gibraltar
Noch hat sich England von dem vernichtenden Schlag auf Coventry nicht erholt, noch schwelen und glühen die Trümmerhalden ausgedehnter Industrieanlagen und Werkhallen, da setzt die deutsche Luftwaffe bereits zu neuem schwersten Angriff auf die Insel an. Das Trommelfeuer auf die großen Rü. stungszentren wird in atemloser Pause fortgesetzt.
Wieder brummen schattengleich die Leiber un« zähliger Kampfmaschinen gen England, Geschwader um Geschwader fliegt wieder an. lieber eine endlos scheinende, weißwogende Wolkendecke geht der Kurs. Verdeckt sind die Fluten der Nordsee und des Kanals. Aber wir wissen unser Ziel auch so zu finden. Bald wandern tief unter uns Helle Kreise unruhig aus der Wolkenschicht hin und her: Scheinwerferbatterien, die bei diesem Wetter vergeblich versuchen, uns in ihre Kegel zu bekommen. Sie bringen mit ihrem Licht heute nicht durch. Dafür ballert die feindliche Flak auf Geratewohl in die Höhe.
Standortbestimmung. Wenige Minuten nur noch, und wir müssen am Z i e l o r t sein. Heftiger und massiver spritzt das Feuerwerk der Abwehr auf allen Seiten. Ein rötlicher Schein wird gleich daraus voraus sichtbar, der schnell an Helligkeit zu- nimmt. Dann reißt die Bewölkung mit einem Schlage auf Irn hellen Schein des Mondes liegt unten das Land. Jetzt sehen wir deutlich Birmingham. Zahllose riesige Brände lodern und wüten dort unten. Irn weiten Umkreis leuchtet und Hadert es blutrot im Stadtgebiet. Kilometerhoch steigen mächtige rötlid) schimmernde Qualmsäulen in den Himmel.
Der Wehrmachtbericht vom Donnerstag.
Berlin, 21. Nov. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die deutschen Schnellboote haben in zahlreichen Kämpfen mit überlegenen englischen Streitfragen seit Kriegsbeginn eine große Anzahl feindlicher Kriegsschiffe mit einem Rauminhalt von 11300 Tonnen, darunter sechs Zerstörer und zwei U- Boote, versenkt. Der durch Schnellboote versenkte Handelsschiffsraum beläuft sich feit dem Einsatz der Boote im IDeftraum auf 212 000 BRT. Erst jetzt ging erstmalig ein deutsches Schnellboot bei einem Borsioß gegen die englische Ostküste im Kampf mit mehreren englischen Zerstörern verloren.
3n der Nacht zum 20. November setzte die Luftwaffe über den bereits gemeldeten Luftangriff auf Birmingham hinaus ihre BergeHungs- flüge gegen London fort Weitere Angriffe richteten sich gegen die Hafenanlagen von Weymouth, auf Northampton, Bournemouth und andere kriegswichtige Ziele. 3m Laufe des Tages beschränkte sich infolge der Wetterlage die Tätigkeit auf bewaffnete Luftaufklärung.
3n der Nacht zum 21. November griffen britische Flugzeuge in West- und ~ Nordfrankreich einige deutsche Flugplätze an. Kein einziges Ziel wurde jedoch getroffen. Auch Angriffe auf einige Orte in Westdeutschland waren ohne nennenswerten Erfolg. Lediglich in einem Hüttenwerk wurden eine
verließ, wurde von der Lust aus angegrif«! i e n, wie aus starken Bombenexplosionen zu vernehmen war. Drei Flugzeuge konnten über Gibraltar beobachtet werden, ohne daß es möglich war, deren Nationalität sestzustetten Ein weiterer Geleit- zug von 22 Handelsschiffen, der Gibraltar in Begleitung zweier englischer Kriegsschiffe und anderer bewaffneter Einheiten verließ, brauchte sieben Stunden für bie kurze Fahrt durch die Meerenge von Gibraltar bis er den Atlantischen Ozean erreichte. Er wurde ebenfalls von feindlichen Streitkräften angegriffen und mußte längere Manöver ausführen, um der Gefahr zu entweichen.
Das ist die Arbeit unterer Geschwader, die vor uns gewo-rfen hoben. Seit Stunden schon rollt in unaufhörlicher Folge der vernichtende Angriff auf das Rüstungszentr^ni, seit Stunden heulen Bomben schwerer und schwer st er Kaliber auf Almniniumwerke und Flugzeugfabriken, auf Sperrballonlager und Gummireifenwerke Hunderte und aber Hunderte, jede von ihnen haargenau geworfen in das befohlene Ziel.
Zwischen den Brandherden aber blitzt es Sekunde um Sekunde von neuem auf, weitere Explosionen gehen hoch. Kameraden von uns werfen bereits. Starr hängen unsere Augen auf diesen Hexenkessel, auf dem Hunderte von Scheinwerferkeaeln herumfahren und das Sperrfeuer der Flak die Luft ständig durchzuckt. Verzweifelt suchen die Tommies sich der Angreifer zu erwehren, umsonst.
Jetzt sind wir mitten über der Stadt. Wir zählen die Brände: 9 — 10 — 15 — 17, das sind nur d'.e großen. In der Nähe des Marktplatzes wütet ein besonders großer Brand. Mächtige Flammenläulen züngeln in die Höhe. Der Feuerschein ist so stark, daß Im weiten Umkreis Straßen, Gebäude und Plätze fast taghell erleuchtet sind> Genau kann sich der Beobachter orientieren. Er hat das Kartenbild vor dem Einsatz sorgfältigst studiert.
Eine kleine Kurve noch, jetzt liegt unser Ziel im Kurs. Wurf! Dann mit Vollgas weg von der Stadt. Es war genau Mitternacht, als wir geworfen haben. Wenige Minuten nach uns werden neue M a - s ch i n e n über Birmingham sein und das Werk der Vernichtung vollenden helfen.
Werkhalle und eine Gasleitung getroffen. Der entstandene Schaden wurde in kürzester Zeit durch das Eingreifen des Werkschutzes behoben.
Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.
Die deutsche Lustdlockade.
Englands lebenswichtige Handelswege werden gesperrt.
N e u y o r k, 21. Nov (DNB.) Sunday Times schreibt, daß trotz der aufmunternden Handlungen der englischen Luftstreitkräfte und der Marineluftwaffe, insbesondere im Mittelmeer, für England eine neue große unmittelbare Bedrohung aus der Luft entstanden ist, nämlich die deutsche Luft- bl o ck a d e , die die deutsche Luftwaffe an der irischen Küste durchzuführen versuche. Der Untergang des englischen Ozeandampfers „Empreß of Britain" mit 42 000 BRT sei das Ergebnis eines vorzüglichen Zusammenarbeitens zwilchen Luftwaffe und Unterseeboot gewesen Erst vor kurzem sei ein weiterer großer Frachter, der aus Arne- rika kam, angegriften worden und im Atlantischen Ozean gesunken Im Zusammenhang mit der Konzentrierung einer großen Anzahl deutscher Fernbomber und Flugboote in der Nähe von Brest müsse man eine noch größere Entwicklung der deut- scheu Operationen erwarten, die das Ziel hätten, den Schiffsverkehr von Amerika nach England zu stören. Dieser Handelsweg sei für die Insel England die Lebensader. Sein Bedürfnis sei wie noch nie gestiegen.
Zur Zeit gäbe es nur zwei Kampfmittel gegen diese Gefahr, nämlich die Verstärkung der Flak- abwehr und eine Bombardierung der deutschen
Volksiumsarbeii im Westen.
Wenn wir in diesen Wochen immer wieder von Den großen Umsiedlungen der Volksdeutschen aus Osteuropa lesen, vergessen wir nur allzuteicht, daß auch in den Gebieten vor der bisheri« gen Westgrenze des Reiches deutsches Volkstum einen zähen und opjervollen Kampf um die Erhaltung seiner Art und seiner Rechte führte. Man hat bei uns von diesem Kampf vielleicht weniger gehört, aber er wurde dennoch jahrelang mit entschlossenem Einsatz geführt. Als der VDA. (Volks, bunt) für das Deutschtum im Ausland) Ende Oktober seine große Hauptversammlung in München abhielt, erschienen auch die volkstumsbewußten Vertreter des germanischen Westens und legten Zeug, nis ab von ihrer Verbundenheit mit dem deut- chen Volk im Reich. Besonders eindrucksvoll war das deutsche Elsaß vertreten, es hat einen tiefen Eindruck hinterlassen, als die Führer der Heimattreuen Front von Not und Verfolgung ihrer Kampfjahre berichteten. Sie, die an der Seite ihrer deutschbewußten Landsleute so viel Leid getragen und so schwere Opfer gebracht haben, die alles, Freiheit und Leben, für die deutsche Sache eingesetzt laben, erleben heute die Krönung, ihres Kampfes: die Heimkehr ihrer geliebten elsässischen Heimat ins große Deutsche Reich. Einer freilich war nicht mehr leiblich in München anwesend: Karl Roos, der zu Anfang dieses Jahres unter französischen Kugeln seine Treue zur Heimat mit dem Tode be- iegelte. Aber sein Geist lebte in der Elsässerkund- lebung in München, zu deren eindrucksvollsten Augenblicken die Ehrung dieses elsässischen Märtyrers für die deutsche Sache gehörte.
Der Volkstumskampf kennt keinen Stillstand; denn jedes Nachlassen bedeutet hier Verzicht und Rückzug. Wir aber sind es den Kämpfern, die in der vordersten Linie die Front des Deutschtums halten, schuldig, die erforderlichen Mittel zur Fortsetzung ihres Kampfes bereitzustellen; denn auch hier darf die Heimat die Front nicht im Stiche lassen. Wie kann die Heimat ihre Pflicht im Volks, tumskampf erfüllen? Indem sie freudig und reichlich das Geld zur Verfügung stellt, ohne das sich die mannigfachen Aufgaben der Volkstumsarbeit nicht erfüllen lasten. Wenn daher in diesen Tagen bie deutsche Jugend wieder ihre Sa mm- lung für den Volkstumsverband durchführt, der feit langen Jahren Träger der volksdeutschen Arbeit im Ausland-ist, so wird sich niemand ihrem Appell verschließen. Indem wir reich- lich spenden, tragen wir in bescheidener Weise bei zur Stärkung der Front, die unsere volksdeutschen Brüder jenseits der Grenzen im Vertrauen auf die Heimat unter schweren Opfern halten.
Dr. Fernis.
Luftstützpunkte. Der erste Weg fei wegen des Mangels an Geleitschiffen — eine Folge der deutschen U-Bootsgefahr — schwierig. Der Mangel an Geleitschiffen habe wahrscheinlich auch den Untergang des englischen Hilfskreuzers „Iervis Bay" herbei geführt, der beim Beschützen eines ®e- leitzuges kürzlich unterging. Der zweite Weg sei auch nicht zufriedenstellend wegen der Schwierigkeit der Ausgabe selbst, denn der Einsatz der deutschen Luftwaffe gegen die britische Schiffahrt müsse oer- hindert werden Großbritannien sei es aber nicht gestattet, irische Stutzpunkte zu benutzen, durch die es ermöglicht werden könnte, Derteidigungsmaßnah. men gegen diese Tätigkeit der deutschen Luftwafte im Atlantik zu ergreifen. Wenn man den Schiffsverkehr rn e h r nach dem Norden verlegte, fei auch dadurch die Aufgabe kaum gelöst, da er dann immer noch in der Reichweite der deut- sch en Bomber bleibe/ Außerdem würden sich die Dampferwege dann in der Reichweite der deutschen Ueberwasserkriegsschiffe befinden, die von den norwegischen Häfen aus operierten. Die Flugzeugträger seien zu sehr oer- wundbar, um in diesen Gewässern eingesetzt zu werden. Allem Anschein nach rechneten die Deutschen damit, durch energischen Einsatz der Fernbomber und der neuen Flugboote d i e ganze HiUe- l e i st u n g, die Großbritannien aus USA. erhalten könne, zu unterbinden.
Oie »Große Pamirstraße-' bereits in Betrieb.
Moskau, 21. Nov. (Europapreß.) Die auf besondere Anordnung gebaute „Große Pamirstraße" ist nach Berichten aus Taschkent in ihrem Grundbau fertiggestellt worden. Die neue Bergstraße verbindet total in ab ab, die Hauptstadt der Tadschikischen Union-Republik, mit der in unmittelbarer Nähe der afghanischen Grenze liegenden Hauptstadt des autonomen Gebietes von Berg-Badaschan, C h o r o g. Die Straße besitzt vor allem insofern eine hervorragende strategische Bedeutung, als das bis jetzt wenig erschlostene Gebiet von Berg- Badaschan eine Schlüsselstellung für die Wege nach Sinkiang, Indien und Afghanistan bildet. Die Berg- straße ist jetzt schon vor ihrer endgültigen Fertigstellung in Betrieb genommen worden.
Japanische Haussuchung in Shanghai
Schanghai, 21. Nov. (Europapreß. ) Japanische Polizei Hot in der Internationalen Niederlassung Haussuchung in einem Büro ab gehalten, das die der chinesischen Regierung unterstehende Tschekiang — Kiangsi-Eifen- bahn mit Bahnmaterial belieferte Die Lieferungen erstreckten sich über achtzehn Monate und hatten einen Wert von über 600 000 Dollar erreicht. Die Verschiffungen gingen über Ningpo vor sich. Da das Büro ausschließlich für die Interessen der ch-ine- sischen Regierung in Tschungking tätig war, wurde es von der japanischen Polizei, die in der Internationalen Niederlassung PMzeigewalt besitzt, geschlossen. Die Beamten und Angestellten sind geflohen. Der neue Oberbürgermeister von Groß- Schanghai. Tschen Kung°po, hat fein Amt übernommen Er Ist ein Anhänger der Wang- Tsching-wei-Behorden in Nanking. Bei der Amtsübernahme. erklärte er. er werde für eine 'Wahrung der souveränen Rechte Chinas eintreten.
©frofoerfobren
gegen slowakische Abgeordnete.
Preßbura, 21. November. (Europapreß.) Die Staatsanwaltschaft beantragte beim slowakischen Parlament die Auchebung der Immunität der beiden Abgeordneten Moravic und Carnogurski, gegen die ein Verfahren wegen Schmähung der slowakischen Staatsmänner, öffentlicher Ruhestörungen und Verbreitung unwahrer Nachrichten eingeleitet werden soll. Im Zusammenhang mit der Angelegenheit fordert die slowakische Preste die Beseitigung aller derjeni- gen Männer aus dem Parlament, die innerlich immer noch dem alten Regime anhangen-
Virmmgbam vor der deutschen Vergeilung.
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Der Hauptsitz der englischen Metallindustrie und Mittelpunkt des steinkohlenreichen „Black Country", die Millionenstadt Birmingham, bekam die deutsche Vergeltung für die ruchlosen Anschläge der britischen Nachtflieger auf die Zivilbevölkerung von Hamburg, Kiel und Bremen zu spüren. Die untren- beten Stellen zeigen die wichtigsten Industriewerke von Birmingham, die durch den deutschen Großangriff in der Nacht vom 19. zum 20. November vernichtend getroffen wurden. — (PK.-Scherl-M.)
Vom Feuerschein taghell erleuchtet.
Von Kriegsdlrichier Dr. Werner Keller (PK).
Großartige Erfolge der deutschen Schnellboote.
London fühlte wieder die deutsche Vergeltung. — Angr ffe auf kriegswichtige Ziele in mehreren Gegenden Englands.


