Sann die meisten Radfahrer unterwegs sind
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Aus der engeren Heimat
lich!
(Nachdruck verboten.)
23 Fortsetzung.
röffna sind es Hofes rouroe. vcun romni
Äfarifia ist nicht fromm, aber sie betet, indem sie ihren A°rger °-rtiefb Seit zt- • neuer Stallschweizer, Han
neuer Stallschweizer, Hannes Perl, da, und Marie
ihr Land anschaut.
Rundfunkprogranrm
TMttwoch, 17. Januar.
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CARL DUNCKER VERLAG - BERLIN W 85
faf>rern. Insgesamt sind im Reichsdurchfchmtt an den wichtigsten Verkehrs punkten nn Stunbenrmttel 298 und in der Gesamte agessumme 4600 Radfahrer m allen Städten über 20 000 Einwohner zu zahlen.
Daß natürlich unter Berücksichtigung der,Sommer- und Winterzeit für die einzelnen Abfchnrtte im Spitzenverkehr beträchtlich
Zahlen hercmskommen, ist erklärlich. Der Hochft- werktags-Radfahrerverkehr erreicht Som-
mermvnaten eine Tages summe von 11 222 Radfahrern Mit einem Spitzenverkehr zwischen 6 und 7 Uhr in Höhe von 1233 Radfahrern und zwischen 16 und 17 Uhr in Höhe von 1121 Radfahrern. Öm Winter errechnet sich eine Tagessumme von 8079 Radfahrern mit einer Spitzenleistung von 855 Radfahrern zwischen 6 und 7 Uhr' unk> von 788 Rad- sahrern zwischen 16 und 17 Uhr. ^m Retchsdurch- schnitt (zugleich auch im Jahresdurchschmte) sind als Tagessumme des Sonntagsverkehrs 5676 Radfahrer zu zählen, von denen auf den Spchenver- kehr zwischen 9 und 10 Uhr 451 und zwischen 19 und 20 Uhr 539 Radfahrer entfallen.
Die außerordentliche Verbreitung des FahrrMes gerade in der Kriegszeit bedingt eine erhöhte Forderung des Radwegebaues, dessen sich der Generalinspektor für das Deutsche Straßenwesen und die Reichsgemeinschast für Radwegeibau und Radwan- Lern seit Jcchren tatkräftig angenommen Haden.
Leid."
Klarissa wäre wohl die Frau, die den beiden alles sagen und erklären könnte. Doch sie mag die Jungen nicht und fühlt sich alt, und so ist sie ungerecht. Zwar nörgelt und brummt sie nicht mit ihnen, das tut Klarissa nur bei Menschen, die sie liebt und die ihr zu schaffen machen. Diese Jungen sind ihr gleichgültig, und daher kümmert sie sich kaum um das was'sie tun. Mögen sie ihrer Wege gehen, es sind nicht Klarissas Wege. Bei allem ist etwas sonderbar die Junaen haben vor keinem Menschen so viel Respekt wie vor der Alten vom Birkenhof. Aber Angst haben sie vor ihr nicht, sie kennen keine Angst.
Es ist Mittagszeit. Kurz vor dem Essen treiben sich die Knaben immer nahe beim Haus umher, weil sie den Gong schlagen wollen, weil der Gong Krach macht, und weil ihnen nichts so heb ist als Krach. Sonst schlägt Marie den Gong. Marie ist m der Küche mit den letzten Vorbereitungen zum Esten beschäftigt. Die Mädchen decken den langen Tisch. Die Küche ist groß, und der Tisch reicht vom Fenster bis fast an den Herd. Hier essen alle Gutsangestell- ten, die nicht verheiratet sind, Arbeiter und Stall- jungen, Kutscher und Schweizer, auch die Mädchen.
Rudolf steckt den Kopf durchs offene Fenster: „Können wir anfangen, Marie?" fragt er
Marie runzelt die Stirn, dreht sich halb um und schreit: „Wartet, bis ich euch Bescheid sage, frag'mcht immer so dumm, Junge!" Es geht Marie, wie es Klarista geht, sie mag die beiden nicht. Sie kann es ihnen nicht vergesten, als sie auf dem geteerten Küchenstuhl kleben blieb, zum Gespött des ganzen Hofes wurde. Nun kommt noch etwas dazu, was ~ C1 einem halben Jahr ist ein
denken Sie sich, ein ganzer Korb Herzkirschen ist dem Psitzner gestohlen. Drei Körbe voll hatte er ab genommen, da kommt der Briefträger. Er muß eine Nachnahme unterschreiben und geht ins Haus. Als er wieder in den Garten kommt, stehen mir noch zwei Körbe da. Was sagen Sie dazu?"
„Ja, was soll ich dazu sagen? Weiß Psitzner denn, wer es wohl gewesen ist?" .
Maries Augen sehen fast weiß aus, „wie Milch' äugen", denkt Frank, als sie zu den Jungen rüber- sieht. „Nachher stand der leere Korb „unter dem Baum, wer kann es also gewesen sein?"
„Mal raus mit der Sprache, habt ihr ote Kirschen genommen?"
Die Jungens sitzen mit ihren hellen und freundlichen Engelsgesichtern da, sie nicken und sagen: „Ja, mir haben sie uns geteilt. Wir dachten, daß die vielleicht verkauft würden. Der Gärtner hat uns nie an die Kirschen gelassen, wir haben in diesen Tagen noch keine Kirschen gekriegt, nur die paar am Mittag. Jetzt stand die Gartentür aber auf, und wir haben sie uns also geteilt."
„Warum habt ihr nicht gefragt?"
„Weil du nicht da warst, Tante Klarissa."
Teufel mit Engelsgesichtern, wie soll man da erziehen? ,Zhr schafft sofort die Kirschen wieder zur Stelle, verstanden? Holt euch den Kord und packt sie wieder rein."
„Ja!", sagen die Jungen. Sehr vernünftig sind sie, wie Erwachsene, es ist chnen nicht so ohne weiteres beizukommen. Sie sagen „Mahlzeit!", machen ihre Verbeugung und verlassen das Eßzimmer. Wie kleine Männer benehmen sie sich, die man grundlos kränkt.
Auch Marie ist gekränkt, denn sie ist um die Sensation verteilter Ohrfeigen gekommen. Und Irene hat oerroeinte Augen und hat keine Lust, an Erziehungsmaßnahmen zu denken. Sie hat soviel Sorgen, große und gewaltige Sorgen, man soll von ihr jetzt nicht allzuviel verlangen. Ja, was ist da zu machen? Eigentlich nichts.
Klarissa steht als letzte vom Tisch auf. Sie seufzt. Sie sehnt sich nach Anne und seufzt. Sie denkt» an den Sckönemann-Enkel, und plötzlich packt sie die Angst, daß dieser Fremde sich zwischen sie und Anne stellen könnte. Jung und alt beisammen, wie soll das ausgehen? Das ging zwischen Anne und ihr aut, wenn aber mal ein Mann dazu kommt? Lieber - Himmel, sie will fa still zur Seite gehen, nichts will i sie, als daß er Anne und dieses Land liebt. Wenn i er es aber nicht liebt? Wenn er anfängt, alles zu I zerkrümeln und auseinanderzureißen. Hat nicht ihr i eigener Bruder, ein Wegner, gesagt: „Was geht mich , das Land an?" (Fortsetzung folgt.)
die Hände falten und gläubig sein.
Klarissa ist nicht fromm. Aber sie ist gläubig. Ihr Glaube hing immer mit dem Birkenhof zusammen. Wenn sie über die Felder stapft und den Duft der Erde spürt, ist jeder Atemzug ein Gebet. Sie betet für den Birkenhof, für sein Bestehen und fein Gedeihen. Sie liebt dieses Land uni) zittert für sein Fortbestehen. Sie ist alt, eine alte Frau mit einem Herzen, das ihr zu schassen macht, und mit müden und mürben Gliedern. Sie möchte jetzt einen Menschen haben, der jung und wie aus ihrer alten Kraft geboren neben ihr geht, der das fortfetzt, was sie begonnen hat, nein, was vor Generationen die Wegners begonnen hatten.
Franz Pegel, ist da, und in seiner jüngsten Jugend hat sie auf ihn gehofft. Ja, er ist tüchtig und ehrlich geworden, verläßlich und treu, aber ein Herr des Birkenhöfs wird er nie fein. Und nun Anne, das geliebte Kind, Sinne. Sie ist so, wie die Frauen des Birkenhofs waren, ach, sie ist vielleicht viel mehr, sie ist vielleicht Klarissa selbst. Aber sie ist jung. Soll wieder eine Wegnerin ihre ganze Jugend den Siedern und Feldern zum Opfer bringen, soll sie sich selbst, ihre Wünsche und Hoffnungen begraben, um dieses Landes willen? Das ist es, was Klarista müde macht und zermürbt.
Wie schön ist das Land. Wie die Felder rauchen, wie ruhig dort die Pferde hinterm Pflug gehen. Es ist Klarissas Land, ihre Felder, ihre Pferde und ihr
Irene Waitz, Frank und Rudolf Ziegler sind wieder auf dem Birkenhof. Sie waren nur ein paar Tage fort, es lohnt kaum, darüber zu sprechen, nun sind sie wieder hier, und die Jungen er füttert das weiße Haus mit ihrer ausgelassenen Fröhlichkeit. Klarissa hält von beiden wenig, well sie keine Bauern sind. Wenn sie über die Felder laufen und helfen wollen, stiften sie nichts als Unheil an. Es Ist bester, sie laufen nicht über die Felder. Die Pferde schlagen aus, wenn die Jungen kommen, sie sind ihnen zu laut und zu hastig, die Hunde klemmen bte Schwänze ein und flüchten m ihre Hütten. Frank und Rudolf wollen beileibe kein Tier quälen, ohne es zu wissen. Sie sind Großstädter und das ländliche Leben ist ihnen fremd. Es müßte jemand ihnen zeigen, wie man nüt Deren umgeht und wie mit der Feldarbeit. Aber alle lachen über sie und man lagt: „Das find Jungens mit Engelgesichtern, doch sie haben den Teufel im
Cr-tm-rstrah- 22; 8.1. Jakob Schuhmacher, 81 Jahre, Sicher Straße 74; 9.1. Ludwig Frey, Maurer, 82 Jahre, Bahnhosstraße 26; 9.1. Eduard Lange, Werkmeister i. 9t., 75 Jahre, Bahnhofstr. 24, 10.1. Ludwig Albach, Wäschereibesitzer, 71 Jahre, Krofdorfer Straße 13; 11.1. Dr. Wilhelm Kalo- fleisch, Oberstudiendirektor a. D., 67 Jahre, Frobel straße 32; 11.1. Franziska Schort, geb. Neuweiler, o. B., 88 Jahre, Licher Straße 106; 12.1. Therese Topp, geb. Spiegel, o. B., 54 Jahre, Krofdorfer Straße 10; 13.1. Wilhelmine Biedenkopf, geb. Schneider, o. B., 68 Jahre, Wernerwall 3; 13.1. Franziska Roth, geb. Neidenbach, o. B., 67 Jahre, I Seltersweg 79; 14.1. Katharina Viktoria Prum- mer geb. Rös, o. 23., 24 Jähre, Hmdenburgwall 3.
Bei der letzten Reichs-Radfahrer-Derkehrszählung, deren Auswertung erst vor kurzem der Oeffenttlch- keit unterbreitet werden konnte, sind einige inter- effante Feststellungen gemacht worden die einen anschaulichen Ueberblick über den Radfahrerverkehr m den verschiedenen Tagesstunden gewahren. Hiernach ist im Reichsdurchschnitt der Radfahrerverkehr in den frühen Morgenstunden im Werttagsverkehr von 6 bis 7 Uhr am weitaus starrsten.
Gezählt wurde an Zählstellen mit ttberdurchfchmtt- lichem Radfahrerverkehr, also an wichtigen Ster- kehrspunkten, die sehr stark von Nadsahrern fte- guentiert werden intb den besten Ueberblick über einen Radfahrerspitzenverkehr vermitteln. In der Morgenstunde von 6 bis 7 Uhr fahren im Reichs- durchschnttt 512 Radfahrer über ine tmdjfigften Ber. kehrsnunkte der Städte über 20 000 Einwohner. ÄMLen 7 und 8 Uhr ebbt der Verkehr etwas ab, LeU die Fabriken zumeist um 7 Uhr Arbeitsbeginn haben. We schwächste RadfahrewerkehrMert ist ine Stunde zwilchen 9 und 10 Uhr (182 Radfahrer im Reichsdurchlchnitt). Don da an ftetgt es bas zu der Mittagsstunde wieder allmählich an, erreicht zwischen 13 und 14 Uhr eine Höhe von 348 Radfahrern (Angestellten-Mittagszeit), sinkt dann wieder, erreicht aber zwischen 16 und 17 Uhr wieder 395 und zwischen 17 und 18 Uhr die zweithöchste Tages- verkehrszisfer im Reichsdurchschnitt mit 407 Rad-
ist in Hannes verliebt. Sie ist nicht mehr jung, i echsunddreißig Jahre alt ist Marie, aber sie ist 1 rundlich und gut bei Schick. „Ein schieres Weibstück", । agt man hier in der Umhegend, wrnn man von der । Marie auf dem Birkenhof spricht. Hannes wird von ihr besonders gut gepflegt, er kriegt immer die besten Stücke zugeteilt, und Marie ist nicht ötwa „ohne Jack" und „ohne Büx", bewahre, sie ist seit ihrem, echzehnten Lebensjahre bei Klarissa Wegner, und ihre Aussteuer kann sich mit der einer Bauerntochter messen. Außerdem hat sie auf der Kreissparkasse ein Guthaben, und das wissen alle, auch Hannes weiß es. Doch er kommt nicht damit heraus, daß er sie wohl hoben möchte. Nun glaubt Marie, daß es des Spottes wegen ist, und die Urheber dieser Unalückssache sind ihr ein Dorn im Auge. Am liebsten spricht sie nicht mit ihnen, aber jetzt bleibt ihr nichts weiter übrig, als durchs Fenster zu rufen: „Ihr könnt anfangen, wenn ihr aber zuviel Krach macht, komme ich mit dem Kochlöffel dazwifchen. Ich sage es euch jetzt im guten."
Das hören die Knaben schon nicht mehr, sie rennen zum Gong. Wer zuerst da ist, kann anfangen. „Aber nicht mehr als zehn Schuß", schreit Frank, der letzter ist weil er als der Jüngere auch kürzere Beins hat. Rudolf schwingt den Klöppel schon, „päna, päng". „Hörst du, Rudolf, zehn Schuß du, und zehn Schuß ich. Sonst macht Marie wieder Krach."
Franks Augen sttahlen vor Freude. „Die alte Pechmarie!" schreit er, „wenn sie kommt, friegt sie eins mit meinem Trommelstock und aus."
Päng, päng, sie Hüpfen wie die Wilden umher, schöner' Lärm. Marie schreit durch Küchenfenster: „Wollt ihr jetzt wohl Schluß machen?" Hach, Ma- ne, rege dicht nicht auf, sie gehorchen ja doch nicht. Da muß erst eine Stärkere kommen, Klarissa muß daherkommen.
„Was fällt euch denn ein? Habt ihr die Hände schon gewaschen?"
Päng, der letzte Schlag. „Also los, wenn chr morgen nicht gehorcht, wenn Marie ruft, werdet ihr trotz der Ferien in die Lateinschule zu Pastor Bubendey geschickt, verstanden?"
„Ja, Tante Klarissa", sagen sie und sehen sie mit schimmernden blauen Augen an.
Beim Essen möchten sie wohl gern dies und das ; erzählen, aber wenn sie anfangen, antwortet ihnen ; weder die Tante noch Irene, und Irene sieht ver- . meint aus. Alles in allem ist es bei Tisch unge- i müllt ch. Das Essen schmeckt. Immer schmeckt ihnen i das Essen hier, und immer sind sie hungrig wie die i Wölfe, aber das ist auch alles. Ganz imgemüMid) t wird es, als Marie hereinkommt, beide Arme in ' die Hüften gestemmt und ruft: „Fräulein Wegner,
6 Uhn Morgengruß. 6.10: Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Landvolk, merk' auf! 8.10! Gymnastik. 9.15: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.30: Schulfunk (Mittelstufe). Sendereihe: „Dom bäuerlichen Leben und Wirken". Die Schule baut sich eine Wetterstatton. 10: Frohe Weisen. Das kleine Orchester des Reichssenders Frankfurt. 10.50: Beethoven-Konzert. 11.50: Mikrofon unterwegs. 12: Aus einem Rüstungsbetrieb: Werkskonzert, in Verbindung mit der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude". 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Mittagskonzert des kleinen Orche- sters des Reichssenders Breslau. 14: Nachrichten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: Nachrichten. 18: Was bringen die Theater in unserem Sendegebiet? 18.25: Das Mittwochskonzert des Reichssenders Frankfurt. Serenade in A-dur für Orchester von Johannes Brahms. 19.10: Bilder und Klänge aus Mosel- franken (9). „Genoveva", Hörspiel. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandseinder.
Zum ersten Male hatte sie dieses Gefühl, als a Pegel stöhnend vor ihr lag, da fing es ich an. Sie hat ihn großgezoaen — oh, sie wird die Nacht nicht vergessen, als sie der todkranken Magd damals versprach, der Junge solle auf dem Hof bleiben. Er ist geblieben. Ein kleiner, munterer Kerl war er, der in feinem Leben alles schön fand, maß über ihm stand, auch die Frauen. Sieh, das ist ihm nun fast zum Verhängnis geworden, und SUariffa hat ihm nicht helfen können. Wer kann der Jugend helfen? Man muß sie ihren Weg gehen lassen. Sie müsien alles selber erleben, die Jungen, man kann als alter Mensch nichts weiter tun, als
X Nidda, 15. Januar. Nach der ersten Wan- berung des hiesigen VHC. am gestrigen Sonntag über Borsdorf und Bad Salzhausen und zuruck sand im Gasthaus „Zur Eisenbahn" dahier die Auszeichnung der regsten Teilnehmer an den Wanderungen des vergangenen Jahres statt. Es waren 16 Mitglieder, die mit der üblichen Auszeichnung und launigen, von Sanitätsrat Dr. Koch verfaßten Versen bedacht wurden. Obenan steht der Der-
Wanderungen im Vorjcchr konnten nur 12 ausgeführt werden. An diesen beteiligten sich im ganzen 185 Mitglieder, im Durchschnitt 15, die Höchstzahl betrug 35, die niedrigste 6.
Kreis Alsfeld.
<L Deckend ach, 15. Jan. Die zweitälteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Louise Löchel Wwe., konnte dieser Tage im Kreise ihrer 5 Kinder und 13 Enkelkinder ihren 8 3. Ge- burtstag feiern. Wir beglückwünschen Nachtrag-
Das Fahrrad besteht aus wertvollen Rohstoffen. Durch gute sachgemäße Behandlung und Pflege vermeidet man nicht nur unnötige Geldausgaben, sondern hilft auch wertvolles Volksverrnogen sparen.
Wirtschaft.
♦ Konkursabschluß. In dem Konkursver. fahren über das Vermögen des Karl H o r ft m Gießen, Inhaber der Firma Earl Horn in Gießen, Marktstraße, findet der Schlußtermin am 29. Jan. vor dem Amtsgericht in Gießen statt, in dem dre Abnahme der Schlußrechnung des DernEers, so« - wie etwaige Einwendungen gegen das Schlutzver- zeichnis zur Entscheidung stehen.
Rhein-Mainische Börse.
Tendenz uneinheitlich.
Frankfurt a. M-, 15. Januar. Der Wochenanfang gestaltete sich zwar außerordentlich stell, doch erhielt sich eine freundliche Tendenz, da aus dem Publikum weiterhin kleine SlnTagetäufe überwogen. Am Aktienmarkt war die Entwicklung nicht einheittich, es lagen zunächst aber normtegenö mäßige Erhöhungen vor. Etwas reger war das Ge- chäft am Montanmarkt, wo Buderus, Hoesch und Klöckner bis 1 v. H., Mannesmann und Verein. Stahl bis 0,40 v.H. anzogen, während RheiNstayl 0,50 v.H. und Ilse Genuß 1,25 v.H. abgaben Knapp gehalten setzten u. a. IG.-Farben nut 169,40
*» Sterbefälle in Gießen. Es verstärken in Gießen: 31.12. Ludwig Weigel XVII., Landwirt, 58 Jahre, Gießen-Klein-Linden, Frankfurter Str. 51;
1 1 Adele Nowack, geb. Rernmert, o. B., 68 Jahre, Friedensstraße 49; 3.1. Philipp Appel Schuhmacher, 79 Jahre, Anneröderweg 23; 4.1. Wilhelm Menges, Zimmermann, Großen-Linden, Kr. Gießen, 62 Jahre; 6.1. Maria Ruhl, geb. Kaiser, o. B., 60. Jahre, Bahnhofstraße 15; 6 1. Paul Weskamp, Bahnsteigschaffner a. D., 68 Jahre, Lrebtgsttaße 70;
8.1. Katharina Hüb euer, geb. Mohr, o. B., 87 Jahre,
(169,75), Lahmeyer mit 118 (118,25), Wesw. xauj- Hof mit 85 (85,25) ein, ferner gaben DDM. 1 v. H. ab au 166,50 und Aschaffenburger Zellstoft 1 v.H. auf 106,90. Anderseits Feldmuhle Papier 119,25 (118), Conti Gummi 209,50 (208), ^Iberger Zement 150,50 (149), Rhemmetall 127,50 (127) und AEG. uniD. 125,50.
Am Rentenmarkt sind neben Pfandbriefen und Schatzanweisungen auch die jeweils zur Zetch» nunq aufliegenden Industrie-Anleihen gut gefragt Reichsanleihe-Altbesitz bröckelten 0,40 v. H. ab auf 140,65. Dekosama I nach Pause 1,13 vH. hoher mit 144,25. Don Pfandbriefen wurden Nassauische Landesbank auf 99,75 (99,50) erhöht, von ßiqui- Werten Rheinische 101,90 (101,50), Meininger 102,13 (101,90),aber Franks. Hyp. 101,40 (101,75). Stadtanleihen und Industrie -Obligationen wenig verändert, letztere z. T. 0,25 bis 0,50 v. H. ermäßigt. Im Freiverkehr Konrrnunal-Umschuldung weiter nachlassend auf 95 (95,13), Steuergutscheine I gut gehalten.
Im Verlaufe blieb die Entwicklung bei kleinen Umsätzen uneinheitlich, es traten aber meist leichte Rückgänge ein. JG.-Farben lebhafter xrttt 169 ms 169,13 nach anfangs 169,40, Verein. Stahl 104^5 nach 105,65, Dt. Eisenhandel 146 bls 146,75, ErtzA 144 nach 144,50, Mannesmann 114 nach 114,40 und Rütgerswerke 155,25 nach 155,75.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurta. M., 15. Jan. Die Anlieferungen an Brotgetreide aus Hessen blieben klein. Die lebhafte Mühlennachfrage wurde jedoch befriebtgt. Das Angebot an Braugerste war sehr lebhaft, zumal heute die Aufkaufsftist der RfG. beendet rst. In Jndustttegerste konnte der rege Bedarf nicht restlos befriedigt werden, während in Futtergerste fettens der Reichsstelle Zuweisungen erfolgen. Futterhafer wird größtenteils an die Heeresämter abgegeben* Das Mehlgeschäft nimmt einen stetigen Verlaus, sehr reichlich ist Roggeumehl vorhanden. Dte Lage am Futtermittelmarkt hat sich nicht verändert. Fast ausnahmslos erfolgt die Versorgung mit guten Mischfutterarttkeln. Das Rauhfutterangebot geht tm wesentlichen an die Wehrmacht. Die Preise blieben unverändert.
Kchweinemarkt In Butzbach.
Butzbach, 16. Januar. Auf dem heuttgen Schweinemarkt kosteten bis 6 Wochen ate Ferkel bis 16 RM., 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 16 bis 20 RM., ältere Tiere bis 25 RM. pro Sttick. Der Handel verlief schleppend, es verblieb lieber- stand.
Zranksurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 16. Januar. Der heuttge Hauptmarkt für Kälber und Schweine wies eine zufriedenstellende Beschickung auf. Das gesamte Vieh wurde ^geteilt. Es kosteten je 50 Mo Lebendge- wicht: Kälber 28 bis 65 RM., Hammel 35 bis 51, Schafe 25 bis 44, Schweine 49,5 bis 55,5 RM.
Professor Erich Iaensch gestorben.
LPD. Marbura, 15. Januar. Kurz vor Doll- endung seines 57. Lebensjahres starb nach kurzer Krankheit der Direktor des Jnstttuts für psychologische Anthropologie und des philosovhischen Seminars der Universität Marburg, Profesior Dr. phil. Erich Iaensch. Der weitbekannte Wissenschaftler kam im Jahre 1913 von Straßburg nach Marburg und blieb der Philipps-Universität trotz mehrerer ehrender Berufungen an andere Hochschulen treu. Zahlreich sind seine literarischen Arbetten, die ihm einen weiten Rus in der wissenschaftlichen Welt brachten.
Landkreis Gießen.
♦ Allendorf (Lahn), 16. Januar. Am gestrigen Montagnachmittag ereignete sich auf der Landstraße in der Nähe der Kleebachbrücke einZusam- menstoß zweier Lastkraftwagen. Der Unfall verlies zum Glück glimpflich, denn es ent- stand nur Sachschaden an den Fahrzeugen, wäh- renb die Insassen erfreulicherweise unverletzt blieben.
Kreis Büdingen.
geraten war. Dem sofortigen energischen Emgreflen der Feuerwehr gelang es, die brennenden Wäschestücke mit Handfeuerlöschmitteln unschädlich zu machen und damit in kurzer Zeit alle Gefahr zu befeitigen. , w .
Erheblich ernster war der zweite Brand, zu dem die Feuerwache in der letzten Nackt um 1.41 Uhr qerufen wurde. Es brannten in dem Lastwagen- jchuppen von Klinkels Mühle an der Lahn zwei • Lastwagen, die natürlich für den ganzen Gebäude» komplex einen großen Gefahrenherd darstellten. Der etwa einstündigen eifrigen Löscharbeit unserer Feuerwache gelang es, die Flammen auf die bet- ben Lastwagen zu beschränken. Die Lastautos wurden in ihrem Vorderbau allerdings zerstört, wobei auch die Reifen der Räder mit ungeheurem Knall zerplatzten. Es wird angenommen, daß dieser Brand infolge Kurzschluß in der elektrischen Anlage des einen Lastwagens entstanden ist, von dem aus me Flammen dann auf den zweiten Wagen Übergriffen. Dem außerordentlich tatkräftigen Eingreifen der Feuerwache gelang es schon nach kurzer Zett, weitere erhebliche Gefahrenmöglichkeiten zu unter- binden und damit den Lastwagenschuppen selbst, sowie die übrigen Gebäude außer Gefahr zu halten. Gegen 3 Uhr konnte die Feuerwack)e wieder zum Depot z'urückkehren.
Uraufführung in Gießen.
Das Stadttheater Gießen bringt das auf Anregung des Intendanten Hermann Schultze^ries- herm von Dr. F. Klein (Krautheim) übersetzte Hauptwerk der ungarischen Nationalliteratur „Cson- qor und Tünde" in der Inszenierung von Dr. Hannes Razum am 26. Januar zur Uraufführung. Das Märchendrama, das feit 60 Jahren auf dem Spiel- plan des Budapester Nationaltheaters stcht, er- scheint damit zum erstenmal auf einer deutschen Bühne.
Nichtige Radpflege spart ÄolkSverwSgen.
Die in den letzten Monaten zu verzeichnerS« starke Zunahme des Fahrradvertehrs in Deutsch-, land, hervorgerufen durch die teUweise Stilleaung privater Kraftfahrzeuge, läßt es im Interesse unserer Volkswirtschaft notwendig erscheinen, den Radfahrern einige Fingerzeige für die Behandlung und Pflege ihres Fahrrades zu geben.
Wir wissen, daß die Kautschukbewirtschaftung seit Beginn des uns aufgezwungenen Krieges von besonderer Bedeutung ist. Deshalb fordert bte Fahrradbereifung in erster Linie Schonung, um eine lange Lebensdauer zu erzielen. Hierzu gehört vor allem der vernünftige Gebrauch der Bremsen; diese Mahnung richtet sich hauptsächlich an Jugendliche, und das Fahren mit richtigem (nicht zu schwachem) Luftdruck. Bei längerer Nichtbmutzung wird das Raid auf einen Ständer gestellt oder umgedreht auf- bewahrt, damit die Reifen entlastet sind; auch hierbei ist von Zeit zu Zeit Lust nachzupumpen. Vorherige grÜHo-liche Säuberung aller Fahrradteile sollte selbstverständlich fein. Kette und Lager legt man in einen Eimer heißen Wassers, dem man ein Schmutzlösemittel zugefügt hat, dadurch lösen sich auch die härtesten Schmier- und Oelkrusten. Jegliches Feilen, Schaben und Schmirgeln ist zu ver- meiden. Nach der Reinigung werden die Teile gut eingeölt und wieder zusammengesetzt. Das Deien der Kette wird so vorgenommen, daß jedes Kettenalied an den Rollen einen kleinen Tropfen Oel erhält, durch mehrmaliges Drehen der Kurbeln bringt das Oel in die Kettengelenke ein. Das überschüssige Oel muß mit einem staubfreien Lappen gut abgewischt werden. Auch der Rahmen, sowie die Naben, Speichen und alle übrigen blanken Teile erhalten einen hauck-dünnen Oelaufstrich, nur hüte man sich vor der Berührung der Reifen mit Oel. Hat man irgendwelche schadhaften Teile entdeckt, so ziehe man sofort einen Fahrradmechaniker zu Rate, der dafür sorgt, daß das Rad wieder in einen betriebssicheren Zustand versetzt wird. Die Pedalrücksttahler und Rückstrahler sind stets peinlich sauber zu halten. Das ist bei der augenblicklichen Verdunkelung zur eigenen Sicherheit der Radfahrer besonders wichtig. Wer
M »/ÄS ri»; WÄÄOed» mtt öfter einer vorhandenen Lichtmaschine «espeist wirft, der ri, Auszeichnung. Von den 14 v°v§ese!hen«n


