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Nr. 219 Zweiter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheßen) Montag, 16. September 1940

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Der deutsche Sport sammelt für das WHW

Die Lebensmittelzuteilungen in der 15. Zutei- lungsveriode vom 23. September bis 20. Oktober 1940, für die die Lebensmittelkarten in diesen Ta­gen 'ausgegeben werden, bleiben im wesentlichen unverändert. Für Normalverbraucher und Kinder bis zu 6 Jahren ist wieder eine Sonderzuteilung von 125 Gramm Kunsthonig je Person ange­setzt. Die nächste Kunsthonigsonderzuteilung wird vom 18. November bis 15. Dezember 1940 erfolgen, um den vielfach seitens der Verbraucher geäußerten Wünschen, für die Weihnachtsbäckerei Kunsthonig zuzuteilen, Rechnung zu tragen. Nach Beendigung

Doch selbst während des packenden Papierpup­pendramas kam mir der mystische Pappzylmder nicht aus dem Sinn.Da kannst du drehen, soviel du willst, es kommt immer etwas Neues es ist eben ein Kaleidoskop!" belehrten mich dre Besitze­rinnen mit dem Tone der Selbstverständlichkeit. Wohl weil sie sich schon sattgedreht hatten. Ich aber konnte mich nicht sattsehen. Ich fiel, zugleich nut den bunten Glasstückchen, aus einem Staunen ms andere. Mit acht Jahren weiß man schon aller­hand, aber so etwas hate ich nicht für möglich ge-

subjektiv"?

Aber vielleicht ist es umgekehrt. Vielleicht ist, vor einem höheren Auge, gerade der Scherbenhau­fen Phantasmagorie und der schwebende Farben­wohllaut die Wirklichkeit. Sind wir am Ende nur Spiegelungen? Schatten an der Tapete? Warum rufen wir entzücktwelch ein Zufall!", wenn hinter dem blinden Ohngefähr zuweilen ein Gesetz hin­durchschimmert? Und ist es am Ende der ganze Sinn dieses Scherbenhaufens, nur dienendes Glied der großen, strahlenden Wahrheit zu sein, die in Maß, Zahl und Gewicht ewig vor dem Auge des

der Milchschwemme wird in der 15. Zuteilungspe­riode die Margarineausgabe wieder aus­genommen. Es werden, wie vor dem 11. März, feste Rationssätze für Butter und Margarine eingeführt. Die Gesamtfettrationen vermindern sich nicht; für Kinder von 6 bis 14 Jahren sind sie zur Abrun­dung erhöht worden. Kinder bis zu 6 Jahren er­halten wie bisher nur Butter. Die Belieferung der Kleinverteiler mit Margarine kann nach Wie­deraufnahme der Produktion nicht so schnell vor sich gehen, daß die für die 15. Zuteilungsperiode er­forderliche Menge bereits zu deren Beginn zur

und Schreibwaren" sowieStoffe, Wäsche, Schnitt­muster, Handarbeiten" und die übrigen Schichten des menschlichen Lebens auf die Straße.

halten!

Als ich zuhause den Mantel abzog, rief ich: Bitte, kauf' mir ein Kaleidoskop!" Ich bekam eines. Und den Rest kann man sich denken. Ich drehte, drehte und schraubte mich endlich hinauf an den Punkt, wo ich glühend mein Taschenmesser hervorzoq, um den Dingen bis auf den Grund zu kommen. Da hals denn nichts... das war beileibe kein Zerstörungstrieb, das war Vivisektion! In höchster Spannung schnitt ich die Pappe kaputt und erstarrte wiederum. Also das war das Ganze! zwei Spiegel und ein wirrer Haufen von Glas­stückchen und weiter nichts. Wo blieb denn das Uhrwerk, wo blieb denn der Kopf, der genial-gei­stesgegenwärtig das alles kombiniert hatte;

Das war eine Enttäuschung, die aber dahinter ein noch größeres Geheimnis wittern ließ. Immerhin war das KapitelKaleidoskop" vorläufig erledigt, und ich wandte mich neuen, unerforschten Gebieten

Die nächsten Lebensmittelrationen

3m wesentlichen unverändert.

^Als ich aber neulich im Warenhaus-Lift hoch­sauste und die Dame am RadSpielwaren, Glas Porzellan..." ankündigte, da rief ich:Bitte, und stieg an der Station aus. Mit Mühe folgte ich mich durch ausgedehnte Gebiete von Teddybären, Mundharmonikas, Segelbooten, Gummiballen und Sandeimern bis zu den Kaleidoskopen durch Die Verkäuferin hielt mich für einen offensichttichen

Vater', während ich prüfend eine Tube nach der anderen vor das Auge hielt und mir Kostprobchen nahm. Nein, ich war mein eigener Vater und fühlte beim Durchgucken, daß die vielen Jahre dazwischen vor dem Kaleidoskop jedenfalls in nichts zerfielen wie lauter bunte Glaskombinattonen, denn ich staunte noch immer wie jener' Knabe und wartete eigentlich auf den Ruf:Jetzt wollen wir Papier- vuppen spielen!" Aber statt dessen mußte ich natür­lich' bezahlen und wanderte durchBücher, Paprer-

Zeitschristen.

Das Septemberheft von Velhagen 8z Kla« sinqs Monatsheften bringt ein Preisaus- chreibenWer kennt unsere Künstler? , dessen Lösern sechs Originalgemälde lebender deutscher Künstler als Preis winken. Ein Aufsatz über das Wiener Biedermeier läßt eine sehr liebenswürdige und doch oft falsch beurteilte Welt in Bild und Wort erstehen. Eine Plauderei von Ottomar Starke zeigt an der Hand farbiger Karikaturen wie stark die englische Selbstkritik in vergangenen Zetten gewesen ist. Die Abhandlung von Professor Dr. H Röckel überDie Lande am Niederrhein im Ringen der Völker" bringt die Geschichte Hollands und Belgiens in Zusammenhang nut dem Reich. Von hohem Reiz ist die Plauderei über den Fran- kenwein von Philipp Gottfried Maler. An Erzäh­lungen bringt das Heft den ersten Teil des Ro­mansUnter anderem Himmel" von Erich Eder- mayer sowie eine Novelle von Walther Franke« RutaEin kleiner Freundschaftsdienst".

12 Kriegs-Monate in 12 Karikaturen sind tm Septemberheft der Monatszeitschriftdie neue linie" zu einem Bilderbogen zusammengestellt, der außer der geschichtlichen Wahrheit auch, bie tunft- lerische besitzt und damit England der Lächerlichkeit preisgibt. Neben dieser kriegerischen Satire stehen Kriegsgedichte und -Zeichnungen der Soldaten, Er­gebnis eines Aufrufs der neuen linie, aus dem das echte, innere Erlebnis der Front spricht. Die Kamera ist unseren Soldaten in 2000 m Höhe gefolgt und hat packende Bilder der Nachrichtentruppe eingefangen, die hier zum erstenmal veröffentlicht werden. Eine interessante kulturhistorische Betrachtung mit vielen ungewöhnlichen Bildausschnitten befaßt sich mit den Ahnen des Stahlhelms als kriegerischem Symbol. Ferner werden drei herrliche Aquarelle von Straß­burg gezeigt, in denen das deutsche Antlitz derwun­derschönen Stadt" sichtbar wird. In einer großen Bildveröffentlichung über den Chiemsee werden Men- scheu und Architektur dieser herrlichen deutschen Landschaft gezeigt. Schließlich fei noch darauf hin- gewiesen, daß in diesem Heft der jährliche 3000-RM.- Erzählerwettbewerb der neuen linie für 1941 aus«

, geschrieben wird. (Verlag Otto Beyer, Leipzig.)

Komisch ich wußte ja doch, daß das Ganze ein Splitterhäufchen und ein Spiegeltrick war, und dennoch war das Mystische des Dinges geblieben. Denn das Spiegeln, dieses unbegreifliche Gesetz, das dich in deine eigenen Augen blicken macht, die­ses Symbol aller Erkenntnis, weht dich stets mit einem Schauer an einem Schauer der Schön­heit, wenn deine schwarze Gondel über Paläste und blauen Himmel gleitet, und mit einem Schauer des Metaphysischen, wenn du zwischen zwei Spiegeln stehst und jeder einen unendlichen Korridor von dir und wieder dir enthält: zwei ungeheure Raum- teleskope, spionenhast auf dich gerichtet, jede deiner Bewegungen tausendfach belauernd, nachahmend, nachäffend zum Verrücktwerden! Was war es, dieses Auge ohne Gedächtnis, nur dem Jetzt restlos hingegeben? Schwester der Nymphe Echo und des Reims, Schwester auch der Sprache, welche Gott und die Welt reflekttert, denn heißt es nichtjetzt schauen wir in ein dunkles Wort wie m einen Spiegel"? Hier aber in dieser Zauberröhre, war das Spiegeln in einen Kreis gezwungen, zwei Spiegelbilder wurden noch einmal gespiegelt, und aus dem Chaos ward eine fünfblättrige Blute. Ich verbuchte jetzt durchzugucken und nur die wirren Scherben, ohne ihre vier Reflexe, zu s e h e n es war eine Kraftansttengung, und bald hatte mich die holde Symmetrie der Lüge wieder zu sich überredet. Der Verstand widersprach dem Auge und sagte:Mach dir nichts vor, es ist ein wirrer, sinn­loser Scherbenhaufen!" So wäre denn die Zau­berröhre Sinnbild aller Beschönigung und die wirkliche Welt ein Chaos? Die Leuchtfiguren

Die Erste Reichsstraßensammlung für das Win- terhilfswerk 1940/41 wird am 21. und 22. Septem­ber 1940 von allen deutschen Sportgemeinschaften unter der LosungDer deutsche Sport sammelt für das WHW." burchgeführt. Die Durchführung ist vom Reichsbeauftragten für das WHW. dem National­sozialistischen Reichsbund für Leibesubungen über­tragen worden, der die Aktion gemeinsam nut dem Sportamt der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude durchführt. Der Jugendführer des Deutschen Reiches hat zugestimmt, daß die Angehörigen der freimi li= gen Sportdienstgruppen des DJ. und der IM., so­wie die Jugendlichen der NSRL.-Gememschaften bei der Sammelaktion und bei sportlichen Veran­staltungen und Vorführungen eingesetzt werden. Die Sammelaktion wird durch Sportveranstaltungen und Darbietungen auf den verschiedensten Sportgebieten unterstützt.

noch heute dastehen und drehen.

Aus der Stadt Gießen.

Erkenntnisse im Lustschuhkeller.

Kaum hat die Luftschutzsirene ihre heulenden Warnrufe ertönen lassen, da wird es schon in dem großen vierstöckigen Wohnhaus lebendig. BaD öff­net sich hier, bald dort, bald unten, bald oben eine Wohnungstür, der eilige Gestalten entschlüpfen. Mit geschwindem Klipp-Klapp geht es die Treppe hinunter. Und wenige Zeit später sind bis auf die unvermeidlichen Nachzügler alle Hausbewoh­ner im Luftschutzkeller versammelt.

Anfangs hat es mit diesenVersammlungen" hn Luftschutzkeller nicht immer klappen wollen. Kluge Besserwisser hatten tausenderlei Einwendungen zu machen. Als dann aber in diesen und jenen deut­schen Städten die Brand- und Sprengbomben der englischen Piratenflieger mitten in die Wohnviertel fielen, da haben es selbst die klügsten Besserwisser schnell gelernt, den sicheren Hafen des Luftschutz­kellers aufzusuchen und sich in die Hausgemein­schaft einzugliedern.

Ja in die Hausgemeinschaft! Denn plötzlich war auch fie da, obwohl von ihr ebenfalls viele Besserwisser nichts wissen wollten. Sie erschien ihnen als etwas Ueberflüssiges, als etwas, das es überhaupt nicht gibt. Denn bis zu dem Augenblick, in dem die Sirenen zum erstenmal ernsthaft heul­ten, war man im Treppenhaus aneinander vorbei­gegangen, ohne mehr als einen flüchtigen Gruß übrig zu haben. Gewiß: einzelnePartien" des großen Mietshauses kannten sich, pflegten auch wohl miteinander Umgang oder gar Freundschaft. Aber immer gab es eine Anzahl Außenseiter, die sich zu gut oder zu vornehm dünkten, von den anderen HausgenossenNotiz" zu nehmen.

Und nun traf sich unversehens alles im Luft­schutzkeller, den vorsorgliche Hausbewohner unter der Anleitung der Luftschutzwarteeigentlich recht gemütlich" hergerichtet hatten. Wiederum geschah es also, daß die Lauen, die Bequemen, die Abwar­tenden zu Nutznießern der fleißigen Arbeit anderer wurden.

Schon an dieser Vorarbeit für den Ernstfall war zu erkennen, wer sich zu echter Hausaemeinschaft hingezogen fühlte. Und es trat zutage, daß manche gerade d e n Hausgenossen etwas über die Achsel angesehen hatten, der sich am eifrigsten an dem Gemeinschastswerk beteiligt hatte.

In der allnächtlichen Hausgemeinschaft, die sich im Luftschutzkeller zusammenfand, fanden noch wei­tere Umwertungen statt. Es schieden sich die Schweiger von den Schwätzern. Bislang hatten alle Hausbewohner gemeint, daß der Herr Doktor vorn dritten Stock ein geistreicher Herr sei, dessen witzfprühendes Wesen jeden erfreute. Aber jetzt, wo sich die Witze fast in jeder Nacht wiederholten, oft recht wenig angebracht waren, und wo sich die geistreichen Bemerkungen in nörgelnde Meckereien verwandelten, entpuppte sich dieserMietkamerad als eine recht hohle Nuß.

Oie Zauberröhre.

Von Sigismund von Radecki.

Als ich an jenem Tage meine Kusinen besuchte, und es war ein grauer Tag und ich erst acht Jahre alt, da zeigten sie mir sogleich ihre neuen Spielsachen. Endlich gaben sie nur eine JapprjJ« in die Hand und sagten, ich solle einmal durch-

hielt die Rühre gegen das Fenster, blickte bunf) und sah ein wunderschönes Muster aus bun­ten leuchtenden Glasstückchen. Dann riefen sie, ich solle das Ding doch em wenig drehen. ^9 tat es - und erstarrte. Mit leisem Klappergerausch sto­ben die Steinchen auseinander und bildeten samt anderen irgendwo aus der Luft herzugeschossenen eine neue herrliche Farbenfigur. Ein Nichts von einer Drehung genügte, der kompliziertesten blau- weißen Rosette ein rotglühendes Herz zu geben rin weiteres Nichts, baS.it das ein dicktaeflochtener Kranz von gelben und iuamr denen Knospen dastand, so kunstvoll wie auf dem Glasfenster in der Domkirche. Und wieder und wie­der schossen gelbe weg, grüne herzu und rote auf neue Plätze nie irrten sie auch nur um Haares-

tebes wußte mit erstaunlicher Intelligenz seinen neuen Standort für das nächstfällige Leucht- wunder Nein, mitten im Herzuschießen bildeten sie gleichwohl noch rasende Muster, Meßende Figu­ren^ zuckende Gestalten, als waren sie musikalische Tön/oder himmlische Sterne, die nur von einer srsUWÄSK'b tonnte sie°^/wieder°°etnsan^n! te»«» Sauber-

Ortszeit für den 17. September.

Sonnenaufgang 7.03 Uhr, Sonnenuntergang 19.35 Uhr. Monduntergang 7.39 Uhr, Mondaufgang 19.51 Uhr.

NS-GMlnsAsl Ä Statt ML Stenöe

Allmonatlich

berichtet das KdF.-Monatsheft über die wichtigsten Ereignisse aus der Arbeit der NS.-Gememschaft Kraft durch Freude" und bringt das ausführliche neue Programm. Beziehe das interessante und reich- bebilderte Heft durch Postbezug. Auskunft und 'Be- stellungen durch die KdF.-Dienftstellen. 41160 September-Appell der Kameradschaft ehemal. 116er.

Die Kameradschaft ehemaliger 116er Meßen hielt am gestrigen Sonntagnachmittag in derStadt XJict) ihren gut besuchten September-Appell ab. Der Ka­meradschaftsführer, Kamerad Bill, eröffnete den Appell mit einer kurzen Begrüßung der Kamera- den und übermittelte Grüße von ^ameraben, bte 3. Z. noch in Feindesland stehen. Diese Karten- qrüße bewiesen, daß alle Kameraden, draußen an der Front und in der Heimat, in steter fester Ka­meradschaft verbunden sind. Im weiteren Verlaufe des Monatsappells wurden die eingegangenen Schriftstücke und Sonderbefehle zur Verlesung ge­reiftes steht? Ich jedenfalls habe die Röhre seit­dem auf meinem Schreibtisch liegen. Em Griff, em Blick und aus dem Chaos ersteht eine Welt.

Aehnlich ging es mit den Frauen. Hatte man der hübschen Dreißigerin vom Erdgeschoß nicht nachge­sagt daß sie aus Bequemlichkeit keine Kinder ha­ben wollte? Nun aber sah man es mit eigenen Augen, wie kinderlieb sie war, wußte doch niemand besser als sie mit den Kindern zu spielen, die nut ihren Püppchen und Autos und mit ihrem Kinder- lachen den Luftschutzkeller füllten. Dafür entdeckte man aber, daß nicht jede Mutter eine gute, lie­bende Mutter war, wie man es bisher angenom­men hatte. . v

Kurzum: in diesen Stunden der unfreiwilligen Hausgemeinschaft wurden die wertvollsten Erkennt­nisse gesammelt. Masken und Hüllen fielen erbar­mungslos zu Boden und stellten den wahren Men­schen zur Schau. Und man konnte sehr bald das bekannte Sprichwort dahin abwandelnGeh mit mir in den Luftschutzkeller und ich sage Dir, wer ^Aus^ oberflächlicher Bekanntschaft wurde getreue Kameradschaft, indessen mancheFreundschaft in die Brüche ging. Was übrig bleibt, wird aber zu einer Hausgemeinschaft zusammenschmelzen, aus der die wertvollsten Kräfte zu einer wahren deutschen Volksgemeinschaft erwachsen. __

Zahlreiche Beranstaltungeri in Gießen.

Eine Besprechung der Bezirksführung Gießen des NSRL. galt der Planung des Einsatzes der Ge­meinschaften, Kreise und des Bezirks für das WHW. am nächsten Samstag und Sonntag. Jede Sport- qemernschaft wird sich in den Dienst der guten Sache stellen, alle Mitglieder, ob jung ober attp passiv oder aktiv, warten auf den Einsatz. In den Straßen und auf den Plätzen der Städte und Ortschaften werden die Turner, Turnerinnen, Sportler und Sportlerinnen aufmarschieren und an diesen Tagen den Sportbetrieb aus der Halle und von den Sport­plätzen auf die Straßen verlegen.

Für G i e ß e n ist eine besonders reichhaltige Ver­anstaltungsfolge vorgesehen. An der Stadtpost, am Theater auf Oswaldsgarten, in den Anlagen, an und auf dem Schwanenteich, am Zollamt und auf

Verfügung steht. Margarine kann daher nur m den letzten beiden Wochen der Periode den Der« brauchern zugeteilt werden. Da aber die Kteinab« chnitte der Reichsfettkarte wie bisher m den ersten leiden Wochen eingelöst werden können, ist em Ausgleich möglich. Die 5. Käseration war von vornherein nur vorübergehend vorgesehen und fallt nun wieder fort. Speisequark bleibt weiter kartenfrei. Kinder bis zu 14 Jahren bekommen ne­ben ihrer regelmäßigen wieder eine Sonderzutei­lung von weiteren 62,5 Gramm Kakao pulver. Es ist beabsichtigt, von der 16. 3uteilung5periobe ab unter Aufbrauch der Bestände an kakaopulver-- haltigen Mischungen Schokoladenpulver und Malz- kakaö auszugeben. Der wahlweise Bezug von Hülsenfrüchten und Kondensmilch an Stelle von Nährmitteln bleibt nach Maßgabe der Bestände des Einzelhandels unverändert.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag.

Oeffentliche Abendvorlesuna der Universität Gie­ßen: 20.30 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut, Ludwigstraße 34, Professor Dr Vollrath über

Houston Stewart Chamberlain, der Künder beut« scheu Wesens". - Gloria-Palast (Seltersweg: Trenck, ber Pandur". Lichtspielhaus (Bahnhof­straße):Seitensprünge".

bem VfB.-Platz werben Wettkämpfe unb sportliche Darbietungen geboten. Dabei wirb ben hoffentlich recht zahlreich erscheinenben Zuschauern Gelegenheit gegeben, ein befonberes Opfer für bas WHW. zu [penben.

Oer Einsatz der Radfahrer.

Rundstreckenrennen für HI.

Anläßlich bes Sammeltages bes beutschen Sports für bas WHW. findet auch ein Rundstreckenrennen für HI. statt. Es wird in drei Klaffen gestartet, unb zwar eine Gruppe Jungvolk von 12 bis 14 Jahren, zwei Gruppen HI. von 14 bis 16 Jahren unb 16 bis 18 Jahren. Fahrer auf Tourenrädern erhalten Vorgaben. Sttecke wird noch bekanntgegeben. Mel­dungen find zu richten an: Bezirksfachwart für Radfahrer, August Deibel II., Gießen, Neuenweg 50.

Rennen für Fahrer mit Geschäfts, und Touren­rädern.

Bei den am nächsten Sonntag stattfindenden sportlichen Veranstaltungen für das WHW. sollen auch Rennen für Fahrer mit Geschäfts- und Touren­rädern stattsinden. Es wird in folgenden Klassen ge­startet: .. .

Klasse 1: Fahrer mit Geschäftsrädern mit kleinem Vorderrad im Alter von 14 bis 16 Jahren.

Klaffe 2: Wie oben, Alter von 16 bis 18 Jahren.

Klasse 3: Fahrer mit gewöhnlichen Tourenrädern. Diese müssen Austragkörbe und eine Belastung von 10 kg haben. Alter von 14 bis 16 Jahren.

Klasse 4: Wie vor, Alter 16 und älter.

Meldungen sind zu richten an Bezirksfachwart August Deibel, Gießen, Neuenweg 50. Meldeschluß Mittwoch, 18. September, 18 Uhr. Die zu fahrende Strecke wird noch bekanntgegeben.

Maizena für die Flasche, als Brei oder Puddingspeise-

MAIZENA

ErnLhrong»vo-lch-»f»«o Patel Set

Die Mitalieder des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen werden den Spendern diese fünf v. D,e -viUgu-o-r £ Ehrers Kampf im Osten" anbieten. - (Scherl-B>Iderdienst-M.)