Ausgabe 
18.6.1940
 
Einzelbild herunterladen

M. Jahrgang Nr. ^2

LrschetM täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Steßener Familienblätter tzeimatimBild DieScholle Nonats-Berugsvreis: Mt 4 Beilagen.RM.1.SS Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr... -.25

rttA bei Nichterscheinen ron einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt kernsvrechanschluk 2251 Drahtanschrift:Anzeiger" gostscheckl IbssFrankf^M.

Dienstag,^. Juni M0

Annahme von Anzeigen für bte Mittgasnummer bis8'/2Uhr des Vormittags Grundvreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf., Tertanzeigen von 70 mm Brette 50 Pf- Wiederholung Malstaffell Abschlüsse MengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 °/o mehr Ermäßigte Grundvreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf.

Gießener Anzeiger

vrühlsche Unier stlätrdnickerel 8. km-« General-Anzeiger für Oberhefsen «iehen.^chulftrahk 7-<>

Jm Banne des französischen Zusammenbruchs.

irbrucken

Sooralb

(olmdr

^ärbura =»

STRASSBURG

Düstere Stimmung in London

> St Mi lut I

NeM&eaw

-Chälons

Brienne

Troyes\ \

WSens ^houmonM

Epinal

Basel

Nevers

Lausanne

Moulmi

Montlucon

Lagekarte zu den «euesten OKW.-Berichten. (Scherl-Bilderdienst-M.)

lontceau

Macoru

eKaisersl

Saarbrücken /

Lochen, ein , !er Erklärung Marschall P6tains sieht man in Rom

Führerhauptquartier. 17.3uni. (DRV.) Die Festung Metz hat sich heute nachmittag einer deutschen Abteilung ergeben.

Autun

^Chdleau^G ^ncyDituze

Stockholm, 18. Juni. (Europapreß.) Nicht eine einzige Stunde während des Weltkrieges und noch niemals zuvor in der Geschichte Englands ist London von einer so düsteren Stimmung beherrscht worden wie in den Nachmittags­stunden des Montags, in denen die Sondersendung der British Broadcasting Corporation Mitteilung machte von der Rundfunkansprache des Marschalls Pstain. Die Börse reagierte noch schneller als die amtlichen Kreise und die 3^/rprozentige amtliche Kriegsanleihe, die Stimmungsbarometer für die Einstellung der einflußreichen City zu den welt­politischen Ereignissen, sank tief unter die an sich schon niedrige Grenze. Es dauerte eine Stunde, ehe man in der Downing Street einen aus dreizehn Worten bestehenden Kommentar veröffentlichte, in dem es kurz und bündig heißt:Es ist unnötig dar­auf hinzuweisen, welche Bedeutung dem französi­schen Schritt beigemessen werden muß." In Dow­ning Street 10 sammelten sich Menschengruppen, die mit besorgten Gesichtern und in großer Erregung die Folgen des französischen Zusammenbruches dis-

Danach würdigte der Ministerpräsident Graf T e l e k i in einer Rede die Bedeutung dieser Ereig­nisse, die dem Sieger großen Ruhm gebracht haben, für Ungarn aber die Bedeutung hätten, daß sie d a s Ende der Herrschaft des Hasses und der Schande mit sich brachte. Er erinnerte an die Verhandlungen von Trianon und an den Tag, als das ungarische Abgeordnetenhaus unter Tränen die Friedensbedingungen zur Kenntnis nehmen mußte. Seine Rede schloß mit der Feststellung, das Europa der Pariser Friedensdiktate habe zube st ehenaufgehört, und in diesem Augenblick könne die ungarische Nation es nicht ver­absäumen, das siegreiche Deutschland, seine Helden­haften Soldaten und den Führer zu begrüßen. Nach der Rede Telekis brachen die Abgeordneten in un­aufhörliche Sympathierufe aus.

Graf Ciano und Minister pavolini nach 2Rom zurückaekebrt.

Rom, 18.3uni. (DRV.) Sofort nach Vekannl- roerben der neuesten Meldungen aus Frankreich sind der italienische Außenminister Graf Liano und der Minister für Volksbildung Pavolini am Montag 18.15 Ahr im Flugzeug nach Rom zurück- gekehrt, wo sie eine Besprechung mit dem Duce im Palazzo Venezia halten.

Saumuf vierion-Ville/^tfr®$S

I Lons

Bourg

!»ineswegs eine Fahnenflucht der Franzosen gegen- iber den englischen Bundesgenossen, sondern viel- nehr den Ausdruck des berechtigten Selbsterhaltungstriebes gegenüber einem ^ndesgenossen, der Frankreich schmählich verriet md im Moment der höchsten Gefahr feige im Stich ließ.

Unmittelbar vor der Petain-Erklärung hatte der Herausgeber des halbamtlichenGiornale d'Jtalia", Sayda, in einem Leitaufsatz festgestellt, daß man >or allem gegen Großbritannien Front machen müsse, das in seinem Nationalgebiet, in intern großen Teil seines Heeres, in seinem Kriegs- ivtential und in seinem imperialen Aufbau unoer- >tzt geblieben sei. Der totale europäische Krieg rete in einen neuen, intensiven und außerordent- <h bedeutungsvollen Abschnitt ein. Bei. der Ent- aicklung dieses neuen Abschnittes werde der A n - teil Italiens an Bedeutung gewinnen.Te­uere" schreibt, der stärkste Punkt für einen Angriff regen England sei das Mittelmer, in dem die ganzen englischen Seestreitkräfte zusammen- :ezogen seien. Diese Aufgabe nehme Italien :on seinen Stützpunkten im Mutterland, in Afrika :nb im Dodekanes aus in Angriff.

freudiger Widerhall in Madrid.

England steht allein einem neuen Europa gsgenuber.

Madrid, 18.Juni. (DNB. Funkspruch.) Die Nitteilung des greisen Marschall Petam, daß Frankreich die Waffen niederlegen möchte, zusam­men mit den neuen gewaltigen Erfolgen der deut- chen Truppen, hat in Spanien das größte Aus- -hen erregt. Die Madrider Presse erschien mit O0ltt>erausgaben, die im Handumdrehen ausver­lauft waren, jeder Deutsche wurde spontan beglück­wünscht. Dor dem Sitz der Landesgruppenleitung er AO. versammelte sich Spaniens Jugend und 'rächte dem befreundeten Deutschen Reich begeisterte

Chdtelleroull

Poitiers

Montmonllon

St Mortin

Mofe» Fontainebleau

Le Havre *

M Beowai»

----T"

Verdun METZ?^

Die eingekeffelte Maginoilinie

Die Festung Metz hat sich ergeben.

Evo^Parisl

Chartres Verseiltes

Front gegen England."

Das Echo in Rom.

Rom, 18. Juni. (Europapreß.) Mit Riesenlettern pachten die Nachmittagsblätter vom Montag die Erklärung des Marschalls P6tain im französischen Mundfunk ihren Lesern zur Kenntnis. Ueberall sah non den Gesichtern die frohe Erwartung auf die bmmenden Geschehnisse an. Das milttärisch wie aoralisch zerschlagene Frankreich hat nach Auf- issung römischer Kreise mit seiner politischen Be- reiung aus den Klauen des englandhörigen Rey- laub zu sich selbst zurückgefunden. Marschall P6- am, der Soldat, fjabe in realistischer Erkenntnis

Eptna/ &

Äoationen dar.

Das AbendblattJnformaciones sagt: Die llr- äche allen Uebels sei London gewesen, das Fraick- '«ich in den Abgrund gerissen Hobe, aber selbst nicht n der Lage gewesen sei, seine wehrfähigen Manner um Kriegsdienst heranzuziehen und seine Arbeiter ter Waffenindustrie vom Streik abzuhalten. Eng- änb habe ruhig leben können, solange auf Frank- «ichs Schultern die Last der großen Schlachten mihten und Frankreich sich im Auftrage Großbritan- liens in Flandern verblute. Aber England habe eht zum letzten Male die Register seiner chnöden Politik gezogen. Die englische Insel be­ende sich jetzt allein einem neuen Europa gegen- rber. DerAlcazar" erinnert an die zahllosen Löten und die zerstörten Städte in Frankreich und 'eißelt mit harten Worten und sicherer Ironie die Schuld Englands. Während Frankreichs Drama sich '.'em Ende nähere, führe London weiterhin ein leben der Unfähigkeit. Es amüsiere sich im.Zirkus cnb tröste sich mit der gleichen Mentalität wie Änerzeit die Gegner des neuen Spaniens, die auch : emeint hätten, Francos Schwierigkeiten nahmen tu, je mehr Gebiet er erobere. Der Gott der Sol- >aten werde unerbittlich solche Feigheit und solchen □errat bestrafen.

Nach der Ueberschreitung des Plateaus von Lanares und dem Vorstoß bis zur Schweizer Grenze und nach der Ueberschreitung des Ober- rb eines östlich Colmar ist Frankreichs größtes Festungsdreieck, das Hauptstück der Maginot-Lime, nunmehr völlig eingeschlossen Die Kernstücke dieser französischen Festungsftont stellten die als Werke ' ouvrages bezeichneten Befestigungsanlagen dar Jedes von ihnen war wieder gegliedert m eine große Anzahl von Blocks, die miteinander durch unterirdische Hohlgänge mit Feldbahnanlagen ver­bunden waren. Unterirdische Kasernen, Magazine, Munitionslager und elektrische Zentralen ermög­lichten die Unterbringung großer MannAasts- und Tii» imifchen den Werken lie­

genden und befestigten Zwischenräume interval- les waren durch Kasematten mit Maschinen­gewehren und Panzerabwehrwaffen geschützt, um eine lückenlose, tiefe, mehrfach durch Feuer über­lagerteZone des Todes" zu schaffen. Hinter diesen lagen noch betonierte und für sich verteidigungs­fähige Unterstände, die Reserven und Ablösungen aufnehmen.

Alle diese Werke, Gruppen und Kasematten waren, einerlei ob sie nun unter der Erdoberfläche oder über dem Boden angelegt sind, durch eine Eisenbetondecke bis zu 4 Meter Stärke und durch schwere Felspackungen geschützt. Die Scharten für die Geschütze und Maschinengewehre aber, die die einzigen weniger geschützten Punkte bilden, waren so angelegt, daß sie, von der Front her unsichtbar, nur in das Zwischengelände wirken, während das Vorgelände aus Panzerkuppeln unter Beobachtung und Feuer genommen werden konnte. Dor der ganzen Festungsfront befanden sich außer breiten

ausgedehnte Besprechungen über die Fortsetzung des Krieges, den England nun allein führen muß. In einer Ukundfunkansprache vergoß er bittere Kroko­dilstränen überdas tapfere französische Volk, das in dieses furchtbare Unglück gefallen ist", ohne zu sagen, daß er es war, der auch den letzten Mann in Frankreich kaltblütig seinen plutokratischen Inter­essen opfern wollte.Nichts kann unsere Gefühle für das französische Volk ändern oder unseren Glauben, daß der Genius Frankreichs wieder auferstehen wird", sagte Churchill. Es sind dieselben billigen Phrasen, die der gewissenlose Hetzer den Polen, Norwegern und Holländern vorgesetzt hat, nachdem sie im Kampf für die Londoner Geldsäcke die Wucht des deutschen Schwertes zu spüren bekamen.Wir sind jetzt diejenigen, die unter den Waffen stehen, um die Sache der Welt zu verteidigen", sagt Chur­chill weiter. Was er unterSache der Welt ver­steht", ist hinlänglich bekannt. Es ist die Sache der Geldsackclique, die diesen Krieg heraufbeschworen hat. Daß in diesem Kampf England nun allein steht, ist gut und richtig so. Nun werden die Briten, die sich bislang immersiegreich zurückgezogen haben", den Krieg am eigenen Leibe zu spüren bekommen. Es wird sich niemand mehr finden, der ihnen den Rücken deckt.

Oie Stunde der Abrechnung.

Ueberwältigt von der Wucht des deutschen Schwertschlages, ist der französischen Führung nichts anderes übrig geblieben, als ihren politischen und militärischen Zusammenbruch einzugestehen. Damit i t die Stunde der Abrechnung gekommen, die wir eit Wochen und Monaten so glühend herbeigesehnt haben, seit unsere Väter, Söhne und Brüder ihr Blut um der Haßpolitik einer überlebten und ver- derbten Welt willen verströmen. Wir erinnern uns in diesem Augenblick nicht nur an die Opfer, die das deutsche Volk in diesem Kriege auf den Schlacht­feldern Hollands, Belgiens und Frankreichs gebracht hat, sondern wir erinnern uns auch an die Gefalle­nen des Weltkrieges und an die Millionen deutschen Frauen und Kinder, die während der darauf folgen­denFriedenszeit" den Hungertod starben oder schwerste Schäden an Leib und Seele davontrugen, nur weil ein entartetes Volk und seine Regierung ihren Rachedurst an einem Feinde befriedigen woll­ten, den sie militärisch nicht zu besiegen vermochten. Wir vergessen in diesem Augenblick nicht die grau­samen Demütigungen, die uns damals, vor 21 Jah­ren, im Walde von Compiegne und dann später im Sp i e g e lsa al zu De rsaille s zu­gefügt wurden. Wir vergessen nicht die entwürdi­genden Paragraphen des 'Schanddiktates, welche die restlose Ausplünderung der deutschen Nationalwirt- schast und die ewige Versklavung des deutschen Vol­kes bezweckten. Wir denken schließlich daran, daß die französische Politik seit 300 Jahren niemals ein anderes Ziel gehabt hat, als die Bildung eines deutschen Einheitsreiches zu verhindern und ab­wechselnd durch Raubüberfälle, Wortbrüche und Aggressionen die Fremdherrschaft im deutschen Le­bensraum zu stabilisieren.

Mit all diesen Verbrechen gegen unser nationales Leben und Glück muß nun abgerechnet werden, wie wir auch Vergeltung fordern für den letzten und dreistesten Versuch, uns die Lebensader abzu- fchneiden. Der geflohene Kriegsverbrecher Reynaud, den Frankreich bis zuletzt an feiner Spitze duldete, hat noch vor feinem Verschwinden winselnde Hilfe- rufe an die demokratische Umwelt gerichtet, und die englischen Heuchler leisteten ihm dabei Beistand. Welch ein erbärmliches Pack ist das doch, das zu­erst in hemmungsloser Vernichtungswut die Kreu­zigung des deutschen Volkes verlangt und bann, wenn der Bedrohte zum Gegenschlag ausholt, mit sentimentalen Phrasen um Mitleid und Hilfe plärrt! Herr Churchill ist auch jetzt das beste Bei­spiel für diese unverbesserliche Welt. Im Augenblick, da sein Opfer zusammenbricht, geht er schamlos über den französischen Leichnam hinweg und rechnet sich bereits die Chancen einer Benutzung der fran­zösischen Flotte aus. England will, so erklärt man in London, bis zum Ende weiterkämpfen. Wahrlich, es ist an dieser plutokratischen Halbwelt nichts mehr zu retten. Sie muß ausgemerzt werden, wenn Europa seinen Frieden haben soll. H. Evers.

Lagekarte von Lothringen und dem Elsaß mit den im OKW.-Bericht vom 17. Juni genannten Orten. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Jnfanteriehindernissen starke Kampfwagensperren, die an einzelnen Stellen aus Gräben und Mauern, meistens aus mehreren hintereinander stehenden Schienenreihen bestanden.

In der Tiefe dieses Festungsgürtels waren fer­ner, ein Teil der Infanterie- und Artilleriestellungen!, Gefechtsstände und Fernsprechverbindungen sowie Nester von Panzerabwehrgeschützen ausgebaut. Zahlreiche Ausladebahnhöfe, Feldbahnen und Stra­ßen, Krastleitungen, Munitions- und Betriebsstoff­lager standen für die Versorgung des ganzen Be­festigungsgürtels zur Perfügung.

Seit 1035 hatte Frankreich daher besondere Brigaden für diese befestigte Zone geschaffen. Ihre Stärke war sehr reichlich bemessen, damit jederzeit ein gutes Funktionieren auch bei Ausfäl­len gewährleistet ist. Zwölf französische Festungs- Jnfanterie-Regimenter mit zahlreicher Artillerie und Pionier-, Nachrichten- und Aufklärungsverbän- ben waren bereits im Frieden unmittelbar im Festungsgürtel untergebracht. Die fo genannten Deckungstruppen bestanden aus sieben motorisierten und einer leichten mechanisierten Division. Ferner lagen im Grenzgebiet außer einer Kavallerie-Divi­sion starke Fliegertruppen und in reichlicher Aus­stattung Verbände der allgemeinen Heeresreserve. Der Mannschastsdestand dieser Truppenverbände belief sich friedensmäßig bereits auf 160 000 Mann.

Rückwärts der Front in Lothringen bot die Festung Died enhof en und die neu ausgebaute und besonders an der Ostfront verstärkte Festung Metz einen starken Rückhalt. Hinter der ganzen ersten Linie der französischen Dftbefeftigungen er­streckte sich ferner als zweite Linis die der Festun-

'Gen e r

ten durchgeführt. Es sei ein vollkommen geplanter und vollkommen durchgeführter Feldzug gewesen, der mit unwiderstehlicher Geschwindigkeit und Ge­walt sein Ziel erreichte. Adolf Hitler habe die Staatsmänner der Westmächte aus jedem Gebiet, auf dem er sie traf, mit seinen Plänen, Gedanken, Kalkulationen und Kampfweisen übertroffen.

Schluß

mit dem Europa der Diktate.

Sympathie-Kundgebung

des ungarischen Parlaments.

«Bern halon^SCHWEIZ

ler Lage den einzig möglichen Entschluß gefaßt, ijn, ähnlich wie König Leopold vor knapp drei sinnloses Blutbad zu vermeiden. In

B u d a p e st, 17. Juni. (Europapreß.) Die Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses am Montagvor­mittag gestaltete sich zu einer gewaltigen Sympathie­kundgebung für Deutschland. An der Sitzung nahmen fast alle Regierungsmitglieder mit dem Minister­präsidenten Graf T e l e k i an der Spitze teil. In seiner Eröffnungsansprache wies der Präsident des Hauses, Tasnadi-Nagy, auf den siegreichen Vor­marsch der deutschen Truppen und die Besetzung von Paris, Versailles und Trianon hin. Die Abgeord­neten hatten sich schon bei Beginn seiner Rede von ihren Sitzen erhoben. Der Präsident gab dann weiter bekannt, daß er anläßlich des deutschen Sieges ein Glückwunschtelegramm an Generalfeldmar­schall Göring als den Präsidenten des Reichstages gerichtet habe. Die Rede wurde von Begeisterungs­stürmen und Hochrufen auf den Führer begleitet.

Com- Laon. Charlevill?A^e^nJ niianexJ? \LuxembUH

P S '

Reims ^erdun.Mef.v..e ,

SaargemündZ

SjUrnA

5traßburgif5

I 1

| \ »St Die }i^

Freib.

a*.oi£[ Di*on/Besancon 3c yA. /6ray

onn^s long,ei ! Mülhausen

< Belfort* *

Vvelovmes *

aeff . V

Argen» 1

gerönne

Melun ;||c St. D.zier

f

Cutterten. .

Churchill, der noch kurz vor Reynauds Abgang nach Bordeaux geflogen war und vergeblich versucht hatte, Frarkreich zu weiterem nutzlosen Blutver­gießen zu überreden, hatte den ganzen Montag über l

Le Mans , Moniorgis

Orleanse

Außerordentlicher Eindruck in Äeuyork.

N e u y o r t, 18. Juni. (DNB. Funkspruch.) In -refigen Settern unter Überschriften wieFranc- Teich beugt sich" verkündeten Sonderausgaben der Reuyorker Presse, Pstain müsse die Waffen nieder- egen. Seit Reynauds Rücktritt u>ar mtt dieser - «icklung zwar gerechnet worden, mchtsdestowen g war es doch eine gewaltige Ueberraschung f ' )»ie aus dem von London zuk Schau 8^ rasenen künstlichen Optimismus noch glaubten, Wfnungen chöpfen zu können. Wie bei anderen H obsnach- -ichten für die Westmächte verursachte die Nach- -icht an der Neuyorker Effektenbörse «fort empfindliche Kursstürze,.^ naturgem tz msbesondere Unternehmungen nut französisch Rüstungsaufträgen trafen. In Neuyorker Wirtt chastskreisen wird unumwunden erklärt, F $ Waffenstreckung habe d ie F r a g e * f e ns waffneten amerikanischen Jnteroen »ention erledigt, denn kem vernünftiger Kaufmann würde sich an einem bereit Unternehmen beteiligen. Das S^oßte Scripps Howard-Konzerns Jtem Lel^ram" betont, daß eine Nation die sich un^ »ezwingbarer Verteidigungsanlagen und 1 rt Armee der Welt gerühmt habe, Zersch cm Boden lieae. Erstmals ^«0)6

verten drohe jetzt dem Ätz des vie unmittelbare ^fahr einer Jnvch^^ an^' Armeen^di'e'^erfo^reichste3d-1 Munitionsreserven. Die "zwischen den Werken lie- D« modernen Geschichte, wenn mcht gar auer o«