Aus dem Reich.
Oie Heimkehr des Elsaß.
Straßburg. 20. Okt. (DNB.) Auf der ersten Kundgebung der NSDAP, in der wieder deutschen Stadt Straßburg betonte Gauleiter Robert Wagner, es sei nie die Absicht Deutschlands gewesen, das Unglück des Jahres 1918 durch Krieg wieder gut zu machen. Der Führer verzichtete auf Elsaß und Lothringen, es ist weder ihm noch einem anderen Deutschen leicht gefallen, diese alten deutschen Kulturlande aufzugeben. Deutschland wollte verzichten um der deutschen und französischen Mütter willen, die in einem 300jähriaen blutigen Ringen ihre besten Söhne füt das Elsaß geopfert haben. Doch Frankreich und England wollten es anders. Sie haben Deutschland den Krieg erklärt und nunmehr das Elsaß aufs neue und diesmal endgültig und für alle Ewigkeit an seinen rechtmäßigen Besitzer, an Deutschland, verloren. Es sei abwegig, von einer geschichtlichen Schuld des Elsaß an' dem Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland oder an dem leidvollen elsässischen Lebensweg zu sprechen. Ich bin, so erklärte der Gauleiter, gekommen, um mit allen meinen Kräften dafür einzutreten, daß das Elsaß frei wird von der Herrschaft Fremder, frei wird von einem unerhört grausamen Schicksal und für alle Zeiten heimfindet zu seiner deutschen Mutter.
DteneueGesundhettsverwattmg
Im „Deutschen Aerzteblatt" berichtet Ministerialdirektor Dr. Cropp vom Reichsinnenministerium über die Aufgabe der neuen staatlichen Gesundheitsverwaltung: Gesundheitsschutz — Medizinalaufsicht, Seuchenbekämpfung, allgemeine Hygiene —, die Gesundheitsvor- und -fürsorge — Vorsorge für werdende Mütter, Säuglinge,^Klein- linder, Jugendgesundheitspflege; Fürsorge für Tuberkulöse, Geschlechtskranke, Körperbehinderte, Süchtige — und die Erb- und Rassen pflege. Im Herbst 1939 wurden allein im Altreichsgebiet in 739 Gesundheitsämtern an beamteten Aerzten sowie an ärztlichem und nichtärztlichem Hilfspersonal über 23 000 Kräfte beschäftigt. Um aber allen Aufgaben, die uns nach Kriegsende im Großdeutschen Reich erwarten, gerecht werden zu können, wird eine ausreichende Anzahl geeigneter Medizinalbeamter gebraucht werden. Die bisher der Gesund- heitsverwaltung zur Verfügung stehenden Aerzte genügen bei weitem nicht. Neben Hygienikern, gerichtsärztlich vorgebildeten Aerzten, Psychiatern und Tuberkulosefachärzten werden in erster Linie ältere Aerzte gebraucht, die eine gute allgemein-ärztliche Ausblldung und praktische Erfahrung besitzen. Beide Gruppen müssen in den Staatsakademien des öffentlichen Gesundheitsdienstes vorbereitet und in Fortbildungskursen laufend unterrichtet werden. Sie
müssen Idealisten sein, die für ihren Dienst an der Volksgesundheit auch persönliche Opfer wie den Verzicht auf höhere Einkünfte der freien Praxis bringen können. Auf allen seinen Arbeitsgebieten solle der neue Amtsarzt in erster Linie Erzieher des Volkes zum gesunden Leben sein.
Echulbeihilfen für die Kinder öffentlicher Bediensteter.
Die öffentlichen Bediensteten sind vielfach nicht in der Lage, ihren Wohnort selbst zu bestimmen, sie müssen auch häufig mit Versetzung in andere Orte rechnen. Dabei hat sich ergeben, daß die Schul- Chancen für bie Kinder öffentlicher Bediensteter nicht gleich denen der Kinder sonstiger Volksgenossen waren. Denn es gibt nicht überall ausreichend bequeme Schulmöglichkellen. Der Reichsfinanzminister hat nun eine Schulbeihilfe für die Erziehung der Kinder von Beamten, Angestellten und Arbeiter im öffentlichen Dienst außerhalb des Elternhauses ein- geführt. Danach kann auf Antrag für kinderzuschlagfähige Kinder neben den Kinderzuschlägen eine Schulbeihilfe gewährt werden, wenn a) am Wohnsitz des Erziehungsberechtigten oder am Unterbringungsort der Familie keine für die Ausblldung des Kindes geeignete allgemeinbildende Schule vorhanden ist, b) der tägliche Besuch der nächsten geeigneten allgemeinbildenden Schule infolge ihrer Entfernung vom Wohnsitz oder Unterbringungsort und infolge der Verkehrslage dem Kinde nicht möglich ist und deshalb c) das Kind in einem Schülerheim oder in einer Familie außerhalb des Wohnsitzes oder Ullterbringungsortes untergebracht ist. Für den Besuch einer über das Volksschulziel hinausführenden allgemeinbildenden Schule kann die Schulbeihilfe nur gewährt werden, wenn der Schul- leller bescheinigt, daß die Art der Schulausbildung nach Anlagen und Leistungen des Kindes dem Interesse der Volksgemeinschaft entspricht. Die Schulbeihilfe wird in Höhe des glaubhaft gemachten regelmäßigen Aufwandes für die auswärtige Unterkunft und Verpflegung des Kindes bis zum Höchstbetrag von monatlich 50 RM. gewährt. Sie ist unabhängig vom eigenen Einkommen des Kindes. Die Schulbei- bilfe unterliegt nicht den Gehaltskürzungen. Ihre Gewährung kommt nicht in Betracht, wenn für das erste Kind eine Ausbildungsbeihilfe oder sonstige Erziehungsbeihilfe aus öffentlichen Mitteln gezahlt wird.
Llebergabe der Ost'andspende des NG.-Lebrerbundes.
Posen, 19. Okt. (DNB.) Die mehrtägige Besichtigungsfahrt des Reichswallers des NS.-Leh- rerbundes, GauleiterW äch t l e r, durch den Reichsgau Wartheland fand mit einer Reichskundgebung des NS.-Lehrerbundes in Posen ihren Ab
schluß. Den Höhepunkt der Kundgebung bildete dre Uebergabe der O st l a n d s p e n d e der Schüler und Erzieher aus allen Gauen Großdeutschlands an die deutschen Schulen der Ostgebiete. Zum Schluß einer wiederholt von Beifall unterbrochenen Rede verkündete Gauleiter W ächt! er die Träger des „H i l f m i t"-P reifes 1939/40: 1. Max Breuel, 2. Willy Ebel, 3. Gerhard Dabel, der als Preisträger des vorigen Jahres mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde. Der „Hans Schemm"- P r e is für die besten Jugendbücher wurde an folgende Dichter verliehen: 1. Hans Watzlick 2. Otto Boris, 3. Frau Marianne Baumann-Scheel. — Sie nahmen die Preise aus der Hand des Gauleiters selbst entgegen. Reichsstatthaller und Gauleiter Greiser, der die Osllandsvende des NSLB. entgegennahm, sprach dem Reichswalter den Dank des deutschen Ostens und seiner Jugend, zugleich auch sür die starke Verbundenheit aus, die die Erzieherschaft des Reiches den großen Erziehungsaufgaben im wiedergewonnen Osten entgegenbringe.
Weniger Eigenkapital
und Tilgung bei Kleinsiedlungen.
Infolge der Vergrößerung der Raumabmessungen der Kleinsiedlungen unb der Steigerung dex Baukosten an vielen Orten ist es den Siodlungsbewer- bern vielfach nicht mehr möglich, eine Eigenleistung in der bisher vorgeschriebenen Höhe aufzubringen. Mit Rücksicht darauf hat jetzt der Reichsarbeitsminister angeordnet, .daß die Eigenleistung allgemein bis auf 10 v.H., in besonderen Fällen, namentlich bei kinderreichen Familien sowie in Not- und Grenzgebieten bis auf 5 v. H. des Bau- und Bodenwertes der Sied- lungsstelle herabgesetzt wird. Der Tilgungssatz für die Reichsdarlehen wird allgemein auf 1 v. H. festgesetzt, ohne Rücksicht auf die Höhe des Einkommens.
werden für die Erfüllung der Wartezeit angerech. net und erhallen die Anwartschaft. Die Ersatzzelten stehen den Pflichtbeiträgen gleich. Den Versicherten werden nach Eintritt des Versicherungsfalles für die Zell des besonderen Wehrmochteinsatzes Steige, rungsbeträge gewährt werden, deren Höhe später noch festgesetzt werden wird. — Auch für die Krankenschwestern, Schwesternhelferinnen und Helferinnen im Sanitätsdienst, die zur Dienstleistung bei der Wehrmacht eingesetzt worden sind, ist die Sozialversicherung entsprechend der Eigenart ihres jeweiligen Dienstverhältnisses geregelt worden. Dasselbe gill für die Versicherung der Notdienstpflichtigen, der Dienstverpflichteten, der Luftschutzdienstpflichtigen und der Erntehelfer.
Oer Reichsführer ff in Madrid.
Madrid, 20. Okt. (Europapreß.) Der Reichs- führer ff Himmler traf am Sonntagvormittag in Madrid ein. Zu seinem Empfang waren der Außenminister Serrano Suner, Marinemimster Moreno, der Jndustrieminister Earceller und Minister Gamero de Castillo erschienen. Außenminister Serrano Suner empfing Reichsführer ff zu einer längeren Unterredung. Der Reichsführer ff begab sich dann in den Pardo-Palast, wo er mit General Franco in Gegenwart des Außenministers und des Protokollchefs eine einstündige Unterredung hatte. Am Nachmittag fand zu seinen Ehren ein Stierkampf statt. Zu Ehren des Reichsführers ff fand Sonntag abend im Gebäude des Politischen Ausschusses der Falange ein Empfang statt, zu dem Außenminister Serrano Suner geladen hatte.
Aus aller Wett.
„Die Schirachs".
Voller Versicherungsschutz für die Soldaten.
Bei der Krankenversicherung ruht während des besonderen Einsatzes des Versicherten nur die Der- sichertenkrankenhilfe, alle übrigen Leistungen werden in vollem Umfange wellergewährt. Die Familienangehörigen erhallen die gesetzlich und satzungsgemäß vorgesehenen Leistungen weiter. Sie sind ferner von der Krankenscheingebühr befreit. Die Beitragspflicht des Versicherten ruht für die Dauer seiner Einberufung. Seine Mitgliedschaft bleibt aufrechterhalten, ohne Rücksicht daraus, ob es sich um eine Pflicht- oder freiwillige Mitgliedschaft oder um eine solche bei einer Ersatzkasse handelt. Bei der Rentenversicherung und der knapp- schaftlichen Pensionsversicherung entrichten die Einberufenen für ihre Wehrmachtsbezüge keine Beiträge, werden aber so behandelt, als ob sie in ihrem bisherigen Arbeitsverhältnis verblieben wären. Die Zeiten des besonderen Einsatzes der Wehrmacht
Ein Mitglied der Famllie des Reichsleiters und Reichsstatthallers in Wien, Baldur von Schirach, hat jetzt ein Buch „Die Schirachs" herausgegeben, das in Ivjähriger Forschung und Arbeit entstand. Der Verfasser, Max von Schirach, beginnt seine Darstellung im 14. Jahrhundert bei dem Bauern Georg Schierag in Schiedel in Sachsen. Der Familienname heißt später Schirack und kommt im 18. Jahrhundert zum ersten Male als Schirach vor, wo ein Pfarrer in Schiedel diesen Namen führte. Der Urgroßvater des Reichsstatthalters wurde unter Kaiserin Maria Theresia geadelt. Es bestanden also schon früher verschiedene Beziehungen der Familie Schirach nach Wien. Die Schirachs sind sächsischer Adel.
HauptichrtstleUer: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei HauptIchriMeilers. Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politü und Bilder: Dr. Fr. W. Langem für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadl Gießen, Provinz Wirticha,! u. Sport: Ernst Elumsche n.
Druck uno Verlag Brühlsche Univerittätsdruckeret R. Lcm^e K. G. Verlagsleiter: Dr.°Ing. Erich Hamann- Anzeigenleiter Hans Beck. Verantwortlich iür bi»nFnbaIi derAn^eiaen'Tdeobnr.ailmm'' '1-. 'J?r.6
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Königsberg, den 19. Oktober 1940.
Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 22. Oktober, um 15 30 Uhr, in Königsberg statt.
Gott erlöste heute morgen unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter
Frau Marie Brück Wwe., geb. Herpel
nach längerem still getragenen Leiden im 84. Lebensjahr.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Marie Brück
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