Der Führer und Oberste Befehlshaber mit seinem Stabe tm Führerhauptquartiev, — (Presse-Hosfmann-M.)
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wurden während des ganzen Tages mit Born- alter Kaliber belegt.
Der Wehrmachtsbericht vom Sonntag.
Truppen des Heeres brachen gleichzeitig, durch starke Artillerie unterstützt, in das Festungs - kampffeld der Waginotlinie ein und entrissen dem Feind zahlreiche Befestigungsanlagen. Die starke Werkgruppe Saaralben-West wurde genommen.
3m Raum Verdun—2tt eh—B elf o r t richteten sich wirksame Luftangriffe gegen Truppenansamm- lungen und Bewegungen auf Bahnen und Straften. Zahlreiche Eisenbahnzüge wurden zerstört, viele Eisenbahnstrecken unterbrochen. Auch im übrigen Frankreich erzielten unsere Kampfverbände gute Angriffserfolge gegen Flugplätze, wichtige Eisenbahnstrecken und zurückgehende Kolonnen.
Während der Rächt zum 15.6. unternahm der Gegner die üblichen Einslüge nach West- und Südwest-Deutschland und warf dabei wiederum planlos und ohne militärische Ziele zu treffen, Bomben ab.
Die Gesamtverluste des Gegners in der Lust betrugen gestern 4 3 Flugzeuge, davon wurden 13 im Luftkampf, 9 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. 5 eigene Flugzeuge werden oermiftt Die Verluste des Gegners am 13.6. erhöhen sich um 10 Flugzeuge auf insgesamt 29, die eigenen um vier Flugzeuge auf insgesamt sechs.
3m Raum um Narvik wurden in den letzten Tagen har st ad und Tromsö kampflos beseht.
Eine Abteilung ausgesuchter Gebirgstruppen, die am 2.6. aus der Gegend von Fauske Über das wegelose Gebirge nach Norden angetreten ist, hat am 13.6. die Vereinigung mit der Gruppe Narvik vollzogen.
Besonders ausgezeichnet haben sich:
Der Staffelkapitän Hauptmann Balthasar, indem er bisher 20 feindliche Flugzeuge im Luftkamps abschoft und 11 weitere am Boden zerstörte, der Leutnant 2D e 6 e r in einem Schühenregiment, indem er im letzten Augenblick unter rücksichtslosem persönlichen Einsatz fünf Zündleitungen an einer wichtigen Brücke durchschnitten und so den Hebergang unversehrt in unsere Hand gebracht hat.
R o m, 17. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der Genfer Vertreter der Agentur Stefani berichtet über die Stimmung in Frankreich, die schließlich zu der inzwischen erfolgten Neubildung der französischen Regierung führte, einige bemerkenswerte Einzelheiten.
Er gibt zunächst der Ansicht Ausdruck, daß man auch französischerseits die Aussichten auf eine Hilfe von auswärts immer negativer beurteile. Die öffentliche Meinung in Frankreich orientiere sich in diesem Augenblick nach Marschall Pe- tain hin, der als Gegenspieler Reynauds betrachtet werde. Reynaud gelte anderseits als der hauptverantwortliche für die Unterordnung Frankreichs unter die britischen Interessen.
Die antienglische Welle in Frankreich habe ein bedenkliches Ausmaß angenommen. Man glaube sogar, daß die schwachen englischen Truppeneinheiten, die am linken Flügel der sogenannten französischen Front operierten, eher eine Belastung, denn eine Hilfe darstellten. Man halte es keineswegs für ausgeschlossen, daß die Engländer recht bald nicht nur von feiten des deutschen Heeres, sondern auch von selten französischer Truppenverbände in Gefahr geraten könnten, da der Eng- landhaß unter den französischen Soldaten ungeheure Fortschritte mache. Die Soldaten seien davon überzeugt, daß sie von der englischen Regierung als völlig unnützes Opfer preisgegeben worden feien. Das Heer, das fich tapfer geschlagen habe, sei über die Haltung Rey-
brauch machen müssen. Diese Ansicht erkläre auch, weshalb das französische Volk und das französische Heer Reynaud hasse, der nicht einmal die nationale Ehre habe schützen können, und weshalb sie jetzt alle ihre Sympathien Lebrun und P 6 - t a i n entgegenbringen.
Franzosen flüchten in die Schweiz
Genf, 17. Juni. (DNB. Funkspruch.) Nach einem Bericht des Genfer Blattes „Suisse" trifft infolge des unaufhaltsamen Vordringens der deutschen Divisionen nach Süden eine große Zahl von französischen Flüchtlingen auf Schwe i- zer Boden ein, die sich von Stunde zu Stunde vergrößert. Die Stadt P r u n t r u t beherbergt bereits 10 000 Flüchtlinge, deren Erschöpfung groß ist. Sie werden in Schulen einquartiert. InLes Ver - rieres an der französisch-schweizerischen Grenze wird ein ununterbrochener Strom französischer Zi- vilslüchtlinge in südlicher Richtung festgestellt.
Reynaud zurückgetreten.
MarschallPetainbildeteineneueRegierung Weygand als Stellvertreter.
Genf, 17. Juni. (DNB.) Der französische Rundfunk gibt bekannt: Reynaud hat demissioniert. Warschau PetainhatdieneueRegie- rung gebildet Minister Ehautemps ist stellvertretender Winisterpräsident. Die Winisterien sind folgendermaßen verteilt:
Winisterpräsident: p e < a i n.
Staatsminister und Vizepräsident: Ehautemps.
Winisler für nationale Verteidigung: General Weygand.
3ustiz: Fremicourt.
Krieg: General E o u 1 f o n.
Kriegsmarine und Handelsflotte: Admiral Dar« l a n.
Luftfahrt: General p ugeot
Aeufteres: Baubouin.
3nneres: pomtnareL
Finanzen und handel: Bouthillier.
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Das klägliche Abtreten des plutokratischen Kriegshetzers Reynaud nehmen wir mit Gelassenheit zur Kenntnis. In dieser Umgruppierung kommt nur zum Ausdruck, daß in Frankreich nach dem m i l i - türischen Zusammenbruch auch der p o 1 i - tische Verfall nicht mehr zu vermeiden ist.
Furchtbares Erwachen in Frankreich
Wachsender Englandhaß in der französischen Armee.
I Die gesamte Front vom Kanal bis jur Schweizer Grenze ist in siegreichem vorwärts stürmen.
Bei der Verfolgung des geschlagenen Feindes iuf die Loire zu, wetteifern motorisierte und lichtmotorisierte Verbände in gewaltigen Warsch- tiftungen und überholen vielfach den flüchten- len und erschöpften Feind. Die Zahl der Gefangenen ist ständig im Steigen.
Südostwärts von Paris und an der oberen I Harne sind starke Panzer- und motorisierte Ver- 5 ianbe im rastlosen Vorstoß nach Süden. Das Eateau von Langres ift überfchril- 1. — Die Rückzuglinien der von Saar d Rhein zurückweichenden französischen Kräfte > damit durchstoßen.
)ie 5 e ft u n g Verdun mit allen ihren Forts erobert. Auch die starken Befestigungen in Gegend von Longuyon sind genommen.
In der Saar front ist die Waginot- nie zwischen St. Avold und Saaralben rchbrochen.
Der Oberrhein ist östlich Colmar in brei- Front im Angriff überschritten. Kampf- ger- und Flakverbände unterstützten hier erfolg- ch das Vorgehen des Heeres.
Kampfflieger-, Stuka- und 3agdverbände griffen in übrigen an der ganzen Front die rückwär- 11 gen Verbindungen des Gegners in iroftem Umfange an. An zahlreichen Stellen rour- len Marschkolonnen zersprengt und Lisenbahn- hrecfen durch Bomben unterbrochen. 'Etwa 30 Züge „urden getroffen, mehrere Munitionszüge flogen n die Luft.
Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft belegen gestern 40 Flugzeuge; davon wurden 12 im -ufttampf, 9 durch Flakartillerie abgeschossen, der Lest am Boden zerstört. Sieben eigene Flugzeuge »erden oermiftt
Die deutsche Unterseebootwaffe hat zwei neue Lr- Mge zu verzeichnen. Ein zurückkehrendes Untersee- Irfot meldet die Versenkung eines oollbe- ehten Truppentransporters von 12 000 ZRT. am 30. Mai. Lin anderes U-Boot hat einen iritischen Hilfskreuzer von rund 14000 ! 3RT. torpediert.
Beim Durchbruch durch die Maginot-Linie an ler Saarfront hat sich der schon einmal genannte Oberleutnant eines 3nfanterie - Regiments Otto »chulz durch besondere Tapferkeit erneut ausgezeichnet
Gegner an verschiedenen Frontabschnitten noch erbitterten Wiederstand leistet, so nehmen doch die Auflösungserscheinungen im französischen Heere stündlich zu. Es konnte bereits festgestellt werden, daß General W e y g a n d zur Auffüllung der ihm noch verbliebenen Armeen bereits auf Ersatztruppenteile, ja sogar auf Genesende zurückgreifen muß.
Bei den gesamten Operationen hatte wiederum unsere hervorragende Luftwaffe ihren großen Anteil an den neuen Erfolgen.
Der Wehrmachtsbericht vom Samstag.
Führerhauptquartier, 15. 3unL (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Verfolgung ist zwischen der unteren Seine und der Maas überall im Gange. D i e Auflösung der geschlagenen französischen Armeen schreitet fort An verschiedenen Stellen ergaben sich feindliche Truppenteile kampflos. 3n den letzten Tagen neu aufgetretene Verbände des Feindes sind aus eilig zusammengerafften Resten geschlagener Divisionen und aus Lr- sahtruppen gebildet
Seit 5. 3uni wurden bisher über 200 000 Gefangene gezählt Die Beute an Material kann noch nicht übersehen werden.
Paris wurde gestern kampflos beseht und durchschritten. Heber dem Schloft von Versailles, in dem 1871 deutsches Schicksal gestaltet und 1919 deutsche Schmach besiegelt wurde, weht die Reichskriegsflagge.
Südlich des Argonner-Waldes wurde der Feind nach S ü d o st e n geworfen und von feiner Rückzugsrichtung abgedrängt
Am 14. 6. griffen Fliegerverbände aller Waffen im Grofteinfah an der S a a r f r o n f die THaginoflinie an. Befestigungswerke, Bunker, Artillerie- und 3nfanterieftellungen fowie Kolon-
Siegreich immer weiter nach Frankreich hinein.
Zestung Verhüll genommen. — Gegen die Loire. — Bio znr Schweizer Grenze alle« in $Iuf>.
Hakenkreuz über Versailles.
Auf dem Versailler Schloß ist die Reichskrieg^ Tagge aufgezogen, ein Symbol, das jeder Deutsche mit tiefster Genugtuung empfinden muß. Ver- a i 11 e s ist nicht erst im Kriege 1870/71 in das Blickfeld der deutschen Geschichte getreten, denn vom Versailler Schloß aus hatte schon Ludwig XIV. eine ruchlosen Befehle an die Mordbrenner Melac und Turenne erteilt, die Rheinpfalz zu verwüsten. Das Heidelberger Schloß ging in Flammen auf, die Kaisergräber im Dom zu Speyer wurden ge- chändet, ein Frevel, der nicht nur symbolisch, son- dern auch in der Wirklichkeit am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal des Versailler Schlosses seine Vergeltung fand. An diesem Tage wurde König Wilhelm I. von Preußen zum Deutschen Kaiser ausgerufen, wurde das Bismarck-Reich errichtet, also gerade das, was die französische Politik ränkesüchtig oder offensiv, in her Regel beides zusammen, immer wieder zu verhindern gesucht hatte. Der Revanchegeist, der nach 1871 in Frankreich aufkam, hatte gerade dieses historische Ereignis im Spiegelaal des Versailler Schlosses als eine Demütigung empfunden, ohne sich daran zu erinnern, was französische Mordbrenner zuvor in der Rheinpfalz geregelt hatten.
Was am 18. Januar 1871 endlich Wirklichkeit geworden war, das hatten die Besten des deutschen Volkes seit der Erhebung von 1813/15 nicht nur zutiefst im Herzen, nicht nur bewegt in Gedanken, sondern auch laut und offen gefordert. Als im Großen Kriege 1914/18 nach Siegen und Opfern der deutschen Heere, wie sie niemals zuvor in der Kriegsgeschichte verzeichnet worden roaren, die Waffen niedergelegt wurden, war es Frankreich, das feine Revanche im Versailler Schloß wieder einmal bis zur Neige kosten wollte. Das hat es auch
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na uh s gegenüber dem General st ab geradezu empört. Man erinnere sich daran, daß Reynaud in seinen Radioansprachen und in seinen Reden vor dem Senat alle Schuld über die Niederlagen des französischen Heeres dem Generalstab zugeschrieben hatte, während doch die größte Verantwortung für die Lage, in der sich heute Frankreich befindet, ausschließlich jener Clique von Politikern zuzuschreiben sei, der Reynaud selbst angehöre, und die sich heute einfach in einen sicheren Schlupfwinkel zurückgezogen hätte. Auch dürfe man, um die feindselige Haltung des Heeres gegenüber Reynaud zu verstehen, nicht vergessen, daß Reynaud tapfere und nicht mehr als andere schuldige Generale wie G a m e l i n und C o r a p habe verschwinden lassen.
Ferner erzählten Flüchtlinge, daß der Jude Mandel noch kurz vor dem Fall von Paris mit der Ausrede der „Fünften Kolonne" Hunderte von summarischen Hinrichtungen habe durchführen lassen. Man wisse beispielsweise nichts über das Schicksal von sieben Journalisten, die verhaftet wurden, weil sie gegen die england- hörige Politik Reynauds Stellung nahmen. Es scheine, daß man sie unter die Opfer des jüdischen Ministers einreihen müsse. In Anbetracht der Lage, in der sich Frankreich befinde, verurteile man auch allgemein sehr scharf die Tatsache, daß ausgerechnet in einem solchen Augenblick einem Juden der Auftrag erteilt worden sei, die Ordnung mit allen Mitteln aufrechtzuerhalten, von denen auch ein Franzose mit Vorsicht hätte Ge-
Wie weit der Zusammenbruch, ja man darf sagen lie Auflösung der französischen Front westlich und Zdöstlich von Paris schon gediehen ist, geht aus !er Tatsache hervor, daß sich dus Verfolgungs- ismpo der deutschen Truppen stellenweise bereits !is zur Ueberholung fliehender f r a n « jösisch e r Truppenkörper gesteigert hat. 5m Verlauf der großen Verfolgungsoperationen is in südöstlicher Richtung von Paris ein starker Steil lorgetrieben. Da hierbei das bekannte Plate a u ton ßangres bereits überschritten ist und da jlleichzeitig der Oberrhein östlich von Colmar in breiter Front von den deutschen Truppenkörpern iberschritten wurde, kann sich der Gegner bereits len Augenblick ausrechnen, in dem seine s a m t = li (f) e n rückwärtigen Verbindungen zwi- |f)en dem gewaltigen Fesiungsdreieck der Mag i - i o t - L i n i e (Metz, Straßburg, Colmar, Epinal, toul) nach Südfrankreich abgeschnitten sind.
Das Plateau von Langres gilt als der Militärische Hauptpunkt im Osten Frankreichs. Seme k rhebungen steigen bis zu 475 Meter und stellen lie wichtigste Wasserscheide in Frankreich dar. Das Plateau hat seinen Namen von der sehr starken Fettung Langres, die an der oberen Marne und tm Marne-Saone-Kanal liegt. Südlich schließt sich tm bas Plateau die 600 Meter hohe Hochebene der Cote’Dr mit der Festung Dijon an.
Am gestrigen Sonntag sind nun auch die letzten Forts von Verdun in deutsche Hand gefallen.
i 'm Weltkrieg dauerte der vergebliche Kamps um ■ eerbun fast 7 Monate, nämlich vom 21. Februar bis Um September 1916. Besonders bekannt geworden üt der wahrhaft heldenmütige deutsche Kamps, der Mr Eroberung des Forts Douaumont führte. -Die
| schlacht um Verdun hat für Frankreich ‘JL.'6.1”*1- Deutlichen Meinung sowohl wie m ferner Militär- 'Geschichtsschreibung eine noch größere Rolle Fespi lt cis bas sogenannte „Wunder an der Marne . 3 <Lsamt sind dort 840 000 Mann an Toten und Der-
I □unbeten, darunter 400 000 Deutsche, 9ebheb . I Sie die Franzosen von dieser damaligen Schlacht . Lim Verdun als von der „Blutmuhle L
' '«ben sie dem Verteidiger von Verdun, General । ft i d e 11 e , den Beinamen „der Blutsaufer von I fterdun". , , . h. r
Mit dem vollendeten Durchbruch der r liaginotlinie auf breiter Front im Weze des Frontalangriffes bei 6t. Avold und Saaralben, ist -un inzwischen auch der Beweis erbracht worden, dieses stärkste aller französischen BelestiEg-
Derke der deutschen Wehrmacht IN keiner Welse nehr gewachsen ist. . c
Wenn auch nicht übersehen werden darf, daß der
Jahrgang Hr.m erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags geilagen: Die Illustrierte Lietzener Familienblätter LimatimSZild DeScholle Monats-Bezugspreis: Nit4Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte • 1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 Ach bei Nichterscheinen ion einzelnen Nummern stfolge höherer Gewalt kernfprechanschlust 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" öoftfcheck 1168kFrankf^M.
Gietzener Anzeiger
vrühlsche Unlv<rstätrdnuitr«iL lange General-Anzeiger für Oberhessen «!etzen^Schnlftratze7-4
Führerhauplquarller, 16. Juni. (DRV.) )as Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:


