Ausgabe 
15.6.1940
 
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Samstag, 15. jSonntag, 16. Juni MO

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GietzenerAnzeiger

Der Wehrmachtsbericht vom Freitag

Führerhauptquartier, 14. Juni. (DBB.) i sich der Galifia-Anhöhe zu bemächtigen,

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Tanger von Spanien beseht.

Einem englisch-französischen Handstreich zuvorgekommen.

Madrid, 14.3unL (DNB.) Die spanische Re­gierung hat beschlossen, Stadt und Zone von Tanger militärisch zu besehen, um die Neutralität Tangers sicherzustellen. Areitagmorgen haben 1200 spanisch-marokkanische Soldaten Tanger beseht.

Wie Agenzia Stefani ergänzend meldet, besetzte am frühen Morgen des Freitag ein spanisches Expeditionskorps von motorisierten Truppen, Kavallerie, Artillerie und Flak die internationale Zone und die Stadt Tanger. S e e - streitkräfte besetzten den Hafen der Stadt. Die Besetzung, die ohne Zwischenfälle verlief, wurde

Wieder klingen die Glocken über deutschem Land, wieder wehen die Fahnen und künden unseren braven Soldaten Freude, Stolz und Dank des deut­schen Volkes für ein beispiellos kühnes Unterneh-

Kenya kommende feindliche Truppen am Morgen des 11. 3uni, von Artilleriefeuer und Bombern unlerftüht, von M o y a l e aus einen Angriff unter­nommen, der unter leichten Verlusten glatt abge­schlagen wurde. Anter den in unserer Hand ver- bliebenen Gefangenen befinden sich ein englischer Offizier und ein Unteroffizier.

Unsere Luftwaffe hat Port Sudan, den Hafen und Flugplatz von Aden und den Hilfsflughafen von M o y a l e mit Bomben belegt. Zwei Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Feindliche Luftangriffe haben in Lrythräa leichten Sachschaden ver­ursacht. Lin feindliches Flugzeug wurde abgeschossen. Die Gewißheit unseres Sieges.

Berlin, 16. Ium. (DNB.) Der König von Italien und Kaiser von Aethiopien hat das Telegramm des Führers aus Anlaß des Kriegs­eintrittes Italiens folgendermaßen beantwortet:

Ich bin Ihnen sehr verbunden für Ihr freund­liches Gedenken und für die herzlichen Worte, die ich aufs lebhafteste erwidere in der Gewißheit, daß die ruhmreichen Armeen Deutschlands und Italiens unseren treu verbundenen Völ­kern mit dem Sieg ein immer größeres Glück sichern werden, (gez.) Dittorio Emanuele."

Der Duce hat in einem herzlichen Hand­schreiben an den Führer das Telegramm des Führers beantwortet.

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3talienisch-Oslafrika haben von

Auch Frankreich fühlt sich verraten

Dramatisches Kriegshehertreffen »irgendwo in Frankreich".

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Linie bei Montmedy hat die ursprüngliche Absicht der französischen Führung, die Hauptstadt Frankreichs zu verteidigen, zunichte gemacht. Paris ist infolgedessen zur offenen Stadt erklärt worden.

Soeben findet der Einmarsch der siegreichen deutschen Truppen in Paris statt.

cm die Seite.

Reynauds Regierung nach Bordeaux geflohen

wurde abgeschlagen.

3m zentralen Miltelmeer versuchten feindliche A-Voote erfolglos, die Bewegungen unse­rer Flotte zu stören. Zwei feindliche U-Boote wurden getroffen und eins ernsthaft beschädigt.

3n Fortsetzung ihrer Aktion hat die Luftwaffe Flugzeugstühpunkte der Zone von Tunis wir­kungsvoll mit Bomben belegt.

Starke Angriffsaktionen wurden gegen den Flug­hafen hyeres durchgeführt, die dortigen Flug­zeuge aus geringer höhe mit Rlaschinengewehren beschossen und sodann die militärischen Anlagen bombardiert. Weitere Angriffe wurden gegen die Flughäfen von Fayence in der Provence, so­wie die militärischen Anlagen von Toulon durch­geführt. Lin Flugzeug ist nicht zurückgekehrt.

Lebhafte Aufklärungstätigkeit über den feind­lichen Stützpunkten und Gebieten.

3n 3talienisch-Rordafrika wurden feindliche, von Panzerwagen unterstützte Angriffe gegen unsere Grenzposten an der ägyptischen Grenze abgeschlagen, durch das prompte Ein­greifen der Luftwaffe einige Panzerwagen zerstört, andere beschädigt.

Sernsvrechanschluß 2251 Druck und Verlag:

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heißt es abschließend, werde sich nicht wiederholen, weil das gesamte Schlachtfeld der Marne bereits überschritten sei. Durch diesen neuen außerordent­lich schnellen und großartigen deutschen Erfolg habe Weygand seine zweite vollständige Niederlage erlitten. Diese Niederlage, die durch die Nutzlosigkeit der ungeheueren Verluste des französischen Heeres noch schwerwiegender werde, stelle Weygand dem großen geschlagenen G a m e

von der spanischen Kolonie und der Mehrzahl der Eingeborenen mit begeisterter Freude ausgenom­men, während die englischen und französischen Be­hörden und Kolonien aus ihrer Uebervaschung und Enttäuschung, die offen genug gezeigt wurde, kein Hehl machten. Die Besetzung ist beschlossen worden, weil Engländer und Franzosen einen Handstreich auf die internationale Stadt vor­bereiteten.

Wie Agenzia Stefani weiter aus Tanger mel­det, haben die spanischen Truppen bereits die hauptsächlich st en strateaischen Punkte von Tanger und die Grenze Der Internationalen Zone besetzt.

190. Jahrgang tir.140

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men, das in hervorragendem Zusammenwirken aller drei Wehrmachtsteile nicht nur dem deutschen Ope­rationsplan einen vollen strategischen Erfolg ge­bracht, sondern damit auch das politische Ziel in umfassendstem Sinne sichergestellt hat. Die deutsche Unternehmung zur Sicherung Norwegens hatte den Zweck, den Kriegsausweitungsstrategen der West­mächte eine gefährliche Waffe aus der Hand zu schlagen. Denn wie schon die Auspeitschung Finn­lands in seinem Widerstand gegen die russischen Forderungen weit entfernt von allen uneigennützi­gen und moralischen Beweggründen nichts anderes war, als der Versuch, sich hier ein Glacis für die Abschnürung Deutschlands zu schaffen, so sollte nach dem für Paris und London überraschend schnell ge­kommenen Friedensschluß zwischen Finnland und der Sowjetunion eine Landung verbündeter Trup­pen in Norwegen nichts anderes als ein Um­fassungsmanöver größten Stils gegen Deutschland einleiten. Ein Vorstoß durch Norwegen und Schwe­den an die Ostsee hätte Deutschland in einer höchst empfindlichen Flanke getroffen, er hätte zudem auch noch die Abschnürung der deutschen Industrie vom schwedischen Erz und vom baltischen Holz bedeutet. Durch einen Ueberraschungscoup seiner Flotte ge­dachte England, das des Einverständnisses norwe­gischer Regierungskreise gewiß war und deshalb keinen ernsten Widerstand zu fürchten brauchte, sich der strategisch wichtigen Küstenplätze Norwegens zu bemächtigen und alles für die Landung einer Stoß­armee vorzubereiten. Nur ein überaus schneller Entschluß und eine ihm auf dem Fuß folgende kühne Tat konnten dieses Vorhaben vereiteln, denn die britische Transportslotte, geleitet von zahlreichen

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Der zweite Abschnitt des gewalti­gen Feldzuges im West en ist siegreich beendet. Die Wider st andskraft der französischen Horbfront i st zusam­mengebrochen.

Die Seine abwärts Paris ist in breiter Front überschritten, Le Havre genommen.

Auf der ganzen Front von Paris bis an die Waginot-Linie bet Sedan ist der Feind in vollem Rückzug. *

An mehreren Stellen haben unsere Panzer- und motorisierten Divisionen die Rückmarschbewe­gungen durchstoßen und überholt. Dort floh der Feind unter Preisgabe feiner ganzen Ausrüstung. Von 3nfanterie-Divisionen wurde die Schuh ft ellung bei Paris durchbrochen. Vie feindlichen Kräfte reichten zum Schuhe der fran­zösischen Hauptstadt nicht mehr aus. Unferefieg- reichen Truppen marschieren seit heute vormittag in Paris ein.

Oesilich der Warne ist Vitry-le-Franxois genommen, der Südrand des Argonnerwaldes erreicht. Der Höhenrücken 30 4 (Toter Mann) nordwestlich von Verdun wurde gestern abev.b gestürmt. Montmedy, der starke Eck­pfeiler der Waginot-Linle, ist erobert.

Der dritte Abschnitt der Verfolgung des Feindes bis zur endgültigen Ver­nichtung hat nunmehr begonnen.

heute früh find unsere Truppen an der Saar­front auch zum Frontalangriff gegen die Waginot-Linle angetreten.

Trotz Behinderung durch die Wetterlage griffen auch am 13. 3uni unsere Kampf-, Sturzkampf- und Zerstörerverbände zur Unterstützung des Heeres an vielen Stellen der Front in den Lrdkampf ein. Truppenansammlungen, Warsch- und Transport­kolonnen im Rücken des Gegners wurden erfolgreich mit Bomben und Maschinengewehrfeuer belegt, um­fangreiche Zerstörungen auf Flugplätzen, Bahnhöfen und Bahnlinien, besonders im Raume ostwärts der Marne, durchgeführt.

3m Küstengebiet von Le Havre gelang es, zwei Transportdampfer zu versen­ken, drei weitere erlitten Beschädigungen, darunter ein Schiff von 10 000 Tonnen.

Flakartillerie versenkte nördlich von L e Havre sechs feindliche Transport­schiffe, beschädigte drei weitere erheblich und zwang einen englischen Zerstörer zum Abdrehen.

Die Verluste des Gegners in der Luft betrugen gestern 19 Flugzeuge: 3 wurden im Luft­kampf, 3 durch Flak abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. 2 eigene Flugzeuge werden vermißt.

Ein U-Boot versenkte am 13. 3uni den britischen HilfskreuzerScotstown" von 17 000 Bruttoregisterlonnen, einem anderen U-Boot gelang es nördlich der Hebriden, aus einem Geleilzug mit stärkster Sicherung einen 1^000 Tonnen großen Transporter Herauszuschiehen und zu versenken.

Flaggen heraus! Giegesläuien.

Berlin, 14. Juni. (DNB.) Aus Anlaß des großen Sieges der deutschen Truppen in Frankreich, der heute mit dem Einmarsch in Paris gefront wurde, sowie der siegreichen Beendigung des heloen- mutigen Kampfes in Norwegen, befiehlt der Führer, Don heute ab in ganz Deutschland a u s die Dauer von drei Tagen zu f t a 9 9 e n. ,^5 rotl dies eine Ehrung unserer Soldaten sein. Breiter befiehlt der* Führer heute das Läuten der I l o ck e n für die Dauer einer Viertelstunde.

Mimischer WchrmachlSverM Weitere erfolgreiche Aktionen der italieni- ichen Luftwaffe. Feindliche Angrifss- versuche an der Alpenfront und in Afrrka abgeschlagen. Bomben auf Port Sudan und Aden.

Rom, 14.Juni. Der italienische wehr-

machlsbericht vom Donnerstag Hal folgenden wort-

, Kntt:

Doe hauplquarlicr der Wehrmacht gibt b-konnl: Tätigkeit kleiner Abteilungen an einigen Abschnit- len der Alpenfront. Ein feindlicher versuch.

Siegreicher Einmarsch in Paris.

Völliger Zusammenbruch der französischen Front zwischen Aermel-Kanal und Maginot-Linie. Rastlose Verfolgung.

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General-Anzeiger für Oberheffen «ietzen.^chAlstrahe 7-4

Neuyork, 14. Juni. (DNB.) Wie die Columbia Broadcasting Company aus Tours meldet, siedette die französischeRegierung am Freitag nach Bordeaux über.

Aeues Alüchllmgselend in Südsrankreich.

Die Desorganisation wächst stündlich."

Madrid, 15. Juni. (DNB. Funkspruch.) Von der französisch-spanischen Grenze wird gemeldet: In Südfrankreich treffen stündlich neueFlücht- l i n g s m a s s e n ein. Biarritz ist überfüllt, und es ist unmöglich, Unterkunft zu erhalten. Die Flücht­linge kampieren zu Hunderten in den Straßen und auf den Plätzen von Biarritz, S t. I e a n - d e - L u z, H e n d a y e und anderen Städten, da die öffent­lichen Gebäude, Theater und Kinos für Verwundete beschlagnahmt sind. An der Grenze treffen ständig Englände, Nordamerikaner sowie Franzosen ein, die nach Portugal wei­te r r e i s en. Französische Zeitungen sind nicht mehr eingetroffen, da die Postverbindungen nicht funk­tionieren. Der Eisenbahnverkehr in Süd­west frankreich ist fast vollkommen lahmgelegt. Die Desorganisation w ä ch st stü n d l i ch , Anordnungen werden durch Gegenorder dauernd annulliert, so daß niemand mehr weiß, woran er sich halten soll.

Selbst die englischen Flieger ließen Frankreich schmählich im Stich.

Berlin, 14. Juni. (DNB.) Ein französi­scher Fliegeroffizier, ehemals Einflieger der Potez-Werke, der kürzlich in deutsche Gefangen­schaft geriet, sagte bei seiner Vernehmung u. a. aus, daß nach seinen Informationen die englischen Lufteinheiten zum allergrößten Teil nach England zurückgeholt worden seien. Man habe dies englischerseits damit begründet, daß man die den französischen Einheiten zur Zeit in Frank­reich noch zur Verfügung stehenden Flughäfennicht wegnehmen" wolle, und daß man den Einsatz der Bombenstaffeln ja auch ebenso gut von England aus vornehmen könne.

.Die englischen Flieger geben für ihre Flucht aus Frankreich eine reichlich naive Begründung. Richtiger dürfte sein: Die Schläge der deutschen Luftwaffe in Belgien und Frankreich sind so vernichtend gewesen, daß das britische Luftfahrtministerium zur Ver­teidigung des eigenen heimatlichen Luftraumes auch den letzten britischen Flieger aus Frankreich zurück­geholt hat. Frankreich ist in der Luft, ebenso wie auf dem Lande, vonseinemenglischenVer- bündetenendgültigaufgegeben worden.

Rom, 15. Juni. (DNB.) Stefani läßt sich aus Genf über einen am Donnerstag in Tours ab­gehaltenen Minifterrat berichten: Während der Sitzung des Ministerrates zeigte sich, so berich­tet Stefani, eine starke Meinungsverschie- d e n h e i t zwischen Lebrun und R e y n a u d. Letzterer habe immer noch den Standpunkt Englands vertreten. Der Ministerrat habe zu­sammen mit der militärischen auch die politische und diplomatische Lage geprüft. Hinsichtlich der po­litischen Lage mußte er feststellen, daß im fran­zösischen Volk eine immer stärkere Welle des Hasses gegen England im Werden sei. Auf dem diplomatischen Gebiet habe er u. a. von der Nichtkriegführung Spaniens Kennt­nis nehmen müssen.

Lebrun, so heißt es in dem Bericht von Stefani weiter, werde das Verdienst zugefchrie- ben, gegenüber Reynaud und Weygand durchgeseht zu haben, daß Paris zur of­fenen Stadt erklärt wurde und so we­nigstens vor der Zerstörung gerettet werden konnte. Lebrun habe Reynaud die Schuld an der derzeitigen Lage ge­geben, indem er ihm zum Vorwurf machte, daß er am 7. 3uni nicht seinen Platz anderen Wännern habe räumen wollen, die weni­ger an den britischen karren ge­bunden waren. Reynaud habe fälschlicher­weise behauptet, die Vereinigten Staa­ten seien bereit, sofort zu intervenieren. Von London sende inzwischen Churchill dem französischen Volk, das Kriegsmaterial und Sol­daten brauche, schöne Botschaften und leere Worte. Allein am Donnerstag habe er zwei solche Botschaften gesandt. Die Tat­sache, daß Reynaud trotz seiner Englandfreund­lichkeit den englischen Rundfunkappell nicht ver­

breitet habe, wird mit der Stimmung der fran­zösischen Massen in Zusammenhang gebracht. Die Fahnenflucht Englands ist, wie die römischen Presse übereinstimmend von der fran­zösischen Grenze meldet, am letzten Dienstag im Obersten Kriegsrai von Marschall P 6 t a i n scharf kritisiert worden. In dieser Sitzung, an der außer Reynaud und Weygand auch Chur­chill und Eden teilnahmen, soll Marschall P6-- tain der Entrüstung des französischen Volkes gegen England in feierlicher Form Ausdruck gegeben haben. Churchill habe auf den Vorwurf der Fahnenflucht ausweichend in sichtlicher Verlegenheit geantwortet, er werdeum jeden Preis" neue Truppen schicken.

P 0 p 0 l 0 d ' I t a I i a" schildert in einem aus­führlichen Sonderbericht über die gegenwärtige Lage an der französischen Front u. a. die dramatische Zu­sammenkunft, die sich zwischen den leitenden französischen und englischen Persön­lichkeiten am Mittwoch in einer kleinen Stadt Frankreichs abgespielt hat. General Weygand habe in großer Erregung die Entsendung von w e nigstens 300000 englischen Soldaten und vor allem Kriegsmaterial gefordert. Er erklärte, daß sich Frankreich im entgegengesetzten Falle absolut außerstande sehen würde, einem gigantischen Angriff Widerstand entgegenzusetzen, den der französische Generalstab zwischen A e r m el­kanal und M i 11 e l m e e r für die nächsten Tage befürchtet.

Das Blatt meldet weiter, daß verschiedene poli­tische Kreise Frankreichs Reynaud am Montag vor Augen hielten, daß die fast vollständige Abwesenheit der Engländer von den Schlachtfeldern Frankreichs in einer für die Nation tragischen Stunde im Lande eine wahr­hafte Haßwelle hervorgerufen habe, in die auch die Person des französischen Ministerpräsidenten ein­bezogen worden sei.

Die berühmte Marneschlacht des Jahres 1914, so

Führerhauptquartier, 14.3uni (ONB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:! pöfiö.

Oer völlige Zusammenbruch der ganzen französischen Front zwischen dem Aermel-Kanal und der Maginot- ----- -------- ---------- -----