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sichtigt werden, daß Die Sachspenden im letzten Friedenswinterhilfswerk 113,8 Millionen ausmachten, während sie diesmal nur in einem Umfang von 39,06 Millionen möglich waren. In bar wurden diesmal also 563,47 Millionen gespendet gegen 436 Millionen im letzten Friedenswinterhilfswerk. Die Gesamtleistung aller bisher durchgeführten Winterhilfswerke aber erreicht nunmehr eine Endsumme von über drei Milliarden RM. Das reiche England hat soeben eine fast gleiche Summe a I s Kriegsanleihe gezeichnet —, aber nicht etwa als freiwillige Spende, sondern als Anlage zu 3 v. H. Zinsen. Aber freilich Hobe England in» zwischen m fünf Monaten auch für dos Rote Kreuz die Summe von einer Million Pfund gesammelt. Das bedeute, daß es bei gleichem Tempo 2 3 Jahre dazu benötigen würde, wollte es die Summe unseres Kriegswinterhilfswerkes aufbringen. Die Leistung der deiden letzten Winterhilfswerke stellt übrigens mit 1170 Millionen die gleiche Summe dar, die England für die 1939 auf Stapel gelegten fünf Schlachtschiffe und 15 Kreuzer brauche.
Der größte Teil der aufgekommenen Gelder soll für die außerordentlich wichtigen Aufgaben der Volkspflege verwandt werden, darunter allein für das gerade im Kriege so notwendige und segensreiche Hilfswerk „Mutter und Kind" 311,2 Millionen RM. Nationalsozialistischer Standpunkt sei, daß soziale Vorsorge besser und zweckdienlicher sei als soziale Fürsorge, und das ein sozialer Staat aufkommende soziale Krankheiten und Schäden mehr in ihrem Entstehen und nicht allein in ihren Auswirkungen bekämpfen müsse. Mit weiteren Zahlen bewies Dr. Goebbels dann, wie sehr das deutsche Volk die mit dem Kriege verbundenen erhöhten sozialen Verpflichtungen erkannt habe: Die Opfer von Lohn und Gehalt seien gegenüber dem Vorjahr von 104 auf 115 Millionen, die Reichsstraßensammlungen von 48 auf 82 Millionen, der „Tag der Wehrmacht" von 6 auf 17,5 Millionen, tue Opfersonntage von 50 auf 80 Millionen gestiegen. Das Ergeb enis allein des „Tages der deutschen Polizei" genügte, um 400 000 Säuglinge mit einer Säuglingsausstattung zu versehen.
Dr. Goebbels sand bann Worte herzlichen Dankes und besonders Anerkennung für die rund eine Million Helfer, die sich auch diesmal wieder in uneigennütziger Weise zur Verfügung gestellt haben. Ein schlüssigerer Beweis für die Tatsache, daß das deutsche Volk entschlossen sei, mit Opfern nicht zu sparen, wenn es um die nationale Existenz des Reiches gehe, lasse sich nicht denken. Don dem Grade unserer Opferbereitschaft hänge es aber auch weitgehend ab, ob wir diesen uns aufgezwungenen Krieg in angemessener Frist zum siegreichen Ende bringen könnten. Darum habe der Führer der Organisation des WHW. diesmal im Gegensatz zum bisherigen Brauch auch für den Sommer eine neue große und alle verpflichtende Aufgabe gestellt: Das Hilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz. Dr. Goebbels schilderte die Bedeutung, die das DRK. schon im Weltkrieg für unser Volk hatte. Unter seiner Fürsorge seien damals von 12,7 Millionen verwundeten und erkrankten deutschen Soldaten 90,9 v. H. wieder diensttauglich geworden. Aber immer noch seien Verbesserungen möglich. Noch im Weltkriege seien beispielsweise in den Lazaretten des Ostens 4,5 bis 10 o. H. der an Ruhr Erkrankten gestorben, während dieser Prozentsatz im Polenfeldzug nur noch 3,5 v. H. betragen habe.
Dr. Goebbels gab dann Beispiele für den Bedarf im jetzigen Kriege. Die Kosten für die Ausbildung und die feldmäßige Ausrüstung einer Deut- schen Roten-Kreuz-Schwester beispielsweise betrage 4750 RM., für 10 000 deutsche Rote-Kreuz-Schwestern also 47,5 Millionen RM. Im Weltkrieg aber sind 105 631 weibliche Hilfskräfte im Roten Kreuz tätig gewesen. 1000 Krankenkraftwagen erfordern 10 Millionen. 100 000 Betten 45 000 000, 1000 Seuchenbaracken 21 000 000 Mark. Das motorisierte Bereitschaftslazarett, das sogenannte „Krankenhaus auf Radern", das sich beim Einsatz für die Wolhyniendeutschen schon glänzend bewährt hat, und außer 32 Baracken und Inneneinrichtungen für 400 Kranke alle medizinischen Einrichtungen für sämtliche klinischen Disziplinen nebst einem Laboratorium für Bakteriologie mit sich führt, kostet betriebsfertig 2,3 Millionen RM.
Nun gelte es, vom ganzen deutschen Volk die notwendigen Mittel herbeizuschaffen, um diese selbstlose, hilfsbereite Arbeit durchfuhren zu können. Das nationalsozialistische Deutschland betrachte die Sorge für seine verwundeten und kranken Soldaten als eine Ehrenpflicht, die jeder freiwillig erfülle. Das Ergebnis der geplanten Sammlung solle in seiner Freiwilligkeit einen ganz handgreiflichen Beweis des Dankes der deutschen Heimat an die Front darstellen. Dem Opfer gegenüber, Das unsere Soldaten an allen Fronten täglich brächten, sei das Opfer, das hier vom Führer von der Heimat gefordert werde, freilich nur gering. Der Gewinn des Gesamtopfers aber werde die Freiheit und Größe unseres Vaterlandes sein.
Wie eine Welle der Hilfsbereitschaft sei es auch jetzt wieder durch das deutsche Volk gegangen, als Generalfeldmarschall Göring zu der grandiosen Metallspende als dem sinnvollsten Geburtstagsgeschenk für den Führer aufgerufen habe. Auch im Weltkrieg sei eine Metallsammlung durchgeführt worden. Man habe eine Kriegs-Metall-Aktiengesell- schaft gegründet, die dem Spender je Kilo 1 bis 1,50 Mark zahlte und dann das Kilo mit 2100 v. H. Gewinn für 22 Mark an das Reich weiterverkaufte. Gegen dieses Schiebergeschäft von Kriegsgewinnlern und Juden vorzugehen, sei die damalige Staatsführung zu schwach gewesen. Heute dagegen seien Kriegsgewinne ausgeschlossen.- Wenn einer es versuchen sollte, sich an dem vom Volke gespendeten Edelmetall persönlich zu bereichern, so sei er gesetzlich mit der Todesstrafe bedroht. In England dagegen werde die Metallsammlung zu rauften Gewinnen für das Finanzkapital ausgenutzt. Dort fei ja selbst die Regierung, Chamberlain an der Spitze, im Besitz riesiger Pakete von Rüstungsaktien, so daß der Krieg für sie nebenbei ein sehr einträgliches Geschäft darstelle.
So trennten uns Welten von der englischen Plutokratie. Drüben, jenseits des Kanals, verdienten sie am Blut und am Tod ihres eigenen Volkes. Bei uns aber opfere die Heimat was die Front nötig habe. Das deutsche Volk bringe diese Opfer gern, um sich des Heldentums feiner Soldaten würdig zu erweisen. Das gelte auch für das Hilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz. Wie eine Welle der Hilfsbereitschaft müsse es jetzt durch die ganze Nation gehen. An den von der Heimat gebrachten Opfern werde die Front ermessen können, ob die Heimat es verdiene, daß der Soldat Gesundheit und Leben zu ihrem Schutz einsetze. „Jeder von uns hat irgendeinen Sieben im Felde", so schloß Dr. Goebbels, „er stelle sich vor, daß auch der einmal die Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes nötig haben kann, dann wird er mit vollen Händen für ihn und
damit für die ganze deutsche Wehrmacht geben. Der Führer hat uns gerufen; nun werden mir alle kommen und unser Opfer bringen. Im Glauben an ihn wird die Heimat arbeiten und die Front kämpfen. Am Ende steht der deutsche Sieg."
JteforOergebnts Der letzten Giraßensammlung. Die DAF. sammelte 27,7 Millionen Mark.
Berlin, 17. April. (DNB.) Die von der DAF. durchgeführte letzte Reichs st raßensamm- l u n g für das Kriegswinterhilfswerk erbrachte einschließlich der Listen- und Betriebssammlungen der DAF. mit 27 699 282,55 RM. das bisher höchste Ergebnis einer Sammlung überhaupt. Auf das Altreich entfielen 22 063 792,64 RM. gleich 31,37 Rpf. je Kopf der Bevölkerung, auf die Ostmark 3 724 079,69 RM. gleich 52,57 Rpf. je Kopf der Bevölkerung, auf das Sudetenland 1 541 410,22 RM. gleich 50,88 Rpf. je Kopf der Bevölkerung und auf den Gau Warthelakid 370 000 RM. Gegenüber der gleichen Sammlung des Vorjahres hat sich das Er
gebnis um 16 108 176,17 RM. gleich 138,97 v,H. erhöht. Damit steigerte sich der Durchschnitt je Kops der Bevölkerung von 15,10 Rpf. auf 34,29 Rpf.
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Welch soziale Kraft in der gesammelten Summe steckt, kann man unschwer daraus ersehen, daß die NS.-Volkswohlfahrt im Jahre 1938 30 Millionen Reichsmark benötigte, um 5 0 0 0 D a uerkinder- gärten und 5000 Ernte-Kindergärten mit insgesamt 300 000 Kleinkindern zu unterhalten. Die NS.-Volkswohlfahrt kann dank der Opferbereitschaft des deutschen Volkes 1940 die Zahl allein dieser Einrichtungen verdoppeln. Den Plutokraten jenseits des Kanals zeigt diese Sammlung der Schaffenden mit aller Deutlichkeit, daß in Deutschland Führung und Volk unzertrennbar miteinander verbunden sind. Besonders bemerkenswert in dieser Beziehung sind die Ergebnisse in der deutschen Ostmark und im Sudetenland, deren Hohe unzweifelhaft dar- legt, daß Die Bewohner dieser von Hitler versklavten" Gebiete auch nach sieben Monaten Kriegsdauer durchaus keinen Wert darauf legen, von Chamberlain, Churchill und Konsorten wieder „befreit zu werden".
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Gleichsam als Symbol des Schutzes weht hier die Reichskriegsflagge über dem Platz einer norwegischen Stadt, in deren Straßen das
Leben seinen gewohnten Gang nimmt.
(PK.-Lange — Scherl-M.)
OieMeinung eines Schweizer Militärs.
Genf, 17. April. (Europapreß.) Zur militärischen Lage in Skandinavien schreibt der militärische Mitarbeiter der „S u i s s e". „Auf dem Meere hot die große Seeschlacht, die man erwartete, nicht stattgefunden, sie scheint weniger und weniger wahrscheinlich. Isolierte See - und Luftgefechte fanden zwar statt, allerdings ohne entscheidende Ergebnisse. Die Deutschen gehen jetzt daran, die Tasche um Oslo zu erweitern, was im übrigen von einer guten Taktik zeugt. Man hat im übrigen Unrecht, mit einem verlängerten .Widerstand Norwegens zu rechnen. M»
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Zu nur kurzer Rast haben hier einige deutsche Dorpostenboote in einem norwegischen Hafen festgemacht. Bald werden ihnen weitere Aufgaben zugewiesen werden. — (PK.-Ruge-Scherl-M.)
Deutsches Standkonzert in einer dänischen Stadt.
Ein Bild, das einmal mehr beweist, wie sehr die deutschen Soldaten im Mittelpunkt des Volkslebens in Dänemark stehen, nachdem die Männer und Frauen dieses Landes die mustergültige Disziplin und Haltung unserer Truppen kennen- und schätzengelernt haben. Hier erfreut ein deutsches Musikkorps die Einwohner einer dänischen Stadt mit einem Standkonzert. — (Stolzenberg — Presse-Bild-Zentrale-M.)
Das Leben in Oslo.
(PK.) Etwas hoch nach Norden hat uns der Wirbelwind der Geschehnisse verschlagen, aber die herrlichen Strahlen der wärmenden Frühlingssonne sind mit uns gegangen. Man merkt es an allen Ecken und Enden der Stadt, daß sich auch die Bevölkerung der Stadt nach Den strengen Wintermonaten nach dem bißchen Sonne und Wärme sehnt. lleber- all herrscht tagsüber dichtes Menschengewühl, das manchmal sogar zu beängstigender Dichte anschwillt. Allerdings gehört zu letzterem ein besonderer Anlaß, für den zu sorgen die deutsche Wehrmacht übernommen hat. Abgesehen davon, daß die einmarschierenden Truppen gehörig bestaunt werden, gibt es für die Bevölkerung von Oslo noch einen zweiten, in wenigen Tagen sehr beliebt gewordenen Treffpunkt: das Standkonzert, das vom Musikkorps eines Infanterieregiments fast täglich im Zentrum der Stadt gegeben wird. Am ersten Tag horten sich die Norweger das erst einmal an. Am zweiten Tag gab es schon wiederholt lebhaften Beifall und am Dritten Tag wurden bereits stürmisch „Erika" und das „Engelandlied" verlangt. Und da unsere Musiker nicht prüde sind, lassen sie sich auch nie lange bitten und legen herzhaft los. Zum Dank dafür gibt es bann reihum nur lachende Gesichter und das Menschengewühl wird von Minute zu Minute dichter.
Und die Bevölkerung selbst? Da wollen wir ganz ehrlich sein. Gewiß, es gibt welche, die sich recht reserviert verhalten und keinen Anschluß an die deutschen Trupen suchen ober finben können. Ihre Zahl ist aber bei weitem in ber Minderheit. Auf eine höfliche Frage, die für den deutschen Soldaten selbstverständlich ist, bekommt man überall ebenso höfliche Antworten, wobei fast regelmäßig die Verschiedenheit der Sprache heitere Szenen heraufbeschwört. Zur Dritten Art des norwegischen Menschen zählen jene, Die Die Deutschen Truppen mit Begeisterung empfangen haben.,Schon häufen
sich bei allen KommanDostellen Die Besuche junger Menschen, Die ihre Dienste anbieten. Manche von ihnen erzählen Dabei gleich, welche militärische Aus- bilDung sie bisher genossen haben ünD bitten, in Die deutsche Wehrmacht eingestellt zu tuerDen. Sehr schwer fällt es. Den Begeisterten beizubringen, daß Deutschland den Schutz Norwegens übernommen, aber nicht die Absicht hat, Die Unterstützung auch nur eines Norwegers Dabei in Anspruch zu nehmen.
Daß das „bunte Tuch" der deutschen Soldaten das Stadtbild beherrscht, ist nur natürlich. Alle Augenblicke Durchziehen Abteilungen singend die Straßen, auf dem Flugplatz herrscht reger Verkehr und im Hajen roerDen ohne Unterbrechung dickleibige Schiffe gelöscht. Infanterie, Geschütze, Panzer und was sonst noch alles gibt, rollt dann vom Hafen aus nahezu ohne Unterbrechung zur Stadt. Begreiflich, wenn Diese Füll, von Neuigkeiten das Bild der Hauptstadt Norwegens beherrscht.
Quapil.
Oie Osloer Küstenverteidigung verstärkt.
Berlin, 17. April. (DNB.) Unter den in der Hafeneinfahrt von Oslo von der deutschen Kriegs- marine übernommenen und bereits abwehrbereit gemachten Küstenbefestigungen befinden sich neu7r- dings schwere Geschütze bis zu 30 Zentimeter Kaliber mit Der dafür notwendigen Munition. Die Küftenverteidigunq von Oslo hat damit eine weitere Verstärkung erfahren.
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Oslo, 17. April (Europapreß.) Bei der Erweiterung des von Den Deutschen Truppen in Der Gegend von Oslo besetzten Raumes sind am 16. April auch deutsche Panzerabteilungen zum Einsatz gelangt. Ihr Erscheinen hat überall großes
IMches ü-Soo« durch deutsches Wafferfiugzeus trautet.
Berlin, 18. April. (DNB. Funkspruch.) 3m Laufe des 15.4. wurde ein brilifches UBool vor der norwegischen Südwestküste durch ein deutsches Wasserflugzeug unter Wasser fahrend gesichtet. Das deutsche Flugzeug ging bis auf wenige Bieter über der Wasseroberfläche herab und warf seine Bomben auf kurze (Entfernung gegen das feindliche Boot. Zweimal hinter dem Periskop getroffen kippte dos Boot nach hinten über. Der Bug erschien kurze Zelt über dem Wasser und ging dann über Heck auf den Bleeresgrund. Drackteile bedeckten die Stelle, an der das Boot gesunken war. Das deutsche Seeflugzeug wartete eine zeitlang vergeblich darauf, um auftauchende feindliche Blatrofen an Bord zu nehmen und kehrte dann in seinen Flughafen zurück.
Aufsehen hervorgerufen und dürfte den Norwegern die Aussichtslosigkeit ihres weiteren Widerstandes eindeutig klarmachen. Der Einsatz deutscher Panzer läßt auch erkennen, daß die in Norwegen gelandeten deutschen Truppen über alle Hilfsmit- te( verfügen, um ihre Aktionen selbst bei Fortdauer Des feindlichen Widerstandes erfolgreich fortsetzen zu können.
AlleSahnstreckennachSchweden in deutscher Hand.
Berlin, 17. April. (DNB.) Die Jnbefitz- nähme mehrerer Eisenbahnverbindungen gewinnt an Bedeutung, wenn man sich Die Wichtigkeit Derartiger Bahnverbindunaen m einem so bergreichen unD schwierigen Gelände, wie es Norwegen Darstellt, vergegenwärtigt. Norwegische Streitkräfte haben an allen Bahnstrecken Widerstand geleistet. So konnte die Erzbahn zwischen Narvik und Der schweois che n Grenze erst nach kurzem heftigem Kampf genommen werden. Auck Die Inbesitznahme der Bahn ft recke Trondheim üb er Meraaker Hur s chwe» Dischen Grenze erfolgte erst, nachdem die deutschen Truppen die Befestigung Gröthamer genommen hatten. Ebenso wurde Kongsvinger am Nachmittag des 16. April genommen, wobei wiederum eine Bahnstrecke von Oslo nach Schweden geöffnet wurde. Bei Der Besetzung der Bahnstrecke Oslo—Frederikstadt—Halden—Krönst ö zur schwedischen Grenze kam es gleichfalls zu Kämpfen. Der norwegische Widerstand konnte hier sehr rasch gebrochen weiden. Durch eine Sprengung wurde eine Brücke beschädigt. Deutsche Pioniere konnten sie jedoch in kurzer Zeit so weit Herstellen, daß heute bereits die Bahnstrecke voll benutzbar ist. Damit sind alle vier Bahnstrecken, Die Norwegen mit Schweden verbinden, in deutscher Hand. Die Lofoten- oder Aarviwahn. " Die Lofoten* oder Narvikbahn, wie die nord- ftandinavische „Erzbahn" richtiger genannt wird. Die in einem der letzten Berichte als bis zur schwe- Dischen Grenze besetzt gemeldet wurde, führt aus Den großen nordschrvedi schen Erzgebieten nach Dem Hasen Narvik. Diese Erzgebiete liegen etwa u m Kiruna und Gällivare, also zwischen Den Flüssen Kalix und Rane, Die wieDerum in Der Nähe » Der schwedischen Hafenstadt Lulea an der nord* westlichen Küste Des Bottnischen Meerbusens münden. Der Bau dieser Bahn hat seinerzeit gerade auf Dem kurzen in Norwegen liegenden Stück außergewöhnliche Schwierigkeiten gemacht. Es mußten dort auf einer Strecke von nur 42 Kilometer Höhenunterschiede von insgefamt517 Meter überwunden werden. Diese Strecke enthält außer zahlreichen Viadukten auch 23 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 4,5 Kilometer. An zahlreichen Stellen mußten, wie auch an der erst teilweise fertigen norwegischen Nordsudstraße, hohe Schneegalerien errichtet werden, um die Bahn während Der langen Winterzeiten betriebsfähig zu erhalten. Der norwegisch-schwedische Grenzpunkt der Bahn liegt mitten in einem Tunnel; er besteht nur in einer unauffälligen Markierung.
Die Reichskriegsflagge über einer norwegischen Stadt.


