Einzelbild herunterladen

m. 40 Erstes Blatt

Freitag, 16. Februar 1940

M. Jahrgang

Smit

Schweizerische Neutralität.

töfltl!

unterschlagen und dadurch drei Volksdeut- Erfahrung bringen. Hier ist die Lösung des Rätsels, scheu das Leben zu retten. In der Schreib- warum so sehr viele Volksdeutsche, die beim pol-- r t < r V « 1 (U,* . f . C*T . - - X C1Y1 1 f.2 ± am m t 4a 4- 1 1t V 11 <T /> rt T 11 'h V T

der

nischen Militär dienten, nicht zurückgekehrt

sind.

der

Robert Ley,

nationalsozia­

abgeschossenen Flugzeuges, dessen Tragflächen

um Schwindel. Die deutschen Flugzeuge tragen

in

üi

TITO

teres

Das

braucher steht also die gleiche Fettmenge

das und am

Durchführung des deutschen

gendem Schreiben den Auftrag zur einer umfassenden Altersversorgung Volkes erteilt:

An Reichsorganisationsleiter Dr. Berlin.

Zur weiteren Verwirklichung des

eie. Miller. Hat.

728D

Berlin, 15. Februar. (DRV.) Der Führer hat heute dem Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Reichsleiter Dr. Robert Ley mit fol-

listischen Parteiprogrammes erteile ich Ihnen, Parteigenosse Ley, den Auftrag, die Grundlagen und Bedingungen der Durchführung einer umfassenden und großzügigen Alters-

eil

?90D

®*?32

jietÄoi

beiseite gelegt werden, denn diese gehörten Deut­schen oder Ukrainern. Diesem Volksdeutschen gelang es, drei Pässe mit schwarzem Stempel zu

stube saßen noch zwei Soldaten, die aber die Jn- stntktionen sehr genau befolgten. Unser Volksgenosse

Versorgung des deutschen Volkes in Zusammen­arbeit mit den hierzu berufenen Stellen der Par­tei und des Staates zu prüfen und zu klären, die sich daraus ergebenden Vorschläge unverzüglich auszuarbeiten und mir zu unterbreiten.

Dieses neue Geseheswerk des Aufbaues der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft soll für alle Zeit an den gemeinsamen Kampf der Front und Heimat um die Freiheit und Un­abhängigkeit des Grohdeutschen Reiches erinnern.

Berlin, 15. Februar 1940.

gez. Adolf Hitler.

ll Lange, sdruckerei Hamann,

Polnische Todespäffe.

Organisierter Mord auch an Volksdeutschen Soldaten.

Posen, 15. Febr. (DRV.) Die Mordtaten

Oer Wehrmachtsbericht vom Donnerstag.

B e r l i n, 15. Februar. (DND. Funkspruch.) Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

rstr.1

mv

19t0, eßen»

nieder durÄ Gewichtsab' 1,ja30Psd. erreichen.

Packung sweg ß6 fig zell-lsE irfctstrafie 6.

30flV

Jeder Hektar deutschen Bodens muß durch intensivste Bestellung ausgenutzt werden. Feldmarfchall Göring gibt dem deutschen Landvolk die Parole für die Erzeugungsschlacht.

Hakenkreuz ziert. Selbstverständlich handelt "'es sich

verstößt 'ung zur u) damit >adigt er rrursachie Jng von ler find leitunaen !chen Ge- faj, heiz- Verwen- 'Qtfe und

haar s rM.f? geg. SM*

en.

/$öben Unbare °der of: Ner.

^'nschast

GroßzügigeAltersversorgungdesdeutschenVolkes

Dr. Ley vom Führer mit der Durchführung beauftragt.

< A- 570 « 571- 62» J: 621- 670 n. 776* ° «71-

t. ML 740 t- 770

Annahme von Anzeigen für die Millagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags

Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen

von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen

von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B

Platzvorschrift nach vorheriger Vereinbarung

25 °/0 mehr.

(Ermäßigte Grundpreise

Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf.

Berlin, 16. Febr. (DRV. Funkspruch.) Gene- ralseldmarschall Göring sprach Donnerstagabend über alle deutschen Sender zum deut­schen Landvolk über die Aufgaben der Landwirt­schaft bei der Frühjahrsbestellung und über damit zusammenhängende Fragen der Volksernährung. Er würdigte zunächst die außerordentlichen Leistun­gen, die die deutsche Landwirtschaft seit 1933 unter nationalsozialistischer Staatsführung und dank vor­bildlicher weitschauender Bauernpolitik mit ständig wachsenden Erfolgen vollbracht hat. Er gedachte dabei der Schwere des landwirtschaftlichen Be­rufes und insbesondere der hohen Verdienste, die sich die deutsche Landfrau in entbehrungs­reicher Arbeit gerade jetzt im Kriege erworben hat. Ich habe mich selbst davon überzeugt", so sagte der Generalfeldmarschall, wie schwer es die Bauern­frau gerade in diesen Monaten des Krieges gehabt hat, oft ganz allein gestellt, ohne jede Hilfe, mußte sie Vieh, mußte sie Stall, Haushalt und alles ver­sorgen, oft am Zusammenbrechen. Ich habe Frauen erlebt, die schon das kommende Kind unter dem Herzen trugen und trotzdem keine Stunde von der Arbeit befreit werden konnten. Ich habe eine tiefe Hochachtung und ein heißes Dank­gefühl ganz besonders den Landfrauen gegen­über bekommen. Wenn Deutschland solche Frauen hat, dann kann und wird Deutschland niemals un­tergehen. Und trotz all dieser Sorgen muß ich immer wieder aufs neue euch bitten:Deutsche Landfrauen haltet aus! Es ist unmöglich, euch allen eure Männer wieder zurückzuschicken und doch darf der Hof nicht versagen, muß er genau so, als wenn der Bauer daheim wäre, alles liefern, was die deutsche Ernährung braucht.

Und wenn es dann sehr schwer wird, dann müs- en eben rechts und links die Nachbarn zu- ammenstehen. Hier wende ich mich ganz be- onders an die Bauernführer, wende mich aber auch draußen auf dem Land an die Ortsgruppen­leiter und an die Bürgermeister. Das Schicksal des einzelnen ist auch euer Schicksal. Wo der Mann fehlt wo keine Knechte mehr vorhanden sind, muß eure Fürsorge einsetzen, dort müßt ihr Hilfskräfte heranschaffen, und wenn der Nachbarhof besser ge­stellt ist, der Bauer der zu Hause ist, vielleicht auch dieser oder jener Knecht, dann helfe er einer Bauernfrau, die alleinsteht. Aber noch eine Hiltz kann mobilisiert werden: Es ist die deutsche Jugend. Sie packt gerne zu, wenn sie dazu aus- qerufen wird. Und manche Stunde in dieser Ar­beit, in dieser Hilfe für Hof und Stall ist weit besser angelegt, als totes Wissen. Eine solche Schule des harten Lebens wird sich auf unsere Jugend stärker auswirken als alle andere Art der Schulung.

Der Generalfeldmarschall wies dann darauf hin, mie dieser zähe Fleiß des Bauern dem deutschen Volke auf den entscheidenden Ernährungsgebreten, mie Getreide, Fett und Fleisch, «eferoen schaffen hat, die jetzt im Kriege dem deutschen Volks­genossen die Sicherheit seiner Ernährung gewähr­leisten. Während diese Reserven m Silos sicher wie in Panzerfchränken untergebracht find, ruhen Eng­lands Zufuhren, dank unserer Bomber und U-Boote, sicher" auf dem Grunde des Meeres. Aber weit wichtiger als aufgespeicherte Vorräte ist die lau­fende Erzeugung, find Aussaat und Ernte. Was an Kräften m diesem deutschen Bo­den steckt muß heraus, koste es, was es wolle. Hier lieot deine Aufgabe, deutsches Landvolk! Sie ist qr°ß g öß-r als alles, was du bisher vollbracht hcht Aber sie muß gelöst werden Da- ver­langt der Führer von euch, das verlangt die Dank­barkeit die ihr ihm schuldet. Das erwartet aber auch das ganze deutsche Bolk von euch. Und das ;hr lcbließlich der kämpfenden Front da draußen vor dem Feinde schuldig. Sie schützt mit

dem Schwerte die Heimat, sie bewahrt auch euren Hof, euren Herd, euere Wiesen und Aecker vor Krieg und Verderb. Dankt den Soldaten mit rastloser Ar­beit und größter Pflichterfüllung.

Der Generalfeldmarschall gab dann eine Ueber- ficht über die Maßnahmen der Staatsführung. Zur Steigerung der Produktion neben der Gestellung von Arbeitskräften, der Freistellung der Betriebs­führer und Fachkräfte, soweit es die militärischen Belange erlauben, werden Zugkräfte Pferde und Trecker, Saatgut und Düngemittel ausreichend zur Verfügung gestellt werden. Diese Maßnahmen sollen besonders der Intensivierung der Produktion dienen.

Die Parole für die Erzeugungsschlacht die­ses Jahres lautet: Jeder Hektar muh ausgenuht werden. Alles ist auf höchsi- erträge einzustellen. Wer extensive Wirtschaft betreibt, versündigt sich am deutschen Volk.

Das wichtigste dabei ist die Ausweitung des Oel^fruchtanbaues. Zwar haben wir Oel- und Margarine-Reserven, die für zwei Jahre reichen mögen, aber wir müssen in die Zukunft schauen. Die Anbaufläche für Oelfrüchte muß in diesem Jahr auf mindestens 200000 Hek- t a r gebracht werden. Zu verstärken ist ferner der Hackfruchtanbau. Ich verlange von jedem Betrieb, daß er während des Krieges 10 bis 15 v. H. mehr Hackfrüchte als im letzten Jahr anbaut. Dabei ist neben der Zuckerrübe der Anbau der Kartoffel und vor allem der Frühkortof- f e l ganz besonders zu pflegen.

Die Milchwirtschaft bedarf ganz besonderer Sorgfalt. Ich habe diese Frage mit eurem Bauern­führer durchgesprochen. Wir sind uns dabei klarge­worden, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit auch hier das Aeußerste er­zeugt werden kann. Ich Hobe mich deshalb ent­schlossen, die von euch mit Berechtigung vorgeschla­gene Maßnahme durchzuführen, nämlich die Milch­preiserhöhung dort, wo sie unbedingt not­wendig ist.

Vom 11. März 1940 an soll für die Vollmilch aber nur für die Vollmilch, nicht für die Magermilch, die an Molkereien geliefert wird, ein um zwei Pfennige erhöhter Preis je Liter ausgezahlt werden. Dem- entsprechend erhöht sich der Butter- preis um je 20 Reichspfennige je Pfund. Unverändert bleibt jedoch der Preis für Magermilch und Quark.

solchen gröblichen Verletzungen wahrheitsgemäßer Berichterstattung wie die Wochenschauen zeigen, gibt es auch eine Berichterstattung im Film den mindesten Anstoß.

DieNeue Baseler Zeitung", die im allgemeinen den Kopf einigermaßen über der Flut dieser Hetz­kampagne zu halten versuchte, wurde durch den Ar­meestab verboten, weil siedie Unabhängigkeit der Schweiz nach außen und die Aufrechterhaltung der Neutralität" dadurch beeinträchtige,daß das Blatt einseitig den deutschen Standpunkt vertritt und die Ereignisse in der gleichen Weise darstellt und kom­mentiert, wie das die deutsche Presse tut". Dabei war wochenlang vor der Einstellung derNeuen Baseler Zeitung" ihre Einfuhr nach Deutschland verboten! Umgekehrt aber betreibt das in Genf er­scheinendeJournal des Nations" ungestört unter Leitung eines französischen Juden eine Hemmungs­lose Werbetätigkeit für die englisch-französische Koa­lition, wobei gleichzeitig ganze Seiten den tschechi­schen Emigranten Denesch und Osusky zur Verfügung gestellt werden. Das geschieht natürlich nicht von ungefähr. Denn das Blatt wurde gegründet, als Venesch noch tschechischer Außenminister war, und über seine berüchtigten Korruptionsfonds verfügte. Unter diesen Umständen darf es nicht wunder- ( nehmen, daß Karl Megerle in derBörsenzeitung" schreibt:In dem Augenblick, wo der Eindruck ent­steht, daß die Schweiz zu einem propagandistischen Vorposten der Westmächte wird und ihre maß­gebende Presse eine der schönsten Pflichten eines Neutralen, nämlich zu zeigen, daß jede Sache auch noch eine andere Seite habe, vergißt, wird die aka­demische Unterscheidung zwischen der Neutralität des Staates und der einseitigen Parteinahme der Presse unhaltbar. Für solche Fiktionen sind die Zei­ten zu ernst."

58 000 ART an einem Tag!

ü eN

S ist

Mr

? durch

Der

Bei Spähtrupptätigkeit im Grenzgebiet südlich Saarbrücken wurden mehrere Gefangene eingebracht.

Der 14. Februar war für die deutsche Seekrieg­führung, vor allem für d i e deutschen U-Boote, besonders erfolgreich. An diesem Tage wurden allein 58 000 Brt. Schiffsraum versenkt.

DerCulmore"-Schwindel zugegeben.

Wieder eine britische Propagandalüge aufgeflogen.

Washington, 15. Febr. (DNB.) Vor.dem Budgetausschuß des Senats gab Admiral Was zu, daß die von einem kanadischen S e n - der Anfang November verbreitete Meldung em d e u t s ch e s U - B o o t habe den britischen Fracht­dampferCEuImore" vor der USA. = MUf versenkt, falsch war.

Damit ist wieder eine der gemeinsten britischen Propaqandalügen entlarvt. Einen Tag vor der Ab­stimmung des amerikanischen Reprasentantenhause über dieA ufhebung desW affe n Ausfuhr­verbots verbreitete eine kanadische Fuuksta , dieCulmore" sei innerhalb der amerlkanlschen Küstengewässer von einem deutschen U-Boot ange griffen worden. Obwohl der angebliche SOS-Ru^ lediglich von dieser einen, ausgerechne kanadischen Station aufgefangen worden Jem sollte rikamsche Schiffe, die. sich aus der ar^gegeb nen Po^ sttion befanden, keinerlei F e st st e 1 l u n g e treffen konnten, brachte es die britische P P 9 in den Vereinigten Staaten fertig, eine w u st e Hetze gegen Deutschland zu entfachen über diesen angeblichen Angriff und forderte einen Pro- test gegen dieVerletzung" der amerikanlfchen Eicherheitszone. Jetzt, nachdem genügend Z

diesen ausgemachten britischen Schwindel vergangen ist, gibt man ohne Umschweif zu, daß es eine Lüge war. Durch solch schmutzige und plumpe Fälschungen versucht England die Beziehungen Völker zu vergiften.

Gieheim Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vrühlsche UniverfilSlsdruckerei H. Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7

schwarz-weiße Balkenkreuz an den Tragflächen am Flugrumpf, das Hoheitszeichen aber nur Seitensteuer im Heck. Aber rein Mensch nimmt an

Die Art, wie zahlreiche Schweizer die Neutralität ihres Landes auffassen, hat wiederholt zu Beschwer­den Anlaß gegeben. Insbesondere ist man in der Schweiz auf diejesuitische" Unterscheidung verfal­len, daß die Schweiz als Staat zwar neutral sein könne, daß aber der einzelne Schweizer einschließlich der Schweizer Zeitungen jede Rede- und Schimpf- freiheit hat. So gewaltsam und herausfordernd diese Unterscheidung ist, so empfindlich sind die guten Schweizer gegen jede Kritik an diesem ihrem Ver­halten. Die Schweizer, die wir im Auge haben, halten es für ihr unveräußerliches und unabding­bares Menschenrecht, zugleich unneutral zu sein und Herrgöttli zu spielen. Wir geben einige Beispiele: Durch schweizerische Filmtheater läuft eine Wochen­schau, in der die finnischen Kämpfe gezeigt roerben, also weite Schneeebenen und schneeüberlastete Wäl­der, marschierende oder schifahrende Soldaten, auch brennende Häuser. Dazu eine Zwischenbemerkung im Sprechtext, daß diese Häuser von russischen Flug- zeugbomben getroffen wurden. Und jetzt blendet der Film einen Augenblick auf: Großaufnahme eines

Polen in den ersten Kriegstagen wurden nicht nur an der verschleppten deutschen Zivilbevölkerung ver­übt, sondern in dem gleichen furchtbaren Ausmaß auch an den zum polnischen Militär eingezogenen Volksdeutschen. Don den mit der Feststellung hierüber beauftragten Stellen wurden bisher weit über 200 Fälle ausgedeckt, lieber die satanischen Methoden der besonderen Kennzeichnung von Deuffchen im polnischen Heer gibt der Brief eines Volksdeutschen klaren Auf­schluß. Dieser oberschlesische Volksgenosse ist am 31. August 1939 zum polnischen Heer einberufen worden. Man hielt ihn für einen Polen und setzte ihn in eine Schreibstube. Dort erhielt er die Auf­klärung, daß alle mit einem roten Stem- p e l der zuständigen Aufgebotsbehörde versehenen Militärpässe in Ordnung seien, dagegen müssen die Pälle mit einem schwarzen Stempel

mußte Zeuge sein, wie die Inhaber dieser aekenm zeichneten Pässe aufgernfenund abgeführt wuttien. lieber bas Schicksal konnte er nie etwas ht

diesem Falle wichtiger als Fleisch. Fleisch hingegen liefert in erster Linie das Schwein.

Außerdem erwarte ich von euch, daß ihr beim Eigenverbrauch von Milch sehr sparsam seid. Je mehr Milch ihr im eigenen Betrieb er­spart, um so besser ist die Fettversorgung des deut­schen Volkes gewährleistet. Ich weiß, wie hart eure Arbeit ist, wie sehr ihr der Witterung ausgesetzt seid, wie oft ihr viele Stunden auf dem Lande mehr arbeiten müßt. Ich kenne auch das Sprich­wort: Man soll dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden. Und wir wollen durchaus nicht in deb Fehler des Weltkrieges verfallen, wo end­lich Futterrationen für eure Pferde gegeben wur­den, die unter keinen Umständen ausreichen konnten, daß zwangsläufig die Erzeugung zurückging. Aber gerade auf dem Gebiete der von England propa­gierten F e 11 b l o ck a d e müßt ihr beweisen, daß die zwei Pfennige Zuschlag von euch nicht als ein Geschenk aufgefaßt wird. Rund drei Milliarden Liter Vollmilch werden von den selbsterzeugenden Bauern, Landwirtschaftsarbeitern usw. selbst ver- ' braucht. Beinahe ebensoviele Liter werden zur Auf­zucht der Kälber benutzt.

Diese Mich ist der Rohstoff für die unentbehrliche Buffet. Die Buffer und Margarine ist aber, wie das englische Wort Fett­blockade euch zeigt, heute das Entscheidende. Ich erwarte deshalb von euch gerade hier äußer sie Sparsamkeit. Ihr, die ihr alle einen Garten habt, die ihr euch daher in Kar­toffeln, Obst und Gemüse für lange Zeit ver­sorgen könnt, müht die Fettfront so unerschüt­terlich machen, wie ihr seinerzeit die Gefreide- front unerschütterlich gemacht habt. Denkt dar­an, daß jede Milliarde Liter Vollmilch 40 000 Tonnen Butter bringt Unsere Einfuhr war jährlich 80 000 bis 90 000 Sonnet# Zwei Mil­liarden Liter Milch in der Ligenversorgung, im Landwirtschaftshaushalt und bei der Kälber­aufzucht gespart würden praktisch so viel er­bringen, wie die friedensmäßige Einfuhr betragen hat. Dabei verweise ich noch darauf, daß ihr den Ersah für die Vollmilch, die Ma­germilch, in einem viel frischeren und bes­seren Zustand zur Verfügung habt neben der Buttermilch. Gerade die Ersparnis von zwei Milliarden Liter Vollmilch erwarte ich als Gegenleistung der Preiserhöhung. Wird sie nicht erzielt, so ist diese Preiserhöhung fehl am Platze gewesen, und ich werde keinen Augenblick zögern, sie ebenso rasch wieder rück­gängig zu machen, wie sie eingeführt wurde.

Aber wer da glaubt, daß er, wenn er zwei Kühe hat, eine Kuh abschlachten kann, weil er mit der anderen Kuh bei den erhöhten Preisen genau so gut dran ist, der versündigt sich am Volke, der ist ein Betrüger. Wenn ich diese Preiserhöhung aus mich' genommen habe, so habe ich es getan im blinden Vertrauen auf das deutsche Landvolk und ich bin überzeugt, daß ihr dieses Vertrauen nicht enttäu­schen werdet.

Auch in der Verbraucherschaft darf die Preiserhöhung nicht falsch verstanden werden. Wir verlassen mit dieser Maßnahme keineswegs den festen zielsicheren Kurs unserer stabilen Lohn- und Preispolitik. Der Verbraucher wird nicht un­billig belastet. Wer begütert ist, soll den Mehrpreis für Butter bezahlen. Wer aber nur über ein ftei- ne's Einkommen verfügt, kann für den Teil feiner Butter Margarine einkaufen. Jedem deutschen Vev-

Jch habe diesen neuen Milch- und Futterpreis ge­nehmigt, damit ihr jetzt die Milch - und But­terproduktion steigern könnt. Eine solche Steigerung setzt bekanntlich eine Verstärkung der'Futtermittelerzeugung voraus, Mehr­erzeugung von Futter aber erfordert mehr Arbeit, so z. B. bessere Düngung undPflege der Wiesen und Weiden. Notwendig ist es, den Zwischenfruchtbau auszudehnen, um so in Zukunft dort, wo bisher nur eine Ernte im Jahr erzielt wurde, zwei, oder wenigstens in zwei Jahren drei Ernten zu erreichen.

Für diesen Mehraufwand bei der Futtermittel­versorgung soll die Erhöhung der Milch- und But­terpreise den notwendigen Ausgleich bieten. Das ist der Zweck dieser Maßnahme. Gerade von den gro­ßen Betrieben verlange ich, daß sie genau so wie der Bauernhof die Milchwirtschaft als einen der wich­tigsten Zweige ihres Betriebes ansehen. In vielen Großbetrieben ist die Zahl der Kühe viel zu gering. Man hat den Milchviehbestand verringert, um Schlachtvieh zu mästen. Wir brauchen aber zur Stteckung der Rattonierung an Margarinerohstoffen .- - ------ -o- zuerst Fett in Form von Butter. Fett ist mlzur Verfügung, er wird aber in genau festgelegten

Erscheint tag lich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle

Monats-Bezugspreis:

Mtt 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr . . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Zernfprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger Gießen

Postscheckkonto:

firanffurt am Main 11688