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Strafkammer ouytu.

tiiecnf?4EmiebeUrum HoheZuchtyausitraienfürLeden»mit

ielschiebung und Bezugscheinfälschung.

riefte Möhl, Ludwiastraße 38, Mathilde Mühl-

zenstraße 4; Frieda Mütter, Asterweg 80: Julie Mu'tter, Marburger Straße 35: Marie Mütter,

Wäscherei-Tagung in Gießen.

Eine Tagung der Wäschereien Oberhessens, Kreis Wetzlar, Lahnkreis und Kreis Marburg fand am Sonntag im RestaurantBurghof" zu Gießen statt.

LPD. Darmstadt, 18. Dez. Das Sonderge- richt Darmstadt beendete eine vor 14 Tagen begon-

cungsverwcchrung abgesehen hat, so muß der An­geklagte im Wiederholungsfälle damit rechnen.

Wilhelm Rickert aus *.

wohnhaft in Bad-Nauheim, halte sich ----------

wegen Betrugs im Rückfall zu verantworten. Er war beschuldigt, er habe sich im Jahre 1939 in Kusel, Mainz-Finthen, Frankfurt a. M.-Höchst, Bad-Nauheim und Hochweisel unter den Doraus-

Als Gäste waren erschienen Obermeister Jakob (Kassel), Obermeister A h n e r (Frankfurt) und Be- zikksmeister Noll (Offenbach). Obermeister Georg Hüttenberger (Gießen) ehrte die im April dieses Jahres aus einem arbeitsreichen Leben ab­berufene Inhaberin der Großwäscherei Edelweiß, Gießen, Frau Minna Warner Wwe. Bezirks- meicher Noll behandelte in einem Dortrag den neuen Tarif und die Detriebetontrollen. Ober­meister Hüttenberger ' erwähnte die Nach­wuchsfrage im Wäschereihandwerk und gab be­kannt, daß der Reichsinnungsverband Berlin ein Berufsbild in Broschürenform herausgebracht habe, das die Aufstiegmöglichkeiten für die männliche und weibliche Jugend im Wäschereiberuf als anerkann­tes Handwerk vor Augen führt. Diese Broschüre soll durch die Berufsberatungen usw. der zur Schul­entlassung kommenden Jugend zugängig gemacht werden. Nach Erledigung einiger interner Ange­legenheiten schloß der Obermeister die Tagung in üblicher Weise.

Sonderzuteilungen an Lebensmitteln.

In nächster Zeit werden auf Anordnung des Reichsminlfters für Ernährung und Landwirtschaft nachstehend aufgeführte Sonderzuteilungen an Lebensmitteln ausgegeben. Die Einzel­heiten der Durchführung dieser Sonderzuteilung werden, wie zum Teil bereits erfolgt, örtlich von den Ernährungsämtern bekanntgegeben.

1. In der Zeit vom 16. Dezember des Jahres bis zum 9. März werden dreimal je 250 Gramm Hülsenfrüchte, insgesamt also 750 Gramm je Kopf der Dersorgungsberechtigten zur Verteilung gelan­gen.

2. In der Zeit vom 13. Januar bis 4. Mai 1941 werden für die Versorgungsberechtigten viermal

Aus den Gen'cktssälen

Meßen-Klein-Linden, Wetzlarer Straße 38; Hilde Münch, Roonftraße 6; Katharine Münch, Riegel- pfad 26: Luise Mubl, Schlaaeteranlage 8; Marie Nagel, Frankfurter Straße 33; Lina Nicolai, Auf der Bach 4; Stefanie Nouak, Wikhelmstraße 62; Minna Ommert, Wernerwall 3; Pauline Peter, Gnauthstraße 4; Katharine Petersen, Großer Stein­weg 11; Käthe Pfeil, Horst-Wessel-Wall 25; Doro­thea Plank, Creonerstraße 26; Johanna Pohl, Sel- tersweg 73; Elise Re-ining, Stephanstraße 41; Ma­rie Neuling, Wiefecker Weg 40; Johanna Richter, Marktstraße 24; Margarete Riebm, Frankfurter Straße 50; Dina Rinderknecht, Kaiserattee 35; Wil­helmine Röhm, Jheringstraße 10; Gretel Rohrbach, Hindenburmoall 23; Wilhelmine Roth, Kaiser- aller 83; Anna Rühl, Schottstraße 2; Elise Sauer, Schottstraße 5; Irmgard 'Schaefer, Goechestraße 69; Dorothea Schaffner, Fröbelstraße 2; Elisabeth« Schlamp, Krofdorser Straße 32; Minna Schleifer, Wetzlarer Weg 51; Grefel Schmoll, Kaiserallee 37; Anna Schmidt, Steinsfraße 46; Elise Schmidt, Aster-

Ederstraße 20; Marte Dechthold, Lechgesterner Weg 127; Else Deck, Neustadt 45; Marie Becker, Ederstraße 20; Marta Becker, Asterweg 72; Mathilde Becker. Wetzlarer Weg 51; Anna Beigang, Stephan- straße 25; Anneliese Bertram, Frankfurter Straße 48; Elise Bingel, Neustadt 9; Marie .Bötticher, Hcnselitraße 1; Maria Bonarius, Carl-Dogt-Sträße A); Maria Drams, Wilhelmstraße IG; Margarete Brück, Neustadt 24; Elisabeth Carl, Krofdorser Straße 102; Margarete Coolhaas van der Wortde, An der Margaretenhütte 32; Margrit Cordier, Gro­ßer Steinweg 15; Margarete Damasky, Gut fleisch- straße 1; Marie Damm, Lbfertsröderweg 18; Marie Dietz, Crednerstraße 18; Ida Dieringer, Budde- straße 4; Anna Diehl, Thomastraße 30; Katharine Dietz, Alicenstraße 32; Marie Dietz, Liebigstraße 93; Helene Dippel, Asterweg 72; Minna Dörsner, Mar- burger Straße 36; Paulo Dörr, Mittelweg 5; Marie Eberhardt, Asterweg 86; Marie Emmerich, Asterweg 74; Marie Enz, Ludwigstraße 70; Ida Faber, Mühlstraße 22; Elisabeth Fahrenkamp, Hin- denburgweg 21; Marie Feddeler, Mühlstraße 2; Anna Fertsch, Wetzlarer Weg 37; Marie Frey, Kaiserattee 31; Else Georg, Marburger Straße 28; Marie Gerlach, Wilhelmstraße 43; Elisabeth Gissel, Licher Straße 59; Mathilde Göbel, Kaiserattee 3; Anno Görg, Wiefecker Weg 40; Martha Grein, Neustadt 21; Karoline Größer, Buddestraße 3; Karoline Gümbel, Neustodt 56; Marie Habicht, Sch'ottstraße 44; Margarete Hahn, Steinstraße 63; Marie Hamel, Landgrafenstraße 6; Emma Hart­mann, Neustodt 51; Käthe Hartmann, Ebelstraße 22; Margarete Hedderich, Gleiberger Weg 42; Marie Heil, Rodheimer Straße 57; Wilhelmine Henn, Sel­tersweg 9; Anni von bet Heyden, Am Kugelberg 34; Elise Hock, Hammstraße 4; Ernestine Hobel, An den Bahnhöfen 38; Katharina Höhr, Frankfurter Straße 29; Minna Hölscher, Schottstraße 8; Elisa- bett) Ho mann, Wctzsteingafse 8; Katharine Hof­mann, Neuenbäue 11; Janet Holderer, Marburger Straße 20; Anna Hormann, Steinstraße 63; Lina Hünermund. Wolkengasse 17; Elisabeth Huhn, Kaplaneigasse 5; Marie Jacob, Kleine Mühlgosse 10^ Marie Job, Riegelpfad 68; Helene Jsheim, Schis- fenberger Weg 38; Anna Jünger, Wetzlarer Weg 69; Magdalene Kämmerer, Licher Straße 19; Johanna Kalbfleisch, Auf der Weißerde 6; Margarete Kehm, Rodheimer Straße 35; Anni Keller, Bahnhof­straße 30; Anna Klöppel, Gießen-Klein-Linden, Wetzlarer Straße .58; Katharine Koch, Budde- straße 2; Elfriede König, An der Hardt 3; Chri­stine Koldewey, An der Johanneskirche 5; Käte Krach, Asterweg 41; Johanna Kreiling, Ludwig- straße 24; Elisabeth Kreuter, Hinter den Schieß- § arten 24; Klaro Krüger, Seltersweg 38; Alwine

'rumbiegel. Neustadt 15; Katharine Kühne, Sel­tersweg 26; Wttkelmine Lade, Hofnmnnstraße 5; Maria Lampe, Wernerwall 24: Elise Canto, Wetz­lar u: Weg 39; Katharina Launspach, WoMrgße 12; Elisabeth Lenz, Frankfurter Straße 121; Wilhelmine Löhner. Gießen-Klein-Linden, Lützellindener Straße 27; Hildegard Lotz, Gartenftraße 13; Sophie Lütt, Dleichst'-aße 21: Anna Ludwig. Liedigstraße 5; Eli­sabeth Maack, Hktterwall 9; Luise Mandler, Gi"ßen- Klein-Linden, Wetzlarer Straße 54; Susanne Man- nel, Läufertsröderweg 41; Margarete Masiengeil, Sonnenstraße 6; Sophie Menz, Ederstraße 30; Marie Merlau, Crednerstraße 16; Marie M"Ub, Werrastraße 2: Elise Möbus, Asterweg 59; Hen-

weg 67; Karola Schmidt, Altenfeldweg 25; Mar­garete Schmidt, Kleine Mühlgasse 5; Elisa Schmitt, Licher Straße 117; Katharine Schmitt, Friedens- strahe 19; Susanne Schmitt, Licher Straße 117; Mathilde Schmittdiel, Schillerstraße 7; Anna Schnei- der, Mttelweg 13; Barbara Schneider, Schott» straße 48; Küche Schneider, Sandgasse 18; Martha Schömann, Johnstraße 42; Auguste Scho mb er, Schiffenberger Weg 33; Dorothea Schütz, Frank­furter Straße 132; Elli Schuldt, Hitterwall 12; Auguste Schwing, Schottstraße 37; Anna Seide- rer, Kaiserallee 34; Lucie Standfuß, Marburger Straße 54; Katharine Stecker, Rodheimer Straße 35; ...... ______ww( _________ ______ Wilhelmine Sieger, Frankfurter Straße 134; Anna häufe, Löwenaasse 18: Charlotte Müller, Schon- Steuerwald, Am Sandfeld 3; Katharine Storch, zenstraße 4; Frieda Mütter, Asterweg 80: Julie Neustadt 17; Elis. Joh. Storck, Aulweg 21;'Christine Mu'tter, Marburger Straße 35: Marie Mütter, Stork, Licher Straße 19; Paula Stotz, Werner- wall 51; Charlotte Strohbach, Goethestraße 50; Berta DHeis, Werrastraße 10; Lina Theiß, Neuen­weg 2; Elisabeth Törner, Gießen-Klein-Linden, Bergstraße 5; Marie Trinkaus, Lahnstraße 15; Cäcilie Velten, Lindengasse 14; Katharine Döbelt, Am Nahrungsberg 37; Karoline Völker, Wilhelm­straße 19; Gertrud Vogelsang, Aulweg 48; Katha­rine Volkert, Ederstraße 6; Frieda Waffenschmidt, Sandfeld 17; Lina Wogner, Wernerwall 3; Anna Walter, Am großen Morgen 3; Ottilie Weber, Hes­senstraße 16; Ottilie Weber, Schlachthofstraße 2; Katharina Weimar, Klinikstraße 8; Marie Weiters- haus, Gießen-Klein-Linden, Hintergasse 14; Marie Weitzel, - KMkstraße 32; Eva Welter, Schützen­straße 9; Marie Wißn-er, Fröbelstraße 47; Elfe Zimmermann, Goethestraße 72.

setzungen des strafverschärfenden Rückfalls in zehn neue Verhandlung gegen acht Angelegte aus Fallen des Betrugs schuldig gemacht, indem er sich Darmstadt wegen L e b e n s m i t t e l I ch l e b u n - Barbeträge in Höhe von zusammen 185 RM. un- gen, Bezuascheinfäls ch u n g en , B e t r u g ter dem Versprechen der alsbaldigen Rückzahlung und Unterschlagung mtt der Urtettssallung. geben ließ, die er nicht zurückzahlte, und Zechschul- Der Hauptangeklagte, der 50iahrlge Rudolf Irob­ben in Höhe von zus-ammen 97,47 RM. machte, die liger, war 1939 nach Derbußung einer strafe er nicht bezahlte. Er ließ sich in einem Prioatkran- nach Darmstadt gekommen und hatte in einer Le- kenhaus behandeln und verschwand heimttch, ohne, bensmittelgroßhandlung Anstellung Sestinden deren seine Schuld in Höhe von 127 RM. zu begleichen. Inhaber von seinen Vorstrafen keine Kenntnis hat-

Der Angeklagte bestritt jegliche Betrugsabsicht, ten. Als bei Kriegsausbruch mehrere Angestellte da er seine Verbindlichkeiten mit seinen Außenstän-, des Betriebes eingezogen wurden wurde Trobliger den die das mehrfache betragen hätten, habe be- die Bearbeitung und der Umtausch von Lebensmit- gleichen können. ^telbezugscheinen übertragen. Schon bald verlegte er

Der Anklagevertreter beantragte eine Gesamt- sich auf unglaublich geschickte Fälschungen, wobei Zuchthausstrafe von vier Jahren und Anordnung ihn ein wegen HelratsschwindAign vorbestrafter der Sicherungsverwahrung, da es sich bei dem An- Bekannter aus dem Gefängnis, Reinhold K n o s p e, geklagten um einen gefährlichen Gewohnheitsoer- unterstützte. Nach eingehender Beweisaufnahme brecher handele. Der Verteidiger beantragte Frei-verurteilte das Sondergericht Trobliger zu fprechung und, falls das Gericht in dem einen oder acht Jahren Zuchthaus und Sicherungsoer- anderen Falle doch zu einer Verurteilung kommen ; Währung, Aberkennung der bürgerlichen Ehren- sollte, milde Bestrafung. Er vertrat die Ansicht, daß rechte auf die Dauer von fünf Jahren und fünf- es sich bei dem Angeklagten nicht um einen gefähr- jährigem Berufsverbot. K n o s p e erhielt f u n f lüften Gewohnheitsverbrecher handele. Er wies be- Jahre Zuchthaus, drei Jahre Ehrverlust, sonders darauf hin, daß das Gericht im voraus- Sicherungsverwahrung und funsiahriges Berufs- grhenden Strafverfahren vor eitrigen Tagen gegen verbot als kaufmännischer Angestellter Dem weit- den Angeklagten, bei dem es sich um schwerere gehend geständigen Trobliger wurden fünf Monate Straftaten handelte, von Anordnung der Siche- Untersuchungshaft angerechnet, während bei Knospe rungsverwahrung abgesehen habe. ! wegen Leugnens und anmaßenden Verhaltens die

Der Angeklagte wurde wegen Betrugs im Rück- Untersuchungshaft nicht angerechnet wurde. Die bei­fall in sechs Fällen als gefährlicher Gewohnheifs-, den Inhaber der Lebensmittelgrohhandlung wurden Verbrecher unter Einbeziehung der durch Urteil der mangels Beweises freigesprochen, ebenso der Haus- Strafkammer des Landgerichts Gießen vom 6. d. M. wirt Tröbligers und em Angestellter des Ernah- erfannten Strafen zu einer Gesamtzucht- rungsamtes. Trobliger, der insgesamt etwa Haus strafe von drei Jahren und sechs 50 000 Kilogramm Waren auf gefälschte Bezug- Monaten, sowie zu Geldstrafen von zusammen scheine vermittelt hatte, war einem Ehepaar Muth, 165 RM. verurteilt, im übrigen freigesprochen. Auf das ebenfalls eine Lebensmiftelgroßhandlung in die erkannte Freiheitsstrafe werden zehn Monate , Darmstadt betreibt,behilflich" gewesen. Der Ehe- der Untersuchungshaft angerechnet. Die in beiden mann Muth erhielt wegen Verbrechen gegen die Urteilen erkannten Geldstrafen gelten'durch die Un- Kriegswirtschaftsverordnung usw. zwei Jahre, tersuchungshaft als verbüßt. Straferschwerend wirk- seine Ehefrau ein Jahr zehn Monate (Be­ben die einschlägigen Vorstrafen. Wenn das Ge- f ä n g n i s. Gegen beide wurde ein dreijähriges Be- richt auch diesmal von der Anordnung der Siche- rufsverbot erlassen.

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Kreis Wehlar.

Kinzenbach, 19. Dez. Am morgigen Freit«, 20. Dezember, begehen die Eheleute Steinm'"'"m und Frau Christine, geborene Jammer, das. Fest der golden-n Hochzeit. Dem Jubelpaar gilt unser herzlicher Glückwunsch. i

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Weihnachtsbeihilfe. Der Oberbürgev II If- meifter, Abteilung Familienunterhalt, weist daran! H v o I hin, daß die Auszahlung der Weihnachtsbeihilfe füi |Hpi u Emvfänger von Familienunterhalt, und zwar für |||i-?r

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j Preisüberwachungsstellen angewiesen, nicht nur ' gegen die Erzeuger, sondern auch gegen die Der i braucher, von denen die zulässigen Höchstpreise über schritten werden, mit den schärfsten Strafen oorz. .. , g^hen. Insbesondere werden Gaststättenbetriebe die Geflügel unmittelbar beim Erzeuger zu unz» f lässigen Preisen aufkaufen und die Preise für Tv - flügelspeisen entsprechend erhöhen, aufs empfing ! [id'fte bestraft werden. Gaststättenbetriebe, die Zuchß

gcflüqel zu Schlachtzwecken auftaufen, werdrr K grundsätzlich ohne weiteres auf längere Zeit gs il6;* schlossen. WZ

Gießener Vochenmarktpreife.

für je vier Wochen je 125 Gramm Reis als 6o» derzuteilung ausgegeben werden.

3. In der Zuteiluägsperiode vom 16. Dezembi, 1940 bis 12. Januar 1941 werden je Kopf der Lv Dotierung 500 Gramm Zucker als Sonderzuteilung gewährt.

4. Die Marmeladeration wird vom 13. Janua, 1941 ab bis auf weiteres um 100 Gramm für j, vier Wochen je Kopf der Bevötkerung erhöht. Di, Marmelasderation wird von diesem Zeitpunkt al je Kops der Bevölkeruna jür vier Wochen also nidy mehr 600 Gramm, sondern 700 Gramm betragen

5. Die Zuteilung von Bohnenkaffee, mit der Cnh,

Oktober bzw. Ansang November begonnen wurde 1 wird bis zum März 1941 fortgesetzt werden.

6. In der Zeit nach dem 20. Januar 1941 wich für Personen über 18 Jahre die einmalige MöM i feit geschaffen, an Stelle von 125 Gramm Kaffes ; erfaß 25 Gramm Tee zu beziehen.

Schärfste Ueberwachung »er Seflügelpreise.

die Buchstaben AK am Freitag, 20.12., und LZ n in" am Samstag, 21.12., durch die Stadtkasse erfolgt Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß ' die Auszahlung durch die Sta.dtkaffe erfolgt, uni zwar gegen Vorlage der grünen Ausweiskarte. Be­nachrichtigung der in Betracht kommenden Fam6 lienunt"rbaltungsb"rechtigten erfolgt nicht.

* Kleine Mengen Aepfel frei ?» haben. Die erste Verteilung von Aevfeln ad Karten an Jugendliche, werdende Mütter vnß Kranke ist mit dem 15. Dezember 1940 abael-i'W sen. Die noch vorbandenSn Restbestände des Einn5 und ambulanten Handels können nunmehr in klei' nen Mengen stei verkauft werden.

* A u f dem Wege zur Arbeit verun­glück Am gestrigen Mittwochmorgen stürtte brr Arbeiter K*irad Hillgärtner, als er sich z» seiner Arbeitsstätte begeben wollte, in feinem Wo bin- | haus am WegeZu den Mühlen" fo unalücklich Mt Trepve herab, d^ß er mtt cHem Schä^elbruch ro» der Bereitschaft G'eßen des Deutschen Roten Kreu­zes der Chirurgischen Klinik zugeführt werde»

Im Handel mit Geflügel find in letzter Zeit M reiche Preisverstöße feftgefteUt worden. Der Reichs ! kommissar für die Preisbildung hat daher bit z. i'ikArtnnrinin ncffollon nnrtPtD i pfpH tl i fhf nm

Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehn i\ sich für A-Ware. Für 6-Ware oder abfallende Wan rL. sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedrige, pH Gießen, 19. Dez. Auf dem. heutigen Woche» pW markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RN. iW Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, au» wW ländische Eier 11 bis 12, Kartoffeln, % kg 4,1 M" 5 kg 41, Wirsing, % kg 7, Weißkraut 6, Rotkraut7, gelbe Rüben 5 bis 8, rote Rüden 7, Unterkohlrabi Ü IjW Grünkohl 7, Rosenkohl 15 bis 30, Feldsalat (/w) 8 »p Aepfel, Vi kg 25 bis 35, Lauch 17, Sellerie 14 Rettich 14, Nüsse 50 bis 60. Blumenkohl, das Stüa!

20 bis 50, Salat 10, Endivien 8 bis 10, Ober MM

NerWchllmgimf Korsika

-loman von Wnz LorenMambrecht

22. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Ausgezeichnet, machen wir es so."

Und saa mal, Tante, könntest du uns nicht einen Arzt empfehlen, am besten einen neutralen, der keine überflüssigen Fragen stellt. Ich glaube, es ist gut, wenn sich Gienant einmal untersuchen läßt."

Maria Ansaldi denkt nach.Ich kann dir einen Engländer empfehlen. Er ist ein alter zuverlässiger Arzt. Er hat ein eigenes Sanatorium hier und wird viel von Ausländern in Anspruch genommen. Doktor Warden heißt er. Wenn es dir recht ist, läute ich ihn mal an, er soll deinen Freurck» be­suchen."

Das wäre furchtbar nett von dir, Tante." Sol- terdeck ist eine weitere Last abgenommen. Er gibt Maria Ansaldi die Adresse des Seemannsheimes, in dem sie wohnen.Und vergiß dabei nicht, daß wir Miller und Walker beißen."

Er verabschiedet sich bald, da er ja einige Stun­den später wiedertommt, und fährt zurück dies, mal mit der Zahnradbahn. Denn der herzliche Empfang bei seiner schönen Tante hat seinen man. kenden Wagemut wieder auf eherne Füße gestellt.

Als er in die Stube kommt, die er und Viktor aemeinsam genommen haben, liegt dieser ange» kleidet und teilnahmlos auf seinem Bett. Er hat sich nicht entschließen können, sich auszuziehen, da die Betten vor Schmutz starren, wie er Solterbeck sagt.

Und eine Luft zum Schneiden ist auch", meint Solterbeck und tritt gleich an das Fenster, das auf einen unfreundlichen Hinterhof aeht. SämtNche Wohlgerüche Alt-Genuas dünsten summarisch her­auf.

Solterbeck berichtet dann mit warmen Worten von feinem Besuch bei Maria Lnsaldi und sagt, daß er abends noch einmal hinauf müsse, um 2m. dreas Ansaldi zu treffen.

Man kann dich doch allein lassen, alter Junge?

Wie fühlst du dich?"

Es wäre gut, wenn uns Ansaldi eher morgen als übermorgen weiterhelfen würde", ist, Viktors Antwort.Er hilft uns doch?"

Bestimmt tut er das. Maria Ansaldi hat es mir zugestchert. Und ehe... sie will übrigens einen Arzt schickend

Viktor sieht ihn ärgerlich an. Unter seinem Aerger verbirgt sich Angst.

Solterbeck beruhigt rasck:Es schadet schließlich nichts, wenn er dich untersucht, da wir doch einmal hier sind. Er wird dir ein Mittel geben, das dir aufhilft. Er ist Engländer, ein zuverlässiger alter 2lrÄt ...*

Viktor sagt nichts. Als ihm Solterbeck mitteilt, daß ihre Kameraden einen Tag nach ihrer Flucht in die Schweiz ausgetauscht worden seien, lacht er verbissen auf. 1

Ein großartiges Glück habe ich schon, bas muß ich sagen", höhnt er.Vier Jahre halte ich es in der Gefangenschaft aus, und einen Tag bevor sie mich abschieben, mache ich Kamel mich auf die Flucht. Wirklich genial!"

Nimm Vernunft an, Viktor. Sie sind nur inter­niert, wir sind frei."

Noch nicht, mein Lieder, noch nicht", sagt Viktor Äends also trifft Solterbeck Andreas Ansari, den er von Hamburg her nur noch flüchtig in Er­innerung hat. Andreas Ansaldi ist eine stattliche, achtunggebietende Erscheinung mit einem prächtigen Renaissancekopf, ein Condottiere, der die Waffe des Schwertes mit der des Geistes vertauscht hat. Er heißt Solterbeck liebenswürdig und ritterlich will- kommen. Er macht ihm in wenigen Sätzen klar, wie er ihm und Viktor zu helfen gedenkt. Die italienisch-schweizer Grenze wird nalürlich scharf be­wacht, aber Ansaldo wird im Laufe des morgigen Tages die nötigen Papiere beschaffen, mit denen sie übermorgen die Weiterfahrt antreten können. Er braucht dazu nur ihre Pässe. Solterbeck händigt ihm den seinen gleich aus, den von Viktor will er ihm morgen früh ins Büro bringen.

Als das nun geregelt ist, sagt Ansaldi ernst:Sie werden wohl gerade zum Zusammenbruch Deutsch­lands kommen Es tut mir aufrichtig leib, Ihnen nichts Besseres sagen zu können. Aber nach allem, was man aus zuverlässigen Quellen hört, muß es fürchterlich drüben aussehen. Oesterreich-Ungarn geht noch rascher der Atem aus."

Solterbeck ist betroffen. Andreas An-saDi sagt etwa dasselbe wie der Kapitän Arana, wie es tn den Zeitungen steht. Aber das Wort dieses Mannes muß man ernst nehmen. Solterbeck macht eine vage Geste, sprechen kann er nicht.

So wäre denn für die beiden Flüchtlinge auch die

attsrletzts Tür in die Heimat geöffn^, Si- könntrn

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nun wirklich heimkehren. Aber das Schicksal hat mit Viktor iebenfalls ganz anders beschlossen.

Viktor hat, um den unleidlichen Zustand zu ver­treiben, zu dem Allerweltsheilmittel Schnaps ge­griffen und sich in Solterbecks Abwesenheit maßlos bett unten. Bei dessen Rückkehr wälzt er sich m einem Delirium zwischen Wachen, Fieberschauern und Schlaf. Solterbeck drückt mehrere Schwämme kaltes Wässer, soweit er es kalt aus der Leitung bekommen kann, über Viktors Gesicht und Brust aus. Mktor beruhigt sich auch etwas und schläft schließlich ein.

Am anderen Morgen aber ist er wie zerschlagen am ganzen Leib. Als er aufsteht, sinkt er mit einem Schwindelanfatt wieder auf das Bett. Er reißt sich zusammen und folgt Solterbeck, der schon beim Frühstück sitzt. Er würgt einige Bissen fyinab, ob­wohl sie ihm in der Kehle stecken bleiben wollen. Hernach muß er alles wieder von sich geben. Wie­der in seinem Zimmer überfällt ihn plötzlich ein heftiger Fieberschauer, der ihn durch und durch schüttelt und willenlos auf das Bett wirft.

Solterbeck ist jetzt zum erstenmal ernsthaft be­sorgt. Seine Hoffnung ist der Arzt,< der, wie ihm Maria Ansaldi gestern abend noch versicherte, heute morgen kommen will.

Er wird dir schon ein Mittel geben, das dir wieder auf die Seine hilft", tröstet er.Du mußt nur alle Kraft zusammennehmen, Mensck. Bedenke doch, vierundzwanzig Stunden noch, uito wir sind wirklich frei. Du mußt mir übrigens noch deinen Paß geben."

Paß? Wozu?" fragt Viktor mtt klappernden Zähnen.

Ansaldi braucht ihn, um die nötiaen Papiere für die Einreise in die Schweiz beschaffen zu können. Wir gelten als von ihm entlassene Arbeiter, die sich in Zürich um eine neue Stellung bewerben wollen/

Viktor sieht ihn eine Welle mit fiebrigen Augen an. Dann sagt er plötzlich vor sich hin:Du mußt allein fahren, Iürk. Ich kann nicht mit dir kommen."

Solterbeck schimpft:Unsinn! Quatsch! Kann nicht! Kann nicht! Du hast schon ganz anderes gekonnt. Ohne dich bringen mich keine zehn Pferde in die Schweiz, das sage ich dir gleich."

Viktor lächelt trüb.

Gegen zehn Uhr erscheint Doktor Warden. Er untersucht Viktor, der für ihn Mr. Stephan Walker ist. und stellt eine schon ausgebrochene vernachlässigte Malaria fest, Er macht ein sehr ernstes Gesicht, Vik­

tor und Solterbeck sehen ihn mit angstvoller ErwM tung an.

Solterbeck bricht das lähmende Schweigen:öbt't es ist doch ... mein Freund, kann doch die Reis t in die Schweiz antreten?"

Der Arzt schüttelt den Kopf:Nein, das kam er nicht. Der Ausbruch ist jetzt akut und läßt sich nicht mehr zurückhalten. Daß sich Ihr Freund so lange auf dem Schiff gehalten hat, ist bewunderns­wert. Aber diese eine Tag auf dem Land hat iH umgeworfen. Die Fieberanfälle werden sich jetzt erst einstellen und rapid zunehmen. Dazu tomd j noch, daß Herr Walker körperlich sehr stark herun!ek j ist. Das kann zu lebensaefährlichen Komplikatiom" i führen, wenn er nicht sofort in sachliche Behanü-' lung kommt ..."

In dem dumpfigen Zimmer herrscht Schweigem i Solterbeck atmet tief auf und reckt sich. Er tritt an Viktors Bett und sagt ruhig und fest: ,,9cd); bleibe selbstverständlich hier, bis du wieder in Orfo nung bist. Jetzt will ich wieder zu Ansaldi gehe», um ... na ja, du weißt ja, um was zu besorgen.

Sie sind in Gegenwart des Arztes vorsichtig. 1 haben englisch gesprochen und gelten vor ihm ab Amerikaner Schweizer Herkunft.

Dr. Warden aber lächelt heimlich In sich hinein Ahnt er etwa schon den wirtlichen Sackvcrhallt! Er schreibt für Viktor Chinin auf, das Solterber sofort besorgen will. Dann verabschiedet er sich

Als gleich darauf auch Solterbeck das Simmef verla sen will, ruft Viktor ihn zurück. Viktor nimmt sich gewaltsam zusammen, als er zu dem Äamer«« 1 den pricht:Iürk, du mußt allein fahren. Es tn Unsinn, daß du hier bleiben willst. Rein lagt 1 nichts dagegen. Ich weiß, was du sagen willst. Kameradschaftlichkeit und so weiter. Und was w't! alles zusammen durchaemacht hätten, und daß w'k i nun auch bis zum Schlug zusammen ausbaliei müßten. Ich danke dir dafür und nehme es als . J genoffen an." Er lächelt schwach, wird aber gleiH wieder ernst:Du kannst mir hier ja doch ni<Ä helfen. Im Gegenteil. Zwei werden leichter entdcckt als einer. Und wenn jetzt das Fieber kommt, u ich rede Unsinn, so. fliegt mein Inkognito auf urJ deines mit. Einer in Sicherheit ist besser als gaik keiner. Wenn ich hier erst im Krankenhaus liege, so kannst du mir doch nicht helfen. Ich hätte nut eine Bitt«. Daß vielleicht deine Tante ... Die Uo* kosten werden natürlich von mir ..."

(Fortsetzung folgt)