Montag, 22.Zanuar 1940
<90. Jahrgang
essen, sondern — für den englischen Im-
Heue Erfolge deutscher Seekriegsiihrnng
,u den Beschießungen und Bombardierungen an- - g-blich harmlafer Fisch-rfahrzeug- und unbemaf-
Italiens Getreidefchlacht.
Rom, 22. San. (Europapreß.) Im üb erfüllten Teatro Argenti na nahm Mussolini die Preisverteilung an die Sieger im Wettbewerb zur Förderung des Getreidebaues und der landwirtschaftlichen Erzeugnisse vor. Der Duce betonte, der letztjährige Ernteertrag von 80 Millionen Doppelzent-
Amsterdam, 21. Ian. (DRB.-Funkspruch.) Mit genau verteilten Rollen suchten Samstagabend Halifax und C h u r ch i l l ihr Land über die Schwierigkeiten des jetzigen Krieges hinwegzutrösten und gleichzeitig neue Opfer für ihre Kriegspolitik zu gewinnen. Jeder tat es in seiner Art. Halifax setzte sich heuchlerisch mit den Gründen auseinander, warum England in den Krieg zog. Natürlich waren es nur moralische Gründe, die England zur Kriegs-
per-ialismus!
Churchill ging gleich aufs ganze. In der richtigen Erkenntnis, daß England allein mit diesem Krieg nicht fertig wird, wendet er sich unmittelbar an die Neutralen, um sie zur Hilfe für England in diesem Kriege zu verführen, als ein Mittel, sie vor den eigenen Wagen zu spannen, skrupellos chre Schiffe nun endlich in englischen Konvoizügen mitfahren zu lassen. Die neutralen Landmächte aber suchte Churchill durch neue plumpe Lügen über aggressive deutsche Absichten zu schrecken und zu einem Zusammenschluß gegen die deutsche Gefahr zu veranlassen. Den Zweck seiner Worte enthüllt er dann in dem vielsagenden Satz: „Was würde geschehen, wenn alle diese neutralen Stachen mit einem einzigen spontanen Impuls ihre Pflicht täten und gemäß den Bestimmungen der Genfer Liga mit dem britischen und französischen Imperium gegen
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wurde von einem Segler auf genommen. Der Tanker war gerade aus dem Hafen aus gelaufen, um in einer Bucht eine Probefahrt zu unternehmen, als sich die Explosion ereignete.
den möchte!
Wenn die „Dimes" gegen das „wahllose und völkerrechtswidrige Minenlegen" polemisiert, so ist der Rechtsstandpunkt von deutscher Seite schon wiederholt klargelegt worden. Nach Artikel 2 des VIII. Haager Abkommens sollen Minen vor den Küsten und Häfen des Gegners nicht gelegt werden, wenn sie dem all einigen Zweck der Unterbindung der Handelsfchiffahrt dienen. Deutschland und Frankreich sind durch diesen Artikel überhaupt nicht gebunden, da beide Staaten bei Ratifikation des Abkommens einen entsprechenden Vorbehalt gemacht haben. Aber hiervon ganz abgesehen, rnuß sich doch jeder denkende Mensch darüber klar sein, daß die britische Admiralität durch ihre eigenen Minensperren und Kursbefehle die Handelsfchiffahrt gezwungen hat, die normalen Handelsrouten zu verlassen und sich unmittelbar in die Kriegszone, in den Schutzbereich der britischen Dorpostenboote, der bewafneten Eonvoi, der Küstenartillerie und der Luftstreitkräfte zu begeben.
Die Anordnungen Churchills haben erreicht, daß es auf der Fahrt nach England keine reinen Handelsrouten mehr gibt. Wenn Handelsschiffe, feindliche oder neutrale, das „linde Opfer“ der Minen“ werden, so ist das die direkte Folge der Kriegführung, die die britische Admiralität
offenbar bevorzugt.
Mit dieser Kriegführung ist die englische Oeffent- lichkeit unzufrieden, es fehlt nicht an Zeichen dafür daß die Presse der britischen Admiralität den deutschen Offensivgeist zur Nachahmung empfiehlt Der Marine-Berichterstatter der „Sunday Drspatch kündigt in diesem Sinne einen angeblich bevorstehenden großen deutschen Angriff zur See auf England an. Er möchte dann allerdings das Publikum beruhigen, indem er die verfügbaren Kriegs- fchiffstonnagen der beiden Mächte einander gegen- l überstellt. Die überlegene Zahl ist immer mir eine?
Zürich, Mitte Januar 1940.
Obwohl die Schweiz nicht unmittelbar am Kriege beteiligt ist, wird das öffentliche Leben des Landes weitgehend von militärischen und kriegswirtschaftlichen Mobilmachungsmaßnahmen beherrscht. Der Aktivdienst der gesamten Armee, Hilfsdienst- und Luftschutzpflicht usw. beanspruchen die überwiegende Mehrheit aller tauglichen Wehrpflichtigen vom 20. bis zum 60. Lebensjahre. Sämtliche Arbeitslosen in den wehrpflichtigen Altersklassen sind in besonderen Arbeitsabteilungen zusammengefaßt, die vor allem zur Durchführung militärischer Bauprojekte heran- gezogen werden. Die beschleunigte Einführung des obligatorischen militärischen Vorunterrichts soll bereits die Jugend im Alter von 16 bis 19 Jahren auf den Wehrdienst vorbereiten, in Durn-, Iung- schützen- und militärischen Kursen unter der Leitung von Subalternoffizieren und Unteroffizieren der Wehrmacht. Um das Ausmaß der umfassenden Mobilmachung richtig zu verstehen, muß man berücksichtigen, daß sich die Schweiz in Friedenszeiten mit dem'kurzdienenden Milizsystem (drei, bis vier Monate Rekrutenschule und alle zwei Jahre Wiederholungskurse von drei bis vier Wochen), begnügt. Herangezogen werden lediglich die einwandfrei Mili- tärtau'glich'en. Auf wirtschaftlichem Gebiete ist das System liberalistischer Freizügigkeit weitgehend von einer plan- bzw. kriegswirtschaftlichen Ordnung abgelöst worden: Staatliche Kontrolle des Außenhandels, planmäßiger Einsatz von Industriebetrieben für den Rüstungsbedarf, Rationierung von Lebensmitteln und Verbrauchsgütern, verschärfte Preisüberwachung, um nur die wichtigsten Maßnahmen
Britischer Flottillenführer in der Nordsee gesunken.
Berlin, 21. Januar. (DNB. Funkspruch.) Wie die britische Admiralität bekannt gibt, ist der Flot- tillenführer „Gren ville“ in der Nordsee gell n k e n. Die britische Admiralität teilt weiter mit, daß von der Besatzung acht Wann ums Leben kamen und 73 Wann vermißt werden. 118 Wann wurden gerettet. Der Zerstörer „Grenville“ hat eine Wasserverdrängung von 1485 Tonnen und ist im Jahre 1935 gebaut worden. Ls war mit fünf 12-cm-Geschühen, acht WG.s und acht Torpedorohren bewaffnet.
Britischer Tanker gesunken. EineReiheweitererHandelsschiffe verloren
Die britische Admiralität versucht die Stimmung in neutralen Ländern mit der Behauptung zu vergiften, auch zwei dänische Schiffe, die an der schottischen Küste in einem britischen Geleitzug gefahren wären, seien von deutschen Flugzeugen bombardiert und beschädigt worden. Hierzu sei bemerkt, daß
die Neutralen von deutscher Seite immer wieder auf die Gefahren hinge w i e s e n worden sind, die sich für sie aus dem Fahren im feindlichen Geleit ergeben. Es ist unverantwortlich, wenn ein neutraler Reeder trotzdem das Leben feiner Schiffsbesatzungen diesen Gefahren immer noch aussetzt.
Durch die Bewaffnung eines im Geleit fahrenden feindlichen Handelsschiffes wird die diesem Schiff drohende Gefahr nur noch wesentlich vermehrt, da das bewaffnete Handelsschiff sowieso schon wie ein Kriegsschiff zu behandeln ist. Die Bewaffnung ist in jedem Fall als offensiv anzusehen, da sie dazu bestimmt ist, die Ausübung der völkerrechtlich anerkannten prisenrechtlichen Befugnisse der deutschen Seestreitkräfte mit Waffengewalt zu verhindern. Die einzelnen, im Geleitzug fahrenden britischen Dampfer des oben geschilderten Falles waren bewaffnet. Der Kapitän des britischen Dampfers „Northwood", der kurz nach der Aktion in einen Hafen einlief, hat sich sogar noch gerühmt, Jem Dampfer sei mit Maschinengewehren ausgerüstet. Mit diesen Maschinengewehren habe er unmittelbar vorher zwei deutsche Flugzeuge beschossen.
So sehen also die harmlosen Handelsdampfer aus, für die die englische Presse um Mitleid wer-
Halifax und Churchill auf der Suche nach neuen Opfern
Eine Ohrfeige für die Amerikaner
Die Amerikaner haben eine Fluglinie über die Bermuda-Inseln nach den Azoren und weiterhin nach Lissabon eingerichtet, die auch Post befördert. Als nun eines dieser großen amerikanischen Flugzeuge dieser Tage nach seinem Zwischenaufenthalt auf den Bermudas wieder auffteigen wollte, verboten es bie englischen Kolonial- behörden mit der Begründung, daß sie erst die Europa-Post des Flugzeuges zensieren müßten. Nur nach einem langen Hin und Her konnte das amerikanische Flugzeug mit eintägiger Verspätung seine Reise wieder fortsetzen, ohne daß bisher über )as endgültige Schicksal seiner Post Klarheit be- tänbe. ...
Die Amerikaner haben sich diese bemütigenbe Behandlung selbst zuzuschreiben. Die Regierung von Washington hat zwar wiederholt in Protestnoten erklärt, daß sie die englische Zensierung der Amerika- Post nach Europa für völkerrechtswidrig halte aber es waren Papierproteste und die Engländer haben sie danach behandelt. Im vorliegenden Falle aber ist bezeichnend, daß die Bermuda-Inseln innerhalb der von den Amerikanern beanspruchten Gewässer liegen: sie sind nur knappe 1100 Kilometer von dem Kap Hatteras entfernt, das in der amerikanischen Seekriegsgeschichte eine erhebliche Rolle spielt. Die Bermuda-Inseln gehören zum englischen Kolonialreich — ein Tatbestand, der wiederholt in der amerikanischen Presse den Hinweis heroorgerufen hat, daß England diese und weitere Insel-Besitzungen im Karibischen Meer als Abschlagzahlung seiner Schulden aus dem Weltkrieg an die Bereinigten Staaten abtreten möge.
Verwandt mit diesem Tatbestand ist die Entrüstung in südamerikanischen Staaten, besonders in Argentinien darüber, daß sich England über die von den amerikanischen Staaten geforderte, erweiterte Friebenszone unter fadenscheinigen und zugleich höhnischen Vorwänden hinwegzusetzen sucht. In Argentinien wird diese Stimmung noch durch zwei Umstände verschärft: einmal bevorzugen die Engländer bei dem Bezug von argentinischem Gefrierfleisch einseitig die Unternehmungen, bie mit englischem Gelb arbeiten, schäbigen also die rein argentinischen Betriebe, unb bann werden von Eng- lanb regelrechte Versuche unternommen, sich in Washington „lieb Kinb zu machen", indem eine Aufteilung ber Ausfuhr nach Argentinien nach den Bedürfnissen Englands und der Vereinigten Staaten vorgeschlagen wirb.
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l i s ch e n A n k l a g e n ist von deutscher Seite schon wiederholt nachgewiesen worden. Sie ergibt sich aus der klaren Rechtslage, wie sie gerade durch bie Anordnungen der britischen Admiralität geschossen worden ist. Angesichts dieser verlegenen Propaganda erscheinen die folgenben grundsätzlichen Bemerkungen angebracht. .... . s r
Der deutsche Handelskrieg wird selbstverständlich nach einheitlichen Gesichtspunkten geführt. Wenn die englische Presse die im deutschen Wehrmachtsbericht vom 10. Januar erwähnte Versenkung eines Geleitzuges durch Flugzeuge zum Ausgangspunkt ihrer Kritik macht, fo ist objekttv doch einzig unb allein ausschlaggebend, welche Stellung im Völkerrecht unb im Kriegsrecht dem Geleitzug zukommt. Bei ber gemeldeten Aktion wurden vier bewaffnete Kriegs- unb Handelsschiffe versenkt, zwei Dorpostenfahrzeuge unb zwei in ihrem Geleit fahrenbe Handelsschiffe. Für diese gilt der Satz „Wer Waffenhilfe sucht, forbert Waffenangriff heraus".
Das im Geleit fahrende Handelsschiff wird genau fo behandelt, wie die geleitenden Kriegsschiffe.
Die „Times" beschäftigt sich mit dem Untergang des 10000-Tonnen-Dampfers „Dunbar Castte , den sie als das jüngste Ergebnis der deutschen Methode der „wahllosen und völkerrechtswidrigen Minenlegung" bezeichnet, und nimmt bann Stellung
^eter Handelsdampfer durch deutsche Flugzeuge. Das sei nicht das Verhalten zivilisierter Menschen, die um die Seeherrschaft kämpfen, sondern bttnder Barbarismus. Im ähnlichen Ton äußern sich „N e m Chronicle" und „Daily Telegraph . alle offenbar auf ein von Churchill ausgegebenes Stichwort hin. Diese Ausführungen der englischen Presse, die völkerrechtliche und kriegsrechtliche ^rgumeme zur Begründung ihrer Dorwurfe gar nicht erst heranzieht, zeigen lediglich die blinde Wut gegenüber den steigenden Erfolgen bes beuftchen Handelskrieges. Die Haltlosigkeit ber eng-
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Berlin, 20.Ian. (DNB.) Die englischen Zeitungen überschlagen sich in Angriffen auf die deutsche Handelskriegfuhrung und beweisen damit, daß England die Folgen dieses Handelskrieges stärker spürt, als Chamberlain m ferner Londoner Rathausrede behaupten wollte Die Angriffe richten sich gegen bie beutsche Seekrieg f ü h r u n g , besonders aber auch gegen die Rolle der Lu ftwaffe i m H a n d e l s k r i e g, die von England immer unangenehmer empfunden wirb.
%Tw kurz Entwicklung der -tdg--
näsfifchen Politik setzte bereits in den Wen vor Kriegsausbruch ein. Ihr Tempo wurde in dm letzten Monaten nur beschleunigt die außergewahn lichen Verhältnisse bewirkten gleid>3ei g eme m reibungslosere und tiefer A°'!°"de Umgestalt 9 des politischen und wirtschaftlichen 2 'nemeien in friedlichen Zeilen denkbar und wogUch gemeM wäre. Wenn die gegenwärtige Auseinander etzu g als ein ..Krieg der Zeitwende bezeichnet wird | zeigten sich feine umwälzenden 8^* mögen auch im Bereiche der neutralen Kweiz. M°-! konseroative Srundfätze utzd der Wille, altherge
Oie Schweiz in -er Zeitwende
Von unserem Or. 6> -Berichterstatter.
zu nennen.
Neben ber Anspannung aller militärischen und wirtschaftlichen Kräfte führte die Entwicklung seit Kriegsbeginn zu einer weiteren Stärkung der Zen- tralgeroalt. Die mehr oder weniger souveränen Kantone müssen sich mit der erweiterten Zuständigkeit des Bundes abfinden. Da der Bund die außergewöhnlich hohen Mobilmachungskosten (2,5 Milliarden Franken bis Ende 1940) unb die bereits in Friedenszeit bewilligten zusätzlichen Ru- stungsausgaben (770 Millionen Franken vom 1. Januar 1939 bis 31. Dezember 1940) zu tragen hat, muß er Steuerquellen erschließen, die bisher den Kantonen Vorbehalten waren. Erwähnt sei beispielsweise das Projekt eines „Wehropfers", das eine einmalige Vermögensabgabe von 1,5 bis 3 v. H. vorsieht'und einen Betrag von 500 Millionen Franken ergeben soll. Dieser Einbruch in die kantonale Steuersouveränität trägt wesentlich dazu bei, daß sich die staatsrechtliche Struktur der Eidgenossenschaft immer mehr zugunsten zentralistischer Strömungen verschiebt. Gerade die wichtigsten und oft einschneidenden Beschlüsse, die sich aus den gegebenen Verhältnissen rasch aufdrängen, Entscheidungen von folgenschwerer Tragweite sind dem parlamentarischen Einfluß entzogen. Die bereits verfassungsrechtlich festgelegte autoritäre Stellung des mit neuen weitgehenden Vollmachten ausgestatteten Bundesrats '(Landesregierung) ist heute weniger
brachte Einrichtungen unb Anschauungen möglichst lange aufrechtzuerhalten, gerade in diesem Lande lebendig sein, bemerkenswert ist doch das Anwachsen ber Stimmen, die meinen, daß die Rückkehr zu den politischen unb wirtschaftlichen Lebens- bebingungen der Vorkriegszeit endgültig versperrt ist.
nern müsse als befriedigend bezeichnet werben. Besonders in der heutigen stürmischen Zeit sei ■bas erzielte Ergebnis von großem Wert. In Italien' habe das Herbstwetter eine sorgfältige Saat gestattet, unb b<r harte Winter begünstige die spätere Entwicklung der Getreidefelder. Bei gutem Frühlingswetter sollte der Ernteertrag für den Landesbedarf ausreichen. Die vom Faschismus mit Erfolg duxchgeführte Getreidefchlacht zeige sich daher erst heute in ihrer vollen Bedeutung. Der K a m p f um di e Autarkie umfasse das ganze Leben der Nation und werde tatkräftig fortgesetzt, um Italien neben dem Brot auch gute Waffen zu verschaffen. Ungeachtet der internationalen Umwälzungen widme sich der italienische Bauer in aller Ruhe seiner Arbeit. Es sei jetzt das Ziel der italienischen Bauern, einen noch höheren Ernteertrag zu erreichen. Sie seien gewiß, dieses Ziel unter Führung des Faschismus zu erreichen.
erflärung an Deutschland zwangen. Es verlohnt nicht im einzelnen auf bie Unwahrhaftigkeit unb abgedroschenen Phrasen einzugehen, bie Lorb Halifax nunmehr periodisch seinen englischen Hörem vorsetzt. In Wahrheit war es Halifax darum zu tun, auf bie kleineren Nationen Europas Eindruck zu machen. Dies wirb von den Neutralen zweifellos richtig verstanden werden, nämlich als eine Auiforderunq an die kleinen Nationen, sich ein------ ---------- , ... .. .
zusetzen unb zu opfern — nicht für eigene Inter- Angriff unb Unrecht mitmachen wurden
denn je umstritten.
Anderseits beschränkt fich die Tätigkeit der Wehrmacht nicht nur auf Aufgaben der militärischen Landesverteidigung. Anfang September v. I. übernahm bie Abteilung Presse und Rundfunk im schweizerischen Arm'eestab auch die Ueb e r w a ch un g d er Presse, wobei ihr ausdrücklich das Recht ^gebilligt wurde, bei' politischen Entgleisungen, u. a. durch neutralitätswidriges Verhalten, Stra en bis zum dauernden Verbot periodischer Druckschriften aussprechen zu können. Die altüberlieferte, umfassende Neutralität steht nach wie vor an der Spltze aller außenpolitischen Grundsätze. In s-.ner Neu ahrs- anlprachc betonte der Oberbefehlshaber der Arme- General Guifan, erneut die Notwendigkeit einer strikten Neutralität, die dem Schweizervalk-Zu- rückhaltunq in „Worten, Taten und Gesten auferlegen. Abgesehen davon, daß die Weltmächte eine verhängnisvolle Verfälschung dieses Grundsatzes verlangen — erinnert sei nur an die Zumuwng. die Schweiz soll- sich den völk-rr-chtswidrig-n Blockade- Maßnahmen unterwerfen und dem englisch-französischen Wirtschaltsblock beitreten — erweist sichd>° Genfer Liga als Gefahrenherd für die rrdg-nvsstsche Neutralität. Die Schweizerdelegation gab zwar am läßlich der Ligatagung Mitte Dezember d. 3. öic Erklärung ab, daß die Eidgenossenschaft,M kein Weise an der Durchführung der Paktbestimmung-N in bezug auf Sanktionen teilnehme , und »lebe Mitwirkung der technischen Dienstzweige des. Volker- bundssekretariats bei der fl'Ifsorgamfahon fu Finnland" ablehne, „falls eine mit 6er schmelze rischen Neutralität unvereinbare Tätigkeit erchalt t worbe" Aber Vorbehalte unb vielleicht Proteste Allein genügen nicht, um das Verhältn^ des neu- trafen Landes in seiner Eigenschaft als Mitglied und Gastland der Liga, zur Genfer 2"st>tution em- beutia 3U klären. Zumal deren Tätigkeit rm Tflens der °ngkisch-fr°nz4schen Mächtegruppe hinreichend
Wie erst jetzt bekannt wirb, ist am Donnerstag ber schwedische Dampfer „Flau d r i a" (1179 Sruttoregiftertonnen) in ber Nähe der englischen Südostküste auf eine Mine gelaufen. Durch eine Explosion brach der Dampfer ausemanber unb sank. Von den 21 Besatzungsmitgliedern sind vermutlich 17 ums Leben gekommen Aus Stockholm wirb gemeldet, baß bas schwedische Schift P a j a l a" (6873 Bruttoregistertonnen) ebenfalls gesunken ist. Wie aus Oslo bekannt wirb, hat bie Rundfunkstation in Aalesund Notsignale des estnischen Dampfers „Nautic" (2050 Bruttoregistertonnen) aufgefangen. Die Besatzung fei in die Boote gegangen. Die Reederei I. Lauritzen in Kopenhagen teilte mit, daß ihr Motorschiff „C a- nabian Reefer" vor der spanischen Norbwest- küste bei Cap Finisterre gesunken sei. Alle 26 Mann der Besatzung wurden gerettet. Die „Canadian Reefer, ein 1936 auf der Werft von Nakskop gebautes unb 1831 Bruttoregistertonnen großes Kühlschiff,
Amsterdam, 21. Ian. (DNB. Funkspruch.) Der britische Tankdampser „Caroni River (7807 Bruttoregistertonnen) ist am Samstag an der. EUchtladung' an Bord auf der
ke funken ^^Mehr^ere" B^fatzungsmllglieder sind Reife vom Mittelmeer nach einem nardeurapäifchen «SÄ I —
Ls gibt keine Handelsrouten mehr nach England.
jm Geleit fahrende Handelsschiffe werden wie Kriegsschiffe behandelt.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhessen
Druck und Verlag: vrühlsche UniverfitStrdnickerei «.Lange in Stehen. Schriftleitung und Seschöstritelle: Schulftrahe 1


