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eine oder andere Mann-

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von

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vor:

Aus der engeren Heimat

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

worden wäre.

Jagdzeiten verfügt. Im Jagdjahr 1940/41 darf im ganzen Reichsgebiet die Jagd ausgeübt werden auf Hafen und Alpenhasen vom 15. Oktober bis 31. De­zember, auf Rebhühner vom 16. September bis 15. Oktober, auf Fafanenhennen vom 1. No­vember bis 31. Dezember, soweit nicht für einzelne Gebiete die Jagd darauf gänzlich verboten ist.

lcgungen in eine lebendige Schilderung seiner Er­fahrungen aus früherer Zeit und aus seinem Wir­ken als Leiter der Musikschule in Wiesbaden ein und wirkte dadurch mit seinen Worten in überzeu­gender Weise.

Nachdem das Trio noch den 1. und 2. Satz der Suite in G-dur von Joh. Fischer gespielt Hatte, be­endete Kreiswart Schemel die Stunde mit einem kurzen Schlußwort, in dem er besonders die Leitung der Musikschule durch Musiklehrer Blaß hervorhob und das größte Berttauen zu diesem künstlerischen Leiter aussprach.

Gruppe Süd I: Tv. Hochelheim, To. Hörns­heim, Tv. Garbenheim, Tv. Katzenfurt, Tv. Lützel­linden, Tv.Grüningen, Tv. Lang-Göns, Mto. Gießen, Tv. Kirchgöns.

GruppeSüdH: Tv. Kesselstadt, Tgd. 37 Hanau, Dunlop Hanau, VfL. Bruchköbel, Tv. Gelnhausen.

Beabsichtigt ist, noch die schäft der Bereichsklasse

Der nächste Handball-Sonntag.

Die Ausgleichsspiele zur Lahnvokalrunde sehen am kommenden Sonntag u. a. folgende Begegnun-

. , , ereichsklasse zuzuteilen. Die Meister­schaftsspiele aller Klassen beginnen in Hessen am 8. September.

Tageskalender für Freilag.,

Gloria-Palast, Seltersweg:Herz ohne Heimat". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die gute Sieben".

Ortszeit für bett 16. August.

Sonnenaufgang 6.10 Uhr, Sonnenuntergang 20.48 Uhr. Monduntergang 4.26 Uhr, Mondaufgang 19.45 Uhr.

Ortszeit für den 17. August.

Sonnenaufgang 6.11 Uhr, Sonnenuntergang 20.46 Uhr. Monduntergang 5.31 Uhr, Mondaufgang 20.13 Uhr.

BOM.-Untergau 116 Gießen.

Die Vergleichsmeisterschaften im Rollschuhlauf zwischen Obergau/Gebiet Hessen-Nassau und Ober- gau/Gebiet Kurhessen mußten vom 17. August auf einen Sonntag im September verlegt werden. Nähe­res wird noch durch die Presse bekanntgegeben.

Giehen-Kiein-Linden.

In dem Bericht von gestern muß es im ersten

gerannt wäre, wenn dem Fahrer nicht gerade noch sich im Ernstfälle durchaus als richttg bewährt hat.

durch brennende Stteichhölzer ein Zeichen gegeben Aus eigener Anschauung hat er die Schäden, die Frankfurt a. M., 16.August. (Vorbericht) Es ------ -----Bomben verursachen können, kennengelernt, und er«kosteten: Ochsen 37 bis 46,50 RM., Bullen 35 bis

liehen.

Aenherung von Jagdzeiten.

Der Reichsjägermeister hat eine Aenderung

Lpd. Frankfurt a. M., 15. Aug. Auf der Auto­umgehungsstraße hinter Sossenheim ereignete sich während der Nachtstunden ein s ch w e'r e r Z u - sammenstoß zwischen zwei Personenkraftwagen, die beide ohne Licht fuhren. Der eine Wagen wurde fast gänzlich zertrümmert, der andere so schwer beschädigt, daß er abgeschleppt werden mußte. Zwei Personen wurden schwerverletzt ins Kranken­haus gebracht. Kurz nach dem Unfall nahte ein dritter Wagen, der auf die zertrümmerten Fahrzeuge

Rodheim Himberg Schwalbenbachlal Dicke Eiche Raunheim Wetzlar.

Wir fahren mit der Kleinbahn nach Rodheim. Kurz nach der Bechtoldschen Wirtschaft führen blaue Dreiecke einem schmalen Gäßchen abwärts in das Biebertal und jenseits wieder in die Höhe zum Wald, an dessen Rand wir einen überraschenden Blick auf das liebliche Tal mit dem hochragenden Dünsbera, sowie auf die beiden Burgen haben. Die Zeichen leiten uns durch den Wald des Himbergs an dem durch die Sage überlieferten Frauenkreuz, sowie später an den Schwedenschanzen vorüber zum höchsten Punkt des Berges, dem Königstuhl, einer alten Kultstätte, der leider keine Aussicht bietet. Hier verlassen wir die Dreiecke und folgen roten Punkten hinab in das anmutige Schwalbenbachtal. Das Tal aufwärtsgehend weist uns bald darauf ein Schild hinaus zur Dicken Eiche, dem mächttgen, wohl 1000 Jahre alten Naturdenkmal. Hier treffen wir die vom Dünsberg kommende gelbe Strichmarkierung, die bis zum Schluß unser Wegzeichen bildet. Wir kommen auf unserem Weitermarsch auf lauschigen Waldschneisen durch idyllische Tälchen und genießen unterwegs prächtige Blicke in das Lahntal, auf Garbenheim mit der Warte, Stoppelberg und Wetz­lar mit dem Kalsmunt. Nachdem wir bei Naunheim die Lahn überschritten haben, erreichen wir nach etwa vierstündiger Wanderung unser Endziel Wetzlar.

Ober-Diddershelm- Forsthaus Glaubzahl Bad Salzhausen Nidda.

Der Station Ober-Widdersheim, dem Ausgangs­punkt unserer Wanderung, gegenüber führt uns ein Pfad neben dem großangelegten Basaltsteinbruch zum Wald, wo wir weiße Kreuze antreffen, denen wir nachgehen, um in einer Stunde nach dem gast-

* Lollar, 16. Aug. Für Tapferkeit vor dem Feind in Frankreich wurde, wie erst jetzt bekannt wird, der Soldat Erich Jung, Daubringer Stt. 3, mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse aus­gezeichnet.

Lollar, 14. Aug. Gestern abend fand in der Schule ein Appell der Amtsttäger des Reichs­luftschutzbundes und der Luftschutzwarte statt, in der der Führer der Gemeindegruppe Lollar, Luft­schutzführer Eberle, über alle Fragen des Luft­schutzes sprach. Nach verschiedenen Beanstandungen hinsichtlich der Verdunkelungspflicht und des Ver­haltens bei Fliegeralarm gab er noch Hinweise für das Verhalten der Selbstschutzkräfte gegenüber Bom­ben, Blindgängern usw. Es wurde ein Such- und Sammeldienst organisiert. Mit einem eindringlichen Appell an das Verantwortungsgefühl und an die Einsatzbereitschaft, die die Grüße der Zeit von allen Amtsträgern und Selbstschutzkräften fordert, schloß der Gemeindegruppenführer seine Ausführungen.

0 Ruttershausen, 15. Aug. In der Schule fand eine Versammlung statt, an der auf Veran­lassung des Bürgermeisters aus jedem Hause eine Person teilzunehmen hatte. Der Untergruvpenführer im Reichsluftschutzbund, Zecher, der kürzlich an einem Lehrgang der Landesaruppenluftschutzschule teilgenommen hat, gab zunächst einen interessanten und lehrreichen Bericht hierüber. Er betonte, daß alles, was der Reichsluftschutzbund in seiner un­ermüdlichen Ausbildungsarbett seit Jahren gelehrt,

** Dienstjubiläum bei der Stadt Gießen. Sein 25jähriges Dienstjubiläum bei den Stadtwerken kann heute der Lagerarbeiter Georg Weber feiern. Aus diesem Anlaß wurde der Ju­bilar im Kreise der Arbeitskameraden geehrt und erhielt für seine langjährigen treuen Dienste, neben einer Treueprämie, ein Glückwunschschreiben des Oberbürgermeisters.

** Verkehrssünder. In der Zeit vom 26. Juli bis 8. August schritt die Polizei im Bereich der Polizeidirektion Gießen (einschl. Polizeiamt Bad- Nauheim-Friedberg) gegen Verkehrssünder mit fol­genden Maßnahmen ein: gegen Kraftfahrzeugführer 6 Anzeigen, 5 gebührenpflichtige und 3 gebühren­freie Verwarnungen; gegen sonstige Fahrzeugführör 11 Anzeigen, 8 gebührenpflichtige und 6 gebühren- freie Verwarnungen; gegen Radfahrer 2 Anzeigen, 76 gebührenpflichtige und 22 gebührenfreie Ver­warnungen; gegen Fußgänger 6 gebührenpflichtige und 23 gebührenfreie Verwarnungen.

**LehrgemeinschafteninKurzschrift und Maschineschreiben. Die Deutsche Ar­beitsfront, Kreiswaltung Wetterau, Abteilung für Berufserziehung und Bettiebsführung, Gießen, weist darauf hin, daß die durch die Sommerfevien unter­brochenen Lehrgemeinschaften in Kurzschrift und Ma­schineschreiben ab Montag, 19. 8., und Dienstag, 20.8., in der bisherigen Zeiteinteilung in den Räu­men der Oeffentlichen Handelslehranstalt Gießen, Wernerwall 11, weitergeführt werden.

Zusammenstoß

auf her Autoumgehungsstraße.

Reiche Himbeerernte im Vogelsberg.

* Aus d em Vogelsberg, 15.Aug. In den großen Waldungen des Vogelsbergs tragen die Himbeersträucher in diesem Jahre eine außerordentlich reiche Ernte. In Schot­ten sind bisher als Sammelertrag aus zahlreichen Vogelsberg-Dörfern bereits Taufende von Zentner Waldhimbeeren für den sofortigen Verbrauch in den Städten und für die Konservenindustrie versandt worden. Den beerensuchenden Volksgenossen wird dadurch eine gute Einnahmequelle erschlossen. Die Himbeeren werden meist von Frauen und Kindern gesammelt, die an den Lesetagen in manchen Ge­meinde bezirken bis zu mehreren hundert Zentner dieser Waldfrucht Zusammentragen.

Landkreis Gießen.

berichtete hierüber. In den meisten Fällen ist es dem nichtluftschutzgemäßen Verhalten der Bevölkerung zuzuschreiben, wenn größere Schäden bei einem Luftangriff entstehen. Anschließend zeigte der Aus­bildungsletter Arthur Z e ch e r an verschiedenen Bei­spielen, wie überall dort, wo die Selbstschutzkräfte richttg eingreifen, durch Bomben verursachte Brände meist schon int Entstehen wirksam bekämpft werden können. Gemeindegruppenführer Eberle berich­tete zum Schluß noch über Anstände, die sich bei der Verüunkelungs- und Schutzraumkontrolle gezeigt haben, und ermahnte die Volksgenossen, sich ihrer Verantwortung bewußt zu sein und ihre Lustschutz­pflicht gewissenhaft zu erfüllen.

<5 Lich, 15» Aug. Für Tapferkeit vor dem Feind wurden mit dem Eisernen Kreuz II.Klasse ausgezeichnet: der Unteroffizier in einem Infante­rie-Regiment Heinrich Kambeitz, der Unterosti- zier in einer Sanitätsabteilung Alois H ö p f l und der Soldat in einer Sanitäts-Abteilung Paul Weicker. Dem befreiten Christian Lang III. wurde das Schutzwallehrenzeichen verliehen. Am vergangenen Sonntag fuhr die S ä n g e r Ver­einigungCäcilia" nach Gießen, um den Verwundeten des Reservelazaretts einen Besuch ab- zustatten. Auf dem Wandelgang brachte sie unter der Stabführung des auf Urlaub weilenden Chor- meisters E. Jlge wertvolles deutsches ßiehgut zum Vortrag. Eine dankbare Zuhörerschaft spendete reichen Beifall. Das Gesicht des Schloßgar­tens wird gegenwärtig wesentlich verändert. Ein Teil der schönen Kastanienbäume am unteren Teich, die schon über 150 Jahre alt sind, muß im Inter­esse der Verkehrssicherheit der Axt zum Opfer fal­len, nachdem im vergangenen Jahr ein heftiger Gewittersturm eine große Lücke in die Allee ge­rissen hatte. Eine Neuanpflanzung von jungen Bäumen ist geplant.

Kreis Alsfeld.

Homberg (Ohm), 15. Aug. Zum gestrigen Schweinemarkt waren nur 97 Stück Ferkel auf- getrieben. Für sechs bis acht Wochen alte Ferkel zahlte man 21 bis 24 RM., für acht bis zehn Wochen alte 25 bis 30 RM. und für zehn bis zwölf Wochen alte Ferkel 28 bis 33 RM. Der Handel ver­lief schleppend; es verblieb Ueberstand.

Satz heißen: Für Tapferkeit vor dem Feinde wurde dem Gefreiten einer Krastfahrerabteiluna Ewald Weller von hier das Eiserne Kreuz II. Klasse

lichen, in anmutiger Waldlandschaft gelegenen Forsi­tz aus Glaubzahl zu gelangen. Auf guter, teilweise von seltenen Koniferen umsäumter Landstraße fol­gen wir den weißen Kreuzen, bis wir auf rote Kreuze stoßen. Dieses neue Wegezeichen führt uns auf tadellosen Waldwegen über den Rabenstein, von dem wir einen prächtigen Blick nach dem Hohen Vogelsberg haben hinab nach dem idyllisch gelege­nen Bad Salzhausen. Nach einer Besichtigung der hübschen Kuranlagen und der verschiedenen Quellen bringt uns ein Fußpfad über einen Höhenrücken, von dessen Kamm sich wiederum eine herrliche Aus­sicht bietet, nach dem freundlichen Städtchen Nidda, von wo wir heimfahren. Dauer der Wanderung knapp 3 Stunden.

Butzbach Hausberg

Jagdhaus Hubertus Münster Ostheim.

Dom Bahnhof Butzbach benutzen wir zunächst die schwarze Strichmarkierung, die uns durch schönen Waldbestand über das reizvoll gelegene Dörfchen Hausen, drei Ringwälle übersteigend, hinauf zum 486 Meter hohen Hausberg bringt. Zwar ist der oben stehende Holzturm wegen Altersschwäche nicht mehr besteigbar, doch bieten vorher Lichtungen unterhalb des Gipfels prächtige Blicke über die ge­samte Wetterau. Nunmehr folgen wir schwarzen Strichen, die uns stets durch Wald über die Forellen­teiche im lieblichen Jsseltal nach dem anmutig liegenden Jagdhaus Hubertus führen. Von hier gehen wir ein kurzes Stück unseren seitherigen Weg zurück, um sodann ohne Zeichen auf der Landstraße über Münster nach Hochweisel zu wandern. Hier stoßen wir auf gelbe Striche, denen wir über aus­gedehnte Felder mit unterwegs hübschen Ausblicken nach unserem Endziel Ostheim folgen. Marschzeit 5 Stunden.

44,50, Kühe 17 bis 44,50, Färsen 28 bis 45,50, Kälber 25 bis 59, Hämmel 20 bis 51, Schafe 12 bis 44, Schweine 52 bis 58 RM. Marktverlauf: Alles zugeteilt.

G. A.-Gpori.

£)r. Lewalh 80 Jahre alt.

Staatssekretär a. D. Dr. Theodor Lewald, der Präsident des Organisations-Komitees für die XI. Olympiade 1936 in Berlin, begeht am 18. August feinen 80. Geburtstag. Dr. Lewald war von 1924 bis 1937 Vertreter Deutschlands im Internationalen Olympischen Komitee. Auf allen seinen Aufgaben­gebieten, sowohl für den deutschen Sport als auch für die olympische Idee, hat der Jubilar sich außer- otdentliche Verdienste erworben.

Hessens Handvall-Sereichsklaffe.

Im neuen Spieljahr wird die hessische Handball­bereichsklasse in drei Gruppen spielen. Die vorläufige Einteilung lautet:

Grupve Nord: Tuspo Bettenhausen, GfL. Wilhelmshöhe, Hessen-Preußen Kassel, Kurhessen Kassel, Tuspo Harleshausen, Tuspo Nieder-Zwehren, Henschel Kassel.

Tv. Hörnsheim Tv. Holzheim

Tv. Lützellinden Tv. W.-Niedergirmes Tv. Großen-Linden Tv. Grüningen To. Lang-Göns II Tv. Klein--Linden To. Heuchelheim Tv. Krofdorf Tv. Launsbach Spgde. Großen-Bufeck Tv. Atzbach Tv. Beuem.

Im Hinblick darauf, daß der Tv. Hörnsheim zwei seiner besten Spieler (Wenzel und Michel) zu einem wetteren Auswahlspiel nach Kassel aostellen muß, wird die Mannschaft das Spiel gegen Hoh- heim unter Vorbehalt austragen.

Lützellinden hat am letzten Sonntag nicht gefal­len können. Wenn die Mannschaft auch diesmal wieder Schwächen zeigt, wird es ihr kaum gelingen, ein achtbares Ergebnis gegen die eifrigen Gäste zu erzielen.

Grüningen ist zu stark, als daß Großen-Linden gegen feine Spielweife aufkommen könnte. Es ist deshalb damit zu rechnen, daß es einen eindeutigen Erfolg der Gäste geben wird.

Im Lang-Gönser Spiel stehen sich zwei gleich- werttge Mannschaften gegenüber, die sicherlich einen spannenden Kampf liefern werden.

_Die Entscheidung in der Staffel III über die zu­künftige Gestaltung der Tabelle wird in Heuchel­heim fallen. Hier wird sich auch zeigen, wer im Augenblick die stärkste Eittyeit stellt. Während die Platzbesitzer schon seit langer Zett ihre Beständig­keit unter Beweis stellen konnten, ist Krofdorf von Sonntag zu Sonntag besser geworden und hat Er­gebnisse erzielt, die aufhorchen lassen.

Launsbach sollte es möglich sein, die Oberhand zu behalten, wenn sich nicht Großen-Buseck endlich einmal auf sich selbst besinnt und so spielt, wie es unbedingt notwendig ist.

Atzbach hat am letzten Sonntag gut gefallen kön­nen, während Beuern mancherlei Wünsche offen­ließ. Immerhin darf man annehmen, daß es den Platzbesitzem nicht leicht fallen wird, sich durch- zusetzen.

Lugenhfußball her Gp.-Bg. 1900.

Spogg. 1900 1. Jgd. Leihgestern 1. Jgd.

, Dor dem Lokalkampf am nächsten Sonntag treffen sich diese Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel. Die bisherigen Begegnungen endeten zum größten Teil mit Siegen für Leihgestern. So verlor die 1. Jugend der Spielvereinigung 1900 das letzte Spiel mit 5:1 Toren. Trotzdem die Einheimischen ihre zur Zeit stärkste Jugendmannschaft ins Feld schicken, werden sie wohl kaum um eine Niederlage herum­kommen. Mit einem spannenden Kampf dürfte zu rechnen sein. Die 2. Jugend ist diesmal fpielfret.

Die schöne Melusine

Roman Son Hans Richter

28 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Der Versucher von drüben:Sie kriegen alles nach und noch drei Tage dazu, wenn Sie am Mon­tag zurückkommen."

Ich kann doch nicht im Herbst ..."

Wir besorgen Ihnen was ganz Besonderes, viel­leicht eine Seereise."

Entscheidungen sind immer schwer und telepho­nische ganz besonders.

Nachdem alles verstaut ist, fängt Tilde an, ihre Belegschaft innerlich einzuteilen. Dem älteren Ehe­paar wird sie einen netten Spaziergang Vorschlägen. Die jungen Leute können am Abend tanzen, Radio wird Olsch Brümmer schon haben. Wenn nicht, muß das klappernde Klavier heran. Ein paar einzelne Herren beehren sie mit unternehmungslustigen Blicken und reden bereits von einem Böwlchen. Warum sollen sie keinen weiblichen Anschluß finden. Man fährt ja nicht fort, um sich zu langweilen. Nur gerade sie, Tilde, muß es nicht sein.

Zuerst hat die Runeninsel in den Plänen dieser Sommernacht eine große Rolle gespielt, aber nun hat Tilde sie gestrichen. Weil genug weibliche Wesen da sind, denen sie eine gerüttelte Portion Hasen­füßigkeit zutraut, macht sie in Greuelmärchen.

Wir fahren in uraltes Sagengebiet", erzählt sie, während derSommernachtstraum" durch ein Luch gleitet, in dem nichts zu sehen ist.Gerade die Gegend, in der wir heute nacht sein werden, steckt voll von alten Geschichten, und man weiß nicht, ob etwas daran ist oder nicht."

Mir können Sie nicht bange machen, Frollein", sagt ein dicker Mann, der bestimmt Besitzer eines gutgehenden Geschäftes ist.Wenn Sie ein Gespenst wären, das könnte mir schon passen. Aber ich weiß nich, was Ihnen meine werte Frau Gemahlin zu- slüftern würde."

Egon", grollt die, und der ganze Wagen feixt.

Außerdem hatten wir uns heute abend an ein Pülleken, wa, Mutter?"

Einer erzählt die Geschichte einer nächtlichen Fahrt

durch das Luch.Ueberall Irrlichter", sagt er.Um ein Haar hätten wir im Dreck gesessen."

,^Huch", kreischt ein Mädel.

Besonders die Inseln haben es in sich", schießt Tilde ihre dickste Strandkanone ab.Inseln sind in unserem Seengebiet fast immer Begräbnisplätze gewesen. Es ist mir selber einmal passiert, daß ich auf Knochen stieß, als ich ein Kochloch aushob."

Wenn Sie mal mit mir zelten, Frollein, können Sie ganz andere Sachen erleben", wird ihr von männlicher Seite versprochen.

Gut, daß derTheodor" jetzt die Gemüter in Anspruch nimmt. Und die Gegend dazu. Wilhelm Hellwig hat Wort gehalten. Er und Holzmann sind in dem kleinen Wagen nachgefahren, und er hat wirklich so getan, als sei Tilde nur die Führerin und als habe es nie eine andere Vereinbarung zwischen ihnen gegeben. Jetzt steht er neben Schiffs­führer Apel auf der Brücke und läßt sich den Kurs erklären.

Hellwig 8z Holzmann scheinen bei Petrus gut an­geschrieben zu sein, die Sonne brennt nur so vom Himmel herunter und der Bierkonsum steigt be­trächtlich. Schiffsführer Apel kann mit dem kleinen Nebengeschäft ganz zufrieden fein und reibt sich die Hände, wenn er nicht gerade steuern muß.

Lotte schiebt sich neben ihre Freundin.Ist alles wieder in Ordnung, Mädchen?" fragt sie leise.

Die stöhnt leise auf.Es ist alles in furchtbarster Unordnung, Lotteken."

Was ist denn los?"

Sag mal, was hast du eigentlich gesagt, als dein Fritz dir den Heiratsanttag gemacht hat?" will sie wissen.

Lotte lacht.Gar nichts. Ich bin ihm um den Hals gefallen."

Das ist also die richtige Liebe", stellt Tilde fach­lich fest.Einfach um den Hals fallen und sonst gar nichts."

,Hat dir etwa einer?" fragt Lotte. Aber sie bekommt keine Antwort.

Am Steg von Schloß Lüchow liegt die Kom­merzienratsarche und hat Flaggengala gesetzt. Ein Grammophon dudelt über den See, und auf dem Rasenplatz vor der Terrasse wird getanzt. Schiffs­führer Apel machttut" mit feiner Dampfpfeife. Die' Sommernachtsträumer drängen sich an der Reling und winken mit ihren Taschentüchern.

Tilde hat das Glas am Auge und sucht den Platz ab. In einem der Liegestühle glaubt sie Bobby Verend zu erkennen und oben auf oer Terrasse die Sprenger. Sonst ist nichts zu erkennen. Ein Falt­boot liegt jedenfalls nicht am Steg, und der Park­platz, auf dem ein Motorrad stehen könnte, ist vom See aus nicht zu sehen.

Wilhelm Hellwig läßt sich die Reklamemöglichkeit nicht entgehen. Er hat Schiffsführer Apels Sprech- ttichter am Munde und läßt feinHallo! Straßen­bummler?!" über das Wasser schallen.

Unser Unternehmen, meine Herrschaften", erklärt er stolz.In Schloß Lüchow wird ein Film gedreht, und wir haben die gesamte Beförderung in Händen. Mtt einem der bekannt guten Wagen von Hellwig 8z Holzmann."

Fikchen Brümmer hat sich wirklich ein Bein aus- gerissen. Es ist eine, lange Kaffeetafel gedeckt wor­den, und die Kannen» stehen dampfend auf dem Tisch. Man hat sich inzwischen auch kennengelernt und ist verttauter, zum Teil sogar verttaulicher geworden. Es besteht die Hoffnung, daß dieser Sommernachtstraum" nicht auf ein einzelnes Wochenende beschränkt bleiben möge. Nach dem Kaffee folgen die Spaziergänge in die Wildnis, und als man am Abend zurückkommt, hat man einen gehörigen Appetit.

Die Runeninsel liegt märchenhaft und lockend am See. Aber der Gedanke, sie zu besuchen, ist noch nicht aufgetaucht. Man ist ja auch so beschäftigt. Als es dunkel wird, läßt Fikchen Brümmer die Lam­pions, die überall aufgehängt sind, anzünden und erntet damit ein Sonderlob bei Tilde. Die Romantik der alten Mühle hat die alten und die jungen Leut­chen in ihren Bann geschlagen. Irgendwo quäkt ein Schifferklavier in die Tanzmusik hinein, und es ist längst nicht mehr möglich, alle Schäfchen zu über­setzen.

Tilde ist reichlich abgespannt und würbe gern chlafen. Nur das Pflichtgefühl hält sie wach. Fritz und Lotte Mewes haben mit Hellwig 8z Holzmann einen Tisch in der Laube belegt und werden sichtlich vergnügter. Von Lotte fällt sogar das Wort, sie ähe nicht ein, warum man nur einmal im Leben Hochzeitsreise machen solle. Eine Bemerkung, der Wilhelm Hellwig zustimmt.

Gegen elf Uhr hält Tilde eine Rede. Man wolle nicht Spielverderber sein, aber sie müsse als Retse-

maxschall noch darauf aufmerksam machen, daß man auch morgen ein sehenswertes und umfang­reiches Programm vorhätte. Die Leutchen sind friedlicher, als sie gedacht hat. Der Appell wirkt, und zum Abschluß des Tages wird ein großer Zap­fenstreich in Szene gesetzt, det im feierlichen Um­zug noch einmal alle Stätten, die man rasch lieb­gewonnen hat, besucht und vor dem Hause endet.

Todmüde verschwindet Tilde endlich in ihrem Zimmer und läßt die Tür hinter sich zufallen.

26.

Gerade will Tilde anfangen, sich auszuziehen, als es an der Tür klopft. Draußen steht Fikchen Brüm­mer und weiß nicht recht, wie sie es sagen soll.

Ich weiß nicht recht, wie Sie das auffassen werden", druckst sie.Aber nicht wahr, man schließt doch gern das Haus ab, nicht wahr? Darauf hüll Friedrich immer. Draußen ift's gut und schön bei Tageszeit. An Nachtzeit gehört der Mensch unters Deckbett, so ist seine Rede immer. Und dann sagt er noch" nun muß Fikchen doch kichern Bäckers und Nachtwächter sind 'ne Ausnahme. Was fon ollen Mann für dummen Schnack macht, nich?"

Was wollen Sie mir noch sagen?" fragt Tilde und versteht nicht.

Der Olsch, was mein lieber Bruder Friedrich ist, der hat noch seinen Runbgang gemacht. Erst bei Alma, das is unsere Schecke, die mag über Nacht vielleicht kalben, vielleicht auch nich. Ja, und dann war er oben auf dem Berg. Morgen wird das wie­der schön, sagt er, aber heute in der Nacht setzt es was."

Gewitter?"

Kommt ganz schwarz rauf überm Walde. Wenn's überm See wäre, wüßten Sie es schon alle. Aber die Gewitter, die von da drüben kommen, die sind mit einem da."

Gleichsam, als wolle Pettus Fikchens Worte be­stätigen, läßt er einmal zwei Wolken ordentlich an­einander reiben. Es klingt, als ob ein Bierwagen über eine Holzbrücke führe.

Sa ist es schon", kreischt Fikchen und wird kreidebleich.Sehen Sie, wenn eins vom Lande is und mal gesehen hat, wien Bauernhof brennen kann, dann hat es nicht viel im Sinn mit Gewitter. Und mit Wasser schon gar nich."

(Fortsetzung folgt)