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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Er. 116 Zweites Blatt
Die Führer der Fallschirm- und Lustlandeiruppen
Ijrrein uev xDeyii.irisLuniniuivuu» v, jvuiiuuuii- !eur des 3. Bataillons des Jnf.-Reg. 14, 1933 Kom- Tianbeur des 8. Jnf.-Regts. Am 1.4.1935 wurde
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forps Lüttwitz und später Kommandeur der Bri- «ade Kraftfahrabteilung 13, im Oktober 1920 Referent des Wehrkreiskommandos V, 1929 Komman-
„stählerne Spitze" unserer durch Holland und Belgien nach Frankreich vormarschierenden cheeres- säulen bilden. General von Kleist war ursprünglich Feldartillerist, trat aber bereits vor dem Weltkriege zur Kavallerie über. Als Schwadronschef rückte er 1914 ins Feld, wurde dann bald in den Generalstab übernommen und bewährte sich in verschiedenen Generalstabsstellungen. Rach dem Weltkriege war er mehrere Jahre Lehrer an der Kavallerieschule in Hannover. 1931 Kommandeur der 2. Kavalleriedivision. 1933 Kommandierender General des neu gebildeten VIII. Armeekorps. Während des polnischen Feldzuges durchbrach er an der Spitze eines aus schnellen Truppen gebildeten Korps die polnischen Armeen in Südpolen und erstickte jeden Widerstandsversuch im Keime.
Oberstleutnant I w a n d trat während des Weltkrieges beim Infanterie-Regiment 51 ein und kämpfte in den schweren Abwehrschlachten auf dem westlichen Kriegsschauplatz. Nachdem er 1917 im Wytschaete-Bogen zum dritten Mal schwer verwundet worden war, wurde er 1918 als Führer einer MG.-Kompanie zum deutschen Asienkorps kommandiert, dessen ruhmvoller Einsaff an der Palästinafront bekannt ist. 1923 trat er zur Kavallerie
spielen dieses Mutes und Opfersinnes, von dem Marie von Ebn er-Eschenbach sagt: „Der Frauen Opfersinn gibt den Männern die Kraft und Weite des Mutes. Tapfere Frauen schaffen starke Helden."
Mit der gleichen Tapferkeit gab die Mutter des Generals L i tz m a n n ihrem Sohn, als er 1870, ein junger Leutnant, in den Krieg zog, das Abschiedswort mit: „Diel größer als mein Kummer ist meine Freude, daß du mit in diesen Feldzug ziehen darfst. Und ich weiß, du wirst deine Mutter richtig verstehen, wenn sie ihren Abschiedsgruß in die Worte kleidet: Es ist nicht nötig, daß du wieder- kehrst, aber es ist nötig, daß du deine Schuldigkeit tust!"
Ganz ähnliche Gedanken kommen in den Briefen zum Ausdruck, die Moltke, Hindenburg, Wed- digen, Richthofen und Mackensen von ihren Müttern erhielten. Tapferkeit des Herzens das war es, was diese stolzen und starken Frauen befähigte, ihre mütterliche Liebe und Sorge, Trennungsschmerz und bange Zweifel zurückzustellen und sich opferbereit zu beugen vor dem ehernen Gesetz der vaterländischen Pflicht. Waren diese Mütter darum härter und weniger mütterlich als andere? Nichts kann solche Zweifel besser entkräften als das rührende Beispiel der Mutter Mackensens. Die Neunundachtzigjährige, die voll Stolz den Ausstieg ihres Sohnes bis zum Generalfeldmarschall erlebte, fand in der Sekunde, als er sie, auf kurzem Urlaub, nach langer Zeit wiedersah, nichts als das Wort, das sie an seiner Brust mit der ganzen Inbrunst ihres mütterlichen Herzens flüsterte: „Mein liebes Kind!"
„Ich habe es von jener Stunde an nachklingen hören in den Feldzügen und Kämpfen", schreibt der Feldmarschall später, „und höre es heute noch, wenn ich im Geiste oder im Bilde in die treuen mütterlichen Augen schaue und des Segens gedenke, der von dieser Mutter auf mein Leben ausgegangen ist."
Was diese mütterliche Tapferkeit aber dem kämpfenden Sohn bedeutet — mehr nämlich als bloße Sorge und Bangigkeit —, beweisen die dankbaren Briefe des Dichters Walter F l e x, der einmal feiner Mutter schrieb: „Du ahnst nicht, Muttelchen, wie viel mir Deine Briefe sind und wie tausendmal am Tage ich mir ausmale, wie wohl Dein liebes Herz gerade denkt und fühlt. Da fühle ich dann Deine liebe Hand wieder in der meinen, und dieser gute, stille Druck ist ein Versprechen von Dir, Dich uns durch Tapferkeit des Herzens zu erhalten, wie mir dich immer liebten und lieben werden. Ich weiß wohl, daß Du die schwerste Aufgabe von uns trägst..."
Das ist es, was die Stunde von den Muttern, die wahrlich die schwerste Aufgabe tragen, fordert, und die Geschichte unseres Voltes ist reich an Bei
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Ehrenkreuz für eine Mutier.
Von K. K. Ziegler.
Die Bewohner der Fichtestrahe wußten wenig über die stille Fau im zweiten Stock des Hauses 87 zu berichten. Vor wenigen Wochen erst hatte sie, aus einem anderen Stadtteil kommend, die frei gewordene Wohnung übernommen und lebte dort in einsamer Zurückgezogenheit. Leute, die zu ihr kamen, der Milchmann, die Zeitungsfrau, der Postbote, erzählten, daß sie Witwe sei; die schwarze Kleidung und der doppelte Goldreif am Ringfinger wiesen darauf hin. Doch könne man in ihren Augen kein Leid lesen, eher einen gewissen Stolz, der aber beileibe kein Dünkel sei, sondern eher als freudige Zuversicht über einen Sieg des Ledens gedeutet werden könne. Kinder scheine die Fremde nicht zu besitzen, denn weder die Hausbewohner, noch der Briefträger konnten Angaben machen, die darauf schließen lassen könnten.
All das erfuhr die Blockleiterin dieses Bezirkes, als sie mit der Liste von Haus zu Haus ging, um die Frauen einzutragen, die mit dem Ehrenkreuz für kinderreiche Mütter ausgezeichnet werden sollten. Trotz dieser Auskünfte ging sie nicht an dem schlichten Metallschild „Margarete von Röper" vorüber, sondern läutete, wie es ihre Pflicht war. Die Frau, die ihr öffnete, trug schon die Silberfäden des Alters im Haar, aber ihre Wangen zeigten jugendliche Frische, und die Augen strahlten eine tiefe Güte aus, die wohltuend jeden neuen Menschen empfing. Als in kurzen Worten die Bitte um Angaben vorgetragen war, huschte ein nachdenkliches Lächeln über den Mund der Befragten. „Bitte, kommen Sie herein!" klang es freundlich. Margarete von Roper ging ihrem Besuch vorweg und ließ ihn in ein Zimmer eintreten, das von einem seltsamen Dämmerlicht erfüllt war. Alte Möbel von geschmackvoller Gediegenheit standen ringsum, an den Wänden aber hingen fünf Bilder in behutsamer Anordnung. Sie zeigten junge Menschen in Uniform, die mit den gleich betten Augen wie die Bewohnerin des Raumes den Beschauer anblickten. Ein immergrünes Zweiglein mar über jedem Rahmen angebracht.
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GeneraUdmarschall Göring bei den Sivßlrnvvsnhrern der Fallschirmjäger
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plan sieht von links: Major Koch, Hauptmann Witzig, Hauptmann A l t m a n n, Hauptmann Kieß, ; Oberleutnant Delica und Oberleutnant Meißner. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet
General der Flieger (Sperrte wurde 1885 zu Ludwigsburg als Sohn des Brauereibesitzers Sperrte geboren. Am 6.7.1903 trat er beim Jn- anterie-Regiment 126 als Fahnenjunker ein. Bei beginn des Weltkrieges als Beobachter zur Feld- iegerabteüung 4 versetzt, wurde er im Dezember 915 Abteilungsführer der Feldfliegerabteilung 42. m Februar 1916 durch Flugzeugabsturz bei der Rückkehr von einem Nachtflug von Luneville verwundet, kam er im Mai 1916 wieder an die Front ■mb fand dann bis Ende 1918 als Führer verschiedener Fliegerabteilungen Verwendung. Anfang 1919 mar er Kommandeur der Flieger beim Frei-
r höherer Fliederkommandeur im Luftkreis 2, iiäter Kommandierender General im Luftkreis 5. Cm 6.11.1936 wurde er Befehlshaber der Legion ondor. Nach Beendigung des spanischen Freiheits- rieges wurde er Befehlshaber der Luftwaffenruppe 3 und am 1. 2.1939 Chef der Luftflotte 3 nd Befehlshaber West in München.
Generalmajor Wolfram Freiherr v. Richtofen wurde 1895 als Sohn des Rittergutsbe- tzers v. Richthofen zu Barzdorf in Schlesien ge=
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boren. 1913 wurde er Fähnrich im Husaren- Regiment 4. Mit ihm zog er in den Weltkrieg. Seit 27.3.1918 gehörte er dem Jagdgeschwader Rittmeister Manfred Freiherr v. Richtyofen Nr. 1 an. Nach dem Kriege studierte er bis 1923 auf der Technischen Hochschule zu Hannover, legte 1923 die Diplom-Hauptprüfung ab und wurde am 1. 11. 1923 als Leutnant wieder in das 11. Preußische
Reiter-Regiment eingestellt. 1929 zum Hauptmann befördert, promovierte er an der Technischen Hochschule Charlottenburg zum Dr.-Jng. Seit 1. 3.1934 war er im technischen Amt des RLM. tätig. Seit 13.11.1934 Major des Generalstabes und Adtei- lungschef im RLM., wurde er Januar 1937 Chef des Generalstabes des Führungsstabes der Legion Condor und am 1.4.1938 Commodore des Kampfgeschwaders 257, am 1.11.1938 Befehlshaber der Legion Condor. Nach Beendigung des spanischen Freiheitskampfes wurde er Kommandierender General eines Fliegerkorps.
Hauptmann Otto Weiß wurde 1907 in Breslau als Sohn des Prokuristen Richard Weiß geboren. Er trat als Polizeianwärter bei der Polizeischule Frankenstein in Schlesien ein, in Königsberg wurde er Wachtmeister, in Gleiwitz Oberwachtmeister, 1931 bei der Polizeiverwaltung Hindenburg Offizieranwärter und 1933 Leutnant. Als Polizeioberleutnant lernte er fliegen und wurde am 1. März 1935 in der Luftwaffe angeftellt. 1936 zum Hauptmann befördert, gehörte er einer Aufklärungsgruppe an und wurde Chef einer Stabskompanie im Jagdgeschwader Horst Wessel, dann Staffelkapitän einer ^chlachtfliegergruppe, zu deren Kommandeur er am 1.12.1939 ernannt wurde.
Verdiente Offiziere der schnellen Truppen.
Wie Donnerstag bekanntgegeben wurde, hat der Führer dem General von K l e i st und dem Oberstleutnant I w a n d das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz verliehen. Er hat in diesen Befehlshabern zugleich die unvergleichlichen Lei st ungen unserer schnellen Truppen ausgezeichnet, die — wie es der Feind selbst anerkannt hat — die
Berlin, 17. Mai. (DNB.) Der Führer und >berste Befehlshaber der Wehrmacht zeichnete auf »orschlag des Generalfeldmarschalls Göring fol- ende besonders verdiente Osfiziere der Luftwaffe iit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes aus: General der Flieger Sperrte, Chef der Luft- lotte 3 und Befehlshaber West für die vorbild- idje Führung feiner Verbände gegen Frankreich; Generalmajor F r h r. v. Richthofen als Führer on Fliegerverbänden, die im besonderen Maße azu beitrugen, das schnelle Vorrücken des Heeres urd) ihr kraftvolles Eingreifen zu ermöglichen; »auptmann Weiß, Führer einer Schlachtgruppe, legen persönlicher Tapferkeit vor dem Feinde und hneidigen Einsatzes seiner Gruppe beim Eingreifen i den Erdkampf.
„Sie wollen mir ein Ehrenkreuz bringen, wenn ich meinem Volke vier Kinder geschenkt habe?" — Ditz Blockleiterin bestätigte es mit stummem Kopfsenken, befangen und erhoben zugleich von dem seltsamen Empfang. Da wies die Hand der Frau auf das mittlere Bild an der Hauptwand. „Das ist meirt Mann, Major von Roper. Er fiel vor Perdum Neben ihm unser Aeltester, Friedrich. Er war damals zwanzig und kurz vor seiner Promotion. Er ist bet Langemarck dabei gewesen. In der Marneschlacht traf Werner die Kugel. Kurz vor Kriegsende starb Heinz, unser Jüngster, den Fliegertod. Nur Albert kam zurück und blieb bei mir die bösen Jahre des Niederganges hindurch. Er ist vor wenigen Monaten in der Schweiz gestorben. Sein Lungenleiden, das er aus dem Felde mitgebracht, ist nach einer starken Erkältung erneut zum Ausbruch gekommen. Es hatte ihn dahingerafft, bevor die Heilkraft der Berge wirken konnte."
Schweigen füllte den Raum, Schweigen vor der stillen Größe einer Mutter, die das Schicksal durch so viel Schatten geführt, ohne sie beugen zu können. „Daß Sie so stark Ihr Leben tragen!" klang es nach einer Weile bewundernd von den Lippen der Jüngeren. „Einer Mutter Leben ist Opfer, das wissen Sie ja, liebe Frau. Ihr größtes Opfer aber, ihre Söhne dem Vaterland zu geben, ist zugleich ihre letzte Erfüllung. Denn die Kraft eines Volkes ruht im Opfer der Mutter.
Margarete von Roper war zu einem Eichenschranke getreten und hatte ihm ein Kästchen entnommen, das sie geöffnet der Besucherin reichte. Auf dunklem Samt lagen Ehrenkreuze — vier Eiferne Kreuze beider Klassen und der Pour le merite. „Das haben sie mir zurückgelassen, meine Jungen — und mein Mann! — Und ich bin stolz darauf!"
Lange ruhten die Augen der Blockleiterin auf den Zeichen von Ehre, Treue und Einsatz, dann fragte sie zögernd: „Und was wird Ihnen nun das neue Ehrenzeichen bedeuten?"
„Es wird diese fünf Kreuze zusammenfassen, und ich werde es tragen, wie sie getragen wurden. Denn die Ehre des Mannes ist sein Sieg über den Feind, die Ehre der Frau ist ihr Sieg über ihr eigenes Ich, wie es jedes Opfer fordert."
Als die Hände der beiden Frauen zum Abschied ineinanderlagen, klang es wie ein Ausrufezeichen hinter einem stolzen Gedanken: „Daß alle Fraue» und Mütter ihr Leben so erkennen möchten!"
Von der Tapferkeit des mütterlichen Herzens.
Von O. G. Ioerster.
„So manche Frau muß schon in den Stunden er Not aufstehen und ihr eigenes Leid von sich tuerfen", schreibt die Dichterin Ricarda Huch mmat, „nicht Leichtsinn, sondern Tapferkeit wird : »n uns Frauen verlangt — nicht gedankenloses Da- itnträumen, sondern tätiges Helfen."
Manche Mutter bangt heute um ihren Sohn, der irgendwo an der Front steht, und es wäre nicht zu errounbern, wenn Bangigkeit, Sorge und mütter- iche Sehnsucht sie manchmal anfielen und quälten. Cber die deutsche Mutter eifert auch in unserer Zeit en Beispielen an Opfersinn, Kraft und Selbstüberwindung nach, die zu allen Zeiten in den Müttern der großen deutschen Soldaten lebendig waren. Ihre Bereitschaft und ihr Stolz stehen würdig neben den ruhmvollen Taten und dem heldischen Sterben ihrer Söhne. .
Wir erinnern uns da der Gemahlin des Generals ?orck von Wartenburg, Johanna Yorck, dieser schlichten und stolzen Frau, die lange Jahre ihrer Che in Sorge um ihren in der Ferne weilenden Nann verbrachte. Im Juli 1815 erhielt sie die Nach- rcht, daß ihr Sohn Heinrich, noch nicht 16 Jahre elt, im Gefecht bei Versailles schwer verwundet worden sei. Da schrieb sie einen Brief an Heinrich. „Welche Schmerzen magst Du leiden, und ich sitze hier untätig und kann nichts für den Liebling meines Herzens tun! Ich danke Dir aber auch, mein Cohn, für Deine Tapferkeit. Du hast unsere Erwartungen erfüllt, Deine Wunden find Ehrenzeichen für 2 ich. Mit Schmerzen, aber auch mit mütterlichem btolze denke ich an Dich, an meinen braven Sohn, mit meinem besten Segen lohne ich Dir dafür ...
Als die Mutter diesen Bries fortsandte, ruhte । Heinrich Yorck schon in französischer Erde.
Der Generalfeldmarschall Edwin von Manteuffel berichtete von seiner Mutter, die 1849 schwer erkrankte. Manteuffel, der damals Adjutant les preußischen Königs war, eilte an ihr Sterbe- Iiger, aber sie schickte ihn nach innigem Abschied zurück: „Es ist eine schwere Zeit, mein Sohn, me Revolution kann sich wiederholen. In dieser Zett gehörst du nur dem König und dem Vaterlande. Einsam, aber im Bewußtsein, daß der Sohn feine Pflicht erfülle, starb sie wenige Tage später.
über. B.ei der Neubildung der schnellen Truppen unseres Heeres übernahm er das Kommando einer Abteilung in einem Kavallerie-Schützenregiment, an deren Spitze er sich in Südpolen beim Vormarsch über den San und nun auch wieder auf dem westlichen Kriegsschauplatz in besonderer Weise aus* zeichnen konnte.
Auch der im Wehrmachtsbericht am Donners« tag genannte Oberstleutnant Hermann Balck ge« hort als Kommandeur eines motorisierten Schützen- Regiments zu den schnellen Truppen. Er wurdtz bei Kriegsausbruch 1914 Leutnant im Jäger, Bataillon 10 und zeichnete sich bereits im Weltkriege als Kompanieführer durch feine Tapferkeit so aus, daß ihm nach der siebenten Verwundung während der Herbstoffensive gegen Italien 1917i der Hohenzollern-Hausorden verliehen wurde. In der neuen Wehrmacht befehligte Major Balck seit 1935 bas ostpreußische Radfahr-Bataillon, bis er 1939 das Kommando eines Kavallerie-Schützenregiments übernahm. An der Spitze dieses PerbandeÄ gelang es ihm, durch rücksichtslosen persönlichen Einsatz besonders große Erfolge bei den Kämpfen südostwärts Sedan zu erreichen.
Der Führer hat dem Divisionskommandeur der Fallschirmtruppen, Generalleutnant Student (links), und dem Kommandeur der Luftlande-Jnfanterie-Division, Generalleutnant Graf Span eck (rechts), das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Die beiden Offiziere haben sich im Kampfe um das Niederwerfen des holländischen Widerstandes auf das höchste ausgezeichnet. Die Verleihung des Ritterkreuzes ist zugleich auch eine Ehrung der ihnen unterstellten todesmutigen Truppen. (Scherl-Bilderdienst- jArchiv-OKW.-j M.)
Auch an der Saarfront wurden, wie die OKW.-Berichte meldeten, erfolgreiche Aktionen zur Vorverlegung unserer Stellungen unternommen. Dabei wurden gleich zu Beginn viele hundert französische Gefangene gemacht. Unser Bild vom Sammelplatz zeigt eine Gruppe Gefangener, unter denen sich auch zahlreiche Farbige befanden. — (PK.-Dietrich. — Scherl-M.)


