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Samstag, 20./§onntag,2l.Zanuar 1940

190. Jahrgang

Eitle Vemichlungsttäume

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der Sälteveriode weitestgehend einzuschranken. begegnen weiß, deren Erfolge durch die 01151911= Wird eine Betriebseinschrankung erforderlich, |o 1 nierte Befolgung des Befehls errungen werden.

gegengetreten.

Die nationalsozialistische Bewegung habe tm Kampfe um die Macht große und mutige Ent­

schlüsse fassen müssen; immer aber sei bei diesen Entschlüssen die innere Standhaftigkeit ausschlag­gebend gewesen, mit der man sie faßte und mit der man sie auch durchzusetzen entschlossen war. So sei es auch heute. Der Sieg sei uns gewiß, wenn wir bereit seien, ihn durch Kampf und Ar­beit zu verdienen. Das deutsche Volk sei sich vollkom­men im klaren darüber, daß es seiner ganzen Kraft bedürfe, um die Plutokratien in ihrem Angriff zu­rückzuschlagen und sie endgültig zu Boden zu wer­fen. Wir bestritten auch keineswegs, daß wir selbst­verständlich in diesem schweren Existenzkampf unse­res Volkes viele Schwierigkeiten und Sorgen zu überwinden hätten. Jeder Krieg bringe dies mit sich; aber da wir diesen Schwierigkeiten mit der ge­samten Dolkskraft entgegenträten, sei es immer noch möglich gewesen, und werde es auch in Zu­kunft immer möglich sein, sie zu beseitigen.

Zum Schluß wandte sich Reichsminister Dr. Goeb­bels an die deutschen Volksgenossen in Posen und darüber hinaus an alle nach der siegreichen Beendi­gung des Polenfeldzuges zum Reich wieder zurück­gekehrten Volksgenossen dieses Gebietes. Eindring­lich stellte er ihnen vor Augen, daß sie selbst in jüngster Vergangenheit Zeugen des überlegenen staatsmännischen Genies des Führers geworden seien. Er erklärte in diesem Zusammenhang, daß, wenn die Plutokratien des Westens den Führer kennten, so wie er wirklich ist, sie chm gewiß den Fehdehandschuh nicht vor die Füße geworfen hatten. So aber würden sie ihn noch einmal kennenlernen.

Das deutsche Volk stehe fest und unerschütterlich hinter diesem IHanne, seinen Zielen und seinen Ideen. Mit einem Vertrauen ohnegleichen schaue es auf ihn und sei es bereit, seine Befehle ge-

Die anhaltende Kälteperiode dieses Winters machte diese vom Gauleiter getroffenen Anweisun­gen notwendig. Es ist für die Bevölkerung eine Selbstverständlichkeit, daß sie diese der Gemein­schaft dienenden notwendigen Einschränkungsmaß­nahmen und der mit ihnen verbundenen Unbe­quemlichkeiten Verständnis entgegenbringt. Sie wird auch hierbei beweisen, daß die Heimat jedem Not­stand mit der Kraft einer soldatischen Gemeinschaft

stärken.

Weil Deutschland und Italien erst im vori­gen Jahrhundert ihre staatliche Einheit wieder- fanben die kulturelle Einheit und die kulturelle Vormacht über Europa haben diese beiden Nationen immer bewahrt sind die englischen und franzö­sischen Kriegshetzer so unverschämt und barbarisch. Sie Haben vergessen, daß Deutschland und Italien den gleichen Weg gingen, den sie selbst gegangen sind und ihn gehen mußten. Das Gesetz der Ge­schichte läßt sich niemals rückwärts revidieren. Wenn dieTimes" jetzt klagt, Großdeutschland sei gewor­den, weil die'deutschen Kleinstaaten zertrümmert worden seien, folglich diesewiederhergestellt" wer­den müßten. Wenn der englische Völkerrechtler Charles Sarolea in der ZeitschriftScotsman" ferne alten Vernichtungspläne vom Frühjahr 1919 wieder auftaärmt und in pathologischer Manier barbarifiert, der französischeTemps" und vor allem das Blatt der französischen Beamtenbierarclüe, dasJournal des Debats", ein ähnliches Gemälde der Vernichtung produzieren, dann ist das eine Orgie des Haffes, die ihren bezeichnendsten Ausdruck in der Londoner Picture Post" findet, Deutschland müsse in kleine Staaten zerschlaaen, die Naziführermit allen an­deren ruchlosen Viechern" erschossen werden weil England und Frankreichfür die Gesundheit wah­rer Freiheit kämpfen". ..

Wenn Worte erröten könnten, waren me Setten dieser englischen und französischen Presseerzeugnisse blutrot vor Scham. Diesem Dernichtungswlllen der Ewig-Vorgestrigen scheu wir die ganze Kraft des jungen Großdeutschland, den Selbstbehauptungs­willen einer Nation entgegen» die doppelt so start

die reichsten Menschen der Welt seien. Sie hiel­ten den grüßten Teil der Erde unter ihrer Kontrolle.

Niemals in den vergangenen sieben Fahren sei Deutschland in die Interessensphären der englisch­französischen Völker vorgedrungen. Ueberall aber hätten die Plutokratien sich in die vitalsten Inter­essen des deutschen Volkes einzumischen versucht. Es sei eines der Hauptziele dieses Krieges, damit end­gültig Schluß zu machen; denn das deutsche Volk sei aus seiner politischen Narkose erwacht, es sei heute ein politisches Volk im besten Sinne dieses Wortes. Die sterilen Plutokratien des europäischen Westens könnten die Durchsetzung unserer Lebens­rechte auch durch den Krieg nicht verhindern.

Die englischen Kriegshetzer beschimpfen uns, weil sie uns hassen, und sie hassen uns, weil sie uns fürchten. Darum ist auch die Ausein­andersetzung zwischen Deutschland und den westeuropäischen Plutokratien ein Volks­krieg in des Wortes wahrster Bedeutung. Es ist kein Krieg, der im Interesse deutscher Fürsten oder deutscher Kapitalisten geführt würde. Es ist ein Krieg, dessen Ziel auf der Gegenseite eindeutig darin besteht, das deutsche Volk zu vernichten. Das deutsche Volk rafft deshalb feine ganze innere Kraft zusammen, um diesem Vernichtungswillen seiner Gegner wirksam zu begegnen. Es hat dabei eine Reihe von alten Rechnungen zu begleichen. Ls ist von dem ungebrochenen Willen erfüllt, fein natio­nales Leben auszuleben, und deshalb muh es den Sieg an feine Fahnen heften.

Sämtliche nicht termingebundene und nicht lebens- oder kriegswichtige Produktion ist während

horfam durchzuführen.

Dr. Goebbels beendete seine mitreißenden Aus­führungen mit den Worten: So laßt uns denn als deutsche Männer und Frauen glauben, ge­horchen, arbeiten und kämpfen. Dieses Volk der hundert Millionen muß und wird in die­sem Schicksalskampf siegen. Dann werden sich die Opfer, die das deutsche Volk gebracht hat. lohnen, und über uns wird neu der Lorbeer des Sieges er­glänzen. So wollen wir also treu und gehorsam in guten wie in bösen Stunden hinter dem Führer stehen und ihm wie so oft zurufen: Befiehl, wir folgen." ,

Die Darstellung der nationalsozialistischen Politik durch Dr. Goebbels, seine Schilderung des Aufstiegs, den das Deutsche Reich unter seinem Führer Mol Hitler gegen den Willen einer neidvollen Umwelt erzwungen hat, wurde von den Volksgenossen, die die riesige Messehalle bis auf den letzten Platz füll­ten, mit atemloser Spannung und Beifall ent­gegengenommen. Mit dem durch schwere Prüfungen und große Erlebnisse bereitgestimmten Herzen folg­ten die Volksdeutschen insbesondere den Teilen der Rede des Ministers, in der er ihr eigenes Erleben als beispielhaft darstellte für das Schicksal des ganzen deutschen Volkes.

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ist es am zweckmäßigsten, die Arbeit an den Sams­tagen ausfallen zu lassen, um an diesen lagen so­wohl Heizung, wie Strom zu sparen. Die aus­fallende Arbeitszeit ist zu bezahlen. Es wird einer späteren Regelung des Reichstreuhänders der Ar­beit für das Wirtschaftsgebiet Hessen überlassen bleiben, ob die ausfallende Arbeitszeit später (d.h. erst nach Ueberwindung der durch die Kälte gegebe­nen Schwierigkeiten) nachgeholt, oder auf früheren Urlaubsastfpruch (1939) angerechnet werden soll. Falls jedoch durch einen Ausfall der Arbeitszeit eine Verzögerung in der Auftragserledigung ein­tritt, ist felbstverständlich mit den Auftraggebern Fühlung zu nehmen.

Ich mache die Betriebsführer persönlich dafür verantwortlich, daß alle Maßnahmen ergriffen wer­den, die zu der nolwendigen Kohlen- und Slrom- erfparnis führen.

Die Energieunlernehmungen des (Baues werden sich mit den gewerblichen Abnehmern ihres Absatz­gebietes in Verbindung sehen, um mit ihnen die höhe der notwendigen Einsparungen festzulegen. Bei Schwierigkeiten in der Belieferung mit Kohle ist mit der Wirtschaflskammer Hessen bzw. den zu­ständigen Industrie- und Handelskammern Fühlung aufzunehmen.

Sprenger,

Gauleiter und Reichsstatthalter.

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3X5(5. Die anhaltende Kälte und der große Schneefall in den letzten lagen haben die Energie- uni) Kohlenversorgung erheblich erschwert. Ich for- berer daher alle Betriebsführer und haushaltungs- Vorstände auf, weitestgehende Sparmaßnahmen beim Kohlenverbrauch und bei der Energieentnahme durchzuführen.

Es kommen an Sparmaßnahmen insbesondere

in Frage:

1. Beleuchtung sparen.

Alle überflüssigen Beleuchtungsanlagen sind so- fort abzuschalten. In den meisten Fällen ist die Arbeiksplahbeleuchtung ausreichend, fo daß auf die allgemeine Deckenbeleuchtung gänzlich verzichtet werden kann. Treppenhaus-, Flur- und Gangbe­leuchtung muß auf das notwendige Mindestmaß herabgesetzt werden.

Die Arbeitszeit ist nach Möglichkeit fo zu legen, daß auf künstliche Beleuchtung verzichtet werden kann (späterer Arbeitsbeginn und früherer Schluß auf Kosten der Arbeitspausen und wenn erträg­lich auch auf Kosten der Arbeitszeit selbst.

2. Kraftstr 0 m sparen.

Der Bezug von kraflsirom ist auf das durch die kriegs- und lebenswichtigen Erfordernisse gegebene Mindestmaß herabzusehen.

Der Personenbeförderung dienende Aufzuge sind völlig stillzulegen. Leerlaufende Maschinen sind ab- und nur bei Bedarf wieder einzuschalten.

während der Pausen sind sämtliche Maschinen abzustellen. Die Heizperioden der Härte- und Trock­nungsöfen sind so zu legen, daß Anheizverluste ver­mieden werden.

3. Arbeitsbeschränkung.

ltt. ir Erster Blatt

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Eiestener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle I

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Notwendige Kohlen- und Stromeinsparung

Aufruf des Gauleiters und ReichSstatthalters Sprenger.

Volkskrieg gegen die englisch-französische plutokratie

Reichsminister Nr. Goebbels spricht zu den Deutschen in Posen.

rechtigkeit aufgebaut fei.

Man gönne Deutschland den Frieden seiner eige­nen Arbeit nicht, und deshalb wurde Polen vor- qeschickt, um einen Brand zu entfachen, an dem sich die Londoner Plutokraten ihre klamm gewor­denen Finger wärmen wollten.

Eigentlich hätten London und Paris aus diesem Feldzug lernen müssen. Aber London und Pans vlaubten, die gute Gelegenheit gekommen zu sehen. Sie hatten von Anfang an die Absicht, der sie heute «auch ganz offen Ausdruck verleihen, Deutschland -zu zerstückeln, das deutsche Volk aus ben po­litischen Entscheidungen Europas auszuschalten, die deutsche Nation zu vernichten, genau jo wie Die Polen im August des vergangenen Jahres Die deutschen Armee zerhacken wollten. Sie planen ein fschlimmeres zweites Versailles.

Auch der Versuch der englisch-französischen Plu- rtotratie, Deutschland die Schuld am KriegeZuzu- schieben, müsse als gänzlich verfehlt auf das schärfste vor der Weltöffentlichkeit zurückgewiesen werden. 'Alle Dokumente über den Kriegsausbruch bewiesen -das Gegenteil; und wem die Dokumente nicht ge­nügten, der brauche nur die Frage nufzuwerfen. Wer hat denn den Krieg in der entscheidenden 'Stunde des vergangenen Jahres erklärt, Deurscy- land an England und Frankreich ober England und Frankreich an Deutschland? Die Beantwortung die­ser Frage lege die Kriegsschuld e 1 nbe u 1 g klar. Aber auch die politischen Handlungen des Führers aus den vergangenen sieben Jahren be­wiesen zur Genüge, wer seit 1933 in Europa zum Kriege gehetzt, und wer immer und immer mieoer iben Versuch gemacht hat, Europa den Frieden zu erhalten. Wie oft habe der Führer den westeuro­päischen Plutokratien die Hand der Versöhnung über die Grenzen hinweg entgegen gestreckt: ebenso oft aber fei die Antwort vom Westen eisige Ableh­nung, beleidigendes Schweigen oder gar offener Hohn und hochmütige Verachtung gewesen. Es be­dürfe keiner besonderen Beweise mehr, um Darju- tun, daß dieser Krieg das Werkder west - lichen Plutokratien sei, und zwar Der in London sowohl, als auch der in Paris.

In diesem Kampf um feine nackte nationale Existenz sehe Deutschland sich mit den entspre­chenden Mitteln zur Wehr. Es werde als Land der Arbeit, der Ordnung und des sozialen Frie­dens von den chaotischen Mächten der inter­nationalen Plutokratie angegriffen. Diese Plu­tokratien seien das Verderben der abendländi­schen Menschheit. Richt das engllische Volk etwa oder das französische Volk seien die reichten Volker der Erde, nein, über ihnen herrschten ein paar hundert Plutokraten, die allerdings

Welch' Geschrei überBarbaren und zerstörungs-' lustige Wilde" würde sich erheben, wenn Deutsch­land als Ziel dieses von ihm nicht gewollten Krieges proklamierte, die Zerteilung Großbritanniens in sei­ne Bestandteile, also in Schottland, Wales und Eng- lanb ober wenn wir gar vorschlügen, Frankreich, die­sen ewigen Unftiedenstifter auf dem europäischen Fest- lande, zu zerteilen in die Provence, in Lothringen, in die Normandie, in die Bretagne usw. Die Ver- e inheitlichungsbemegung wurde nämlich 3um Teil gegen den Willen der einzelnen Bewohner Schatz lands, Wales, ober der französischen Gebiete durch dynastische Gewaltpolitik ober Heiraten gefördert, und heute noch zeigen die einzelnen Gebiete scharfe völkische und sprachliche Unterschiede. Wie gesagt: wenn Deutschland ein solches Kriegsziel der Ver­nichtung der staatlichen Einheit dieser peripheren Staaten aufstellen würde, dann würde die Welt mit Recht darauf Hinweisen, daß ein historischer Prozeß sich niemals wieder rückwärts revidieren läßt, es sei denn, daß blinde Vernichtungswut die Oberhand gewänne und das Unmögliche versuchte. Als die Engländer und Franzosen sich gegen die Einheitswünsche aller Deutschen aussprachen, rann­ten sie gegen ein Naturgesetz an, und selbst Ver- ailles hat dieses Naturgesetz nicht zu unterdrücken vermocht. Die Idee der deutschen Einheit, die Reichs­idee schlechthin, ist wirksamer gewesen, als die dyna­stischen Interessen, die noch ein Bismarck nach der ganzen Vergangenheit des damaligen zerteilten Deutschland für den Mörtel der deutschen Einheit hielt. Im Gegenteil: Das völkische Ptinzip hat m allen Deutschen, einerlei welchen Stammes und wel­cher Konfession, so starke Wurzeln geschlagen, daß es selbst Versailles überwand, und gerade in diesen Kriegszeiten sich besonders deutlich darin zeigte, baß die deutschen Tiroler unter italienischer Herrschaft freiwillig für Deutschland optierten, ihre altange­stammten Sitze aufgeben und in das Reich zurück­kehren, obwohl ihr deutsches Stammland einen har­ten Krieg um Sein ober Nichtsein führen muß. Hier zeigt sich, daß Blut dicker ist als Wasser, also die völkischen Belange entscheidende Triebfeder sind und materielle Rücksichten keine Rolle spielen.

Aber in Ermangelung positiver Kriegsziele haben sich dagegen die englische und französische Kriegs- regierung mitsamt ihrem Stab von jüdisch-frei- maurerifchen Intellektuellen in die Vernichtung Deutschlands verbissen, wobei sie die fundamentale Tatsache gewissenlos ignorieren, daß Deutschland einen Vernichtungskampf gegen große Nationen niemals gewollt hat, weil er unwirklich ist. Man weiß, daß schon 1918 die Ziele der Vernichtung Deutschlands und die Wiederaufrichtung der Zu­stände von 1648 (Friede von Münster nach dem Dreißigjährigen Krieg) bei der Entente treibend waren. Deshalb wurde Deutschland verstümmelt, deshalb wurde das deutsche Oesterreich in eine Sklavenkolonie der Westmächte verwandelt, deshalb dem deutschen Volk die Verfassung der englischen Plutokratie gegeben und der Nation unerschwing­liche Reparationslasten und Tribute auferlegt. Des­halb förderte Frankreich die Separatisten-Bewe- gung am Rhein, die so jämmerlich trotz aller Unter­stützung durch die französische Heeresmacht am Reichswillen aller Schichten des deutschen Volkes zerbrach, die sich trotz aller äußeren und inneren Nöte gegen die Verräter wandten. Der Plan, über Oesterreich und Bayern und die Rheinlande einen Wall zu ziehen und damit Deutschland in konkur­rierende Meinstaaten zu zerlegen, war selbst 1918 nicht zu verwirklichen, denn trotz aller Verwirrung der deutschen Geister durch den Marxismus stellte damals Oesterreich die Forderung auf Anschluß an das Reich. Es gehört zum ewigen Ruhme unserer Ost- und Westmärker, daß sie sich gegen die fran­zösischen Zerteilungslüste auch mit der Waffe in der Hand verteidigten. Heute weiß jeder Deutsche, jeder Angehörige dieses zentraleuropäischen Blockes von 86 Millionen, daß er mit der Einheit des Deut­schen Reiches steht oder fällt, und daß die Gegner mit der Enthüllung ihrer Dernichtungsplane jedem Deutschen das Blut in den Adern kochen machen und unseren Kampfwillen aufs Aeußerste ver-

,ahegebracht habe.

Aeichsmimster Dr. Goebbels rief zunächst noch einmal die Zeit des vergangenen Jahres in das Gedächtnis seiner Zuhörer zurück and erklärte, niemand habe vor etwa sechs Monaten sorauszusagen gewagt, daß eine so große deutsche Kundgebung in dieser Stadt des ehemaligen pol­nischen Nationalismus heute schon möglich sei. Die Ration verneige sich in Ehrfurcht vor dem Helden­tum der ungezählten deutschen Menschen, die ihre treue zu ihrem Volkstum mit ihrem Leben und »ft davor noch mit unaussprechlichen Marterungen hätten bezahlen müssen.

In diesem Zusammenhang warf Reichsminister Dr. Goebbels die Frage aus, was die polnischen Lhauvinisten heute wohl tun würden, wenn noch einmal Januar 1939 wäre. Die Antwort auf Kiese Frage könne nicht schwer sein. Aber sie fordere gebieterisch die andere Frage heraus, was wohl bie Engländer heute tun würden, wenn sie wüßten, was etwa im Januar 1941 Tatsache sein würde. Die englische Plutokratie hätte niemals tm Emst daran gedacht, etwa dem polnischen Saison- taat in der Gefahr zu Hilfe zu eilen. Für die Londoner Plutokraten sei Polen nur eine Figur auf ihrem Schachbrett gewesen. Man wollte eben n London diesen Krieg, den die Plutokratie notig hatte, um Deutschland als lästigen Konkurrenten zu beseitigen. . .. .

In Wirklichkeit handele es sich bei diesem Krieg um eine Auseinandersetzung der über­alterten Plutokratie mit dem neuen, modernen, sozialistischen Deutschland. Iene sterile Pluto- kratie hatte eingesehen, daß sie auf die Dauer nicht zu halten sei, wenn sich im herzen Euro­pas ein 80-Millionenstaat aufrichtete, der nach den Gesehen innerer Ordnung und sozialer Ge-

Es sei gänzlich abwegig, in diesem Zusammen­hang Vergleiche zu ziehen zwischen dem Deutsch­land von 1914 und dem von 1940. Das Deutschland von heute sei auf die Auseinandersetzung mit den westeuropäischen Plutokratien bis z um letzten Potential vorbereitet. Seine militärische Ausrüstung, die vorbildlichste und geschlossenste, die die Gegenwart überhaupt kenne, seine wirtschaft­lichen und ernährungspolitischen Hilfsmittels seien mehr als ausreichend, um den Krieg siegreich zu überstehen. Die großzügige Vorbereitung und Durch­führung des Dierjahresplanes habe die von Eng­land geplante Neuauflage der Blockade von 1914/18 von vornherein unwirksam gemacht, ganz zu schwel­gen von der geMa-seelischen Bereitschaft des deut­schen Volkes, die sich in jeder Beziehung von der aus den Jähren 1914 bis 1918 unterscheide. Wenn Me englische Plutokratie im Weltkriege den ganzen Erdball ntit ihren feigen Lügen über Deutschland habe überschwemmen können, so sei ihr heute in der nationalsoziaMschen Abwehr und offensiven Propaganda ein erbitterter und zäher Gegner ent=

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I Posen, 19.Jan. (DNB.) Das deutsche Posen tand am Freitag im Zeichen einer nationalsozia- istischen Kundgebung, wie sie der vorn polnischen Zoch befreite Gau bisher noch nicht kannte. Reichs- i Minister Dr. Goebbels sprach an diesem Tage n der Messehalle zu den Volksdeutschen. In einer zroßangelegten und von hinreißendem Schwung getragenen Rede zeigte Dr. Goebbels den Zehn- wusenden den Weg des nationalsozialistischen | Deutschland von der Ohnmacht des Jahres 1933 bis fu der imponierenden Macht der Gegenwart. .Reichsstatthalter Gauleiter Greiser begrüßte !>en Reichsminister Dr. Goebbels als den Propa- janöiften des Führers und der nationalsozialisti- chen Bewegung, dessen Stimme in den vergange­nen Jahren schon den Deutschen dieser Provinz die I>ee des Nationalsozialismus über den Aether

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Druck und Verlag: vrühlsche Univerftlätrdruckerei «.Lange in Sieften. Schristleitung und SeschäftrNelle: Schulfttahe 7