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Glück des Urlaubs

Don August Karl Stöger.

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und man gehe einmal selbst hinaus, um sich ein Bild darüber machen zu können, wie weit tatsäch­lich eine Gesahr besteht für die alten Baulichkeiten des Schiffenberges.

störungen mutwillig und sinnlos vonlieben Zeit* genossen" herbeigeführt worden. Man sehe nur ein­mal die Wände an, in die unzählige Namen der Besucher eingekratzt sind, oft sogar mit voller An­schrift, so daß man schon den einen oder anderen Sünder persönlich kennenlernen könnte. Nicht ein­mal vor den alten, in die Wand eingelassenen Grab­steinen, dem Tausgefäß usw. haben diese Schmier­finken halt gemacht. . . . , .

Nun sind die Schäden ja nicht durch einfaches Verputzen der Wände zu beseitigen. Ich glaube so­gar, daß mit dem Verputzen des Guten zuviel getan worden ist und daß sich unter den Putzschlch- | ten vielleicht noch manche Überraschung verbirgt.

Hier wäre also eine besonders vorsichtige Wieder­herstellung am Platze. Vielleicht könnte man daber auch gleich wieder die alte Architektur zur Geltung bringen, die jetzt teilweise unter dem Putz verbor-

Zu Gunsten des Deutschen Roten Kreuzes fand am Sonntagabend im Cafe Leib ein Handharmo-

Besteiqen wegen Lebensgefahr polizeilich verboten. Aber das ist alles nicht entscheidend. Diel wichtiger ist in kultureller Hinsicht die Frage, ob und wie es möglich sein wird, die alten Anlagen des Schlffen- berges in ursprünglicher bereits vorhandene (c*i,

geu ist und die man nur andeutungsweise erkennt. Die Wiederherstellung der Grabsteine, des Tauf«

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Baulichkeiten bedingt sind, muß man \

Übel damit abfinden. Vielfach sind aber die Zer-

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aber die Zer- auf den letzten Platz besetzt. Die große Anzahl Be-

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i Sonnenaufgang: 5.20 Uhr; Sonnenuntergang h 24 Uhr. Monduntergang: 6.08 Uhr; Mond Aufgang: 22.22 Uhr. *

Schutzmaßnahmen bei Lustangriffen.

Aus der Stadt Gießen.

Gemeinschaft der Herzen.

Sie neue Siedlung am Rande der Stadt hat noch keinen Gemüseladen; doch an bestimmten Tagen der QQ0die kommt ein Händler mit seinem Wagen. Kaum ist er da, wird er von Kauflustigen umringt. Es rmb so viele, daß sich die Wartenden in einer Reihe 0timen müssen. Die Körbe auf dem Wagen bergen fim frische Frühlingsgaben des Gartens. Nach dem ^gen, harten Winter find diese Schätze begehrter

nehmunq, die man von einem erhöhten Standort aus machen kann. 2Vir konnten in der verflossenen Nacht von einem der höchsten Punkte aus das ganze Stadtbild Überblicken und dabei die erfreu­liche Feststellung machen, daß die Durchführung der Derdunkelungsmaßnahmen keinen Grund zu Bean-

Gießen im Dunkeln.

Nächtliche Kontrollgänge der Polizei und des Reichslustschuhbundes.

Einige Kilometer südostwärts Gießens liegt mitten im Walde die Domäne Schiffenberg, deren Geschichte bis 1129 zurückverfolgt werden kann und die als schönster Ausflugsort Gießens gilt. Es ist wirklich ein schönes Fleckchen Erde, gleich ob man nun den von den Baulichkeiten ge­krönten Schiffenberg aus den Wäldern aufragen sieht, oder ob man vom Berge aus feinen Blick in die Runde schweifen läßt bis zu den aus der Ferne grüßenden Höhen des Westerwaldes, des Taunus und des Spessart.

Wer nur zum Schiffenberg geht, um einen schönen Spaziergang zu machen, oder um den Blick zu genießen, der sich von dort oben bietet, roiro sich vielleicht ein klein wenig darüber ärgern, daß man noch feinen bequemen Aufstieg zum Turm ge= cha fen hat, von dem aus man einen noch weiteren, umfassenderen Ausblick hätte. Die eiserne Feuer­leiter, über die man jetzt auf den Turm gelangt, ist weder bequem noch schön, und außerdem is^ihr

So aber fand er seine Fortsetzung: die Wohn­fftube lag in Wärme und freundlichem Licht, von ider Decke tarn es und ward widerstrahlt von der Weißen Wand, dem Hellen, goldfarbenen Hvlze und Den Fensterbehängen, zart in B au und Rot ge- -mustert. Der Wandkasten, der Tisch, das Nahgerat der Frau, sie standen am alten Platz, und dem heimkehrenden Mann schien es in Wahrheit, durch die toten Dinge wurde ihm der zweite Willkomm So nahm er die Frau an der Hand und schritt durch die anderen Räume, nichts zu versäumen. Es sah in dem dunklen Zimmer, m dem einst die wenigen, lieben Gäste gesessen waren nach den Büchern und Gläsern, er horte die Uhr schlagem den wohlvertrauten, gedoppelten Schlag. Da über­kam es ihn heiß, er mußte an die Bilder der Zer­störung denken, die er in dem feindlichen Lande gesehen, und ein Seufzer, jedoch em Seufz Erleichterung, der tiefen Dankbarkeit, rang fa) au5 seinem Munde. Es war gut, daß das folgende Zim­mer im Dunkel lag, nichts ZU sehen war von fei-

Der PeichLNÜmster D.er Luftfahrt und OberbeMs- lober der Luftwaffe gibt folgendes bekannt: Bei Luftangriffen muß mit der Zerstörung von Fenster- cheiben und den dadurch für Wohn- und Arbeu-- äume entstehenden nachteiligen Folgen gerechnet »erden. Einen unbedingt sicheren Schutz gibt es wogegen nicht. Man kann aber manches tun, um «itsprechenden Schaden zu verringern:

(Sofern es die örtlichen Verhältnisse und die Sicherung gestatten, sollen möglichst viele Fenster gänzlich offen bleiben, bei W Ipelfe.iftern wenigstens die inneren Fenster Außer- lem sind Roll- und Klappläden und Jalousien nach Möglichkeit dauernd geschlossen zu halten. Beide Maßnahmen zusammen bieten den besten Schutz. Wo der Weg zum Luftschutzraum so kurz ist, daß t-ei Fliegeralarm noch genügend Zeit zum Dessnen er Fenster und Schließen der Läden vorhanden ist, tann dies bei Fliegeralarm noch geschehen. Es muh itur schnell gehen. Bei Dunkelheit ist hierbei darauf u achten, daß kein Licht nach außen : ringt. Das Bekleben der Fensterscheiben mit bapierstreifen und ähnlichem schützt die Scheiben mcht vor dem Zerspringen. .___

Die genannten Schutzmaßnahmen sind in einem Merkblatt zusammengefaßt, das in diesen Tagen ^Urd) die Amtsträger des Reichsluftschutzbundes an alle Haushaltungen verteilt wird.

Die beiden wurden stiller und gingen weiter, der Bach lief entlang dem Wege. Es war ein wun­derbares Spiel, die Kiesel aufzuheben und sie ein­zeln ins Wasser zu werfen, es gluckste und spritzte auf, die Tropfen glänzten wie Silber Eine Vier­telstunde verharrte das Kind, und als der Vater weitergehen wollte, bat es so innig. Zu bleiben daß weitere geraume Zeit verging. Die Glocke Hub zu läuten an, und es war eine gute Strecke nach Hause. Da nahm der Vater das Kind auf den Arm und schritt schnell aus. Es spielte noch mit seinen Händchen, und wollte dies und jenes wissen aber allmühlig wurde es ruhiger und ruhig. Die Lider senkten sich über die Augen und das Kopflem sank auf die Schulter, die Spannkraft der Glieder loste sich, und der zarte Körper ward weich und hilflos. Dem Manne aber dünkte, er habe noch nie tn seinem Leben eine süßere Last getragen.

Antlitz des Mannes. Er durfte stehen und horchen, und vor den leisen Atemzügen des Kindes kam auch er wieder zur Ruhe. So konnte er den Rück­weg in die heitere Stube antreten ohne Zeugen feiner Bewegung, und durch nichts ward die Hel­ligkeit des Abends getrübt.

*

Und es tarn der Morgen! Der Mann hatte tief in ihn hineingeschlafen, nach den unruhigen Näch­ten, zwischen den feinen, weißen Tüchern. Die tfran hatte das Frühstück gekocht, und das Kind fertig gekleidet, es schlang seine Aermchen um den Hals des Vaters und nannte vielmals seinen Namen. Die Sonne lachte und das Herbstlaub glühte, da nahm der Vater das Kind an der Hand und machte einen langen Weg mit ihm. Ganz fern war sein Denken dem vergangenen Erleben, denn viele, viele Fragen waren zu beantworten nach Name und Zweck der alltäglichen Dinge. Das Kind wollte wachsen und wachsen, die Welt hatte ihm sich nicht geändert. Es geschah nicht nur einmal, daß der Mund des Mannes verstummte, vor der heiligen Einfalt, aber fand er kein Wort mehr, so lach e er und zog das Kind an sich, wirbelte es im Kreise oder warf es in die Höhe, daß die jungen Glieder strampelten vor Lust und die Augen im Feuer des Uebermuts brannten.

_ .Innen-Dekoration", Zeitschrift füL behagliches Wohnen. Maiheft 1940 RM 2 50. 23er. lagsanstalt Alexander Koch G. m. b. H., Stuttgartz Die neuerbauteAkademie der Luftwaffe" in Flo4 renz, eine Schöpfung des Florentiner Architekten Professor Dr. Raffaello Fagnoni, bringt einige Haupttendenzen der heutigen italienischen Baukunst zur Darstellung. Ein Jägerndorfer Wohnungsumbau von Prof. Fritz August Breuhaus zeigt außerordent« liches Geschick in der Erarbeitung reprafentatmetf Raumbilder trotz an sich ungünstiger architektonischer Voraussetzungen. In Norderney erhielt der umge­baute Ostflügel des Kurhauses eine neue Jnnenein« richtung. Die deutschen Werkstätten Hellerau und der Leipziger Architekt Ernst Max Jahn haben die Aus­gabe in feiner Einstimmung auf den klassizistischen Charakter der Anlage gelöst. Der Förderung des guten deutschen Hausrats in einheimischen Holzern und zu niedrigen Preisen dienen die Leistungen des W K.-Verbandes und des Reichsheimstattenamtes der DAF., aus dessen Grazer Ausstellung die3nt nen-Dekoration" mehrere Abbildungen bringt.

Aepfel, aus dem vergilbten der Birnen leuchteten die Früchte. Sie waren einzeln schon gefallen die vorhergegangene und die letzte Nacht, sie waren reif, ja überreif, aber die Frau hatte sich nicht be­helfen können mit den schweren Leitern. Der Mann trug sie heran und lehnte sie zwischen Die Aeste, an die Mauer, es tat ihm das Herz weh, brach' er ein Zweiglein. Er stieg die Sprossen hman und nahm die Früchte, sie waren gut geraten dieses Jahr: dunkler Purpur die Aepfel ober roteber gelb unb rot gesprenkelt im heiteren Wechsel, bunfles Grün ber Birnen, bie spätreifen. Sie mögen Stuck für Stück in ber Hanb, unb ber Mann liebkoste sie mit Fingern unb Augen. Er trug Korb uni Korb in bas Stockwerk, wo bie Kammer lag, unb brei­tete sie auf ben Hoben. Nun erst war ber volle Segen sichtbar! Da freute sich ber Mann aus vollem Herzen unb freute sich umso mehr, weil nach bem Willen ber Feinbe bie Not kommen sollte über Die Daheimgebliebenen, je eher, je besser, ie großer, je besser: hier aber war ein Türlein zugeschlosien, durch welches sie hätte sich ins Haus schleichen können. Unb ber Blick bes Mannes ging in bie Weite, es sah bie taufenb Türchen unb Türen, Die dem einen glichen, aber er wußte sie verschlossen wie bieses unb wußte, baß seine Arbeit nur em Gleichnis war, Gleichnis einer unenblich größeren, einer wahrhaft heiligen Arbeit.

Liebesschule."

Ueber den neuen Film im Gloria-Palast ist nicht viel zu sagen. Der Titel läßt schon vermuten, daß man nicht sonderlich stark in Anspruch genommen wird. Für einen guten Film reicht es nun einmal nicht aus, lediglich zwei Männer um ein Mädchen ich bemühen zu lassen und es hilft dem Film auch nicht, wenn dann in einem Augenblick der tljematts chen Schwäche der Schauplatz der ganzen Handlung in die Berge verlegt und die Akteure in Wmter- portkleidung gesteckt werden. Zwqr ist der Film mit einiger Laune gemacht, aber sie grenzt manch­mal fast an Frivolität. Wem das Lachen locker in ber Kehle sitzt, wirb einige Möglichkeit haben, sich luftig zu machen. In ber weiblichen Hauptrolle hat Luise Ullrich bie Aufgabe, der Figur der kleinen Sekretärin einiges Leben einzuhauchen. Es gelingt ihr nicht völlig unb sie bleibt am stärksten m Den Augenblicken, in Denen sie ihre spitzen Lebensarten an bie beiben Männer bringt. Den verliebten Schriftsteller Heinz stellt Viktor Staal bar uni) den ebenfalls in bie Sekretärin verschossenen Tenor Enrico verkörpert Johannnes H e e st e r s. Für Jbee, Drehbuch unb Spielleitung zeichnete K. G, K ü l b verantwortlich. H. L. Neuner.

Zeitschriften.

Als bie Dunkelheit einfiel an biesem Abenb, rat­terten von neuem bie Räber. Die Frau hatte uns zur Bahn begleitet, seltsam, wieviel ju jagen ge­wesen wäre unb wie wenig es in Wirklichkeit getan warb Wir nahmen uns an beiben Hänben, wie Kinber, wie Liebenbe ber ersten Maienzelt, Dies sagte alles. Dann lehnten wir allein in Der Ecke Des Abteils unD hielten Die Augen geschlossen. Nein, wir fangen nicht, schlugen keinen Lärm mit Wor­ten, sahen nur still in uns hinein. Doch siehe, im Gebenken wuchs aus Der Wehmut Des AbschieDs Das anDere Gefühl: unberührt war Die Heimat unD prangte in makelloser, nicht verletzter Schön­heit; wir hatten sie roieDer gesehen unD trugen ihr BilD in uns, farbiger unb tiefer benn je. Sollten wir nicht bereit sein, ihr immerhin zu gewahren, wessen sie beburfte? Wir schälten uns aus bem Mantel unb traten an bas Fenster, bas Herzblut trieb uns, unb in bie neue Fahrt begleitete uns in inniger Verkettung ... Das Glü^des^ Urlaubs.

d Außerbem steht ba noch ein prallgefüllter Sack, dgraus jeber eine schöne große Drange haben kann. , ^ehr hat ber Mann an biesem Tag nicht bekommen, , i'itb er will bas Wenig^yerecht verteilen. Aber auch , dic eine Drange wirbMgern genommen. Nur eine Krau mit schon grauen Strähnen im Haar, aber iitd) jungem, freundMhem Gesicht lehnt etwas erlegen ab. WaruM fragt ber Gemüsemann er Grünt, es seien boch beste Blutorangen, sehr groß mb wirklich süß. Ja, erklärt bie Frau, sie habe fünf Hnber, unb ba würbe biefe eine Frucht wohl zum Hmkapfel werben. Deshalb wolle sie lieber gar keine Ahmen. .,

Nun, wenn es Das sei, sagt Der Gemüsemann mit einem lächelnDen Seitenblick auf Die WartenDen, b(nn könne sie schon zwei bekommen. Bevor Die ärau etwas erroiDern kann, rufen Drei von Den «Userinnen aus Der Reihe wie auf HerabreDung, nr HänDler möge «uch Die für sie bestimmte Drange Im zugeben, Damit jebes ber Kinber eine bekomme He Mutter will abwehren; boch ber Mann greift stmunzelnb in ben Sack unb gibt ihr noch brei seichte bazu. Die Frau bebankt sich sehr, bezahlt unb Jbt rasch in ben nahen Milchlaben.

1 Etwas später kommt sie wieber heraus. Ein junger Soldat ber vorher unter ben Wartenben stanb, eilt Alf sie zu unb reicht ihr noch eine Drange hin. Die 9rau will ganz entschieben ablehnen, aber er legt ilr bie qolben schimmernbe Frucht einfach in die Ein- kufstasche. Unb noch ehe bie Frau ihre Gelbborse iA Ifncn kann, hat'ber junge Mann sich auf fein Fahr­

is geschwungen. Währenb er wegfährt, ruft er ber krau.zu:Die ist für -bie Mutter, bie wir beinahe ftrgessen hätten!" - J-

* Tageskalender' für Dienstag.

Wehrwissenschaftlicher Vortrag ber Lubwigs-Uni- krfität: 20 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut, Lubwigstraße 34, Professor Dr. von Gall über .Behanblung ber Kriegsgefangenen burch Franzosen iib Englänber in ben Jnbianerkämpsen bes 18. Jahr- Lnberts". Gloria-Palast, Seltersweg:Liebes­chule". ,. v w .

Notizen für den 22. 2Hai.

ftanbungen gibt. ......

Diese Tatsache soll natürlich kein Freibrief sein für leichtfertige unb gebankenlose Mitbürger, Die etwa Def Meinung fein könnten, es komme allzu | genau nicht Darauf an. Jedermann muß sich darüber klar sein unb wir haben diesen Eindruck in Der letzten Nacht an Hand einiger kleiner Lichtquellen außerhalb des Stadtbereichs, wahrscheinlich handelte es sich um Kraftfahrzeuge, erneut bestätigt gesehen daß auch bic kleinste Lichtquelle nachts weithin sichtbar ist unb für einen feinblichen Flieger geradezu als Richtpunkt zum Anflug unb Damit zum Verberben für die Stadt wirb. Daher bie strenge Anforberung: Kemer- l G i Lichtquelle darf nachts nach außen bin sichtbar werden! Das gilt auch für einige Sünder, die gestern auf bem Runbgang im Stabtinnem erwischt wurden unb benen sicherlich noch ein unangenehmes Nachspiel zuteil werdet

Ach damit begann der Urlaub: die geliebte Frau stand am Bahnhof,' von dem aus wir in die Frei­heit fuhren, sie weinte leise und legte ihren Arm um uns. Einzuholen war sie gekommen und es war ein unendlich freundlicher Gruß gewesen Die Stunden der Bahnfahrt, ansonsten ms Endlo e ge­dehnt, durch die wachsende Ungeduld, sie flogen, flogen. Es ratterten die Räder und fang- die Lampe, wir saßen nebeneinander und schwiegen Die Mit­reisenden kehrten zurück zu ihrem Gespräch, zum Buch, zur Zeitung, da wagte das Wort sich zwi­schen uns. Leise, gar bangend schlug es die erste Brücke über die vergangenen Monate, aber Dann, als Die HänDe sich im verborgenen fanDen, wurde es warm und innig. Bon der Heimat sprach es unb ber Frembe in ftänbigem Wechsel, war Frage unb Antwort, Heischen unb Gewahren, bie Umwelt versank bavor, mochte sie von neuem aufmerksam werben unb zusehen, ihre Blicke oder gelegentlich ein Wort auch einwerfen. Unb es geschah. Daß m -zwei Seelen die Ruhe einkehrte und die Heimlich­keit, der lächelnde, selige Friede.

Die sorgsamste Verdunkelung der Stadt ist jetzt 1 mehr denn je dringende Notwendigkeit. Wieder- 1 holt ist von den zuständigen Stellen auf die ge­naueste Befolgung der Verdunkelungsvorschriften > hingewiesen worden. Eindringlich wurde dabei allen Volksgenossen klargemacht, daß j e d e rinder Nacht nach außen Dringende Lichtschein ein Richtpunkt für feindliche Flieger, ist und das größte Verderben für die ganze Stadt herbeiführen kann. Die fort­gesetzten Belehrungen und Ermahnungen sind Denn auch erfreulicherweise von gutem Erfolg belohnt worden. Dieses Ergebnis ist zu einem großen Teil der verständnisvollen Einsicht der meisten Volks­genossen zuzuschreiben, im übrigen aber den seit einiger Zeit allabendlich nach Beginn der Dunkel­heit bis tief in die Nachtstunden hinein, meist bis weit nach Mitternacht, Durchgeführten Straßenkon­trollen Der Polizei unD Der Amtstrager Des Reichs- luftfchutzbunDes zu verDanken.

Wenn in Den bisherigen Monaten bei leichteren Verstößen gegen Die VerDunkelungsvorfchriften noch gebührenpflichtige Verwarnungen bzw. Belehrungen erteilt würben, so ergab sich jetzt von selbst für Die verantwortlichen Stellen bes Luftschutzes, nämlich Polizei unb Reichslustschutzbunb, bie Notwenbigkeit, bie Zügel straff anzuziehen. Die strengere HanD- habung ber Verbunkelungsbestimmungen hat Denn auch bei allen einsichtigen Volksgenossen ohne weite­res volle unD Dankbare Zustimmung gefunDen, und sie wirD auch weiterhin bei jeDermann, Der sich Der Wichtigkeit Des sorgsamen VerDunkelns und der da­mit gegebenen weitgehenden Sicherung der Stadt gegen Fliegersicht bewußt ist, alle Zustimmung finden Immerhin ist es ratsam, gerade in der jetzigen Zeit durch fortlaufende nächtliche Straßenkontrollen die allgemeine Befolgung der Verdunkelungsbestimmun- gen zu überwachen, ober ba, wo es notwenbig ist, in entsprechenber Form sicherzustellen, um eben alle Sünbe auf biesem Gebiet zu verbannen.

Auf unsere Bitte an Den örtlichen Luftschutzleiter war uns am gestrigen Montagabend Gelegenheit gegeben, an den Kontrollgängen Der Polizeibeamten und ber Amtsträger bes Reichsluftschutzbunbes teil-- zunehmen, um selbst einen Einblick in bie Durch- : führung ber Derbunkelungsmaßnahmen zu gewin­nen Auf diesen Kontrollgängen wird Der Polizei- beamte stets von dem für die jeweiligen Straßen ' zuständigen fcmtsträger des Reichsluftschutzbunbes begleitet, so baß dem Repräsentanten Der Polizei­behörde immer Der örtlich genauestens unterrichtete Betreuer des Luftschutzes für Auskünfte ober bergt : zur Verfügung steht. Das Gesamtergebnis unserer = Beobachtungen können mir dahin zusammenfasfen, daß ber Stand der Verdunkelungun- s e r e r Str aßen gut ist. Nicht nur in den etra= ßenzügen selbst gewinnt man diese Ueberzeugung, jonbern sie wird noch verstärkt durch die Wahr-

Schiffenberg

Pjg ein Kulturdenkmal in Gefahr? - Und was ist zu tun?

Schon wieder zu spät zum Dienst!

Eine unangenehme Geschichte^bt> sonders dann, wenn immernur das Hühnerauge schuld war. Was macht man da? Elastocom mit den) Filzring drauflegen! Gleich kann man wieder laufen, und in einpaap Tagen ist das Hühnerauge weg»

wird. . .....

Wenn da z. B. im Teufelslustgärtchen em völlig unverdunkeltes Fenster im hellsten Licht erstrahlt Wieoeryerileuung uer y>iuu|ieuie, u« und auf wiederholtes Klingeln, Rufen und Kwpftn 9 sorgsame Hand eines Fach--

niemand sichtbar ober hörbar wirb so bars sich e'rforbern

biefer W°hnungsinhab-r nicht "Unbern wenn er Um nQ(f) Wieb-rh-rst-llung weiter- Zer- Heute von bem Amtströger bes R^ichsluftlchutz. wirksam verhinbern zu können, wirb es

dunbes gestellt unbpslchtgemas^> ber 9®'otmenbig sein, botz bann ber Echiss-nb-rg unter

melbet wirb; -bas birfe Enbe kommt bann nad). b ( bcren bebörblichen Schutz genommen wird. Glücklicherweise ist ein solcher Vorgang, ber von I Anregungen heute roiebergegebeit

unerhörter Verantwortungslosigkeit zeugt, ^tzt °ber ^nn^-er Irlich klar, baß man Der Frage nur noch eine unrühmliche Elnzelerscheinung. Eimge morgen noch nicht nähertreten kann, foni

leichtere Fehlerquellen ergaben dem baß man erst baL Enbe bes Krieges abmartert

Stellen in ber Jmienstabt ^obei bie de ehr^^^^^ ub auch bann^verden erst Derstänbigungen Aufklärung an. Ort unb Stelle gleich verstanbnis- v' bßn einzelnen Dienststellen notwendig sein,

volle Wirkung gehabt hat. Doraussekungen bafür zu schaffen, baß der

Wichtig ist «es vor allem auch, d^ur zuSchiffenberg als Kulturdenkmal in würdiger Gestalt daß keinerlei Licht aus einem an sich richtig ver- » H. L

dunkelten Raum durch offenstehende Türen hindurch erhalten wirb uno ________

in einen nicht verdunkelten Raum und von dort aus . ,

ins Freie gelangen kann, ein Fehler, ber gelegentlich jiCIOt^UftpUHC

immer noch gemacht wirb, ber aber genau lo die TeilUNQ V0N WohNUNgSN.

verberblich werben kann, wie bie unmittelbare Be- lur .

leuchtunq eines nicht verbunkelten Raumes. Auch auf NSG. Die bestehende Wohnungsnachfrage der

die Verdunkelung der Oberlichtfenster und der unter ben gegenwärtigen befonberen Verhaltnisien Lichter in Treppenhäusern ist nach wie vor größte durch Neubau nicht genügend abgeholfen werden Sorafalt zu legen, damit auch von hier aus jeder kann, hat die Schaffung neuer abgeschlossener AZoy- Lichtaustritt ins Freie verhütet wird. . nungen durch Teilung von größeren Wohnungen

Diese kleinenSchönheitsfehler" werden sich ja und durch Umbau sonstigerMaume zu abgeschlossenen nun wohl auch überall verlieren, so daß wir dann Wohnungenmotwendig gemacht. Der Reichsstatthalter im kleinen ebenso zufrieden sein können, wie im in j)at in einer !Bero^entll^^u^g

B. wiesen, daß für derartige Umbauten Reichszuschusse n B ---------- I von 50 v. H. der Gesamtkosten gezahlt werden. Der

Höchstbetrag ist 800 RM. für jede neuerstellte Woh­nung, sowie 600 RM. für jeden einzelnen An- und Ausbau. Darunter fallen auch zur Besserung der Wohnungsverhältnisse von Wald- und ßanbarbet* fern, sowie kinderreichen Familien (^amilie-n imt mindestens 3 Kindern in häuslicher Gemeinschaft) bie Schaffung neuer Wohnräume durch An- und Ausbauten. Anträge auf Gewährung von Reichs- Zuschüssen nehmen in ben ßanbaemeinben des ßan»

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lichen wieder zu beseitigen .. Oberen Bedingungen zu erfahren. Die An-

Es sei anerkannt, daß schon manches getan mor- DOr beginn der Arbeiten zu stellen. Es

den ist, um dem Verfall-entgegenzuurbeiten. Gm 9 ausbrütflid) barauf IiiHgemiefen, baß nachträg- neues Hozbach ruht auf bem G^"uer, gestellte Anträge keine Berücksichtigung finden

es sei verzeihend baxub« een Da6 man 9 1 Arbeiten erst nach Erteilung des

^MkZl-ch^N. HZ nod; zu tun B°rb°sch°id°s begonnen werden darf.

5 ,irfl Handharmonika-Konzerk.