Ein Feldpostbries aus Norwegen
polszeiwacht zwischen Narvik und dem Skagerrak.
Schwere Kämpfe an der albanischen Front
Iapans letzter Genro
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tenber Staatsmann des aus dem fahrhunderte- langen Schlaf erwachten Japans, das in wenigen!
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3m hochalpinen Polizeirevier.
Außer diesem Postendienst an der Grenze haben wir noch einen weiten Bezirk von fast 50 Quadratkilometer zu betreuen. Der größte Teil ist herrlicher dichter Kiefernwald. Da- zwischen wild zerklüftete Felspartien mit Schluchten und Tälern. Und mitten in dieser urigen Bergwelt liegt eine ganze Reihe kleiner Seen, abgrundtief und so kristallklar, daß man bei ruhigem Wetter meint, bis auf den Grund sehen zu können.
Das ist das Revier unserer täglichen Streifengänge. Don der Urwüchsigkeit des norwegischen Waldes kann man sich gar keine Vorstellung machen. Forstwirtschaft wie bei uns zu fiaufe ist hier unbekannt Die Natur wird sich selbst überlasien. Wenn ein solcher Baumriese aus irgendeinem der Herbst- stürme, die jetzt das Land durchtoben, krachend niederbricht, bleibt er liegen. Moos und Farn über- wuchern ihn, und neue Triebe brechen aus dem Felsgestein. So wird in diesen Urwäldern der Strei- fenweg häufig zur hochalpinen K l e t t e r p a r t i e , denn Weg und Steg gibt es nicht. Mit Kompaß, Bergseil und Pickel ausgerüstet, brechen wir morgens auf und kommen in später Nacht zerschunden und abgerissen wi.eder.
Was uns dabei besonders zu schaffen machte, waren die kaum faßbaren Tempraturunter° s ch i e d e. In 24 Stunden klettert das Thermometer von 15 Grad minus in der taghellen Frühlingsnacht auf 20 Grad plus in der Mittagssonne, um dann wieder am Nachmittag schon bis unter den frier- punkt zu fallen. Um dieser wahrhaft rheumatischen Witterung standzuhalten, hielten wir es wie die Norweger und tranken abwechselnd Lebertran und Aquavit. Wenn ihr dies in der Heimat lest, wißt ihr wenigstens, daß der euch manchmal vorenthal- tene Schnaps seine ordnungsmäßige Verwendung findet.
Was deutsche Tatkraft vollbringt.
So wie wir hier auf unserem Abschnitt, hallen unsere Kameraden von den anderen Polizeibataillonen aus der ganzen weiten Grenzlinie vom Skagerrak bis nach Narvik, bis in die Regionen des Polarkreises, stille Wacht in Wind und Wetter. Die Einsamkeit der nordischen Natur umgibt uns, und wir lernen mit Begriffen und Werten umgehen, die wir bisher nur aus den Schulbüchern kannten. Vorgestern sprach ich bei der Kompanie Polizei- männer, die zur ärztlichen Behandlung nach Oslo überwiesen wurden. Sie kamen aus dem Norden und haben dort wochenlang mit Lappen zu-- sammengehaust, haben von Renntierfleisch und Tran gelebt, weil andere Nahrung in ihre einsame Station nicht nachkommen konnte.
Mittlerweile ist dies alles nach einer kurzen Uebergangszeit besser organisiert. Deutsche Energie hat das Unmögliche möglich gemacht. Ueberall sind Nachschub st raß en geschaffen, auf denen alles heranrollt, was die Truppe braucht. Und was es noch nie in Norwegen gegeben hat, das hat die deutsche Besatzung fertiggebracht: nämlich die erste durchgehende Autostraße von Drontheim nach Mo im Norden. Dies ist in den unwegsamen nördlichen „Marken" eine Kulturtat allerersten Ranges, für die uns die Norweger noch einmal sehr dankbar sein werden.
Mr hier in unserer Einsamkeit lernen auch das Volk der norwegischen Bauern und Fischer viel besser kennen als in den Städten, Denn hier ist Norwegen. und nicht in den Kaffeehäusern Oslos. In mühsamen und schwerfälligen Gesprächen, in denen sich die Norweger die Worte sichtlich abringen, werden die ersten Brücken geschlagen über eine Kluft, die wider die Natur, wider das Blut ist. Der Norweger im Land begreift aus feinem gefunden Instinkt heraus unsere Weltanschauung in vielen Punkten schneller, als man ahnt, denn unsere weltanschaulichen Ideale sind auch in chm lebendig.
An Bord des in Neuyork eingetroffenen britischen Dampfers „Samaria" befanden. sich lieber» lebende des im Juli im Kanal versenkten britischen Transportdampfers „Lan- c c st r i a". Laut „New York Post" erklärte ein Sprecher derselben, von den 6000 britischen Soldaten, die sich an Bord der „Lancastria" befunden hätten, seien 40 0 0 ums Leben gekommen.
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Die Luftformatione^ haben den Hafen Alexandrien, die Kaianlagen der Insel
Von Lebertran und Aquavit.
Die vielbesungene Romantik der nordischen Bergwelt zeigt sich uns von einer recht nüchternen Seite, es wird uns bestimmt nichts geschenkt. Man ist hier oben mit allen seinen Lebensäußerungen viel mehr o o m W e t t e r a b h ä n g i g als bei uns zu 5)ause. Aber mir können uns nun einmal mit unserem Dienst nicht nach dem Wetter richten.
Wenn ich an die Schneeschmelze denke, als wir mit dem Truppentransporter nach einer Sturmfahrt über das Skagerrak an der Südküste landeten und bann auf dem Landwege ins Innere oorbran- gen! Don allen Bergen kam das Wasser in Sturz- büchen herunter, ununterbrochen. Tag und Nacht, und wir standen auf Posten bis an den Bauch im schmelzenden Schnee. Ich kam damals die ersten Tage überhaupt nicht aus der nassen Uniform, die Stiefel waren in dem Schneewasser so aufgequollen, daß ich sie mir nach einer Woche von den Beinen schnei- den mußte, hoffentlich bekommt unsere Verwaltung
nicht Zustände, wenn sie dies lesen sollte. Aber sie soll sich beruhigen, ich trage seitdem em Paar pik- feine, garantiert wasserdichte Schnürstiefel, maae in Manchester.
el Iln, den Flughafen, im Rififha-See vor Anker liegende Schiffe (südlich von 3 e m a i 1 a), die (Eifen- bahnanlagen von (El Hamman, die Anlagen von El haffab und von Bk Auani südöstlich von Marsa Malruk bombardiert, wobei Brande, (Explosionen und sichtbare Schaden entstanden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Feindliche Flugzeuge haben wiederholt Tobruk bombardiert, ohne Schaden zu verursachen, ebenso Benghasi, wobei leichte Sachschäden entstanden und eine Mohammedanerin verletzt wurde.
3n 0 stafrlka hat eine unserer Patrouillen feindliche Einheiten bei dem Stützpunkt von Ocua, westlich von Gurafardo (oberer S u d a ns in die Flucht geschlagen. Unsere Bomber haben feindliche Zeltlager bei Aroma und bei Kafclm el Ghirba bombardiert.
Ein feindlicher Kreuzer hat die Anlagen der Walzwerke von Dante beschossen und nur leichte Schäden verursacht. Feindliche Flugzeuge haben Bardera, Decamere, Agordal, Kheren und Blaf- saua bombardiert. Es hat keine Opfer und nur un- bedeutenden Schaden gegeben.
Feindliche Flugzeuge haben versucht, an den westlichen Küsten Süditaliens einzufliegen. Angesichts der sofortigen Reaktion der Flugabwehr haben sie sich zurückgezogen, ohne Bomben abzuwerfen.
Rom, 20. Rov. (DRV.) Der italienische Wehrnachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: wiederholte starke Angriffe südöstlich von K o - liha und zu beiden Seiten der Fahrstraße von Lai Iba kl sind mit schweren Berlusteu für den Zeind zurückgeschlageu worden. Unsere Luft- «affe hat in enger Verbindung mit den Landstreit, rüsten die feindlichen Truppen im Tiefflug ange- griffen und mit Maschinengewehren beschossen, wobei Straßen. Barackenlager und Truppenkonzen- Itdtionen getroffen worden sind. Außer den drei bereite Im italienischen Wehrmachtbericht vom Dienstag als abgeschossen gemeldeten Flugzeugen »nd weitere fünf feindliche Flugzeuge In Flammen zum Absturz gebracht worden. Lines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt.
3n Nordasrika hat eine unserer Luftforma- flonen eine starke Gruppe feindlicher Panzerwagen südöstlich von Sidi Baraai gesichtet und ihr im Tiefflug zahlreiche Verluste beigebracht, indem sie einen Teil der Panzerwagen zerstörte und den Rest In die Flucht schlug. Unsere Schnellen Kolonnen haben später den Feind erreicht, ihn ent- schlosien angegriffen und zum Rückzug gezwungen. Unsere Luftformationen haben die zu ihrem Schuh eingesetzten englischen Jagdflieger angegriffen und sechs Flugzeuge vom Glo- sier-Typ in Flammen abgeschossen. Außerdem sind fünf feindliche Tanks, ein Dutzend Panzerwagen und einige Kanonen vernichtet wor- den. Alle unsere Flugzeuge find zu ihrem Stüh- punkt zurückgekehrt.
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Meine politische Nachrichten.
Reichsorgonifationsleiter Dr. Ley besuchte ae- meinfam mit Gauleiter und Oberpräsibent Lohse die Insel Helgoland, um als Abschluß seiner Inspektionsreise durch den Gau Schleswig-Holstein zu den schaffenden Menschen Helgolands zu sprechen.
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Für den arktischen Winter gerüstet.
Das Hakenkreuz als uraltes nordisches Symbol ist den Bewohnern der Berge und Täler von ihren Ahnen her altoertraut. Sie führen im First ihrer Holzdächer die Sonnenrunen, sie benutzen das Hakenkreuz als Motiv zu ihren Holzschnitzereien und zeichnen damit ihr Hausgerät. Und weiter im Innern des Landes gibt es heute noch Täler, in denen die allen Bauern und Fischer den Heil-Gruß mit der erhobenen offenen Hand gebrauchen, fo wie ihre Altvordern sich zum Zeichen der friedlichen Absicht begrüßten. Daß der Krieg in seiner ganzen Härte erst kommen muhte, um in diesem urgermanischen Land nach Jahrhunderten wieder der germanischen Idee zum Durchbruch zu halfen, entbehrt allerdings nicht einer gewissen Tragik, aber dafür sind ja nicht wir verantwortlich.
In wenigen Wochen liegt über dem Land der Fjorde und Berge die Nacht deslangen arktischen Winters. Doch wir sehen auch den kommenden Monaten getrost entgegen, denn es ist wirklich aufs beste Vorsorge getroffen. Für alle Besatzungstruppen, ganz gleich, ob Wehrmacht, ff ober Polizei, sind nach den Erfahrungen bekannter Fachmänner hölzerne Einheitsbauten als Winterquartiere geschaffen, in denen an alles gedacht ist, was die Truppe zu ihrem leiblichen Wohl braucht. Wenn wir von den Polizei-Bataillonen auch nicht den ganzen Miller diese Annehmlichkeiten genießen können, denn das verträgt unser Dienst nicht, so kehren wir doch von Zeit zu Zeit immer wieder zu unseren Einheiten zurück, und dann werden uns diese schönen neuen Häuser ein Stück Deutschland bedeuten, das die so ferne Heimat ersetzen muß
Helmuth Koschorke.
Jahrzehnten zu der führenden Großmacht Asiens emporstieg. Nachdem er mehrfach Ministerpräsident gewesen war, legte er im Jahre 1914 seine Aemter nieder und zog sich in seinen fürstlichen Ruhestand zurück, ohne zu ahnen, baß ihm noch zweieinhalb Jahrzehnte beschieden sein sollten, als getreuer Ecke- hard neben der Krone zu stehen.
Japans junge aktivistischen Kräfte haben den Einfluß des noch' immer im Liberalismus wurzelnden Fürsten Saionni im letzten Jahrzehnt häufig als Hemmung empfunden. Die Figur des letzten Genro bildete oftmals das Bollwerk, das den Durchbruch des nationalistischen Aktivksmus in die Staatsführung verhinderte. Die Autorität des alten Recken aus der Glanzzeit des Aufstiegs fchsttzte zuweilen die schon erschütterten Bastionen des parlamentarischen Liberalismus. An diesem Widerstand ist der ftür-
mllche Aktivismus des Nachwuchses gereift, bis er letzten Sommer in der Person des Fürsten K o n o y e bas Erb- Saionyis übernehmen konnte.
streckt sich von Flandern bis Sizilien ein Kraftfeld gleichgerichteter Strömungen; auf dem sich der Neuaufbau vollzieht.
Aus dem reichlichen Presie-Echo, das die historischen Kontakte der vergangenen Wochen ausgelost haben, mögen lediglich einige Sätze hervorgehoben fein. Der „Petit Parisien" hat u. a. geschrieben: Der Weg für einen Frieden, der keinen neuen Krieg nach sich zieht, ist offen. Deutschland hat durch seinen Sieg die Wahl zwischen der Zerstörung und der Zusammenarbeit. Adolf Hitler hat dsn Vertretern Frankreichs die Zusammenarbeit angeboien Unsere Vertreter haben sie angenommen. Die Verhandlungen fangen erst an, aber das Prinzip steht fest Es hängt von dem französischen Volk ab, dafür zu sorgen, daß die Widerstandszentren, die vom Ausland unterhalten werden, nicht die Tür wieder verschließen, die man ihm geöffnet hat."
Die „France au Tra vail", die den Standpunkt der nationalen Arbeiter vertritt, stellt fest, daß die deutsch-französische Verständigung trotz aller Versuche der in Vichy tätigen versteckten England- Freunde auf dem Wege sei. — Doriot schreibt tm Cri du Peuple", daß der gegenwärtige Krieg die Perspektiven für einen Wiederaufbau Europas auf neuen Grundlagen eröffne. Frankreich befinde sich an einem Wendepunkt seiner Politik, dessen Konse- auenzen für England nicht abzusehen seien. Das Zusammentreffen des Führers und Pötains zeige bereits an, daß ein wichtiger Versuch tn gegenseitiger ll-’bereinftimmuna unternommen worben sei um die Grundlagen der Zusammenarbeit zu prüfen und vielleicht festzulegen.
hübsche Frau des Fischers hatte einen kräftigen Jungen geboren, ihren ersten; die Freude war groß. Auch wir freuten uns und schickten, dies als eine Selbstverständlichkeit ansehend, einen „Ge. sandten" mit einem mächtigen Blumenstrauß über den Flur, um unser aller Glückwünsche anzubringen. Der kam zuerst überhaupt nicht wieder. Wir wurden schon unruhig, denn unser diplomatischer Vertreter war zur Nachtstreife eingeteilt.
Zehn Minuten vor der Ablösung erschien er und mit ihm die ganze norwegische Nachbarsfamilie, mitsamt dem jüngsten, krällig strampelnden Erdenbürger. Und sie ließen nicht eher Ruhe, bis wir alle, der ganze Posten einschließlich seines Führers, hinüber wanderten und mitfeierten bis in den grauen Morgen. Seit diesem Tage gehören wir, die Männer des deutschen Polizeipostens, sozusagen zur Familie und nehmen an den Freuden und Sorgen unserer norwegischen Wirtsleute teil.
Einige Schritte vom Fenster, auf einem Fels- vorsprung, steht unser Grenzposten. Auf dem anderen Ufer des Fjordes beginnt Schweden. Dort sicht ein Mann vom schwedischen Landsturm, halb Zivil, halb Militär, auf dem Kopf einen spitzen Bauernhut und in der Hand eine vorsintflutliche Flinte. Bei jeder Ablösung winken sie ganz kameradschaftlich herüber. Wenn der Fjord ruhig ist, setzen wir ab und zu über, um mit den schwedischen Grenzpostenführern dienstliche Fragen zu besprechen. Ihr Interesse ist sehr groß. Als wir das erstemal drüben waren, konnten sie gar nicht genug unsere Uniformen betasten und unsere blanken schwarzen Stiefel loben. Gewisse Zeitungen hatten nämlich geschrieben, unsere Uniformen wären aus Papier und die Stiefel wären aus Holz ...
Ein Blockhaus dicht am Fjord rft unser Quartier. Arn Fenster vorbei kracht und brodelt dar» Wasser mit der ungebrochenen Kraft eines Wildbaches. Sem Donnern und Rauschen ist die tägliche Musik, die uns morgens weckt, und die uns selbst des Nachts in unseren Träumen nicht los läßt. Wir können uns dieses Stück Erde, auf dem wir seit Monaten hausen, ohne diese wilde Musik schäumender Wasserkaskaden schon überhaupt nicht mehr denken.
Eigentlich gehört uns, den Männern eines deutschen Polizeipostens, nur die Hälfte dieses norwegischen Holzhauses. Auf der anderen Seite des Flurs wohnt die Fischerfamilie, von der wir die Räume gemietet haben. Zuerst mar das Verhältnis der Parteien recht kühl und abwartend. Wir sagten uns guten Tag und guten Weg und beschränkten uns auf die Innehaltung einer selbstverständlichen Höflichkeit, wie sie sich für Menschen unter dem gleichen Dach gehört.
Die ,tysk soldiers".
Gewiß, wenn wir eine Kleinigkeit brauchten, einen Topf Milch oder etwas Mehl und Fett, um felbst- geangelte Fische zu braten, das wurde uns nicht verweigert, zumal wir ja immer einen guten Preis bezahlen. Aber das Rechte war dieses Verhältnis noch nicht. Wir merkten, die da drüben wußten mit uns noch nichts anzufangen, sie hatten sich die „tysk soldiers" irgendwie anders oorgestellt, vielleicht als eine Art Kinderschreck Und nun traten ihnen keine Halbwilden entgegen, sondern ganz normale Europäer mit fast denselben Sitten und Bräuchen wie hierzulande. Aber sie trauten uns offenbar noch nicht über den Weg. Gewiß würden diese Barbaren eines Tages noch ihre wahre Natur zeigen! Dazu kam eine dem nordischen Menschen innewohnende Verschlossenheit und Kargheit, die Scheu, mehr von seinen Gefühlen und Gedanken zu verraten, als nötig ist. Das ging mehrere Wochen so, bis wir dann den ersten Schritt hinüber taten.
Uns kam dabei der Zufall zu Hilfe. Die junge,
Der Schweizer Bundesrat hat folgenden Beschluß gefaßt: Die Nationale Bewegung der Schweiz (NBS.) wird aufgelöst. Die Herausgabe ihres Wochenblattes „L'Action Nationale" sowie jedes anderen Propagandamaterials ist verboten. Das Verbot bezieht sich auch auf die Organisationen, die an die Stelle der verbotenen Bewegung treten.
Französische Erkenntnisse
Don unserem E.F.-Korrespondenien.
Französische Erkenntnisse.
. Paris, November 1940.
Die tn Paris erscheinenden Blätter heben den sowohl für Frankreich als auch für ganz (Europa entscheidenden Charakter der in der letzten Zett geführten Besprechungen zwischen Adolf HiUer, Saoal. dem TOarfcbaU Petain sowie Genera Franco herpor Paris bat. wie sich aus tausend Anzeichen öeabachten Uetz. lehr lebhast auf die «ratzen Möglichkeiten reagiert die sich einer wirklich ehrlichen Zusammenarbeit des besiegten Frank reiche mit Deutfchland ,um Wahl »an ganz Europa ergeben könnten Man hat auch in den Parsie Blättern und hn Volk nicht unterlassen hervorM- heben. datz es nach dem No oe mb-rl9t8 al» es galt, den Frieden oarzubretten. keine per- sönlichen Fühlungnahmen »ifacni Öen Staatsmännern der westlichen Demokraten und des besiegten Deutschlands gegeben hat Damals gab es nOie Entehrung und die Verleumdung des- B- stegten. Die rittersiche und grotzherzrge Geste Ado s Hitlers des unbekannten Soldaten aus dem Well krieg, der jetzt den Sieger von Verdun empfa^en hat8 hat die Herzen der Franzosen aufs nachhai- h9Sie WMunfl. wie sie von öet }u[tänöi«en brüt- Ichen Stelle in Paris ZU dem Problem der deutsch sranzösischen Zusammenarbeit vertreten w rd. ist denkbar unkompliziert; sie spiegelt dabei auch die zwingende Loqrt wider die die Entscheidungen des französischen Partners wird bestimmen musseu Es gab schon im Mittelalter im Zeichen des Helgen Römischen Reiches Deutscher Nation einen Versuch zur europäischen Zusammenarbeit; damals hatte Frankreich gegen das Imperium optiert. Heute er-
kommando wird In diesen Tagen in Berlin zurück- erwartet, während das Kommando des ^-Oberführers Sieckmeier die Aussiedlungsarbeit in bet Dobrudscha und im südlichen Buchen- land schon weit vorangetrieben hat. Die Aussiedler aus der Dobrudscha werden von Czernawoda aus mit Schiffen in das Lager Seml in bei Belgrad gebracht und von dort mit Zügen Ins Reich befördert. Der größte Teil hat diese Reise schon angetreten. Täglich gehen vier Eisenbahnttansporte mit je 500 Menschen über die Grenzstationen Flo- reni, Zoschna, Klausenburg und Grohwardein nach Budapest. Von dort aus geht ein Teil der Züge nach Graz, ein anderer Teil nach Süd- und Mitteldeutschland, wo die Volksdeutschen bis zu ihrer Ansiedlung in Lagern unteraebracht werden. Man rechnet damit, daß die Aussiedlung bis Mitte Dezember abgeschlossen werden kann.
jHeinllch auch für kleine Kreuzer passierbar ist. Die Herstellung einer entsprechenden Kanaloerbindung mischen Ostsee und Schwarzem Meer dürfte noch Itwas auf sich warten lassen. In der Ostsee und im Eismeer waren 1938 72. im Schwarzen Meer 30 mb im Fernen Osten 58 U-Boote stationiert.
134000 Volksdeutsche
«US Bessarabien und der Nordbukowina kehrten heim.
Berlin, 20 Nov. (DfJlSB.) Die Rückkehr her Äalksdeutscheri aus Bessarabien und der Nordbuko- vina hat nun ihren Abschluß gesunden. Ins- efamt haben die Reichsgrenze überschritten 90 050 Zolksdeutsche aus dem erstgenannten und 44 371 cus dem letzgenannten Gebiet. Das im Dienste der Zolksdeutschen Mittelstelle stehende und von ff« Standartenführer Hosfmeyer geführte Aussiedlungs-
Yokohama, 20. Nov. (Europapreß.) Japans letzter Genro, der 91jährige Fürst Saionyi, liegt im Sterben. Mit tiefer Anteilnahme verfolgt bas Publikum die mehrmals täglich erlchemenden Nachts Krankheitsberichte aus der fürstlichen Villa Okltsu an ie, Set der japanischen Riviera.
)m ffat „Genros" gab es m Japan erst feit Ende des 19. Jahrhunderts, als der Erbauer des modernen Japans, Kaiser Meiji, einige seiner verdienstvollen Ratgeber mit diesem höchsten Ehrentitel aus- ^ßichnete. Alle anderen sind schon lange ihrem kaiserlichen Herrn im Tode Dorausqegangen ober gefolgt. <5aiont)i war ber einzige Ueberlebenbe, ber als Mythos aus Iapans großer Gründerzeit in Die moderne Gegenwart hineinragte und, obwohl in der letzten Zeit nicht mehr aktiv tätig, dennoch b s zuletzt als vornehmster Ratgeber der Krone die Staatspolitik Japans maßgebend beeinflußte. Saionni war neben dem Fürsten I t o em bedeu- . ...... kts.__mia hpm lahrhunberte»


