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Mittwoch, 15. Naim«

Beilage«: Die Illustrierte Gießener Familienblätter

von Merzig und südlich p timafens in die feindlichen Stellungen ein und nahmen Engländer und Franzosen gefangen.

Außer der starken Unterstützung des Heeres griff die Luftwaffe verschiedene feindliche Flugplätze an. Auf dem Flugplatz h a m st e d e wurden allein 26 am Boden stehende Flugzeuge z e r st ö r t. 3m ganzen betrugen die Verluste des Gegners am 13.Mai etwa 150 Flugzeuge, davon wurden im Luftkampf 47, durch Flakartillerie 37 abgefchos- sen. 27 eigene Flugzeuge werden vermißt.

von Mezitzres Eharleville fast überall erreicht und an vielen Stellen überschritten. Unter dem Schuh von ununterbrochen angreifenden deut­schen Kampf-, Stuka- und Zerstörerverbändev und deren niederschmetternder Wirkung gelang es, die Maas auch auf französischem Gebiet zu überschreiten.

Südlich Saarbrücken zeichnete sich der Leut­nant eines Infanterie-Regiments Otto Schulz durch besondere Tapferkeit aus. In Erweiterung der gestrigen Angriffserfolge brachen wir in der Gegend

Französische Panzerverbände nordwärts Aamur zvrülkgeworsen.

Berlin, 14. Mai. (DRV.) Nordwärts Namur kam es zum ersten Male in diesem Krieg zu einem Grotzkampf zwischen P an z e r v e r b ä n - den. Französische Panzergeschwader waren deut­schen Panzerkräften entgegengeschickt worden, um ihr weiteres Vordringen in Richtung auf die Dyle- S tellung zu verhindern. In engem Zu­sammenwirken mit Kampfverbänden der deutschen Luftwaffe nahmen die deutschen Panzerkräfte unverzüglich den Kampf auf. Die Franzosen wurden g e f ch l a g e n und fluteten zurück, hierbei faßte die deutsche Luftwaffe sie nochmals. Stark erschüttert gehen sie nunmehr, verfolgt von den deutschen Pan­zerverbänden, auf die Dyle-Stel.lung zu­rück.

l-v. Jahrgang Ur. U5

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags

Oie holländische Regierung nach London gesiohen.

Mailand, 14. Mai. (Europapreß.) Der Ober« kommandierende der holländischen Truppen, General 'Dinkelmann, teilte durch den Rundfunk der hol« ländischen Bevölkerung mit, daß die Regierung der Niederlande ihren Sitz nach London verlege.

nuna der holländischen Truppen von den belgischen hat in englischen Militärkreisen die Furcht vor einem deutschen M a s s e n a n g r i f f auf englische Flugplätze verstärkt. Man fürchtet auch deutsche Luftangriffe auf englische Hafen- anlagen, Eisenbahnknotenpunkte und dgl. und ist dazu übergegangen, neben der Alarmierung aller zivilen Schutzverbände den Polizeistationen in der Nähe der angeblich bedrohten Punkte Waffen- und Munitionslager einzurich'ten, um auch die Polizei für einen militärischen Einsatz bereit zu machen.

Zwei Kreuzer, ein Zerstörer versenkt.

Erfolgreicher deutscher Luftangriff im See­gebiet der niederländischen Küste.

Berlin, 14. Mai. (DRB.) Die deuische Luft­waffe Hal heute im Seegebiet der nieder­ländischen Küste feindliche Leestreilkräfte und Transporter erneut angegriffen. Es wurden zwei Kreuzer versenkt, ein Kreuzer durch eine Bombe schwer getroffen und in Brand gesetzt, ein Zerstörer versenkt, ein 25 000-Tonnen-Dampfer von einer schweren Bombe getroffen. Dieser brennt seit meh­reren Stunden. Weiter wurde ein 8000-Tonnen-

' Dampfer durch Bombentreffer schwer beschädigt.

Zwei Forts der Festung Namur genommen

Oie Niederkämpfung der restlichen Forts von Lüttich.

Der holländische Staat in fünf Tagen zur Kapitulation gezwungen

Nach Llebergabe Rotterdams den nutzlosen Widerstand aufgegeben. Deutsche Truppen an der mittleren Maas in Dinant, Givet und Sedan eingerückt.

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/rMr d es Vormittags Grundpreise für 1 mm Höbe bei Anzeigen von 22 »m Breite? Pf., Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf- Wied erb olung Malstaffel l AbschllisseMengenstaffelB Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/omehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen

und behördliche Anzeigen von 22 mm Brette 6 Pf-

Berlin, 14. Mai. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Unter dem gewaltigen Eindruck der Angriffe deutscher Sturzkampfflieger und des bevorstehenden Panzerangriffs auf die Stadt hat Rotterdam kapituliert und sich dadurch vor der Vernichtung bewahrt. Rach der Kapitulation von Rotterdam und ange­sichts der bevorstehenden Bedrohung der hol­ländischen Hauptstadt hat der holländische Befehlshaber den aussichtslosen Widerstand aufgegeben und seinen Truppen den Befehl zur Einstellung des Kampfes erteilt. In Zeeland geht der Kampf weiter.

Damit ist atn 5. Tage des gegen Deutschland provozierten Kampfes der holländische Staat zur Kapitulation gezwungen worden. Die Provinz Zeeland umfaßt die vor­gelagerten Inseln, über die der.holländische Oberbefehlshaber offensichtlich keine Vefehlsgewalt mehr besitzt. Ihre Besetzung durch deutsche Truppen ist nur eine Frage von Tagen. Dieser gewaltige Erfolg wurde errungen im Zu­sammenwirken der deutschen Truppen des Land­heeres und der Luftwaffe. Lr stellt eine militärische Leistung einziger Art dar.

Deutsche Truppen in Dinant, Givet und Sedan einaeruckt.

Berlin, 14. Mai. (DRV.) Deutsche Truppen warfen heute britische, französische und belgische Kräfte an der Gelte und verfolgten sie in Richtung auf die Dyle-S tellung bei Löwen und Wavre.

In Rordbelgien haben deutsche Panzerverbände in der Verfolgung des zurückflutenden Feindes L i g n y, das historische Schlachtfeld von 1815, er­reicht.

Deutsche Truppen sind nach gewaltigen Marsch­leistungen durch Südbelgien bis an die Maas in Dinant, Givet und Sedan eingerückt.

Die gleiche Regierung, die vor einer halben Woche noch das holländische Volk auf forderte wie sie selbst heldenmütigen Widerstand zu lei­sten, flieht jetzt unter fadenscheinigen Gründen und behauptet mit frecher Stirn, daß sie nur die Flucht ergriffen habe, weil sie nur von England aus ihr Land weiter regieren könnte. Um dem Zynismus die Krone aufzusetzen, fordert die gleiche Regierung nach ihrer feigen Flucht noch die Beamtenschaft Hollands auf, treu auf ihrem Posten auszuharren und dem Lande zu dienen. Wir sehen in dieser ver­antwortungslosen Haltung das Musterbeispiel einer Staatsführung, wie sie für uns Nationalsozialisten, aber auch für jeden anständigen Menschen in der Welt unverständlich ist. Mit Abscheu wenden sich alle verantwortungsbewußten Männer der Welt von diesen Feiglingen ab, die ihr Volk in den Krieg hin­eintreiben, namenloses Unglück über das Land hereinbrechen lassen, um dann im entscheidenden Augenblick die Flucht zu ergreifen. Nachdem die holländische Regierung ein paar Tage lang nichts unversucht gelassen hat, um unter Mißbrauch des Appells an die nationalen Pflichten die Bevölkerung zum nutzlosen Widerstand aufzuputschen, während ihr eigenerKrieg" nur in dem Erfinden von Greuelnachrichten bestand, suchte sie gerade in dem Augenblick, wo es galt, sich zum Kampfe zu stel­len, ihr Heil in der Flucht und überließ Land und Volk dem eigenen Schicksal. Das holländische Volk wird sich über diese Sorte Staatsmänner seine eigenen Gedanken machen. Vor der Weltöffentlich­keit sind sie gerichtet. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, für die Zusammenarbeit der hollän­dischen Regierung mit den englischen Kriegshetzern, so ist dieser durch die Flucht der holländischen Staatsmänner nach England vollauf erbracht.

Holland kapituliert.

Zn einem Siegeszug ohnegleichen, der unerhörte Marschleistungen und ein ungemein exaktes Zusam­menwirken aller Waffen vorvussetzte, hat die deut­sche Wehrmacht in der unglaublich kurzen Zeit von fünf Tagen die Niederlande zur Kapitulation ge­zwungen. Zn ungeheuren Märschen waren bereits in den ersten Tagen die nördlichen Provinzen Groningen und Friesland von deutschen Truppen besetzt, in 48 Stunden wurde Harlingen an der westfriesischen Küste erreicht, eine Leistung, die erst ganz in Erscheinung tritt, wenn man sich die Ent­fernung von 120 Kilometer Luftlinie«zwischen der Reichsgrenze und Harlingen vor Augen hält. Der strategisch entscheidende Vorstoß gegen die hollchi- dische Wehrmacht wurde indessen weiter südlich durch die Provinzen Oberyssel, Geelderland uno Brabant geführt. Hier galt es, die. östlichste Wider­standslinie entlang des Pssel-Flusses zu durchstoßen. Diese und die 40 Kilometer weiter zurückliegende zweite, sogenannte Grebbe-Linie, die sich von Amerssoort südlich der Zuider-See in Richtung Rhenen bis zu dem kleinen Ort Grebbs erstreckt, wurden ebenfalls in schnellem Zupacken durch­brochen, und auch die weiter südwärts angelegte Verteidigungszone der Peel-Linie, die von Rhenen bis Roermond durch zahlreiche Bunker, Maschinen­gewehrnester und Tankfallen verstärkt war, ver­mochte dem deutschen Angriff nicht standzuhalten. Inzwischen war es durch die überaus schneidige Tat unserer Luftwaffe gelungen, im Raum von Rotter­dam Truppen zu landen und damit den ersten Ein­bruch in dieFestung Holland" durchzufuhren.

DieFestung Holland" ist ein feststehender geo­graphischer Begriff, dessen strategische Bedeutung bereits die Römer erkannt hatten. In dem Frei­heitskampf der Niederlande gegen die spanische Herrschaft wurde dieses Kernstück der Provinzen Nord- und Südholland zum wichtigsten Bollwerk der Verteidigung gegen die spanischen Truppen. In moderner Zeit ist dieses Gebiet, das etwa durch die Städte Hilversum, südlich der Zuider-See, Utrecht, Rotterdam, Den Haag, dann durch die holländische Küste bis zur Nordküfte bei der Insel Vieringen gekennzeichnet wird und das großenteils mehrere Meter unter dem Meeresspiegel liegt, durch zahl­reiche Forts, vor allem in der Umgebung von Utrecht und an den Durchgangsstellen der großen Flußarme des Rhein-Maas-Deltas (Lek, Waal, Merwede) zur letzten Verteidigungsstellung ausae* baut worden. Um nicht das ungemein wichtige An­baugebiet der holländischen Landwirtschaft durch Ueberschwemmungen zu vernichten, war nur vor­gesehen, einen Grenzgürtel unter Wasser zu setzen, während mit dieser Verteidigungsanlage, die in letzter Zeit erheblich modernisiert worden war, das Kernstück Hollands und vornehmlich die Hauptstadt Amsterdam geschützt werden sollte.

Die schon erwähnte Grebbe-Linie bedeutete eine Verstärkung derFestung Holland" in dem Hügel­land zwischen Amerssoort und Utrecht und dem von Kanälen und Flüssen durchzogenen Niederungs­gebiet des Geelderschen Tales. Die Wel-Linie deckte das Hügelland der Veluwe siüllich Apeldoorn und

Berlin, 15. Wal. (DRV. Funkspruch.) Heber t die Kämpfe um die Befestigungen südlich l und ostwärts Lüttichs erfahren wir, daß 1 auf dem Westufer der Waas die Forts Lantin J und Loucien bereits am 13. Wai gefallen ( find. Das Fort Tancremont-Pepinster > hat nach Beschießung durch schwere Artillerie sein : Feuer eingestellt.

Zwei Forts der Festung Ramur wurden ' ebenfalls genommen.

Britische Sorgen.

Genf, 14. Mai. (Europapreß.) Daß man in Eng­land die Lage keineswegs rosig ansieht, schreibt der stets gutunterrichtete Londoner Korrespondent der BaslerNationalzeitung", er berichtet:Die Urteile der britischen Fachleute über die Kriegslage sind vorsichtig. Es wird eingeräumt, daß die Deut­schen bereits merkliche Erfolge erzielt haben und daß ihre Hauptmacht noch nicht in den Kampf eingetreten ist. Das Publikum wird davor gewarnt, schon jetzt von einem Scheitern der Blitzkriegstaktik zu reden, denn auch der Blitz­krieg entscheide sich nicht in Tagen, sondern in Wochen."

Das Vorrücken der deutschen Truppen an der holländischen Kanal- und Nordseeküste und die Tren-

Bei Sedan

70 feindliche Flugzeuge abgeschoffen.

Berlin, 14. Wai. (DRB.) Dienstag wurden nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen im Raume von Sedan von deutschen Jagdfliegern 7 0 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Ls ist damit zu rechnen, daß sich das Abschuhergeb- nis noch beträchtlich erhöht.

Der Wehrmachtsbericht vom Dienstag.

Führerhauptquartier, 14.Wai. (DRB.) Das OKW. gibt bekannt:

In Holland ist es gelungen, den Einbruch in die Grebbe-Linie südostwärts Amerssoort zu erweitern und in Richtung Htrecht Raum zu gewinnen. Weitere Kräfte werden vom Süden her in die Festung Holland hineingeführt, in der unsere Truppen nach Vernichtung einer feindlichen Kräftegruppe bei Dordrecht bis Rotterdam durchgestoßen sind. Weiter südlich drangen unsere Truppen über Breda gegen die Schelde- Mündung vor. R o s e n d a a l wurde genommen.

In Belgien wurde gestern auch der Turn- h o u t - K a n a l südostwärts der gleichnamigen Stadt überschritten und weiter südlich die Große Gelte erreicht. Rördlich Ramur stoßen unsere Panzerkräfte den auf die befestigte ® 91e' eJ * lung zurückgehenden feindlichen Panzern nach, die durch die vorausgegangenen Angriffe aus der Luft und auf der Erde stark erschüttert sind.

Die Stadt Lüttich ist in deutscher Hand. 3m Raume südlich der Linie LüttichRamur haben unsere Truppen die Ardennen hinter sich ge­lassen und mit Anfängen die Maas zwischen Ramur und Givet erreicht. Auch in Sud­belgien verlaufen unsere Bewegungen rasch uno planmäßig. Die französisch-luxemburgische und fran­zösisch-belgische Grenze ist bis in die hoyej

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