Ausgabe 
22.4.1940
 
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»m greitas traf eine Abordnung des tta- li-nifck-n Handwerk. in Berlin ein, mV fie von RelchLoraanisalionsIeitcr Dr, Ley empfangen wurde. Die Abordnung steht unter Rübruna non Präsident ®aMotti, üTationalrat und Leite? de? italienischen Handwerks.

S« Mtartfcfc Generaldirektor für den Touris, muss, Dr. Mo«nm, hat Staatssekretär Esser eine non dem Bildhauer Vollenberg geschossene Büste de, Duce überreichen lassen, die im Hause derher- inonmEsser^orschungsgemeinschast für Fremden, wrtebr m Frankfurt a. M. feinen Platz finden nnro.

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per regelmäßige Fährdienst zwischen Dänemark und Schweden ist wieder aus. genommen worden, nachdem er seit dem 9. April unterbrochen war. Don Kopenhagen kommend traf eine Gruppe von fünfhundert schwedischen Staats­angehörigen in Malmö ein. Der Verkehr zwischen Helsingborg und Helsingör ist wieder in vollem Gange.

Eine deutsche Handelsdelegation unter Führung des Ministerialdirektors Dr. W a l t h e r vom Reichs­ernährungsministerium und des Reichsbankdirektors Ludwig vom Reichswirtschaftsministerium sowie des Legationsrates van Scherpenberg vom Auswärtigen Amt ist in Kopenhagen einge­troffen zu Besprechungen über den deutsch-dänischen Güteraustausch.

Wie Reuter zugibt, wurden die beiden britischen DampferM e r se y" (1037 BRT.) undHawnby" (5380 BRT.) auf der Höhe der britifchen Südostküste versenkt.

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News Chronicle" und Havas haben die Nach­richt verbreitet, daß zwischen der Sowjet­union und Rumänien Besprechungen unter Hinzuziehuna des französischen Botschafters in Ru­mänien geführt worden seien, um eine Vereinbarung bezüglich der russischen und rumänischen Truppen an der Grenze zu erzielen. Die Taß ist autorisiert, zu erklären, daß diese Information vollkommen erfunden ist.

König Carol von Rumänien empfing acht ehe­mals führende Mitglieder der EisernenGarde. Die Audienz wird als ein Anzeichen der allge­meinen innerpolitischen Befriedung angesehen. Im Zeichen dieser Befriedung erfolgte auch die vom Innenminister verfügte vollständige Auflösung der Internierungslager von Daslui, Sadaclia und Csikszereda.

Die französischen Militärbehörden in Tunis haben das auf den Geburtstag der Stadt Rom an- gesetzte jährliche Turnfest der italienischen Primär- und Mittelschulenaus Gründen der öffentlichen Drlbnuna" untersagt. Als Erwiderung auf diese Maßnahme haben oie italienischen Sportvereine von Tunis beschlossen, sich in Zukunft der Teilnahme an irgendwelchen Wettkämpfen zu enthalten.

Der nordamerikanische Staatssekretär Hulk er­klärte, der l_I8^.-Gesandte in Ottawa, James Cromwell (der sich durch offene Hetze gegen Deutschland in amerikanischen Kongreßkreisen un- liebsam gemacht hatte) werde nach den Primär­wahlen in Neuyersey am 21. Mai von seinem Posten als Gesandter in Kanada zurücktreten, um sich an den Senatswahlen in Neuyersey zu be- teiligen.

Unter dem Vorsitz des Brigadegenerals Sherman Miles haben die Militärattaches der Ver­einigten Staaten in den europäischen Staa­ten in Genua eine Beratung abgehalten. Dann hat General Miles an Bord des DampfersWashing­ton" die Heimreise nach Neuyork angetreten.

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Neue japanische Operationen im Chungkio-Ge- birge in der südlichen Provinz Shansi parallel 3um Gelben Fluß führten zur B e s e tz u n g P i n g l u s und anderer wichtiger Punkte am Nordufer des Flusses durch die Japaner. Nach dem Kampfbericht hat die 4. chinesische Armeegruppe eine empfindliche Niederlage erlitten. Die chinesischen Truppen hatten 4500 Tote und 60 Gefangene.

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Aus der Burg zu Krakau empfing Generalgou- verneur Dr. Frank Abordnungen der ©ora­len und der Ukrainer, zwei von den Polen jahrelang unterdrückten Dolksstämme, die ihrer Freude über die ihnen jetzt zuteil werdende wirt- schaftliche und kulturelle Förderung Ausdruck gaben. Der Generalgouverneur erklärte, den Ukrainern werde die seinerzeit von den Polen geraubte Kathedrale von Chelm zurückgegeben und ihnen eine gewisse weitere Entfaltung ihres Volks­tums gewährt.

Aus aller Well.

Deutschlands größtes Arbeitsamtsgebäude.

Deutschlands größtes Arbeitsamtsgebäude, das Berliner Arbeitsamt in der Charlotten­straße, ist fertigegestellt und jetzt vollständig bezogen. Bei einem Betriebsappell betonte Neichsarbeits- minifter Seldte, unsere Arbeitseinsatzpolitik gebe uns einen gewaltigen Vorsprung vor unseren Fem- den, die keine so sorgfältig ausgebaute Organisation besäßen. Während bei uns die Arbeitslosigkeit ve- seitigt sei, betrage die Zahl der Erwerbslosen in England, dessen Einwohnerzahl halb so groß |ei wie die deutsche, rund eine Million.

Lin Todesurteil des Sondergerichts Frankfurt.

Das Sondergericht Frankfurt verurteilt« den 39- jlihriaen, aus Bibra in Thüringen gebürtigen Friedrich Apel, einen gefährlichen Gewohnheits­verbrecher, zum Tode. Der Angeklagte wurde des schweren Raubes während der 4V9'

einfacher Diebstähle, eines schweren Diebstahls und Diebstahlversuchs überführt und erhielt außer der Todesstrafe zwölf Jahre Zuchthaus, Sicherungsver­wahrung und Ehrverlust auf Lebenszeit. Se^ mit angeschuldigte frühere Geliebte erhielt weaen Dieb siahls zehn Monate Gefängnis. Apel ist der' Oohn eines Gewohnheitsverbrechers, der 27 Strafen er litten hat. Sein Vorleben war unstetig und teil weife abenteuerlich. Nachdem er im Ausland h nre Strafen verbüßt hatte, kehrt« er 1925 nach Deutschland zurück, wo er wegen Diebstahls oe straft wurde. Im Sommer 1939 begmg er Di,b- stähle verschiedener Art. Dauernd 'N Geldverl.gen heit, führte der Angeklagte dann abends m Dunkelheit einen S t r a ß e n r a u b aus. Er entritz k ner Frau gewaltsam die Handtasche rind wurde

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Das Buch eine Waffe im Lnischeidungskamps

Die Kantateversammlung der deutschen Buchhändler.

des Buches im Kriege

für den Mann an

Von Trondheim nach Süden und Osten

. , 21. AprU. (PK.) Als der eng-

DNB. .

ind unruhig, und nach den ersten Worten taucht )er Verdacht auf, es mit einem Führer von Frei-

Italien)? strategische Stellung im Wittelmeer

Jront. Für ihn ist es der gute Kamerad im Kampf und in ruhigen Stunden. Schon wenige Monate nach Ausbruch des Krieges fuhr der erste Frontbuchhandelswagen zu den vorderen Linien. Ich muh der Deutschen Ar­beitsfront, die die Ausstattung von zwölf großen Bücherbussen ermöglichte, danken, möchte gleich-

chärlern zu tun zu haben.Warum hat Deutsch­land die norwegische Fahne geändert?" fragt ziem­lich unvermittelt der Norweger. Erstaunti Wieso? Schnell klärt sich der Irrtum auf. Die deutsche Krregsflagge mit ihren Streifen und dem Haken- kreuz wurde von Norwegern als die neue norwe­gische Flagge angesehen.Werden sie unsere Knaben

ammlung zusammen, auf der dieser ausführte, im gleichen Maße wie für die Heimat, ja vielleicht noch stärker ist die Bedeutung

Millionenspende her Gefolgschaft de« Neichsverlehrsministerö für da« Deutsche Vote Kreuz.

Berlin, 21. April (DNB.) Das Kriegshilfswerk für das Deutsche Note Kreuz konnte seine erste Mil­lionenspende verzeichnen. Wie der Leiter der Wunsch­konzerte des Deutschlandsenders im Auftrage des Neichsverkehrsministers Dr. D o r p m ii l l e r beim 41. Wunschkonzert bekanntgab, haben die zum Dienst­bereich des Neichsverkehrsminisier gehörenden G e - folgschaften der Reichsbahn, des Neichsver- kehrsministeriums, der Reichswafserftraßenverwal- tung, der Straßenverkehrsverwaltung und der Ver­waltung der Häfen, Brücken und Fähren dem Wunschkonzert zugunsten des Hilfswerks für das Deutsche Note Kreuz durch Sammlungen die Spende von 1 080 952 NM. zugeführt.

Arbeitseinsatz vorübergehend entbehr­licher Arbeitskräfte.

Die angespannte Lage des Arbeitseinsatzes erfor- dert den Einsatz aller verfügbaren Arbeitskräfte, auch solcher, die, obgleich sie infolge Witterungs­einflüssen, Rohstoffmangels usw., vorüber­gehend nicht beschäftigt werden, an den Betrieb gebunden bleiben, weil der Betriebssichrer befürch- tet, die Arbeitskräfte bei vorübergehender Entlaf- fang zu verlieren. Hierdurch geht wertvolle Ar­beitskraft verloren, durch deren, wenn auch nur vorübergehenden Einsatz dringende Bedürfnisse be- friedigt werden könnten, wie z. B. bei Ent- und Derladearbeiten. Die Freigabe der Arbeitskräfte soll zunächst durch Verhandlung mit dem Betriebsfüh- rer versucht werden. Sie kann außer durch Lösung des Arbeitsverhältnisses auch durch Beurlau­bung ohne Weiterzahlung des Lohnes geschehen. Notfalls muß von der Dienstverpflichtung Gebrauch gemacht werden.

Leipzig, 20. April. (DNB.) Im Rahmen der diesjährigen Kantate-Veranstaltungen trat der Börsenverein der deutschenBuchhänd- l e r als wirtschaftliche Spikenvertretuna des Buch­handels unter der Leitung feines Vorstehers Haupt­amtsleiter Wilhelm Baur zu feiner Hauptver-

von Verfolgern festgenommen, wobei sich ergab, daß er eine mit sechs Schuß geladene Schreckschuß- pitzole bei sich trug.

Erstaufführung von SchuhesSchwarzer Peter" in Rom.

Rom, 20. April. (Europapreß.) Die Märchen­operSchwarzer Peter" von Norbert Schul tze gelangte in der königlichen Oper in Rom zu Erstaufführung in Italien. Die Oper unter der Stabführung des Komponisten, der auch die Musik zu dem FilmFeuertaufe" geschrieben hat, fand eine sehr freundliche Aufnahme, zumal heitere Musikwerke dieser Art in Italien aUmählkh ganz aus der Opernliteratur verschwinden. Die Aufnahme der Oper beweise, schreibtPiccolo", daß die Freunde des lyrischen Theaters in Italien diesem

in norwegischem Stil erbauten Hause des Konsuls gegenüber. An dem scharfen Gesicht des Norwegers, der hochgewachsen und sportlich durchtrainiert ist, vorbei geht der Blick durch die Fenster über den tiefblau schimmernden Fjord. Ringsum die Berge sind mit Eis und Schnee belegt, und die Mauern der uralten Festungsinsel Munkholmen leuchten gelb in der warmen Sonne. Die Hände des Norwegers

zeitia aber auch mit Genugtuung feststellen, daß der deutsche Buchhandel das Opfer des Verzichts der unmittelbaren Belieferung der Wehrmacht auf sich nahm. Die Ausschaltung einzelner von dieser Auf­gabe vermied ungerechtsertiate Kriegsgewinne. Be­richte von der Front beroeqen, daß der eingeschla­gene Weg richtig war.

Ministerialdirigent Haegert nahm dann gegen das Vorurteil gegen den Druck der Antiqua- schrift Stellung und erklärte: Alle Bücher, die auch für das Ausland wichtig sind, müssen in Antiqua gedruckt werden. Es ist eine Forderung, von der wir unter keinen Umständen abegehen wer­den. Viele unserer besten Schriftsteller stünden als Soldaten an der Front. Es werde eine besondere Propagandaaktion zugunsten der Werke dieser Männer stattfinden. Aus den Reihen unserer Dich­ter an der Front müssen die Werke kommen, die den Freiheitskampf unseres Volkes verherrlichen. Bei Regelung der Papierfrage ginge es nicht an, daß bei wertvollen Büchern" und Zeitschriften an Papier gespart werden müßte, während kultur- widrige und minderwertige Bücher einen erheb­

liche Rundfunk die Meldung verbreitete, daß sich in Trondheim starke deutsche und norwegische Trup­pen gegenüberlägen, standen wir auf den starken Mauern der rund 100 Jahre alten Festung von Trondheim, die die Norweger Kristiansten nennen. Ueber uns wehten friedlich die deutsche und die nor­wegische Flagge und auf den Vorderladern aus dem Jahre 1840 standen der deutsche und der nor­wegische Poften, die gemeinsam das alte Gemäuer bewachen. Ein kleiner Unterschied besteht allerdings zwischen den beiden Posten. Der Deutsche hat näm­lich scharfe Patronen in seinem Gewehr, während das Gewehr des Norwegers leer ist. Jedenfalls bot sich hierbei Gelegenheit, die genaue Lage der deut­schen und norwegischen Truppen festzustellen, und die Meldung des englischen Rundfunks kann eigen!- lich nur in vollem Umfange bestätigt werden. In der Tat liegen sich starke Truppenoerbände gegen­über; die Deutschen haben nämlich die Kaserne in der Nähe bezogen, während die Norweger auf der anderen Seite der Straße untergebracht sind. Im übrigen grüßen sich die Soldaten der beiden Na­tionen auf der Straße, und die Offiziere beraten ge­meinsam, in welcher Form das öffentliche Leben noch weitergeführt werden kann.

So sieht es in Trondheitn selbst aus. Die wilde- sten Parolen kursieren im Lande, und immer wie­der werden unsere Soldaten nach den Voraussicht- lich kommenden Ereignissen gefragt. Dabei drücken viele Norweger ihr Bedauern darüber aus, daß die Engländer mit ihren kriegerischen Aktionen das deutsche Vorgehen hervorgerufen haben. Militär jeder Art, auch das eigene, ist den Norwegern nicht genehm. Als eine Kompanie Infanterie, die soeben auf dem Trondheimer Bahnhof angekommen war, singend durch die Stadt marschierte, begegnete sie unwilligen Blicken. Dabei ruft das disziplinierte Auftreten unserer Truppen uyd der Schneid des deutschen Vorgehens doch Hochachtung und Anerken- nung hervor. Einzelne Norweger drucken ihre Be- munberung immer wieder aus. Sie sehen wohl ein, daß ein des Krieges ungewohntes und im wesent- liehen ungerüstetes Land kaum auf die Dauer in diesem Kriege unbeteiligt bleiben kann. Am liebsten aber hätten sie ihr geruhsames Leben weitergefuhrt, das ihnen im vorigen Kriege viel Geld eingebracht ^Dieses Zwiespältige und Ungewisse, dieses Ban­gen zwischen Furcht und Hoffnung, ist das typische Zeichen für das Leben hier in Mittelnorwegen, das auch dem zu etwas mystischen Einzelgängertum nei­genden Naturell des Norwegers entspricht. Die Realitäten des täglichen Lebens erstrecken sich im wesentlichen auf geldliche Dinge, in denen die Nor- weger allerdings recht erfahren und bewandert sind.

Inzwischen gehen unsere Truppen von Trond- heim aus je nach dem Eintreffen weiterer Verstör- kungen, nach Osten auf die schwedische Grenze und nach Süden in Richtung Bergen vor wo sie sich wohl alsbald mit den von Süden nach Norden zu vorgehenden Truppen vereinigen werden Hierbei treffen unsere Truppen hier und dort auf einzelne Gruppen irregulärer Truppen, von denen die ort- liehen und zuständigen norwegischen Militärs nichts wissen wollen. Es gibt einzelne kurze Gesechie, nach denen sich der (tzegner in di- Berge zuruck, zieht. Ernsthaster Widerstand "kann nicht geleistet werden und wird auch nicht g-k-'stet. aber das Aus. räumen der wildzerklüsteten G°b/-g-S°g-nd-n non den Frestchärlergruppen, gegen di- mit allen Mit. te(n vorgegangen werden muß, nimmt doch einige 33n"bief"n|:'loCgen meldet- sich durch V-rmittlung eines Reichsdeutschen bei dem deutschen Konsul in Trondheim ein Norweger und bat um eine Un- krrebung mit einem Beauftragten des deutschen Wehrmachtsbefehlshabers. Wir sitzen uns in dem

Opernstil viel Verständnis entgegenbräckten und ihn sehr freundlich aufnähmen. Das Geheimnis des Erfolges dieser klaren und an Motiven reichen Musik Schultzes sei die intelligente Vermählung der deutschen Lieder mit den italienischen Kadenzen. Die Musik Schultzes, schreibt ,Messaggero", sei von Mozart und Weber beeinflußt und zeige humo- ristisch« Einflechtungen Strauß'scher Tonart. Don ernster Art und ausdrucksvoll (ei die Stabführung Schultzes, schreibtOiomale d Italia", undII Lavoro Fascista" nennt sie glänzend und Zeugnis ablegend für seine aründlichen musikalischen Fähig­keiten. Schultze mußte mit den Darstellern mehr­fach vor dem Vorhang erscheinen, lleberaus reich waren die Sympathiekundgeoungen des Publikums für den jugendlichen Komponisten.

Rom, 20. April. (DNB.) Die strategische Lage im Mittelmeer wird vomGiornale d'Jtalia" klar vor Augen geführt. Italien sei vor allem die größte Mittelmeernation. Es habe die stärkste und dichteste Bevölkerung und die ausgedehntesten nationalen Küsten, das sechsfache der nationalen Mittelmeer- küste Frankreichs. Darüber hinaus fei aber auch das Mittelmeer der Sitz des nationalen italienischen Lebens, während die übrigen Mittelmeergroßmächte, Frankreich und Spanien, an dre» bzw. zwei, Meere grenzten. Italien sei baaeaen von einem einzigen Meer umschlossen und habe von dort im Jahre 1938 über 20 Millionen Tonnen Waren bezogen, die zum größten Teil seine drei Straßen passieren mußten. Fast 15 Millionnen Tonnen tarnen durch Gibraltar, fast 1,5 Millionen Tonnen durch Suez und 860 000 Tonnen durch die Dardanellen. Des- halb sei aber auch die Freiheit im Mittel­meer eine Lebensnotwendigkeit, di< aber durch das politische und militärische Regime, wie es von den Westmächten im 19. Jahrhundert geschaffen und durch das Versailler System noch verschärft worden sei, unterdrückt wurde.Ohne eine Revision kann man nicht von Frieden und Sicherheit in Europa sprechen und noch weni­ger von gerechtem und anständigem Zusammenleben unter ben Nationen."

Italiens Stellung im Mittelmeer fei gegenüber Großbritannien unb Frankreich nicht leicht, denn es befinde sich stark befestigten strategischen Stütz- punkten Frankreichs und Englands gegenüber, die längs seiner wichtigsten Verkehrsstraßen ausgebaut worden seien.Deshalb besteht aber gerade für Italien ein offenes Mittelmeerproblem, denn das Mittelmeer ist Italiens Leben, Sicherheit und Frei­heit. Dieses Problem gibt Italien das Recht, ein gerechtes Garantiesystem für den Ein- gang und Ausgang sowie innerhalb des Meeres selbst zu fordern, sowie sie zur Verteidigung zu bewaffnen und jene nationale Wirtschaftsautarkie zu schaffen, die Italien wenigstens teilweise von der Notwendigkeit ausländischer Lieferungen be- freien kann." w

Es sei leicht, auf dem Papier mit kindischen Be­rechnungen eine Vernichtung der italienischen Flotte zu prophezeien, so daß Italien schon nach 24 Stun- ben wehrlos der Blockade und den Bombenangrif­fen sowie dem Eingreifen von der Mittelmeerseite her ausgesetzt wäre. Das Märchen hätte wahr schei- nen können, als man den Seekrieg nur mit lieber- wassereinheiten führte. Heute jedoch kämen d i e U-Boote und die Luftwaffe dazu, durch die die großen Einheiten zum mindesten großen- teils ihren überragenden Wert und ihre überlegene Funktion verloren hätten. Die Entfernung von Gt-

lichen Teil des Papiers in Anspruch nehmen wür­den. Auch auf dem Gebiet des leichten Unterhal- tungs- und Kriminalschrifttums mühte ein Min­destmaß von Niveau verlangt werden. Es feien in letzter Zeit viele Bauernromane erschienen. Ein Zuviel sei hier gefährlich. Wo bleiben die Ro­mane, die Großstadtprobleme in künstlerischer Form behandeln? Durch die AktionJugend und Buch" sei die Oeffentlichkeit auf das gute Jugend­buch aufmerksam gemacht worden. Auch das deutsche Fachbuch gelte als besonders verdienst­volle Leistung unserer Verleger.

Auf einer Kundgebung im Neuen Theater sprach Reichsleiter Alfred Rosenberg. Er ging von dem großen Kampf aus, den das zum ersten Male in der zusammengeoallten Kraft aller seiner Stämme unter einer einzigen Fahne stehende deutsche 80-Mil- lionen-Volk als schicksalsnotwendig erkannt habe. Es handele sich um den Kampf der alten Autori­täten gegen vi« europäische Wende und die Revo­lutionierung des Weltbildes, die die nationalsozia­listische Revolution bedeute. Die nationalsozialistische Revolution bedeut« feine Bilderstürmerei. Sie werde sich niemals dazu hergeben, ehrwürdig Altes zu zer- schlagen, denn damit würde sie zugleich das ewige Wesen und die Schöpferkraft des ewigen Deutsch­lands zerschlagen, die sich in dieser Form einmal geäußert habe. Das 19. Jahrhundert sei di« Periode des großen Sammelns gewesen. Unsere große Auf­gabe sei es jetzt, eine Epoche der gewissen­haften Wertung herbeizuführen. Der Sieg in der Weltgeschichte gehe nicht nur mit den stärksten Bataillonen, sondern auch mit ben stärkeren Ideen. Das deutsche Volk wisse, daß wir die Ban­nerträger einer Neuordnung des europäischen Kon­tinents seien. Darum sei b e r Dichter innerlich verpflichtet, dieser Anschauung vorn Leben zu die­nen und damit die große Einheit auch von innen heraus immer stärker schmieden zu helfen.

erschießen, wenn sic unbewaffnet zurückkommen, ober werben sie sie zur Zwangsarbeit heranziehen?" Diese unb viele anderen unsinnigen Fragen über­stürzen sich. Sie sind kennzeichnend für das U n Verständnis den deutschen Absichten gegenüber, das auf Grund der langjährigen englischen Beein- fluffungcn in weiten Teilen Norwegens herrscht. Andererseits aber macht sich mehr und mehr die Bereitwilligkeit bemerkbar, den durch Deutschland unverschuldet eingetretenen Ereignissen Rechnung zu tragen.

Bei dem Wehrmachtsbefehls-l-aber von Trond­heim ging der Brief einer norwegischen Mutter ein, deren Sohn durch einen der wenigen Schüsse fiel, die beim Vorgehen ins Innere des Laubes gewechselt werden mußten. Sie wünscht, im Rund­funk soll ein von ihr ausgesetzter Aufruf bekannt- gegeben werden, in dem sie mit beredten Worten den norwegisck-en König, Der es unterlassen habe, ein Land vor den llebergriffen der Engländer zu chützen, auf fordert, dem Beispiel Dänemarks zu olgen und sich und sein Land dem starken Schutz des Deutschen Reiches anzuvertrauen.

Dieser Bericht wird in einer kleinen Holzbube geschrieben, di« sich am Ufer eines der größten Seen Mittel-Norwegens (dem Uonsvannet) befindet. Der von hohen Bergen umstandene See ist mit einer meterdicken Eisschicht bedeckt, die er woyl auch noch während der nächsten Wochen behalten wird, ob­wohl bi« Sonn« zeitweise so warm scheint, baß die Fliegersoldaten vor der Holzbude Sonnenbäder nehmen. Ueber ben Fjorden kreisen die Aufklärer und Bomber, die jedem etwaigen englischen Angriff zu begegnen wissen werden. Im Hafen von Trond­heim fahren Kriegssckftfse ein und aus, und im Zu­sammenwirken aller drei Wehrmachtsteile wird oie deutsche Stellung im Norden täglich stärker. Unsere Truppen werden bie einmal errungene Stellung zu halten wissen. S. F. Sedlatzek.

braltar nach Suez betrage 3600 Kilometer; aber es genüge bereits, daß man den mittleren Teil von 1500 Kilometer beherrsche, beffep engste Durchgänge sich zwischen den italienischen Küsten in Europa und Afrika befänden. Ihre Beherrschung sei leicht und von sicherer Wirkung. Die schnellsten Schiffe könnten eine Geschwindigkeit von 60 Kilo­meter in der Stunde nicht überschreiten, könnten also die unter der sieten Bewachung und dem un­mittelbaren Angriff der italienischen Streitkräfte stehenden Linien nicht schneller als in 25 bis 26 Stunden zurücklegen.

Unter dieser Bedrohung durch bie Luftwaffe hat Malta seine jahrhundertelange Funktion als Stützpunkt und Bollwerk im Zentrum des Mittel­meeres mit offensiver Spitze gegen Italien ver­loren. Von Sizilien sind es nur 90 Kilometer, die in weniger als einer halben Flugstunde von Syra- cus aus zurückgelegt werden können; von Tripolis benötigt man nur zwei Stunden. Keine Bewegung der englisch-französischen Schiffe könne der Ueber- wachung der italienischen Luftwaffe entgehen.

Auch die gesamte Schiffahrt im ö st 1 i ch e n M i 11 e l m e e r stehe unter der Bedrohung der ita­lienischen Luftwaffe. Auch Gibraltar sei nicht unerreichbar. Von Sardinien aus seien es 1200 Kilo­meter, die ein moderner Bomber wohl zu rück legen könne. Das ganze Mittelmeer steht somit heute un­ter der Beherrschung durch bie italienischen See- und Luftstreitkräfte, die über sichere Stützpunkte ver­fügen und selbst bestens geschützt sind. Dazu komme, das Italien durch Minensperren gleichfalls seine Küsten wirkungsvoll zu sichern wisse.

Man habe in England und Frankreich behaup­ten wolle, daß bie überseeischen Besitzun­gen Italiens, so Libyen, bie Inseln des Dodekanes und Jtalienisch-Ostafrika, im Kriegsfälle isoliert wären. Mit dem gleichen Recht und in noch ver­stärkterem Maße könne man dies von ben über­seeischen Besitzungen Großbritanniens und Frank­reichs behaupten, falls es zu einem Kriege mit Italien käme. Aber f e l b ft eine Blockade , wie sie ben Engländern und Franzosen vorschwebe, sei durch die starke italienische U - B o o t f l o 11 e auf die Dauer wohl nur schwerlich aufrechtzuerhalten, die dank ihres großen Aktionsradius auch leicht durch Gibraltar in ben Atlantik vorftoßen könnte, könnte.

Hauptfchristlkiter: Dt. ffdebdtf) Wilhelm Lange. Etellvertretrr bei Hauptschristleiter«: (fmfl 8lum|»dn. verantwortlich für Politik, Feuilleton unb »Übet: Dr. ftr. w. Lange; für Stobt «ieften, Pronin» unb Wirtschaft: Ernst Blumschetn; für Sport: Heinrich Lubwig Neuner.

Druck unb Verlag: Brühlsche UniversttüUbruckerei R. Lange R.<M.

B*lag«efter: Dr.-5ng. Erich Hamann; «««taenleit»: Han- SiÄwrttt fto yxp -chM« «nzytgen: Theohvk Kümmel. WÄA