Montag. 16. vezembermo
-ü. Jahrgang Ur.29Z
1.80
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Der Wehrmachtsbericht vom Sonntag.
Napoleons Sohn im Znvalidendom beigesetzt
den den
Engländern mehrfach zwischen Liverpool Vereinigten Staaten eingesetzt.
Wettere Verminung briüsKer Häfen.
Während der Besprechungen in Colonia hat sich die innerpolitische Lage Uruguays durch den gleichzeitigen Rücktritt des Erziehungsministers Abilcazar Garcia, des Wirtschaftsministers B e l- grano und des Ministers für öffentliche Arbeiten, Juan Jos6 A r t e g a, erheblich verschärft. Der Rücktritt dieser Minister, die der uruguayischen Verfassung entsprechend der Oppositionspartei , angehören, steht mit der Stützpunktdebatte in Zusammenhang. Präsident B a l d o m i r hatte nämlich vor kurzem ein den zurückgetretenen Ministern nahestehendes Oppositionsblatt, das die Stützpunktpolitik des Präsidenten angegriffen hatte, scharf kritisiert. Aus dem gleichen Grunde war bereits vor einigen Wochen der Vorgänger des jetzt zurückgetretenen Unterrichtsministers aus seinem Amt geschieden. Da in der letzten Zeit, vermutlich ebenfalls im Zusammenhang mit der allgemeinen innerpolitischen Krise, der Finanzminister und Vizepräsident C h a r l o n e und der Landwirtschastsminister Dr. Elena ihre Posten zur Verfügung gestellt haben, ergibt sich immer deutlicher d-as Bild einer wachsenden Unzufriedenheit weiter Beoölkerungskreise mit der Behandlung der Stützpunktfrage.
Wie Frankreich in den Krieg gehetzt wurde •bon unterer berliner Gchnftleitung
Ser lüüüv-Tonneil-Dampser „Western Printe“ mit Nugzengen, Munition und Lebensmitteln für
Wachsende Schwierigkeiten in der englischen Lebensmittelversorgung
Die Stützpunkte am La Plata.
Nach der Konferenz von Lolonia. - Neue Beratung mit Brasilien, Paraguay und Bolivien in Aussicht genommen.
Berlin, 15. Dez. (DJIB.) Mehrere Meldungen ms Reuyork besagen übereinstimmend, dah der bri- ßsche Dampfer „Wester» Prince“ von einem Kutschen Unterseeboot torpediert wurde. Das zchiff ist, wie seine Reederei bekanntgab, g e s u n - (en. Rach einer Reutermeldung aus Reuyork erklärte die Schiffahrtsgesellschaft „Fnrneß Wilhy“, her kanadische Munitionsmini st er L. D. Howe habe sich unter den Passagieren dieses Schif- fts befunden. Der „Rew Port Daily Mirror“ ireibt, anher dem kanadischen Munitionsminister itten sich noch de,en Assistent Woodwaro, Fi-
Zndochina steht zu pstain.
T o k i o, 15. Dez. (Europapreß.) „Die Säuberung Zndochinas von allen Anhängern des Rebellen-Ge- nerals de Gaulle hat nun dazu geführt, daß die ganze französische Kolonie Jndochina einmütig hinter der Politik Vi-chys steht", erklärt der französische Generalgouverneur von Jndochina, Admiral D e c o u x, japanischen Journalisten in Hanoi. Das Fehlschlagen der unterirdischen Manöver der Agenten de Gaulles beweise, daß de Gaulles Einfluß heute sehr schwach geworden sei. De Gaulle seit heute unfähig, die gemeinsame Front der sich freiwillig unter Marschall Pötain unterordnenden französischen Kolonien in nennenswertem Umfang zu durchbrechen.
fiine „Graf-Spee^-Gedenkfeier in Montevideo
Montevideo, 14.Dez. (Europapreß.) Am Jahrestag der Seeschlacht von Punta del Este, der ersten größeren Seekampfhandlung des gegen- wärtigen Krieges, bei der das deutsche Panzerschiff „Admiral Graf Spee" vor der La-Plata- Münd u n g gegen starke feindliche Uebermacht den Schweren englischen Kreuzer „Exeter" und die leichten englischen Kreuzer „Ajax" und „A ch i l l e s" schwer beschädigte, fand an den Gräbern der in Montevideo beigesetzten gefallenen deutschen Matrosen eine Gefallenenehrung statt. Vor einer nach Tausenden zählenden Menge gedachten auf dem Nordfriedhof der deutsche Gesandte Langmann, der Marine-Attachä Kapitän Niebuhr und im Namen der in Uruguay leben, den Reichsdeütschen Julius Dalldorf mit ehren- den Worten der Gefallenen. Zahlreiche Kranzspenden der deutschen Verbände, der italienischen Gemeinschaft in Montevideo und aller Schichten der uruguayischen Bevölkerung schmückten die deutschen Matrosengräber.
ich Irland torpediert. Der 10 926 VRT. große, Kämpfer, der 1929 als Paffagierdampfer gebaut vorden war, befand sich vor dem Krieg im Reu- hork-Südamerika-Dienst und wurde in letzter Zeit
England versenkt
Oer kanadische Munitionsminister an Bord.
Berlin, 14. Dez. (DRB.) Anläßlich der 100. Wiederkehr des Tages der lleberführung Rapoleons von St.Helena nach Paris hat der Führer Marschall Petain mitgeteilt, dah er sich entschlossen habe, die sterblichen lleberreste des Sohnes Rapoleons, des Herzogs von Reichstädt, dem französischen Volke zur Beisetzung im Juvalldendom zu übergeben. Marschall Pstain hat dem Führer seinen und des französischen Volkes Dank für diese großmütige Geste zum Ausdruck gebracht.
Die feierliche Übergabe im Znvalidendom.
Paris, 16. Dez. (DNB. Funkspruch.) Gegen 1 Uhr nachts traf die sterbliche Hülle des Herzogs von Reichstadt am Pariser Jnvalidendorn ein. Im Vorhof des Dornes hatte eine Abteilung französischer Gendarmerie in großer Uniform mit Fackeln Aufstellung genommen. Deutscherseits waren erschienen Botschafter Abetz, der Kommandant von Paris, Generalleutnant Schaumburg, Gesand» ter von Dornberg, sowie Generalkonsul Schleier. Der Sarg, der auf einer Lafette auf- gebahrt und von einer Abteilung deutscher Soldaten vom Bahnhof bis zum Jnvalidendorn begleitet wurde, wurde hier dem Botschafter de Brinon
fen, und zwar infolge Mangels an Transportmöglichkeiten.
Von einem Ll-Boot Geleitzug zersprengt
Reuyork, 14. Dez. (DNB.) Die Besatzung des norwegischen Frachters „Heina" berichtet die Torpedierung dreier Schiffe aus einem Geleitzug. Drei Tage nach dem Auslaufen fei der Geleitzug von einem U-Boot angegriffen worden, das einen schwedischen Frachter ttfpebierte. Der Konvoi sei gesprengt, und zwei weitere Schiffe seien versenkt worden.
Norwegens größtes Schiff auf eine M ne gelaufen.
N e u y o r k, 14. Dez. (DNB.) Maßgebende Neu- yorker Schiffahrtskreise erklärten, daß die „Oslo- fjord (18 673 BRT.), Norwegens größtes Schiff, vor zwei Tagen in -der Nähe von Newcastle auf eine Mine aufgelaufen und gesunken sei. Die „Oslo- fjord", von England geraubt, befand sich auf dem Wege nach Kanada.
Britischer Hilfskreuzer versenkt.
S a n S e b a ft i a n, 14. Dez. (DNB.) Nach einem amtlichen Bericht der britischen Admiralität wurde der britische Hilfskreuzer „Forfar" — Kapitan MacHardy — torpediert. Er ist darauf gesunken.
Berlin, 15. Dez. (DRB.) Das Oberkommando der ! Wehrmacht gibt bekannt:
3n der Rächt znm 14.12 beschränkte sich die Tä- igkeit der Luftwaffe infolge ungünstiger Wet- erlage auf das Verminen britischer hä - en.* 3m Laufe des 14.12. griffen einzelne Flugzeuge mehrere kriegswichtige Ziele in Süd- anb Nitlelengland zum Teil im Tiefflug an. 3n freu Midlands wurde eine wichtige Industrie- anlage durch Volltreffer schwerer Bomben wir
st ockholm, 15. Dez. (EukVpaprsß.) Das englische Lebensmittelministerium teilte am Samstag mit, daß sich die Regierung gezwungen gesehen hat, ab Montag die F l e i s ch r a t i o n in England a u f die Hälfte herab^ufetzen. Bisher war jeder Engländer in der Lage, wöchentlich für zwei Schilling zwei Pence Fleisch zu kaufen, wahrend nun der Kaufbetrag auf einen Schillig ein Pence festgesetzt worden ist. Das Ministerium gibt zu verstehen, daß man trotz der bevorstehenden Weih- nachts- und Neujahrstage sich nicht in der Lage ge- sehen habe, die bisherigen Rationen beizubehalten wegen der Schwierigkeiten des Transports, wobei offen gelassen wird, ob es sich um den Überseeischen Transport oder um das Derteilungswesen in Eng- land handelt.
Der britische Ernährungsmimster W o o l t o n erklärte in einer Rede in Portsmouth: „England muß lernen, einfacher und überlegter zu leben. Ich habe
Montevideo, 16. Dez. (Europapreß.) Die Absicht der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Argentinien und Uruguay in der Frage der Stützpunkte ol)ne Rücksicht auf die anderen am La Plata interessierten Staaten festzulegen, gilt nach Abschluß der Konferenz in Colonia als gescheitert. Die in Colonia unterschriebenen Protokolle gehen über allgemeine Zusagen nicht hinaus. Man rechnet mit einem neuen Zusammentreffen zwischen dem argentinischen und dem uruguayischen Außenminister, zu dem der brasilianische Außen- m i n i st e r hinzugezogen werden soll. Auch P a ° raguai) und Bolivien lassen sich nicht aus» chalten. Argentinien machte im Verlaufe der Besprechungen von Colonia, so heißt es in der amtlichen Mitteilung, den Vorschlag, auch andere Länder — wie Brasilien, Bolivien und Paraguay — zu den Besprechungen hinzuzuziehen. Diese Länder seien aus wirtschaftlichen und politischen Gründen ebenfalls an der La-Plata-Mündung interessiert. Uruguay erklärte sich mit diesem Vorschlag e inner ft a n b e n. Wann eine Einladung an diese Länder ergehen wird, ist noch nicht bekannt. Jeden- falls bedeutet die Durchführung des argentinischen Vorschlages eine weitere Verschiebung der Entschei- düng in der Stützpunkt-Frage.
euch im Laufe der letzten 16 Monate mitschma - len Rationen trainiert, so gut ich konnte. Ich habe den Speck- und Fleischverbrauch herabgesetzt und werde ihn in Kürze weiter herab- setzen. England muß mehr Lebensmittel produzieren. Große Weidengebiete tnüssen in Ackerland verwandelt werden. Ich werde nicht sagen, vieviel Land wir pflügen müssen, denn diese Ziffer würde euch erschrecken. Wenn die britischen Landwirte nicht Selbstversorger werden, dann werden wir in eine sehr schwere Situation geraten."
Auch der Weltkriegs-Ministerpräsident Lloyd George erklärte in einer Rede in London, die landwirtschaftliche Erzeugung sei heute ein ebenso wichtiger Teil der Kriegführung wie die Ausrüstung der Wehrmachtsteile. England müsse alles tun, um seine Produktion zu heben. Lloyd George forderte eine völlige Umorganisation der agrarwirtschaftlichen Produktion.
Napoleons vorbeigetragen und vor dem Hochaltar aufgebahrt. Nach kurzen Gebeten der Geistlichen übernahm eine Abteilung der französischen Gendarmerie die Totenwache^
Der Herzog von Reichstadt ist der einzige Sohn Napoleons I. aus seiner Ehe mit der österreichischen Erzherzogin Marie Louise, der Tochter Kaiser Franz I. Er wurde am 20. März 1811 in Paris geboren. Nüch dem Sturz seines Vaters 1814 nahm ihn sein Großvater, der Kaiser Franz, an den österreichischen Hof nach Schönbrunn, da feine Mutter in das ihr zugesprochene italienische Herzogtum Parma übergesiedelt war und hier den österreichischen Grafen Neupperg heiratete. 1817 erhielt er die böhmische Herrschaft Reichstadt. Am 22. Juli 1832 erlag er der Lungenschwindsucht und wurde in der Gruft der Habsburger im Wiener Kapuzinerkloster beigesetzt, von wo nun auf Befehl des Führers sein Sarg nach Paris zur Aufbahrung neben dem feines Vaters im Jnvalidendorn übergeführt wurde.
Der frühere französische Ministerpräsident glan= bin hat jetzt abermals die Tatsache, daß Frankreich von einer ruchlosen Clique in diesen Krieg gezertt wurde öffentlich erörtert. Seine Darlegungen bringen im Grunde nichts Neues, aber die Art, wie Flandin die Tatsachen aneinanderreiht und kommentiert, gibt ein geradezu vernichtendes Bild von der politischen Unfähigkeit des Mannes, der damclls die Geschäfte Englands besorgte und Frankreichs Ministerpräsident war: D a l a b i e r. Wir wissen bereits aus ben Äußerungen Bonnets, feines Außenministers bei Kriegsausbruch, daß Daladier sich mit Haut und Haaren ben englischen Kriegstreibern überantwortet hatte, unb bieses Portrat bes verhängnisvollen Mannes wirb burch Flandin jetzt ergänzt. Flandin erzählt u. a., daß der Führer fest entschlossen gewesen sei, die polnische Frage zu lösen, daß aber Daladier niemals an ben festen Willen bes Führers geglaubt hat, unb biefe doU= kommen falsche Einstellung würbe ihm sogar noch von Reynaub bestätigt, wie benn Dalabier, so sagt Flandin also ein Wissender, „seine Informationen fast ausschließlich vom Intelligence Service unb gewissen beutschen (b. h. jübischen) Emigranten" erhalten" hätte. U. a. habe ber Deputierte Grumbach einen großen Einfluß auf den Ministerpräsibenten ausgeübt. Nun ist dieser Grumbach nicht nur Marxist unb Jube, sonbern auch Hochfreimaurer, unb Daladier — war wenigstens Freimaurer von gewissen Graden!
Flandin berührt diese Zusammenhänge nicht, aber immerhin meint er: »,Es ist ferner erwiesen, daß bie jübische Clique überall bie Männer beseitigt hat, die einen friedlichen Einfluß ausübten". So fei auch ber für eine beutfch-französifche Annäherung etn= tretende Botschafter in Berlin Francois-P o n c e t, abgehalftert unb burch Coulonbre ersetzt worben, bessen deutschfeindliche unb anglophile Gesinnung auch aus anberen Veröffentlichungen bekannt geworden ist. Was aber wichtiger ist: Englands perfide Rolle wird auch von Flandin bestätigt. Bekanntlich hat sich der englische Botschaster in Berlin, Neville Henderson, nachher damit herauszureden versucht, er habe die sehr entgegenkommenden, aber letzten Bedingungen bes deutschpolnischen Ausgleichs nicht verstanden, der ! deutsche Reichsaußenminister habe sie ihm zu schnell oorqelesen. Flandin enthüllt diese Ausflucht als ' eine ganz plumpe Schwindelei. Deutschland habe 1 fidi nicht unmittelbar an bie Polen wenden können, weil England bie Vermittlung übernommen hatte. Henberson habe ben beutschen Reichsaußenminister sehr wohl verstanden, benn er fei ber beutschen Sprache außerordentlich mächtig, aber die englische und die französische Regierung hat diese letzten Bedingungen ben Polen niemals m i t g e t e 111, unb so brach dieser Krieg aus, weil bie englischen
verletzt. ,
Oie englische Schiffahrt im Südatlantik tast stUlgelegt.
R > o d e Janeiro, 14- De,. (DNB.» In tiefer Loche ist feit vier Wochen z u m e r ft e nm« In leier ein englischer Dampfer h,er e-ngetro enL 3n Wt brasilianischen Oesfentlichkeit wurde bei dieser S-leg°nh°it daa fast 0°llrL° Ausble ben irr englischen Schiffahrt im Sudatlantlknut B- remden fotutiert. Wie das -nglandf-mblich- Abendblatt „Globo" fetzt nntte.lt, hat d'- Royal Mail ihre Slldatlantikfahrt überhaupt unter »rochen. Die von fämthdjen Einheiten der fl ifchen SHdatlantikflotte unternommene I ° 9” .ach dem deutschen Hilf-kreuzer dr °i einem Seegefecht den enMchen Zlfstttuzer .Chanarvon Castle" fchwer beschädigt-, ist er ged
n i s l o s geblieben, wie Kapitän Frank P e g r a m , ber Kommanbant bes in Montevideo eingelpufenen Südatlantikflaggschiffe^ „Enterprise"-erklärte.
Britisches 10000-Tonnen-Kühlschiff to> pediert.
Berlin, 15. Dez. (DNB.) Nach Nachrichten aus Amerika ist bas große britische Doppelschrau- ben-Motorschiff „O r a r i" im östlichen Atlantik tor- pebiert worden. Es handelt sich um ein Schiff von 10 350 BRT., das ber New Zealand Shipping Co. gehört unb desonbere Kühleinrichtungen für Lebensmitteltransporte hat. Der Verlust von Kühl- schifftonnaae ist besonders unangenehm, zumal bas argentinische Landwirtschaftsministerium bekanntgeben mußte, dah bie vorgesehenen Fleischlieferungen für Großbritannien eingeschränkt werben müs-
anzberater Stoff unb der Generaldirektor Tay - ar vom kanadischen INunitlonsamt an Bord be- imben.
Au,zer einer beträchtlichen Anzahl von Flug- -ugen hatte die „Western Printe" 10 0 0 0 Tonen Munition unb Lebensmittel als abung an Borb. „Rew York Sun“ teilt ergänzenb dt, die Mehrzahl ber 60 Passagiere seien (E ng- änber gewesen, bie zu amerikanischen Missionen ehören unb sich auf dem Weg nach England befan- m. Die „Western Printe“ habe auch eine Anzahl weimotoriger Bombenflugzeuge an Borb I ehabt.
Das Schiff würbe 4 0 0 Meilen norbroeft-
lungsooU getroffen.
Der Feinb flog in das Reichsgebiet nicht ein. Im befetten Gebiet warf er an zwei Stellen Bomben, ahne Schaden anzurichten. ,
Ll-Boot versenkte 40 900 BRT.
Der Wehrmachtsbericht vom Samstag.
Berlin, 14. Dez. (DRB.) Das Oberkommando bet Wehrmacht gibt bekannt:
In der Rächt vom 12. zum 13.12. griffen — wie bereits gemeldet — starke fiatnpffliegcr- perbSnbe bie Schwerinbuftrie von Shef sielb | mit großem Erfolg an. Der Angriff würbe bei Künftiger Wetterlage mit Lrbfichf durchgeführf, so daß die befohlenen Ziele einwandfrei ausgemacht nab bie gute Trefferlage klar erkannt werben konnte. Zahlreiche Brünbe unb Explosionen in den Fabriken ber Stahlindustrie unb sonstigen Rüftungsantagen sowie kriegswichtigen Betrieben im Rordosten ber Stabt unb in bet Stadtmitte wurden feffgeffeOL Durch bie Zerstörung im Inbustrie- Bereich von Sheffielb gelang es, bie britische Rüftung desonbers nachhaltig zu treffen. Die Tätigkeit ber Luftwaffe am 13.12. beschränkte sich infolge un- künftiger Wetterlage auf bewaffnete Aufklärung
Lin Unterseeboot unter Führung von Ra- pitänteiitnanf Lehmann-Witlenbrock ho iruf feiner Fahrt gegen ben Ieinb insgesamt 10900 BRT. versenkt. Lin Teilergebnis seiner Unternehmung war schon vorher bekanntgegeben. Liv kleines Unterseeboot versenkte, wie bereits ve- Immtgegeben, brel bewaffnete feindliche hanbels- ichiffe mit insgesamt 15 800 VRT.
einige britische Jlugjeuge war,en in bet t*t- j tragen en Nacht in Nord- und Westdeutschland gomben, die nut an zwei Stellen geringen hauser- Ichaden anrichleten. Acht Personen wurden telchl
übergeben. Deutsche Soldaten ,trugen den Sarg des Herzogs von Reichstadt bis zum Vorhof, wo der Vertreter der französischen Regieruna, Admiral Darlan, sowie die Generale de la Sauren» ein und Saure unb mehrere hohe französische Beamte anwesend waren.
Botschafter Abetz vollzog hier die feierliche Uebergabe an Admiral Darlan mit folgenden Worten: ,
Herr Abmiratt Der Führer hat bestimmt, bah zum 100. Jahrestag ber lleberführung Napoleons nach Paris sein Sohn, ber Herzog von Reichftabt, von seiner bisherigen Ruhestätte in Wien nach Frankreich übergeführt unb an ber Seite feines Vaters b ei - gefetzt wirb. Ich habe bie Ehre, im Ramen unb im Auftrag bes Führers, Ihnen, Herr Admiral, den Sarg des Herzogs von Reichstädt zu übergeben.
Admiral Darlan dankte dem Botschafter im Namen ber französischen Regierung dafür, daß man Frankreich den Sohn seines Kaisers zurückgegeben Hobe.
Unter dumpfem Trommelwirbel wurde der Sarg sodann von Angehörigen der französischen Gendarmerie in ben Dom getragen, wo vor dem Hauptaltar ein Podium, geschmückt mit den franzöösischen Farben, errichtet war. Unter Orgelspiel und begleb tet von Fackelträgern, wurde der Sarg am Grade


