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Deulschland-Ägoslawien 1:2 (0:2)

(Nachdruck verboten!)

4. Fortsetzung.

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vermesse nur. Mit der Entscheidung habe ich fl°r

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die an-

Kußball um die KriegSmeisterschasten

Die Spiele des gestrigen Sonntags brachten fol-

5:1 6:1 6:0.

Gut, ich werde bei meinen Leuten daheim Friedensverhandlungen einleiten. Wenn wieder derer Wind weht, hole ich dich herüber."

Jutta nickt ihm zu, aber chre Äugen schauen zweifelnd an.

Turnvereine zu gemeinsamer Arbeit bereit.

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Klock Deutsche ' Halden ko -er schwed Iruppen V ivegisch heftige schwedische Truppen i schwedi! entwaffnet

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Um Gotteswillen, Dolf!" Jutta tut entsetzlich aufgeregt.Du vergißt Hermine Schmidtchen! D'.e überlebt es nicht, wenn unser guter Ruf angetastet würde! Ein Brautpaar unter einem Dach un­möglich! Geh' du nur auf den Gräfehof!"

Lachend schwingt Jutta sich auf die Mauer.

MstÜUK Waffen,Leim?

Noman von Martina tftfarWm

gende Ergebnisse:

1900 Gießen VfB. Gießen . . .

FL. Wetzlar Rodhelm.....

Watzenborn SB. Wetzlar ....

VfB.-H im Hintertreffen.

1900 VfV.-R. 5:1.

nichts zu tun."

(Fortsetzung folgt.)

Briefkasten der liedaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

£. ft. Speisen aus Ochsenzunge sind markenpflich- tig, d. h. ein solches Gericht darf nur gegen die Her- gäbe der entsprechenden Fleischmarken abgegeben werden.

Ein Abonnent. Die Instandsetzungskosten beziffern sich auf 17 o. H. der Friedensmiete, d. h. derjenigen Miete, die am 1. Juli 1914 bezahlt wurde. Welcher Mietpreis in Ihrem Falle am 1. Juli 1914 gültig war und mithin Grundlage für die Berechnung der 17 v. H. ist, müssen Sie feststellen.

SM

Mach' dir's nickst schwer^ Die Sache tst vorerst mal gründlich verfahren. Uns beiden kann das ja nichts anhaben aber immerhin: tu' nichts Vor­schnelles. Die. Zeit renkt alles wieder ein. Grüß' die Erni, und hier, di« Tüte gib dem Jupp!"

Ein rasches Winken, und Jutta springt von der Mauer. Ehe Rudolf zum Gräfehof hinabsteigt, ver­weilt er noch ein paar Minuten am Waldrand. Goldgelb färbt die Sonne den Horizont. Die Kirche von Hochkirch, dahinter der Schleifberg alles ist wie durchsichtig. Ein schöner Sommertag geht sanft zu Ende.

Schon liegt das Gräfehaus im Halbdunkel. Ein Bild des Friedens. Aber der Fuß, der sonst so schnell diesem schützenden Dach zustrebt, zögert heute. Rudolf trägt noch den dunklen, feierlichn Anzug. Wie ein Fremder steht er da und sieht auf dos breite, bäuerliche Häus hinab. Wie einer, der nicht mehr hineinpassen, will. Torheit er und die Jutta gehören zusammen. Wenn alle Menschen so ohne Stolz und Dünkel wären wie die Jutta ... '

Rudolf geht mit trotzigen Schritten hinab. Ist es nicht auch ein Herrenhaus, wie es dasteht, hell­grau in feiner schmalbretttgen Holzverschalung? Im Dache die lange Linie dicht nebeneinandergereihter Fenslerchen, der Giebel, mit Schnitzwerk geziert und unterbrochen. Als echtes Lausitzer Haus mit dem behauenen Sandsteinportal, den verschlungenen Ini­tialen des Erbauers und der Jahreszahl als Be-

Wirtschaft.

Reichsbankbericht 1939.

In dem Verwaltungsbericht der Deutschen Reichs­bank für 1939 wird u. a. unterstrichen, daß der deutsche Kreditapparat zu Kriegsbeginn eine außer­gewöhnliche Leistungsprobe zu bestehen hatte, daß aber die deutschen Kreditinstitute jederzeit in der Lage waren, der Wirtschaft die erforderliche Kredit- Hilfe zu gewähren. Die Reichsbank hat es bei Kriegsausbruch als ihre selbstverftändlicke Aufgabe angesehen, nicht nur mittelbar durch Ausnutzung der in der deutschen Geldmarktverfassung liegenden Möglichkeiten, sondern auch unmittelbar durch Ein­satz ihrer eigenen Kreditkapazität sich dem Reiche bei der Finanzierung der Reichsvorhaben zur Ver­fügung zu stellen. Sie behielt dabei jederzeit aus­reichende Beweglichkeit, um auch der deutschen Pri­vatwirtschaft Kreditrückhalt zu gewähren. Die Große des von der Reichsbank insgesamt befriedigten Kre­ditbegehrs spiegelt sich in ihrem Status wider^Dle Gesamtanlage in Wechseln, Lombards und Wert-

Die Turnvereine des Stadtkreises Gießen, der Mtv., der To. 1846 und die Turnvereine Gicßen- Wieseck und Gießen-Klein-Linden vereinten sich zu­sammen mit den Gästen vom Tv. Heuchelheim zu einem ersten Kameradschaftsabend imBurghof", an dem neben der stattlichen Turnerinnenabteilu7ig auch einige Urlauber teilnahmen. Der außerordent­lich gut besuchte Abend wurde von Musik und ge­meinsamen Gesängen umrahmt. Vereinsführer Fritz Wiegand vom Tv. 1846 begrüßte die Erschiene- nen und gab eine Begründung für die Notwendig­keit solcher kameradschaftlicher Zusammenkünste. Dabei gedachte er vor allem der Turner im Ehren- kleid des Soldaten. Er führte u. a. aus, daß diese Kameradschaftsabende dazu dienen sollen, die Kräfte in der Gemeinschaft zu stählen. Eine der wichtig- sten Arbeiten ist die Ertüchtigung des Volkes durch die Leibesübungen. Der Dereinsführer des Mtv. Kari Müller wies in seiner schwungvollen An­sprache darauf hin, daß die Heimat die zweite Front sei und jeder Deutsche feine ganze Person einzusetzen habe, damit beide Fronten das unüber­windliche Bollwerk blieben. In diesem Sinne müssen auch die Kameradschaftsabende als Appelle Ar** Pfuchterfülluna auf gefaßt werden. In diesem Z' sammenhange Sanfte er den so zahlreich erschienenen Altersturnern für ihre Mitarbeit, bis einmal die Turner in die Heimat zurückgekehrt und die Jugend das Banner übernommen haben wird. Dabei ge­dachte er auch aller im Volkstumskampf im Osten, besonders in Polen ermordeten und verletzten Tur­ner und widmete auch den für das Vaterland Ge-

Der gestrige Lokalkampf auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900 erfüllte nicht alle Hoffnun­gen, die daran geknüpft worden waren. Die Grün­weißen waren diesmal für die 1900er nicht der voll­wertige Gegner, als den man die Mannschaft sonst kennt. Die Leute vom Waldsportplatz machten sicht­lich einen etwas überspielten Eindruck, waren im Sturm viel zu wenig aktiv, kamen gegen die geg­nerische Verteidigung nie recht zum Zug, und hatten außerdem das Pech, einen Mann im Tor zu haben, der vier Bälle passieren ließ, von denen bei einiger- maßen besserer Verfassung zwei hätten gehalten werden müssen. Erst als er durch Verletzung aus- schied, hatten es die Blauweißen nicht mehr so leicht, zu Toren zu kommen.

Die Platzbesitzer hatten das Spiel rwn Anfang an und währet der ersten Halbzeit völlig in der Hand. Die Grünweißen kamen kaum über oie Mit-

Park?"

Schneider ist platt über diesen Zorn. Er grinst ein wenig unbeholfen. Was will der Alte?

Ja, mein verehrter Herr Gräfe, der Weg, den die künftige Bahn nehmen wird, steht vorläufig noch

Seinem hohen Alter entsprechend ist der Jubilar noch körperlich und geistig auf der Höhe. Wir wünschen ihm einen weiteren angenehmen Lebensabend.

65 Jahre (Soldat

LPD. D a r m st a d t, 14. April. Am 15. April blickt der demnächst 82jährige Generalleutnant v. Kl ein sch mit auf eine 65jährige Militär- dienstzeit zurück. Als 17jähriger Kadett trat er m das Großherzgl. Artilleriekorps in Darmstadt em, wo er Leutnant wurde. Dem hessischen Artillerie- offizierkorps gehörte er 31 Jahre aktiv an.

Nun hat sie es doch fertiggebracht, das Gespräch wieder von sich wegzuschieben.

5)err Schneider will nach Weißenberg", sagt sie noch.

So, nach Weißenberg?" Langgedehnt, instinktiv von Mißtrauen erfüllt, kommen diese Worte auf Christoph Gräfes Mund.Was sind Sie denn eigent- lich von Beruf?" fragt er geradezu. ,

Dem Herrn Schneider ist die hübsche Haustochter wichtiger als der Hausherr.

Ich?" sagt er leichthin.Jngenieuer, Vermes­sungsingenieur."

Der alte Gräfe hat sich weit über den Tisch gebeugt. Rudolf sieht aus, als habe er Zahnschmerzen bekommen.

Vermessungsingenieur?" Ein Gewitter ballt sich zusammen.Was haben Sie denn zu vermessen?"

Autobahn", kurz, bestimmt; ohne Kümmernisie, immer mit einem kecken Blick in Ernis Gesicht, wird das gesagt.

Erst als Gräfes Stuhl mit einem Ruck bis zum Ofen fliegt, horcht der Herr Schneider auf. Was ist denn hier los? Was hat denn der Alte auf einmal für einen Zorn? Raft im Zimmer auf und ab wie ein grimmiger Tiger!

Das ist ja großartig das ist ja ausaezeichneift Alle schauen das Familienoberhaupt gespannt und erschrocken an.

Wie ein Klotz baut Gräfe sich neben dem In­genieur auf.

So, da haben wir ja gleich mal einen von diesen Herren. Nun mal Farbe bekannt, mein Herr!"

Aber Vater, Herr Schneider hat dock keine Ahnung", ruft Rudolf in seiner raschen Art da­zwischen. Ein vernichtender Blick bringt ihn -um Schweigen.

Raus mit der Sprache wohin führt die Auto­bahn? Ueber die Gräfewiesen oder über den Rodaer

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"Justizpersonalie. Oberamtsrichter M fl l- le r, der bisher das Amtsgericht in Herbstein leitete, mürbe mit Wirkung vom 1. Oktober 1939 an das ~ sgericht Gießen versetzt.

Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 29. März bis 4. April ein: gegen Kraft­ahrzeugführer mit 1 Anzeige und 2 gebührenpflich­tigen Verwarnungen; gegen sonstige Fahrzeugführer mit 6 Anzeigen und 5 gebührenpflichtigen Verwar­nungen; gegen Radfahrer mit 13 gebührenpflichti­gen Verwarnungen; gegen Fußgänger mit 6 ge­bührenpflichtigen Verwarnungen.

ab-ge-faufenen Vierteljahr fort. Die Guthaben in laufender Rechnung stiegen ebenfalls um 18000 RM. Die seit 1931 bestehende Bankschuld konnte im Be- richtsjahr vollkommen frefeitigt werden, die An­lagen bei der Bank stiegen bis Ende 1939 auf 22 500 RM. und betragen jetzt über 60 000 RM. An neuen Krediten wurden in 1939 = 38 640 RM. gewährt, dazu kommen noch 95 800 RM. Rückzah­lungen, so daß der heimischen Wirtschaft wieder 134 440 RM. zugeführt werden konnten.

Die Jahresrechnung und Bilanz erhielt die Ge­nehmigung der Versammlung. Don dem Reinge­winn, der 1482 RM. beträgt, werden 4 v. H. Divi­dende oerteilt, während der verbleibende Rest den Reserven zugeführt wird. Dem Vorstand und Auf- ichtsrat wurde Entlastung erteilt. Der Vorsitzende onnte der Versammlung noch eine weitere Zins- enfung und darüber hinaus die Umschreibung der Aufwertung zur allgemeinen Spareinlage befannt- geben. Nachdem noch einige geschäftliche Mitteilun­gen gegeben waren, wurde die Versammlung in üblicher Werse geschlossen.

Ehe die von Gauchel geführte deutsche Angriffs- | reihe den richtigen Zusammenhang gefunden hatte, lagen wir nach Treffern Glisovic und Delft schon 0:2 im Rückstand, der, als er in der zweiten Halb­zeit etwas bester klappte, nur durch einen Gegen­treffer von Lehner verkürzt werden konnte. So ging das 171. Länderspiel ^des deutschen Fuhballsports verloren. Neben unglücklicher Mannschaftsaufstel- lung war auch die mäßige Form einiger Spieler ursächlich dafür.

Erfreulich ist aber die Feststellung, daß es Deutschland wiederum gelana, inmitten einer Kampfes um Sein ober Nichtsein wieder mit sei­nen Freunden einen großen Sportkampf wie in Friebensieiten durchzuführen, als sichtbares und untrügliches Zeichen für seine innere Kraft, Stärke und Geschlossenheit.

papieren stteg um 3476 auf 12 619 Mill. RM., der Notenumlauf stieg entsprechend um 3575 auf 11 798 Mill. RM. Vom gesamten Zahlungsmittelumlauf von 14 502 (plus 4114) entfielen am Jahresfchluß 957 Mill, auf Rentenbankscheine. Die Zahl der Ge- fvlgschaftsmitglieder stieg von 18 931 aus 19 753. Die Gesamtumsätze erreichten 1 751 457,9 Mill. RM. gegen 1 444 477.5 Mill. RM i. V. Die Ertrage ftie- gen auf 316,4 (23,0) Mill. RM., anderseits belaufen sich Aufwendungen auf 199,4 (189,3) M ll. RM., davon 123,7 (124,3) Mill. Verwaltungskosten. Dem Delkretderefonds wurden 45 (33) Mill, zugewiefen, die Rücklage für Notenneudruck bei 10,3 Entnahme durch Zuweisung von 20,1 (12,0) wieder auf 31,0 Millionen erhöht, die Rücklage für Neubauten bei 13,8 Mill. Entnahme durch Zuführung von 10,6 (20,0) auf 55 (58,2) Mill, gebracht. Aus 117,0 (40,7) Mill. Reingewinn werden 10 v. H. = 11,7 (4,1) Millionen der gesetzlichen Rücklage zugeführt, wie- der 5 v. H. an die Anteilseigner gezahlt, 97,8 (29,1) Millionen neu vorgetragen. HD. am 19. 4.

Der deutsche Fußballsport hat auch seinen zweiten internationalen Kampf dieses Jahres nicht sieareich beenden können. Nach dem 2:2 gegen Ungarn folgte diesmal im Wiener Praterstadion vor 50 000 Zu­schauern sogar eine Niederlage gegen Jugoslawien mit 1:2 (0:2) Toren. Sie mutet aufs erste um so erstaunlicher an, als wir die Jugoslawen im letzten Agramer Kampf noch glatt bezwingen konnten. Dem Ergebnis des Kampfes ist aber alles Abson­derliche genommen, wenn man sich erinnert, daß die ungemein schnellen und ehrgeizigen Jugoslawen augenblicklich in einer Hochform spielen, die jüngst erst ihr 4:0-Sieg über die Schweiz unterstrich. Die­ser Gegner kann etwas und traf am Sonntag auf eine hauptsächlich von Wiener Spielern gebildete deutsche Elf, die zumindest im Angriff aus zwirn genben Umständen heraus nicht sehr glücklich ausge­stellt werden konnte.

frönung. Die beiden schmalen Flurfenster rechts und links find mit schmiedeeisernen Gittern versehen.

Schon 1712 stand das Haus lange bevor der wackre Friedrich-Karl von Plesten auf dem Hutberg fiel. Stolz kann man fein auf so ein Vaterhaus, auf das ganze große Anwesen, das sich im Hinter­grund des Wohnhauses in einer Reihe von Ge­bäuden anfügt.

Eintreten! Mit einem Scherzwort will er alle Zwistigkeiten aus der Welt schaffen.

Auf der Truhe im Flur liegt ein fremder Man­tel. Ungewohnte Stimmen erklingen hinter der Tür. Besuch? Vielleicht ist es gut, vielleicht er­schwerend ...

Am Tische sitzen im Kreis der Familie eine Frau und ein Mann.

Guten Abend!" unterbricht Rudolfs Stimme die Unterhaltung. Irgend etwas Neues, Freund­liches ist im Zimmer. Rudolf hat sofort Witterung davon.

Gehört diese Frau zu dem Mann? Sie erhebt sich. Blaue Augen leuchten ihm entgegen.

Das ist also der Dolf!" Niemand in der Familie nennt ihn so. Man muß diese Hand fest und erfreut schütteln.

Da habe ich euch ja nun alle beisammen. Genau wie ich es mir dachte ..

Sieb einer an, das ist also die Tante Lena, Mut­ters jüngste Schwester. Ein Stück von der Art feiner verstorbenen Mutter ist eingekehrt. Rudolf setzt sich mit einem beruhigten Gefühl in Lenas Nähe.

Ich wollte euch gern noch einmal alle Wieder­sehen", sagt sie.

Du sprichst gerade, als wärst du das letzte Mal bei uns", meint Erni vorwurfsvoll.

Rudolf hat den unbekannten Mann noch nicht einmal begrüßt, so sehr hat diese blonde junge Ver­wandte seine Blicke auf sich gezogen.Ver- zeihung", lachend wird er vorgestettt. So, also ein Bekannter Lena Dettetings, der zufällig den­selben Weg hatte.

Da haben Sie ja eine ordentliche Kilometerzahl hinter sich, wenn Sie von der Weser kommen ..."

Rudolf erfährt, der junge Mann stamme aus dem­selben Dorf wie Lena Oetteking, aber es ist ihm nicht besonders wichtig. Er hat es eilig, wieder in die Nähe der blonden Frau zu kommen. Sie ist wie I ein Mittelpunkt. Selbst Hermann ist näher geruckt.

fallenen ein stilles Gedenken.

Der Kreis- und Ortsringführer des NSRL., Kamerad Sauer, überbrachte die Grüße des NSRL. und ermunterte zu neuer gemeinschaftlicher Arbeit, die sich bisher gerade unter den Turnern gut bewährt habe. Der Ehrenvereinsführer Kame­rad Erle rief (Erinnerungen an die Entwickelung der deutschen Turnersache wach und gab der Zu­versicht Ausdruck, daß nach der Verwirklichung der Ideale Vater Jahns durch den Führer nun auch der deutschen Sache der Sieg beschieden sein werde, den Vater Jahn schon erftrebt habe. Er richtete be­sonders an die Jugend aufmunternde Worte, es den alten Turnern nachzumachen, die sich mit gro­ßem Eifer und mit manchem flohen Erfolg für die deutsche Turnsache eingesetzt haben und die jetzt draußen stehen, um ihr Lebenswerk mit der Waffe zu verteidigen. Wenn die Jugend diesen alten Tur­nergeist erkenne, bann werde sie auch ihre Pfticht erfüllen für Volk und Führer.

Nachdem den beurlaubten Turner käme roden Strack vom Mtv. und Vogt jun. vom Tv. 1846 ein besonderer Gruß entboten worden war, richtete Bezirksfachwart D a u p e r t (Gießen-Weseck) einen aufmunternden Appell an alle Turner zur Förde­rung der fachlichen Arbeit. Er begründete die Not- menoigfeit der Heranbildung guter Geräteturner und zeigte, wie man schon die Kleinsten für die Turnersache interessieren und begeistern kann, damit sie dann in zäher und steter Arbeit an sich arbeiten, bis sie zu Spitzenleistungen herankommen. Es fei nun einmal so, daß ein Turner wenigstens fünf Jahre ausharren müsse, wenn er es zu einer Spitzenleistung bringen wolle. Es sei nur notwendig, daß sich die Turnhallen wieder füllten und daß vor allem die Jugend im turnerischen Geiste herange- zoaen wird. '

Dereinsführer Rinn vorn Heuchelheimer Turn­verein überbrachte die Einladung für den nächsten gemeinschaftlichen Abend in Heuchelheim. In froher Runde faßen die Turner noch einige Zeit singend beieinander.

Gpar-undOarlehenskaffee.G.m.b.H./ Äießen-Wieseck.

Am Samstagabend fand bei Gastwirt Richard Weller die Generalversammlung der Spar- und Darlehnskafse Gießen-Wieseck statt. Der Dorsitzende Weller erstattete den Geschäftsbericht, dem wir folgendes entnehmen: Auch das Jahr 1939 brachte der Kaffe eine weitere erfreuliche Aufwärtsentwick­lung. Der Gesamtumsatz, der in 1938 2 474 875 RM. betrug, stieg in 1939 um 325 000 RM. auf 2 799 685 RM. auf einer Seite des Hauptbuches. Der Bar­geldumsatz erfuhr eine Steigerung um 167 000 RM. und betrug im Berichtsjahr 1 607153 RM. Ganz wesentlich steigerten sich die Spareinlagen. Sie be­trugen in 1938 = 228 913 RM. und erreichten in 1939 = 270 022 RM., das sind 41 000 RM. mehr. Diese erfreuliche Erscheinung setzte sich auch im jetzt

tellinie. Die Hintermannschaft der Grunweißen hatte alle Hände voll zu tun, um sich der gegnt- rischen Angriffe zu erwehren. Schon nach fünf Mi­nuten fiel der erste Treffer. Ein tadellos gezielter Schuß des Halbrechten ging aus großer (Entfer­nung direkt unter der Latte ins das Netz, fast un­haltbar für den Tormann. Das zweite Tor kam dann auf eine dramatische Weise zustande. Der Ball schlug an die Latte und in das Feld zurück. Der verdutzte Tormann griff aber nicht ein, sondern ließ Kraft die Zeit, durch geschickten Nachschuß den Ball in bas Tor zu drücken. Damit hatten die Blau- weißen schon einen Dorsprung gewonnen, der schwer wieder aufzuhvlen war. Nach einem Ge­plänkel vor dem Tore der Grünweißen fiel bann auch der dritte Treffer. In exaktem Zuspiel mirften die Blauweißen zusammen und blieben dabei stets dicht vor dem Tor des Gegners. Der Torwart ließ sich dazu verleiten, herauszulaufen und damit war der dritte Erfolg fällig. Die Chancen der Gäste fielen weiterhin ab, als ihr Torwart einen Schuß aus ziemlicher Entfernung völlig falsch berechnete und in die verkehrte Ecke zu springen versuchte.

Nach der Pause gestaltete sich das Spiel weniger interessant. Die Grünweihen (nur mit 10 Mann) kamen nun zwar- mehr ins Spiel, aber zu be« geichernden Leistungen ka mes nicht. Auf beiden Sei­ten fiel noch je ein Tor. Die bessere Elf der Sp^eb Vereinigung hat den Kamps oe tibi ent gewonnen.

Nur Christoph Gräfe sitzt ein wenig abseits. Ru- dols sieht verstohlen auf den Vater. Die Stirn des Hausherrn ist wie ein gefurchter Acker. Da fchaut man lieber wieder in das feine Gesicht mit der geraden Oettekingschen Nase. Man muß dieser Stimme lauschen, alle lassen sich von ihr einfangen. Auch Christoph Gräfe erhebt endlich den Kopf.

Es wird wahrscheinlich für lange Zeit das letzte Mal sein, daß ich euch besuche", sagt die blonde Frau.

So: O o!"

Merkwürdig, wie sogleich ein Schleier des Be­dauerns über alle Gesichter fällt. Man ist sich noch fremd, man betrachtet sich noch ein wenig vor­sichtig. Und Lena Oetteking scheint nicht gewillt zu fein, eine Erklärung mit weshalb und warum zu geben. Sie fragt Jupp nach der Schule und Erni nach dem Haushalt, dreht das Gespräch auf alltäg­liche Dinge.

Christoph Gräfe hat schon einige Male den Kopf unheildrohend Rudolf zugedreht, aber Rudolf stürzt sich sofort in ein großartiges Gespräch mit dem Fremden. Kilometerzahl, Straßenbeschaffenheit, Wa- gentyp wenn man will, läßt sich dazu sehr viel sagen. Störend ist nur, daß der Mann, der sich Fred Schneider nennt, immerfort, wenn er spricht, die Erni ansieht. Rudolf bemüht sich jetzt um den Frem­den. Denn wenn das Gespräch abbricht ...

Zwischendurch hört man die anderen, die um Lena herumsitzen, reden.

Du könntest doch wenigstens einmal in jedem Jahr zu uns kommen", sagt Erni.

,X) weh, jedes Jahr", Lena lacht ein bißchen, jedes Jahr von Ostpreußen her weit draußen von der litauischen Grenze, vom fernsten Winkel unseres Landes?"

Wie? Was?" Alle fragen sie. Hermann auch ja, Hermann!

G-hst du denn nach Ostpreußen?" Das erstemal beteiligt der Große sich am Gespräch.

3a; ich geh' nach Ostpreußen. Auf ein Gut. Ihr wißt doch, ich bin seit Jahren auf Gütern. So eine Art Faktotum Gutsgehilfin oder auch Sekretärin, wie man's nimmt. Und ehe ich nun nach Ostpreußen fahre, wollte ich noch mal bei euch Einkehr halten. Es traf sich gut, daß Fred Schneider auch gerade den Weg hierher hatte und mich mttnahm,"'

uic luiijuyc «uyii iicvnieii luiiu, jmji uuliuui

in den Sternen geschrieben. Und außerdem, ich W3**

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Aus Der engeren Heimat.

Autozusammenstoß in Lich.

Lich, 14. April. Am gestrigen Samstagnach- mittag ereignete sich in der Butzbacher Straße kurz vor her Stadtgreuze ein Zusammenstoß zwi­schen einem Lastkraftwagen und einem Per­sonenauto. Bei dem Zusammenprall trug der Autolenker Kopf- und Beinverletzungen bavon, eine Mitfahrerin erlitt ebenfalls schwere Verletzungen am Kapf, eine Gehirnetischütterung und erhebliche Wunden an beiden Beinen. Die Verunglückten wur­den dem Krankenhaus in Lich zugeführt. Der ver­unglückte Personenkraftwagen gehört einem Mann in Laubach, der ihn dem Autolenker zu der Fahrt anoertraut hatte. Ob und inwieweit die unternom­mene Fahrt nach den kriegswirtschaftlichen Bestim­mungen als berechtigt anzusehen rst, unterliegt zur Zeit noch den polizeilichen Ermittlungen

Vorbildliche Heimatgeschichtspflege im Vogelsberg.

Lpd. Schotten, 14. April. Das in Schotten errichtete Vogelsberger Heimatmuseum hatte es sich seit seiner Gründung zur Aufgabe gemacht, Mittel- und Sammelpunkt aller Heimat- und kulturgeschichtlich wichtigen Gedenkstücke zu werden. Sowohl aus der Staot Schotten, als auch aus zahlreichen Dörfern des Vogelsberges wurden diesem Museum viele Gegenstände zugeführt, die für die Heimatgeschichte, das Volkstum Oberhessens und die kulturelle Entwicklung im Vogelsberg blei­bende Werte als Kulturgut vergangener Zeiten darstellen. Diese Sammlung fand jetzt bei einer Besichtigung des Museums durch einen Vertreter der hessischen Landesregierung und den Museums­pfleger für Oberhessen vollste Anerkennung. Das Vogelsberger Heimatmuseum besitzt u. a. eine ganze Reihe von Stücken, die auch für ein größeres Museum eine besondere Zierde wären, und die Zeugnis ablegen von dem kernigen oberhessischen Volkstum und seiner alten Kultur.

Landkreis Gießen.

* Wetters eld, 14. April. Der 17jährige Alfred Metzger von hier erhielt dieser Tage vom Land­ratsamt in Gießen ein Anerkennungs- und Belobi- gungsschreiben. Er hatte am 4. Januar dieses Jahres ein vierjähriges Mädchen, das in den Mühlbach ge­fallen und dem Tode des Ertrinkens nahe war, aus dem Wasser gezogen und durch entschlossen vor- genommene Wiederbelebungsversuche in das Leben zurückgerufen.

Kreis Alsfeld.

Homberg, 14. April. Gendarmerie-Ober- Wachtmeister i. R. Christian Müller, ein gebore­ner Gießener, konnte am heutigen 14. April sein 8 5. Lebensjahr im Familienkreise vollenden.