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Die Frau im Kriegseinsah

Alte Heerstraße Vurch Belgien

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Die Ardennen in Belgien bilden die Westflanke der deutschen Mittelgebirge. An ihrem Nordrand zieht sich in westöstlicher Richtung eine Straße ent­lang, die seit den ältesten Zeiten den Völkern auf ihren Wanderungen den Weg wies. Mit dem Be­ginn des geschichtlichen Abschnittes wird sie in ihrem linksrheinischen Teil die Stätte, auf der sich~ die Heere der germanischen und romanischen Völker Mitteleuropas immer wieder begegnen und ihre Kämpfe zum Austrag bringen.

Die Straße beginnt in Köln am Rhein. Sie geht in ihrer ältesten Wegführung über Aachen nach Maastricht, überschreitet hier die Maas und hält sich dann genau an den Gebirgsrand, bis sie in das nordfranzösische Tiefland mündet und auf Paris zusteuert. Die Römer haben sie seit Caesars Zeiten ausgebaut. Noch heute ist ein Teil davon zwischen Maastricht und Bavai bei Mons gut zu erkennen. Die Wegführung von Maastricht über Lüttich das Maastal und später das Sambre- tal aufwärts in Richtung Paris ist erst Jahrhun­derte danach in Brauch gekommen, als die Tal­engen zwischen Lüttich und Namur erschlossen wor­den waren.

Der Vormarsch unserer Truppen vollzieht sich übrigens auch in diesem Nacheinander. Das liegt an dem Maße von Schwierigkeiten, welches beide Wege bieten. Hierbei darf bemerkt werden, daß die direkte Eisenbahn AachenLüttich über Verviers den schwierigsten Weg darstellt, was die zahlreichen Viadukte und sonstigen Kunstbauten auf dieser Strecke beweisen. Er wurde aber vor ziemlich hun- der Jahren gewählt wegen der Kürze des Weges und weil er die holländische Zollgrenze vermied. Bei der Anlage der Römerstraße gab es solche Rücksichten noch nicht. Caesar wie seinen Nachfolgern mußte daran liegen, die zu Aufständen neigende Provinz Niedergermanien durch gute, von Sperr­möglichkeiten freie Straßen zu sichern. Dazu eignete sich am besten die älteste Linienführung, für die sich nur die eine Schwierigkeit beim Maasübergang ergab.

Unsere Truppen haben übrigens am 10. Mai den Sinn des Wortes Maastricht wieder wahr ge­macht. Die Römer nannten die AnlageTrajectum ad Mosam", d. h. Uebergang über die Maas. Den

Wie in vielen anderen Städten Italiens kam es auch in Mailand in den letzten Tagen zu großen Kund­gebungen, die sich gegen die seeräuberischen Methoden Englands richteten. Unser Bild zeigt einen Demon­strationszug in den Straßen Mailands, bei dem Hakenkreuzfahnen neben der italienischen Trikolore mitgeführt wurden. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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truppen beklagte, so konnte er bestraft oder gar ausgewiesen werden. Als der leitende Arzt eines großen Krankenhauses bei dem Ortskommandan­ten vorstellig wurde wegen nächtlicher Schießereien hinter dem Krankenhaus, wurde ihm sofort der Ausweisungsbefehl übergeben, weil er durch seine leeren Reden" die Sicherheit der Besatzungsarmee bedrohe. In sechs Stunden mußte er jenseits der Besatzungsgrenze sein, Frau und Kinder und Möbel zurücklassen und seine Wohnung einem hohen Ofsizer dersiegreichen Armee" auf eigene Kosten neu Herrichten lassen.

Englandfeindliche Kundgebung in Mailand.

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Frau auf sich nimmt. Als ein Denkmal der kame­radschaftlichen Selbsthilfe der Frauen untereinander bezeichnet die Reichsfrauenführerin den Einsatz der Frauen der Partei im Hilfsdienst. Ein kleine­rer Gau in Mitteldeutschland hat im Namen aller Gaue zum Muttertag seine Ergebnisse des Frauen­einsatzes bis zum 1. April gemeldet: In der Sol­datenbetreuung über 528 000 warme Essens­portionen, fast 4000 Tagewerke Kartoffelschälen, 2,8 Millionen gewaschene Kleidungsstücke, 324 000 ausgebesserte Wäschestücke, rund 90 000 Paar ge­strickte Strümpfe; in der Nachbarschafts­hilfe über 16 000 Krankenbesuche, 6100 Besuche bei Wöchnerinnen, über 15 000 Tagewerke Arbeits­hilfe bei Kranken und Ueberlasteten, über 34 000 Tagewerke in der Erntearbeit, rund 8000 Tage­werke Hilfeleistung in Geschäften, rund 14 000 Tagewerke in Bezugsscheinstellen, bei Lebensmittel­ausgabestellen und bei Behörden.

Damit erschöpft sich aber längst nicht bie Viel­falt der Leistungen abseits der Wertarbeit. Die Reichsfrauenführerin erinnert an die gewaltigen Aktionen der Frauen bei der Betreuung der Rückgeführten und der O ft deutschen, an die Arbeitsleistung in 8000 N ä h st u b e n, 425 Mütterschulen, 3000 Beratungsstellen für die Hauswirtschaft, 500 Kindergruppen- heimenund schließlich an die 150 000 vermittelten Briefanschriften für Feldpost Vermittlung. So schmucklos diese Ziffern sind, sie lehren das Werk und den Kriegsanteil der deutschen Frauen und Mütter achten. Die Frau im Betrieb und die Frau im sozialen Hilfsdienst sind wahre Kamera­dinnen des Schicksalskampfes der Nation, dem Hel­dentum der Frontsoldaten würdig und Vorbild aller derer, die noch Zeit und Kraft haben, auch zuzupacken.

Der Umgang mit Kriegsgefangenen.

Der Reichsminister des Innern hat im Einver­nehmen mit dem Chef des OKW. eine Verordnung über den Umgang mit Kriegsgefangenen erlassen. Sie bestimmt:Sofern nicht ein Umgang iTiit Kriegsgefangenen durch die Ausübung einer Dienst­oder Berufspflicht oder durch ein Arbeitsverhältnis der Kriegsgefangenen zwangsläufig be­dingt ist, ist jedermann jeglicher Umgang mit Kriegsgefangenen und jede Beziehung zu ihnen untersagt. Soweit hiernach ein Umgang mit Kriegsgefangenen zulässig ist, ist er auf das notwendigste Maß zu beschränken."

Kleine politische Nachrichten.

Die b e l g i s ch e R e g i e r u n g ist, wieMessag. gero" berichtet, am Sonntag von Ostende nach St. Adresse (Le Havre) geflüchtet.

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Mit dem nordamerikanischen DampferWashing­ton" haben tausend Bürger der Deretntg. ten Staaten von Nordamerika aus Frankreich, Belgien, Holland und dem Balkan auf Einladung ihrer Konsularbehörden von Genua aus d i e Heimreise angetreten.

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Im Mittelmeer werden jetzt von englischer Seite alle nur möglichen Vorkehrungsmaßnahmen getrof- en In Malta hat man ein freiwilliges Polizei­korps aufgestellt zur Bekämpfung feindlicher Fall- chirmtruppen. Palästina, dessen gesamte Küste am letzten Wochenende eine Verdunkelungs- und Luftschutzübung erlebte, soll weiter verdunkelt blei­ben. Haifa soll ständig verdunkelt bleiben.

Nach einer Meldung des italienischen Rundfunks sind zwei englische K r i e g s s ch i f f e m die erritorialen Gewässer von Tanger eingelaufen. Die Zivilbevölkerung der Stadt hat bereits zu räumen begonnnen, indem sie sich entweder nach Spanisch- oder Französisch-Marokko wendet.

Am Sonntag wurden im größten Teil der Dorf­gemeinden Kroatiens die (Semei n d e w a h . len durchgeführt. Die Beteiligung war sehr groß, da die Kroattsche Bauernpartei an alle ihre An­hänger den Befehl erlassen hatte, an den Wahlen teilzunehmen. In den meisten Gemeinden hat die Kroatische Bauernpartei mit großer Mehrheit ge­siegt. *

In Tokio traf eine japanisch-chinesische Mission aus 22 Mitgliedern ein, darunter der Außen-, Innen- und Propagandaminister sowie der Präsident der Verfassungsabteilung der neuen Re- gierung in Nanking. In Kobe hatten, sich 20 000 Mitglieder verschiedener Verbände sowie Vertreter der japanischen Regierung zur Begrüßung ein^e- funden. Der Führer der Mission erklärte, daß durch endgültigen Frieden der Aufbau Chinas gesichert werden müsse, so daß ein künftiger Krieg zwischen Japan und China unmöglich würde.

Reichsbauernführer Darr 6, der anläßlich der Eröffnung der landwirtschaftlichen Ausstellung in Prag weilte, stattete dem Reichsprotektor in Böh­men und Mähren, Freiherrn von Neurath, einen Besuch ab und hatte mit ihm eine Unter­redung über Fragen seines Arbeitsgebietes.

Hauprfchttftleiter: Dr. Friedrich Wilherm Lange. Stellvertreter des Hauptfchristleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Büder: Dr. Fr.W. Lange: für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.

Druck und Verlag: Brühlsche Untversitätsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenlerter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.6.

Arn vergangenen Sonntag ehrte das deutsche Volk seine Mütter. Aus Anlaß dieses ersten Kriegsmut­tertages würdigt die Reichsfrauenführerin, Frau Sch o ltz-Klink, in derInneren Front" der NSK. Haltung und Leistung der deutschen Frau in der Kriegswirtschaft und in der so­zialen Hilfsarbeit. Das nationalsozialistische Deutschland hat keine Frauenregimenter geschaffen, die Partei hat dafür aber dem Reich d i e Frau mitdemwehrhaften Herzen gegeben. Wir haben keine Frauenbataillone, aber wir besitzen oviel echte Soldatenfrauen, wie wir Sol­daten ins Feld führen können.

Die Monate seit Kriegsausbruch haben den Ein- atzgeist unserer Frau bewiesen. Als ein Zeugnis von dem Geist unseres Volkes von Soldatenmüttern zittert die Reichsfrauenführerin den Brief eines oberschlesischen Bergmanns und seiner Frau an die Reichsfrauenführung:Wir haben sieben Kinder gehabt. Unsere ältester Junge ist jetzt in Polen ge- allen, und es fehlt uns einer. Bitte schicken Sie i n 5 einen Soldaten, den wir an Stelle un- eres Jungen aufnehmen können, damit die sieben Dieber beisammen sind." Dieser Brief ist eine größere Ehrung des Herzens der Heimat, als Zah­len und Worte es vermögen. Ein Funke von diesem Geist lebt in all den Hunderttausenden von Müt­tern, die heute doppelte Pflichten erfüllen: den Kindern eine Mutter zu sein und dem Volke eine treue Arbeiterin irgendwo in der Industrie. Es kommt heute allein darauf an, so sagt die Reichsfrauenführerin, daß jede Frau auf einem Platz steht, der, wenn sie ihn nicht ausfüllt, eine Lücke darstellt in unserer Verteidigungsstellung.

Dem bereiten Arbeitseinsatz der Frauen entspricht andererseits die soziale Fürsorge, B e - treuungund Pflege, die desto stärker in Er­scheinung tritt, je mehr Pflichten die werktätige

Charakter eines solchen Maasüberganges oder Maastrajektes hat die Stadt des öfteren empfinden müssen. In der Völkerwanderung besonders beim Eindringen des Stammes der Franken vom Rhein her in das heutige Belgien. Sie erlangte damals große Bedeutung, weil das Herrschergeschlecht der Karolinger sich zwischen Maastricht und Lütttch festfetzte. He-ute ist der Stammsitz Herstal bei­nahe ein Vorort von Lüttich. Die Christianisierung Belgiens ging von Tongern und Maastricht aus, die nacheinander Bischofssitz waren, bis dieser 721 nach Lütttch verlegt wurde. Die Karolinger und die ihnen folgenden machtvollen deutschen Kaiser haben dafür gesorgt, daß der Maasübergang nur für friedliche Zwecke benutzt wurde.

Das änderte sich, als feit dem Beginn des 17. Jahrhunderts Frankreich feine Eroberungspolitik zum Rhein hin aufnahm. Die alte Heerstraße trat wieder in ihrem ursprünglichen Sinne in Geltung. Schon vorher hatten spanische Truppen während der holländischen Freiheitsllämpfe sie mehrfach be­nutzt. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde Maas­tricht allein von den Franzosen je zweimal ein­genommen. Wieviel Blut ist aber auf der Heerstraße westlich davon geflossen. Immer wieder trafen sich deutsche und französische Heere in der Schlachten­ebene von Brabant, so während der Raubkriege Ludwigs XIV. und des spanischen Erbfolgekrieges und nicht zuletzt während des österreichischen Erb­folgekrieges. Ein neuer Abschnitt beginnt mit dem Zeitalter der großen französischen Revolution und Napoleons. Es findet feinen Abschluß mit dem ruhmvollen Siege bei Belle Alliance am 18. Juni 1815.

Dann herrscht wieder ein Jahrhundert Ruhe. Bis im Weltkrieg und in der gegenwärtigen Entschei­dungsschlacht beide Wegführungen der Heerstraße wieder in den Kriegsstrudel gerissen werden. Beide­mal mußte das Reich zu seiner Verteidigung den Angriff wählen. Daß es seinem Wesen nach den Frieden liebte, fjat das ganze Mittelalter bewiesen und die Zeit nachher, wo stets Frankreich, ohne auch nur im geringsten bedroht zu fein, den Angrif begonnen hat.

Befriedigende Eiererzeugnisse.

Berlin, 20. Mai. (DNB.) Die deutsche Eier­erzeugung entwickelt sich trotz der durch den Krieg bedingten Schwierigkeiten sehr befriedigend. Es konnten deshalb in diesen Wochen verhältnismäßig viel Eier an die Verbraucher verteilt wer­den. Zahlreiche Verbraucher haben dabei wesentlich mehr Eier erhalten, als sie in Friedenszeiten nor­malerweise zu kaufen pflegten. Trotzdem ist es mög­lich, wie in den Vorjahren sehr beträchtliche Men­gen an Eiern zur Einlagerung in die Kühlhäuser zu bringen. Ende des Sommers werden in der Hand des Reiches mit Sicherheit größere Vorräte an Eiern fein, als dies jemals in den letzten Jahren der Fall war. Eine geregelte Versorgung mit Eiern kann also bereits jetzt auch für den kommenden Winter 1940/41 als gesichert betrachtet werden.

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saßen wir auf diesem Wege unseren innigen Dank. Insbesondere den Schulkameraden, dem BDM., Gruppe 7/116 Großen-Linden, sowie Herrn Pfarrer Wahl für die trostreichen Worte am Grabe und allen, die ihr das letzte Geleit gaben.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Heinrich Magnus und Angehörige.

Lang-Göns, den 21. Mai 1940.

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Bekanntmachung.

Die Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten erfolgt ab Donnerstag, den 23. Mai 1940 bis einschließlich Dienstag, den 28. Mai 1940 (ausgenommen Sonntag, den 26. Mai 1940) in der Zeit von 813 und 15 bis 18 Uhr (Samstags von 813 Uhr).

Die Ausgabe erfolgt nach der am 23. April 1940 er­folgten Stratzeneinteilung (siehe Bekanntmachung in Gießener Anzeiger und Oberhessischen Tageszeitung vom 24. April 1940). Diese Einteilung und die Ab» holungstermine müssen genau eingehalten werden. Vorzulegen sind die Lebensmittel-Personalausweise.

Die Bestellscheine müssen unmittelbar nach Emp­fang der Karten an die Geschäfte abgegeben werden.

Verlorene oder abhanden gekommene Karten werden nicht ersetzt. Bezugscheine für Spinnstoff- und Schuhwaren können während der Ausgabetage nicht ausgestellt werden.

Die Ausgabe der Zusatzkarten für Schwer- und Schwerstarbeiter erfolgt vom 28. bis 30. Mai 1940.

Die ungültig werdenden Lebensmittelkarten (Stammabschnitte und nicht aufgerufene Karten­abschnitte) dürfen nicht vernichtet werden. Sie sind bis zur Einsammlung aufzubewahren.

Gießen, den 21. Mai 1940.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen.

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Stadttheater Gießen

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Frankfurt a. M.

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