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begriff öie Städte Deventer und Zutphen in sich. Die ebenfalls schon genannte Peel-Änie, nach einem Mooraebiet bei Arnheim genannt, reichte bis an den Zuid-Willems-Daart-Kanal, einen Kanal, der über belgisches Gebiet nach Maastricht führt. Diese Stel­lung hatte den Zweck, das Industriegebiet von Eindhoven zu decken.

Trotz dieser umfangreichen und nach den in der holländischen Presse erschienenen ruhmredigen Be­richten auf das modernste angelegten und ausgestat- teten Befestigungen ist es der deutschen Wehrmacht in der unvorstellbar kurzen Zeit von 5 Tagen ge­lungen, bis in das Herz derFestung Holland" durchzustoßen und den Oberbefehlshober der hollän­dischen Truppen zur Waffenstreckung zu zwingen. Da die holländische Regierung zwar ihr Volk zum Widerstand gegen den deutschen Einmarsch aufrief, dann aber sehr schnell die Flucht ergriff und damit ein weiteres beschämendes Beispiel demokratisch-par­lamentarischer Regierungsmethoden gab, bedeutet die Waffenstreckung der holländischen Armee die Kapitulation des niederländischen Staates, ein un­geheurer Erfolg der deutschen Kriegsführung, die damit die England gegenüberliegende Küste gewon­nen hat (die noch auf oen Inseln des Schelde-Deltas in der Provinz Zeeland sich zur Wehr setzenden hol­ländischen Kräfte können an dieser Tatsache nichts mehr ändern) und nun also die Gegenblockade von der Nordspitze Norwegens bis zur Kanalmündung herunter wirkungsvoll durchzuführen vermag.

Don strategisch vielleicht noch größerer Bedeutung ist der Maasübergang bei Maastricht, die Forcie­rung des Forts Eben Emael und der Einbruch in die Festung Lüttich, womit sich der deutschen Offen- e sive erst die breiten Entfaltungsmöglichkeiten auf ' dem durch die Kämpfe von Jahrhunderten berühm­ten Boden Südbelgiens und Nordfrankreichs eröff­nen. Aber mit Lüttich ist den deutschen Truppen nicht nur ein Waffenplatz ersten Ranges und von höchster strategischer Bedeutung in die Hände ge­fallen, sondern auch eine Stadt, die dank ihrer Lage an der Mündung des Ourthe in die Mags und an der Abzweigung des Albert-Kanals, der die Verbindung Lüttichs mit Antwerpen und damit also mit dem Meere herstellt, der wirtschaftliche Mittel­punkt Südbelgiens ist. Die Stadt, mit 161000 Ein­wohnern nächst Antwerpen, Brüssel und Gent die viertgrößte Stadt des Landes, liegt inmitten eines ausgedehnten Steinkohlengebiets und beherbergt mit ihrem westlichen Vorort Seraing eine bedeutende Eisenindustrie. Vornehmlich werden Maschinen und Kraftwaaen hergestellt. Als Sitz der leistungsfähig­sten Waffenfabriken Belgiens nimmt Lüttich in der internationalen Rüstungsindustrie eine hervor­ragende Stelle ein. Aber auch kulturell ist Lüttich, bereits seit dem 8. Jahrhundert der Sitz von Bischö­fen, die als Reichssürsten ein umfangreiches Gebiet beherrschten, das erst zur napoleonischen Zeit säku­larisiert wurde, Mittelpunkt der Wallonie. 1817 wurde hier eine Universität gegründet, der später eine Kunst-- und eine Musikhochschule folgten.

Der durch die kühne Planung der deutschen Kriegführung und den unerhörten Schneid unserer Truppen in gut eingespieltem Zusammenwirken aller Waffen überraschend schnell gelungenen Einnahme von Stadt und Festung Lüttich, deren Außenforts dem deutschen Ansturm ebenfalls nicht mehr lange werden wioerstehen können, lief der deutsche Vor­marsch durch Luxemburg und den südlichen Zipfel Belgiens parallel. In einem geradezu beklemmenden Marschtempo haben unsere deutschen Truppen hier schon nicht nur die Ardennen durchschritten, sondern auch die Maas bei den aus dem Weltkrieg her be­kannten Orten Dinant, Givet, Charleville und Sedan erreicht. Die Maas bildet hier in ihrem Lauf jen­seits der französisch-belgischen Grenze eine natürliche Verlängerung der Maginot-Linie nach Norden. Der Flußlauf ist von den Franzosen durch Befestigungen aller Art in jahrelanger Arbeit verstärkt worden. Die Verbindung zur Dyle-Stellung, die über Wavre Löwen bis nach Antwerpen hinauf als Hauptstel­lung der belgischen Verteidigungszone die Stadt Brüssel schützen soll, bildet ebenfalls die Maas über Dinant und Namur, wo sie dann den scharfen Knick nach Osten macht.

Die Dyle-Stellung, auf die in großartigem Schwung deutsche Panzerverbände im Zusammen­wirken mit Kampfgeschwadern der Luftwaffe fran- , zöllsche Panzerkräfte zurückgeworfen haben, bildet also die äußerste Verlängerung der Maginot-Maas- Linie und ist durch besonders starke Stellungen festungsartig ausgebaut worden.

Die von der deutschen Wehrmacht in diesen Tagen errungenen Erfolge haben die Bewunderung der ganzen Welt gefunden. Unaufhaltsam geht der deutsche Vormarsch weiter. Noch ist der entscheidende Zusammenstoß mit der Masse des englisch-französi­schen Heeres nicht erfolgt, aber französische und bri­tische Kräfte sind überall, wo sie im holländisch­belgischen Vorfeld angeseht waren, um den deutschen Vormarsch aufzuhalten, mit wuchtigem Elan zurück­geworfen worden. Das deutsche Volk blickt voll stolzer Bewunderung auf die außerordentlichen Lei­stungen seiner Wehrmacht und sieht voll zuver­sichtlichem Vertrauen den großen Ereignissen ent­gegen, die jetzt im Nordwesten heranreifen. Es weiß, daß auch in dieser größten und schwersten Entscheidungsschlacht der Sieg sich an die deutschen Fahnen heften wird. Dr. Fr. W. Lange.

Das Fort Eben Emael.

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Mit der schnellen Eroberung der Werkgruppe Eben Emael durch den ungestümen Angriffsgeist der deut­schen Wehrmacht in Verbindung mit einer bisher unbekannten Kampstaktik ist nicht nur der stärkste

Eckpfeiler Lüttichs, sondern auch eine der bedeutend­sten modernen Festungsanlagen jenes Derteidi- gungssystems gefallen, das sich in Fortsetzung der Maginot-Linie an der belgischen Ostgrenze hinzieht. Das Fort, dessen Grundriß wir hier zeigen, ent­spricht in seiner ganzen Bauart völlig dem fran­zösischen Muster, wie es in den stärksten Anlagen der Maginot-Linie gegeben ist. Die Werkgruppe hatte die Ausgabe, durch Fernfeuer die Annäherung an das Maastal nördlich Lüttich zu erschweren und ein Ueberschreiten der Maas und des Albert-Kanals nördlich von Lüttich zu verhindern. (Scherl-Bilder- dienst-M.)

Rotterdam.

Rotterdam, desien Besatzung vor den deutschen Truppen die Waffen gestreckt hat, ist mit mehr als 600 000 Einwohnern nächst Amsterdam die zweit­größte Stadt Hollands, inmitten des Rheindeltas der größte Seehafen des Landes und nächst Ham­burg und Antwerpen der größte des nordeuro­

päischen Festlandes. Hier werden Erdöl, Erze, Ge­treide, Holz und Kohlen eingeführt, während vor­wiegend landwirtschaftliche Produkte den Hafen ver­lassen. Neben einer starken Binnenschiffahrt beher­bergt Rotterdam auch eine ausgedehnte Schiffsbau- Maschinen- und Margarineindustrie. Das Wahr­zeichen der Stadt ist die gotische Groote Kerk, im Boymans-Museum sind wichtige Schätze niederlän­discher Kunst, darunter auch solche der Moderne, gesammelt.

Bundesratssitzung in Bern.

Basel, 14. Mai. (Europapreß.) Wie aus Bern gemeldet wird, war ein großer Teil der Bundes­ratssitzung vom Dienstag der Besprechung der inter­nationalen Lage und der besonderen (Situation der Schweiz gewidmet. Nach denBasler Nachrichten" wurdenergänzende Maßnahmen" be­schlossen.

Mit unseren Soldaten durch Holland.

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Unser Bild zeigt einen Zug bespannter deutscher Artillerie beim Vormarsch durch Holland. Im Hinter­grund sieht man eine Eisenbahnunterführung, die die Holländer durch Sprengung zu zerstören versucht hatten. (PK.-Weber. Scherl-M.)

Paris unter dem Eindruck der deutschen Operationen.

Genf, 14. Mai. (Europapreß.) Die Pariser Presse steht ganz unter dem Eindruck der großen militärischen Operationen. Die Artikel können die deprimierende Wirkung, die die deutschen Erfolge bei den militärischen Befehlshabern der Westmächte aus- gelöst haben, kaum verbergen. Wie nicht anders zu erwarten, werden die deutschen Erfolge abzuschwä­chen versucht. Gleichzeitig ist man bestrebt, die fran­zösische Oeffenttichkeit auf die kommenden Ent­scheidungen vorzubereiten. Der Militärkritiker des Petit Parisien" schreibt, das deutsche Vorgehen sei durch einen allgemeinen Ansturm der deutschen Wehrmacht von Holland bis zum Kanal gekenn­zeichnet. Zahlreiche Zusammenstöße hätten sich über­all an der ganzen Front ereignet. Die größte Schlacht aller Zeiten habe begonnen. Auch im Journal" wird von General Duval festge­stellt, das Schlachtfeld dehne sich von Holland bis zur Mosel aus. Das Zurückwerfen der vereinigten Stteitkräfte der Westmächte und Belgiens feien Rückzugsgefechte", die Schlacht stecke erst in i h r e n A n f ä n g e n. Es zeige sich aber jetzt schon, daß sie für die Westmächte sehr hart sein werde und alle Energien erfordere.

Unbefriedigendes Ergebnis der französischen Kriegsanleihen.

Paris, 14. Mai. (Europapreß.) Die französi­schen Kriegsanleihen haben bis jetzt nicht das Ergebnis gebracht, das man erwartet hatte. Man hat nun eine neue Propagandawelle eröffnet, und zwar richtet sich der Appell diesmal an die Schulkinder, die von den Lehrern

auf die Bedeutung der Anleihen aufmerksam ge­macht werden, Schularbeiten über den Sinn der Anleihen zu machen haben usw. Man hofft auf diese Weise durch die Kinder einen moralischen Druck auf die Eltern zur Zeichnung der Aufrüstungsbonds ausüben zu können. In den größeren französischen Städten werden in den Straßen und auf den Plätzen eigens zum Zweck der Reklame für die Rüstungsbonds bestimmte Plakattafeln hergerichtet.

Paris beachtet italienische Sicherheitsmaßnahmen. Rom, 15. Mai. (Europapreß.) Nach einer Mel­dung desGiornale d' Italia" aus Paris hat dort eine Meldung aus englischer Quelle große Beach­tung gefunden, wonach Italien vier Jahres­klassen des Heeres und eine Jahres­klasse der Flotte unter öie Fahnen berufen hat. Großes Aussehen habe es auch in Paris erregt, daß Mussolini im Anschluß an seine Besprechungen mit militärischen Führern den Generalgouverneur von Libyen, Luftmarschall B a l b o , den italienischen Botschafter in Madrid, General Gambara, und den italienischen Ge­sandten in Aegypten, Graf Mazzolini, zu einer Konferenz nach Rom berufen habe. Nach Messaggero" sollen englische und ägypti­sche Truppen an der libyschen Grenze in der Wüste Positionen bezogen haben. Die Behörden seien ermächtigt worden, Sollum, Sidi, Barrani und Mersa Matruh, die nahe der libyschen Grenze gelegen sind, im Bedarfsfälle von der Zivilbevölke­rung zu evakuieren.

Italien bewundert die deutschen Erfolge.

Oer französische Heeresbericht

muß die deutschen Meldungen vom Kriegsschauplatz bestätigen.

Rom, 14. Mai. (Europapreß.) Die Westmächte »rzwungen, die Erfolge der deutschen Truppen esten, wenn auch widerwillig, zuzugeben, so stellt die römische Presse übereinstimmend fest. Es ist sicherlich noch nicht oft norgetommen; daß den Heeresberichten der West möchte ein Platz an hervorragender Stelle der Titelseite und dazu noch in Fettdruck eingeräumt wird. Am Dienstag widerfährt diese seltene Bevorzugung dem amtlichen Bericht, den das französische Oberkom­mando am Dienstagoormittag ausgegeben hat und der folgendermaßen beginnt:Der deutsche Angriff entwickelt sich mit zunehmen­der Heftigkeit. Der Feind hat von Lüttich bis Namur die Maas erreicht."

Die militärischen Operationen an der Westfront, so schreibtPopolo di Roma", nähmen unerhörten Umfang an. Die Gegner seien auf einer vierhundert Kilometer langen Front bereits in scharfer Füh­lung. Durch die bei Lüttich geschlagene Bresche er­meße sich ein alles zermalmender Strom von deut­schen motorisierten Kolonnen nach Südwesten gegen die englisch-französischen Heere.

In einer Betrachtung der ersten vier Tage des deutschen Vorstoßes im Westen schreibtMessag­gero", die deutschen Truppen stießen mit unerhörter Geschwindigkeit und Entschiedenheit auf die lebenswichtigen Zielpunkte in der geg­nerischen Verteidigung vor. Innerhalb von nur 48 Stunden sei ganz Nordholland in deutsche Hände

gefallen, Luxemburg sei völlig besetzt, und in Bel­gien sei Lüttich überrannt sowie der Albert-Kanal forciert worden. Nun werde sich zeigen, ob die belgisch-französisch-englischen Truppen auf der Linie AntwerpenNamur, die Brüssel decke. Widerstand leisten könnten.

Der Militärkritiker derGazetta del Popolo", Ge­neral Romano, schreibt, man habe immer ge­glaubt, daß eine Überraschung neutraler Staaten nur bei Kriegsbeginn durchführbar sei, während jetzt die deutschen Truppen, acht Monate nach Kriegsbeginn, nachdem Holland und Belgien um­fassende Verteidigungsanlagen errichten konnten, er­folgreich in diesen beiden Ländern seien. Wunder­bar an diesem deutschen Manöver sei nicht nur das große Geheimnis, von dem es umgeben war und feine sorgfältige Vorbereitung, sondern auch die Genauigkeit der Durchführung. Auf diese Weise konnte der deutsche Vormarsch trotz dem Widerstand der Gegner unerbittlich und sicher vorgetrieben wer­den, und nichts werde ihn aufhalten können. Frank­reich und England würden so zur härtesten Schlacht der Geschichte gezwungen.

Das halbamtlicheGiornale d'Jtalia" meint, die Art des deutschen Vormarsches habe einen Grad der Vollkommenheit erreicht, den kein Techniker der Welt verkennen könne. Diefurchtbare" Ueberschwem- mung, die von Holland als eine unüberwirdliche Verteidigung betrachtet worden sei, hätte der deut­schen Taktik nicht widerstehen können. Auch

Deutsche Fallschirmspringer.

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Nachdem der französische Ministerpräsident Rey - n a u d die Lüge verbreitet hatte, die in Belgien und Holland eingesetzten deutschen Fallschirmspringer hätten belgische oder holländische Uniform bzw. Zivil getragen, hat das Auswärtige Amt die militärische Stellung der deutschen Fallschirmspringer dargelegt. Wie unser Bild beweist, ist die allgemein bekannte und der besonderen Kampfesweise der Fallschirm­truppen angepaßte Uniform weder mit Zivilkleidung noch mit irgendeiner Uniform fremder Heere zu ver­wechseln. Bei der großen Führerparade am 20. April v. I. hatten übrigens sämtliche ausländischen Militär­attaches in Berlin Gelegenheit, Fallschirmspringer mit ihren Uniformen in großer Anzahl zu sehen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

zwischen den Land- und Luftstreitkräften bestehe überall die engste Zusammenarbeit. Auf diesem Ge­biet besitze Deutschland eine nicht zu bestreitende Ueberlegenheit gegenüber den Westmächten.

DieTribuna" sagt, die Deutschen hätten auf der ganzen Linie die Initiative in der Hand behalten, und den Westmächten sei es bis jetzt nicht gelungen, ihren Vormarsch wirksam aufzuhalten ober zum Stillstand zu bringen. Die Westmächte, die, wie man sogar in Paris offen zugebe, von den Deutschen an der Maas überrannt worden seien, seien ge­zwungen, den Kamps da anzunehmen, wo es die deutsche Heeresleitung gewollt habe. Alles in allem, die Deutschen seien an der ganzen Front in der Offensive. Die Schlußworte des Aufrufes, den der Führer bei Beginn des Vormarsches in Bel­gien und Holland an die deutschen Truppen gerichtet habe, ließen keinen Zweifel bestehen: Deutschland kämpfe seine größte und schönste Schlacht, und die deutschen Soldaten kämpften sie mit stürmischem Eifer, Begeisterung und dem entschlossenen Willen, zu siegen.

Großer Eindruck in Schweden.

Stockholm, 15. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Meldungen über die erfolgreichen deutschen Opera­tionen am Dienstag und die Kapitulation Hollands haben auf die schwedische Oeffenttichkeit einen Ein­druck gemacht, der kaum mit Worten zu beschreiben ist. In militärischen Kreisen unterstreicht man be­sonders die Tatsache, daß die Kapitulation eines Staates von 8,5 Millionen Menschen innerhalb von fünf Tagen in der Geschichte überhaupt nicht dagewesen ist. Der restlose Zusammenbruch der holländischen Armee ttotz der Tatsache, daß das ganze Land bereits seit Monaten in den Zu­stand höchster Kriegsbereitschaft ge­setzt worden war, wird ausschließlich als das Er­gebnis der überlegenen Schlagkraft und Strategie der deutschen Wehrmacht bezeichnet. Mit äußerster Spannung erwartet die schwedische Oeffenttichkeit nun die weitere Entwicklung der Operationen in Mittelbelgien.

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Ein Korrespondent desAftonbladet", der die bel­gischen Truppen begleitet, gibt zu, daß die Bel­gier, obwohl unterstützt von französischen Streit­kräften, ständig im Weichen begriffen feiert. Von französischer Seite würden verzweifelte An­strengungen gemacht, die Deutschen in ihrer Flanke anzugreifen, doch fei dies bisher nir­gends gelungen. In den Ardennen fetzten die Deuffchen ihren Vormarsch auch mit starken Tank­abteilungen fort. Der belgische Widerstaick» weiche ständig dem deutschen Druck, und am Dienstagmittag sei auch hier ein Zurückziehen der belgischen Ein­heiten zu verzeichnen gewesen. Von belgisch-franzö­sischer Seite läßt sich das Blatt wiederum van einem eigenen Korrespondenten melden, daß alle Landstraßen voll Material und Truppentransporten seien, die sich gegen Norden bewegten. In entgegen­gesetzter Richtung ergieße sich ein 1 a n g e r $ l ü d) t- I i n g s ft r o m von Belgien nach Frankreich. Die ungenannte Grenzstadt, in der sich der Korrespon­dent befindet, mache so erklärt er einen ver­wirrenden Eindruck.

ÄeueanttenglischeKuudgebungen in Aalien.

Mailand, 14. Mai. (Europapreß.) Auch in Mailand sind die schon aus Rom bekannten eng- landfeindlichen Plakate in den Straßen angeschlagen worden, die unter der Ueberschrift England hat den Omnibus verpaßt"Aeußerungen aus den Unterhausreden Chamberlains über die mißglückte Expedition der Weftmächte ironisieren und die Feststellung des ehemaligen englischen Ministerpräsidenten wiedergeben, das gutausgerü- ftete deutsche Heer könnte unverhofft einen Angriff gegen England unternehmen.

Zugleich macht sich der Unmut in Italien über die englisch-fvanzösiche Seekontrolle in wetteren Stü­de n t e n f u n b g e b u n g e n Lust. DerPopolo d'Jtalia" stellt einen seit September erfolgten Stimmungsumschwung fest und betont, die Ein­stellung Italiens sei bekannt. Wer noch zweifle oder anderer Ansicht sei, müsse als Feind behandelt werden. Man lebe in einer entscheidenden historischen