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tem Himmel flogen die englischen Maschinen nur in geringer Höhe, so daß sie das große Rote Kreuz auf dem Dach unbedingt erkennen mußten. Die Bomben trafen keinerlei militärische An­lagen und richteten nur geringen Sachschaden an, eine Tat, der Royal Air Force würdig.

Unglaubliche Roheit britischer Soldaten.

Berlin, 15.Juli. (DNB.) Di« belgische Kran- kenschwester Fernande Vachaudez versah am 28. Mai ihren Dienst in Lille. Sie berichtet: Neben einem zerschossenen deutschen Kraftwagen lagen zwei tote deutsche Soldaten. Dem einen war der Kopf zertrümmert und der andere hatte schwere Verletzungen am Körper. In der Nähe kämpfende Engländer öffneten den im Straßen­pflaster eingelassenen Deckel eines Gulles und war­fen die deutschen Soldaten dort hin- e i n. Handgranaten warfen sie hinterher. Alsdann schlossen sie den Deckel wieder. Diese Aussagen wer­den durch die Ehefrau tzes französischen Polizei­beamten Doepyedt bestätigt. Ähr Mann meldete den Vorgang nach dem Einrücken der deutschen Trup­pen, woraufhin die Leichen aus der Straß enk an ali- sation wieder entfernt und würdig bestattet wurden. Diese verabscheuungswürdige Handlungsweise der britischen Soldaten stellt eindeutig den Tatbestand der Leichenschändung dar.

Kleine politische Nachrichten.

Der General der Infanterie a. D. S ch e k o f f, der während des Weltkrieges Generalissimus der bulga­rischen Streitkräfte war und für seine Verdienste den Orden pour le merite erhielt, hat sich auf Einladung des Oberbefehlshabers des Heeres an die West - front begeben, um die Schlachtfelder in Frankreich, Holland und Belgien zu besichtigen. In seiner Beglei­tung befinden sich der bulgarische Generalstabsoberst P o p o f f und der deutsche Militärattache an der deutschen Gesandtschaft in Bulgarien Oberstleutnant i. G. B r u ck m a n n.

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Eine jugoslawische Abordnung mit dem Leiter der Handelsabteilung im Außenministerium, Staats­sekretär Dr. P i l j a, an der Spitze, begab sich zu Wirtschaftsbesprechungen nach Berlin..

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Wie die Direktion der Biennale von Venedig mit­teilt, ist die Internationale Filmkunstausstellung, die im August stattfinden sollte, auf unbestimmte Zeit verschoben worden. An ihrer Stelle wird in der zweiten Augusthälfte am Lido eine außerordentliche Deutsch-Italienische Filmkunstaus- stellung veranstaltet, zu der nach Ermessen des Präsidenten der Biennale auch Filme anderer Na- tionen-zugelassen werden können.

Wie aus Vichy gemeldet wird, hat Marschall Pstain den stellvertretenden Generalsekretär des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes, Belin, zum Minister und Staatssekretär für industrielle Pro­duktion und Arbeit ernannt.

DasMterkreuz sm die Generale üdei und Fromm

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh dem General der Flieger Übet (links) und dem General der Artillerie Fromm (rechts) das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz. General Udet hatte als Chef des Technischen Amtes und als Generalluftzeugmerster eme Rüstung geschmiedet, die krieasentscheidend ist. General Fromm leitet als Chef der Heeresrustung und Befehlshaber des. Ersatz­heeres im Oberkommando des Heeres die personelle und materielle Rüstung unseres Feldheeresund hat somit stärksten Anteil an den stolzen Siegen unseres Feldheeres. (Scherl-Bilderdienst-^! .)

WiePopolo di Roma" meldet, ist der Ober­kommandierende der französischen Levante-Armee, General Mittelhauser, beurlaubt worden. Zu seinem Nachfolger wurde General Marey bestimmt.

Zum Präsidenten der kubanischen Republik wurde Oberst Fulgencio Batista, der frühere Heereschef, gewählt. Die Wahlbeteili­gung betrug 85 v. H. Batista wird sein Amt am 10. Oktober antreten. An diesem Tage wird gleich­zeitig eine neue Verfassung in Kraft treten.

Die amtliche japanische Nachrichtenagentur meldet, daß die chinesischen Militärkommandanten der Pro­vinzen Hopeh, Schansi und Honan zu den Ja­panern übergegangen sind. Der chinesische General Lu hat der neuen chinesischen Zentralregie­rung in Nanking den Treueid geleistet und verspro­chen, sein Heer neu zu organisieren.

Kunst und Wissenschaft.

Der Maler Arih Erler gestorben.

Im 72. Lebensjahr verschied in München der Maler Professor Fritz Erler. 1868 in Frankenstein (Schle­sien) geboren, hatte Erler in München seinen Wir­kungskreis gefunden. Er wandte sich vor allem dem monumentalen Wandbild zu. Zahlreiche Fresken, z. B. im Wiesbadener Kurhaus, im Rathaus zu Han­nover und im Münchner Ausstellungspark sowie die Mosaikentwürfe für den Neubau der Reichsbank in Berlin bezeugen sein großes Können. Stoffe der Sage und Geschichte gewannen bei Erler neues Leben. Das Münchner Künstlertheater errang mit

seinen Bildern zuFaust" einen großen Erfolg. Was an Staffeleibildern, Bildnissen, Landschaften und figürlichen Kompositionen aus Erlers Werkstatt her- oorging, was ihm an graphischen Blättern wachsende Teilnahme auch in weiteren Kreisen erwarb, zeugt von der unermüdlichen Schaffenskraft eines großen Künstlers. Im Weltkrieg haben wenige die heroische Gestalt des deutschen Frontsoldaten so einprägsam erfaßt wie Erler.

Dombaumeister Becker f.

In Mainz ist im Alter von 84 Jahren Dom­baumeister Professor Ludwig Becker gestorben. Er war in Köln geboren uni> erlernte das Stein­metzhandwerk und die Bildhauerkunst. 1884 machte er sich in Mainz selbständig. Unter seiner Leitung wurden 317 Kirchen in den verschiedensten Städten, auch im Auslande, erbaut und wiederhergestellt. Die wichtigste Aufgabe, die-ihm übertragen wurde, war die Erhaltung des Mainzer Domes. Diese Arbeiten erstreckten sich von 1909 bis 1917 und von 1926 bis 1930. Mit ihnen war der sieben­hundertjährige Bau vor dem Verfall gerettet. Be­kanntgeworden ist Professor Becker auch durch seine Arbeiten zur Erforschung der Bauge­schichte aus der Frühzeit des Mainzer Domes. Bis in die letzten Lebenstage hinein leitete er noch die mit Unterstützung der hessischen Regierung durch­geführten Ausgrabungen am Dom.

Arbeitslager des NSD.-Dozentenbundes in Weimar.

In Weimar fand ein wirtschaftswissenschaftliches Arbeitslager des NSD.-Dozentenbundes statt, in dessen Verlauf Professor Dr. Schuermann (Göt­tingen) über Wirtschaftswissenschaft sowie verschie- T I "IHIMMirWlMIMlHIir IIMi ! MW Hl !! "I

bene Referenten der Reichsdozentenführung über ihre Aufgaben sprachen. Gauleiter Sauckel nahm Ge­legenheit, den Dozenten den Werdegang des Gaues Thüringen unter Führung der NSDAP, zu schildern. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß gerade die berufenen Verkünder nationalsozialistischer Wirt- schaftstheorien an den deutschen Hochschulen im Gau Thüringen die entscheidende wirtschaftliche Wandlung kennenlernten. Die Lagerarbeit wurde gekennzeichnet durch die eingehende Behandlung verschiedener Fra­gen, so il a. der Außenwirtschaft, der Ostraumpolittk, der Preisbildung und der betriebswirtschaftlichen Ge- staltung.

Aus aller Welt.

Heimatliche Huldigung für Ulrich von Hutten.

Die Verbundenheit des Schlüchterner Lan- des mit feinem auf der Steckelburg bei Ramholz 1488 geborenen großen Sohn Ulrich von Hutten, tritt auch in einem Gemälde in Erscheinung, das von Frankfurter Künstlerhand im neu hergerichteten Wartesaal 2. Klasse des Reichsbahnhofs Schlüchtern auf Veranlassung der Reichsbahndirektion Frankfurt am Main angebracht worden ist. Das Gemälde zeigt eine Huldigungsgruppe ländlicher Menschen vor Hut­ten, demVater des deutschen Humanismus", der mit dem ihm 1517 von Kaiser Maximilian verliehenen Dichterkranz gekrönt ist. Im Hintergrund des Bildes erhebt sich die Steckelburg. Die Zuneigung Huttens zu dem in seiner Zeit sehr geplagten Bauernstand tritt aus dem Bilde besonders hervor.

Straßenbahnwagen auf die Gehbahn gestürzt.

In München geriet in der Ludwigstraße infolge falscher Weichenstellung ein Straßenbahn­zug in das abzweigende Geleis der Theresien- st r a ß e, anstatt geradeaus in der Ludwigstraße weiterzufahren. Bei der hohen Geschwindigkeit entgleiste der Anbänger in der Kurve und stürzte auf der Gehbahn tim. Er begrub zwei Personen unter sich, die von der Feuerschutzpolizei nur als Leichen geborgen werden fonnteiu Weitere 15 Fahrgäste, die sich im Anhänger be­fanden, erlitten Knochenbrüche, Prellungen und Schnittoerletzungen. Der Fahrer des Straßenbahn­zuges mußte mit einem Nervenzusammenbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Taifun und Erdbeben in Japan.

In der japanischen Hauptstadt ist ein heftiges Erdbeben verspürt worden. Die Bevölkerung stürzte ins Freie. Es entstand durch das Beben jedoch nur geringer Sachschaden. Die Meerenge von Tsu- s ch i m a wurde von einem schweren Taifun heim- gesucht, der seinen Weg nach Südkorea weitermchm. Hilfsabteilungen der Flotte sind aus der Insel Mi- yako gelandet, auf der durch den vor einigen Tagen erfolgten Ausbruch des Vulkans P u z a n weite Ge­biete durch den Lavasttom verwüstet wurden. Zahlreiche ^Dörfer sind zerstört worden. Es sott eine große Anzahl Tote zu beklagen sein.

Hauptichristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter dO HauptfchrtftleiterS: Heinrich Ludwig Neuner. Verantwortlich für Polti«, Feuilleton und Bllder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadl Gießen. Provin, und Wirtschaft: Ernst Blumschein (heurlaubt); L Heinrich Ludwig Neuner: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.

Druck und Verlag: Brühlsche UniverMtsdruckerei R. Lange tt.qL BerlagSletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: HanS

1 Verantwortlich für den Inhalt der Am eigen: Theodor Kümmel M.Nr.S.

aller Stille statt

Die Beerdigung fand in

Gesangverein Heiterkeit und der Altersvereinigung 1872/1922.

02438

02441

NACHRUF.

Altersvereinigung 18801930.

3244 D

Gießen, den 16. Juli 1940.

werden folgende Ausgabetage festgesetzt:

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1.

8 bis

2.

3.

4.

5.

Verkäufe

Gießen (Gnauthstraße 24), den 15. Juli 1940.

Handwagen

3243D

1940,

Wir danken Herrn Pfarrer Becker sowie allen, die ihm die letzte Ehre

für seine trostreichen Worte erwiesen.

Seit Mitte Februar 1940 war der Verstorbene bei meiner Abteilung für Familienunterhalt in treuer Pflichterfüllung tätig.

Sein Andenken wird in Ehren gehalten werden.

Ausgabetag: Dienstag, den 23. Juli 1940, 8 bis 13 und 15 bis 18 Uhr.

Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 17. Juli, nach­mittags 2.45 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt.

_________________________________________02434

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Ausgabetag: Donnerstag, den 18. Juli 8 bis 13 und 15 bis 18 Uhr.

Gießen (Steinstraße 57), den 16. Juli 1940.

Gleichzeitig danken wir auf diesem Wege für alle Liebe und Anteilnahme beim Heimgange unseres teueren Entschlafenen, insbesondere dem Herrn Pfarrer Schmidt für seine trostreichen Worte am Grabe, der Artilleristenkameradschaft 1895, dem

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Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen:

Marie Ruhl, geb. Henkel.

Der Landrat des Landkreises Gießen.

Dr. Lotz.

Gießen (Neustadt 61), Treis an der Lumda, Wuppertal-Elberfeld, Elben, Elberberg, den 16. Juli 1940.

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Die Trauerfeier findet Mittwoch, den 17. Juli, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

Um zahlreiche Beteiligung bittet der Verstand.

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Am 14. Juli 1940 verschied an einem Herzschlag

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aus Gießen.

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Ausgabetag: Montag, den 22. Juli 1940, 8 bis 13 und 15 bis 18 Uhr.

Am 9. Juli 1940 ist mein lieber, treusorgender Gatte, mein guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel

Herr Heinrich Ruhl

Reichsbahn-Zugführer i. R.

nach langen Leiden, jedoch plötzlich infolge Herzschlages, zur ewigen Ruhe heim­gegangen.

Ausgabetag: Freitag, den 19. Juli 1940, 13 und 15 bis 18 Uhr.

Ausgabetag: Sonnabend, den 20. Juli 1940, 8 bis 13 Uhr.

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Welche Ausgabetage für die Bezugsberechtigten in Frage kommen, ergibt sich aus der Aufstempelung auf dem Lebensmittel-Personalausweis.

Die Reste der Lebensmittelkarten der vorvergange­nen Versorgungsperiode müssen bei Empfang der neuen Karten abgeliefert werden.

Gießen, 16. Juli 1940.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. B.

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ist am 12. Juli nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren zur ewigen Ruhe heimgegangen.

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im Alter von 60 Jahren.

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