Einzelbild herunterladen

<fJl.-$P0Tt

Auch im 6-Länderspiel gegen Dänemark kam die deutsche Handballmannschaft wieder zum Siege, der mit 15:8 (8:5) zahlenmäßig deutlich ausfiel, dabei aber schwer erkämpft war. lieber 5000 Zuschauer sahen in Kopenhagen von der deutschen Elf ein Spiel mit vielen technischen Feinheiten, während die Dänen als Spezialisten in der Halle zu eng kombinierten und ihrs Angriffe auf kürzeste Ent­fernung aufbauten, so daß es für die deutsche Deckung schwierig war, regelgerecht abzuwehren.

Die erste Viertelstunde des Kampfes stand ein­deutig im Zeichen der Deutschen, die schnell 7:1 davonzogen. Das leichtsinnige Aufrücken der deut­schen Deckung ermöglichte den Dänen manchen über­raschenden Durchbruch, so daß bis zur Pause die deutsche Führung auf 8:5 zusammenschmolz. Nach dem Wechsel setzten sich die Deutschen aber mit voller Kraft ein, wodurch die Dänen fast ausschließ­lich in die Verteidigung gedrängt wurden. An den deutschen Erfolgen war der gesamte Sturm betei­ligt, der in seinem Führer Sutter mit sechs Er­folgen die Haupttriebfeder besaß. Drei Tore warf der Linksaußen Hofmann, je zwei Tore erzielten Büntgens, Kuchenbecker und Dietze. Bei den Dänen . . der viermal

applaudierte, ohne allzu großen Eifer. Peter Renz I hatte in seiner Aufregung vergessen, daß er Flag­gensignale geben wollte und wischte sich mit dem ent­falteten Taschentuch die Stirn ab. Aber Anita sah überhaupt nicht zu seiner Loge hin. Sie hatte in der dritten Reihe Erik entdeckt, der mit den Händen über dem Kopf klatschte. Der ganze, etwas matt applaudierende Zuschauerraum versank vor ihr. Sie sah nur noch den Geliebten, der ihr Beifall spendete. Peter Renz war wie ein Wirbelwind hinter den Kulissen.

Fürs erste ganz gut, Anita. Nun aber los Blut, Temperament, zum Donnerwetter! Du hast es doch!"

Beim nächsten Tanz war Anita wie ausgewechselt. Der Rausch des Tanzes hatte sie erfaßt. Der Beifall des Geliebten trug sie über sämtliche Hemmungen hinweg. Ihr schöner junger Körper war gelöst, als hätte er alle Erdenschwere verloren. Ihr strenges Training, die gute harte Schule machten sich jetzt bemerkbar. Das Publikum schien zu begreifen, daß hier keine mittelmäßige Eharaktertänzerin auf der Bühne stand, sondern eine Könnerin. Anita be­herrschte den Spitzentanz in meisterhafter Form. Die Geschmeidigkeit ihres jungen Körpers war unbe­schreiblich, und aus ihrer süßen Jugend, der Kind- Hastigkeit ihres Wesens loderte die erste Flamme der Leidenschaft. Und so folgte Tanz auf Tanz.

Vera saß wie verzaubert. So habe ich selbst nie getanzt, dachte sie schmerzlich. Das ist eine wehende Flamme, die über die Bühne huscht. Ihr Geliebter hat sie entzündet oder Gott. Im Grunde ist es das gleiche. Sie fühlte Tränen in sich aufsteigen. Der Mann an ihrer Seite legte ihr die Hand auf die Schulter.

Traurig?" fragte er leise.

Vera schüttelte den Kopf.

Ein klein bißchen Wehmut?"

.Ich will nie wieder tanzen, Arne: man muß Platz machen für die Jüngeren, Besseren."

Also doch Wehmut. Kann meine Liebe sie : heilen?"

Alle Schmerzen der Welt könnte deine Liebe heilen. Aber glaube mir, Liebster, ich bin glücklich. : Ist es nicht ein herrlicher Abgang, so abgelöst zu werden?" Ein Beifallsorkan setzte ein. Wenn das I nordische Volk sich erwärmt, dann tut es das gründ- : lich. Ein Jubel durchbrauste das Theater, Blumen i flogen auf dis Bühne. Anita In ihrem weihen Bal-

10. Fußballkampf Deutschland Dänemark 1:0 (0:0).

Mit dem zehnten Länderkampf gegen Dänemark beschloß der deutsche Fußballsport die Reihe Mer diesjährigen internationalen Begegnungen. Das Treffen in Hamburg, dem 28 000 Besucher beiwohn- ten, brachte zwar den erwarteten deutschen Sieg, aber mit 1:0 (0:0) fiel das Endergebnis doch etwas mager aus. Die deutsche Els spielte zwar im Ver­lauf der 90 Minuten überlegen, aber das Stürmer- spiel ließ wieder viele Wünsche offen, und so blieben viele gute Torgelegenheiten unoerwertet. Die Dänen erwiesen sich als überaus kampfkräftig und einfatz- freudig: sie werden das in Hamburg erzielte Er­gebnis sicher als ehrenvoll betrachten. Das einzige Tor für Deutschland fiel eine Viertelstunde nach Seitenwechsel durch den Halblinke« Schön (Dres­den). Die Mannschaften:

Deutschland: Jahn: Janes, Moog: Kupfer, Rhode, Kitzinger: Lehner, Walter, Binder, Schön, Pesser.

Dänemark: E. Sörensen: P. Hansen, Glümer; Pedersen, Johansen, A. Sörensen; Friedmann, Christensen, Knudsen, Mathiesen, Jversen.

Deutscher Handballsieg mit 15:8(8:5)

Dänemark auch im 6. Länderkampf geschlagen.

Ick habe gehört, daß die Herren von der Presse auch bei Ohlsen eingeladen sind."

Anita fegte in chre Garderobe.

Das Haus des Fabrikanten Ohlsen ftrahlte in festlichem Glanz. Da der Abend mlld war, standen die großen Glastüren zu der Halle offen. Im Gar­ten waren Tische gedeckt, bunte Lampions hingen an den Bäumen, und eine Kapelle spielte gedämpft auf dem Altan. Im Speisezimmer war zum großen Diner gedeckt, und nachher sollte auf dem Rasen getanzt werden. Eine große, wahrhaft gänzende Versammlung hatte sich eingefunden. Die Spitzen der Stockholmer Gesellschaft, prominente Persönlich­keiten aus dem Kunstleben, berühmte Maler, be­kannte Schriftsteller und Presseleute.

Als Anita mit Vera Verries eintrat, entstand inmitten des Stimmengewirrs eine kleine Pause. Alle Gesichter drehten sich den beiden Frauen zu. Nachdem Arne Ohlsen sie vorgestellt hatte, bildete sich sofort eine Mauer von Menschen um Anita. Man bestürmte sie mit Fragen, wie lange sie schon auftrete, machte ihr Komplimente und fragte sie nach ihren Plänen.

Sie müssen unbedingt einen Abend in Oslo geben", sagte ein alter Herr mit Spitzbart. ,Lch werde das veranlassen: ich habe einigen Einfluß."

Anita wurde erst von dem Ansturm befreit, als der Hausherr zu Tisch bat. Arne Ohlsen führte Vera zu Tisch, Erik Schmitterlöf Anita, unb. Peter Renz hatte eine üppige, von Brillanten strotzende Dame am Arm hängen, die unter dem Gewicht ihrer zwei Zentner hin- und herschaukelte wie ein überladener Kahn und im Begriff schien, ihren schmächtigen Be­gleiter bei einer unbedachten Wendung zu erdrücken. Nachdem sie sich schnaufend auf einen Sessel hatte' fallen lassen, mußte Peter Renz sie wieder Hoch­ziehen, weil der Hausherr anscheinend mit dem Toast nicht bis nach dem Braten warten wollte. Er hieß seine Gäste willkommen, und die Herzlichkeit dieses Empfanges war echt. Er hielt feine Rede auf schwe­disch und sagte, daß seine Freunde wußten, aus welchem Grunde er so lange sein Haus gemieden habe. Ernste und anteilnehmende Blicke lagen auf seinem Gesicht. Peters dicke Nachbarin zerdrückte eine Träne. Aber seine Freunde wüßten nicht den Grund, weshalb er wieder zurückgekehrt sei. Er sei heim- gekommen, um seine zukünftige Frau, die Tänzerin Vcra Verries, in sein Haus einzuführen.

(Fortsetzung folgt)

NSKK.:Treu, opferwillig, einsatzbereit!

Sodann betonte Kreisleiter Backhaus, daß auch bie Arbeit im Kleinen in diesem Kriege gewür­digt werden müsse. In seinen weiteren Ausfüh­rungen ging er näher auf das gewaltige Ringen der Gegenwart ein, wobei er insbesondere die Be­deutung dieses Kampfes herausstellte. Dielen sei es noch gar nicht voll zum Bewußtsein gekommen, daß dies kein imperialistischer Krieg sei, der-das Ziel habe, die Völker zu unterjochen, sondern daß es um die Sicherung des Lebensraumes für ein 90-Mil- lionenvolk gehe, dem allein schon auf Grund seiner Geschichte eine machtvolle Stellung in Europa zu- komme, Mit dem Treugelöbnis auf den Führer sand die Feierstunde ihr Ende.

Anschließend waren die Räume zur Besichtigung freigegeben, so daß man sich von der Bedeutung einer solchen Heimstätte für die Arbeit des NSKK. überzeugen konnte. Die Lehrräume sind in vielfäl-' tiger Weise mit allen Lehrmitteln ausgestattet, die zur kraftfahrtechnischen Ausbildung, sowie zum Un­terricht in Derkehrserziehungsfragen zweckdienlich fein können, so daß man einen hervorragenden Ein­druck von dieser Einrichtung mit nach Hause nimmt.

Landkreis Gießen

Raubmordversuch im Eilzug nach Mainz

Qpd. Mainz, 16. November. In dem E i l z u g Frankfurt Mainz wurde am Freitag der als asozialer Mensch bekannte und von der Politzei gesuchte 23jährige Adolf B r a n d aus Kriegsfeld in der Pfalz festgenommen, nachdem er versucht hatte, in einem Abteil 1. Klosse eine Frau aus dem Fen­ster zu werfen und zu berauben. Brand hatte den Zug um 5.48 Uhr in Frankfurt kurz vor der Ab­fahrt bestiegen, obwohl er nur eine Bahnsteigkarte im Besitz hatte. In einem Abteil 1. Klasse fand er eine alleinreisende Frau, die er sich als Opfer er­kor. Er frug nach der Abfahrt des Zuges dve Frau, ob sie von dem Eisenbahnunglück fti der Näye ge­hört habe. Gleichzeifig verdunkelte er die Wagen- beleuchtung und machte das Fenster auf: Dann lehnte er sich hinaus, um dieUnglücksstelle zu sehen. Die Frau folgte aus Neugier feinem Beispiel. Kaum war sie an das Fenster getreten, als Brand versuchte, sie mit beiden Händen an den Husten zu packen und a u s dem F e n ft e r z u werfe n. Nur der kräftigen Abwehr der Frau und chren lau­ten Hilferufen ist es zu verdanken, daß der Täter sein Verbrechen nicht ausführen konnte. Er versuchte dann, die sofort herbeigeeilten Fahrgäste mit einer geladenen Pistole in Schach zu halten. Trotzdem ge­lang es einem Bahnpolizeisten, den Verbrecher sest- zunehmen. Bei seiner Vernehmung gab Brand eine Anzahl strafbarer Handlungen zu, die er alle unter Ausnutzung der Verdunkelung bei planlosen Fahr­ten begangen hatte.

lettröckchen stand wie ein kleines Mädchen im Ram- : penlicht und vergaß beinahe, sich zu verneigen. Sie hatte die schmalen Hände unter den jungen Brüsten gefaltet, als wollte sie ihr Herz festhalten, damit es nicht zerspringe. Diese Unberührtheit ihrer Erschei­nung ließ den Beifall nicht verstummen.

Da capo! rief es von den Rängen herab. Anita bewilligte eine kleine Zugabe.Schmetterling" hieß der Tanz. Sie flatterte in ihrem weißen Röckchen wie ein Federflaum durch die Luft, vertaumelte in der Sonne und schlief schließlich unter einer großen Blume ein. Diese kleine zarte Tanzdichtung loste den höchsten Grad von Begeisterung aus. Peter Renz raste auf die Bühne, nachdem der Vorhang gefallen war.

Geschafft!" schrie er mit überkippender Stimme und fiel Anni um den Hals.Der Tiger, der ge- fürchtetste Kritiker von Stockholm, hat geschmunzelt, übers ganze Gesicht geschmunzelt. Du bist entdeckt, Anita! Gratuliere, Mädchen!" Sein sommersprossiges Gesicht war vor Erregung knallrot. Andere drängten ihn zur Seite, schüttelten Anni die Hand, gaben ihr Blumen, verlangten Autogramme. In der Kulisse stand Erik Schmitterlöf mit ernsten Augen. Als sie ihn sah, stürzte sie auf ihn zu.

Gratuliere dir!" sagte er und küßte ihr die Hand.

Großer Erfolg!"

Du kommst doch mit, Erik?" Herr Ohlsen hat uns in sein Haus eingeladen. Er will gleichzeitig seine Verlobung mit Vera Verries befanntgeben/'

Deine Einladung kommt etwas spät ich " Du hast den Abend doch nicht anderweitig ver­geben?" fragte Anni erschrocken.

Nein aber"

Es gibt kein Aber. Wir fahren alle zusammen hin, einverstanden?"

Wenn du meinst? Aber ich wäre lieber mit dir allein zusammen gewesen."

Anita lächelte erstaunt:Das ist doch unmöglich. Bedenke doch, ich bin Vera Verries verpflichtet, und Peter und"

Ich weiß, du gehörst allen."

Heute abend, ja", sagte Anita, und doch gehöre ich dir nur allein. Dein liebes Gesicht hat mir zum ! Erfolg verholfen. Ich habe nur für dich getanzt, nur i an dich gedacht."

Peter Renz platzte dazwischen:Anni, willst du i hierbleiben, bis die Lampen gelöscht sind? Los, zieh . dich um, mach dich (o schön, wie du irgend kannst.

einer weiteren Feierstunde wurde der Mannschaft von dem Bezirksfachwart Michel die Kriegs- Erinnerungsplakette als Zeichen ihres Sieges bei dem Ringen um diese Auszeichnung über- geben. Dabei hielten Fachwort Michel, Ortsgrup- penleüer Jung, Bürgermeister Schäfer und Vereinsführer Harnisch Ansprachen, die der Le- beuhmg der Stunde gerecht wurden. Unteroffi­zier Hellmuth Baum in einer Panzerformation, der den Feldzug in Polen und im Westen mitmachte, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.' Johann Heinrich Schmandt, in der Straße der SA. wohnhaft, konnte gestern in körperlicher und geisti­ger Frische seinen 8 2. Geburtstag begehen.

* @ r u n i n g e n , 18. Nov. Am Samstagnachmit- tag fiel das zwei Jahre alte Töchterchen des hiesigen Küfers Heller beim Milchtrinken so um glücklich von seinem Stühlchen, daß es mit dem Hals und Unterkiefer in die Scherben der gleich­falls heruntergefallenen Tasse fiel. Dabei erlitt das bedauernswerte Kind eine so erhebliche Schnittver- letzung, daß es noch in der Nacht zum Sonntag nach Gießen in die Klinik gebracht werden mußte, wo sich eine sofortige Operation als notwendig erwies.

Kreis Bübingen.

Ranstadt, 18. Nov. Der in den 20er Jahren stehende Arbeiter Walter Friedrich von hier stürzte aus einem etwa 5 Meter hohe n F e n' st er so unglücklich herab, daß er einen Schädel- basisbruch davontrug. Der bedauernswerte junge Mann mußte nach Gießen in die Klinik verbracht werden.

Am Sonntag fand in Launsbach das Wander­preisschießen der Jungschützen des Unterkreises Wetzlar-Nord statt. Geschossen wurde Mannschaften zu vier Mann je Schütze 10 Schuß liegend frei­händig ohne Probeschuß. Sieger wurde die 1. Mann- (dürft des Schützenvereins Launsbach mit 400 Rin­gen mit den Jungschützen Willi Bittendorf, Franz Mandler, Hans Hartmann und Heinrich Müller. Es folgten Fellingshausen mit 364 Ringen, Salz­böden 356 Ringen, Launsbach 2. Mannschaft 342 Ringen und Sieber mit 312 Ringen. Bester Einzel­schüße wurde Willi Bittendorf (Launsbach) mit der sehr guten Leistung von Smalll Ringen und 2mal 12 Ringen. Es folgten H. Müller (Launsbach) 106 Ringen, W. Minor (Salzböden) 98 R., E. Mattern (Fellingshausen) 98 R. und Fr. Mandler 98 R.

Kurz« ©portnofijen.

Einen neuen deutschen Rekord über 200-m-Rücken schwamm List Weber (Bayreuth) bei den Reichs-Prüsungskämpsen in Leipzig. Mit 2:52.9 ! Minuten unterbot sie die bisherige Bestleistung von Christel Rupke (Ohligs), die auf 2:56,3 stand, ganz beträchllich. *

Deutschlands Radsportler gewannen in der Berliner Deutschlandhalle den zweiten Rad-Län- derkampf gegen Italien mit 33,5 zu 19,5 Punkten ganz überlegen. Vor einigen Wochen hatten die Ita­liener in Mailand knapp gewonnen.

Admira Wien und Schalke 04, die End­spielgegner der Deutschen Fußballmeisterschaft 1939, wobei Schalke mit 9:0 gewann, standen sich am Sonntag in Wien vor 50 000 Zuschauern in einem Freundschaftskampf gegenüber. Man trennte sich 1:1 (0:0)._______________________________________________________.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittags geschloffen. __________ §

** Justizpersonalie. Landgerichtsrat Dr. Kalbfleisch beim Landgericht in Gießen wurde zum Landgerichtsdirektor in Darmstadt ernannt. Landgerichtsdirektor Dr. Kalbfleisch, der zur Zeit 1 als Kriegsgerichtsrat bei der Wehrmacht steht, wirkte seit l.Juni 1933 als Landgerichtsrat in Gie- ßen, vorher war er Amtsgerichtsrat in Lauterbach.

** Neue Dien st stunden beim Ernäh- r u n g s . und Wirtschaftsamt. Dom kom­menden Mittwoch, 20. November, ab find beim Er- nährungs- und Wirtschaftsamt der Stadt Gießen neue Dienststunden für den Verkehr mit dem Pub­likum festgesetzt worden. Diese Neuordnung mögen alle Volksgenossen beachten, wenn sie sich vergebliche Wege ersparen wollen.

♦♦ Neue Eierpreise. Mit Wirkung vom 16. November bis zum 31. Januar gelten für den Verbraucher folgende Eierpreise: Klasse S (über 65 g) 15 Rpf., Klasse A (60 bis 65 g) 14)4 Rpf., Klasse B (55 bis 60 g) 14 Rpf., Klasse C (50 bis 55 g) 13% Rpf., Klasse D (45 bis 50 g) 12% Rpf. Aussortierte Eier: 45 g und darüber kosten 12% Rpf., solche unter 45 g 11% Rpf.

Aus der engeren Heimat.

Einweihung des NSKK.-Sturmheims in Hungen.

* Hungen, 17. Nov. Am heutigen Sonntag- vormittag fand in Hungen die Einweihung des neuen NSKK-Heims des Motor- fturms 5/M 1 4 7 in Anwesenheit zahlreicher füh­render Persönlichkeiten statt. Der Feier voraus ging ein Werbemarsch des Motorsturmes durch die Stadt unter Vorantritt eines HJ.-Musikzuges, sowitz eines Jungvolk-Spielmannszuges, an dem auch die SA., die HI., das Jungvolk und die Amtswalter der Partei mit ihren Fahnen teil nahmen.

Nachdem die Formationen in einem großen Vier­eck vor dem NSKK.-Heim Aufstellung genommen hatten, nahm der Führer der Standarte 147, Stan­dartenführer Metzler, die Einweihung vor. In feiner Ansprache wies er auf die Arbeit und die Aufgaben des NSKK. hin, die diesem im Frieden und im Kriege gestellt sind. Neben einer kraftfahr- technischen Ausbildung erhalte der NSKK.-Mann auch das weltanschauliche Rüstzeug, und der gegen­wärtige Krieg habe gezeigt, wie sehr wir gerade durch die charakterliche Erziehung dem Feinde über­legen seien. Der Standartenführer beschloß seine Rede mit dem Gelöbnis und Wahlspruch des

3000Kilometer Äebei

Roman von Olly Boeheim

30 Fortsetzung. ^Nachdruck verboten.)

Aber Anita war doch zu früh fertig. Zitternd stand sie vor dem Spiegel:Ich bin an allen Gliedern gelähmt", sagte sie mit versagender Stimme.

Das sind ja reizende Aussichten!"

Es klopfte an der Tür, ein riesiger Fliederstrauß wurde abgegeben.

Von Erik! Er ist drin!" flüsterte Anita selig und erglühte unter der Schminke.

Na also, das wird hosfenllich die Lähmung be­heben."

Ich werde an ihn denken und für ihn tanzen , sagte Anita.

Hoffentlich auch ein bißchen für uns", lächelte Vera Verries. Anita fiel ihr um den Hals.

Also, jetzt verlasse ich dich, Kleine, ich sitze in der Loge links. Wenn ich applaudiere, ist es gut. Also zeige, was du kannst, Mädel!"

Peter Renz hatte nicht übertrieben, wenn er sagte, daß ein glänzendes Publikum im Theater -fei. Die Damen trugen große Abendkleider, die Herren Smoking. Lachen und Geplauder brandete durch den prächtig erleuchteten Zuschauerraum. Im Hintergrund der Lage Veras und Arne Ohlsens saß Peter Renz. Eigentlich hing er mehr auf der Ses­selkante. Er war furchtbar aufgeregt. Er hatte mit Anni Zeichen verabredet, die er ihr während des Tanzes von der Loge aus machen sollte. Seine Pantomimen waren allerdings mehr Flaggensignale. Die höchste Begeisterung sollte ein wehendes Taschentuch sein, mittlere Begeisterung das zusam­mengefaltete Tuch, also gewissermaßen Halbmast, und Enttäuschung, wenn er das Taschentuch in die Tasche steckte.

Peter Renz schwitzte. Wenn es doch endlich so weit wäre, dachte er. Der Vorhang hob sich. Anita trat in ägyptischem Kostüm auf. Um die feinen Fuß- gelenke klapperten goldene Reifen. Der Tanz bestand in der Anbetung einer Gottheit und endete mit einem Kniefall vor dem Altar. Das Publikum war etwas kühl. Es wußte nicht viel mit der Leistung c- ngeii. Einige fanden es zu theatralisch. Die Stockholmer blieben kühl und kritisch. Vera Verries

fes wichtige Spiel verloren. Die jungen Kräfte hal­ten nicht ganz durch, so daß die eingespielte Elf der Wetzlarer mehr unb mehr Boden gewinnen unb einen knappen Sieg landen konnte.

Auch Lang-Göns konnte wieder seine derzettwe Spielstärke unter Beweis stellen. Die Mannschaft, die aus allen Posten gut besetzt ist, geht mit den pesten Aussichten in die kommenden Kampfe und wird sicherlich noch ein Wort mitzureden haben.

Atzbach gewann knapp, aber verdient, obwohl es nur mit 9 Mann spielte.

Erfolgreicher LlebungSleiterlehrgang. '

Der praktische Lehrgang für Uebungsleiter in der Leichtathletik, der am gestrigen Sonntag in der Halle des VfB.-Reichsbahn unter Leitung des Bs. zirksfachwartes durchgeführt wurde, war in seinem Ablauf recht erfolgreich. Das einzige, worüber $u klagen wäre, war das Fehlen einiger Vereine, in denen die Leichtathletik als Hauptsportart betrieben wird! Don diesen abgesehen, hatten die Vereine Vertreter entsandt, die begeistert mitmachten und für die weitere Lehrgangsarbeit die berechtigte Hoff, nung zulassen, daß aus ihnen tüchtige Uebungsleiter werden. v ,,c .

In diesem ersten Lehrgang wurden erschöpfend behandelt: Die Laufschule, Start, Staffelwechsel, all- gemeine Körperschule und zum geringen Teil Zweck- gymnastik der Leichtathleten. Im Lehrgang befmden ich Kameraden, die über diese Erfahrung in der Leichtathletik verfügen und ein reiches technisches Wissen besitzen, während die übrigen sehr veranlagt sind und es keine Mühe macht, bereits in den kom- menden Lehrgängen die technischen Feinheiten durch, zuarbeiten. Die älteren erfahreneren Kameradey wurden vor die Front gestellt: auch die übrigen werden in diesem Kreis chre Fähigkeiten als Uebungsleiter beweisen und in den kommenden Lehrgängen als Uebungsleiter herangezogen. 3$)« Arbeit wird hinreichend kritisch betrachtet, und so werden sie am Schluß der Lehrgangsarbsit gut aus- gebildete Uebungsleiter sein.

In Ergänzung der Arbeitstagung am 20. Oktober, in der die Winterarbeit allgemein besprochen wurde, konnte jetzt festgestellt werden, daß in allen Gemein­schaften die Hallenarbeit bereits ihren Anfang ge­nommen hat. Ueberoll ist die Beteiligung recht gut, und so darf erwartet werden, daß die Früchte dieser Winterarbeit in der nächstjährigen Leichtathletik- saison nicht ausbleiben.

Wanderpreisschießen der Iungschützen

des llnlerkrelses Wetzlar-Hord.

Ergebnisse der Bezirksklaffe.

1900 VfB.-Reichsbahn 3:2 Luftwaffensportoerein W.-Steinberg 0:7 Sportfreunde 05 Wetzlar 1:3 Burgsolms Naunheim 0:3.

Den 1900ern stand das Glück in überreichem Maße zur Seite, denn sonst hätten sie den Sieg nicht er­rungen. Die Leute vom Waldsportplatz hatten trotz eigener mäßiger Leistungen mehr vom Spiel und waren bis auf 10 Minuten immer seldüberlegen.

11 Spieler bilden noch lange keine Mannschaft. Dieses Wort bestätigte der Kampf zwischen Stein- berg und der Luftwaffe. Gegenüber der geschlossenen Mannschaftsleistung des Meisters kam die Luftwaffe einfach nicht in das Spiel. Sie erlitt eine verdiente Niederlage, die allerdings etwas zu hoch ausge­fallen ist.

Die 05er fetzten ihren Siegeszug fort. Der knappe Sieg war verdient. Die gefährliche Klippe in Burg­solms wurde von Naunheim mit einem eindrucks­vollen Siege genommen.

Nach dem dritten Spielsonntag hat die Tabelle folgendes Aussehen:

Oer Handballsonniag.

Das Programm der Dereichsklasie wies nur ein Spiel auf, nachdem die Begegnung Hochelheim Katzenfurt abgesagt werden mußte. Trotzdem wird am kommenden Sonntag die Rückrunde, die allge­mein mit großer Spannung erwartet wird, ge- s Io. Hörnsheim 2Rh>. Gießen 13:8 (7:2).

Zu -entern in jeder Beziehung vorbildlichen Spiel kam es in Hörnsheim. Wenn auch die Gießener wieder Ersatz einstellen mußten und Hörnsheim seine Einheit stark verjüngt hatte, gab es trotzdem spannende Momente, die einen guten Einblick in bas tatsächliche Können der beiden Gegner vermit­telten. Hörnsheim gewann nicht ganz unverdient, weil es die bessere Stürme rleistung aufbrachte.

Dv. Grüningen Tv. Wetzlar 4:5 (3:1)

Tv. Lang-Göns Tv. Nauborn 13:3 (5:1)

Tv. Atzbach Tv. Garbenheim N 8:6 (3:3).

Grüningen mußte Ersatz einstellen und hat, trotz­dem es bei Halbzeit noch klar in Führung lag, die-

- Steinbach, 16.Nov. Bubenhände haben in der Nacht zum heutigen Tage über den Radfahr­weg SteinbachGießen unterhalb des Lump­mannsbrunnens ein Fichten st ämmchen gelegt. Die Folge davon war, daß mehrere Radfahrer dar­über zu Fall kamen. Leider ist einer der Ver­unglückten, der Arbeiter Balser, so schwer ver­letzt, daß er mit einem Schädelbruch in die Klinik nach Gießen verbracht werden mußte.

<£ Watzenborn-Steinberg, 16. Nov. Der 1. Mannschaft des FE.Teutoni a" Watzenborn- Steinberg wurden in einer Feierstunde vom Ver­einsführer Harnisch die von der Reichsführung des NSRL. verliehenen L e i st u n g s a b z e i che n für die Kriegsmeisterschaft der Bezirksklasse Gießen feierlich überreicht. Dabei würdigte der Vereins- Vunrgens, zrulyenoeaer unu -uie9e. « sichrer die hervorragenden Leistungen der Mann- überragte der Mittelstürmer Madsen, schäft mit Herstichen'Worten der Anerkennung. In l erfolgreich war.

Verein

Spiele

Gew. Unentfch. Verl. Pkte.

05 Wetzlar

3

3

0

0

6:0

Naunheim

2

2

0

0

4:0

W.-Steinberg

3

2

0

1

4:2

1900 Gießen

2

1

0

1

2:2

Burgsolms

3

1

0

2

2:4

Luftwaffe

3

1

0

2

2:4

VfB.-Reichsbahn

2

0

0

2

0:4

Sportfreunde

2

0

0

2

0:4