Oer Soldat und seine Heimatzeitung
im Hauptamt an der Lösung gearbeitet. Bi
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die der be- die
Keine Erschütterung des Metniveaus.
Die Gesundheit ist unser höchstes Gut. Mit kranken Zähnen aber ist kein Mensch gesund.
Das Reg ierungspresseamt des irischen Freistaates teilt mit, daß Irland entschlossen sei, jeder Verletzung seiner Neutralität entgegenzutreten.
2m Auftrage des Reichsgesundheitsführers wird .tarnt für Volksgesundheit seit längerer Zeit ; der Vita min-L-Versorgung
Nach einer Meldung der „Gazetta del Popolo ist ein Kreuzer-Geschwader der Vereinigten Staaten von den Hawai-Inseln nach Manila aus den Philippinen abgegangen.
Französische Vorfeldbataillone zerschlagen
Erfolgreiche Kämpfe im Vorfeld der Maginollinie.
DNB..... 13. Mai. (PK.) Auf der alten Vor-
marschstraße von Saarbrücken an den Spiche- r e r H ö hen vorbei kommen uns lange Reihen ranzösischer Soldaten entgegen. Der Marsch nach Deutschland geht nun in die Gefangenenlager, wo ie das Ende eines für sie aussichtslosen Kampfes zu erwarten haben. 2n den ersten Wochen des Krieges faßen die Franzmänner noch auf den Höhen vor Saarbrücken, wo die Erinnerungskreuze an den Sturm auf die Spicherer Höhen stehen. Ende Oktober trieben unsere Soldaten den Feind weit ins Land zurück. Stiring-Wendel und Forbach wurden dabei besetzt. 2n Spichern läuteten zu Weihnachten, als der Führer hier auf den Höhen seine Soldaten besuchte, die Glocken.
Wie schon gemeldet, beaann am 12. Mai morgens ein deutscher Angriff auf feindliche Vorpostenstellungen. In knapp zwei Stunden wurde das Angriffsziel erreicht und über 600 Gefangene eingebracht. Französische Vor- eldbataillone wurden zerschlagen. Der Feind konnte vollkommen überrascht werden, hatte sich aber in den stark ausgebauten Stützpunkten hartnäckig verteidigt, so daß in einzelnen Abschnitten den ganzen Pfingstsonntag über Kämpfe im Gange waren. In
Vertreter der grönländischen Behörden werden sich nach Washington begeben, um dort die Lebensmittel- und Materialversorgung der Insel zu erörtern. Durch die Abschnürung Grönlands von der Außenwelt durch englische Kriegsschiffe droht sich die Versorgungslage des Landes zu einer Katastrophe auszuwirken.
man Odeh aus dem Dorfe El Tayahu. wegen Rebellion und Waffenbesitz.
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In Moskau ist zwischen der Sowjetunion und Jugoslawien ein Handels- und Schifffahrtsvertrag unterzeichnet worden. Der Warenaustausch zwischen der Sowjetunion und Jugoslawien für 1940/41 beläuft sich auf 176 Millionen Dinar. Die Sowjetunion beabsichtigt, aus Jugoslawien Kupfer, Konzentrate aus Blei- und Zinkerzen, Schweinefett und andere Waren einzuführen. An Jugoslawien sollen aus der Sowjetunion landwirtschaftliche und andere Maschinen, Petroleum, Baumwolle und andere Artikel geliefert werden.
........ bisher galten als Vitamin-L-Träger vor allem die Zitronen und die Apfelsinen. Nur wenigen war bekannt, daß unsere deutsche Wildrose, die Hagebutte, das Acht- bis Zehnfache des Vitamin-L-Gehalts der Zitrone und der Orange erhält. Der Leiter der Reichsarbeitsgemeinschaft Ernährung aus dem Wald, Dr. Hörmann (München), hat deshalb vom Reichsgesundheitsführer den Auftrag erhalten, die Hagebuttenpflanzung in jeder möglichen Weife zu fördern. Schon im letzten Sommer wurden in Holstein, Thüringen und Franken große Kulturen angelegt, um die genügende Anzahl neuer Pflanzen zur Verfügung zu haben. Das Re ich s f o r st ä m t unterstützt diese Maßnahmen mit Beihilfen. Auch die Reichsbahn hat sich dem Gedanken einer systemattschen Hagebuttenanpflanzung nicht verschlossen. 400 000 Wildrosenpflanzen werden Waldränder, Böschungen und Gleisanlagen verschönern.
verschiedensten Gründen nicht zweckmäßig. Die Lösung dürfte in der Richtung zu suchen sein, daß der Hausbesitz verpflichtet wird, d i e s e Mittel aufzusparen und alsbald nach dem Kriege ür die Nachholung unterbliebener Instand- etzungen einzusetzen. Eine solche wirksame Arbeitsbeschaffungsmaßnahme werde auch die großen wirtschaftlichen Umstellungsschwierigreiten nach dem Kriege mildern.
Disziplinierte Lugend.
An der Durchführung der neuen Polizeiverordnung zum Schutze der Jugend mit ihren Verboten des Herumtreibens während der Dunkelheit, des unerlaubten Besuchs ösfentlicher Lokale, des Alkoholgenusses, des öffentlichen Rau- chens ufw. wird auf Befehl des Reichsjugendführers auch die HI. tatkräftig Mitarbeiten. Grundsätzlich ollen die HJ.-Führer in allen festgestellten Fällen üner Übertretung der Verordnung Anzeige a n die Polizei erstatten. Wenn die Väter und Brüder im Felde die größten persönlichen Opfer bringen, ist es Ehrenpflicht jedes Jungen und Mädels,
An Englands Adresse.
Der Führer in der Reichskagserklärung vom 6. Oktober:
„Sollte aber die Auffassung der Herren Churchill und seines Anhanges erfolgreich bleiben, dann wird eben diese Erklärung meine letzte gewesen sein. Wir werden dann kämpfen. Weder Waffengewalt noch die Zeit werden Deutschland bezwingen, ein November 1918 wird sich in der deutschen Geschichte niemals wiederholen. Die Hoffnung auf eine Zersetzung unseres Volkes ist kindlich. Herr Churchill mag der Ueberzeu- gung sein, daß Großbritannien siegen wird. Ich aber zweifle keine Sekunde, daß Deutschland siegt."
Am 1. September hatte der Führer diesen Gedanken bereits wie folgt unterstrichen: „Wenn irgend jemand aber meint, daß wir vielleicht einer schweren Zeit entgegengehen, so möchte ich bitten, äu bedenken, daß einst ein Preußenkönig mit einem lächerlich kleinen Staat einer der größten Koalitionen gegenübertrat und in drei Kämpfen am Ende doch erfolgreich bestand, weil er jenes gläubige, starke Herz besaß, das auch wir in dieser Zeit benötigen. Der Umwelt aber möchte ich versichern: »Ein November 1918 wird sich niemals mehr in der deutschen Geschichte wiederholend"
efahl das Weiterspielen des von England erstrebten Imsturzplanes", heißt es in dem deutschen Enthüllungsdokument. Der Satz zeigt nur einen kleinen Heil der so erfolgreichen deutschen Täuschungsaktion.
In beiden Unternehmungen, sowohl bei der Tar- ung der Landungspläne als auch bei dem sauberen msturzplan für Deutschland, der die unverwüstliche Aeltfremdheit dieser Insulaner in hellstem Lichte >igt, ist die englische Geheimarbeit geradezu verachtend geschlagen worden. Zu diesem Erfolg hat er junge und schon so bewährte deutsche Aufklä- ungsdienst beträchtlich beigetragen. Die Einzel- rgebnisse seiner Arbeit, wie sie aus den Veröffent- chungen des Ministeriums hervorgehen, und bis n die geheimsten internen Praktiken des Secret Ser- ice hineinleuchten, sind schlechthin bewunderungs- >ürdig. Diese Leistung ist zugleich ein Musterbeispiel ir solche neutralen Staaten, die noch heute in der furcht des (englischen) Herrn leben und selbst bei hwersten Sabotageakten der britischen Gangster in irem Lande höchstens von Agenten einer „fremden Nacht" zu sprechen wagen.
Ein dokumentarischer Beweis.
Bei holländischem Divisionsstab Karten für Einmarsch nach Deutschland gefunden.
DNB..... 13. PK. Die Lächerlichkeit des hol-
lSndischen Protestes auf das deutsche Memorandum findet ihre erneute Bestätigung durch einen dokumentarischen Beweis größter Bedeutung. Beim Einmarsch der deutschen Truppen in A r n h ei m fand ein Jnfanterieoffizier im Stabsquartier einer holländischen Armee 32000 Kartenblätter von Deutschland. Hierbei handelt es sich um Reproduktionen von deutschen Karten, die dann am Rande mit holländischen Erklärungen versehen wurden. Die Karten deuten alle auf einen Einmarscb in das deutsche Industriegebiet hin, der von den Holländern, natürlich im Zusammengehen mit den englischen Truppen, gegen Deutschland in allen Einzelheiten vorberel - tet war. Die Grenzen sind im Norden: die Nordseeinseln, im Osten der Weserlauf bis hinauf nach Fulda, im Süden Gießen, Bonn und Neuerburg. Besonders aufschlußreich ist das vorgefundene Kartenmaterial von unserem Industriegebiet im Maßstab von 1:100 000. Hier sind die Hauptstraßen rot .nachgezeichnet und besonders die militärischen Ziele auf - fällig markiert. Holland war also für die Ein- marschpläne Englands nach Deutschland gedungen. Wie die Norweger, so werden allerdings nun auch die Holländer von ihren Kriegstreibern in England enttäuscht sein. — Mehr brauchen wir nicht, um festzustellen, daß Holland von England für seine Cinmarschpläne in Deutschland gedungen war und diesen Einmarsch in das deutsche Industriegebiet sehr gründlich für die Westmächte ^rb^rette^hat.
Ab 1.3uli Pflichtversicherung
für Kraftfahrzeuge.
Am 1. Juli tritt die Pflichtversicherung für Kraftfahrzeughalter in Kraft. Es ist die Aufgabe der Zulassungsstellen zu überwachen, daß für jeöes oer- icherungspflichtige Fahrzeug, solange es zugelas- en ist, eine ausreichende Haftpflichtversicherung be- teht. Halter von Kraftfahrzeugen, die nicht mehr lenutzt werden dürfen, sind von der Versicherungspflicht einstweilen befreit. Die Befreiung gilt jedoch nicht, wenn ein Haftpflichtoersicherungsvertrag oder eine gesetzliche Verpflichtung zum Abschluß schon bestand, wenn das Fahrzeug in betriebfahigen Zustand gehalten werden muß oder wenn es zu einzelnen Fahrten benutzt wird«
Meine politische Nachrichten.
Rom, 13. Mai. (Europapreß.) Am Samstag und Sonntag hat der Duce auf einem s e l b st ge - steuerten Flugzeug zwei Uebungs- und Be- vbachtungsflüge unternommen, die ihn über das Gebiet der trockengelegten P o n t i n i s ch e n S u m p f e und den Lido von Rom hinaus weit über das tyrrhenische Meer geführt haben.
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Der vollständig umgebaute italienische 25 000-t- Schlachtkreuzer „Duilio" hat auf der Werft von Genua seine Maschinenprobe erfolgreich bestanden.
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Das englische Kriegsgericht in Haifa hat den Araberführer Mussa Jussef Zukeikar zum Tode ptitur.ebenso den Araber Hussein Sulei-
Durch weiteren Ausbau der Baupreiskontrolle werde der Preiskommissar dafür sorgen, das nach Kriegsende das Wohnungsbauprogramm so billig wie möglich durchgeführt wird. Durch Richtpreise für Bauland werde auch der Grundstücksspekulation keine Möglichkeit gegeben. Erhebliche Entlastungen sur den Wohnungsbau werde die Reform des An - liegerbeitragsrechts bringen. Eines der wichtigsten Probleme sei die Instandsetzung, für die in der Miete durchschnittlich 15 v. H. enthalten seien. Der größte Teil dieser Arbeiten mus e im Kriege hinter wichtigeren Aufgaben zurücktre- ten. Eine entsprechende Mietsentung sei aus den
Hmrptschrlstletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertre^r deS AmürtfcbriftititctS: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politü, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provin, und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.
Druck und Berlag: Brühlsche Untversitätsdruckeret R. Lange K. G. BerlaMeiter: Dr.-Ing. Erich Hammn;
AMyMMch Inhast de, Anzeigen: Theodor Kümmel. PlL!r^
P. K. „Na, Blömker, haben Sie Post für mich mitgebracht?" „Nein, Herr Feldwebel, nur eine Zeitun g." „Wie, ist das vielleicht nichts?" — Es gibt wohl kaum einen Soldaten, der jeden Tag Poft empfängt, die ihn unmittelbar mit den Lieben daheim verbindet. Das wäre auch etwas zuviel verlangt. In diese Lücke springt aber Tag für Tag d i e Heimatzeitung ein, und zwar fett Mo- naten mit einer Regelmäßigkeit, die verblüffend ist. Sage mir keiner mehr etwas über die Feldpost!
Nun mag der Leser in der Heimat meinen: Was will euch schon eure Heimatzeitung sagen, die ist doch schon alt, wenn ihr sie bekommt, und die Meldungen habt ihr doch schon aus dem Radio gehört oder in eurer Frontzeitung gelesen? Halt mal den Gaul an, sagen die Schlesier hier an der Front. Nur nicht so vorschnell urteilen, he itzt das. Sicker kennen wir schon die neuesten Meldungen, sicher haben wir auch ein paarmal das Engelandlied mit» gesungen, ehe unsere Heimatzeitung von neuen Schlägen gegen England belichten konnte. Aber die Helmatzeitung ist doch viel mehr als ein Heb erbringet neuer Meldungen. ■
Da ist zunächst einmal die Verbindung mit dem Freund, der für die Zusendung der Heimatzeitung gesorgt hat. Immer denken wir an ihn, wenn wir die Zeitung in die Hand nehmen, ob sie uns nun übermittelt wird von der Familie, von einer Organisation oder vom Betrieb. Der Soldat hat das angenehme Gefühl: sie haben an dich gedacht, du bedeutest etwas für die Menschen in der Heimat. So überbrückt die Heimatzeitung jedes Gefühl der Vereinsamung, das in stillen Stunden auch einen Soldaten überkommen kann, vor allem, wenn er keine familiären Bindungen an die Heimat mehr hat. Der gewohnte Zeitungskopf, die überlieferte Ausmachung der Zeitung, alles das weckt im Soldaten an der Front innige Vorstellungen von dem Leben daheim. Aus diesem Gefühl heraus liest er auch nochmals die Meldungen vom Kriegsschauplatz und aus der Politik. Er will doch wissen, wie seine Zeitung diese Meldungen herausstellt und wie sie sich zur polittschen Weltlage äußert. Und wenn sie eine besonders zutreffende Kommentierung gefunden hat, dann freut es ihn doppelt. So horcht der Soldat auf die Stimme feiner Zeitung und hört damit die Stimme der Heimat.
Umblättert er die Seiten, dann fühlt er sich zu Hause, wenn er an der alten Stelle den Kommentar zum Tagesgeschehen findet, wenn der Roman in gewohnter Weise die vier Spalten am Fuß der Seite füllt, und vor allem freut er sich, wenn seine Zeitung viele der beliebten PK.-Berichte veröffentlicht. Hat er doch schon oft genug Berührung mit den Soldaten gefunden, die mit Feder und Kamera,
einigen für die Verteidigung gut ausgebauten Dörfern wurde noch in den Nachmillagsstunden gekämpft. In den ffühen Abendstunden waren jedoch alle feindlichen Stützpunkte in dem eroberten Abschnitt ausgeräuchert und in deutscher Hand.
In den Nachmittagstunden mußte auf ein Dorf schwerstes Artillerie feuer gelegt werden, um die aus gedeckten Stellungen sich verteidigenden Franzosen zu vernichten. Panzerjäger griffen in den Kampf ein. Während der Angriff vorgetra- gen wurde, schoß der Gegner immer noch aus seiner verbarrikadierten Stellung im Dorf mit MG. und Scharfschützen. Obgleich das Dorf schon im Rücken der Angreifer lag, kämpfte der Franzose hartnäckig und verbissen. Erst der heftige Artilleriebeschuß zermürbte die Verteidiger. Pionierstoßtrupps erzwangen endlich die Uebergabe. In der Nacht versucht der Gegner in einzelnen Abschnitten Gegenstöße auszuführen, etwa in Kompaniestärke, teilweise auch in Verbindung mit Panzerkampfwagen. Alle Gegenangriffsversuche werden erfolgreich abgewehrt. Die eroberten Stellungen sind überall gehalten worden. Der Angriff ist gelungen. Kurt Günther.
Film und Wachsplatte das Leben an der Front für die Außenwelt gestalten. Dann kommt der lokale Teil. Da ist Zeile für Zeile wichtig. Müssen es große Dinge sein? Beileibe nicht. Der Soldat sucht das Kleinleben der Heimat, aus dem Mosaik der Kurzmeldungen weiß er sich ein recht gutes Gesamtbild des Lebens in der Heimat zusammenzusetzen. So, da hat die Partei eine Versammlung gehabt. Wer hat da gesprochen? Aha, Kreisamtsleiter I. Plastisch treten die Gesichter der Volksgenossen vor das Auge des Lesers im feldgrauen Rock. Und die SA. hat ein Platzkonzert gegeben. Und hier: Ausbildung der Wehrmannschaften! Na, Kamerad Schlüter wird diesen „Zivilisten" wohl einen Grundbegriff soldatischer Haltung mitgeben. Nur nicht so zart anfassen. — Die neue Jugend des Führers! Da stehts: Verpflichtung der Zehnjährigen. Nächstes Jahr ist mein Junge auch dabei. — Und Heinrich Möllers hat das Eiserne Kreuz bekommen. Feiner Junge, hat es sicher verdient. — Da oben in der vierten Spalte ist etwas besonders aufgemacht. Donner, da ist ja der alte Lehrer Hinrichs gestorben. Alter Bürger, große Verdienste um die Heimatgeschichte und auch um uns Jungen. Die ungebrannte Asche, die er uns oft nicht zu knapp verabreichte, war nicht von Pappe. Die Fußballer halten sich auch ran. So lieft der Soldat Zeile um Zeile, Wort für Wort, und ganz von selbst kommt es in Gedanken zu einer Zwiesprache mit den Menschen und den Geschehnissen in der Heimat. Auch der Anzeigenteil ist für ihn eine Fundgrube der Bereicherung. Lebensmittelmarken werden ausgegeben. Aha, da haben fie, eine Ausgabestelle eingerichtet. Die Bilanz der Sparkasse ist auch nicht uninteressant. Lina Mahlmann yat sich verlobt mit einem Unteroffizier der Luftwaffe. Was der Krieg nicht alles zustande- bringt! Den wird sie doch sicher als Quartiergast fenn enge lernt haben. Ganz gut, daß der Krieg die deutschen Stämme mal etwas durcheinanderwirbelt. Bei Niermanns ist ein Stammhalter angekommen. Die Kriegerkameradschaft schläft auch nicht ein. Eine neue Liebesgabensendung wird vorbereitet. Die alten Kameraden wissen, was den Landsern an der Front gut tut.
So spricht jede Zeile, jeder Kurzbericht, jede Anzeige und Bekanntmachung den Soldaten an der Front an. Wer könnte das alles so eingehend schildern? Doch nur die Heimatzeitung. Sie ist das beste Bindeglied der Heimat mit den Soldaten. Der Soldat fühlt sich wieder mittendrin, wenn er feine Heimatzeitung vor sich hat. Und er» weiß sich gestärkt in der Gewißheit, für dieses alles, was die Heimat lieb und teuer macht, in Wehr und Waffen zu stehen. Alfons von Bevern.
ich so zu führen, daß jeder Jahrgang, der vielleicht wch zur Verteidigung des Reiches aufgerufen wird, tack und gesund dasteht, noch straffer und gefestigter als im Frieden. Von der Polizei werden den Bannen der HI. Uebertretungen der Verbote gemeldet. Die Sozialstelle des Bannes fetzt sich mit den kommunalen Jugendämtern und der NSV.» Jugendhilfe wegen der weiteren Betreuung der gemeldeten Jugendlichen in Verbindung, um zu verhindern, daß Jugendliche durch mangelnde erzieherische Beaufsichtigung Gefahr laufen, straffällig zu werden.
Der Sachbearbeiter bei der Reichsjugendführung, Assessor Herbert Vornefeld, bemerkt hierzu in der sozialpolitischen Zeitschrift der deutschen Jugend, „Das Junge Deutschland", daß im Sinne der Der» chiedenen Bestimmungen der neuen Reichspolizeiverordnung auch HJ.-Führer Erziehungsberechtigte sind. Jedoch nur insoweit, wie sie in dienstlicher Eigenschaft tätig werden. Auch der HJ.-Füyrer, der Jugendlichen Verstöße gegen die Verbote ermöglicht, wird mit Geldstrafe oder fjaft bedroht. Der polizeilichen Bestrafung wird ein Disziplinarverfahren folgen. Innerhalb der Einheiten wird darüber zu wachen sein, daß sämtliche HJ.-Angehörigen nach Beendigung des Dienstes auf schnellstem Wege heimkehren. Die Befugnis zum Aufenthalt in Gaststätten in Anwesenheit des HJ.-Führers bezieht sich nur auf die Dauer des Dienstes. HJ.-Führer sind berechtigt, jeden Jugendlichen, der äußerlich als HI.-Angehöriger zu erkennen ist, zu stellen, wenn er z. B. in Uniform raucht. Für die dienstverpflichteten Jahrgänge gilt das gleiche. Im übrigen hat der Streifendienst der HI. das Recht zur Feststellung der Personalien aller Jugendlichen.
Oie Reichsbahn
pflanzt 400000 Hagebutten.
Der Mietpreis hat größte Bedeutung für Kosten der Lebenshaltung. Die Mietpreispolitik letzten Jahre war durch zwei Grundgedanken stimmt: das Mietniveau stabil zu halten und Möglichkeit zu schaffen, ungerechtfertigte Mieten durch behördlichen Eingriff zu ändern. Wie Mini
sterialdirektor Dr. Flottmann vom Reichskommissar für die Preisbildung im „Deutschen Wohnungsarchiv" ausführt, hat der Krieg an den Aufgaben und der Zielsetzung dieser Mietpreispolitik nichts geändert. Das Schwergewicht liegt heute auf der Aufgabe, jede Erschütterung des Mietnweaus zu vermeiden. Deshalb wurde ein umfassender Mieterschutz eingeführt. Damit dürfte das mit national- sozialistischem Rechtsdenken nicht zu vereinbarende willkürliche Kündigungsrecht des BGB. endgültig der Vergangenheit angehören. Nachdem bei laufenden Mietverhältnifssen dank des Mieterschutzes unberechtigte Mietsteigerungen nicht zu befürchten seien, müsse sich die Aufmerksamkeit der Preisbehörden in erster Linie darauf richten, eine Erhöhung d e s Mietpreises beim Miete r w e ch s e l zu verhindern. Zu diesem Zweck seien die Preisbehörden ermächtigt, eine Meldepflicht beim Mieterwechsel einzuführen. Da sich diese Maßnahme bewährt habe, sei damit zu rechnen, daß die Meldepflicht in allen größeren Städten eingeführt wird. In steigendem Maße seien auch die Vermieter verpflichtet worden, eine angemessene Zahl von Wohnungen an kinderreiche Familien zu vermieten. Schließlich dürften auch mehr die von zahlreichen Preisbehörden f ü r Schlafstellen und möblierte Zimmer geschaffenen Richtpreise zur Einführung kommen.
Die Niederlage des Secret Service.
Von unserer Berliner Schristleiiung.
Der englische Geheimdienst, der auf dem ganzen Erdball illegitim, aber im Auftrag der jeweiligen englischen Regierung Gangsterdienste tut, hat in seiner vielhundertjährgien Geschichte seine beiden schwersten Niederlagen durch das neue Deutschland hinnehmen müssen. Nach dem Münchener Attentat gegen den Führer wurden nicht nur die in Holland tätigen Chefagenten, sondern auch die Londoner Zentrale durch den deutschen Aufklärungsdienst so gründlich in die Irre -geführt, daß wenige Wochen nach dem Attentat die Hauptschuldigen, darunter die beiden Chefagenten B e st und Stevens, in deutscher Hand waren. Die Täuschung war so vollkommen gelungen, daß die Londoner Zentrale den Funkverkehr mit der vermeintlichen deutschen Opposition bis zum letzten Augenblick in einer grotesken Harmlosigkeit mitmachte, ja sogar den offenen Hohn der deutschen Dienststelle bei der schließlichen Entlarvung noch ausdrücklich wie vorher durch einen Funkspruch bestätigte.
Ungleich größer noch ist die Niederlage und Blamage des englischen Geheimdienstes bei der Vorbereitung b e s britischen Angriffes durch Belgien und Holland. Die ganze Affäre zeigt, daß.der mit tausend künstlichen Ruh- mesgeheimnissen umgebene Intelligence Service" mitsamt seiner Sonderabteilung „Secret Service" seinen konstruierten „Weltruf" genau so wenig verdient wie die ebenso berühmte „stärkste Flotte der Welt". Bei einem so großen und ausschlaggebenden Unternehmen werden selbstverständlich nur ganz ausgesuchte, vielerprobte, langjährig bewährte Leute des Geheimdienstes angesetzt. Sie hatten mindestens acht Monate Zeit für ihre Tätigkeit und fanden in der englandhörigen führenden Clique besonders Hol- londs, vor allem im Generalstab, so willige Hilfskräfte, daß sich die höchsten militärischen Dienststellen Hollands durch Mittelsmänner, und zwar durch Generalstäbler (!) an der Vorbereitung des Umsturz- Planes gegen Deutschland sogar akttv beteiligten. Diese militärischen und politischen Spitzen der Niederlande sind aufs schwerste bloßgestellt: geradezu ungeheuerlich erscheint ihre Gewissenlosigkeit, als sie bedenkenlos auf das politische Ganoven-Niveau deutscher Emigranten vom Schlage des früheren Mi- nisteraldirektors Spiecker, einer ehemaligen Zen- trumsgröße, hinunterstiegen.
Der englische Geheimdienst hatte also alle Möglichkeiten für seine Tätigkeit, die er sich nur wünschen konnte — in einem „neutralen" Lande immerhin. Aber er hatte auch diesmal wieder nicht mit der Ueberlegenheit der deuffchen Führung und der glänzenden Arbeit des deutschen Aufklärungsdienstes gerechnet. Deutschland machte den Mittelmeer-Rum- Nel, den London in größtem Stil inszenierte, im leich großen Stil mit. In London rieb man sich ie Hände, daß die Nazis sich von den wirklichen anbungsplänen der Westmächte so völlig ablenken eßen, und — fiel dafür um so gründlicher auf den eutschen Schachzug hinein! „Die Reichsregierung


