Ausgabe 
18.9.1940
 
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Racheakt oder Verbrechen?

Rom, 17. September. (Europapreß.)Messag- gero" meldet aus Simla eine furchtbare Kata­strophe, die dreißig Indern und einer Anzahl von Kindern das Leben gekostet hat. Simla ist die Som­merresidenz des Vizekönigs von Indien. Nicht weit von Simla entfernt befindet sich ein Tempel des Buddha, zu dem zu gewissen Zeiten viele Tausende von Indern wallfahrten. Eines dieser

___jung erhalten, Far- f f e ausbllden zu lassen.

'd^it dm A^eordneten mck dem Volke wenig Äed7r'versuch des ^ widerlegt

- - ' Tatsachen haben Churchills durch Churchills eigenes Geständnis > W

Worte, der' noch bei Beginn des Monatsuntrüg- feit der Luftangriffe hat ^ schwierig gemacht, z licke Zeichen und Beweise dafür sah, daß man genauen Entschlüssen zu kommen.

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Sie neugestistete Krieasrverdienstmedaille.

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Mut machen. Harte Tl

langsam aber sicher dabei sei, den Nazis die Luft­herrschaft zu entreißen", bitter Lügen gestraft.

Vergebliche Auspulverungsversuche

Eine klägliche Trostrede Churchills im Unterhaus.

Tempelfeste hat eben stattgefunden. Am dritten Festtage geriet der Tempel aus bisher nicht 9?J"ir3 ten Gründen in Brand. Nach dem Erloschen des Brandes wurden dreißig verkohlte Leichen von Indern und die mehrerer Kinder aufgefunden. Nach dem Urteil eines Missionars handele es sich entweder um den Racheakt einer religiösen Sekte oder um eine Brandstiftung durch einen vpn den Engländern bezahl- ten Verbrecher als Rache für die von indi­schen Agenten betriebene Propaganda gegen die

englische Bedrückung Indiens. Die Verbreitung der Nachricht über das Verbrechen sei von den mgtt- schen Behörden verhindert worden.

Der Führer hat das von ihm durch Verordnung vom 18 Oktober 1939 gestifteteKriegsverdienstkreuz durch Stiftung einesRitterkreuzes des Kriegsver- dienstkreuzes" und einerKriegsverdienstmedmlle erweitert. DieKriegsverdienstmedaille", die unser Bild zeigt, soll für verdienstvolle Mitarbeit an der Durchführung Lvn Kriegsaufgaben verliehen werden.

Schlechiweiterflug über London

Don Kriegsberichter Emil Weihmütter.

Der Führer hat dem Wehrwirtschaftssuhrer Pro­fessor Dr.-Jng. Dr. Otto Mader in Dessau-Ziebigk ans Anlaß der Vollendung seines 60. Lebensiahres in Würdigung seiner hervorragenden Verdienste aus dem Gebiete der Luftfahrttechnlk die Goethe- Med a i 11 e für Kunst und Wissenschaft verliehen.

Das zweite nordamerikanische Schlachtschiff mit einer Wasserverdrängung von 45000 Tonnen wurde aus Kiel gelegt. Das Schlachtschiff. soll den NamenNew Jersey" führen.

Stockholm, 18. Sept. (Europapreß.) Das Unterhaus ist am Dienstag zusammengetreten. Der erste Teil der Sitzung, in deren Mittelpunkt eine Erklärung des Ministerpräsidenten Churchill stand, war für die Oefsentlichkeit zugänglich, wahrend der zweite Teil der Sitzung geheim gehalten wurde. Das Unterhaus bot den Abgeordneten em unge­wohntes Bild. In dem großen Sitzungssaal waren die wertvollen bemalten Glasfenster, die Mvsaik- einlaaen an den Wänden und der prunkvolle Glas­schrank fortgenommen. An Stelle der Schmuckfenster sind jetzt gewöhnliche große Glasscheiben getreten.

Churchill sagte, daß die britische Luftwaffe in den letzten Tagen große Schäden m Deutschland sowie in den besetzten Gebieten angerichtet habe, und verwies auf die Angriffe, die die RAF. auf die Ansammlungen von Schiffseinheiten entlang der französischen, belgischen und holländischen Küste ge­richtet habe. Wenn er heute wieder erkläre, daß die eigene Stärke auf See auf Land und vor allem ick der Luft ständig im Wachsen" sei, so wird

DNB. 17. Sept. (PK.) Das war ein böser Reinfall, den die biederen Londoner Bürger erlebten. Endlich glaubten sie für einige Stunden Ruhe zu haben vor den deutschen Kampffliegern. Damit fing es an, daß die englischen Wetterpropheten am frühen Morgen einer aufatmenden Millionenstadt zu wissen gaben, daß über gayz Frankreich über dem Kanal und auch über Südengland s e h r s ch l e ch t es e t- ter herrsche. Sie wollten damit sagen:Mit deut­schen Luftangriffen ist in Anbetracht der Wetterlage vorläufig nicht zu rechnen." Nun sitzt London am Hellen Mittag wieder im Keller und ärgert sich über seine Wettermachen. Nein, sie können wirklich nichts dafür, die Herren auf den englischen Wetterwarten. Das Wetter war wi r k l i ch so, wie sie es geweissagt haben, und dieses Zeugnis werden ihnen ihre deutschen Kollegen sowohl als auch die deutschen Kampfflieger, die in diesem blödsinnigen Wetter über London erschienen, auf Wunsch jederzeit aus-

Wie blutiger Hohn muß es auf die Welt wirken, wenn der skrupellose Kriegstreiber für das Leck, das er über die britische Hauptstadt herausaefordert hat, die Worte findet:Der Zustand des Wartens, der täglich neu geübt wird, verliert allmählich den Charme (!) der Neuigkeit." (!) Die zynische Bruta­lität dieser Worte wirkt um so abstoßender, als er selbst angibt, daß in der ersten Halste des Septem­berungefähr 2000 Menschen getötet und ungefähr 8000 verwundet worden" seien. Davon ent­fielen vier Fünftel auf London. Das Blut, das bei dem deutschen Dergeltungsschlag auf den Lebens­nerv des britischen Kriegszentrums fl/eßt, komnck allein auf sein Haupt. Weiter sagte Churchill, daß auf deutscher Seite ebenso wie auf englischer Seite v o r e r st n u r e i n T e i l der Luftwaffe eingesetzt worden sei, daß er aber bei nüchterner Ueberlegung alles Vertrauen in die Zukunft habe. England hat dieenorme Überlegenheit des Feindes , die Ch^° chill selbst zugibt, zu deutlich gespürt, als daß es durch Worte darüber hinweggetauscht werden konnte.

6 Sie Sicht wird tatsächlich besser. Für Sekunden können wir englisches Land ^kennen Bauernhafe . Sörser, Feldscheunen. Aber uns interessiert nur die , Themse und das, was an kriegswichtigen kiekten , kurz vor ihrer Mündung liegt. Wir sind e wasnach ; Osten abgekommen, aber das schadet nichts, fliegen wir London von oben rechts an. Wieder hat un eine dicke undurchdringliche Wolkenbank aufgenotn= men, die Bodenorientierung hat aufgehort oder wir wissen genau: In zwei Minuten müssen wir Über7em Z?ele sein. Da, plötzlich ist d e . Suppe wie weggeblasen, und vor uns zeigt sich m ihrer ganzen riesenhaften Ausdehnung d i e e n gl ische Metropole. Zweifellos em imposantes Bild, dieses von der Sonne beschienene London.

Blitzschnell sucht unser Auge Einzelheiten zu er­kennen, aber es sind nicht die ^torischen Baudenk­mäler es ist nicht der Tower, auch nicht Die Jisejr minste'r-Kathedrale, die wir suchen, nein, wa- wir suchen sind die Erfaße der deutschen ©/irnnfHieaerei nach sieben Tagen Berge! tung. Sie sind nicht schwer zu finden, diese Erfolgs Kilometerweit steht oft kein Stein. mehrdem anderen. Furchtbar geradezu sind die Verwüstungen »n dem V-förmigen Themsebogen, der einmal eine geballte Kraftzentrale des britischen Empires um­schloß Und heute starren uns ausgebrannte Docks, eingestürzte Hallen, rauchende Trümmer und ver rußte Mauerreste entgegen. Dutzende von Fracht- damvfern liegen mit Schlagseite m der Xfeme 5 brennen, andere , ragen nur noch mit Heck nher Rua aus dem grünlich-braunen Wasser.

Während wir unsere Beobachtungen matten, {regieren rechts und links von uns die Granaten der^ schweren b ritisch ° n Fl ° k Ah- 5« * mtf denn wir bieten an diesem klaren Himmel em ^r.*tnnifp<s 'Riel Immer wieder verspüren wir den Luftdruck der Detonationen, zehn, zwanzig schwarze

stellen

10 Ühr: Es gießt in Strömen; der Grup­penstart fällt voraussichtlich flach. 11 Uhr: Es gießt unvermindert weiter, die Wolken hangen tief über Grund, der Verbandsflug wird endgültig abge- dlasen; dafür soll nun London in Ei n z e l- aktionen angegriffen werden. Im übrigen stte- gen nu? bl° "Nen^Füchse", -11.3° »hr: Der Regen hat etwas aufgehört, die Maschine des Kom­mandeurs ist bereits in den Wolken verschwunden. Noch zwei Maschinen der Führungskette, dann sino wir an der Reihe. - 11.40 Uhr: Es regnet wieder. Nichts ist zu sehen, aber auch gar nichts. Qnn Wa serschleier verdeckt jede Sicht nach außen. Dem Funker peitscht der Regen ins Gesicht, und von dort rinnt es in kleinen Bächen zu uns herab. Aber was macht das schon, Hauptmann G. und sern Pirtot, Feldwebel E., kennen den Klindf lug. Meine Fragen über den Standort werden beantwortet, als ob sie die Landschaft sichtbar unter sich hatten.

Mitte Kanal: Es hat aufgehört zu regen, dafür haben wir nun 5 Grad Kalte. Die MG haben sich mit einer dünnen Eisschicht überzogen die bis­her undurchdringliche Wolkenschicht hat sich etwas gelockert, aber noch immer ist unten nichts zu sehen, lieber uns scheint die Sonne. Wenn wir Glück haben, werden wir London doch noch zu scheu

Der ehemalige ftanzösische Ministerpräsident, der Jude LSon Blum, ist in Schutzhaft genommen und in das Schloß Chazeron bei Riom emgeüefert wor­den, wo sich bereits die ehemaligen Ministerpräsi­denten -Reynaud und Daladier, der Jude Mandel General Gamelin befinden.

meter vor uns liegt der Hafen. Sekunden fpäter gleiten, sich mehrfach überschlagend, u n s e r e B o m- b e n in die liefe. Hart am Rand der Mole treffen sie auf, legen Kräne um und zerreißen in breiter Fläche die Uferstraßen, die zu den Verladerampen führen.

Mehr können wir nicht sehen. Denn plötzlich rattert über uns das rechte MG., das der Bord- wart bedient. Wir haben Besuch bekommen. Nun schießt auch der Funker, die leeren Patronenhülsen bedecken den Boden der Wanne, Feuergarben pre­schen an der Maschine vor, der englische Jager will uns ins Verderben schicken. Wer besser schießt wird leben! Anscheinend sind wir die besseren Schutzen, denn der Tommy traut sich nur bis 50 Meter an uns heran. Und nun kommt uns auch die berühmte Wolke vom Dienst" zu Hilfe.. Sie erscheint im­mer dann, wenn deutsche Kampfflieger m Gefahr schweben. Unser Flugzeugführer fteut sich und drückt" mit aller Gewalt. DieSuppe hat uns wieder aufgenommen, und der Tommy hat das Nachsehen. Zweimal noch begegnen mir auf dem Rückflug englischen Jägern. Aber sie sind fr meit von uns entfernt, daß mir, ehe sie uns erwischen, immer in der nächsten Wolke verschwinden können. Noch einmal faßt uns an der Küste die englische Flak, aber dann ist auch dieses Abenteuer vorüber. Das Wetter ist noch schlechter geworden über dem Kanal. Wir müssen tief hinunter, um uns zu orien­tieren. Wieder peitscht der Regen zu uns herein, aber er kann unsere Stimmung nicht beemtrach-' tigen. Schlechtwetterzeiten halten unseren toieg nicht auf.

Meine politische Nachrichten.

36 000 Neger. Darüber hinaus würden in Kürze drei Neger-Regimenter der Na - tionalgarde unter Was Chefs der Luftwaffe hätten ' bige für die Luftwa

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