Ausgabe 
21.10.1940
 
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Montag, 2l. Moder MV

(90. Jahrgang llr.2^9

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Giehener Anzeiger

General-Anzeiger sm Gberhessen

Ln zwei Tagen 327000 BRT versenkt.

Oie deutsche Handelsflotte zwischen zwei Kriegen.

Hervorragende Erfolge der deutschen Ll-Bootwaffe im Handelskrieg gegen England.

Berlin, 20. Oft (DJtB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Deutsche Unterseeboote haben in der Nacht vom 19. zum 20.Oktober wieder einen britischen G e t e i t z u g mit größtem (Erfolg angegriffen. Nach bisher vorliegenden Meldungen find aus diesem Geleitzug in einer einzigen Nacht 17 feindliche Handelsschiffe mit insgesamt HO 000 BRT. versenkt worden. Mn dieser Verjenkungsziffer ist das Unterseeboot des Kapitänleulnants Prien mit acht Schiffen von zusammen 50 500 BRT. be­teiligt kapitäuleutnaut Prien hat damit als erster der Unterseebootskommanüanten die 200 000- Tonneu-Grenze überschritten. Mil einer Ge- samtversenkungszisfer von 202 000 BRT. feindlichen Haudelsschisssraumes steht er weitaus an der Spitze alter Unterseebootskommandanten. Das Unterseeboot des Oberleutnants zur See Endratz hat durch feinen Anteil an den Erfolgen der letzten Nacht das bisherige Berfenkungsergebnis feiner laufenden Unternehmungen auf 44 000 BRT. ge­steigert Andere Unterfeeboote melden die Versen­kung von insgesamt 43 000 BRT. aus weiteren Geleitzügen. Innerhalb von zwei Tagen find damit durch die Vernichtung von zwei großen Geleitzügen uttd durch einige Einzeterfolge 327 000 BRT. feind­lichen Handelsschiffsraumes von unseren Untersee­booten versenkt worden.

Die £ufIroaffe setzte am gestrigen Tage trotz ungünstiger Wetterlage die Angriffe auf die britische Hauptstadt und andere kriegswichtige Ziele in Mit­tel- und Südengland fort 3n der Nacht griffen stär­kere Verbände in rollendem Angriff London an und warfen grohe Mengen Bomben, teilweife schwersten Kalibers. Neben vielen anderen Einschlä­gen konnten insbesondere nördlich der West-Jndia- Docks, im Gaswerk von Greenwich, bei den hand- ley-page-Zlngzeugwerken, bei einem großen Was­serwerk und in mehreren Bahnhöfen zahlreiche neue Brände, weithin sichtbare Explosionen und bis zu 1000 Meter hohe Stichflammen beobach­tet werden. Schwere Kampffliegerbände griffen die Hafenanlagen von Liverpool. Jndustriewerke von E o v e n t r y und fonstige Rüstungszentren in Süd- und Mittetengland an und belegten sie wir­kungsvoll mit Bomben. Der Feind unternahm keine Angriffe auf deutsches Gebiet

Der 19. und der 20. Oktober find für die Ver­sorgung des blockierten England ganz besonders um heilooll gewesen. An diesen beiden Tagen allein wurden insgesamt 48 Schiffe auf der Fahrt nach England versenkt, davon 43 aus stark gesicherten Geleitzügen herausgeschossen. Das deutsche Volk be- aluckwünscht die tapferen U-Boote zu diesem unter schwierigen Umständen erzielten besonders großen

Wasserwerk zu zerstören. Bei Angriffen auf andere Orte Süd- und Mittelenglands erhielt ein Rüstungswerk mehrere schwere Treffer. 3n Truppenlagern wurden Baracken und Zelte zerstört 3n einem Lager trafen Bomben ange­tretene Mannschaften. Auch in der Nacht grif­fen schwere Kampfverbünde London mit zahlreichen Bomben aller Kaliber an und zerstörten Dock - und 3ndustrieanlagen nördlich und südlich der Themse. Weitere Angriffe richteten sich gegen die Hafenanlagen in Liverpool und Rüstungs­werke in Birmingham, die zahlreiche Brände zur Folge hatten.

Deutsche Seestreitkräfte setzten das Verminen

der britischen Küstengewäsfer fort Feindliche Schnellboote, die sich deutschen Versorgungsschissen zu nähern suchten, wurden vertrieben und zogen sich unter Nebelverwendung zurück. Die deutsche Marineartillerie und Fernkampfartillerie des Heeres bekämpften feindlicheküstenbalterienmit Erfolg und beschossen die Hafenanlagen von Dover.

Bei nächtliche^ Einflügen nach Nord- und West­deutschland warfen einige britische Flugzeuge an verschiedenen Stellen Bomben, ohne militärischen Sachschaden anzurichten. Dagegen wurden wieder mehrere Wohnhäuser getroffen. Zwei eigene Flug- zeu ünb nicht zurückgekehrt.

Das Eichenlaub für Kapitänleulnant Prien.

M4.

deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes, gez. Adolf Hitler.

Günther Prien wurde 1908 in Osterfeld in Thüringen geboren. Seine Eltern stammen beide aus Norddeutschland. Mit ihnen kam er als zehn­jähriger Knabe nach Leipzig, wo er das Gymna- jium bis zur Primareife besuchte, um dann mit 16*/- Jahren zur Handelsmarine zu gehen. Er hat dort von der Pike auf gedient und zweimal den Erdball umschifft, bevor er 1931 das Examen für den Handelsschiffskapitän ablegen konnte. -Als er infolge der Tonnagebeschränkung, die durch den Notstand der deutschen Wirtschaft bedingt wurde, aus der Handelsmarine ausscheiden mußte, erlernte er das Fliegen, wandte sich bann aber als Na­tionalsozialist dem Freiwilligen Arbeitsdienst zu und war schließlich Arbeitsdienstführer und Lagerführer im Doglland, bis er 1933 als Matrose bei der Kriegsmarine eintrat. 1934 wurde er Fähnrich, 1936 Leutnant und 1938 Oberleutnant zur See. Während des spanischen Befreiungskrieges nahm er am Überwachungsdienst und an den ge­legentlichen Vergeltungsmaßnahmen der deutschen Marine in den spanischen Gewässern teil.

Als Kapitänleutnant wurde er Unterseebootskom­mandant und ging am 1. September 1939 auf Han­delskriegsfahrt. Für erfolgreiche Versenkung feind« lichen handelsschistsvaumes wurde er noch im Sep­tember 1939 mit dem E. K. II. Klasse ausgezeich­net. Am 14. Oktober 1939 gelang es ihm, mit sei­nem U-Boot alle Seesperren und Minenfelder vor der Bucht von Scapa Flow zu umgehen und mit einem Torpedo das britische SchlachtschiffRoyal O a k" zu versenken und mit einem zweiten Tor- I pedo den britischen SchlachtkreuzerR e p u l s e" zu treffen, wofür er das Ritterkreuz erhielt. Seitdem hat Prien im Handelskrieg auf zahlreichen Fahrten an der Spitze feiner tapferen Mannschaft stolze Lei­stungen vollbracht.

Berlin, 20. Oft (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat kapi- tänleutnant Prien das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes mit folgendem Tele­gramm verliehen: 3n dankbarer Würdigung 3hres heldenhaften Einsatzes im Kampfe für die Zukunft unteres Volkes verleihe ich 3hnen anläßlich der Versenkung von 2 0 0 0 0 0 Tonnen feind­lichen Schiffraumes als fünftem Offizier der

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Der größte Teil des deutschen Volkes hat heute die Bedeutung der See für das Großdeutsche Reich und seine notwendigen Interessen verstanden. Trotz­dem gibt es immer noch Volksgenossen, die die über­ragende Wichtigkeit der Seegeltung und die mit ihr in Zusammenhang stehenden Fragen nicht voll be­griffen haben. So gilt z. B. heute noch die See­schiffahrt oft nur als eine Angelegenheit der Hafen­städte, obwohl der nutzbringende Einfluß der Reede­reien bis tief in die entferntesten Winkel des Vater­landes hineindringt. Besonders haben aber auch die langen schweren Jahre des Weltkrieges und deren Folgeerscheinungen uns allen vor Augen geführt, daß die Seefchiftahrt mit das größte Lebensinter­esse des deutschen Volkes bedeutet. Die Schiffahrt schafft im Personen- und Güteraustausch den Aus­gleich zwischen den Völkern der Erde, der für die Wiederherstellung geordneter Zustände im Welt­handel und Weltverkehr unbedingt benötigt wird, handel und Schiffahrt sind wichtige Träger der Lebenskraft der Völker; die Seeschiffahrt ist die erste Dienerin der Weltwirtschaft.

Mtt organisatorischem Geschick hatten es die deutschen Reeder verstanden, sich bis zum Ausbruch des Weltkrieges ohne Subventionen in das Gefüae der Wettwirtschaft einzugliedern. Deutsche Schnell- und Frachtdampfer hatten sich die Gunst des inter­nationalen Reisepublikums und das Vertrauen deutscher und fremder Verlader in höchstem Maße erworben. Sicherheit, Zuverlässigkeit und Pünkt­lichkeit des Liniendienstes sowie der Bau immer schnellerer und leistungsfähigerer Schiffe verhalfen der deutschen Handelsflotte zu der Machtstellung, die sie bis Kriegsausbruch 1914 in allen Ländern der Welt genoß. Die Namen unserer Schnelldampfer vor dem Weltkriege wie .Kaiser Wilhelm der Große",Kronprinzessin Cecilie",Imperator", Vaterland" undBismarck" sind auch heute noch bekannt. England konnte mit dieser schnellen deut­schen Entwicklung nur schwer Schritt halten. Erst ein Vertrag, den die Cunard-Linie mit der englischen Regierung abschloß, gab ersterer die Mittel in die Hand, die beiden großen SchnelldampferMaure- tania" undLusitania" zu bauen. Aber auch mit diesen Schiffen konnte sie Deutschlands Vormacht­stellung auf dem Nordatlantik nicht brechen.

Da brach der Weltkrieg aus. Sein Friedens« schluß warf Deutschland von der stolzen höhe in politische Ohnmacht und wirtschaftliche Armut. Einer Scr schwersten Schläge war die Vernichtung der deutschen Handelsflotte. 1914 besaß Deutschland eine Tonnage von 5,2 Millionen BRT. Davon verblie­ben Ende 1919 . nur rund 700 0Q0 BRT. in deut- hand, darunter kein einziger größerer Dampfer. Dieser Rest war bei der geringen Größe der ein­zelnen Fahrzeuge ohne jede Bedeutung für die Ueberseeschiffahrt. Was an Niederlassungen, Lan­dungsanlagen und dergl. in den kriegführenden Ländern vorhanden war, wurde restlos eingezogen. Weiter wurden die deutschen Werften gezwungen, fünf Jahre hindurch insgesamt eine Million BRT. Schiffsraum für die Alliierten zu bauen. Dadurch sollte gleichzeitig verhindert werden, daß Deutsch­land sich dem Ausbau seiner eigenen Handelsflotte

Erfolge. .

Man muß sich einmal klarmachen, was die in diesen beiden Tagen versenkten 32J 000 Tonnpn Schiffsraum an Ladung bedeuten. Um die La­dung dieser versenkten Schiffe zu transportieren, wären nicht weniger als 21 800 Waggons nötig. Das würden 436 Güterzüge ergeben, von denen jeder Waggon 15 Tonnen enthalten würde. Diese Güterzüge nicht etwa in betriebsmäßigen Abständen, sondern dicht hintereinander aufgerecht, würden 4,5 Kilometer lang fein! Danach kann man sich vorstellen, welche un g euren Mengen an Nahrungsmitteln, wehrwichttgen Rohstoffen, Kriegs­material usw. allein in diesen zwei Tagen auf den Meeresgrund versenkt wurden und dem blockierten England für immer verloren gegangen sind. Man kann sich weiter vorstellen, wie dringlich diese 48 Schiffe mit der gewaltigen Gütermenge in allen Bereichen des englischen Lebens erwartet wur­den, wo es heute nicht mehr nur auf jede einzelne Tonne Schiffgüterladung, sondern schon auf jeden, einzelnen Zentner ankommt.

Es ist erst einige Monate her, daß die Regierung Churchill ihre Gelettzüge als absolut sicher in aller Herren Länder anpries, und es ist erst einige Wo­chen her, daß Churchill behauptete, die deutsche U-Bootgefahr sei ausgeschaltet. Die U-Bootskom- mandanten Prien, Frauenheim, Kretschmer, Mohle u. a. haben wieder einmal gezeigt, daß die deut­sche U-Bootwafse stärker und erfolgreicher als je ist, England kann sich darauf verlassen, daß es nicht die' letzten Geleitzüge fein werden, die vor den Küsten auf den Grund geschickt werden.

Der Wehrmachwerichl vvM Samstag.

Berlin, 19. OtL (DNB.) Das Oberkommando

der Wehrmacht gibt bekannt.

Deutsche Unterseeboote versenkten in den letzten Tagen 31 feindlichehandelsschifse mit insgesamt 173 650 BRT. Hiervon wurden 26 Dampfer aus stark gesicherten Geleitzugen beraus- geschossen. An diesen Erfolgen ist das unter Füh­rung des Kapitänleutnants Frauenheim stehende Unterseeboot mit 10 Dampfern von 51 000 BRI-, das Unterseeboot des Kapitänteutnants Kretsch­mer mit 7 Dampfern von 45 000 BRT^ das Un- terfeebot des kapitänteutnants Moehle mit 7 Dampfern non 44 050 SRI. beteiligt Zwei weitere Unterfeeboote versenkten vier Dampfer mit 21000 DRT. und drei Dampfer mit 12 600 BRT.

Die Luftwaffe fetzte ihre Dergeltungsangnffe auf die britische Hauptstadt -eoh ungünNiger wet. ferlage fort. Dabei gelang es. ein lebenswichtiges

Nächtliche Ll-Boot-Iagd im Atlantik.

Wie die beiden britischen Geleitzüge vernichtet wurden. - In zwei Nächten 44 Dampfer.

Don Kriegsberichter Dr. Wolfgang Frank.

Da erspäht ein Äugenpaar eine Reihe von Scha-

hosen fällt.

Flugzeuge nahen. Schwere englische Flug­boote, die in unablässigen Schleifen wie dicke Bie­nen die kostbare Dampferherde umkreisen. Das gibt schon wieder ein Gefühl größerer Sicherhett. Die da oben haben ja doch einen mächtigen Ueberblick, da kommt dieBloody German Submarine" über­

haupt nicht heran. Jawohl, so sind wir in bester Hut. Außerdem ist es in drei Stunden dunkel, und morgen früh sind wir drin. Vielleicht ist die U- Bootgefahr überhaupt nicht so groß.

Irgendwo im Bach wachen die deutschen U - Boote. Der Abend kam. Blutrot vergeht die Sonne in schwerem, violettem Gewölk. Rasch sinkt die Dämmerung, enger drängten die Wachthunde, die Zerstörer und Kanonenboote, ihre Schäflein zu­sammen, jagten sie bald diesen Weg, bald den ent­gegengesetzten; alles, um die Wölfe unsicher zu machen, von denen noch nicht einmal sicher war, daß sie überhaupt da waren.

Aber der Abendhimmel sah so komisch aus, es lag irgend etwas in der Luft, was auf schlechtes Wetter schließen ließ. Immer dichter wurde das Grau des Abends, immer weniger unterschied sich Lust von Wasser. Da durchbrach der erste der war- l tenden Wölfe die träge dünne Oberfläche. Ein Luk ! ffnnnfp auf. em Kommandant nahm einen Rund-

bomben fallen lasten und nur eine Panik erhöhen, die ohnehin durch nichts mehr aufzichatten ist. Die

wir laben inzwischen neue Aale!Zerstörerge­räusch nimmt ab ...!" Um so bester. Und wieder kracht es, grausig jagen die Stichflammen durch die Nacht, in der dieSchäferhunde" ratlos von einer Ecke in die andere laufen, planlos Waster-

(PK.)......21. Ott. (DNB. Funkspruch.) Ir­

gendwo im Atlantik, westlich von England, stehen deutsche U-Boote schon seit mehreren Tagen. Nichts kommt in Sicht. Groß ist der Atlanttk und viele Wege führen darüber hin. Leicht kann man bei schlechter Sicht den schönsten Bissen ahnungslos vor­beilaufen lassen. Es gehört eben Glück zum U-Boot- Fahren, bemerkt der Wachoffizier, Glück und Nase.

So berichtet er nun.

Don Westen kommt eine wahre Flotte von Schiffen. Bier, fünf, sechs nebeneinander, immer die fettesten in der Mitte, und durch die Flanken­fahrer gedeckt, zieht Kolonne hinter Kolonne, die Nachschubdampfer Englands, der belagerten Insel entgegen. Tief im Wasser schieben sie schwerfällig dahm, beladen bis unter die Halskrause. Eine kost­bare Herde fetter Schafe. Rings herum tummelt sich die Schar der Schäferhunde: schnelle Zerstörer, Ka­nonenboote und U-Boatjäger. , ---- <

Auf allen Schiffen stehen die Besatzungen schärf-klappte auf, em Kommandant nahm einen Rund- ftens Ausguck. Es kann ja immerhin fein, daß trotz blick, hinter chm die Bruckenwache, scharfe Augen der britischen Versprechungen von der völligen I mit scharfen Glasern bewehr. Sacht gingen Die Sicherheit des Geleitzugsystems ein deutsches U- ' Dieselmotoren an. Alle Sinne drängten hinaus m Boot zum Angriff kommt! Man hat so seine Er-1 die Nacht: wo steht das W-.ld? Noch an anderen fahrungen gemacht mit britischen Versprechungen, Stellen tauchten sie auf aus dem Bach, Boote, und es sind ja leider nicht mehr Engländer, die in, hungrig, schußgierig, wie das erfte^ diesen Geleitzügen fahren. Das britische System Da erspäht ein Augenpaar eine Reche von Scha­ri ekst manchen unschuldigen Neutralen in den Ge- fen. Blitzartiges Ueberlegen, Rechnen, Ghn.tellen, leitzug und damit in die Tiefe. Das wissen sie, bann die Erschütterung, mtt denen tue ersten Aale und darum wirb chnen von Stunde zu Stunde das Boot verlassen, herum den Kahn! Wieder ein unbehaglicher zumute, wenn sie sich der blockierten Schatten, wieder em Schich. Detonation^, die Insel nähern. Immer häufiger werden Kurs und die Nacht zerreißen. Grell aufstackernde Sttchflam- Geschwindigkeit geändert, immer mulmiger wird men! Immer wettere Trester. Der ,chaurlge Klang den Seefahrern zumute, die hier für Englands Um § zerreißenden Eisens ist es, der den Wolsen beweist, itühung fahren. Ader: das Geld lockt: die : daß ihre Opfer für immer m die Tiefe gehen, schwindelhaften Frachtsätze für Englandfahrt, die Plötzliches Scheinwerferlicht.- Aterm! Tauchen! sagenhaften Prämien und heuern, mtt denen die Die Schäferhunde lagen heran. Waffe rbom- Seeleute geködert werden, das muß man in Kauf ben krachen und klirren ums Boot. Aber dann nehmen, daß einem für Stunden das harz m die auch schon wi^er: hinein in das schaumende Gluck.

L .... mir lohn« tHjmifÄott npito 9f o f ^prftnrpriiß

Herde fließt in kleinen Gruppen auseinander. Und wieder-die Wölfe: hinein in das schäumende Glück! Sechs Stunden lang, durchschnittlich alle Bier» telstunde geht in dieser Nacht Dampfer auf Dampfer in d i e Luft.

Als der Morgen kommt, sind 27 Dampfer aller Größen mit insgesamt rund 150000 BRT. versenkt, verschwunden, für immer aus allen Schiffsregistern der Welt gestrichen. Mit ihnen der Nachschub, die wichtige und dringend erwartete Besorgung für ein am Rande der Katastrophe kämpfendes Jnselreich. DieWölfe" haben eine Schlacht gewonnen.

Der Tag vergeht. Ein Tag wie viele. Die Nacht kommt, eine Nacht wie gestern! 17 Dampfer fallen um in dieser zweiten Nacht. Der Feind wird versenkt von deutschen U-Booten. Allen voran rast Prien, dererste Seewolf" guer durch die fette Herde. Acht Dampfer mit 50 500 BRT. bucht sein Boot in dieser einen Nacht für sich. Wei­tere neun Dampfer mit 59 500 BRT. versenken seine Kameraden. Leergefegt liegt am anderen Morgen die See. Es ist der Morgen des 20. Oktober. Genau vor einem Jahr lief ein deutsches Unterseeboot von Feindfahrt zurückkehrend in Kiel ein. Es kam von Scapa Flow.

Oer Hafen ton Dover beschossen.

Berlin, 20. Oft (DNB.) Am Samstagnachmit­tag beschoß schwere Artillerie des Heeres und der Kriegsmarine zwei große feindliche Handels- d a m p f e r von je etwa 10 000 BRT. im Hafen von Dover. Die Schiffe und die Hafenanlagen wurden mit einer Reihe deckender Salven belegt, die schwere Verheerungen anrichtetem Im Anschluß hieran beschoß eine feindliche Fernkampf­batterie die französische Kanalküste mit wenigen Schüssen. Einige Einschläge fielen aus das offene Hinterland, ohne irgendwelchen Schaden anzurichten.