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Der siegreiche deutsche Einmarsch in Paris

Von Kriegsberichter Krank Götsch.

Morgenstunden die deutschen Truppenverbände.

deutscher Regimenter und Divisionen auf dem Place Etoile in Paris.

Strahlenförmig laufen die Straßen vom Place Etoile auseinander. Auf ihnen marschieren seit den

schränkte Politiker haben. Sie werden ihn ver­lieren, weit ihre militärische Organisation schlecht, ihre Kriegsführung wahrhaft miserabel ist. Deutschland wird diesen Krieg gewinnen, weit das deutsche Volk weih, daß seine Sache gerecht ist, weil die deutsche militärische Organi­sation und Führung die bessere ist und weil wir die beste Armee und die beste Ausrüstung haben."

Es war nie meine Absicht oder mein Ziel", o erklärte der Führer weiter,das britische Weltreich zu vernichten. Ich habe im Gegenteil noch vor Ausbruch des Krieges, der von Eng­land und Frankreich ongezettelt würd', der englischen Regierung Vorschläge unterbreitet, in denen ich so weit ging, Großbritannien die Hil'e des Reiches für die Existenz des Empires anzubu. ten. Ich hatte von England nichts weiter verlangt, als daß Deutschland als gleichberechtigt an­gesehen und behandelt werden sollte, daß Qünglarb die deutsche Küste schützen sollte, falls Deutschland in einen Krieg verwickelt würde und schließlich, bog' man mir die deutschen Kolonien zurück- geben sollte. Und ich werde sie auch bk. kommen! Man erklärte und schrieb dagegen in London in aller Oeffentlichkeit, daß der National, sozialismus vernichtet werden müsse, daß Deutsch, land aufgeteilt und vollständig entwaffnet urb machtlos gemacht werden müsse. Niemals habe ih gleichartige Ziele und Absichten gegenüber Englard geäußert. Als ober England Schlacht um Schlag verlor, flehten die Machthaber in England mit Tränen in den Augen Amerika an und erklärt«, daß Deutschland das britische Weltreich bedrohe urb zu zerschlagen suche.

In diesem Krieg wird allerdings etwas ver­nichtet werden, nämlich eine kapitalistische Clique, die für ihre niederträchtigen persön­lichen Interessen bereit war und ist, Millionen von Menschen vernichten zu lassen.

Aber dies wird davon bin ich überzeugt gcr nicht von uns, sondern von ihren eigenen Volten getan werden."

Deutsche Truppen auf dem Place de Concorde.

8m Hintergrund das französische Kriegsmarineministertum. (PK.-Teschendors-Atlantk-Mch

Während die deutschen Truppen in die französische Hauptstadt einmarschierten, landeten sunt gronen Erstaunen der Pariser Bevölkerung in der Stadtmitte mehrere Fieseler-Stürche der deutschen Luftwaffe. (PK.-Teschendorf-Presse-Bild-Zentrale-M.)

stungsprogramm der Welt und kann daher vor allem phantasievolle Schwätzereien von den realen Möglichkeiten des praktischen Lebens sehr gut unter­scheiden. Es scheinen über diesen Punkt sehr phan- tasievolle Anschauungen zu herrschen."

Zu der Frage der Intervention Ameri- k a 5 durch Lieferungen von Flugzeugen und Kriegs­material antwortete der Führer:Die Intervention Amerikas mit Massenlieferungen von Flugzeugen und Kriegsmaterial kann den Ausgang die­ses Krieges nicht ändern. Gründe dafür brauche ich nicht anzugeben. Die Wirklichkeit wird darüber entscheiden."

Seine Auffassung zu den in Amerika so weit ver­breiteten Nachrichten und Meldungen über eine an­gebliche deutsche fünfte Kolonne faßte der Führer folgendermaßen zusammen:Ich kann mir unter der sogenannten fünften Kolonne gar nichts denken, weil diese Kolonne außer in den Gehir­nen von Phantasten, oder als ein von ge­wissenloser Propaganda für durchsichtige Zwecke e r - fundenes Schreckgespenst nicht existiert. Wenn unfähige Regierungen ihre Völker erst in den Krieg Hetzen und dann einen jammervollen Zu­sammenbruch erleben, ist es verständlich, daß sie die Schuld lieber auf andere obschieben wollen. Der Hauptzweck dieses Schlagwortes aber ist, . einen Sammelbegriff zu schaffen für die natürlich in allen Ländern vorhandene innere Opposition. Diese Oppo­sition hat mit Deutschland gar nichts zu t u n. Eher im Gegenteil! Es sind dies entweder radikalste Nattonalisten oder international orientierte Kommunisten oder Pazifisten und andere Kriegs­gegner. Allein, weil es diese Politiker nicht zuwege bringen, mit ihrer eigenen Opposition auf anständi­gem Wege fertig zu werden, klagen sie diese Ele­mente des Landesverrates an und versuchen so, rechtswidrigen Methoden ein patriottsches Mäntel­chen umzuhängen und sie vor den Augen der Wett durch die Erfindung des gruseligen Begriffesfünfte Kolonne" moralisch zu motivieren.

Unsere Gegner werden diesen Krieg verlieren, nicht ^weil sie eine fünfte Kolonne, sondern weil sie korrupte, gewissenlose oder geistig be­

16. Juni. (PK.) Deutsche Truppen find am 14.Juni 1940 um 8.15 Uhr deutscher Zeit in 'Pa­ris einmarschiert. Während der Vormittags­stunden nahmen der Oberbefehlshaber der Heeres­gruppe, zwei Kommandierende Generale, sowie zwei Divisionskommandeure den Vorbeimarsch am Place Etoile im Schatten des mächtigen Arc de Triomphe ab. Der deutsche Soldat diktierte in diesem Augen­blick Geschichte.

Paris wischte sich noch den Schlaf aus den Augen, als am Morgen des 14. Juni um 7 Uhr die deut­schen Truppen 10 Kilometer vor der französischen Hauptstadt standen. Hatte die deutsche Panzerauf­klärung noch am Vorabend mit schwachen feindlichen Kräften Zusammenstöße, so waren es am 14. Juni nur einige Straßensperren, die den deutschen Vor­marsch aufhalten sollten. Pioniere hatten noch ein­mal Arbeit, dann war die letzte Schranke gefallen: der Weg nach Paris ist frei. Ungehindert fährt die Spitze der Aufklärungsabteilung durch die Pariser Vorstadt. Müde Gesichter pressen sich an die Fenster­scheiben, wissen noch nicht, ob es Wirklichkeit ist oder Traum. Je weiter es in die Stadt geht, desto wacher wird Paris. Man läuft an den Straßen­ecken zusammen, bespricht das große Ereignis. D i e Deutschen find d a.

Und nun erlebt Paris den Einzug der deutschen Truppen, ganz anders, als es sich ihn vorgestellt hatte. Keine Horden überschwemmen Frankreichs Metropole, plündern und zerstören, sondern die disziplinierte deutsche Wehrmacht rückt in langen Kolonnen durch die Hauptstraßen der Stadt ein. Die Menschen säumen zurückhaltend den Straßenrand, sie diskutieren, sind immer wieder verwundert über die Ruhe und Ordnung, in der sich der Einmarsch abwickelt. Der Alpdruck deutscher Bombenangriffe ist genommen. Paris atmet auf.

Auf dem Place Etoile steht der Kommandierende General eines AK. mit seinen beiden Divisions­kommandeuren. Der General ist an der Spitze seiner

getan mit zwei Greisen an der Spitze, die schon von der Natur entstellt und mißhandelt waren, wie dieser Poincar 6, häßlich und boßhaft wie ein Pavian, wie dieser Clemenceau, der seine Hände immer in Handschuhen verbergen mußte, weil sie vom Aussatz zerfressen waren. In Versailles wurde vor rund 21 Jahren das Diktat erlassen, das das deutsche Volk demütigen und politisch für immer vernichten sollte. Rachsüchttge Greise hatten dieses Diktat ausgetüftelt, hatten es im ganzen Umfang jo ausgerichtet, daß Frankreich allein oder doch in der Hauptsache der Nutznießer war. Nahezu hun­dert Jahre soltte das deutsche Volk Tribute auf­bringen, um sie an Frankreich auszuliefern, Tribute in einer Höhe, die unbedingt zur sozialen und poli­tischen Vernichtung des deutschen Volkes hätten führen können. Versailles wurde nicht mir zu einem Fluch für Deutschland, es wurde zum Un- heil für Europa, denn durch das Versailler Diktat wurden in Europa neue machtpolitische Gegensätze imd sehr gefährliche nationale Reibungs­flächen neu geschaffen oder doch aufs äußerste ver­schärft. Europa wurde zu einem Spannungsfeld, das sich irgendwie einmal entladen mußte, wenn es nicht der Klugheit und Vernunft der Völker und ihrer Staatsmänner gelingen würde, dieses Span­nungsfeld rechtzeitig zu entschärfen. Es ist nicht ge­lungen. Weshalb und warum steht in den Annalen der Genfer Liga verzeichnet. Das Versailler Diktat war ein Sittentat gegen die Menschheit, war darüber hinaus eine Herausforderung aller Völker, gegen die es mittelbar oder unmittelbar gerichtet war.

Seitdem es ausgebrütet worden ist, sind 21 Jahre vergattgen. Die Geschichte ist in dieser Zeit nicht stehengeblieben, sie hat im Gegenteil Wandlungen von einer dramatischen Wucht erlebt, deren Ablauf in Fluß ist, um darnach Europa ein neues Gesicht zu geben. Das Versailles von 1919 war der Schluß­strich unter eine Epoche der Geschichte, die wirtschaft­lich und sozial mit dem hochkapitalistischen System zusammenfältt. Das Schanddiktat von Versailles ist als solches vom Führer schon bald nach der Macht­ergreifung zerrissen worden. Wenn die Plutokratien nicht von allen guten Geistern verlassen gewesen wären, so hätte die Vernichtung des Versailler Dik­tats durch den Führer für sie ein Signal fein müs­sen, auf die Zeitenwende zu achten. Sie haben es nicht getan, sie haben sich habgierig und engstirnig gegen die Entwicklung, gegen die Dynamik des neuen politischen Geschehens aufzulehnen versucht. So ist diese Entwicklung über sie hinweggeschritten, hat alle Widerstandslinien, ob sie von Maginot ober von Weygand getauft wurden, zerbrochen.

Wieder sind deutsche Truppen in Ver­sailles einmarschiert, aber die Reichskriegsflagge, Die nun aufgezogen wurde, ist nicht nur ein Feld­zeichen, sie ist vielmehr eine Manifestation des großdeutfchen Volkes. Unter dem Hakenkreuz hat sich die deutsche Nation erhoben, unter dem Hakenkreuz stehen Führer und groß- deutsches Volk geschlossen und vereint. M i t Deutschlands Fahnen ist der Sieg!

ss.

Neue Träger des Nitterkreuzes.

Berlin, 15. Juni. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vor­schlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, das Ritter­kreuz zum Eisernen Kreuz verliehen:

Admiral Carls,

Marinegruppenbefehlshaber Ost;

Vizeadmiral L ü t j e n s,

Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte;

Konteradmiral Schmundt, Führer einer Kampfgruppe.

Admiral Rolf Carls war als Leiter des opera­tiven Führungsstabes des Marinegruppenkomman­dos West verantwortlich für die Vorbereitungen der Seeoperation Norwegen. Sie gab die Grundlage für die späteren Flottenoperationen. Dem schnellen und tatkräftigen Handeln von Admiral Carls ist es zu verdanken, daß die erforderlichen Voraussetzun­gen für die kombinierte Operation der drei Wehr­machtsteile in Norwegen geschaffen wurden und darüber hinaus der Nachschub von Truppen und Gerät ohne wesentliche Verluste sichergestellt werden konnte.

Vizeadmiral Günther ßütjens war bei Kriegs­beginn Führer der Zerstörer-, Torpedoboots- und Schnellbootverbände: Zu Beginn des Feldzuges ge­gen Polen setzte er sich persönlich mit seinem Füh- rerboot, dem ZerstörerLebereäst Maaß", voll ein. Besondere Verdienste gebühren ihm für die Führung der Minenunternehmung gegen die britische Ostküste, durch die der feindlichen Seemacht schwere Verluste zugefügt wurden. In seiner späteren Stellung als Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte zeichnete er sich erneut aus und vertrat bei der Aktion in Norwegen am 9. April den Flottenchef und sicherte den Einsatz der Flotte im Sinne der erteilten Weisung.

Konteradmiral Hubert Schmundt hat als Füh­rer der Kampfgruppe Bergen bei der See- und Landungsoperation in Norwegen hervorragenden Anteil an der Eroberung Norwegens. Durch fein geschicktes, zielbewußtes und entschlossenes Handeln, das die Verantwortung für den vollen Einsatz der ihm unterstellten Verbände in sich schloß, ist die Niederkämpfung schwerer Küstenbatterien erfolgt und die Landung von Truppen gelungen.

Darüber wird nicht mehr diskutiert.

Neue Mätzchen

des britischen Lügenministeriums.

Berlin, 15. Juni. (DNB.) Das britische Lügen- Ministerium verbreitet zur Zeit wieder so, wie im Herbst des vergangenen Jahres, Gerüchte über Waffenstillstands- ober Friedensver- Handlungen. Der Zweck ist der, die öffentliche Meinung von der Einsicht abzulenken, daß die eng­lisch-französische Lage militärisch verloren ist. H e u t e wird nicht mehr über solche Dinge dis­kutiert, sondern es werden die Reste der fron» zösisch-englischen Truppen auf dem Kontinent ver­nichtet.

Abkommen Berlin-Moskau.

Berlin, 15. Juni. (DNB.) Am 10. Juni 1940 wurde in Moskau ein Abkommen zwischen dem Deutschen Reich und der UdSSR, über das Verfahren zur Regelung von Streit- und Zwischen­fällen an der Staatsgrenze unterschrieben, die durch den deutsch-sowjetischen Freundschafts- und Grenz­vertrag vom 28. Mai 1939 festgesetzt worden ist. Die Verhandlungen wurden in freundschaftlichem Geiste geführt und im Laufe eines Monats erfolgreich ab­geschlossen. Das Abkommen wurde auf deutscher Seite von dem Gesandten Sauden, auf sowjeti­scher Seite von Alexander Michajlowitsch Alexan­drow unterzeichnet.

Deutsche Marschmusik klingt auf, als die Qnfantrrtt mit straffem Schritt vorbeimarfchiert. Sie alle, äii hier beim Einmarsch in Paris dabei sind, sind ffä dieser historischen Stunde voll bewußt, jener Stunde, für die sie feit Wochen gekämpft habin für die mancher Kamerad den Heldentod fand. '§! ist nicht umsonst gewesen. Der deutsche Soldat mit ernstem Stolz diese Stunden erleben, in dem«

Berlin, 15.Juni. (DNB.) Der Führer emp­fing im Westen den amerikanischen Korrespondenten Karl von Wiegand und beantwortete ihm für die amerikanische Presse eine Reihe von Fragen über das deutsch-amerikanische Ver­hältnis.

Heber die Einstellung Deutschlands zu Amerika erklärte der Führer, daß Deutschland einer der wenigen Staaten sei, die sich bisher von jeder Ein­mischung in amerikanische Verhältnisse zurückgehalten hätten.

Deutschland hat territoriale oder politische In­teressen auf dem amerikanischen Kontinent weder früher gehabt, noch besitzt es solche heute. Wer das Gegenteil behauptet, lügt aus irgend­welchen Gründen vorsätzlich. Wie sich der ame­rikanische Kontinent daher sein Leben gestaltet, interessiert uns nicht. Dies gilt nicht nur für Nordamerika, sondern ebenso für Südamerika." Zu der Monroe-Doktrin bemerkte der Führer:Ich glaube nicht, daß eine Doktrin, wie sie Monroe proklamiert hat, als eine einseitige Inanspruchnahme der Nichteinmischung aufgefaßt werden konnte oder kann; denn der Zweck der Monroe-Doktrin bestand nicht darin, zu verhindern, daß europäische Staaten sich in amerikanische Dinge einmischen was übrigens England, das selbst ungeheure territoriale und politische Interessen in Amerika besitzt, fortgesetzt tut sondern, daß ebenso Amerika sich nicht in europäische Angelegenheiten einmengt. Die Tat­sache, daß George Washington selbst eine derartige Warnung an das amerikanische Volk ergehen ließ, bestätigt die Logik und Vernünftigkeit dieser Aus­legung. Ich säge daher: »Amerika den Ame­rikanern, Europa den Europäern!*"

Nach Deutschlands Haltung zu dem von Präsident Roosevelt angekündigten Aufrüstungspro­gramm Amerikas gefragt, erwiderte der Führer:Ich halte mich an die Monroe-Doktrin auch bei der Beantwortung dieser Frage. Ich be­urteile auch das Rüstungsprogramm der USA. nicht, es interessiert mich auch nicht. Ich arbeite selber gezwungenermaßen seit Jahren am größten°

Deutschland und Amerika.

Erklärungen des Führers an die Amerikaner und an die Welt

Divisionen in Paris eingerückt. Nun schreitet er zum Morgenstunden die deutschen Truppenverbande. Grabmal des unbekannten Soldaten,Stunde um Stunde fahren nun schon die motori- im Arc de Triomphe. Grüßend erweist er die Ehren- fierten Kolonnen an den Generalen vorbei. Nicht bezeigung. Dann beginnt der historisch^ Vorbeimarsch I enden will das stählerne Band der Fahrzeuge.

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