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der politischen Schulung und Tätigkeit in der Roten Armee und ,Flotte wird den bei den Militärbezirken und Armeen bestehendenK r i e g s r ä t e n" über­tragen, in denen neben den militärischen Befehls­habern auch Bevollmächtigte des politischen Appa­rates der Armee sowie der Partei vertreten sind.

Führende Mitglieder -er australischen Heeresleitung verunglückt.

Stockholm, 13. Aug. fEuropapretz.) Durch ein schweres Flugzeugunglück hat das britische Domi­

nion Australien seine sämtlichen militärisch führen- den Leute verloren. Eine schwere Maschine, die sich auf dem Wege nach Canberra, der australischen Bundeshauptstadt, befand, wo am Dienstag eine Kabinettssitzung stattfin-den sollte, stürzte vor Can­berra ab. Es fanden den Tod: Kriegsminister Street, Luftfahrtminister Fairbairn, der Vizepräsident der australischen Exekutive, der Chef des australischenGeneralstabs und zahl­reiche andere Mitglieder der australischen Heeres­leitung.

mehr überholt hat, sowie Herrmann gegen Re- aedzinski. Abgebrochen wurde nach achtstündigem Kampf die siManifche Partie Kohler-Heinicke. Die Führung hat nun mit 7 Punkten Schmidt-Danzig vor Kieninger-Köln unb Richter-Berlin mit je 6Vt, je 5Vs Punkte haben Engert-Düsseldorf und Gilg- Troppau.

Eine neue Rundfunk-Erfindung.

Ein achtzehnjähriger Mechanikerlehrling aus Ny- koebing, auf der dänischen Insel Falster, hat eine bedeutungsvolle Erfindung zur gleichmäßigen Laut­oerstärkung des ganzen Skalenfeldes beim Rund­funkempfang gemacht, durch die es möglich wird, die Verzerrungen extrem liegender Tonfelder zu ver­hindern. Eine einfache Anordnung erlaubt es, hohe und tiefe Töne gleich scharf einzustellen, ohne daß ein bestimmtes Frequenzfeld benachteiligt wird. Die Erfindung ist von Fachleuten als epochemachende Verbesserung bezeichnet worden, sie dürfte zugleich von größter Bedeutung für die Bildtelegraphie werden.

volksverräter erschossen.

Der Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei teilt mit: Am 13. 8. wurde wegen Wider­standes der 36jährige DolkAierräter Eduard G r a b- h 'e r erschossen.

Vollstreckung von Todesurteilen.

Am 13. August 1940 ist der in Wonne-Eickel ge­borene Josef W a s k o hingerichtet worden, den das Sondergericht in Dortmund als Volksschädling zum Tode verurteilt hat. Wasko war ein vielfach vorbe­strafter Gewalt- und Gewohnheitsverbrecher, der schon zehn Jahre in Strafanstalten zugebracht hat. Er hat die Verdunkelung zu einem Einbruch aus­genutzt, bei dem er einem jungen Ehepaar während der Einberufung des Mannes die gesamte Wäsche­aussteuer stahl. Ferner ist der in Porombka gebo­rene Eduard B a g i n s k i hingerichtet worden, den das Sondergericht in Kattowitz wegen Mordes zum Tode verurteilt hat. Der in seinem Wohnorte als brutal bekannte Pole Baginski hat am 1. August 1939 nach vorangegangenem Familienstreit seinen hilflos am Boden liegenden Bruder kaltblütig er­schossen.

Der Orkan in Louisiana und Carolina.

Der von dem Orkan in Louisiana und Carolina verursachte Schaden wird auf mehrere Millionen Dollar geschätzt. Die Stadt Charleston ist zu zwei Drittel überschwemmt. Viele Häuser sind von den Fluten zerstört worden. Vor dem Eintreffen von Truppen kam es zu Plünderungen. Der Ma- rmestützpunkt Perrys Island an der Südküste von Carolina ist ebenfalls schwer beschädigt wor­den. Sowohl in Louisiana wie in Carolina ist der Verkehr stillgelegt. Am schwersten wird der Süd­westen von Louisiana betroffen. Das Städtchen Crowlen ift von dem Orkan wegrasiert worden. Die gesamte Reisernte wurde vernichtet und die Baumwollpflanzungen haben schweren Schaden er­litten.

heftige Gewitter in Spanien.

Durch Witterungsumjchlag hervorgerufen, entluden sich über mehreren spanischen Provinzen heftige Ge­witter mit starken Regengüssen und Hagelschlag. Zahlreiches Vieh wurde durch Blitzschlag getötet. Fast versiegte Bäche schwollen so stark an, daß sie über die Ufer traten und besonders inJaen und Na­varra beträchtlichen Schaden ünrichteten. In der Ortschaft Caparroso wurde ein Bewohner durch Blitzschlag getötet.

Französische Kriegsmacher auf der Flucht.

Ein wenig herzlicher Empfang in Casablanca für die prominenten Passagiere der ^Massilia".

Genf, 13.August. (DNB.) Nähere Einzelheiten über die Flucht eines Teils der ehemaligen fran­zösischen Regierung auf dem DämpferMassilia" nach Casablanca wurden jetzt bekannt. Als dieMas­silia" am 21. Juni in Bordeaux auslaufbereit lag, hatten sich neben zahlreichen anderen Passagieren etwa 100prominente Reisende" an Bord eingefun­den, unter ihnen der ehemalige Ministerpräsident D a l a d i e r in Begleitung einer Dame und seinen zwei Söhnen, der ehemalige Marineminister C a m - pinchi und Frau, der jüdische Innenminister im Kabinett Reynaud, Mandel, sein Rassegenosse, der ehemalige Unterrichtsminister Jean Z a y in Beglei­tung seiner Familie sowie der ehemalige Volksfront- Unterstaatssekretär V i e n o t, der frühere sozialdemo­kratische Minister B a st i d e, der einstige Außenmini­ster D e l b o s, die Abgeordneten Salomon Grumbach, Levy Alphandery, Jammy Schmidt, Wiltzer, der farbige Abgeordnete Galandou Diouf, die Fliegerin Susanne Cdhn, der Direktor der Schönen Künste Huisman, der jüdische Abgeordnete Mendös France und andere.

In Casablanca erfuhren sie, daß Algerien die Einreise der Flüchtlinge verweigere. Das Schiff blieb zunächst bei unruhiger See 24 Stunden auf der Reede und konnte erst dann im Hafen anlegen. Inzwischen war aus. Bordeaux Weisung gekommen, keinen von Bord zu lassen. Daladier, der als erster an Land zu gehen versuchte, wurde von einem Mi­litärposten zurückgewiesen und mußte umkehren. Trotz dieses Verbotes gelang es einigen Passagieren auf Umwegen von Bord zu fteigen, Jean Zay aber wurde erkannt, die wütende Menge ging tätlich gegen ihn vor. Als er zum Schiff zurückkehren wollte, erhielt er von einem Franzosen Faustschläge und Ohrfeigen. Um jeden weiteren Zwischenfall zu vermeiden, wurde dieMassilia" wieder aus dem Haf^i berausgesteuert.

Am Morgen des 28. Juni kam dann ein Befehl, alle Passagiere unter strengster Geheimhaltung an einem Kai außerhalb des Hafens an Land zu bringen. Trotzdem hatten sich etwa 50 Franzosen und Eingeborene eingefunden und als sich die Zoll­beamten der Aussteigenden annahmen, die fast sämt­lich im Besitz umfangreicher Devisen­pakete waren, entstand eine Schlägerei, bei der Jean Zay die Kleider vom Leibe gerissen wurden, er mußte dm ganzen Nachmittag nur mit einer Unterhose bekleidet zubringen. Die Söhne Daladiers blieben bewußtlos liegen. Alphandery wurde mit

Faustschlägen bearbeitet und verlor drei Zähne. Die Polizei war ohnmächtig, bis militärische Verstär­kung die Passagiere mit Militärkraftwagen nach dem Bahnhof transportierte. Dort mußten sie unter Be­wachung von Senegalnegern Jean Zay immer noch in Unterhosen 6 Stunden zubringen. Um 20 Uhr traf Befehl aus Rabat ein, daß ein Teil in ein 4 Kilometer von dem Zentrum der Stadt ent­ferntes großes Hotel geschafft und der andere in einem 7 Kilometer entferntes Waisenhaus unter­gebracht werden solle. Der englische Generalstabs­chef Gort traf am selben Tage mit einem Flug­zeug in Rabat ein, um mit den ehemaligen franzö­sischen Regierungsmitgliedern Verbindung aufzu­nehmen. Zwei Stunden vorher jedoch war der Ge­neralresident General G o u r a u b mit Vollmacht der Regierung eingetroffen, so daß Lord Gort un­verrichteter Dinge wieder umkehren mußte.

Frankreichs Revolution von oben". Eine Rundfunkansprache P^tarns.

Genf, 14. Aug. (DNB.) Marschall Pötain hielt im französischen Rundfunk eine Ansprache, in der er eine Darstellung der Maßnahmen gab, die feine Regierung seit ihrem Amtsantritt getroffen hat. Er forderte die Franzosen auf, zu bedenken, vor welchen Schwierigkeiten die Regierung stehe, Schwierigkeiten, die aus dem Kriege resul­tierten oder aus denselben Ursachen erwachsen seien, die das Unglück Frankreichs herbeigeführt hätten. Pstain stellte fest, daß eine Revolution v o n oben" schrittweise bis nach unten durcbge- sührt werde und daß die störenden Elemente fest- gestellt und ausgemerzt werden würden.

Am Schluß seiner Rede wandte sich Pstain an die Bevölkerung von Paris und an die der besetzten Gebiete. Er bezeichnete P a s als das Herz und Hirn Frankreichs und als den natürlichen Sitz der Regierung. Zur Frage der Rückkehr der französischen Regierung nach Paris teilte- tain mit, daß aus technischen Gründen und mangels aeroiffer Voraussetzungen die Ueberftedlung der französischen Regierung nach Paris noch nicht g e ft a 1t e t sei. Die Ansprache Pötains klang aus in einen allgemeinen Appell an die Franzosen, ihre Pflicht zu tun und Vertrauen zu haben.

Reichtum und Sieg.

In der gestrigen Ausgabe ist versehentlich der Schluß dieses Auffakes fortgeblieben. Wir veröffenttichen daher heute noch einmal den Aufsatz insgesamt, um den Zusammen­hang zu wahren.

Reichswirtschaftsminister F u n k hat in seiner Rede zur Eröffnung der Königsberger Ostmesse vom Kräftewachstum gesprochen, das Deutschland erfährt, und vom Kräfteverfall, den England zu beklagen hat. Er hat damit eine Frage angeschnitten, die in der Erörterung der Sieaesausfichten eine große Rolle gespielt hat: Bietet DerReichtum" Englands eine wirkliche Siegeschance, und i[tArmut" unter allen Umständen der Vater der Niederlage?

Der Minister hat im einzelnen dargelegt, wie Eng­lands materieller Vorsprung dahinschwindet. Er hat erklärt, daß England seine steigende Einfuhr nur be­zahlen könne, in dem es sein in Generationen zu-

Was soll ich ihm in'sFeld schicken?

Wenn Sie sich diese Frage wieder einmal über«; legen, dann denken Sie doch daran, auch ein Sepso = Tupfröhrchen mitzusenden. Das kann jeder im Felde gebrauchen. Denn dieses hand­liche und bruchsicher verpackte Fläschchen, das sich, bequem mitführen läßt, enthält Sepso-Tinktur, die sich seitübereinemJahrzehntzurDesinsektion und Wundversorgung bewährt hat. Das Sepso- Tupfröhrchen, das Sie in allen Apotheken und Drogerien zu RM.,49 erhalten, eignet sich be­sonders zur Desinfektion von kleinen Wunden und Pickeln, zur Verhütung von Entzündungen sowie zur Anwendung bei Insektenstichen. /

samrnengescharrtes Vermögen einfetzt. Es ist eine alte Erfahrungstatsache, daß Werte dahin­schwinden, wenn man gezwungen ist, sie überstürzt zu veräußern. Der scharfe Rückgang, den zahlreiche Wertpapiere beispielsweise kanadische und austra­lische Anleihen an der Neuyorker Börse erlitten haben, ist ein schlagender Beweis dafür, daß das englische Massenangebot von Wertpapieren die 23er- mögenstitel des Plutokratenvolkes entwertet. Der Minister hat an einer anderen Stelle seiner Rede von dem großen Fehler gesprochen, den die Londoner Politiker machten, als sie sich entschlossen, für die Verbrauchseinschränkung den zwar bequemeren, aber gefährlicheren Weg zu wählen, nämlich es dem Volke selbst zu überlassen, sich den Anteil am Sozialprodukt zu verschaffen. Anders ausgedrückt: Während Deutschland die Verteilung der Qualitätsnahrungs­mittel staatlich regelte, gleiche Zuteilung vornahm und die Preise am Steigen verhinderte, hat England die Preise freigegeben und damit die Versorgung ausschließlich zu einer Frage des größeren Geld­beutels gemacht. Die Reichen in England können sich an den gewohnten Lebensgenüssen weiterhin alles leisten, und die Armen müssen darben.

Der Krieg hat zweifellos gezeigt, daß eine hoch­wertige materielle Rüstung für den Sieg unentbehrlich ist. Aber er hat auch gezeigt, daß zur Schaffung einer solchen Rüstung nicht nur Geld erforderlich ist. Vielmehr ist der Be- hauptungs- und Siegeswille des ganzen Volkes, er­wachsen auf der Erkenntnis der £age und auf dem unverbrüchlichen Zusammengehörigkeitsgefühl, ebenso unerläßlich. Unsere Gegner haben behauptet und vielleicht sogar selber geglaubt, der Nationalsozia­lismus verwandele die Menschen in willenlose Werk-

Kleine politische Nachrichten.

Reichsminister Dr. Goebbels empfing die spa- nischen Derlagsdirektoren und Hauptschriftleiter, die auf Einladung der Reichsregierung zur Zeit in Deutschland weilen.

Zu Ehren des in Berlin weilenden Präsidenten der amtlichen italienischen Nachrichtenagentur Agentur Stefani, Senator Morgagni, gab der Leiter der Presseabteilung des Auswärtigen Amtes, Vorträgen- der Legationsrat Dr. Schmidt, einen Empfang im Auslandsprrffeklub.

Der italienische Botschafter Alfieri empfing Dr. Krupp von Bohlen und Halbach, der den Botschafter bat, dem Duce seinen Dank für die ihm aus Anlaß feines 70. Geburtstages übermittelten Glückwünsche auszusprechen.

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Nachdem bereits vor einigen Tagen der Verkehr für Postkarten und Briefe zwischen Belgien und Dem Reich wieder eingerichtet worden war, sind nun auch Drucksachen, Geschäftsvapiere und Waren­proben von und nach Deutschland zugelassen. Außerdem sind jetzt Briefe und Postkarten in alle neutralen Länder genehmigt. Die vom neutralen Ausland nach Belgien kommenden oder von Belgien in das Ausland gehenden Sendungen müssen vorher Deutschland passieren. Der Inhalt muß in deutscher, französischer oder niederländischer Sprache abgefaßt fein.

Aus der belgischen Provinz Limburg ist bereits der fünfte Transport von Arbeitslosen nach Deutsch­land aogegongen. Die Arbeiter, die sich sämtlich freiwillig zur Arbeit in Deutschland gemeldet hatten, kommen zumeist aus der Metallindustrie. Weaen des Mangels an Bergleuten in Belgien und Der Absicht, die zur Zeit 30 bis 60 Prozent der Kapa­zität betragende Produktion wieder auf ihren vol­len Normalstand zu bringen, sollen Bergarbeiter von der Abwanderung nach Deutschland ausgenommen fein.

Wie der Italienische Alpenklub mitteilt, ist die be­wirtschaftete Giufetti-Hütte im Monte-Rosa- Gebiet, 3647 Meter hoch gelegen, für die Bergsteiger wieder freigegeben worden. Die Sperre des Grenz­gebietes wurde wieder aufgehoben.

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115 Güter sind den Falange-Syndikatsn vorn spa­nischen Staat zur Verfügung gestellt worden. Es

handelt sich um Güter, die den marxistischen Orga­nisationen aus der republikanischen Zeit Spaniens gehörten.

In Lissabon ist der Landesgrupvenleiter der AO. der NSDAP., Pg. Julius Claussen, im 48. Le- bensjahr gestorben. Claussen entstammt einer alten schleswigholsteinischen Familie. Er leitete seit meh­reren Jahren die Landesgruppe in Portugal.

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Nachdem erst vor wenigen Tagen bei einem An­schlag auf den indischen Schnellzug DaccaKalkutta 17 Personen getötet wurden, wird jetzt von einem neuen Attentat auf den Expreß Ran­go o nM and alay gemeldet. Dabei sollen vier Personen getötet und 21 verletzt worden sein.

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Die Nachrichten über die erfolgreichen deutschen Luftangriffe auf England verursachten am Diens­tag am Neuyorker Effektenmarkt eine regelrechte Verkaufs panik, bei der viele füh­rende Indufttepapiere bis 5 Punkt einbüßten. Mit 650 000 Aktien wurde der größte Umsatz seit dem französischen Zusammenbruch getätigt.

Aus aller Welt.

Um die Grohdeulsche Schachmeisterschaft.

Mit der neunten Runde ist die Hälfte des Meisterschaftsturniers in Bad Oeynhausen über­schritten. Der führende Schmidt hatte die schwar­zen Steine gegen Gilg. Zunächst hatte der Dan­ziger ausgezeichnete Chancen, ließ jedoch einen Zug aus, so daß nach vierstündigem Kampf Gilg die etwas besseren Aussichten besaß. Durch ausgezeich­netes Spiel konnte Schmidt jedoch in den Nachmit­tagsstunden noch ein unentschiedenes Ergebnis er­zielen. Brinckmann und Richter, der nur einen hal­ben Punkt hinter Schmidt zuvücklag, machten eben­falls nur unentschieden. Hingegen gewann Kienin- ger sein Treffen gegen Dr. Lange. Dr. Lange griff auf dem Damenflügel an, der Kölner dagegen auf dem Königsflügel. Der nachziehende Kölner brachte den Angriff des Weißen auf dem Damenflügel zum stoppen, übernahm die Jnitiattve und behielt schließ­lich die Oberhand. Dadurch hat Kieninger Gleich­stand mit Richter erreicht. In den übrigen Partien gewann als Nachziehender Keller gegen Dr. Lach­mann, der damit überfall wurde, Engert gegen Keller-Dresden, Ahues gegen Krankt, den er nun-

Kapiiänleutnant Rollmann erzählt.

Ein tapferer Ll-Bootkommandant berichtet über seine Erfolge auf kühner Fahrt.

P.K. Kapitänleutnant R o l l m a n n erzählt:

Es ist vielleicht merkwürdig, daß wir ausgerech­net zu Beginn und zum Abschluß der Fahrt e i n englisches K rie gsschiff vernichtet ha­ben. Der Zerstörer lief uns, nachdem wir 14 Tage in See waten, vor das Rohr. Zerstörer abzu­knallen ist für einen U-Boot-Kommandanten von vornherein keine leichte Aufgabe. Diese Schiffe, deren Hauptaufgabe es dank ihrer hohen Geschwin­digkeit und Manövrierfähigkeit ist, U-Boote anzu­greifen, zu rammen oder durch Wasserbomben zu versenken, find die gefährlichsten Gegner der Unter- ieeboot-Waffe. Es war eine harte, langwierige Ar- osit, überhaupt an den Zerstörer heranzukommen. Er fuhr wilde Zickzackkurse und wechselte dauernd seine Fahrtstufen. Und dennoch gelang es mir, eine gute Schußposition zu erreichen. Rohr ausfahren. Rohr eins! Torpedo fertig los! Niemand an Land wird es begreifen, was das für Sekunden sind, dieses Warten auf den Treffer. Durch das Seerohr erblicke ich fast gleichzeitig mit einer unser Boot durchschüttelnden Detonation eine in den Hirn- mel steigende Rauchfahne. Gdnau mittschiffs faß unser Aal. Der ersten Detonation folgte eine zweite. Noch einmal wirbeln Rauchwolken und Schiffsteile durch die Luft. Vermutlich find Muni­tionskammern oder die Kessel Detoniert. Neben Dem schwer getroffenen, im Dunst als vollkommen zer­setzt auszumachenden Zerstörer erkenne ich einen merkwürdigen Gegenstand. Es ist das Vor­schiff, Das vollkommen abgetrennt wurde und vor meinen Augen in fünf bis sechs Sekunden in die Tiefe sinkt. Ihm nach folgen die restlichen Trüm­mer des Zerstörers. Ich glaube nicht, daß viel ge­rettet wurde.

Stellen Sie sich einen Riesengelsitzug vor. In der Mitte schwamm der Bobby, für den ich in Gedanken meinen blitzenden, schlanken Aal stteichelte. 1520 000 Tonnen schätzen wir. Es blieb mir nur wenig Zeit für diesen ersten. Und wieder perlte das Wasser auf, von einer Laufbahn des Verderbens. Und wieder Sekunden qualvollen Wartens, und noch während Des Wartens überlegte ich es, raus auch den Zweiten und auf Den nächsten Dampfer. Ich hatte es kaum überdacht, da dröhnte auch Die Detonation, und Sekunden später eine zweite. Auch

Der Zweite für Den Zweiten hatte gesessen. Ein Tor­pedo vernichtete das dicke 18 000 Tonnen große Schiff, und der Zweite tat nicht minder seine Wir­kung, auch dieser Dampfer sank auf den Grund. Dadurch, daß gleich zwei Schiffe in Sekunden ab stond abgeschossen wurden, gerieten die sichernden Fahr­zeuge des Geleitzuges außer Rand und Band. Völ­lig kopflos kurvten die Boote durchs Gewässer. Man vermutete gleich zwei Der teuflischen Gesellen unter Wasser, an Backbord und Steuerbord. Für uns ein glücklicher Umstand, da dadurch Die Abwehrkräfte zersplittert wurDen."

Aus Demselben Geleitzug holte sich Kapitänleutnant Rollmann im Laufe Des Tages, Den VerbanD immer wieder umschleichend, noch zwei weitere bewaffnete Handelsschiffe. Freude in Trojas Hallen zog ein, als er seinen Männern Das stolze Ergebnis von 48 0 00 Tonnen versenkten Schiffsraumes meldete. Unter diesen Schiffen auch ein wertvoller bewaffneter Marinetanker.

Und wie war Das mit dem U-Boot?"

Ein Prachtwetter herrschte, die See vollkommen ruhig, als mein Ausguckmann voraus einen grauen Schatten ausmachte. Ein Mast oder Der Turm eines U-Bootes ran, immer näher ran. Wir fuhren über Wasser und mußten höllisch vor­sichtig fahren. Also doch ein U-Boot, unverkennbar an seinen Turmaufbauten. Ich ging auf Tiefe und manöüerierte mich noch näher mit dem Sehrohr heran. Es dauerte lange, ehe ich endlich eine kün­ftige Schußposition erreichen konnte. Raus mit ihm, dem letzten seines Stammes. Ein leichter Ruck, unD der Torpedo verlieh Das Rohr. Warten, warten, warten endlich ein Grollen und Rumoren. Durch Das Sehrohr nur eine Sprengwolke, und Sekun - den später nichts mehr. Ich ließ schnell auf­tauchen, um noch zu retten, was zu retten war. Nur einen einziaen Mann, und auch diesen noch verletzt', konnte ich übernehmen einen Australier. Der vollkommen benommene Soldat erzählte später, daß er vor Wochen erst aus Australien gekommen wäre. Man hätte ihn nach einer kurzfristigen völlig unzulänglichen Ausbildung auf dieses Boot gesetzt. Als Gefangener trat er nun feine letzte Seefahrt in diesem Kriege an." Jochen Breunecke.

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