Tn'mesiereröffnung
-er Fachgruppe Volksgesundheit Gießen.
Die Fachgruppe Volksgesundheit der Universität Gießen begann ihre Trimesterarbeit mit einem Appel der Kliniker und Vorkliniker im Physiologischen Institut.
Fachgruppenleiter Dr. Stumpf begrüßte eingangs die Kameraden, die nach Ableistung ihrer praktischen Krankenhaustätigkeit, nach der Erntehilfe oder dem Fabrikdienst an die Universität zurückgekommen sind. Er wünschte allen und besonders auch denjenigen, die zum ersten Male in Gießen studieren, ein erfolgreiches Trimester.
Dr. Stumps ging dann auf das Arbeitsgebiet der Fachgruppe Volksgesundheit näher ein. Auf Grund der Bestallungsordnung für Aerzte ist die Fachgruppe Volksgesundheit aktiv an der Ausbildung der jungen Mediziner beteiligt. So geschieht der Einsatz zum Land- oder Fabrikdienst, ohne den heute ein Mediziner die ärztliche Prüfung nicht mehr ablegen darf, durch die Fachgruppe. Ebenso kann auch der pflichtgemäße Krankenpflegedienst sowie die Famulatur der Kliniker nur noch auf dem Wege über die Fachgruppe abgeleistet werden. Darüber hinaus hat aber die Fachgruppe Volksgesundheit noch weitere Aufgaben übernommen. Durch Ausbau von Arbeitsgemeinschaften soll erreicht werden, der wissenschaftlichen Arbeit an der Hochschule einen politischen, d.h. für unser Volk lebenswichtigen In
halt zu geben und zugleich Jungärzte zu erziehen, die wissen, wo die gesundheitspolitischen Probleme unseres Volkes liegen und wie sie zu lösen sind. Wir müssen uns immer bewußt sein, daß während des Studiums die wichtigsten politischen, wissenschaftlichen und sittlichen Grundlagen geschaffen werden, die das spätere Handeln des Arztes bestimmen. Diesem Ziele des neuen Typs des deutschen Gesundheitsführers dienen alle Einrichtungen, die von der Studentenschaft seit Jahren gefordert und jetzt in der Bestallungsordnung gesetzlich verankert sind.
Der Fachgruppenleiter gab dann einige Erläuterungen zum Studienablauf. Während dieses Trimesters können alle Medizinstudenten studieren. Dagegen wird das erste Trimester 1941 nur den Frontkämpfern und denjenigen Studenten angerechnet, die jetzt am Wissenschaftseinsatz Oft^teilnehmen. Neben der Möglichkeit, den Osten und seine Menschen kennenzulernen, bietet der Wissenschaftseinsatz Ost Gelegenheit, die an der Hochschule erworbenen Fähigkeiten praktisch auszuwerten und zu vertiefen. Mit der Hoffnung, daß eine große Anzahl der älteren Medizinstudenten dem Rufe des Ostens Folge leisten werten, schloß der Fachgruppenleiter den Appell.
Aus zur Tat?
Wir sammeln für das Kriegswinterhilfswerk.
Der Führer des Sportbereiches Südwest, SA.-Obergruppenführer B e ck e r l e , erläßt zur 1. Reichsstraßensammlung des 2. Kriegs- Winterhilfswerkes folgenden Aufruf an die gesamte Turn- und Sportgemeinde seines Bereiches:
Am 21. und 22. September sammelt der deutsche Sport für das Kriegs-Winterhilfswerk. Träger dieser 1. Reichsstraßensammlung im 2. Kriegs-Winterhilfswerk sind der Nationalsozialistische Reichsbund für Leibesübungen und das Sportamt der NS.-Gemein- schaft „Kraft durch Freude". Unsere Sammlung ist gewissermaßen der Start für das Kriegs-Winterhilfswerk 1940/41. Wir Sportsleute wissen, daß ein guter Start bereits den halben Erfolg bedeutet, und werden deshalb versuchen, gut „abzukommen". Dieser Auftrag ist eine Auszeichnung. Der deutsche Sport hat seit Kriegsbeginn schon so manche nicht immer einfache Aufgabe gelöst. Er wird auch diese, eine der schönsten und ehrenvollsten, die ihm bisher gestellt wurden, lösen.
Alle machen mit!
Dieses Wort gilt für die Sammelaktion. Am 21. und 22. September gehören die Straßen uns. Die Sammeltätigkeit wird eine Breitenarbeit irrt besten Sinne sein. Alle Amtsträger des NSRL. und alle Frauen und Männer der Turn- und Sportgemeinde treten mit der Sammelbüchse an. Das Ergebnis dieses Wochenendes soll nicht hinter den Erträgnissen früherer Sammlungen zurückstehen! Wir sind am 21. und 22. September aber nicht nur mit den klappernden Sammelbüchsen unterwegs, sondern wir treten auch mit sportlichen Vorführungen an die Oeffentlichkeit, und zwar dort, wo wir sammeln, auf der Straße. Wir haben darin gelegentlich der Opfertage des deutschen Sports einige Erfahrungen gesammelt.
Je größer der Einsatz des Samrtilers, um so größer die Gebefreudigkeit der Bevölkerung!
Wer gern gibt, gibt aber doppelt! Und daraus kommt es an!
Selbstverständlich bietet die Sammelaktion des deutschen Sports auch eine willkommene Gelegenheit, Vielseitigkeit und Nutzen der Leibesübungen zu zeigen. Ein Grund mehr, uns restlos an beiden Tagen einzusetzen.
Kameraden und Kameradinnen im Sportbereich Südwest! Die schöne vaterländische Aufaabe wird Euch alle an den zugewiesenen Plätzen sehen. Ein Ruf ist an Euch ergangen. Beweist, daß Ihr ihn vernommen und verstanden habt!
Unsere Gießener Segelflugmodellbauer
Zum erstenmal ist der Bevölkerung Gießens am morgigen Sonntag in Gießen selbst Gelegenheit gegeben, einem Vergleichsfliegen für Flugzeugmodelle beizuwohnen. Auf den Wiesen hinter dem Gericht lassen die Pimpfe der Modellbaugemeinschaften des Nationalsozialistischen Fliegerkorps-Sturmes 6/75 ihre selbstgebauten Modelle, das Ergebnis teilweise monatelanger, mühevoller Arbeit, im Wettbewerb starten. Die Bevölkerung wird gebeten, ihr Interesse für die fliegerische Arbeit der Jungens durch zahlreichen Besuch zu beweisen und dadurch den Jungens neuen Ansporn zu weiteren Leistungen zu geben. Vor dem Wettbewerb können die Segelflugmodelle in der Flugmodellbauwerkstatt, In den Eichgärten, besichtigt werden. Der Besuch der Veranstaltung ist frei. Beginn der Besichtigung 9 Uhr, Beginn des Wettbewerbs 14.30 Uhr. Gleichzeitig kann ab 9 Uhr die Werkstatt für Segelflugzeugbau, Moltkestraße 27, besichtigt werden.
Oie Mitwirkung der Radfahrer.
Auch der Radsport hat sich vorgenommen, bei der 1. Reichsstraßensammlung für das WHW. seinen Teil beizutragen. Bei dem Radrennen „Rund um die Anlagen" starten außer den HJ.-Mitgliedern einige Geschäftsradfahrer, sowie die Aktiven der
Giehener Radfahrervereinigung. Der Stank zu den Radrennen findet um 11 Uhr an Oswald sgarten statt. Dort wird am Schluß einer jeden Runde eine Punktwertung ausgetragen, um so den Stadtmeister einwandfrei zu ermitteln. Die Kunstfahrer, sowie Radballspieler werden um 12.30 Uhr am Lindenplatz ihr Können zeigen. Nachmittags werden auf der Rollschuhbahn die Stadtmeisterschaft im Zweier- Radballspiel ausgetragen. Auch die Kunstfahrer werden hier nochmals auftreten.
Was tut sich am Schwanenteich?
Nicht nur am Schwanenteich, sondern auch a u f dem Schwanenteich ist am morgigen SonntaHnach- mittag allerhand los! Für jung und alt, groß und klein gibt es dort zu sehen und mitzuerleben. Die Gießener Kanu-, Rad-, Roll- und Schisportler werben für das 2. Kriegs-Winterhilfswerk. 'In einem bunten Reigen von Darbietungen aus ihrem Sport werden sie der Gießener Bevölkerung ihr Können zeigen.
Wenn um 15 Uhr die Teilnehmer der großen Schauveranstaltung vom Oswaldsgarten her (Abmarsch 14 Uhr) durch die Neustadt, Bahnhofstraße, Seltersweg und über den Ludwigsplatz am Schwanenteich angekommen find, dann wird dort lebhaftes Treiben einsetzen. Die Kanufahrer bauen im Wettbewerb nach der Stoppuhr ihre Boote auf und lassen eine kleine Zeltstadt entstehen, ehe sie zu dem Rennen um die 2. Gießener Stadtmeisterschaft und zur Schwanenteichstafette in die Boote steigen. Die Rollsportler zeigen Kunstfahren und Reigen. Zwei Radballspiele, Kunstfahren und Reigen werden die Gießener Radfahrer in Hochform seheü lassen. Und „wenn der ganze Schnee verbrennt", die Schiläufer sind auch dabei und zeigen sich auf den Brettern in Sprung und Lauf.
Für die Jugend wird besonders gesorgt: sie kann nach Herzenslust im Faltboot über den Schwanenteich fahren. Und wer für die Technik begeistert ist, der mag einen Blick in das Aachrichtenzelt werfen, in dem die Nachrichten-HI. ihre große Schaltanlage für die Uebertragung bei den Kanurennen, Mikrophon und Lautsprecherapparatur aufgebaut haben.
Also heraus am Sonntagnachmittag! An den Schwanenteich!
Sport in Watzenborn-Steinberg für das WHW.
Während eine Anzahl Vorstandsmitglieder der beiden hiesigen NSRL.-Dereine und aktive Sportler am morgigen Sonntagvormittag die Reichsstraßensammlung durchführen, findet um 10.30 Uhr ein Staffellauf einer Mannschaft des Turnvereins gegen eine solche des Fußballklubs „Teutonia" durch die Straßen von Watzenborn-Steinberg statt. Start und Ziel an der Voltshalle. Um 13.30 Uhr tritt die Jugendmannschaft der „Teutonen" im Freundschaftsspiel der gleichen Elf vom Sportverein Wißmar gegenüber. Anschließend findet ein Handballspiel zwischen der Jugendmannschaft des Turnvereins Watzenborn-Steinberg und des Turnvereins Haufen statt. Im letzten Spiel des Tages tritt die Erste Mannschaft des FC. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg einer kombinierten Mannschaft von Steinbach- Garbenteich gegenüber.
Sporttag der Oidier-Werke in Mainzlar
# Mainzlar, 18. Sept. Bei sehr starker Beteiligung der Gefolgschaft, die in Stärke von über 90 Prozent angetreten war, führten die Didier-Werke ihren Betriebssport tag durch. Im Anschluß ay die Flaggenhissung hielt der Betriebsführer Dr.-Jng. Thiel eine kurze Ansprache über den Sinn und Zweck des Tages. Anschließend folgten die sportlichen Wettkämpfe, wie 800-Meter-Lauf, Partner-Uebungen, Stoß- und Wurfball, sowie Spiele. Im weiteren Verlaufe des Tages folgten Sonderwettbewerbe, wie Fuß- und
Handball, Dauztehen und Dreikampf, letzterer 6e- stehend aus 100-Meter-Lauf, Weitspruna und Keulenzielwurf; zum Dreikampf traten 72 Arbeitskame- roden an, die in vier Altersklassen eingeteilt waren. Auszug aus der Siegerliste:
Tauzie-hen: Im Ausscheidungskampf fieaten Ofen III und die Schlosserei. — Im Fußballspiel siegte Magnesit gegen Silika mit 3:0. — Kleinkaliberschießen, fünf Schuß liegend freihändig: 1. Ludwig Fuchs, 2. Otto Hämmerle, 3. Hermann Röhl und W. Kirdorf. — Dreikampf, Klasse I, 18 bis 30 Jahre alt: 1. Erich Pflüger 182 Punkte, gleichzeitig 1. Sieger im Weitsprung und 100-Meter- Lauf, 2. Fritz Seuling 177 Punkte, 3. Werner Döring 171 Punkte; Klasse II, 30 bis 40 Jahre alt: 1. Hermann Röhl 185 Punkte und 1. Sieger im Weitsprung mit 4,92 Meter sowie 1. Sieger im 100- Meter-Lauf mit 13,4 Sekunden, 2. Friedrich Lange 161 Punkte, 3. Ludwig Fink 159 Punkte; Klasse III, 40 bis 50 Jahre alt: 1. Heinrich Rock 113 Punkte
und 1. Sieger im 100-Meter-Lauf mit 14,8 Sekunden, 2. Ernst Much 103 Punkte, 3. Adolph Eppen- dahl 101 Punkte und 1. Sieger im Weitsprung mit 4,18 Meter; Klasse IV, 50 Jahre und älter: 1. Wilhelm Kirdorf 178 Punkte und 1. Sieger im Weitsprung 3,60 Meter sowie 1. Sieger im 75-Meter- Lauf mit 12,1 Sekunden, 2. Karl Seibert 152 Punkte, 3. Karl Erl 151 Punkte.
Wieder feste Börse.
Frankfurt a. M., 19. September. Der verflossene Berichtszeitraum brachte nicht ganz einheitliche Tendenzen an den Aktienmärkten. Zunächst hat der Umfang der Geschäststättgkeit stark nachgelassen, der Anlagebedarf ist merklich geringer geworden, zum anderen machte sich zum Medio gewisses Realisationsbedürfnis geltend, das auf die Kttrsgestaltung vorübergehend drückend wirkte. Die in den letzten Wachen stark bevorzugten Papiere mußten daher verschiedentlich stärkere Kurseinbußen hinnehmen, konnten aber nach Ue- berwindung des Medio wieder aufholen, so daß im gesamten gesehen das Kursniveau gehalten war. Die in den letzten Tagen sich bemerkbar machende, an sich geringfügige Nachfrage begegnete einer zunehmenden Marktleere, woraus sich ein ebenfalls belebendes Moment ergab. Die Festigkeit erstreckte sich auf nahezu alle Marktgebiete; neben Montanwerten waren Maschinen-, Bau-, Zellstoff- und Papieraktien begehrt. Von Chemiewerten konnten Farbenind. sich gut halten, Scheideanstalt verzeichneten die üblichen stärkeren Schwankungen noch beiden Seiten, fest lagen Metallgesellschaft. Am Elekttomarkt ist die Kursgestaltung nicht ganz einheitlich, einzelne Werte wie AEG. und Rheinelektta konnten weiter anziehen, andere dagegen konnten ihren Stand nur etwq behaupten.
Der Rentenmarkt lag durchweg freundlich. Gefragt waren in letzter Zeit neben den 4 v. H. Reichsschatzanweifungen Folge 6 auch vermehrt die 4,5 v. H. Reichsschätze, sowie Steuergutscheine. In- dustrieobligationen still, auch Stadtanleihen ohne nennenswerten Umsatz. Pfandbriefe sind noch immer gefragt bei fast völliger Marktleere. Das Ereignis der Woche war die Kündigung der Reichsbahnvorzugsaktien, die vorzeittg eingelöst bzw. in eine neue Reichsbahnanleihe umgetauscht werden sollen. Der Kurs von 127 v. H. entspricht im großen und ganzen den dadurch gegebenen Verhältnissen.
Tagesgeld blieb die Woche über unverändert 1,75 v. H.
Nach kurzer, schwerer Krankheit starb in einem Marinelazarett unser innigstgeliebter, herzensguter Enkel, Neffe, Pate und Onkel
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im blühenden Alter von 21 Jahren.
In tiefem Schmerz:
Familie Konrad Müller nebst allen Angehörigen.
Großen-Linden, den 21. September 1940.
Die Beerdigung fand in Kiel statt.
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Am Mittwoch, dem 25. September 1940, 16 Uhr, findet im Sitzungssaal des Stadthauses, Bergstraße Nr. 20, eine öffentliche Beratung mit den Ratsherren statt. . 4194C
Tagesordnung:
1. Erlaß einer Betriebssatzung auf Grund der Eigenbetriebsverordnung vom 21. November 1938 sowie einer Dienstanweisung für die Stadtwerke der Stadt Gießen.
2. Rechnung der ehemaligen Gemeinde Wieseck für 1938 Rj.
3. Rechnung des Wasserwerks der ehemaligen Gemeinde Wieseck für 1938 Rj.
4. Rechnung der ehemaligen Gemeinde Klein-Linden für 1938 Rj.
5. Neufestsetzung der Straßenfluchtlinie im Hitler- wall zwischen Gartenstraße und Moltkestraße.
6. Friedhofs- und Begräbnisordnung; hier: Erlaß einer Gebührenordnung für die Friedhöfe in den Stadtteilen Wieseck und Klein-Linden.
7. Erlaß einer Polizeiverordnung zur Durchführung der Friedhofs- und Begräbnisordnung der Stadt Gießen vom 8. April 1940.
Gießen, den 19. September 1940.
Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen.
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Gießen. Sonntag, 22. September. Stadtkirche. 10, Schmidt? 11 KG., Matth.-Gem.,' 18, m. Christen!., Mark.-Gern., Becker.
Johanneskirche. 10, Ludwig: 11 KG.,Johs.-Gem.; 18, Zwinget.
Kapelle Alter Friedhof. 10, Walther^ 11 Christenlehre.
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Gießen-Klein-Liuden. 10, Zwin- Uießen-Wieseck. 10 G.r 11 KG.
Kirchberg. 14 G.
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Evang.Stadtmission, Löberstr.14, Sonnt., 22. 9., 8.30 Andacht) 9.45 S.-Sch.r 20 Predigt: „Deir? Heiligtum". - Mittw., 25» 9^


