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(90. Jahrgang Hr.248

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; «ggg» ä ® Samstag, (9 I Sonntag, 20. Moder 1940

Slchener Anzeiger

«wSxäk.-, General-Anzeiger sürGberhessen

DerjapanischeGeistundseineGrundlagen

Don Or Eduard Spranger, o. profesior der philoi opbie und Pädagogik an der ün foerfif dt Äerlin.

Die Kultur des Fernen Ostens beurteilen wir in der Regel falsch, weil wir das, was wir Abend­länder von ihr leicht verstehen können, für die Hauptsache halten, in chren eigentlichen Mittelpunkt aber ohne tiefgehende Studien nicht eindringen kön­nen. Die historische Erforschung Japans durch Aus­länder steht noch in den Anfängen, pnter diesen Umständen ist es geboten, sich von voreiligen Der­gleichen freizuhalten und das Urteil auf solche Er­eignisse einzuschränken, die für das japanische Volk unbedingt zum Schicksal geworden sein müssen.

Als es um 1853 zuerst entschieden in das Küsten­spiel der Weltpolitik hineingezogen wurde, war es schon etwas Bestimmtes geworden, wovon es in der Folgezeit nie wieder loskonnte. Es wurde dann mit dem Beginn der Meiji-Restauration (1868) vor die erste große Entscheidung gestellt, der es in einem wahrhaft schöpferischen Sinne ge­recht wurde. Das allgemeine Bewußtsein in Japan geht dahin, daß die Nation etwa mit dem Jahre 1937 in die zweite große Entscheidung eingetre­ten ist, um die es noch heute, und gerade heute, im 2600. Jahre des Reiches, geht.

*

lieber die rassische Herkunft und Zusammensetzung des fernöstlichen Jnselvolkes herrscht Streit. Daran aber kann kein Zweifel fein, daß es schon vor 2000 Jahren von den Hochformen asiatischer Kultur be­rührt wurde und sich mit ihnen auf feine eigene nationale Art auseinandergesetzt hat. Sie kamen über die Länderbrücke Korea. Was vor diesen Be­gegnungen liegt, ist heldische Urzeit. Es be­wahrt bis in die Gegenwart die gestaltende Macht des ureinheimischen Mythos. Man hat auf die­sen Urgeist der Eroberung der Provinz Pamato durch den ersten Kaiser immer wieder zurückge­griffen, wie wir in der germanischen Urzeit heute noch die Wurzeln unserer Kraft suchen (Yamato damashi). Um so mehr, als jener erste Kaiser, der sein Herrscherrecht auf die Abstammung von der Sonnengöttin Amaterasu zurückführte, der Ahnherr der noch heute regierenden kaiserlichen Familie ist. Ahnenkult und Kaiserkult hängen eng zusammen: Das ganze Volk empfindet sich als eine große, durch das göttliche Kaiserhaus geeinte Fa­milie. Den Landesgöttern, zu denen die Ahnungs­götter gehören, gilt die Urreligion (Shinto).

Fremde Einflüsse lagern sich darüber. Zunächst von China her die konfuzianische Morallehre und Rechtslehre, dann (seit 552) der Buddhismus. Er ist es, der die große Kunstentfaltung in Japan beflügelt und eine Blüte der geistigen Kultur schon in der Naraperiode herbeiführt (710 bis 780). Aber sr nimmt in Japan eine durchaus eigene Gestalt an: sein mystischer Grundzug wandelt sich in das Aktive. Es folgt eine Epoche höfisch-ästhetischer Kul­tur von großer Zartheit. Dann erst die eigentliche Krieger- und Ritterzeit. Die ritterliche Kultur zieht wesentliche Kräfte aus dem Meditationsbuddhismus (Zen). Die Kriegerethik (Bushido), die selbst aus sehr verschiedenen Quellen stammen mag, wird im Laufe der Jahrhunderte zum Kern der nationalen Sitte. Seit 1191 endet die Selbstregierung der Kai­ser, ohne daß ihrer Heiligkeit Eintrag geschieht. Große Adelsgeschlechter mit eigener Hausmacht herr­schen 6V2 Jahrhunderte lang in der Stellung des Shoguns, der von nun an der eigentliche weltliche Regent ist. Im 16. Jahrhundert hegen mächtige Kriegshelden schon Pläne zur Erweiterung nach dem Festlande und der südlichen Inselwelt hin. Die Be­gegnung mit den Portugiesen führt nicht nur zur Ausdehnung des Handels, sondern auch zum Ein­dringen des Christentums. \

Aber seltsam! Das japanische Volk, das so viele Einflüsse östlicher Kultur mit kräftiger Eigenart ver­arbeitet hatte, stößt plötzlich das sich nähernde Abendland samt dem Christentum wieder ab. Das Jnselreich verschließt sich über der Shoau- natsregierung der Familie Tokugawa (1603 bis 1868) für 250 Jahre fast jedem fremden Einfluß. Es festigt sich um so mehr nach innen. Der Hoch­adel wird durch ein absolutes System in Schach gehalten. Das geistige Leben wird normalisiert. Am Ende der Tokügawaregierung ist jedoch schon eine beträchtliche (betont) nationale Literatur und Wis­senschaft da. Der japanische Geist noch immer ge­führt vom Hochadel und dem sprichwörtlich lehns- treuen Mannentum (Samurai) ist innerlich fertig, als von neuem das Fremde an die Pforten des Jn- selreiches klopft.

Wir sollten es nie vergessen, daß Japan durch das Erscheinen der Flotte des amerikanischen Admirals Perry (1853 ff.)' gezwungen worden ist, sich dem kapitalistischen Welthandel und damit dem abendländischen Stil kapitalistischer Weltpolittk zu öffnen. Der Entschluß dazu erfolgte unter dem Zwang der Kanonen. Aber die freie Entscheidung trat sogleich hinzu, dies nicht zu tun, ohne mit den Großmächten der Welt wettbewerbsfähig zu werden. Demgemäß begann dieVerwestlichung , wie quellenmäßig bewiesen werden kann, mit dem Studium der modernen Wehrtechnik. Alles andere abendländische Wissen sollte dazu helfen oder zog im Gefolge davon erst ein. Damit auch die große Gefahr der geistigen lleberfremdung und der über­stürzten inneren Entwicklung, die in den Augen des Abendländers ein Nachholen von Versäumtem ,zu sein schien. Aber was die Abendländer meist nicht wissen, ist dies, daß diese Stunde der Ausschließung gegen'den'Westen zugleich die Stunde der na­tionalen Selbstbestimmung wurde. 650 Jahre der Usurpation wurden gleichsam ausgestri- chen. Der Kaiser geistliches Oberhaupt in unse­rem Sinne übernahm wieder die Selbstregierung. Das war keine Revolution unter fremdem Einfluß, sondern eine Restauration.^

Das nationale Geschick fugte es so, daß der Kai­ser nach dessen Ehrennamen diese Epoche benannt ist'M e i j i (1868 bis 1912), eine der gemalsten Per­sönlichkeiten der neueren Geschichte war. Er und ferne

Paladine steuerten den schwierigen Weg zwischen Modernisierung und Rückkehr zu den uralten Kraft­quellen, besonders des Shinto. Die Feudalordnung wurde aufgehoben. Alle freigewordenen Kräfte der ritterlichen Lehnstreue strömten nun wieder dem Kaiserhaus allein zu. Der große Kaiser konnte be­fehlen, daß sein Volk sich den modernen Studien hinzugeben habe. Er konnte eine Derfasiung nach westlichem, überwiegend deutschem Muster verleihen. Die Japaner wurden das größte Lernoolk der Welt, ohne ihren Stolz zu verlieren. Sie empfingen ein Oberhaus und ein Unterhaus, die neben dem göttlichen Regenten doch keine zentrifu­galen Tendenzen entfalten konnten. Der Kaiser hatte eine durchaus moderne Armee, in der aber der ein­heimische leidenschaftliche Opfergeist der Samurai lebendig geblieben war. Er konnte mit ihr den chinesischen und russischen Feldzug siegreich beenden. Japan war im Lause von kaum 50 Jahren unbe­strittene Weltmacht neben, den fünf älteren Weltmächten geworden. Es bewies feine aufbauende Kultur im Innern und feine kolonisatorische Kraft in Korea. Fragt man jedoch, wo die letzten Wur­zeln dieser nach außen drängenden Kraft lagen, so waren es sehr tief liegende Bindungen: der Ahnenglaube, die Festigkeit der Familie, der mit der Meiji-Zeit plötzlich wiedererwachte Wille zur Nachkommenschaft.

Aber es gab auch soziale Erschütterungen: Dom jugendlichen Individualismus und Liberalismus bis zu zeitweilig mächtiger marxistischer und kommu­nistischer Ansteckung. Die Parteien erhoben ihr Haupt und nahmen chren kaiserlichen Auftrag wich­tig. Der Intellektualismus gefährdete die Jnstinktsicherheit und Gesundheit der Jugend. Der Kapitalismus, der in Japan selbst seine Frühform gehabt hatte, nahm jetzt auch internatio­nale Züge an. Dor allem entfaltete sich ein Gegen­satz, den man so formulieren kann: die neueren Stände gegen bie alten. Die neuen waren die Kaufleute, die Industriellen und Techniker, die Akademiker und die ganze weitschichttgeIntelli­genz". Die alten waren Bauern die infolge des Aufbaues der zeitgemäßen Industrie entsetzlich verarm! waren und die Erben des Samurai­geistes, der Bushidomoral, die nur noch in der Ar­mee und Marine den Boden für die Auswirkung ihres Echos finden konnten. Diesen Gegensatz konnte der Fremde 1936/37 wie ein unterirdisches Grollen verspüren. Seitdem ist daraus ein Erdbeben gewor­den ein Vorgang, der uns japanischen Volks-, charakter, so sehr er den Ordnungsmächten verhaftet ist, doch auch etwas durchaus Vertrautes und 6r= wartetes bedeutet. Auf vulkanischem Boden gedeihen die schönsten Gärten es gibt in der Wett keine höhere Dolksmoral als die japanische; aber unter ihnen walten auch wilde Naturmächte.

3. Das moderne Japan hatte sich dem amerikani­schen Drängen nach Eingliederung in die Weltwirtschaft gefügt. Nun bedurfte es der Absatzgebiete für seine Industrie, der Rohstoffsiche­rung für Friedens- und Kriegswirtschaft, des Sied-

Riccardis Besuch in Berlin.

Völlige Uebereinstirnrnung auch in der Wirtschaftspolitik.

Berlin, 18. Oft. (DNB.) Der Besuch des ita­lienischen Außenhandelsministers Riccardi, der sich eine Woche als Gast der deutschen Regierung und des Reichswirtschaftsministers Funk in der Reichshauptstadt aufhielt, hat seinen Abschluß ge­funden. In täglichen Besprechungen wurden zwi­schen .Riccardi und Funk alle die Wirtschaftspolittk Deutschlands und Italiens berührenden Fragen ein­gehend erörtert Es besteht Übereinstimmung dar­über, daß der Verrechnungsverkehr in­nerhalb Europas nach dem Kriege weiter ausgebaut, aber gleichzeitig elastischer gestattet werden muß. Der Mark und der Lira wird inner­halb des dann zu schaffenden Verrechnungssystems eine ausschlaggebende Bedeutung zukommen. Es entspricht der Grundauffassung der beiden eng ver­bundenen revolutionären Bewegungen, daß die Stabilität der Währungen nicht mehr durch den Prozentsatz des zur Deckung vorhandenen Goldes, sondern durch die in der Arbeits­kraft liegende Leistungsfähigkeit jedes Volkes be­stimmt werden muß. Eines der wesentlichsten Ziele der europäischen Zusammenarbeit nach dem Kriege muß es sein, die Lebenshaltung der Völker auf den höchsten erreichbaren Stand zu bringen. Die neue europäische Zusammenarbeit im Sinne des Nationalsozialismus und des Faschismus be­deutet also die Entwicklung einer gesun - Iben Autarkie, die Deutschland und Italien als Grundlage der kommenden Wirtschaftspolitik be­trachten und die gleichfalls die Voraussetzung für einen gesunden Handel und Güteraustausch mit den anderen Wirtschaftszentren in der Welt bildet.

Deutsch-italienische studentische Znsaniwenorbest

Berlin, 18. Oft. (DNB.) Zwischen der Reichs­studentenführung und der italienischen Studenten­organisation wurde die Veranstaltung deutsch-ita­lienischeConvegni" vereinbart die in etwa halb­jährigen Abständen jeweils in Deutschland und Ita­lien durchgeführt werden sollen. Sie sollen den gei­stigen Gedankenaustausch der studentischen Jugend beider Nationen fördern und zu einer einheitlichen Ausrichtung in den geistigen Problemen unserer Zeit sowie zu einer Klarstellung der historischen Entwicklung der beiden Nationen in ihrem Ver­hältnis zueinander beitragen. Der erste dieser Convegni" findet am 20. Oktober 1940 in B 0 - l 0 g n a statt.

lungsbobens für den gewaltig anwachsenden Devol- kerungsübersckuß. Die Neunmächtekonferenz von Washington (1922) wurde als feindlicher Rückstoß gegen Japan empfunden. Aber es begann plan­mäßig die Ausdehnung seines Festlandeinflusses. Dahinter liegt der Grundsatz: Asien den Asia­ten! Die kriegerische Auseinandersetzung mit China hat auch ein ideologisches Motto. Man emp­findet Cchina als das Land des klassischen Geistes, von dem man gelernt hat. Die abendländische Kul­tur hingegen empfinden die streng national Ge­sinnten als materialistisch. Man möchte die eigene überlegene Organisationsgabe für die Neuordnung Chinas zur Verfügung stellen, stößt dabei aber auf das immer entschiedener herausschlagende Nattonal- dewußtsein der Chinesen. Die neue Großraumpoli­tik, die Durchführung derneuen Ordnung" in Ost- asien fordert die äußerste Kraftanspannung des Jn­selvolkes. Wieder liegt ein Zwang dahinter: die sprengende Enge des Nahrungsspiel­raumes.

Wieder aber vollzieht man auch eine große Ent­scheidung: Das Fremde soll weithin ausgeschieden, der militärische Geist schon in der Jugend gestärkt, die äußerste Einfachheit und Bedürfnislosigkeit soll wieder zum nationalen Lebensstil werden. Die Füh­rung dieser Polittk hat die Armee, in der sich die beiden alten Stände treffen: die Samurai und die Bauern. Man begegnet dabei z. T. dem Widerstand von feiten der Ideale aus der Meiji-Zeit, wie sie im Parlament und in den Universitäten verkörpert sind. Deshalb bedient man sich neuestens bewußt des Sttles der Meiji-Gesetzgebung, um zu betonen, daß es sich gleichsam um den zweiten Akt eines und des­selben Dramas handle. Noch immer sind Kaiser­kult, Ahnenglaube und Familienprin­zip die stärksten Stützen des einheimischen Ethos. Neligionskonflikte werden vermieden, um so leich­ter, da der Buddhismus oft noch entschiedener natio­nale Tendenzen verttitt als der Shintoismus, der als Religion schon etwas verblaßt ist. Nachdem England zurückgedrängt ist, wächst täglich die Spannung mit Amerika. Japan hat sich ideolo­gisch ganz auf die einheimischen ethischen Kraft­quellen -pirückgezogen. Was äußerlich mit Bewegun­gen in Europa verwandt scheint, ist näher besehen wieder von unvergleichbarer Art. Der Japaner ist selbst überzeugt, daß der polittsche Stil seines Rei­ches keinen Vergleich gestattet. Der uralteYamato Damashi konzentriert sich aufs neue in sich selbst.

Berlin, 18.Oft (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Am Ausgang des Bristol-Kanals kam es bei einem Vorstoß deutscher Zerstörer znm Seegefecht mit einem durch Zerstörer gesicher­ten britischen Kreuzer-Verband. Un­sere Zerstörer griffen den überlegenen Feind an und erzielten auf einem feindlichen Kriegsschiff einen Torpedotreffer. Der Gegner brach darauf­hin das Gefecht ab. Zur Verfolgung des Feindes wurden Flugzeuge eingesetzt. Die deutschen Zerstörer sind unversehrt in ihre Stützpunkte zu­rückgekehrt

Wie bereits bekanntgegeben, gelang es in der letzten Nacht bei einem Vorstoß deutscher Schnell­boote gegen die englische Südostküste, zwei be­waffnete feindliche Handelsschiffe und zwei feindliche Tanker mit insgesamt 33 000 BRT. zu versenken.

Ein U-Boot unter Führung von Kapitänleutnant B l e i ch r 0 d t, von dem bereits zwei Teilergebnisse gemeldet worden sind, hat auf seiner letzten Unter­nehmung insgesamt 4 2 0 0 0 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes versenkt Damit hat Kapitänleutnant Bleichrodt insgesamt 93 862 BRT. vernichtet

Leichte Sampfverbände griffen erneut die bri­tische Hauptstadt und kriegswichtige Ziele in Südofi-England an. Trotz schwieriger Wehet-

Das neue Rumänien.

Die Bitte des rumänischen Staatschefs General Antonescu um Entsendung einer deutschen Mili­tärmission, der der Führer in Durchführung der nach dem Wiener Schiedsspruch über die neuen Grenzen zwischen Ungarn und Rumänien übernom­menen Garantie entsprochen hat, ist das sichtbarste Zeichen für den radikalen Kurswechsel, den das neue Rumänien nach dem innerpolitischen Umsturz auch außenpolittsch vollzogen hat. England hat auf dem Felde seiner Kriegsausweitungspolittk wiederum eine Schlacht verloren, das ist der Eindruck, dem sich nicht einmal die britische Öffentlichkeit trotz aller Vertuschungsrnanöver zu entziehen vermag, zumal auch alle Hoffnungen, die man in London auf eine deutsch-russische Verstimmung als Folge des Anschlusses Rumäniens an die Politik der Achse gesetzt hatte, sich als trügerisch erwiesen. Moskau war wie vor dem Abschluß des Berliner Dreier­paktes, wie es dem Geist des deutsch-russischen 23er« hältnisses entspricht, auch diesmal freundschaftlich unterrichtet worden, so daß die britischen Kriegs­hetzer sich vergebens bemüht haben, ein Feuer an­zublasen, das keine Nahrung findet. Man muß sich in London wohl oder übel damit abfinden, ein bis« her besonders* bevorzugtes Betätigungsfeld unter­irdischer Minierarbeit des Secret service, auf das man trotz aller Widerstände immer noch große Hoff« nung für feine Kriegsausweitungspläne gesetzt hatte, aus der Rechnung zu streichen. Vor der An­kunft der deutschen Militärmission in Bukarest, dem gleichzettigen Einrücken der deutschen Lehrformatio« nen und der Uebernahme des Schutzes der rumäni­schen Erdölgebiete durch Abteilungen der deutschen Luftwaffe haben die britischen Agenten fluchtartig das Land verlassen, an ihrer Spitze der britische Militärattache Mac Nadd, der die Seele aller Um­triebe gewesen war, die Rumänien für den Krieg an der Sette Englands reif machen sollten. Damit ist es nun endgültig vorbei. Denn die neue rumä­nische Staatsführung ist entschlossen, auch all den vorwiegend jüdischen Elementen, die, von den West­mächten bestochen, sich als ihre willfährigen Werk­zeuge in Presse, Polittk und Wirtschaft Rumäniens betätigt und damit die eigenllichen Interessen des Landes schwer geschädigt haben, für alle Zeiten das Handwerk zu legen. Die skrupellosen Machenschaften einer Clique ehrgeiziger Politiker und profitgieriger

verhättuisse gelang es, im Osten Londons am Bahnhof Deptforl, bei den Vic10ria-D0cks sowie im Stadtgebiet nördlich der Themse wichtige Anlagen zu zerstören. Es kam dabei zu mehreren Luftkampfen, in denen unsere Jager Sieger blieben.

Bei L e Havre beschoß eine heeresbatterie ein feindliches U-Boot Sturzkampfflieger grif­fen darauf das Boot mit Bomben an. Unter star­ken Detonationen wurden Bootsteile an die Ober­fläche geschleudert, so daß mit der Vernichtung des U-Bootes zu rechnen ist

Marine-Artillerie zwang feindliche Schnell­boote, die sich der flandrischen Küste zu nähern versuchten, durch ihr Feuer zum Abdrehen. Schiffsansammlungen im Hafen von Do­ver wurden durch Marine-Artillerie unter wirk­sames Feuer genommen.

3n der Nacht richteten sich starke rollende Luftangriffe wieder gegen die Industrie- und Dockanlageu von London, sowie gegen Liver­pool und Birmingham.

Das Verminen britischer Häfen nahm feinen Fortgong.

Britische Flugzeuge flogen gestern in das Reichs­gebiet n i ch t ein. 3n den Luftkampfen des gestrigen Tages verlor der Gegner 17Flugzeuge. Sieben deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Unterseeboot kehrt von siegreicher Fahrt znrülk.

Minenräumboote geleiten bas Unterseeboot in einen Stützpunkt an der französischen Küste. Kleine Wimpel am Mast verkünden die Siege über feindliche Handelsdampfer. (PK.-Dietrich-Scherl-M.)

Schneidige Vorstöße der Kriegsmarine.

Deutsche Zerstörer gegen feindlichen Kreuzerverband erfolgreich. Kühner Handstreich deutscher Schnellboote. ll-Voot versenkte 42000 BVT.