Dienstag, lb.Zuli MV
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Nr. 166 Zweites Blatt
Aus der Stadt Gießen. Schützt die Ernte vor Brandgefahren. kW
Ein Erlaß des Iieichsführers-^ und Chefs der deutschen Polizei.
Mutter kocht ein.
front.
(Nachdruck verboten.)
2. Fortsetzung.
ziehen nach reden können. Lallen Sie nich wieder mal mit?
außerdem, Teilnahme
Hauswirtschaftskurse für berufstätige Mädchen.
Betriebsjugendwalter ausgehen müssen. Aufgaben des Jugendwalters gehört es den jungen Kameraden im Betrieb zur am Reichsberufswettkampf anzuhalten.
appellen werden durch Ausgabe und sichtbare Auft i die gedruckten Wochenparolen der j.luep 3ugenb an die Jugend in den Betrieben herangetragen. Der Jugendsport ist in den Gießener größeren Betrieben bereits ausgenommen und mit gutem Erfolg gepflegt worden.
mit leicht entzündlichen Stoffen nicht in Berührung kommen.
Bewegliche Berbrennungsmotore und Dampfmaschinen (Lokomobilen) müssen von Scheunen und Schobern so weit entfernt sein, daß eine Brandgefahr durch Funkenflug ausgeschlossen ist. Bei ungünstiger Windrichtung ist der Betrieb einzustellen. Funkenfänger, Rauchkammern und Aschenkasten müssen in Ordnung sein! Selbstentzündung von Getreide und Holz ist zu vermeiden! Ungleichmäßiges Zusammensacken der Ernte- lager, Entweichen von Dampf und brandiger Geruch sind bereits Zeichen der Ueberhihung.
Das Rauchen in Scheunen, auf Heuböden und auf Getreidelagerplähen ist verboten. Streichhölzer und Feuerzeuge sind vor Kindern in sicheren Gewahrsam zu nehmen.
Volksgenossen, die ihr die Ernte einbringen helft, achtet auf olle Gefahren und stellt alle Mängel ab, die unserer Ernte gefährlich werden können! wer sich durch Fahrlässigkeit am deutschen Lrntegut oer- sündigt, hilft dem Feind!
konto er mir den Betrag überweisen soll — haben Sie ein Bankkonto, Fräulein Tilde?"
Die lacht. „Bisher habe ich das noch nicht notig gehabt."
„Sehen Sie, ich auch nicht. Ich habe immer mein Gehalt gekriegt, und das war hübsch eingetellt: Miete, Anschaffungen, Lebensunterhalt, und in je- dem Monat hab' ich was zurückgelegt. Für die Sommerreife. Das ist eisern liegengeblieben, auch, wenn s mal anderswo knapp war. Na und jetzt — gestern habe ich dem Pumps schon ein neues Halsband gekauft."
„Welche Farbe denn?" will Tilde wissen.
„Grün", sagt der große Chan traurig. „Und dabei schmuddelt es doch in einer Woche. Aber Sie kennen solch einen Hund nicht, der läuft jetzt ganz anders herum. Eingebildet könnte man sagen."
„Na, sehen Sie."
Er druckst wieder, hat die Thermosflasche und den Blechbehälter, in dem er seine Frühstücksbrote verwahrt, vor sich ausgebreitet und schraubt daran Herum. „Würden Sie mir einen Gefallen tun.
teht dem Betriebsobmann und dem Betriebsführer in allen Angelegenheiten der Jugendlichen des Betriebs zur Seite.
Die Aufgaben
der Orts- und Betriebsjugendwalter.
Männchen?"
„Ich hab Sorgen."
„Und ich dachte gerade —
Als sie dann in den Katakomben, gerade an demselben Tisch, an dem er vorhin mit Hellwig gesessen hat, einander gegenüber sitzen, kramt er seinen neuesten Plan aus. r r, ...
„Ich habe gar nicht gedacht, daß es so schwer ist, mit Geld fertig zu werden. Da ist nun die alte Tante in Ostpreußen gestorben, und sie weiß gar nicht, was jio damit angerichtet hat. Eigentlich hatte ich ja hm- fohren sollen, aber als ich den Brief bekam, war es schon zu spät. Gleich mit dem Brief geht's los — fragt mich doch der Justizrat, auf welches Bank-
Lehrecken — Lehrwerkstätten.
Eine wichtige Forderung der Seutfdjen Arbeitsfront im Hinblick auf die berufliche Förderung der Jugend geht darauf hinaus, daß in den einzelnen Betrieben wenigstens Lehrecken, möglichst aber besondere Lehrwerk st ätten geschaffen werden, in denen die jugendlichen Berufstätigen eine be* anders sorgfältige Berufsa us b il- düng erfahren, und damit eine wesentliche Voraussetzung für die Heranbildung tüchtiger Facharbeiter geschaffen wird. In verschiedenen Betrieben (in Gießen, Butzbach und Bad-Nauheim) bestehen bereits Lehrwerkstätten in vorbildlicher Form. Die Arbeitsweise in diesen Lehrwerkstätten ist bestimmt von den Richtlinien der Deutschen Arbeits-
„Sie wollten doch Fräulein Rohloff fragen, rote es 'mit den letzten Fahrten ins Blaue gestanden hat?" erinnert Hellwig Holzmann.
„Weiß ich so", knurrt der. „Die waren ausverkauft." . ,
„Ob Sie das Fräulein nicht doch noch einmal fragen?" bohrt Hellwig wieder. ■
Der große Chan wird hellhörig. „Was haben Sie denn mit der Tilde Rohloff, Hellwig?"
„Och." v _
„Neulich haben Sie doch alles mit der Sprenger ausgemacht." m z . .
„Die Sprenger ist nichts für meinem Vater feinen Sohn, Herr Holzmann", sagt Hellwig. ,-,Wissen Sie, was die mich neulich gefragt hat? Warum sind Sie eigentlich nicht Fernfahrer geblieben, Herr Hellwig, hat sie gefragt, und ’ne Schnauze hat sie dabei gezogen — so." Er deutet das Schnäuzchen ®n» die Sprenger ihm gezeigt hat. „So was hab ich
„Warum denn ich?" .
„Na, zum Ansehen. Und wenn Sie die Tilde em» laden? Morgen is Samstag, Herr Holzmann. Frische Fische — gute Fische, hängen Sie vorn an der Theke ein Schild heraus, vielleicht kriegen wir zwei Wagen voll."
„Wo soS's denn hingehen?"
„Können Sie sich aussuchen. Vielleicht finden Sie was, sagen wir mal: insgesamt fünfhundert Kilometer hin und zurück, zehn Mark, alles inklusive. Und das mit der Tilde, das überlasse ich ganz Ihnen." , .
Eine halbe Stunde später steht das Schild auf dem Ladentisch, daß der Autodienst Hellwig mit einen bequemen Aussichtswagen wieder eine Fahrt macht, und daß Anmeldungen hier entgegengenommen werden. _ , r .
Zehn Mark ist wirklich kein Geld, besonders, wenn man eben eine alte Tante beerbt hat.
3.
Der große Chan ist, nachdem Hellwig gegangen ist, nicht mehr so ganz bei der Sache. Tilde kennt ihn gut genug, um das zu erkennen. Er erteilt seine Auskünfte, aber er tut es fahrig und nervös, und als die Sprenger ihm einmal ein falsches Aktenstück bringt, fährt er sie unfreundlich an.
„Kann doch mal Vorkommen", zuckt die ihre ganz sehenswerten Schultern. •
Um die Mittagszeit schlängelt er sich an Tildes Platz heran und flüstert ihr zu, ob sie es wohl so einrichten könne, daß sie die Pause mit ihm gemeinsam mache. _ f
„Kann ich", nickt sie. „Was ist Ihnen denn, holz-
gerne", schließt er. ~ ,
„Warum sind Sie eigentlich nicht Fernfahrer geblieben?" will Holzmann nun auch wissen.
„Waren Sie mal Fernfahrer, Herr Holzmann, fragt Wilhelm Hellwig dagegen. «Nee Na sehen Sie Ist ja zuerst ganz schön und grün. Abends los mit dem großen Kasten und immer nur in Seutfajlanö. UeberaU ’ne Kneipe, wo man Kameraden findet uno mal hier ’n Mädel, mal da ’n Mädel. 2Iber auf b’ß Dauer ist damit nifcht zu erben, mein ßteber. Jta, und da kommen wir wieder mal abends durch Thüringen. Ich bin nämlich aus Thüringen gebürtig, mein Alter hat da ’ne Gastwirtschaft mit eigener Metzgerei. Wenn's so traf, haben wir da immer ne Pause gemacht. Wir sind zwei Brüder, Herr"Holz- mann, der Emil, das ist der ältere, und ich. J"mmt mich der Alte hinten ins kleine Zimmer und mach die Tür zu. „Der XSmit soll heiraten", sagt er „Soll er", sag ich. „Ja, is aber wegen der Gastwirtschaft , sagt er. „Die Anna von Bobenhausen is es, die hat Geld. Ja, und da soll nun der Emil den Betrieb übernehmen, und Mutter und ich, mir
Die schöne Melusine
Vornan Son HanS Richter
Fräulein Tilde?"
„Warum denn nicht?"
„Fahren Sie mit mir in Hellwigs Autobus morgen über Land", platzt er heraus und erschrickt vor sich selber. .
Tilde sieht ihn verwundert an. „Zehn Marker allein fürs Wochenende und die Nebenspesen dazu, das läßt sich nicht darstellen, Holzmännchen."
Nun wird er erst recht verlegen. „Sie sollen's ja auch nickst bezahlen, ich wollte Sie doch einladen, hab ich das nickst gesagt? Also, dann sag ich's jetzt." Damit sie glicht antworten kann, spricht er hastig weiter. „Ich will Ihnen wirklich nicht zu nahe treten, Fräulein Tilde. Ich habe mir das so gedacht, den Pumps, den nimmt meine Aufwartung, die hat ’ne Laube, und da ist ’ne Ecke da, wissen Sie, so eine Art Komposthaufen, da kann er buddeln. Die Schrödern sagt, der Hund täte sogar ein gutes Werk, wenn er da buddelt, denn ihr Mann wäre doch viel zu faul zum Umgraben, und umgegraben werden muß doch solch ein Komposthausen, das wissen Sie vielleicht selber. Also, der Hund ist versorgt, und wenn ich am Sonntagabend zurück- fomme, sitzt er da und wedelt mich an. Etwas muß man doch haben, wofür man was tun kann", sagt er leise. (Fortsetzung folgt)
Großzügige Mderung der berufstätigen Zugend
Ein wichtiges Aufgabengebiet der Deutschen Arbeitsfront.
BetriebsapPellH
Allwöchentlich soll innerhalb der größeren Betriebe ein Appell der Jugendlichen abgehalten werden, für den jeweils von der Deutschen Arbeitsfront die Anregungen und Themen gegeben werden. Die nächsten Betriebsappelle stehen unter den folgenden Leitsätzen: „Deutschland fordert seine Kolonien", „Eine reine und starke Jugend trägt die Zukunft der Nation", „Der Sinn der Dienstverpflichtung", „Richthofen" und „Erfindergeist der deutschen Chemie". Mehrere Betriebsappelle m den größeren Betrieben gestaltete der Kreisjugendwal- ter Pg. Steine! selbst. Außer den Betnebs-
Schleiz." — „Und ich?" frag ich. „Dich will er auszahlen, Wilhelm", sagt der Alte. „Mit„dem Geld von der Anna kann er das gut tun. Bielleicht kaufst du ’nen Lastzug und machst ein Fuhrgeschäft auf. Oder du siehst dich mal um, ob nicht irgendwo einer mit ’nem Gasthof sitzt, wo nur ’ne Tochter da ist. Also ich sag gar nichts mehr und fahr mit meinem Kameraden weiter. „Du solltest auch heiraten , blatt der. Also ich laß ihn vorn ans Steuer, hau mich hinten auf die Lederbank und penn's mal durch. Gastwirt, denk ich, Gastwirt is ’n ruhiges Leben. Immerzu die Schaukelei mit dem Lastzug tut auch nicht gut. Na, und darüber bin ich weg. Am andern Morgen fahren wir so quer durch den harz, von 5wrzburg rauf und dann über Braunlage und bei Blankenburg wieder raus. Und immerzu kommen die fixen Autobusse vorbei und sind gestopft voll von Menschen. „So was müßte man haben", sagt mein Kamerad. „Das is Sache." Also das nächste Mal knöpfe ich mir den Ollen vor und meinen Bruder, den Emil, auch, und dann reden wir m Zahlen. Als wir fertig find, geh' ich nach Berlin und.tauf ben ersten Omnibus. Na, und jetzt find s drei, und .ich mach Fuhren." Er druckst wieder. „Is ja alles ganz schön und gut, aber —"
„Was denn aber?"
„Sehen Sie, ich bin jetzt dreißig" sagt Hellwig wieder. „Und dreißig ist em schönes Alter für einen Mann. Gerade so das richtige Alter, wie?
„Wofür denn?"
Na beispielsweise für ’ne Dreizimmerwohnung." . 'saufen Sie sich mal ’ne Wohnungszeitung, Herr Hellwig", rät der große Chan.
Hellwigs Augen werden noch unruhiger. „Sie find doch sonst nicht so, Herr Holzmann. Na also, um Fräulein Rohloff handelt es sich."
„Um die Tilde?"
Na ja doch, um Tilde Rohloff. Stellen Sie sich das mal vor. Sie und die Tilde, Sie stehen sich gut miteinander, nich wahr? Sie sind so wie n a er Onkel zu ihr, nich wahr? Der große Chan schluckt den Brocken erst einmal herunter, aber nun ist hell- roia in Fahrt. „Wenn Sie nun mit Ihrem Geld bei "i?, statt hier immer al- Angestellter zu scheu - und wenn wir dann die Tilde auch bei uns Mtt fo ’nem Mädel muß man nur erst r,ch ig deutsch 1 . ... cIa wirk miphor mal mit?
Um die jetzt berufstätigen Mädchen auch auf ihren zukünftigen und ursprünglichen Beruf als Hausfrau und Mutter vorzubereiten, plant die Deutfcye Arbeitsfront die Einführung von hauswirtschaftlichen Kursen, die in Verbindung mit dem BDM. durchgeführt werden. Die ersten dieser Kurse, die über den Zeitraum von vier Monaten führen sollen, werden in Großen-Linden stattfinden. Vorgesehen sind Kurse im Kochen und Nahen für Anfängerinnen und Fortgeschrittene. Für die Mädchen soll auch ein besonderer G e s u n dH e i t s vi e n st an der Tagesordnung sein. Für diesen Zweck werben und sind bereits Mädchen im Gesundheitsdienst ausgebildet. Diese Ausbildungsarbeit, die in Gemeinschaft mit dem BDM.-Werk „Glaube und Schönheit" geschieht, wird fortgeführt und.auf eine immer breitere Basis gebracht werden. Das Ziel ist, in jedem Betrieb mit mehreren jugendlichen weiblichen Berufstätigen eine im Gesundheitsdienst ausgebildete Kameradin zu haben. In den Bereich der gesundheitlichen Betreuung gehört auch die Z a h n ° a f t i o n de r D A F., die auch auf solche Jugendliche ausgedehnt werden soll, die nicht in der HI. stehen.
Zusammenfassend läßt sich sagen, daß die Betreuungsarbeit der Deutschen Arbeitsfront für die jugendlichen Berufstätigen im Kreis Wetterau bereits weit vorangetrieben worden ist und schon erfreuliche Erfolge gezeitigt hat. Die Arbeit, die in ihrem letzten Sinn der Volksgemeinschaft dient und nicht zuletzt auch die Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Schaffenden der Zukunft erstrebt, wird mit allem Eifer fortgefetzt werden.
Zum Langemarckstudium vvrgeschiagen
Die Deutsche Arbeitsfront hat aus dem Bereich der Kreiswaltung Wetterau für das Langemarck- studium, das von zu Haufe aus minderbemittelten, aber besonders begabten Jugendlichen eine intensive berufliche Aus- und Fortbildung auf Technischen Hochschulen, auf Handelshochschulen usw. ermöglicht, insgesamt 55 Jugendliche v o r g e s ch la g e n, die demnächst vom Reichsstudentenwerk m Heidelberg aus ihre Aufforderung zur Teilnahme an einem Ausleselager erhalten werden, zum Teil aber auch schon erhalten haben. Bei der Auswahl der Jugendlichen für den Vorschlag zum Langemarckstudium war ein strenger Maß st ab angelegt worden. In erster Linie sind es die Kreissieger aus dem Reichsberufs wettkampf des Jahres 19 39, die sich nicht nur durch ihre fachliche Leistung hervorgetan haben, sondern auch in weltanschaulicher wie in charakterlicher Hinsicht die Gewähr dafür bieten, des Vorzugs der Förderung durch das Langemarckstudium würdig zu sein. Daneben sind zahlreiche Kameraden, die als „Be t r i e b s - b e ft e" aus dem Reichsberufswettkampf hervorgegangen find, vorgeschlagen worden. Die Aussichten, zum Langemarckstudium zugelassen zu werden, sind, sofern sich die jungen Kameraden auch im Ausleselager bewähren, günstig.
lassen hat.
In diesem Jahre hat der Reiz, den das Einkochen Im Laufe der Jahre des Bestehens ist der Deut- der Früchte nun einmal mit sich bringt, noch eine schen Arbeitsfront em ungemein vielseitiges Arbeits- 1 besondere Note. Vorratswirtschaft treibt nach dem gebiet zugewachsen. Im Rahmen dieser Aufgaben Beispiel des Staates auch die Familie, um für die darf aber ein Arbeitsgebiet als besonders wichtig unwirtlichen Monate des Jahres einigermaßen ver- gelten, und zwar die Betreuung und For- forqt zu seim Jede Möglichkeit, etwas einzukochen, d e r u n g d e r b e r u f s t a t ig e n Ju gen d. Diese wird ausgewertet, alle in früheren Jahren vielleicht Betreuung und Forderung der berufstätigen Ju- als uroefentlich angesehene Zuwendungen aus dem gend ist ein sehr dankbares Aufgabengebiet, denn Freundes- und Bekanntenkreis werden als zufätz- es dient der Zukunft und der ständigen Steigerung liche Vorräte gern willkommen geheißen. Von den der beruflichen Leistungsfähigkeit in den nächsten Beeren über die verschiedensten Gemüse bis hin zu Jahrzehnten. '
den Pilzen gibt es eine lange Liste einkochbartt Sorgfältige Organisation.
Nahrungsmittel, bie spater auf dem Mittagstisch »» » "
vergnügte Gesichter Hervorrufen. Es ist klar, daß auch für die Jugendarbeit der
Stolz aber schaut die Mutter am Ende der Ein- DAF. die Organisation eine wichtig Doraus- fodneit in den Keller. Dort paradieren die Gläser setzung ist. In der Kreiswaltung Wetterau der und Büchsen achtunggebietend auf den Regalen. Es Deutschen Arbeitsfront, die das Gebiet der polih- ift ein prächtiger Anblick, den insbesondere die schen Kreise Gießen und Friedberg umfaßt und rn- Gläser bieten teeren Farbigkeit das sonst so düstere nerhalb dieses Gebiets insgesamt 1528 Jungen Kellergelaß geradezu malerisch macht. Angesichts und 1438 Mädel durch Betriebsjugendwalter zu dieier verlockenden Reihen geborgener Vorräte denkt betreuen hat, ist der K r ei s j irgend ro a 11 er die Mutter bann nicht mehr an die vielen Mühen, (Pg. Stemel) für diese Arbeit verantwortlich, die bei allem Reiz mit dem Einmachen nun doch I Ihm steht in ehrenamtlicher Arbeit die Kreis- einmal verbunden sind. Aber sie hat sich schon ausd jugenbreferentm für die Mndelarb^l, Margot nebadit was sie im nächsten Jahre noch alles an Muller, zur Seite. Im Krelsgebiet, und zwar weiteren guten Sachen einmachen wird. Denn eine in den größeren Orten, stchen chm örtejugenb- HAtiae Hausfrau ist immerfort bestrebt, für bie walter und Ortsgruppenreferentinnen zur Seite, die Ämllie vorIorgen H. W.Sch. insbesondere in Orten mit über 2000 Einwohnern
uamilie vorzujorgen oder aber in Orten mit größeren Betrieben einge-
Dornotizen. setzt sind. Solche Ortsjugendwalter und Ortsjugenb-
referentinnen, die durchweg aus HI. und BDM. Tageskalender für Dienstag. fyeroorgegangen und sich als Kameraben unb Bor-
Moria-Balast (Seltersweg): „Donauschiffer". - bild bewährt haben müssen, sind in folgenden ftirhHnielhaus (Bahnhofstraße): „Grenzfeuer"; in Städten und Orten des Kreises eingesetzt. Bad- bewen Häusern Neueste Ton-Woche „Die Heimkehr Nauheim, Butzbach, Friedberg, Giehen-Wieseck I Gießen-Klein-Linden, Grimberg, Nieder-Florstadt, des Führers _ Rockenberg, Großen-Linden, Großen-Buseck, Lich,
Notizen, für den 16. )u . Lollar, Heuchelheim, Watzenborn-Steinberg, Alten-
Sonnenaufgang 4.55 Uhr, Sonnenuntergang 21.16 Buseck, Treis a. d. Lda. und Dillingen. In den Uhr. _ Monduntergang 2.26 Uhr, Mondaufgang Trigen Orten des Kreises Wetterau sind lediglich 18.28 Uhr. Ortsjugendwalter eingesetzt. In jedem Betrieb in
acy . • c. — dem über fünf Jugendliche beschäftigt sind, ist außer-
185 Sefnebe 3lim ,/£etfrUng6ramPT kem ein Betriebsjugendwalter eingesetzt, nomtlbef Der Begriff „Jugendlicher" ist sehr exakt gefaßt.
DCr -OCtnevC gemetvei. Jungen gelten bis zu 18 Jahren und Mädchen bis
Zum diesjährigen „Leistungskampf der Betriebe" zu 21 Jahren als „jugendlich". Während der Behoben sich aus dem Bereich der Kreiswaltung Wet- triebsjugendwalter seinen..AufÄadenb^eich innech ggggs« Jd.'.W»
Die Aufgaben, die nun dem Betriebsjugendwalter, wie auch dem Ortsjugendwalter aufgegeben ind, find vielseitig. Zu seinen Obliegenheiten gehört es, darauf zu sehen daß das Judendschutzgesetz die richtige Auslegung erfährt und die gesetzlichen Betimmungen eingehalten werden, daß dem jugendlichen ein zweckmäßiger Arbeitsplatz» geschaffen wird, daß Pausen eingehalten, Freizeit sinnvoll aus- genützt wird, daß der jugendliche Berufstätige den ihm zustehenden Urlaub erhält, eine sachgemäße berufliche Ausbildung erfährt, er hat aber auch dafür einzutreten, daß die jugendlichen Kameraden und Kameradinnen Disziplin halten, pünktlich sind, ihre Pflicht tun und ihre Lebenshaltung so gestalten, daß die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht nur gehalten, fondern auch gesteigert wird. Zu diesem Zweck sollen in der Woche auch zwei Stunden dem Sport gewidmet sein, nicht Zuletzt aber energisch darauf gefehen werden, daß die Jugendlichen sich sowohl des Nikotins, wie auch des Alkohols enthalten. Soweit es erforderlich und im Interesse des einzelnen liegt, soll der Betriebs- oder Ortsjugendwalter auch mit dem Elternhaus Fühlung halten, insbesondere da, wo gegenwärtig der Vater im Felde steht. Außerdem wird manche Anregung zur Förderung des einzelnen, besonders befähigten Jugendlichen durch die Arbeitsfront zunächst vom Betriebsjugendwalter ausgehen müssen. Zu den
In der Küche herrscht Hochbetrieb. Es ist ein _
einziges Kochen und Modeln, das mit .eifriger Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Po-
Gorgfalt überwacht wird. Mutter pendelt zu diesem . ib( Agenden Erlaß heraus:
Zwecke fortwährend zwischen Herd und Kuchentisch hin und her, rührt mit der Schöpfkelle, prüft $ie sidjerung der Volksernährung gerade im die Temperatur der Behälter oder richtet neue ftrieqe klangt von allen, die die Ernte einbringen Früchte zum Einkochen vor. Die Geschäftigkeit ist burd) Unvorsichtigkeit oder Fahr-
unnützen Fragen kommen oder ganz und gar nut wird. Volksgenossen, beachtet daher Die Brandschutz Streitigkeiten. Die sonst sehr friedfertige Mutter Vorschriften genauestens.
kann dann auch mal höchst ung°mMich w°rd^ oon ung°dr°sch°ncm ©elccibe.
Zb‘nun" W+n SäH“ Stroh, heu unb anberen .eich. en..ünbNchen Einmachzeit war zunächst gleichzeitig immer die Ernteerzeugnissen auf offenen cagerplahen sind die Zeit der Sommerfreuden. Was läßt sich von Schul- vor geschrieben en Entfernungen von kindern nicht mit einem schönen Sommertag anstel- Häusern, Bahngleifen, Straßen usw. e i n z u - len, zumal, wenn ganz und gar Ferien sind. Ein halten.
smb'sch?er^un-"r- AUe elektrischen Leitungen Sicherungen. Schalter schöpslich. Aber da ziehen eines Tages süße Dufte Anlasser und Motoren muffen in Ordn u n g durch das Haus, unendlich» lieblich und verlockend (ein; defekte Sicherungen find nicht zulässig. Bei sind sie. Kein Zweifel, Mutter kocht ein. Ein Blick Drefcharbeiten mit Elektromotoren ist besonders auf in die Küche bringt die Gewißheit: da liegen Berge Lagerung der Kabelleitung von der Steckdose von Beeren, und Tante Grete ist schon feste dabei, &. illotor zu achten. Die Zuleitungen dürfen alles gut vorzurichten. Natürlich erntet jedes Kind zu-1 3um j nächst eine Handvoll Beeren, und die größeren können sogar dableiben, um mitzuhelfen. Eine erregende Spannung erfaßt alle, die irgendwie mit dem (_m- kochen zu tun haben, und später ist es em Hochgenuß, wenn die Mäuler einmal kosten können von dem, was Mutters Schöpfkelle, für sie übrig ge-


