heute do (Kommen unberührten, im Innern des Gran Ehaco (ebenden Indianerstämmen gekommen. Diese Stämme führen inmitten einer außerordent- (ch havben Natur ein unstet»» Ä-erWben. Tang besonders beschäftigten Ihn auch der Werdegang und das Schicksal der südamerikanischen Mischlinas'völ- ter. Nicht zuletzt hat er fein Auaenmerk auch auf die Sck)icksale deutscher Siedler Tn den tropischen Gebieten Südamerikas gerichtet.
Heiteres Variete.
Die Deutsche Arbeitsfront, NS.-Gemeinschaft »Kraft durch Freude", hatte für gestern zu einem Abend froher Unterhaltung im Gloria-Palast ein« geladen, der sehr gut besucht nxrr und ein hübsch zu- sammengestelltes Programm vortrefflicher DarietL- baDbietimgen brachte. Der Humorist Karl Peuker t als Ansager hieß zunächst die Besucher n>id» kommen und füllte die Pausen zwischen den ein- »einen Nummern mit munteren Ansprachen ans Publikum, mit dem er sogleich Kontakt fand. Gut und 'geschmackvoll ansagen bst viel schwerer als es ich anhärt; j)err Peukert entwickelte eine uner- chöpftiche Beredsamkeit und verbrettete sich mit an- leftammtem bayerischen Humor über die mancherlei [(Jemen, die einem Ansager zu Gebote stehen; er schweifte durch die deutschen Gaue, wobei er mit Genuß am Rhein verweilte, plauderte aus der Schule, prüfte die Besucher in der Botanik, erging sich über die alten Aegypter, über Goethe und die Verdunkelung und natürlich auch über das uner- schöpsllche Tyema aller Ansager: über Mann und Frau. Pusztay & C o. erschienen als Equilibristen mit einem gelehrigen Hund und verbanden in ihrer Nummer, in der der weibliche Partner erstaunlicherweis« den „Untermann" machte, Kraft und Eleganz. Rose D r o t g k beaann mit Saxophon- Solo und Steptcm» und zeigte später eine sehr saubere Tanzakrobatik. Eine der besten Nummern des unterhaltsamen Abends: Max Morland. Jongleure steht man massenhaft; sprechende Jongleure sind selten. Herr Morland unterhielt die Leute sehr witzia, indem er seine schwierigen Tricks mit einem tauschenden Redeschwall begleitete. Nicht minderen Anklang fanb mit Recht Grete D e d l t s ch , die mit sehr sympathischer Stimme und geschmackvollem Vortrag, dezent und mit Humor pointkerend, rotene- rische Lieder fang: von der Einquartierung, ein aus« nahmsweise nicht trauriaes Herbstliedchen und eine reizende, volkstümlich-verliebte Zugabe. Die Schwestern List und Sibylle Spalinger roarte- ten mit einem graziösen Spitzentanz im Biedermeierkostüm und einem temperamentvollen Matrosentanz auf und beschlossen den Abend mit dem traditionellen Wiener Walzer. Ein äußerst aufgekratztes Duett veranstalteten Lothar Röhrig und Patrik Hoffmann mit etlichen unerhörten Schlagern wie z. D. „Du bist so kühl zu mir, Elisabeth" und „In meiner Badewanne bin ich Kapitän"; das erfreute die Besucher so, daß zum Schluß noch die Arie vom Sellerie zugegeben werden nullte. — Das Publikum unterhielt sich zwei Stunden lang glänzend und spendete reichen Beifall.
Hane Thyriot
Gießener kvochenmarktpreije
* Gießen, 19. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, H kg 4, 5 kg 40, Wirsing, % kg 7, Weißkraut 5, Rotkraut 8, gelbe Rüben 7, rote Rüben 6, Römischkohl 10, Unterkohlrabi 5, Zwiebeln 12, Schwarzwurzeln 15, Kürbis 7, Feldsalat (*/io) 8, Aepfel, % kg 15 bis 30, Salat, das Stück 8 bis 10, Endivien 5 bis 10, Lauch 3 bis 5, Sellerie 5 bis 30, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bündel 10 Rpf.
ch
*• Zum viertenmal eine fröhliche Gabe. ,Kamerad Humor", der inzwischen als Sendbote des Landes um Rhein und Main schon recht bekannt geworden ift, meldet sich jetzt in seiner vierten Gestalt. Wer sich noch der drei zurück- liegenden Ausgaben erinnert, ist wohl überrascht, wie unerschöpflich der Quell landläufiger Fröhlichkeit um Rhein und Main svrudelt; wieder' ist es dre bewährte Mischung aus Anekdoten, Gedichten und Zeichnungen, die dem Blatt das Gepräge der Gemütlichkeit und des Frohsinns aibt. Der Herausgeber dieses schönen Faltblattes rft der Lande sfrem» oenverkehrsverband Rhein-Main in Frankfurt a. M.
♦♦ Der Westerwald-Verein, Zweig- verein Gießen, hielt am Sonntag bei starker Beteiligung seine Monatsversammluna ab. Vereinsführer Mader berichtete zunächst, daß der Mitgliederstand des Vereins irn Steigen sei und die
SOOOÄtlometer Siete
Roman von Olly Boeheim
8(.'Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Die Gläser klangen hell zusammen; beifälliges Gemurmel wurde laut. Die Gäste erhoben sich von ihren Plätzen, um mit dem Brautpaar anzustoßen. Da klopfte der Herr mit dem Spitzbart und der Brille an sein Glas und sagte, daß es auch ihn dränge, eine Rede zu halten. Gewissermaßen eine gesprochene Kritik, meinte er mit verschmitztem Lächeln. Ein Murmeln erhob sich, und Vera erfuhr, daß dies der Tiger, der berühmte und gefürchtete Kritiker sei.
Za, er wollte eine Rede halten und dem deutschen Gast zu Ehren in deutscher Sprache, deshalb bitte er die Zuhörer, nicht alhu kritisch mit ihm zu verfahren, falls er einen sprachlichen Lapsus mache. Er hoffe, die Tafelrunde verstehe Deutsch, und falls dies bei dem einen oder dem andern nicht der Fall fein sollte, so erbitte er einen Dolmetsch. Den ein- setzenden Applaus wehrte er mit erhobenen Händen ab und deutete auf Anita, der diese Beifallsbezeigungen gebührten. Er fei aber nicht aufgestanden, um etwas zu sagen, was man morgen in der Zei- tung lesen könnte. Er wolle nicht über die Tänzerin sprechen, die zu tanzen begonnen habe, sondern über die, die zu tanzen ausgehori habe.
„Vom Maler bleibt das Bild, vom Dichter das Buch, vom Sänger die Schallplatte, ja, sogar dem Mimen flicht die Nachwelt Kränze, well seine Leistung durch den Film festgehalten wird. Aber die Der Tänzerin? Was ist es mehr als ein seidiger Vogelflug, der uns aufschauen läßt, uns einen Augenblick lang glücklich macht und der dann im Aether verschwimmt. Tanz ist die ungreifbarfte Kunst aller Künste, die substanzloseste. Ich sagte vorhin, daß sie uns glücklich macht, Frau Derries. Das ist das höchste Lob, das einem Künstler gezollt werden kann. Sie haben viele Menschen glücklich gemacht, ich selbst war auch darunter, als ich Sie zuletzt in Wien tanzen sah. Nun haben Sie freiwillig entsagt, und Ihren eigenen Lorbeerkranz um eine
junge Mädchenstirn gelegt Sie verzichten darauf, viele Menschen zu bealüden, um einen glücklich zu machen. Mag das Opfer noch so groß fern, er verdient es. Uno da die Götter jedes Opfer in ihrem Herzen belächeln, wohlgefällig belächeln, werden sie ihre ewigen Hände zum Segen öffnen."
Er hob fein Glas: „Wir wollen trlnfen! Auf Vera Derries, die ein junges Menschenkind königlich beschenkt hat, und auf Anita Sllesen, den tanzenden Funken." Er wandte sich mit ernstem Gesicht dem jungen Mädchen zu. „Don, Ihnen hängt es ab, ob der Funke, der zweifellos 'da ist, zur Flamme des Genies angefacht wird, ober ob er im Alltag verlöscht In dem Atem, Kind, mit dem er angefacht wird, muß Deine ganze Seele sein. Kunst erfordert den ganzen Menschen. Sie ist eine herrische Göttin und verträgt keine anderen Götter neben sich."
Die Gläser klangen zusammen. Anita stand mU blassen Lippen vor dem wissenden Antlitz des alten Mannes.
„Den ganzen Menschen, Anita Sllesen, besten Sie stets baran , sagte er, unb fein Glas gab einen hellen fingenben Ton von sich, als er mit Anita anstieß. „So, und nun wollen wir den Braten nicht kalt werben lasten." Diese Worte brachen ben Dann der Feierlichkeit - Die Gäste steckten Die Köpfe Zusammen. Der berühmte Kritiker hatte Anita Sllesen anerkannt. Auf biefe Worte hin bürste man eine Kritik von ihm erwarten, bie Anita Sllesen alle Tore öffnete. Die biefe Dame an Peters Seite schwamm in Rührung wie ihr Teller in Dratensoße.
„Wissen Sie, ich bip Dänin", sagte sie und wischte sich die Augen. „Wir haben sehr viel Tränen und sehr viel Appetit Ich weine fast ebenso gern wie ich esse. Sprach er nicht wundervoll? Ich habe zwar nur die Hälfte verstanden, aber —"
„Vielleicht nehmen Sie dafür noch etwas Braten", sagte Peter und reichte ihr freunbfchafllich die Platte. Er suchte über ben Tisch Anitas Augen. Sie nickte ihm zu unb hob bas Glas. Erik Schmitter- lof folgte ihrem Blick unb trank Peter ebenfalls zu; sein Lächeln jeboch war kühl und gezwungen. Nachdem bie Tafel aufgehoben war, zerstreute sich bie Jugend im Park, während die alten Herrschaften in der Bibliothek und im Lesezimmer ben Mokka nahmen. Auf Der Rasenfläche drehten sich die ersten Paare im Tanz.
Wandertätigkeit seither sehr rege war, diese auch im Winterhalbjahr aufrechterhalten werden soll. Für Die nächste Zeit sind Tageswanderungen, eine Weihnachtsfeier mit Kinderbcscherung, eine Auszeich- nungsseier im Januar und Beteiligung an Der Win- ter-SternwanDerung des Hauptvereins vorgesehen. Dem Kriegs-WHW. wurde ein ansehnlicher Betrag überwiesen. Eine weitere Gabensendung an die bei Der Wehrmacht befinDlichen WanDerkameraden soll Durchgcführt werben. Man will auch versuchen, ben Volkstanz roieber aufleben zu (assen. Nack Dankes- warten an bie Sammler für bas Kriegs-WHW. bei ber Strahensammlung bes NSRL. und nach Erledigung einiger kleinerer Angelegenheiten schloß ber Vereinsführer bie Versammlung in ber üblichen Weise. Anschließend blieben bie Teilnehmer noch einige Zeit In kameradschaftlicher Geselligkeit beisammen.
Letzte Ehrung für Hektor i. H Oaab t-
* Lollar, 18. Nov Nachdem Die Urne unseres verdienten Rektors L R. Otto D a a b auf unserem Friedhof beigesetzt worden war, erwiesen am Sonntag Die Lehrerschaft, Die Kriegerkameradschaft und Der Verein KinDerfreunD ihrem langjährigen treuen Mitarbeiter und Kameraden Die letzte Ehre. In aller Stille legten Rektor R u ck e l s h a u j e n für Die Lehrerschaft, Kameradschaftsführer Daube rt für Die Kriegerkameradschaft Lollar und Der 1. Bei- geordnete Hermann Schwalm für den Verein Kinderfveund je einen Kranz nieder.
Landkreis Gießen
ch Bettenhausen, 18. Nov. Im Kreise seiner Kinder, Enkel und zahlreicher Urenkel feierte Der Bauer Johann Georg Rücke! seinen öl. Geburtstag. Leider tst der betagte, geistig noch rüstige Mann schon feit fast Jahrzehnten erblindet.
Besuch auf -er Gießener Hütte.
Lichtbildervortrag im Zweig Gießen des Deutschen Alpenvereins.
Der Zweig Gießen im Deutschen Alpenverein hatte seine Mitglieder und Freunde für Den Sonntag- nachmittag in Das Hotel „Hindenburg" zu einem Vortrag über bie Schönheiten von Körnten und Die Gießener Hütte elngelaben. Der Dereinsführer, Di- rektor Wrede, hieß die sehr zahlreichen Besucher willkommen.
Sodann sprach Dr. Kaufmann, ber hn verflossenen Sommer auf einer Reise Kärnten unb Die für ben Gießener Zweigverein besonders interessierte Gießener Hütte besucht hatte. Er schilderte als scharf beobachtender^ Natur- und Berg- freund Land und Leute Der füDllchsten Grenzmark Des GroßDeutschen Reiches und erzählte von der Geschichte und Dem Freiheitskampf dieses 11000 Ouadratkllometer großen Landes, das mit feinen mehr als 200 Seen zu Den schönsten unseres groß- deutschen Vaterlandes gehört.
Im zweiten Telle seines Vortrages, der durch prachtvolle, von Dr. Kaufmann und Frl. Fuhr angefertigte Lichtbilder ergänzt wurde, führte der Vortragende den Besuchern Die Schönheiten Des Landes vor Augen. Er ließ die Gäste im Geiste Die Reise über München, Salzburg, Durch das Salzachtal unD mit der Tauernbahn miterleben, um schließlich inmitten Der schönen Bergwett zu verwellen. Er zeigte auch Bilder von Spittal an der Drau mit dem Standquartier der Gießener Bergfreunde, um schließlich von Gmünd im Llesertal aus nordwestlich Durch Maltatal und Dann westlich durch Den Goßgraben ins wildromantische Gebirge mit feinen vielen Schluchten und wilden Wasserfällen aufzustrigen. lieber Almen, Höfe und Hütten führte der Weg immer höher hinauf, zuletzt zur Stieb-
ochsenhütte und über Die Baumgrenze, bis sich schließlich die Gießener Hütte — erst kurz vor dem Ziel — dem Blick des Wanderers darbietet. Sie ist ein stattliches, zweistöckiges Gebäude, am Fuß Der Hochalmspitze gelegen, wurde vom Zweigoereln Gießen erbaut und von chm bis zum heutigen Tag betreut Bei einer Höhenlage von 2300 Meter, rundum eingeschlossen von Bergspitzen, bietet sie sich in ihrer wunderbaren Lage Dem Wanderer dar. Sie rft sauber und nett eingerichtet, hat schöne Zimmer, und gut läßt es sich, Die beste Verpflegung nicht zu pergessen, dort leben.
Die vielen Lichtbilder ließen erkennen, Daß die Gießener Hütte mit Ihren nach allen Richtungen möglichen Hohenwanderungen in Die schönste Umgebung hineingestellt ist Nack Dem Abstieg nahm Dr. Kaufmann noch einige tage Aufenthalt am 1000 Meter hoch gelegenen Weißensee, von Dem er noch etliche Bilder zeigte.
Zum Schluß feines Vortrags führte der Redner noch aus, daß mit der Gewinnung tiefes urdent- fchen, herrlich gelegenen Landes unser Vaterland unendlich reicher geworden sei, nicht nur an Land, sondern noch viel mehr an treudeutschen und opferbereiten Menschen.
Vereinsführer Wrede Dankte Dem Vorträgen- den im Namen Der aufmerksamen Besucher. Bei manchem wurDen alte Erinnerungen wach an Dort schon verlebte Tage, bei vielen aber ber Wunsch, bie herrliche Gegenb um die Gießener Hütte im Land Kärnten selbst bald kennen zu lernen. Aus der Versammlung heraus wurden Die Ausführungen noch ergänzt und untersttlchen und weitere Anregungen gegeben.
G.JL-fport
1900 - VfB. B. 3:2 (2:0).
Der Sieg der Blau-Weißen war etwas vom Glück begünstigt, Denn auf GrunD Der teilweifen Feldüberlegenheit hätte der VfB.-R. zumindesten ein Unentschieden verdient Da Das Können allein aber nicht immer ausreicht, muß man auch mal mit Dem Beistand Fortunas rechnen, und Den hatten am Sonntag die Platzbesitzer.
Mtt Beginn Des Spieles übernehmen Die Grün- Weißen Das KommanDo. Verschiedene günstige Ge- legenheiten eröffnen sich auch Dem Sturm, Der je- Doch nichts Produktives Damit anfangen kann. Abgesehen von einigen VerlegenheitsDurchbrüchen Der Blau-Weißen dauert Dies bis zur 20. Minute. Da kommt eine überraschende Wendung. Jung, der Linksaußen ber Blau-Weißen, geht mit einer Vorlage auf und davon, überläuft Die Verteidigung, lenkt Den Ball an dem sich entgegenroerfenDen Tor- mann vorbei zu Schellhaas, der in aller Ruhe nur einzulenken braucht Dieser Erfolg pulvert Die Blau- Weihen etwas auf, und obwohl Der VfB.-R. immer noch einige FelDvortelle hat, heißt es Dank einiger zielstrebender HanDlungen in ber 38. Minute 2:0 für 1900. Schellhaas, Der gegenüber früher viel frischer in seinem Spiel geworden ist, erwischt eine Abwehr von Schlitz gerade noch auf Der filme, und feine genaue Hereinaabe lenkt Theis an Dem Torwächter vorbei. Nach dem Wechsel ist 1900 sofort
stark Im Angriff, unb durch ben mehr und mehr eingesetzten Linksaußen Jung werden verschiedene aussichtsreiche Chancen herausgearbeitet, die Der Innensturm jeDoch nicht zu verwerten weiß. Schließlich ift es Jung selbst, der eine Flanke von Kraft unhalbar zum 3:0 einköpft Damit sehen die Blau- Weißen wie bie sickeren Sieger aus, und es wird wohl niemand der Ueberxeugung gewesen fein, daß die Platzbesitzer nochmals um Den Sieg bangen müssen. Von ber 63. Minute an mirh man jedoch eines anderen belehrt, als es Den Grün-Weißen gelingt auf 3:1 zu verkürzen. Einen Schuß von Ehmann kann der am Boden liegende Letsch zwar halten, als ihm jedoch Das Leder weafvringt finD Jakob unD Godglück zur Stelle und schießen zum ersten Gegentreffer ein. Kurze Zeit später heißt es 3:2, als Goß durch ungewolltes Handspiel einen Elfmeter verursacht, Den Ehmann verwandelt Die nun stärker unb stärker werdenden Angriffe des VfB.-R. halten die Platzbesitzer für bie erste Zeit aus, um gegen Schluß roieber etwas aufautommen, sodaß sich bas Spiel in verteilten Rollen feinem Ende zuneigt Zu Erfolgen kommt es aber infolge Der Aufmerksamkeit ber beiberfeltigen Hintermannschaften nicht mehr.
VfB.-R. hatte infolge verschiedener Urlauber eine beachtliche Elf zur Stelle, Der es aber an ber nötigen Verständigung fehlte. 1900 mußte gezwungenermaßen Ersatz elnfteUeiL Bester Mann ber Blau-
„So wie in jener ersten Nacht am Meer werden mir nie mehr tanzen, Anita", sagte Erik Schmitter- lös nachdenklich. „Jetzt, wo du eine anerkannte Tänzerin bist, wage ich kaum mehr, dich aufzufor- dem. Damals auf ber singenden Insel warst Du meine kleine Nixe unD gehörtest mir ganz allein. Ich war nur auf Deine Schwestern, die Meerfrauen, eifersüchtig."
„Unb warfst Ihnen ein Glas Sekt ins Meer, Damit sie mich nicht wegholen vom Stranb", sagte Anni oerträumt.
„Ja — und nun? Du", er packte sie an belDen Schultern, „nun gehörst Du allen. Wenn Du wüßtest, wie Ich gelitten habe."
„Ich verstehe Dich nicht."
„Bel bem einen Tanz — »verliebte Elfe* ober so »hieß er wohl — warst bu halb nackt. Ja, nnen Schleier ließen alles ahnen. Mir war es wie eine Entweihung. Tausend Augen sahen deine geheimsten Schönheiten, vor denen ich selbst die Augen schloß, well sie mir heilig waren."
„Du denkst falsch", sagte Anita traurig, „ganz falsch! Es gibt keine Nacktheit in ber Kunst. Ent- weber ist es Kunst ober nicht. Wenn bu meine Nacktheit gesehen hast — ja — bann habe ich schlecht getanzt. Dann brachte ich es nicht fertig, die Grenze zu erreichen, bei der man die Nacktheit vergißt."
,Lch kann nie vergessen, daß meine Geliebte ihren Körper Dem Publikum zur Schau Darbietet."
,ÄH fürchte, Erik, wir verstehen uns in Dieser Frage nicht gang.?
„Verstehen ober nicht, es ist nun einmal geschehen."
„Du sprichst von meinem Tanzabenb wie von einem Unglück."
„Wenn ick ehrlich fein will, Anita, so war es für mich peinlich Ein Unglück wäre es gewesen, wenn meine Eltern dich so gesehen hätten. Meine Mutter wäre entsetzt gewesen. Natürlich wäre es mir lieber, bu hättest in Schweben überhaupt nicht getanzt."
„Nicht getanzt?" fragte Anita verstänbnislos.
„Ja, wenn wir heiraten, wirst bu bie Tanzerel Doch an Den Nagel hängen?"
„Du sprichst, als sei es beschlossene Sache."
„Ich nehme Doch an, Anita, baß bu ben Mann, den du liebst, auch heiraten willst. Du bist Doch meine kleine grau."
Benner
VfB.-R.
1900
e n ist Die Mannschaft, Die
„Erik!" Anita schrie es heraus. (Ein paar vorübergehende Gäste wandten erstaunt den Kopf. „Du tust mir weh!"
Ehmann Jung
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Berelchsklaffe. Dornhol
frei
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Ainu oagarll' dn ov!
Weißen, ja sogar des Platzes war Goß, Der In feiner heutigen Verfassung mit Lippert auf ein? Stufe zu stellen ist.
Die Aufstellungen lauteten:
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über Den gefährlichsten und zweifellos stärksten Sturm verfugt. Würden sich auch, bie übrigen Telle in entsprechenber Weise anpaffen, dann hätte et» nicht zu Den beiDen Rückschlägen der letzten Zeit zu kommen brauchen. Immerhin sinD die Aussichten vorhanden, auch jetzt noch in die Entscheidung ein- zuarelfen.
Kirch-Gons, das ebenfalls an Spielerabgängen zu leiden hat, ist bis jetzt noch nicht richtig in Schwung gekommen. Die Mannschaft spielt einen schonen Handball und pflegt ein anständiges Spiel. Gerade diese Tatsache hat ihr sehr.viele Sympachlen eingebracht und läßt erwarten, daß sie auch noch weitere Erfolge erringt.
Die Katzenfurter haben bisher Pech gehabt. Alle Spiele zeigten, wie stark bie Mannschaft ist unb über welche Kräfte sie verfügt. Wenn ihr weitere Erfolge versagt blieben, bann lag bas keineswegs an ber Spielweife, auch nicht an mangelndem Können.
Die Gießener M ä n n er t ur n er, die auch über Mannfchaftsfckwierigkeiten zu klagen haben, sind erst in letzter Zeit mehr aus sich herausgegan- gen. Daß die Mannschaft etwas kann, Darüber herrscht kein Zweifel; sie wird bei Den weiteren Spielen sicherlich auch noch ein Wort mitsprechen.
„3a, Liebster", sagte Anita unb lag an feinem Hals.
„Dummes, Meines Mädel! Hättest Du mich vorher gefragt, Dann hätte ich Dich gar nicht erst tanzen lassen."
Antta löste Die Arme von feinem Nacken.
„Du hättest mir ben Tanzabenb verboten?* „3a, mein Liebling, er war boch zwecklos." „Zwecklos?" Anita strich sich über Die Stirn.
„Weißt bu. Daß Dieser Abend mein größtes künstle- risches Erlebnis war?"
„Das Getanze? Nein, das ift mir zu hoch."
„Getanze? Du sprichst von meiner Kunst, als wäre ich in einem Tingeltangel aufgetreten.*
„Für mich besteht Darin kein allzu großer Unterschied."
Id»'1 s->N giff*
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„Das wollte ich nicht, Anita. Ich wollte Dir nur Die Flausen aus Dem Kopf treiben. Ich liebe dich, unD ich wollte Dich bitten, morgen mit mir nach Oslo zu fahren."
„Nach Oslo?"
„3a, Anita. Zu meinen Ettern. Die wohnen schon feit mehreren Jahren Dort. Meine Mutter ist Norwegerin, unD als ihr Vater starb unD ein Haus hinterließ, sinh meine Ettern nach Oslo übergefieDclt Sie roerDen sich sehr freuen, wenn ich Ihnen meine Braut vorstelle."
„Du bist sehr lieb, Erik, aber —"
Erik Schmitterlöf trat einen Schritt zurück: „Was heißt — aber?"
„Das alles stürzt so auf mich herein. 3ch bin ganz fchwinDlig davon. Laß mir Doch etwas Zeit."
,Lch habe keine Zeit. Anita. Mein Urlaub ist begrenzt."
„Ich will in Oslo einen Tanzabend geben."
„Davon kann natürlich keine Rede fein. Ich kann meinen Ettern nicht ein Mädchen ins Haus bringen, das halbnackt auf der Bühne tanzt."
Anita stand wie betäubt. „Wenn ich dich heirate, Erik", sagte sie langsam, „dann wäre der gestrige Abend mein erster und zugleich mein letzter gewesen?"
(Fortsetzung folgt)
Zwischenbilanz in der Handball-Bere chsklaffe.
Nachdem die Vorrunde der Handball-Bereichs, klasse bis auf zwei Spiele abgeschlossen ist und die Rückspiele am nächsten Sonntag beginnen, verlohnt es sich, einen kurzen Rechenschaftsbericht zu geben. Es ist schon so, Daß mit wenigen Ausnahmen — man heute allenthalben mit Vorkriegs-Zuschauev' zahlen rechnen kann und Daß eine weitere Aufwärtsentwicklung zu beobachten ist. Diese Tatsache ist nicht zuletzt Darauf zurückzuführen, daß sich das Spielniveau im Handball merklich gehoben hat und Daß Die Spitzenmannschaften in jeher Beziehung in Ordnung gehen. Das gilt von Dem Tabellenersten sowohl, als auch von allen übrigen Mannschaften. Bemerkenswert aber ift, daß alle Einheiten die Runde durckgehalten Haven und daß — wenn nichts mehr dazwischen kommt — sich Daran auch kaum etwas änDern wird. Es zeugt von vorbildlichem Geist, daß ttotz laufender Schwierigkeiten keine Ab. sagen eingingen und alle Spiele programmgemäß abgewickett werden konnten. Nicht unerwähnt soll noch bleiben, daß her zuständige Staffelleüer wäh. renh der Vorrunde keinen einzigen Spieler zu be- strafen brauchte, eine Tatsache, die wohl einzig da- steht. Es Darf erwartet roerDen, daß auch Die Ruck, runde in dieser Weife abrollt und Daß die roirklich beste Mannschaft Sieger bleibt
An der Spitze Der Tabelle steht Der vorjährige Staffelsieger, Tv. Hochelheim, Der bis jetzt zweifellos die beständigste Leistung gezeigt hat Die Elf verfügt über gutes technisches Können, weiß sich aber auch im richtigen Augenblick in her rich. tlgen Welse einzusetzen.
Der Tv. Garbenhelm» her im Augenblick bie zweite Stelle einnimmt, hatte einen schlechten Start unb Ist burch zwei Niederlagen etwas ins Hintertreffen geraten. Es hat fick aber gezeigt daß er feine alte Form wiederaefunden hat unb auf bem besten Wege ist, ein Wort bei ber Der- gebung bes Staffelsieges rnltzufprechen.
Lützel! inden hat sich gut herausgemackt unb nimmt heute bereits ben Dritten Platz ein. Berücksichtigt man, d-aß bie Mannschaft fast ausschließlich aus jungen Kräften besteht, dann ist ber Erfolg ber Dorrunbe noch höher einzuschätzen.
Hörnsheim hat ebnen großen Teil feiner etatsmäßigen Spieler abgeben müssen unb ist des. halb bisher noch nicht weiter in Erscheinung getreten. Nachdem sich aber her Ersatz mehr unb mehr elnzuspielen versteht, Darf man auch hort noch mit Leistungen rechnen, die aufhorchen lasten werden. Die Mannschaft ist in Drbnuna und zählt trotz her erwähnten Umstände zu ben besten Einheiten der
Fleischhauer Schlitz
Herrlich Kraft Leutheuser
Godglück Jakob Rohm Hofmann
Koch Schellhaas Tyels Kraft
Stieler Jäger Carstens
Goß Schneider Letsch


