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Schwere Lleberschwemmungskaiastrophe in Katalonien.

Hunderte von Häusern von den Kluten fortgeriffen. ErdrutsHe und Hauseinstürze. - Zahlreiche Todesopfer.

Finanzspekulanten, die in der Verfilmung von Poli­tik und Geschäft den besten Nährboden für chre Händel sahen und dabei den britischen Drahtziehern ins Garn gingen, solche Machenschaften, die das Land zum Ausbeutungsobjekt fremder Geldmächte degradierten und es zum Spielball westlicher Poli­tiker machten, find unvereinbar mit dem Wesen des neuen rumänischen Staates, dessen Rückgrat die national-legionäre Bewegung Codreanus ist, die Sauberkeit und Pflichttreue zu Pfeilern einer neuen Lebensordnung machen will und aus einer neuen Gesinnung die Geburt einer neuen Führerschicht in einer wieder gesundeten Gesellschaft erwartet.

Das Problem dieser inneren Reform, die mit dem außenpolitischen Kurswechsel so eng verflochten ist, ergibt sich zu einem wesentlichen Teil aus der Ein- stslrung zum Bauerntum. Das verflossene Re­gime hat allzu oft außer acht gelassen, daß Rumä­nien ein Bauernland ist, wenn auch das Erdöl eine so große Rolle in seiner nationalen Wirtschaft be­deutet. Mais, Weizen und Gerste sind die wichtig­sten landwirtschaftlichen Erzeugnisse, im Rumänien vor den Gebietsabtretungen dieses Jahres waren 82 o. $). des gesamten Ackerlandes mit Getreide be­standen, wobei sich der einseitige Anbau von Mais und Weizen in weiten Strichen des Landes in schlechten Erntejahren katastrophal auswirkt. Die Ernteerträge schwanken außerordentlich und liegen weit niedriger als die in Deutschland erzielten, was vor allem auf mangelhafte Bodenbearbeitung in- folge Fehlens moderner landwirtschaftlicher Maschi- nen und ausgesuchten Saatguts zurückzuführen ist. Reisende berichteten, daß man vielfach heute noch Steinwalzen, Dreschflegel und primitive Holzpflüge als Handwerkszeug des rumänischen Bauern an­treffen könne. Die starke Abhängigkeit von den internationalen Getreidepreisen verhinderte die Be­reitstellung ausreichenden Kapitals für eine inten­sive Bodenkultur. Das Wirtschaftsabkommen mit Deutschland begünstigte eine Verlagerung des An­baues von Getreide auf Futtermittel. Oelfaaten und Faserpflanzen, für die ein stetiger Absatz gesichert ift. Aber die Schwierigkeit ist die Kavitalbeschafiunq für den kleinen Grundbesitzer. Der Staatschef selbst hat darauf hingewiesen, daß die rumänische Agrar­reform, die den Großgrundbesitz zum größten Teil zerschlug, nur eine politische, aber keine wirtschaft­liche Reform war, weil sie dem von ihr geschaffe­nen kleinen Grundbesitzer keine Mittel zur Ver­fügung stellte zur Beschaffung ausreichenden und brauchbaren Inventars. Der Fundamentalfehler war, so erklärte General Antonescu, daß die ru­mänische Nationalbank ihre Aufgabe als Kredit­institut eines Bauernstaates durch ihre Kredit­politik Industrie und Handel vor der Landwirtschaft begünstigte. Hierin soll nun ein grundsätzlicher Wan­del eintreten. Die enge Zusammenarbeit mit Deutsch­land auch auf wirtschaftlichem Gebiet, die den ru­mänischen Agrarprodukten den großen kontinentalen Markt erschließt wir denken nur an die Beliefe­rung der dänischen Viehzucht mit Futtermitteln, die sie bisher aus England oder Uebersee bezog wird dazu beitragen, dem rumänischen Bauerntum jene sicheren wirtschaftlichen Grundlagen zu geben, die es braucht, um beim Neubau des rumänischen Staates die Aufgaben zu erfüllen, die ihm zukommen als dem Stand, der dem neuen Rumänien das Ge- sicht gibt.

Nicht minder groß sind die Umstellungen, deren es bedarf, um die industrielle Erzeugung wieder in den Dienst der Nation zu stellen. Rumänien ist reich an Bodenschätzen. Die größte Rolle unter ihnen spielt das Erdöl. Mit fast 3 v. H. der Welterzeugung steht Rumänien an sechster Stelle, aber in den letzten Jahren ist die rumänische Erdölförderung ständig gesunken, 1936 betrug sie noch 8,7 Millionen Tonnen, 1939 nur noch 6,25 Millionen Tonnen. Es ist nicht nur technische Rückständigkeit, die hierfür verant­wortlich zu machen ist, sondern es waren vorwiegend wirtschaftspolitische Manipulationen der unter aus­ländischem Einfluß stehenden Erdölgesellschaften, die auf diese Weise auf die rumänische Regierung einen Druck ausguüben suchten, denn da 20 v. H. der Staatseinnahmen aus Konzessionsgebühren, Steu­ern, Zöllen und Hafengeldern der Erdölindustrie herrühren, war das Schwanken der Erdölerzeuaung für den rumänischen Staat ein äußerst empfind­licher Punkt. Rumänien selbst war nur mit 26 v. H. am Kapital der Erdölgesellschaften beteiligt, während 26 v. H. in Händen britischer und holländischer Ka­pitalgruppen waren, 35 o. H. auf französisch-bel­gische Beteiligungen entfielen und 13 v. H. in ame­rikanischen Händen waren. Seit Deutschland in seinem Wirtschaftsabkommen mit Rumänien auch für die rationellere Ausbeute der rumänischen Erdöl­felder Interesse zeigte, hat die britisch-französische Plutokratie durch ein ganzes Netz von Agenten alle Minen springen lassen, um zu verhindern, daß Deutschland in größerem Ausmaß rumänisches Erdöl erhielte. Da es nicht nur bei finanzpolitischen Transaktionen blieb, die dazu bestimmt waren, die Erdölförderung weiter zu senken und die Ausfuhr nach Deutschland zu stören, sondern auch zu regel­rechter Sabotage britischer Agenten durch Brand­stiftung und Betriebsstörungen kam, schritt schließlich die rumänische Regierung zur Selbsthilfe. Sie stellte das ganze Erdölgebiet unter Kriegsgesetz, setzte einen Staatskommissar für die gesamte Erdölindustrie ein und griff schließlich zur Ausweisung zahlreicher bri- ti'cher und französischer Agenten, die sich, als In­genieure getarnt, in die Betriebe eingeschlichen hatten, um ungestört ihr perfides Handwerk zu treiben. Nun wird auch diesem ganzen Spuk, der charakteristisch war für den Mißbrauch der Wirt­schaft durch die Politik der westlichen Plutokrcttien, radikal ein Ende gemacht werden. Rumäniens Boden­schätze, zu denen neben dem Erdöl auch noch wert­volles und bisher noch wenig erschlossenes Erdgas, Stein- und Braunkohle, Eisenerze, Bauxit, Graphit und Steinsalz zählen, werden in Zukunft allein der Wohlfahrt des rumänischen Volkes zugute kommen und durch ihre intensive Ausbeute, unabhängig von den Zufälligkeiten internationaler plutokratischer Methoden zur Hebung des Lebensstandards der rumänischen Nation beitragen. Auch dazu wird Deutschland, wie es in dem schon erwähnten Wirt­schaftsabkommen angebahnt war, seine helfende Hand leihen.

Rumänien hat die Sünden der Vergangenheit teuer bezahlen müssen. Aber das rumänische Volk scheint aus den Fehlern einer nach dem Westen schielenden Politikerkaste gelernt zu haben, die, von den nach verlorenem Kriege allzu mühelos errun. penen Erfolgen berauscht, m törichter Großmanns- fudjt die Kraft des eigenen Landes überschätzt und sich schon wie einst Herr Titulescu in. Genf als 2RittIer zwischen den Großmächten gesehen hatten. Aus diesen Träumen hat es ein böses Erwachen gegeben. Als im vergangenen Herbst der polnische Verbündete unter den Schlägen der deutschen Was- fen zusammenbrach und die Warschauer Kata- strophenpolitiker mit kläglichen Resten der zertrüm- werten polnischen Armee ihr Heil in der Flucht über die rumänische Grenze suchten, klopfte der Krieg zum ersten Mal an die Tore Rumäniens.

Barcelona, 19. Oft (DRB. Funkfpruch.) Ueberschwemmungeu In Katalonien infolge wolken­bruchartiger Regenfälle nehmen die Ausmaße einer Katastrophe an. 3n der Gegend von Bich haben die Wasser des Ter-Flusses, die in wenigen Stunden um vier Meter anschwollen, furchtbare Verwüstungen angerichtet. Innerhalb von 20 Minuten wurden in der Ortschaft Toroella von den Wogen 200 Häuser fortgeriffen, deren Bewohner sich zum größten Teil nicht mehr in Sicherheit bringen k nuten. 80 Personen werden bisher vermißt. 26 Leichen konnten geborgen werden. An anderen Stellen des Unwettergebietes wurden 12 Leichen auf dem Wasser treibend gesichtet.

3n einem anderen Städtchen sind 20 Häuser ein­gestürzt. wobei drei Personen ums Leben kamen. Unter den eingestürzten Häusern befinden sich auch die Gebäude einer bedeutenden Textilfabrik. Line Lisenbahndrücke in Toroella, die über den Ter- Fluh führt, stürzte in dem Augenblick ein, als ein Personenzug in langsamer Fahrt über sie hinweg­fuhr. Mehrere Wagen mit der Lokomotive st ü r z - len in die Fluten. Zwei Passagiere ertranken. Die Zahl der verletzten ist bisher noch nicht be­kannt.

Berlin, 18.0kl. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vor­schlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritter­kreuz zum Eisernen Kreuz verliehen an General­leutnant Llöhner, Oberst von Bismarck, Oberst Hohbach, Major K r a t s ch, Hauptmann Schulz und Oberleutnant D a u m ü l l e r.

Generalleutnant C l ö ß n e r hat zwischen dem 5. und 10. Juni durch die meisterhafte Führung seiner Infanterie-Division unter vorbildlichem per­sönlichen Einsatz entscheidend zu dem Durchbruchs- erfolg des Korps und der anschließenden Verfolgung am Aisnekanal und an der Marne beigetragen. Beim Angriff über die Marne hat feine Division als Schrittmacher für die benachbarten jungen Divisio­nen gegen einen Feind, der sich verzweifelt wehrte, eine ungewöhnliche Leistung vollbracht. Oberst von Bismarck erzwang mit seinem Schützen­regiment den Maßübergang bei Leffe nach hartem Kampf mit französischen Paknestern, Bunkern und Besatzungen, stieß westlich der Maß bei Onhaye vor und erstürmte diesen Ort. Lediglich dem persönlichen Einsatz des Regimentskommandeurs war es zuzu­schreiben, daß die von den Kämpfen der Vortage bereits stark ermüdete Truppe zu diesen Erfolgen fortgerissen wurde. Auch weiter hat Oberst von Bis­marck durch die Umsicht seiner Führung kritische Lagen überwunden und seinem Regiment zu einer Reihe von Erfolgen verhalfen.

Oberst Hoßbach stürmte als Kommandeur eines Infanterieregiments mit einer Vorausabteilung den vom Feind besetzten Ostrand des Ppernfanales und ermöglichte so der Division, von hier aus den planmäßigen Angriff fortzusetzen. An der Kanal­küste griff er bei Dieppe in Begleitung eines Ordonnanzoffiziers, einer Gelechtsordonnanz und eines Spähtrupps mit einem LMG. die am Strande

Man war in Bukarest durch die britische Garantie in eine verzwickte Lage geraten, die flüchtenden Polen machten sie nicht leichter, aber durch vor­rätiges Lavieren entging man dem Aeußersten. Wie wenig freilich die britische Garantie für das Land auch nur den geringften praktischen Wert besaß, sah Rumänien Dann, als die Sowjetunion daran ging, die zwei Jahrzehnte hindurch ver- chleppte bessarabische Frage zu bereinigen. Aber ber Krieg wurde auch diesmal vermieden, wenn auch nur durch stillschweigende Unterwerfung unter die russischen Revisionsforderungen. Und er konnte ein drittes Mal vermieden werden, als Ungarns Re­visionsansprüche durch den Wiener Schiedsspruch der Achsenmächte und Bulgariens Wunsch nach Rückgliederung der Süddobrudscha durch gülliche Uebereinfunft ihre Erledigung fanden. Rumänien ist aus dieser Revidierung kurzlebiger Konjunktur­gewinne zwar an Umfang beträchtlich verkleinert hervorgegangen, aber es ist in seinem heutigen Be­sitzstand ein völkisch homogener Nationalstaat, der außer der starken deutschen Volksgruppe keine nen­nenswerten Minderheiten mehr in feinen Grenzen beherbergt, obwohl es noch einen Teil feines Land- zuwachfes aus dem Weltkrieg für sich hat behaup­ten können. Die deutsche Volksgruppe, von der wir sprachen, ist kein sprengendes Element im rumä­nischen Volkskörper, sondern Bindeglied zum großen Deutschen Reich, das mit der in Wien verheißenen Garantie das neue Rumänien in feinen starken Schutz genommen hat.

Wie sehr man dies auch in Rumänien als eine Anknüpfung an beste außenpolitische Tradition des Landes empfindet, geht aus dem herzlichen Will­komm hervor, der der deutschen Militarmission bei ihrer Ankunft in Bukarest zuteil wurde, aber auch n rumänischen Provinzstädten, wo vereinzelt deut- che Lehrformationen ihren Standort erhalten haben, sind sie mit einer Begeisterung empfangen worden, die dafür spricht, daß das rumänische Volk mit innigem Dank die glückliche Wendung seines Schicksals empfindet, die zu den Verheißungen des innerpolitischen Umbruchs ihm nun auch die Ge- währ gibt, daß es in Frieden die Früchte feiner Arbeit genießen kann. Denn unter der Anleitung friegscrprobter deutscher Instruktoren wird auch aus dem rumänischen Heer, das trotz hoher Aus­gaben für die Rüstung uneinheitlich und mangel­haft bewaffnet, sowie schlecht ausgebildet war, wie­der eine schlagkräftige Wehrmacht werden, der ruhmvollen Taten würdig, die einst rumänische Truppen unter ihrem ersten Fürsten Carol von Hohenzollern im russisch-türkischen Krieg vor Plew- na 1877 vollbracht haben. Sechs Jahre später hatte Carol den politischen Anschluß an die Mittelmächte vollzogen und noch 1913 das Bündnis erneuert, in dessen Schutz Rumänien zu einer unabhängigen, ge­achteten Macht geworden war. Erst der britische Ein-

3nfolge der heftigen noch anhaltenden Regen­güsse ereignete sich auf der Eisenbahn st recke von Gerona zur französischen Grenze, in der Rähe der Bahnstation E a mo lle ra ein großer Erdrutsch, wobei die Lokomotive und der Gepäckwagen eines Personenzuges von den Erdmassen verschüttet wurden. Die Zahl der Opfer ist bisher noch nicht bekannt. 3nfolge des weiteren Ansteigens des Ter-Fluffes muhten die Beowhner der Stadt Gerona am Freitagabend alarmiert werden, um von den Wasfermaffen be­drohte Häuser zu räumen.

3n den Abendstunden des Freitag ging auch über Barcelona ein heftiges Unwetter mit wol­kenbruchartigem Regen nieder, fodaß in kurzer Zeit in den tiefer liegenden Stadtteilen die Straßen und Keller unter Waf fer standen. Feuerwehr und freiwillige Hilfstrupps der Falange leisteten über­all Hilfe beim Leerpumpen der Keller und Woh­nungen. Die angerichteten Materialschäden sind be­deutend, doch find rNneschenleben nicht zu beklagen.

Der spanische Staalsches General Franco hat Hilfsmaßnahmen angeordnet und zur Linderung der ersten Rot der betroffenen Bevölkerung, 100 000 Peseten bereilgeskellt.

Zur Einschiffung versammelten feindlichen Truppen an und nahm 4200 Engländer und Franzosen ge­fangen. An der Loire drang Oberst Hoßbach mit zwei Schützenkompanien in Chateau ©entier ein und verhinderte im letzten Augenblick die bereits r irbereitete Sprengung der großen Mayenne-Brücke Major Kratsch befreite als Kommandeur einer Artillerieabteilung mit zwei Stoßtrupps eine ab- gefdjnittene und vom Feinde hart bedrängte Bat­terie. Er erledigte hierbei MG.-Nester mit 'Pistolen­schüssen und kämpfte feindliche Stellungen nieder. Mit wenigen Monn machte er 350 Gefangene, darunter einen Oberst und 30 Offiziere, und er­beutete 20 schwere Maschinengewehre und 1 Pak. Hauptmann Schulz eilte als Kompaniechef in einem Panzerregiment bei Sommiere einem von feindlichen Panzern im Rücken angegriffenen Schüt­zenregiment zu Hilfe und warf den Gegner zurück. Auch bei Philippeville brachte er mehrere franzö­sische Panzerkampfwagen zur Uebergabe. Bei Hersin warf er einen Angriff feindlicher Panzerwagen, die bereits in die Stellung unserer Schützen eingedrun- qen waren, zurück, vernichtete drei Tanks und schlug den Rest in die Flucht. Bei Hescamps gelang es ihm, 300 französische Soldaten gefangen zu nehmen, eine feindliche Artillerieabteilung und ein Pionier­bataillon zu überrennen, beim' Nachschubstab eine Kriegskasse und 10 feindliche Panzerwagen und 100 Lastkraftwagen zu erbeuten. Oberleutnant Dau- wüller leitete als Kompaniechef in einem Ge- birgsjägerregiment den Angriff auf den stark be­festigten Ort Bechancourt. Nach fast vierstündigem erbitterten Häuserkamps, an dem Oberleutnant Dau- wüller mit Handgranate und Maschinenpistole teil­nahm, wurde der Ort genommen und damit die feindliche Flankierung, die bisher den Uebergang über den Aisnekanal verhindert hatte, ausgeschältet.

fluß am Hofe seines Nachfolgers und die Begehrlichkeit der mächtigen liberalen Partei unter Mannern wie Bratianu, Jonescu und Averescu führten Rumä­nien an der Seite der Westmächte in den Weltkrieg unb mit dieser Abkehr von der naturgegebenen Ver­bindung mit Mitteleuropa auf den verhängnisvol­len Irrweg über die ungesunde Aufblähung zu dem Großrumänien der Pariser Vorortdiktate in zwei Jahrzehnte eines falschen äußeren Glanzes und in­nerer Unruhe, die nun mit der Wiederh->rst->llunq einer den politischen und wirtschaftlichen Realitäten entsprechenden Ordnung ihr Ende gefunden haben. Damit sind auch von außen her alle Bedingungen gegeben für eine neue glückliche Epoche in der Entwicklung des rumänischen Volkes und für die Erfüllung der politischen und wirtschaflichen Auf­gaben, die ihm im fontinentaleuropäischen Raum Zufallen. Dr. Fr. W. Lange.

Was England

in Rumänien verliert.

Wie die italienischen Blätter aus London melden, stellt die englische Presse wehmütige Betrachtungen über Englands Verluste in Rumänien an. Der Daily Expreß" klagt, Großbritannien verliere K a - Pilotanlagen im Werte von etwa fünf Millionen Pfund, außerdem Anleihen, die einmal zwanzig Millionen Dfund wert gewesen seien, und darüber hinaus nocheiniges O e l" Noch im ersten Halbjahr 1940 führte England über 52Q 000 Tonnen Erdöl aus Rumänien ein. Deutsch­land mit dem Protektorat im gleichen Zeitraum nur rund 350 000 Tonnen. Jetzt hören die Ausfuh­ren für England auf. Auch die hier investierten englischen Kapitalien müssen abgeschrieben wer­den. Vor allem wurden die Raffinerien vom briti« schen Kapital beherrscht; so gingen 61 v. H. des ge­förderten Erdöls durch englische Raffinerien.

Insgesamt hat England den Rumänen acht An­leihen gewährt, die auf 24,55 Millionen Pfund lauten. Von den ihm im vergangenen Jahre mit dem englischen Garantieversprechen erteilten Kredit hat Rumänien allerdings nur eine Million Pfund in Anspruch genommen. Aber aus den früheren Ru° mänen-Anleihen haben die Briten riesige Gewinne zu ziehen verstanden Schon von der ersten Staats­anleihe, die England Rumänien im Jahre 1864 ge« wahrte, und die auf 916 000 Pfund lautete, kamen 200 000 Pfund in rumänische Hände, den Rest be­hielten die englischen Bankiers alsRisikoprämie" und Spesen für sich. Zinsen von 7,5 o. H. bei Aus­gabekursen von 80 v. H. waren bis in die letzte Zeit die Regel In der rumänischen Schwerindu­strie standen vor allem die Reschitzaer Eisenwerke, die Vereinigten Metallhüttenwerke und die Melara Lokomotiv- und Röhrenwerke unter britischem Ein-

Aktivität zur See.

Während die Vergeltungsangriffe unserer Luft­waffe in den letzten Wochen im Vordergrund des Interesses standen, ist die deutsche Kriegsmarine durchaus nicht untätig gewesen. Sie hat ein Ge­biet von der Biskaya bis in das nördliche Polar­meer zu schützen. Ihre Artillerie hat alle wichtigen Punkte besetzt und hütet Europas Festungsküste. Zerstörer und U-Boote sind ständig am Feind, un­sere wendigen Schnellboote, die zur See das sind, was die Jagdflugzeuge für unsere schweren Bom­benmaschinen bedeuten, durchpflügen die Meere, und alle diese Waffen unserer Kriegsmarine sind nicht nur für die Verteidigung da. sondern tragen in küh­nen Vorstößen das Verderben in die Reihen der Flottenverbände des Gegners.

Als der Handelskrieg der deutschen U-Boote in den letzten Wochen Erfolge errang, wie niemals vorher, schrie die englische Presse Zetermordio. Alle britischen Verheißungen, das U-Boot werde bald keine Gefahr mehr für die britische Handelsschiff­fahrt sein, zerrannen wie Churchills Schwindeleien in Nichts. Fast täglich bringt der OKW -Bericht Ziffern über erfolgreiche U-Bootfahrten Am 17. Oktober meldet er die Versenkung von 21000 Tonnen feindlichen Schiffsraumes, am 18. Oktober von 42 000 Tonnen durch Kapitänleutnant Bleich­rodt, und zugleich den Untergang von zwei Han­delsdampfern und zwei Tankern mit zusammen 33 000 Tonnen, die durch einen kühnen Vorstoß un­serer Schnellboote vernichtet wurden Und dazu der Kampf unserer Zerstörer an Englands Westküste, am Bristolkanal! Dort liegen die großen enaüfcben Häfen Cardiff. Swansea, Pembroke usw. Niemals während des Weltkrieges konnten sich hier öeutfcbe Ueberwasser-Streitkräfte sehen lassen Der totale Sieg über Frankreich nach der Besetzung Nor­wegens hat die seestrateaiscbe Lage völlig verwan­delt und unseren Kriegsschiffen den freien Zugang <)um Atlantik, damit auch zur operativen Bewevung im Rücken des Feindes eröffnet. Unsere Zerstörer gingen an einen durch britische Zerstörer geschützten Kreuzerverband heran, erzielten einen Torpedotref­fer. schlugen den Feind in die Flucht und kehrten selber heim, ohne getroffen worden zu sein. Die ae- maltige Uebermacbt des Gegners schreckte sie nicht, sie griffen an. Und diesem furchtlosen Angriffsgeist, der in allen Teilen unserer Flotte lebt, weiß der Engländer nichts entgegenzusetzen. Das Gesetz des Handelns liegt auch zur See bei den Mafien Adolf Hitlers.

fluß. Inzwischen sind bei Neschitza die britischen Vorstandsmitglieder ausgeschieden, auch bei *ben an­deren Unternehmen wird der englische Einfluß sein Ende finden.

Engländer und polen verlosten Rumänien.

Bukarest, 18. DEL (Europapreß.) Am Don­nerstagabend hat das MotorschiffTranssylvania" mit über 150 Fremden, meist Engländern und Polen, Constantza mit dem Ziel Istanbul verlassen. Die Passagiere haben die Absicht, sich i n d e r T ü r - k e i niederzulassen. Nach einer anderen Meldung hat die griechische Negierung eine generelle Durchfahrts­bewilligung für jüdische Emigranten, die von Ru­mänien nach Palästina auswandern wollen, gewährt.

3u(flarifd)=rumätiifdi6 Annäherung.

Sofia, 18. Oft. (Europapreß.) In bulgarischen Kreisen finden die rumänischen Stimmen starke Beachtung, die für eine Verständigung mit Bulgarien im Sinne einer dauernden Freund­schaft zwischen den beiden Staaten eintreten. Utro" veröffentlicht einen Bericht aus Bukarest, aus dem hervorgeht, daß in rumänischen Kreisen der Gedanke einer politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Annäherung zwischen Rumänien und Bulgarien immer mehr Fuß fasse. Man erkenne in rumänischen Kreisen besonders an, daß Bulga­rien den Vertrag von Craiova loyal durchge­führt und alles getan habe, um Zwischenfälle zu vermeiden.

Oie Heimkehr der Volksdeutschen aus Bestarabien.

G a l a tz, 19. Oft. (DNB.) Bis zum 18. Oktober sind 100000 Volksdeutsche aus Bessarabien aus­gesiedelt worden. 77 324 haben bis einschließlich 17. Oktober die rumänisch-russische Grenze über­schritten. Von diesen sind gegen 67 000 in den drei Häfen Galatz, Reni und Kilea verschifft worden. Im Galatzer Auffanglager halten sich derzeit mehr als 12 000 Bessarabiendeutsche auf, bevor sie auf der Donau und anschließend mit der Bahn die Weiterreise nach Deutschland antreten. Aus Bes­sarabien sind noch rund 5000 Volksdeutsche in 20 Trecks zu erwarten. Bis Ende des Monats wird die große Völkerwanderung ihren Abschluß finden, rund 120 000 deutsche Menschen werden mießer heimgekehrt sein ins Reich.

Unruhe in Palästina.

Arabische Demonstrationen gegen Anden und Briten.

Rom, 18. Oft. (Europapreß.)Messaggero" mel­det, daß in den letzten Tagen neue antijudische und antibritische Kundgebungen in Palästina unter der arabischen Bevölkerung stattgesunden haben. Sie seien dadurch ausgelöst worden, daß der mohamme­danische Mufti von Jerusalem auf der Straße von Juden beleidigt worden sei, die ihn auch mit Steinen beworfen haben, während die englische Polizei sich weigerte, den Mufti zu schützen. Am gleichen Abend hielt der Mufti dann eine Rede, in der er herbe Kritik an England übte. Anschließend bildeten zehn­tausend Arbeiter einen Demonstrationszug und Zagen vor die jüdische Universität von Jerusalem und vor die englische Präfektur. Ernste Störungen er­eigneten sich vor dem jüdischen Technikum in Haifa, wo die Araber jüdische Studenten fest­stellten, die mit Revolvern bewaffnet waren, obwohl das Waffentragen verboten ist. Die britischen Mili- tarbehorden versuchten, diese Demonstrationen mit Panzerwagen und Bajonetten zu unterdrücken.

Edens Besuch in Kairo.

Wachsender Druck auf die ägyptische Regierung.

. Stockholm, 18. Oft. (Europapreß.) Der Be- such des englischen Kriegsministers Eden in Aegyp- ten stellt sich von Stunde zu Stunde mehr als ein ausgesprochener Druck auf die ägyptische Regierung heraus. Nachdem Eden sich zuerst mit bem englischen Befehlshaber im Mittleren Orient ©ir Archibald Wawell und dem Ober- kommissar in Palästina, Mac Michael, über

Tapfere Truppenführer des Heeres mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.