Ausgabe 
16.11.1940
 
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Berlin und Coventry

Hassan Sabry Pascha. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Kleine politische Nachrichten

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MIT UNSICHTBAREM QNiUNDSTVCK *

ft o l i, aus die Landenge des Presba-Sees, die lerbrochen wurde, auf Artilleriestellungen, auf Flugfeld von Florina, wo fünf Flugzeuge Boden zerstört oder fchwer beschädigt wurden, das Gebiet JaninakolibakiMetzova, auf

^Mundstück, zugleich auch die Lippen schützt,bietet GÜLDENRING ihrem Rau­cher einen doppelt gesicherten Genuss«

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JlalienischerWehrmachlbericht.

Rom. 15. Rov. (DRV.) Der italienische wehr- Machtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:

In Epirus normale Patrouillen- und Ariu- lerietätigkeit.

Unsere Luftwaffe unternahm wiederholt Aktionen normaler Bombenangriffe sowie auch solche von Sturzkampffliegern auf die militäri­schen Ziele von Korfu. Lariffa und Argo-

VWe die Natur ihre gefährdeten Geschöp­fe mit einem Schutzpanzer versieht,ha­ben wir zum Schutz des empfindlichen Orienttabaks die GÜLDENRING vorsorg­lich mit einem blMundstück, ausgerüstet. Es bewahrt die Zigarette vor Schaden, wenn sie mit der Mundfeuchtigkeit in Berührung kommt; denn Wasser ist alle­mal ein Feind des Tabakaromas.Da das

Im Parlament zusammungebrochen.

Stockholm. 15. Nov. (Europapreß.) Zum Tode des ägyptischen Ministerpräsidenten Hassan Sabry Pascha wird ergänzend aus Kairo gemeldet, daß dieser beim Verlesen der Thronrede K ö. nig Faruks im Parlament von einem Herzschlag getroffen zusammenbrach. Die Sitzung mußte vorübergehend unterbrochen werden, bis die Leiche

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Nen begleitete. Korvettenkapitän Romeo Kornel, der Kommandant des U-Bootes, hat vom aufge­tauchten Boot aus die Explosion der drei Torpedos an dem feindlichen Schiffsrumpf be­obachten können.

In Rordafrika wurden feindliche Panzer­wagen vom Feuer unserer Schnellkanonen vertrie­ben. Unsere Fliegerstaffeln bombardierten wieder- holt die Flottenbasis von Alexandrien, die Eisenbahnlinie bei Marfo Ulatruk. das Flug- feld von vir Ama Smeit. wobei einige Flugzeuge vom Blenheim-Typ dm Boden getroffen wurden. Alle unsere Flugzeuge sind von ihren Aktionen zu­rückgekehrt. Lin Luftangriff auf El Maklila hat weder Opfer verlangt, noch Schäden verursachL

In O st a f r l k a haben feindliche Luftangriffe auf Eherem. Agordad. Gura, Diredaua, Asmara, Assab und die Jnfel Difnelv geringfügigen Schaden an­gerichtet und leichte Verluste unter den Eingeborenen verursacht.

Auf Grund von nachträgllchen Feststellungen er­gibt sich, daß bei unseren Luftangriffen auf Port S u d a n, der im Wehrmachlbericht vom 25. Oktober erwähnt worden ist. ein feindlicher Damp-

zu treffen feder Artillerist weiß, daß das vom Boden aus und bei Nacht sehr schwer möglich ist sondern sie sollen durch ihr Sperrfeuer die feind­lichen Bomber abhalten, militärisch wichtige Ziele zu treffen, und sie zwingen, vom geplanten Kurs abzu­weichen oder umzukehren! Immer wieder fand sich in den OKW -Berichten der Satz, daß infolge der Flakwirkung die Bombenangriffe schon vor der Reichshauptstadt zusammengebrochen waren oder daß die Bomber zerstreut wurden. Die Nacht zum Freitag aber hat der deutschen Flakartillerie einen Erfolg gebracht, der seine Wirkungen nicht verfehlen

wird.

Zn der Nacht zum Freitag hat die britische Insel die ganze Wucht des deutschen Angriffs und eine gerechte Vergeltung für den Versuch der britischen Luftpiraten erlebt, den historischen Tag der Erinne­rung an den 9. November in München zu stören. Der OKW -Bericht vom Freitag berichtet von einem rollenden Angriff vor allem auf Coventry, die Hauptrüstungsstätte der englischen Fluawaffe. Man kann sich oorstellen, wie die deutschen Dergettungs- bomben in der Waffenschmiede Englands gehaust haben. Das war eine schnelle und äußerst wirkungs­volle Antwort auf die Schwafeleien des englischen Luftmarschalls Sir Philip Joubert, der wenige Stunden vorder im englischen Rundfunk gefabelt hatte, England baue jetzt Flugzeugein astronomi­scher Zahl" und die deutschen Angriffe auf Groß­britannien würden von Tag zu Tag wirkungs­loser! Wie wirkungslos, das hat die Nacht zum Freitag sehr deutlich demonstriert.

Sertrag:

Eorciano-Abschnilt, auf die Suda-Vucht (äreta).

Bei den Lustkämpfen wurden 13 feindliche Flugzeuge von verschiedenen Typs. z. V. Blen­heim und Potez, abgefchoffen. Der Abschuß von zwei weiteren Flugzeugen ist wahrschelnl'ch. Vier unserer Flugzeuge wurden bei den Kämpfen getroffen, konnten aber in den Flughäfen landen. Ein italienisches Flugzeug fehlt.

In der Rächt vom 9. zum 10. Rovember traf das U-Bootfcapponi wie bereits Im wehr­machlbericht vom 12. Rovember mitgeteilt wurde mit drei Torpedos ein feindliches Schiff von bet _z----- ------ ,

Rarnilliev-Klasfe. das zusammen mit anderen ben | Bari hat geringen Schaden angerichtet, ein Toter FlugzeugträgerJllnstrious" im Kanal von Sizi- und ein Verwundeter find zu beklagen.

war. Aber auch er konnte den ägyptischen Minister­präsidenten nicht einfangen, und so wurde er denn nach britischer Art aus dem Wege geräumt, womög­lich. um Achmeh Pascha, der der Vorsitzende der äayptischen Freimaurerei und englandhörig ist, den Weg frei,weben. Aber noch scheint es, daß die ägyptische Nation ihr Möglichstes tun wird, um sich britischen Fesseln zu entledigen.

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Italiens Kampfflieger in lebhafter Tätigkeit.

13 feindliche Flugzeuge bei Lustkämpfen abgeschossen, zahlreiche andere am Boden zerstört oder beschädigt.

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{andter in London, wo er energisch die Interessen eines Landes vertrat. Im Sommer bildete er e'm

jelzm' Koalitionskabinett. Sein Vorgänger Ali Mäher la$$eri5 Pascha war bei den Engländern in Ungnade ge-

r.28.|)e: fetten, weil er sich geweigert hatte, dem aktiven

M.sv't Eingreifen Aegyptens in den Krieg, wie es der britische Botschafter Sir Miles Lampson von ihm verlangte, zuzustimmen. Auch die Drohungen, die England gegen König Faruk aussprach, halfen Ibarte^ uicKs. Ali Mäher Pascha trat zurück. Nun hofften

- k.....' di- Engländer von feinem Nachfolger Sabry Pascha

mehr zu erreichen. Jedoch vergeblich! Sabry Pascha verfolgte dieselbe Linie wie sein Vorgänger und weigerte sich entschieden, den britischen Drohungen

llegypten in den Krieg hkneinuizlehen, zu wider- liehen, hat im ganzen Nahen Orient Aufsehen er= egt Man glaubt wieder die verbrecherische Hand des britischen Intelligence Service zu spüren Das amtliche ägyptische Kommunique über den Tod des Regierungschefs besagt u. a., daß Sabry Pascha in dem Augenblick gestorben sei, wo das Land ihn am notwendigsten brauchte Es ist in der Tat Io! Denn die besonnene und gleichzeitig patrio- lische Haltung des ägyptischen Staatsmannes hat >as Land bisher vor einem Sturz in den Abgrund )U bewahren vermocht.

Sabri) Pascha galt in seinem Lande als ein glühender Patriot 1934 während der schweren mglo'ägyptischen Verhandlungen war er Ge-

des Ministerpräsidenten aus dem Saal gebracht worden war König Faruk fuhr dann in seiner An. spräche fori, in der es hieß, daß Aegypten den englisch-ägyptischen Vertrag sowohl dem Geiste als auch dem Buchstaben nach emgehalten habe König Faruk fügte hinzu, daß Aegypten gespannt den Geschehnissen in der Welt folge und schloß:Aegyp. ten ist fest entschlossen, feine Unabhängig- feit und Souveränität zu wahren."

ser versenkt wurde.

Ein feindlicher Luftangriff in der Rähe von Blo- nopotts (Provinz Bart) hat weder Opfer, noch Schaden verursachL Lin weiterer Luftangriff auf [Bari hat geringen

GrafOttfriedFinckensteinlasin Stock- Holm im deutschen Kolonieheim aus eigenen Wer­ken. Finckenstein ist in Schweden einer der belieb­testen deutschen Schriftsteller geworden. Sein Roman Die Mutter" kommt in diesen Tagen in schwedi­scher Fassung heraus. *

Der schlesische Dichter Friedrich Bischoff las im Rahmen der Deutschen Duchausstellung in Kopenhagen aus seinem RomanDer Wasser- mann" und aus seinen Gedichten. Der Vortrag des deutschen Gastes fand reiche Anerkennung eines ^großen Publikums.

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In Anwesenheit von Gauleiter und Reichsstatt' Halter Sprenger und namhaften Persönlich­keiten aus Partei, Staat, Wehrmacht und der Rhein- Mainischen Wirtschaft sprach im Dortragssaal der Industrie, und Handelskammer Frankfurt am Main Ministerialdirektor Dr. Farmer von der Reichs- stelle für Raumordnung überDie Raumordnung im neuen deutschen Osten und chre Rückwirkungen auf Westdeutschland"^

In Berlin empfing die Reichsftauenschaftsführerin die vom Führer empfangenen 40 Rüstungsarbeite­rinnen. Frau Scholtz-Klink sprach zu ihnen im Gästehaus der Reichsfrauenführung. Anschließend sahen sie ben von der Reichsfrauenführung herge- stellten SchmalfilmKriegseinsatz der Frau". Em Tee-Empfang gab den Arbeiterinnen Gelegenheit, mit den führenden Frauen der deutschen Frauen- Organisation zusammen zu sein.

Anläßlich der Feier auf dem Heldenfriedhof in Langemarck empfing der Militärbefehlshaber für Belgien und Nordfrankreich. General von Fal-

Don den zum Bombenwurf über Berlin angefetz­tenTomnues" sind in der Nacht zum Freüag zwölf von unserer Flakartillerie abge­schossen. die anderen 00m Bombenwurf aus kriegswichtige Ziele abgehalten und von einem Sperrfeuergürtel der Flak in den anderen gejagt worden. Sechs englische Flugzeuge wurden von der Flak schon an der Küste, drei andere im Weichbilds Berlins und drei über Berlin selbst erledigt. Diese Tat fügt dem Wirken der Flak neue Lorbeeren zu, denn die Männer, die an den Kanonen chre Pflicht tun, die in entsagungsvoller und angespannter tigefeit ihre Waffe zur Geltung bringen, sie haben ja nicht die Hauptaufgabe, feindliche Flieger jeder Artillerist weiß, daß das vom i und bei Nacht sehr schwer möglich ist

Aus aller Wett.

Lin Pionier des Sraflfahrsports.

Direktor Willi Hof, der in früheren Jahren viele Rennen gefahren hat, feiert am 15. Novem­ber feinen 6 0. Geburtstag. Hof beschäftigte sich vor der Machtübernahme mit der Propagierung des Baues reiner Kraftfahrstraßen durch Privat» aesellschaften. Er war leitender Vorstand der a - fraba", die den Bau einer derartigen Privatkraft- straße von Hamburg über Frankfurt am Main nach Basel propagierte Diese auf pri» vatwirifchaftlicher Grundlage vertretenen Gedanken verloren ihre Bedeutung, als der Führer den Bau der Reichsautobahnen als Aufgabe des jungen na- tionalfozialistischen Reiches proklamierte. Die von Willi Hof geleisteten Vorarbeiten konnten aber bei der Gründung des Unternehmens Re ich saut obahnen nutzbringend verwertet werden. Hof leitete zeit­weilig die StudiengesellschaftG e 3 u 0 0 r" und war eine Reihe von Jahren in der Direktion der Reichsautobahnen tätig.

kenhausen, den Reichsstudentenführer, ff »Ober» sichrer Dr. G L Scheel, den bevollmächtigten Vertreter des Reichsstudentenführers im Kriege, Dr. Fritz K u b a ch , sowie die Abordnung des deutschen Studententums, an ihrer Spitze die beiden Ritter- kreuzträger Oberleutnant Walter und Oberleut, nant Sieger.

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Im Militär, in der Studentenschaft, in der Geist- Achtelt und in weiten Kreisen der Bevölkerung stei- serte sich die antibritische Stimmung. Ein Teil der ägyptischen Truppen wurde entwaffnet, weil man einen Putsch gegen die britischen Besatzungstruppen Im Lande befürchtete. Hunderte von Aegyptern, dar­unter auch einige Abgeordnete, wurden verhaftet und ins Gefängnis oder ins Konzentrationslager gesperrt. Aegypten mußte sich in seiner Abhängig, keit von England diese Demütigungen gefallen las. len. es mußte zusehen, wie die britischen Garni- onen in der Hauptstadt Kairo selbst verstärkt rour- c -en und wie sich britische Soldaten herausfordernd

IlSr .benahmen. Auch Eden hat letztens versucht, einen

.T® Druck auf Sabry Pascha auszuüben, nachdem er mit

n» ! General Smuts in Khartum zusammengetroffen

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