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deutscher ring Versicherungsgesellschaften Gießen, Plockstraße 11.
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Bekanntmachung, wieder drei Lier.
Für die Zeit vom 18. bis 30. Juni 1940 werden auf Abschnitt c der gültigen Reichseierkarte 3 Eier aufgerufen. 2887V
Bekanntmachung.
Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten.
Die Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten erfolgt ab Donnerstag, den 20. Juni 1940, bis einschließlich Dienstag, den 25. Juni 1940 (ausgenommen Sonntag, den 23. Juni 1940), in der Zeit von 8 bis 13 und 15 bis 18 Uhr (Samstags von 8 bis 13 Uhr) nach der am 23. April 1940 veröffentlichten Straßen- einteilung (siehe Gießener Anzeiger und Oberhessische Tageszeitung vom 24. April 1940). Einteilung und Abholungstermine müssen genau eingehalten werden
Den Lebensmittel-Personalausweisen, die vorzulegen sind, wird für die Folge der Abholungstag aufgestempelt. 2894C
Verlorene oder abhanden gekommene Karten werden nicht erseht. Bezugscheine für Spinnstoff- und Schuhwaren können während der Ausgabetage nicht ausgestellt werden.
Die Ausgabe der Zusahkarten für Schwer- und Schwerslarbeiter erfolgt vom 25. bis einschließlich 27. Juni 1940.
Die Reste der Lebensmittelkarten der vorvergange- nen Versorgungsperiode müssen beim Empfang der neuen Karten abgeliefert werden.
Gießen, den 18. Juni 1940.
Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. B.
____________ 3. 93.: Nicolaus._____________
Bekanntmachung.
Vetr.: rNetallspende des deutschen Volkes.
Die außerordentlich große Zahl der ausgefertigten Urkunden über Ablieferung kriegswichtiger Metalle zur Metallspende des deutschen Volkes macht eine Zustellung an die einzelnen Spender unmöglich. Es würde dadurch ein in der jetzigen Zeit nicht vertretbarer Papier- und Arbeitszeitverbrauch eintreten. Verständnis für diese Maßnahme voraussetzend, bitte ich die Spender, ihre Urkunden abholen zu lassen. — Die Ausgabe erfolgt täglich während der Dienst- slunden 8—13 und 15—18 Uhr, Samstags 8—13 Uhr im Stadtbauaml, Asterweg 9, Erdgeschoß, Zimmer 4. 28830
Gießen, den 17. Juni 1940.
Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt.
J.A. Gravert.
Giefaen ist begeistert! |—
Unsere Film-nnd Biihnenschaii
Das russische Künstler-Ensemble
Feuervogel
(8 Solisten)
Gesang, Balalaika und Tanz hat eich Gießen im Sturm erobert In jeder Vorstellung stürmischer Beifall und rauschender Applaus.
Dazu im Filmteil die köstliche Satire auf die englische Hocharistokratie
Diener lassen bitten
Ein Lustspiel von Format mit Hans Söhnker / Fita Benkhoff Joe Stoeckel / Rose Stradner Ursula Deinert/Herbert Hübner
Vorher;
NEUESTE UFA-TON-WOCHE Generalangriff auf Frankreich Lichisnielhaus
Täglich 3.30, 5.30, 8.15 Uhr bis Donnerstag einschließlich. 2886A
Aktuelle Geographie
Er mochte nicht einmal ins Kino gehen.
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schall Göring, befördert worden: zum Oberst Veriag-leikr: Dr.-Jng. In der Fliegertruppe der Oberstleutnant Freiherr verantwortlich für den s
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so schmerzten seine Hühneraugen. Aber bald wird er sie los sein, denn er hat heute Elastocorn aufgelegt mit dem Filzring. Jetzt hat er schon keine Schmerzen mehr beim Gehen.
Moskau regelt sein Verhältnis zu den baltischen Staaten.
In Anerkennung besonderer Verdienste ist mit Wirkung vom 5. Juni vom Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generalfeldmar-
artige Panorama von den Zentralalpen bis Mont-Blane.
von Gablenz, Direktor der Deutschen Lufthansa.
Der Führer hat dem ordentlichen Professor cm. Geheimen Medizinalrat Dr. med. Emil Krück- mann in Berlin aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Anerkennung seiner großen
Das Kriegshilfswerk für das Deutsche Vota Kreuz. Der Führer sagte: „Ich rufe das deutsche Volk auf, durch Spenden für das Kriegshilfswerk sich der Opfer der Soldaten würdig zu erweisen."
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„Hinter einer chinesischen Mauer."
Eindrücke dänischer Korrespondenten.
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gierung in Lettland und Estland, die fähig und willens seien, die Bedingungen der Beistandspakte ehrlich durchzuführen, 2. den freien Einzug für d i e sowjetischen Truppen nach Lettland und Estland zur Besetzung der wichtigsten Punkte der beiden Länder, um die Durchsühruna der Beistandspakte zu garantieren. Sonntag abend haben die Gesandten Lettlands und Estlands dem Regierungschef und Außenkommissar Molotow das Einverständnis ihrer Regierungen zu den Forderungen der Sowjetregierung mitgeteilt.
Hauptschriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des HauHtschrifilelterS: Ernst Vkumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Sieben, Provtn, imb Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.
Druck und Berlag: Brühlsche Universttätsdwckerei R. Lange K. G. :'L. ^..g. Erich Hamann; Anzeigenletter: Hans Beck,
verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. PI.Nr.S.
,_______ ... italienische Botschafter G uarig-
Ha, feine Familie, das Botschastspersonal und die Pariser Vertreter der italienischen Presse. Mit dem zweiten Zug trafen die italienischen Konsulatsbeamten und zahlreiche sonstige italienische Familien ein. Die Heimkehrer beklagten sich über die s ch i- kanöse Behandlung durch die französischen Behörden. Beispielsweise sei das Botschastspersonal in Gefangenenwagen vom Gebäude der Pariser Botschaft zum Bahnhof befördert worden. Bei einem viertägigen Aufenthalt an der fron- östsch^schweizerischen Grenze durften die Reisenden rie in der prallen Sonne stehenden Züge nicht ver- assen und erhielten täglich nur einen Becher Wafer. Die französischen Beamten zeigten sich sehr unlöslich selbst gegenüber den mitreisenden Frauen.
trachtet werden, die französische Hauptstadt werde bald wieder ihr normales Aussehen haben.
Wchtlmgselend in Südsrankreich
Madrid, 17. Juni. (Europapreß.) Die Berichterstatter spanischer Zeitungen schildern in drastischen Worten das ungeheure Elend und das Durcheinander in dem riesigen Flüchtlingshaufen, der sich ununterbrochen südwärts wälzt. Die Südprovinzen feien mit Flüchtlingen überfüllt. In Biarritz und zahlreichen anderen Bahnhöfen schliefen die Flüchtlinge in Personen- und Güterwagen, weil keine andere Unterkunft verfügbar sei. Die französischen Behörden verstärkten die Grenzwachen, um eine Massenflucht nach Spanien zu verhindern. Die nach Spanien führenden Landstraßen seien von den französischen Behörden gesperrt worden. Auf den internationalen Brücken und Uebergönoen seien Drahtsperren angelegt worden.
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„Unter das Kapitel der französischen Geschichte', fct die Zeit der Größe Frankreichs genannt werden larfv ist mit dem Hissen der Hakenkreuzflaage aus lern Arc de Triomvhe in Paris d e r Schluß-
rich gezogen worden." So leitet der Korreipon- ient der „llcationaltidende" die Schilderung seiner Eindrücke von einer Pressereise nach Paris, neun Stunden nach dem Einzug der ersten deutschen Gruppen, ein. Zwei Momente sind es vor allem, !iie stärksten Eindruck auf den Berichterstatter w^h- iknd dieser Frontreise gemacht haben, nämlich die ^vorstellbare Geschwindigkeit des deutschen -Vormarsches und die ungeheure Präzision der leutschen Waffen, von der die Stadt I miene einen Beweis liefere. „Die Kathedrale t* vollkommen unversehrt, und mcht ein Splitt ereinftfjlag ist zu entdeck««, wahrend dte tuartiere der Stadt, die zehn Meter vom t-otfel des Dome- entfernt beginnen, dem Sieben aleichgemacht worden rnd. Die deut- chen Stuka« haben hier eine $raxiItonsarbeit ge- ■ leistet, di- schwerlich zu übertreffen ist. De-gleichen, i» heißt es in der Schilderung weiter must« es be° irüßt werden, daß die Zerstörung der Hauptstadt Lari« verhindert wurde. „Dreißig Kilometer vor t.ari« sahen wir di- letzten Spuren der deutschen Qaisen. tznnerhalb dieser Zone 'st «lies und e- t iltjr t. Die Hauptstadt selbstt macht am Tag« nach lam Einrücken der deutschen Truppen einen v-ilüg Redlichen Eindruck, und zw-is-lloe wird in wemgen ^ag-n die Stadt ihr normales Aussehen wieder er Inngf haben."
Da, rleflge Einkreisung-Manöver gegen-. bat fron hfisch- Ostheer schildert „B-rling-k- Dd-nde noch am Montag in einem Bericht feine»
-eiere, in b-m es heißt: ,Mi- eine 3n|el im Meer !--r seldgrauen deutschen Truppen liegt nun da- >reieck der Maginot-Festungen w»h :Bnb di- Wellen von allen Seiten über st- hm MIen. In Gestalt eines enormen xeu*. ' oße« von der Champagne nach der sthwelzeri.
. Heu Grenze zu entwickelt sich die giganhschste
Werte Operation des ganzen Krieges und b«i der -chnelligkeit, mit der der Keil von der LanE- iiochskbene herabgeführt wird, kann es un g ch °nge dauern, bevor die deutsche Frontlin e sich >om Kanal südlich der Seine entlang und vor über Äaris bis aut Schweizer Grenze in oer «ähe des ReuchLteler Sees erstreckt. Der Vorstoß >ach dem Herzen der Bourgogne hat den sranz0|l Hen Widerstand zu Boden gensien.
Italienische Diplomaten in Frankreich schikaniert.
Rom, 18. Juni. (Europapreß.) A" Montag. Eag trafen zwei Züge mit itali-n.schen Staat-, ^gehörigen, die aus Frankreich zuruck
Moskau, 14. Juni. (DNB.) Wie amtlich be- kanntgegeben wird, sind die Verhandlungen zu einem Abschluß gekommen, die In den letzten Tagen zwischen Molotow und Vertretern der litauischen Regierung geführt wurden. Diese Verhandlungen waren durch wiederholte Zwischenfälle und Entführungen sowjetischer Heeresangehöriger aus den in Litauen befindlichen sowjetischen Garnisonen hervorgerufen worden und hatten zur Feststellung geführt, daß Litauen nach Auffassung der Sowjetregierung die Bestimmungen des Beistandsvertrages verletzt habe. Die Verhandlungen der letzten Tage haben nach der am 12. Juni erfolgten Abreise des litauischen Ministerpräsidenten aus Moskau zu einer Krise geführt, wobei die Sowjet- regierung sich veranlaßt sah, ihre Forderungen i n ultimativer Form zu stellen. Diese Forde- rungen der Sowjetregierung sind von litauischer Seite angenommen worden, wodurch die Beilegung des Konfliktes ermöglicht wurde. Die sowjetischen Forderungen laufen vor allem auf folgende Punkte hinaus:
1. Der litauische Innenminister Skucas und Poli- zeichef Powelaitis sollen zur Verantwortung gezogen werden, da sie nach fowjetrusstscher Auf- sassung die Schuldigen an den Zwischenfällen der letzten Zeit sind. . .
2. Rach Litauen sollen sowjetrsche Truppen in entsprechender Zahl auf wichtige Zentren gebracht werden, um die Möglichkeit der Durch- fÜhrungdesBeistandspakteszu gewähr- leisten und allen Zwischenfällen vorzubeugen. Ministerpräsident Merkys ist mit seinem Kabinett zu- rückgetreten. Eine neue Regierung hat Justas Paleckis gebildet. Vizeministerpräsident und Außenminister ist Kreve Mickevicius (bisher Finanzminister); Kriegsminister und Oberbefehlshaber bleibt General Vitkauskas.
Ferner hat die Svwjetreaierung an Lettland und Estland Roten gerichtet, in denen ähnliche Forderungen vorgebracht werden wie die bereits von Litauen angenommenen. In den Roten
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•Ife über den Haufen geworfen worden. Der Äriea .erbe heute n u r a n E i f e n b a h n l i n i e n u n d ,uf Landstraßen geführt. Ueppige Felder und Ziesen lägen manchmal unberührt da. Der Mitarbeiter des Blattes berichtet, daß das Auge lCn der berühmten Weygand-Linie südlich von Imlens nichts mehr habe sehen können, ftidlose Ströme von Gefangenen marschierten in Erblicher Richtung in die Gefangenenlager, voran le Hilfstruppen der Westmächte, Reger mit Haut- htben aller Schattierungen, mit wilden Barten ,lH die wulstigen Lippen.
In Paris selbst sähe man nur wenige deut- I* e Soldaten auf den Straßen. Sie hätten sch keine Ruhe gegönnt, sondern seien sofort an le Weiterverfolgung des Feindes gegangen. Die «ufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung werde teben der kleinen deutschen Garnison von der ranzö fisch en Polizei bewerkstelligt, und par so, als ob nichts geschehen sei. Die Beftie- junflsaftion m Paris könne als abgeschlossen be-
Kleine politische Nachrichten.
Da sich die Gruppenführer der SA. ;jum größten Teil an der Front befinden, hatten sich die stellvertretenden Führer der SA.-Grup- pen zu einer zweitägigen Arbeitstagung in Berlin zusammengefunden, die von Obergruppenführer Jüttner geleitet wurde. Auch Stabschef Lutze prach zu den Führern der SA.-Gruppen. Oberst
wissenschaftlichen Verdienste auf dem Gebiete der Augenheilkunde die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.
Der Stabsleiter des Stellvertreters des Führers, Reichsleiter Martin Bormann, einer der engsten und ältesten Mitarbeiter des Führers, beging am Montag feinen 4 0. Geburtstag.
Schweden verlassen England.
Stockholm, 17. Juni. (DRB. Funkspruch.) Wie „Sagens Nyheter" meldet, verlassen etwa 100 in England ansässige Schweden die englische Insel, um sich in ihre Heimat zurückzubegeben. Sie werden die Heimfahrt mit dem Depotfahrzeug „Patarori" antreten.
stellt die Sowjetregierung fest, daß beide Staaten die sogenannte baltische Allianz nach der Unterzeichnung der Beistandspakte mit der Sowie!- union nicht aufgehoben, sondern im Gegenteil verstärkt hätten durch die Einbeziehung Litauens in dieses Bündnissystem und durch den Versuch, auch Finnland hinzuzuziehen. Die Sowjetregierung könne dieser Politik, die dem Beistandspakt zuwiderlaufe, nicht unbeteiligt zuschauen, um so mehr, als sie selbst ihre aus dem Beistandspakt resultierenden Verpflichtungen genau eingehalten habe. Die Sowjetregierung sehe in der baltischen Allianz nicht nur eine Gefahr, sondern eine direkte Bedrohung der sowjetischen Grenzen. Infolgedessen betrachte die Sowjetregierung folgende Minimalforderungen als absolut notwendig: Die Bildung einer neuen Re-
Die burgundische Pforte.
Der Vorstoß der deutschen Schnellen Truppen nach Pontarlier an der schweizerischen Grenze ging über die altberühmte „burgundische Pforte", die schon in den Kriegen von Gajus Julius Caesar eine Rolle gespielt hat. Die burgundische Pforte, b e i Belfort etwa 38 km breit, ist die alte bequeme Verbindung zwischen dem Rhein und dem Stromgebiet der Rhone. Die Rhone selbst verläßt zwar fast 200 km südlicher den Genfer See; aber der aus der Westschweiß kommende Doubs durchfließt die burgundische Pforte in ihrer ganzen Ausdehnung, vereinigt sich dann mit der vom „Plateau von San* gres" herkommenden Saone und führt seine Gewässer der Rhone zu. Rhone und Saüne-Doubs vereinigen sich bei der alten Handelsstadt Lyon.
Diese burgundische Pforte ist schwer befestigt: von Osten nach Westen reihen sich aneinander Belfort, Besanron und weiter im Westen Dijon. Reben diesen künstlichen Befestigungen bietet auch das Gelände erhebliche Schwierigkeiten: der Schweizerische Jura ist ebenso wie das Plateau von Langres Kalkgebirge. Die Flüsse schneiden also tief ein, und die Abhänge sind recht steil. Pontarlier an der schweizerischen Grenze liegt rund 850 Meter hoch. Wenn man von Pontarlier die Jurapässe überschreitet, so hat der Wanderer einen märchenhaften Anblick: unter sich den Reuchateler See, weit rechts den Genfer See und darüber hinweg das wirklich groß-
Das alte Orleans.
Dank Schillers „Jungfrau von Orleans" ist die Matt Orleans als Symbol des Frankreichs, das jch im Mittelalter — im „Hundertjährigen Krieg" - gegen die Engländer wehrte, tief in bas deut- ihe Bewußtsein gedrungen. Das Orleans unserer war ist sehr viel weniger bedeutend als die Dor- -ellung, die uns Schiller vermittelt hat. Es ist eine hläfrige Provinzstadt von nicht einmal 80000 E!n- robnern, die vom Fremdenverkehr und von der i:nbwirt|chaftlichen Veredlungsindustrie (Bisquits, fruchtbrot, Schokolade, Honig, Konfekt usw.) lebt, fib ihre alte Bedeutung als Hafenstadt ganz ver- e[(in hat. Denn im Mittelalter kamen die flach- i.-yeichen Seeschiffe bis nach Orleans auf der ! oire hinauf, genau so wie auf der Seine nach ' aris. Orleans liegt am nördlichsten Punkt der ioire, die hier einen Scheitel bildet. Sie kommt -niz weit aus dem inneren füdfranzöstschen Gebirge j>r Ernennen und biegt bei Orleans nach dem We- ten ab, wo sie knapp jenseits der Bretagne bei i t. Razaire und Nantes mündet. Orleans ist nur 25 Kilometer von Paris entfernt. Die umgebende Landschaft hieß früher Orleanais. An den Ufern der ioire bauten die französischen Könige, besonders kränz I. (1515—1547) mit Hilfe italienischer Künst- tr prächtige Schlösser, die das Zeitalter der fränkischen Renaissance einleiteten. Die Loire und das ton ihr ausgehende Kanalsystem sind infolge Der- mbung, des Wettbewerbs der Eisenbahnen und — ler Gleichgültigkeit verödet.
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Denke vom Oberkommando des Heeres berichtete über die Erfahrungen der vormilitärischen Erziehung durch die SA. Am Abend fanden sich die Führer oer Gruppen mit den in Döberitz befindlichen aus der SA. hervorgegangenen Offiziersanwärtern zu einem Kameradfchastsabend zusammen.
Im Auftrage des spanischen Staatschefs, General Franco, überreichte oer Chef des spanischen Generalstabes, General Vigon, dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop die höchste spanische Auszeichnung, bie Kette des Ordens vom Joch und den Pfeilen, eine Auszeichnung, die oisher in Deutschland nur dem Generalfeldmarschall Göring verhetzen wurde.
Der ägyptische Gesandte in Rom, Marad S i d Ahmed Pascha, der seiner Regierung dringend geraten hatte, aus dem Kampf gegen Italien her- ausAubleiben, andernfalls werde er zurücktreten, ist nach der Schweiz abgereift. Der ägytifche Generalstabschef AzizAlMasri Pascha, der gleich ihm antienglisch eingestellt ist, ist von den Engländern verhaftet worden.
Der bulgarische General der Infanterie Sche- koff, der im Weltkrieg Oberbefehlshaber der vul- garischen Armee war, hat, erfüllt von aufrichtiger Anteilnahme an den Siegen der deutschen Soldaten, gebeten, daß der ihm zukommende Ehrensold als Träger des Pour le märite-Ordens für bie Dauer des Krieges dem Deutschen Roten Kreuz zu Gunsten verwundeter Soldaten überwiesen werde.
Kopenhagen, 18. Juni. (Europapreß.) Die kehrten, in Rom ein.- In dem ersten Zug be- !openyagener Abendpresse des Montags widmete fanden sich der italienische Botschafter Guarig,- i-:r französischen Maginot-Linie einen Nekrolog, in lern folgende Vergleiche mit ihrem klassischen Vor-- litt> gezogen werden: „Aufs Neue hat es sich ge= irigt, daß keine Nation, hinter einer chine- ischen Mauer behütet, gegen jedes Un- »ettrr gefeit ist. Noch einmal, wie schon feit Jahr- lusenden, hat uns die Geschichte gelehrt, daß Wälle (US Stein und Erde nicht genügen, um in tnem Kampf zu siegen. Die falsche Lehre von der ; e f e n f i d e als der besten Angriffstaktik hat sich Es ohnmächtig und schwach erwiesen, hat Mb, Kräfte und Menschenleben gekostet und große lntläuschungen gebracht. Wie die chinesische Mauer ifjeint auch die Maginot-Linie ein Monument des Geistes der Defensive zu werden, eines Geistes und i ner Auffassung, für deren Propheten die Entwick- ing des Krieges katastrophal geworden ift.
>le|e Propheten haben eines in ihrer Rechnung :«rgefs«n: d e n Angriffsgeist einer Na-


