Die Achse hat -en Sieg bereits in -en Händen.
Oer Duce spricht am Lahrestag -er Sanktionen.
Rom, 18. Nov. (Europapreß.) Am heutigen Jahrestag -er Sanktionen hat Mussolini im Palazzo Venezia vor den Mitgliedern des Großrates des Faschismus, den faschistischen Ratio- nalräten und Parteivorständen der Provinzen eine große politische Rede aehatten.- Er sagte: Der 18. November 1935 erscheint wie ein entscheidendes Datum in der Geschichte Europas Es ist der erste und letzte Angriffsoersuch großen Stiles der alten Welt, die in ihrem grausamen Egoismus und in ihren überholten Ideologien vom Vö l k e r b u n - verkörpert wurde, gegen die neuen, jungen und revolutionären Kräfte Europas, die von Italien und Deutschland verkörpert werden. Seit jenem Tage beginnt der Zwiespalt, der Gegensatz und der Kampf, der nach den Kompromissen von München, die die Demokratien mit dem einzigen Ziel, Zeit zu gewinnen, annahmen, m den von Frankreich und England gegen Deutschland erklärten Krieg ausmünden sollte. Ich erkläre feierlichst, daß die Verantwortung am Kriege aus« schließlich auf Großbritannien zurückfällt, und fürchte weder heute noch in aller Zukunft dementiert zu werden. Der Frieden hätte erhalten werden können, wenn Großbritannien nicht mit der willfährigen Mittäterschaft Frankreichs anstatt der konstruktiven Revision der Verträge die E i n k r e i - sungspolitik in Angriff genommen hätte, die nicht den Zweck hatte, den Polen das urdeutsche Danzig zu überlassen, sondern lediglich das Ziel ver- folgte, die aufstrebende politische und militärische Macht Deutschlands niederzuwerfen.
Nie hat man in der Geschichte der Menschheit «ine gewaltigere Welle der Fälschungen und Lügen erlebt, als die, dir von den Regierungs- und Ra-ch- richtenoraanen Großbritanniens während der Feldzüge in Polen, Norwegen, Belgien und Holland verbreitet wurden, die mit der Niederlage des britischen und französischen Heeres endeten. Frankreich war zwar schwer erschüttert, aber noch lange nicht auf den Knien, und niemand in der Welt hätte voraussehen können, daß das Heer, das als das stärkste Europas gepriesen wurde, wie Schnee an oer So nne dahin schmolz, als Italien im Juni den Krieg eintrat, um dem Buchstaben und dem Geist des Bündnisses die Treue zu halten und end- lich die Gitter seines Gefängnisses zu zerbrechen.
Dom Juni bis heute sind sechs Monate verflossen, die an entfernten und verschiedenen Fronten zu Lande, im Wasser und in der Luft, in Europa und Afrika, ernste Kämpfe brachten. Das Heer hat an dor Alpen- und Afrikafront bewiesen, daß seine Kampfkraft unseren Erwartungen entspricht. Die Niederlage der Engländer in Britisch-Somaliland war vollkommen. Die Strettkräfte des afrikanischen Imperiums, das den Voraussagen des Feindes zufolge auffliegen sollte, haben überall die Jnittative ergriffen und die englischen Aufwieglungsversuche im Innern sind kläglich gescheitert Auch in Libyen waren wir es, die angrifsen, und die blitzartige Besetzung pon Sidi Barani muß nicht als ein Ab- schluß, sondern als ein Auftakt .angesehen werden.
Ein starkes Volk wie das italienische fürchtet die Wahrheit nicht, es verlangt sie. Das ist der Grund, warum unsere Wehrmachtberichte Dokumente der Wahrheit sind. In diesem Zusammenhand will ich gerade an das Freudengeschrei erinnern, das sich im llntefhaus erhob, als Churchill endlich eine gute Nachricht geben konnte. Sie betraf die Aktion ^der englischen Flug-Torpedoboote im Hafen von Tarent. Tatsächlich sind drei Schiffe getroffen worden, aber keines von ihnen wurde versenkt, und nur eines von ihnen ist, wie in .unserem Wehrmachtbericht mitgeteilt, ernsthaft beschädigt worden. Es ist nur ein Anzeichen des schiech- ten Gewissens, das einen Erfolg, den wir selbst, zuerst anerkannt haben, so aufgebauscht und ins Sechsfache gesteigert wird. Herr Churchill hätte zur Vervollständigung des Bildes feinen Abgeordneten einige Angaben über das Schicksal der „Liverpools der „Kent" und jener anderen großen Einheiten machen können, die unlängst im mittleren Mittelmcer bzw. im Hafen von Alexandrien von Italien!» schen U-Booten ober Flugtorpedobooten torpediert wurden.
Der krlegseinlritt Italiens hat gezeigt, daß die Achse kein leeres Dort ist. Seit Juni dieses Jahres war unsere Zusammenarbeit mit Deutschland kameradschaftlich und totalitär. Dir marschieren Seite an Seite. (Stürmischer Beifall.) Dieser Zusammenschluß der beiden Völker wird immer enger und dehnt sich auf alle Gebiete ihrer militärischen, wirtschaftlichen» poli-
aestellt hätte. Als man erkennen ließ, daß man es fallen lassen wolle, war es aber bereits zu spät. Italien hat bereits fett dem Mai 1939 seinen Weg gewählt. Die Würfel waren gefallen. Aber gerade wegen ihres rechtmäßigen Charakters werden unsere Ansprüche angenommen werden müssen, ohne Kompromisse oder Zwischenlöslmgen, die wir schon jetzt, und zwar in kategorischer Form, ab- lehnen. Nur nach dieser totalitären Klärung wird es möglich sein, im Rahmen des neuen Europas, wie es von der Achse geschaffen werden wird, ein neues Kapitel in der so bewegten Geschichte der Beziehungen zwischen Italien und Frankreich zu beginnen. Es ist überflüssig zu bestätigen, daß wie der Waffenstillstand auch der Friede gemeinsam geschlossen werden wird. Das heißt, es wird der Friede der Achse fein.
Zur Bekräftigung der deutsch-italienischen Waffen-
brüderschaft habe ich beim Führer eine'direkte Beteiligung an dem Kampf gegen Eng- land mit Flugzeugen und U-Booten beantragt und erlangt Ich füge sofort hinzu, daß Deutschland diese unsere Hilfe nicht nötig hatte. Der Wert seiner Truppen, seine industrielle Stärke, seine organisatorische und technische Fähigkeit, die Leistung seiner Arbeitskräfte sind wohlbekannt. Die Produktionszahlen für Flugzeuge und U-Boote, die Deutschland erreicht hat, sind wahrhaft außergewöhnlich und noch im steten Anwachsen. Trotzdem bin ich dem Führer dankbar, daß er mein Angebot angenommen hat: Nichts als das gemeinfam d e r- gossene Blut und die gemeinsam getragenen Opfer können die Beziehungen zwischen -en Völkern fester und dauerhafter gestalten, wenn diese Völker von einer unbedingten Aufrichtigkeit und von gleichen Interessen und Idealen getragen sind.
ir werben Griechenland das Rückgrat brechen.
Nach geduldigem Zuwarten haben wir einem von Großbritannien „garantierten". Land die Maske vom Gesicht gerissen, einem hinterlistigen Feind, nämlich Griechenland. Hier war seit langem eine Rechnung zu begleichen, eines wird vielleicht einige in der Vergangenheit lebende italienische Altphilologen überraschen: Daß nämlich die Griechen Italien hassen wie kein anderes Volk. Auf diesen Haß, den man als grotesk bezeichnen kann, hat sich die griechische Politik -er letzten Jahre begründet, eine Politik unbedingter Mittäterschaft mit Großbritannien. Diese Mittäterschaft war eine fortgesetzte feindselige Handlung gegen Italien. Dieser Lage mußte ein En-e gesetzt werden. Ich wurde am 28. Oktober gewarnt, als unsere Truppen die $rie« chisch-albanische Grenze überschritten. Die unzugäng- uchen Berge von Epirus und ihre verschlammten Taler eignen sich mcht für Blitzkriege, wie dies die Unverbesserlichen behaupten wollen, die die bequeme Strategie des Fähnchensteckens auf der Karte betreiben. Kein Wort von mir hat dies voraussehen lassen.
Vielleicht erinnert sich einer von euch, Kameraden, an die Rede von Ebott vor dem ächiopischen Krieg im Jutli 1935. Damals sagte ich, daß wir dem Re- gus bas Rückgrat brechen würden. Heute wiederhole ich mit der gleichen unbedingten — ich wiederhole: unbedingten — Sicherheit, daß wir G r i e • chenlanddas Rückgratbrechen werden, es ist gleichgültig, ob in zwei ober zwölf Monaten. Der Krieg hat kaum begonnen. Wir haben genug Männer und Mittel, um jeden griechischen Widerstand zu brechen. Die englische Hilfe wird die 23er- wirklüyung dieses unseres unbedingten Entschlusses
weder nerhlnbern noch den Griechen jene Katastrophe ersparen können, die sie gewollt und verdient haben. Wer etwas anderes glaubt oder daran zweifett, der kennt mich nicht. Wenn ich einmal etwas in Angriff genommen habe, so gebe ich bis zum Schluß nicht nach. Ich habe dies bereits bewiesen, und was immer auch geschehe oder geschehen wird, werde es erneut wieder beweisen. Die 372 Gefallenen, die 1081 Verwundeten und die 650 Vermißten der ersten zehn Kampftage an der Epi- rusfrvnt werden gerächt werden.
Kameraden! In dieser historischen und wahrhaft feierlichen Stunde, die Kontinente Sette an Seite oder gegeneinatjber marschieren ließ, muß die Partei als Verteidiger und Träger der Revolution auf allen Gebieten ihrer Tätigkeit das Höchste leisten. Es gibt keine G e n e r a l m o b i l m ach u n g und wird keine geben. Nur zwei Jahrgänge sind einberufen. Es sind noch etwa 30 Jahrgänge verfügbar. Wir haben eine Million Mann unter den Waffen. Wir können, falls es not- wendig fein sollte, weitere acht einberufen. Unter diesen Umständen muß die Partei ihre Funktion mit unverminderter und zunehmender Kraft wieder auftiehmen, in dem sie Den Kampf an der inneren Front auf politischem, wirtschaftlichem, geistigem sowie auf dem Gebiet der ßebensgeftaüung weiterführten. Außer dem höchsten Ziel, zu dessen Erreichung wir in Waffen stehen, darf es nichts anderes geben. Wir Deutsche und Italiener bilden einen Block von 150 Millionen Menschen, die entschlossen und geschlossen von Norwegen bis Libyen im Herzen Europas stehen. Dieser Block hat bereits den Sieg in den Händen."
Reichsarbeitsminister Geltste in Rom.
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In diesen Tagen hielt sich Reichsarbeitsminister S e l d t e in Rom auf. Unsere Aufnahme zeigt ihn während des,Empfanaes in Rom, wo ihm eine „Tochter der Wölfin", ein kleines Mädchen der faschistischen Jugendorganisation, einen Blumenstrauß überreichte. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
tischen und geistigen Tätigkeit aus. Die Heber- einffimmung der Ansichten in Bezug auf die Gegenwart wie auf die Zukunft ist vollkommen. Meine Begegnungen mit dem Führer sind nur die feierliche Bestätigung dieser vollkommenen Verschmelzung unserer Gedanken. Wenn ich mich mit dem Führer treffe, so sehe ich in ihm nicht nur den Schöpfer Groh- deutschlands, d en F e l d h e r r n, der feine genialen, strategischen Ideen, die zuweilen mehr als kühn und geradezu für verwegen gehalten worden sind, durch den Sieg bestätigt sah, sondern auch, und ich möchte sagen in ganz be- e fonberer Weise den Begründer der nationalsozialistischen Bewegung, den Revolutionär, der das deutsche Volk wieder erweckt hat und es zum Träger einer neuen Weltanschauung machte, die der des italienischen Faschismus stark verwandt ist. (Heuer stürmischer Beifall.)
Die Uebereinsiimmung der Auftastungen ist das Ergebnis dieser revolutionären Voraussetzung. Sie ergibt sich aus dem Zusammentreffen von zwei Re- voluttonen, die sowohl auf internationalem Gebiet wie auf sozialem kaum am Anfang ihres Weges stehen. Alles, was die Entwicklung des Dreimächteabkommens im Westen ober im Donau- raum betrifft, ist im gemeinsamen Einvernehmen erfolgt. Das gleiche gilt für die zukünftige Stellung Frankreichs. Es ist nunmehr klar, daß die Achse keinen Frieden der Vergeltung ober der Rachsucht machen will. Aber es ist ebenso klar, baß einige Forberungen erfüllt werben muffen. Diese Forberungen smo mehr als berechtigt. Sie hätten schon vor bem Kriege Gegenstanb von Derhanb- jungen fein können, wenn man uns nicht das lächer- liche und zugleich tragische „N U m a l s* entgegen-
Bomben ans Korso, Kreta und Alexandrien.
Menifdjer Wehrmachtbericht.
Rom, 18. Rov. (DRB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut.
Am gestrigen Tage nur geringe Tätigkeit der Abteilungen an der griechischen Front. In der Zone von koniha wurde eine ganze feindliche Kavallerie-Formation vernichtet.
Unsere Luftwaffe hat in enger Zusammenarbeit mit den Truppen in den Abschnitten von K a l l - baki und Koni ha bei heftigen und wiederholten Bombenangriffen Brücken und Verbindungsstrahen unterbrochen. Weiterhin wurden Verteidigungsanlagen und Barackenlager getroffen, wobei heftige Brände und Explosionen ausgelöst wurden. Außerdem wurden feindliche Kraftwagen getroffen und Flakstellungen mit Maschinengewehren beschossen. Weitere Flugzeuge bombardierten den Stützpunkt Korfu. Zwei unserer Flugzeuge sind nicht zurück- gekehrt.
Lin feindliches Flugzeug vom Vlackburne-Shark- Typ Ist in der Rahe von Sizilien abgeschossen worben. Die aus einem Offizier und einem Unteroffizier bestehende Besatzung wurde gefangen genommen.
Unsere Flugzeuge haben die Flottenstützpunkte Suda (Kreta) und Alexandrien (Aegypten) bombardiert und im Innern des Hafens von Alexandrien ein Schiff getroffen. Ein feindlicher Kreuzer vom Leander-Typ wurde von einem unserer Flugzeuge beim Hafenausgang von Alexandrien mit Torpedos getroffen.
In Rordafrika haben unsere Flugzeuge die Eisenbahn Fuka el Daba und die von Marsa Makruk bombardiert. Feindliche Flugzeuge haben Bomben auf Venghafi geworfen, wobei eine Frau und ein Kind getötet und sechs Personen verwundet nutzen, darunter zwei Frauen und ein Kind. Außerdem wurden an Wohnhäusern Schaden angerichtet. Angriffe auf Vardia blieben ohne Folgen.
Ein feindlicher Kreuzer hat in Italienisch- Ost a f r i k a versucht, den Hafen von M o g a - discio zu bombardieren. Von dem Abwehrfeuer unserer Küstenbatterien getroffen, entfernte er sich im Schuh von künstlichen Rauchwolken. Feindliche Flugzeuge haben Agordal bombardiert, ohne Opfer zu fordern. Leichte Schäden. Lin feindliches Flugzeug ist in der Nähe des Rudolf-Sees abgeschossen worden.
Britischer Blenheim-Domber auf jugoslawischem Geriet abgestürzt
Belgrad, 19. Nov. (DNB. Funkspruch.) Wie Avala mitt eilt, stieß am Montagmorgen um 4 Uhr ein zweimotoriges Fluazeug vom Blenheim-Typ gegen einen Berg in der Nähe von Danilov- arab Banovne Zeta, erplodierte und geriet in B r a n b. Bis jetzt wurden vier Leichen gefun- ben, von benen zwei ibentifiziert werben konnten, nämlich der Pilot Benet Craporb unb ein Mann namens Savage Freberic, wahrscheinlich der Bord- schütze. Sämtliche Bomben, bis auf eine, finde im Aufprall e x p l o - i e r t
Der Wehrmachlberichl vom Montag.
Berlin, 18.Nov. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Luftwaffe griff in der Nacht vom 18. znw 17. November und am 17. November London und kriegswichtige Ziele im Süden der britischen Insel sowie Rüstungsziele in Mittelengland erfolgreich au. Im Seegebiet vor der englischen Ostküste gelang es, ein Handelsschiff und einen Minenleger zu versenken, ein anderes Handelsschiff schwer zu treffen. Fernkampfbatterien des Heeres und der Kriegsmarine nahmen einen feindlichen Geleit- z u g unter Feuer, der im Schuh der Dunkelheit dicht unter der englischen Küste den Kanal zu passieren versuchte. Der Geleitzug wurde zersprengt. Die Schiffe flüchteten in verschiedene englische Häsen.
In der Nacht zum 18. November warfen britische Flugzeuge in Westdeutschland an mehreren Stellen Bomben. In einem Eisenwerk und in einer Ziegelei entstandene Brände konnten durch den tat- kräftigen Einsatz der Werkfeuerwehr sofort gelöscht werden. Ferner waren zwei Friedhöfe und wie- der Wohnviertel das Ziel britischer Bomben- angriffe. Dabei wurden einige Häuser beschädigt unb eine geringe Anzahl Personen verletzt. In den Luftkämpfen über dem Kanal wurden gestern drei britische Flugzeuge abgeschossen, sieben deutsche Flugzeuge werden vermißt. Lin 3agbge. schwader unter Führung des Major von Malhahn errang am 15. November seinen 501. Luftsteg.
Neue britische Drohung gegen Irland.
Stockholm, 19. Nov. (DNB.) Obgleich in Amerika in den letzten Tagen Stimmen laut roun ben, bie England warnten, nicht durch Gewaltanwendung gegenüber einem Krondomimon den Unwillen der anderen Dominien zu erregen, verkün- bete der Londoner Kurzwellensender, daß die eng» lische Oeffentlichkeit neues Interesse für die Luft- und Marinebasen in Südirland zeige. Er zitierte .dann den bekannten Hetzer Kina Hall, der In feiner Zeitschrift „News Lstters" nochmals den Vorschlag machte, Irland durch einen eleganten Trick in das englische Kriegs« gebiet einzubeziehen, indem die Vereinig« ten Staaten und Kanada Irland oepanlassen sollten, sich in den amerikanifch-kanadischen Verteidigungsausschuß einbezichen -u lasten unb Kanada Luft- und Flottenstützpunkte |ür die Dauer von zehn Jahren zu überlassen. Der englische Kurzwellensender wies darauf hin, daß England im Vorgehen gegen die U-Boote dadurch behindert sei, daß es keine Stützpunkte in Irland habe. Aus diesem Grunde seien die englischen Schi-ftsverluste in den letzten Wochen ziemlich schwer gewesen. Deshalb seien Sie nicht überrascht", wandte sich der Sender an seine Hörer, „wenn Sie in der nächsten Zukunft von recht lebhafter Tätigkeit gegen diese U-Bootbedrohung hören/ Da England genau weiß, daß es nicht in der Lage ist, mit ferner Flotte irgend etwas gegen die deutschen U-Boote auszurichten, kann oiese Ankündigung einer „lebhaften Tätigkeit" nur als eine unverhohlene Drohung gegen Irland verstanden werden, das ben englischen Wünschen nicht willfährig ist.
Die deutsche Lusiblockade im Atlantik.
Stockholm, 18.Nov. (Europapreß.) lieber die Wirkung der deutschen L u f t b l o ck a d e bei Irland berichtet „Svenska Dagbladet" aus London: „Die deutsche Luftblockade an der irischen Küste stellt eine ernste Gefahr für England bar, nachdem die Fahrtwege nach Amerika für England bedeutungsvoller sind als je zuvor. Der Verlust der „E m p r e ß o f Britain" war ein Erfolg der deutschen Luftwaffe. Auch andere englische Schifft sind im Atlantik versenkt worden. Aus dem Ernst der Lage für England macht man in London kein Hehl und verweist immer wieder auf die Tatsache, daß man keine irischen Stützpunkte hat, von denen man sich erfolgreich gegen die deutsche» Angrifte verteidigen kann. Das englische Sonntagsblatt „Sunday Times" forderte die stärkere Begleitung brittscher Handelsschiffe auf ihrer Fahrt über den Atlantik. Auch wenn wir unsere Geleitzüge eine nördlichere Route fahren lassen, so heißt es in dem Londoner Blatt, so sind sie bei deutschen Luftwaffe ausgesetzt.-
England experimentiert.
Wieder Umbesetzungen m der Luftwaffe.
Stockholm, 18. Nov. (Europapreß.) Ein .Kommando für die Zusammenarbeit zwischen Luftwaffe und Armee" ist für die britischen Streitkräfte gebildet worden. Offensichtlich denkt man daran, stärker als bisher Angehörige des Heeres zur Luftwaffe herüberzuziehen, denn es wird von einer speziellen Ausbildung auf flugmilitäri- schern Gebiet gesprochen. Das' neue gemeinsame Kommando wird besonders die Flugzeugdivifionen betreuen, die der Armee zugeteilt sind. Gleichzeitig besteht seine Ausgabe dann, „zu organisieren, 3 u experimentieren unb die Zusammenarbeit der beiden Waffengattungen zu pflegen, und zwar auf jedem Gebiet". Das neue Kymmando ist einem Fliegeroffizier unterstellt worden; der Chef des luftmilitärischen Stabes wird jedoch ein Armee- offizser von höherem Rang sein.
Generalleutnant Sir Arthur Sheridan Dar rat wird feinen Posten als Chef des neuen Kommandos bereits am 20. November antreten. Generalmajor Douglas wurde an Stelle von General Dowding zum Chef der Iagdflugzeugwaffe ernannt Dowding wird einen Posten als Attache des Ministeriums für die Flugzeugproduktion antreten und soll „besondere Aufgaben in den Vereinigten Staaten" übernehmen. Generalmajor Harris ist zum stellvertretenden Chef des Luftwaffenstabes befördert worden. Er löst damit Generalmajor Douglas ab. Generalmajor Boyd übernimmt bie Stellung als Vizechef ber Royal Air Force im Mittleren Osten. Generalleutnant G o s f a g h folgt Generalmajor B o y d als Chef der Ballon-Sperr- Abteilungen. Unb Generalmajor Babington wird Gostaghs Nachfolger im britischen Luftwaft fenrat.


