Ausgabe 
13.12.1940
 
Einzelbild herunterladen

Feldpostbriefe: Wir vom ORK

Heftige Kämpfe in der Wüste

Ab.

nb am 24. April 1941, da die Durchführung des Unter- 11. nchtsbetriebs in Trimestern sich nur unter den be- der Initiieren Umständen und für eine kurze Zeit recht-

meii p IrtM prob en. Li irfte ii )Q5 B i N n*

W »r, M

Der Unterrichtsbetrieb im Jahre 1941 wird an sämtlichen deutschen wisienschaftlichen Hochschulen mit einem Trimester aufgenommen. Der Segtnn der Vorlesungen ist auf den 7. Januar 1941, das Ende auf den 29. Marz 1941 f-ft-M-St worden. gm Anschluß an dieses Trimester erfolgt die Wie­deraufnahme des Unterrichts in de r Fo r m d er Semester, beginnend mit dem Sommersemester

sind empfindlich.

Bei dem vorgestern gemeldeten Lufkkampf wur­den nicht vier, sondern 13 feindliche Flug» zeuge abgeschosfen, die, wie mit Sicherheit festgestellt wurde, am Boden zerschellten. Sieben eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt.

3n Offafrita Tätigkeit kleinerer Abteilungen. An der Sudangrenze Hot eine unserer Patrouillen eine feindliche Feldwache überrascht und aufge- frieden. ,

3m Gebiet von Tessenei (Lritrea) wurde ein ver­such des Feindes, mit Hilfe von einigen Kampf­wagen und fünf Panzerwagen vorzudringen, auf­gehalten und von unseren Truppen sowie Panzer- abwehrgeschühen zurückgeschlagen.

Eines unserer Aufklärungsflugzeuge hat, von sieben feindlichen Jägern angegr.,fen, einen Jager brennend abgeschossen und ist unversehrt 3 gekehrt. Lin englischer Kreuzer hak einige Schüsse «uf Kisimaso abgegeben, ohne Schaden anzurichten, während er seinerseits von unserer küstenbatlerie getroffen wurde.

Feindliche Flugzeuge haben die Gegend von Ar- gheisa und von Ll-Uak im früheren britischen So- inaliland bombardiert.

Oie italienischen Verluste.

Zllizi'- Hüt >.

Der italienische Wehrmachtbericht hat in der letzten Zeit heftige Kämpfe gemeldet. Die Aufnahme zeigt Italiener bei einem Gegenangriff im schweren Feuer der englischen Artillerie. (Associated-Preh-M.)

ilöbn int k l*e-, 3üi|t blchst

Icrtiaen lieh. Es ist jedoch beabsichtiat, in den kom­menden Jahren ausschließlich für K r i e g s - te il ne er, die durch ihre Kriegsleistung ihr Studium unterbrechen mußten oder nicht rechtzeitig aufnebmen konnten beftimmre Zwischensemester von etwa dreimonatiger Dauer e i n m a I 1 ahr - l j ch durchzufübren. um so den Kriegsteilnehmern einen teilweilen zeitlichen Ausgleich zu gewahr-

N cs ly Biil

* WP * tenntirj Ä- n # die 8;' d mtir; n*.

Erbitterte Kämpfe bei Gidi Barani.

Der italienische Wehrmachtsbericht.

Rom. 12.Dez. (DRV.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wort­laut:

An der griechischen Front sind vereinzelte feindliche Angriffsversuche glatt abgeschlagen wor­den, wobei Gefangene gemacht und automatische Waffen erbeutet wurden. Unsere Luftstreitkräfte haben trotz äußerster ungünstiger Wetterlage Bom­benanflriffe gegen Truppenzusammenziehungen im Abschnitt von Berova, sowie gegen Schiffe im In- nern des Golfes von Patras durchgeführt.

In Rordafrika find die Operationen zur Zeit noch im Gange. Auch im Laufe des gestrigen Tages kam es westlich von Sidi Barani im Gebiet von Bug-Bug zu erbitterten Kämpfen. Die dem Frind zugefügten Verluste an Menschen und Ma­terial sind beträchtlich, auch die eigenen Verluste

»Jf

<1

braucht, auch ruhig mit solchen Versprechungen wei­ter zu beschwichtigen versuchen. In der Praxis sieht die Sache freilich so aus, daß diese Regierung Lhur- chill, in der die |og. Arbeiterpartei fast ebenso viele Sitze hat wie die Konservative Partei trotz alles Versprechungsqeschwätzes volle 140 bis 160 v H st ungs gewinne für die herrschende Kaste Sund nicht im Traum daran denkt, dem Ar-

wenigstens einen ausreichenden Lohn zur Be­schaffung einer Halbwegs ausreichenden Ernährung zuzubilligen. Da ist es dann freilich für britische Begriffe im höchsten Grade störend, ja ungehörig, wenn im Staat des echten und praktischen Sozia- lismus. in Deutschland, die Dividendengewinne auf.

Roten Kreuz Ausbildungsstand und Kön­nen auf hoher Stufe standen. Dor allem aber bin ich stolz darauf, den Weg meines lieben Vaters im Deutschen Roten Kreuz gegangen zu sein. Auch er stHt wieder tm Wehrmachtdienst."

Ein Sanitätsaefreiter und ehemaliger DRK.- Helfer gibt in seinem Feldpostbrief eine anschauliche Schilderung seiner Erlebnisse, er schreibt:Ich freue mich schon darauf, nach Kriegsschluß wieder an den Uebungsstunden des Deutschen Roten Kreuzes keil- nehmen zu können. Denn ich habe im er­fahren, daß die jahrelange Arbeit im Deutschen Roten Kreuz nicht umsonst war. Wir haben bestimmt viel in unseren Uebungsftunben gelernt, aber im Felde habe ich noch viel zugelernt. Ich glaube, daß man die Felderfahrungen später beim DRK.-Dienst auswerten wird. Darauf freue ich Mich am meisten."

Aber nicht nur Arbeitsfreude und volle Hingabe an den Dienst kennzeichnet die Haltung der DRK.° Helfer, die heute im Felde ihre schwere Pflicht er­füllen. In unzähligen Fällen sind sie ohne zu zögern als Blutspender eingesprungen, wenn es galt, einem Schwerverletzten das Leben zu retten Darüber schreibt ein Sanitätssoldat aus dem Westen:Ich habe schon gehört, daß bei Eurer Formation viele Kameraden sich als Blutspender gemeldet haben. Auch bei uns ist es so; wir haben mit Freuden unser Blut gegeben, um armen Schwer­verletzten zu helfen. Tag und Nackt waren mir damals auf den Beinen, aber das haben wir als alte DRK.-Helfer für unsere Kameraden gern ge­tan. Wir waren mit ihnen so vertraut, daß sie gar nicht fortwollten; aber es half nichts, die Schwerverletzten mußten eben weiter zurück; denn mir brauchten Platz in der Krankensammelstelle."

Welch prachtvoller Geist der Kameradschaft spricht hier aus diesen einfachen Männern! Sie haben vor dem Kriege jede freie Stunde dem Deutschen Roten Kreuz gewidmet. Im gleichen Geiste stehen sie nun an der Front, und nach dem Kriege wer­den sie wie früher ihrHier!" rufen, wenn ihr Name in den Dienststunden des Deutschen Roten Kreuzes aufgerufen wird.

facht wird.

Wann Hnb Ausgaben für eine Haus­gehilfin steu-rabzugsfähig?

Der Reichsfinanzhof hat in einem Urteil vom 31. Oktober die Frage geklärt, wann Ausgaben für eine Hausgehilfin a l saußergewöhn­liche B e l a ft un g" anzusehen sind und damit zu einem gewissen Teil steuerabzugfähig werden. Es handelte sich um einen Steuerpflichtigen, der infolge schweren Bruchleidens körperlich behindert und daher nicht in der Lage war, im Haushalt Hilfeleistung auszuführen. Er besah außerdem drei minderjährige Kinder, und seine Ehefrau war selbst von so schwächlicher Gesundheit, daß er zur Auf­rechterhaltung des Haushaltes genötigt war, eine Hausgehilfin ins Haus zu nehmen, für die er neben freier Station und den Kassenleistungen monatlich 35 RM. aufzuwenden hatte. Die Vergütungen, die er von der Krankenkasse erhielt, waren nicht so hoch, daß er davon die Unkosten für die Hausge- hitftn hätte bestreiten können. Der Mann w.ar mit seinem Antrag, für 1940 den steuerfreien Lohn- betrag roeaen der angeführten Gründe um monat­lich 50 RM zu erhöhen, von allen Vorinstanzen abgewiesen worden, auch vom Obersinanzprä- sidenten seines Bezirkes, well nicht alle Voraus­setzungen gegeben waren, unter denen nach Ab­schnitt 46 der Lohnsteuerrichtlinien die Beschäfti­gung einer Hausgehilfin für sich allein als außer­gewöhnliche Belastung anerkannt werden tarnt Der Reichsfinanzhof stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, daß mit den im Abschnitt 46 aufge- zählten Fällen nicht gesagt ist, daß nicht auch noch andere Fälle denkbar sind, in denen die Ausgaben für eine Hausgehilfin mit anderen Ausgaben zusammen für einen Steuerpflichtigen

cher ss aimii). nM

Nachdem der erste Vierjahresplan seinen schluh gefunden hat, berichtet der Reichsbeauftragle für Papier, Dr. Dorn, über die Durchführung aus dem Gebiet der Papierwirtschaft. Die wichtigste Forderung war der Mehreinsatz inländischen Hol­zes aus dem Brennholz-Sektsr und der Verbrauch von Buche in Höhe von 2,5 Millionen Raummeter. Tatsächlich wurde Der Verbrauch an Kiefer von 1,3 Millionen auf 1,9 Millionen Raummeter ge­steigert, der Verbrauch an Buche von 500 000 auf 2,4 Millionen Raummeter. Die Erzeugung von Strohzellstoff stieg von 52 000 auf 77000 Tonnen, die von Ge l b st r o h st o f s von 87 000 auf 103 000 Tonnen. Gleichzeitig wurde der Ein- satz von Altpapier von 700000 auf über eine Million Tonnen erhöht. Die K u n st f a s e r zell­st o f f - Erzeugung stieg von 89 000 Tonnen im Jahre 1936 auf voraussichtlich 300 000 Tonnen im Jahre 1940. Der Kampf gegen die Papiervergeu­dung mußte verstärkt werden, zumal ein wesent­licher Teil der Zellstoff, und Papiermengen kriegs­wirtschaftlichen Zwecken zugemendet werden mußte. So gelang es, aus Zellstoff ein hochwertiges Fut­termittel herzustellen, ferner muhte Papier auf die Herstellung von Spinnpapier als I u t e e rfatz umgestellt werden. Der neu auftretende Bedarf wird am besten durch die Tatsache gekennzeichnet, daß für die Lebensmittelkarten nwnat- sich 2000 bis 3000 Tonnen Papier, 200 bis 300 Eisenbahnwaggons, gebraucht werden. Voraussicht­lich ab 1. Januar sollen die etwa 20 Anordnungen der Reichsstelle für Papier- und Verpackungswesen durch vier grundlegende Anordnungen ersetzt wer­den, wodurch die Bewirtschaftung wesentlich verein-

leisten.

Einsaft her Studenten im Otten.

Der Reichsstudentenführer hat einen Aufruf zu weiterem freiwilligen Einsatz deutscher Studenten und Studentinnen im Rahmen des Ssedlungsein- satzes derArbeitsgruppe Ostsiedlung der Reichs- studentenführung" sowie des Facheinsatzes Ost der Reichsstudentenführung" erlassen. Für die Einsätze werden Studenten und Studentinnen aller Fach­gruppen benötigt. Die Arbeit ist verantwor-

'M- M i Si s «I > ! ö Dy 1

s

H ! K S H 'S i i*i im

5 taj ;

n I

Sjj

iu

Wb.

n8 h 'S

6 v. H beschränkt sind.

Im übrigen war ja die Linke in England schon zu der Zeit, als sie noch Opposition war, geradezu staatlich angestellt, ihre Führer beziehen ein sehr hübsches Staatsgehalt Ihre Aufgabe bestand im wesentlichen Darin, der Regierung die Bälle zuzu- spielen und geleaentlich TheaterDonner zu machen. . . .. __________.. ~ ...flossene Opposition aber salonfähig

Dem alle möglichen Rechte für die Zeit nach dem ; und regierungsbeteiligt geworden ist, sind ihre Funk- Kriege, also für den Sankt Nimmerleinstag ver- j tionen auf die eines Aushängeschildes und Markt- spricht, so kann man, da man Zur Zeit noch Dfr Helfers der herrschenden Schicht herabgesunken, breite Maste als Soldaten und als Rüstungsarbeiter 1 Siehe Herrn Benin, siehe Herrn Morrison. Be. R.

Gewohnheit Frankreich war, ging dahin, daß die Luftwaffen aller europäischen Staaten unter eng­lisch-französischem Oberkommando zusammengefaßt werden sollten, um den beiden Urhebern des. Der- aiUer Diktates, gleichzeitig Hauptinhaber der Gen- er Schwindelfirma, die Machtmittel dafür zu He» ern, daß dieses Europa in seinen einzelnen Glied- taaten nicht etwa auf aufsässige Selbständigkrits. gehonten kam. Herr Morrison weiß von alledem nichts. Er war zur Zeit dieser schönen Erörterun­gen noch nicht englischer Minister und wäre es nie geworden, wenn Churchill nicht so gerissen gewesen wäre, die Linksopposttion durck die Betrauung mit zahlreichen Ministerämtern auf die Mitverantwor­tung für feinen Krieg festzulegen

Aber damit nicht ^enug. Morrison behauptet ollen Ernstes, man müsse, natürlich erst nach dem Krieae, alle Klassenvorrechte und -Monopole ab- schafsen; es dürfe weder ganz Reiche noch ganz Arme geben Die konservativen Auguren in London werden Dafür nur ein verständnisinniges Lächeln ........ ..... o.._,

haben. Wie man zum soundsovielten Male den In- * Seitdem die vers k «Mm a11 a mXnl t Aam Kl- ___v 1 v : - i

liener sich der Schwierigkeiten und der Notwendig­keiten, die ein Krieg im Gefolge habe, voll bewußt seien. Kein Italiener habe je eine kürzere Kriegs­dauer erhofft, wenn das Kriegsende nicht vollkom­men mit dem Siege der italienischen Waffen zu­sammenfalle. Dieses Gefühl allein beseele das ita­lienische Volk, besten Geschichte beweise , daß es e l b ft dem mißlaunig st en Kriegsge- ch ick sich mit Ernst zu stellen und es zu beu­len wisse. Mit allen Kräften strebe das ita- ienische Volk heute dem sich selbst gesteckten Ziele der endgültigen Vernichtung seiner F e i n d e zu.

Giornale d'Jtalia" schreibt, die nüchternen Zah­len des italienischen Oberkommandos zeigten, daß der Weg Italiens nicht leicht gewesen sei. Er habe Immer mit großen Opfern und Anstrengungen er­kauft werden müssen. Dazu habe Italien außerdem den Kampf gegen übelwollende und dumme gegne­rische Agitaion durchzuführen gehabt, die gerade im gegenwärtigen Augenblick in tendenziösen Meldun­gen über die Verluste Italiens und über die Zu­stande in Italien sich überbiete. Durck die Hirt- »> Veröffentlichung Italiens erführen diese ie krasseste Widerlegung.

Koloniale Schulung der deutschen Polizei.

Auf Anordnung des Reichsführers ff und Chefs der deutschen Polizei werden seit einiger Zeit Poli­zeibeamte aller Sparten auf ihre koloniale Verwendung hin vorbereitet. In diesem Rahmen läßt der Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes, ---Gruppenführer Heydrich, für seinen Bereich Koloniallehrgänge auf der Führerschule der Sicherheitspolizei in Berlin- Charlottenburg abhalten, in denen Kolonialwissen­schaftler, Wirtschaftler und Landeskenner zu Worte kommen. Um den Beamten daneben auch noch praktische Erfahrungen zu vermitteln, schließt sich an diese Ausbildung noch eine vier­wöchige Schulung auf der K o l o n i a l p o l i z e i - schule in Rom an. Zu gegebener Zeit soll die Ausbildung noch durch einen mehrmonatigen prak­tischen Polizeidienst in Den italienisch-ostasrikanischen Kolonien vervollkommnet werden.

O"r H^chschulunlerriätt 1941.

Wenn sich auch die eigenen Verluste in mäßigen Grenzen hielten, so hatte doch tue blitzartige Eb« Wicklung der Kämpfe und der gleichzeitige Angriff auf breitester Front für eine kurze Zeit zur Folge, daß alle eingesetzten Feldlazarette bis zur Grenze der Leistungsfähigkeit angespannt wurden Außerdem wurde ja nicht nur den eigenen, sondern ebenso auch den in weitaus größerer Zahl ringe- lieferten feindlichen Verwundeten geholfen. Was das deutsche Sanitätspersonal in die* sein Krieg geleistet hat, wird erst in späteren Zeiten voll gewürdigt werden können.

Einen kleinen Ueberblick bekommt man jedoch chon heute, wenn man die Feldpost b r i e j e ehemaliger DRK.-Helfer lieft, die Jett Kriegsbeginn entweder an der Front ober als Sa­nitätssoldaten auf Verbandplätzen oder in Laza­retten Dienst tun. Bei letzteren hört man immer wieder heraus, daß sie an ihre Ausbildung beim Deutschen Roten Kreuz gern zurückdenken und ihre dort erworbenen Kenntnisse aus Friedenszeiten jetzt gut anwenden konnten. Darüber hinaus aber pricht aus den Feldpostbriefen die selbstverständ­liche Kameradschaft, zu der die Helfer beim Deutschen Roten Kreuz erzogen worden sind, und die sich nun im Ernstfälle bewähren konnte.

So schreibt z. B. ein DRK.-Helfer, der als Sani­tätsgefreiter den Polenfeldzug mitmachte, u. a.: Unser zweiter Zug hat sehr viel leisten müssen; er hat im ganzen dreizehn Lazarette eingerichtet. Es war eine schwere Arbeit. Aber wir ließen uns nicht unterliegen; denn wenn unsere Kameraden an der Front tapfer waren, so wollten wir in un­serer Arbeit nicht zurückstehen." Ein anderer DRK - Helfer schreibt als Sanitätssoldat aus dem Felde: Als einer der jüngsten Kameraden tue ich hier meine Pflicht und stelle unter Beweis, was i ch beim Deutschen Roten Kreuz an Dienst­auffassung und Pflichtgefühl mit auf den Weg bekam. Erst jetzt kommt es mir richtig zum Be­wußtsein, welch schöne Aufgabe man beim Deutschen Roten Kreuz zu lösen hat. Ich bin stolz darauf, ge­rade in M. ausgebildet worden zu sein; Denn es hat sich herausgestellt, daß beim Dortigen Deutschen

eine außergewöhnliche Belastung harstellen können. So ist schon in Abschnitt 46 Abs. 4 Der Fall ge­nannt, daß bei Krankheit der Ehefrau die Ausgaben für eine Hausgehilfin als Krank-- heitstoften eine außergewöhnliche Belastung fein können. Für den vorliegenden Fall muß sogar an­erkannt werden, daß ein Leiden des Ehemannes, besonders dann, wenn feine Ehefrau infolge ihrer körperlichen Verfassung und im Hinblick auf ihre sonstigen Haushaltspflichten nicht imftanbe ist, ihm die erforderliche Pflege zuteil werden zu lassen, das Halten einer Hausgehilfin zwangsläufig er» fordern kann. Wenn, nur aus diesem Grunde eine Hausgehilfin gehalten wird, so können die Ausgaben dafür eine außergewöhnliche Belastung mindestens insoweit fein, als sie den Betrag über­steigen, der sonst für eine fremde Hilfe im Haus­halt (z. B. Aufwartefrau) zweifelsfrei ausgegeben werden würde. Damit wurde die abschlägige Ent°- schridung des Oberfinanzpräsidenten aufgehoben.

Ruhetage für Sefol schastsmitglieder der Gaststä tcn.

Um den an den Feiertagen meist stark in An­spruch genommenen Gefolgschaftsmitgliedern des Gaststätten- und Beherbungsgewerbes die Mög­lichkeit zur Erholung und Ausspannung zu ver­schaffen, hat der Reicksarbeitsminister angeordnet, daß ihnen für jeden Feiertag, an dem sie länger als 6 Stunden beschäftigt werden, neben dem wöchentlich zu gewährenden Ruhetag ein zusätz­licher Ruhetag unter Fortzahlung des Lohnes zu gewähren ist. Der Ausgleich ist vorgesehen: für den Nationalen Feiertag, den ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag und den Neujahrstag, soweit diese nicht auf einen Sonntag fallen, ferner für den Ostermontag und den Pfingstmontag. Damit die Gefolgschaftsmitglieder an der allgemeinen Feier­tagsstimmung teilnehmen können, ist Der Ausgleich rnöglichst im Anschluß an Den Feiertag vorzunehmen, er muß spätestens am Ende Der Sai­son erfolgen. Während Der Dauer des Krieges kann die Freizeit auch im Anschluß an einem Urlaub ge­mährt werden. In diesem Jahr fallen die beiden Weihnachtsfeiertage und her Neujahrstag auf W-rktage. Die Gefolgschaftsmitglieder des Gast­stätten- und Beherbungsgewerbes, die an diesen Tagen vollbeschäftigt werden, erhalten daher einen Anspruch auf drei zusätzliche bezahlte Ruhetage.

Tabak-Mobepafüm und Tabal-Oel.

Keine Angst! Unsere Damen werden nach der Be­nutzung des neuen von der deutschen Tabakforschung gestarteten Tabakparfüms nicht etwa so ähnlich riechen, wie die Stummel in Vaters Aschenbecher. Die Tabakpflanze hat ja nicht nur Blätter, aus Denen das aromatische Kraut gewonnen wird, son­dern auch Blüten Und diese Blüten haben einen wunderbaren Duft, Der an Hyazinthen oder Nelken erinnert. Die Reichsanstalt für Tabakforschung in Forchheim hat mit gutem (Erfolg die Ausnutzung der Tabakblüten zur Gewinnung von Parfüm- Essenzen Durchgeführt Der Deutsche Tabakbau wird dazu freilich nur wenig Rohstoff liefern. Denn bei der Produktion von Zigarren- und Pfeifentabak, Die in Deutschland hauptsächlich gepflegt wird, wer­den Die Knospen von Den Pflanzen meist entfernt Der Zigarettentabak aber wird von Pflanzen ge­wonnen, Die man Blüten unD Frückte treiben läßt. In Bulgarien, Rumänien unh Italien werden be­reits die Blüten des Zigarettentabaks ausgenutzt, vor allem aber auch Der Tabaksamen Der Tabak ist nämlich gerahe jetzt dabei, eine wichtige Oel- frucht zu werden Auch das ist ein Erfolg Der Forch­heimer Reichsanstalt für Tabakforschung Von einem Hektar Tabakpflanzen hat sie 20 Zentner Samen geerntet, aus Denen 33 Liter Del gewonnen mur= d-n. Das Tabak-Oel hat auch nicht Den leisesten Beigeschmack. Der an Tabak erinnert, sondern schmeckt wie Das reinste Sveileöl Der Tabiffamen enthält nämlich nicht die kleinste Spur Nikotin oder Tabakkampfer Bei der Ausvutzuna^ des Tabak- famens zur Gewinnung von Speileöl wird auch unterer Landwirtschaft ein wertvolles Kraftfutter verschafft Die Rückstände bei der Oelproduktion Ne. fern Oelkuchen, die viel Eiweiß und Stickstoff ent- . halten. ________________________________________

öaupiid)rirtietter: Dl ittteond) Wabel« L-nae SteliBemetet des tMwNkbwtietien Ernst Blumsckietn. veraniwonü» ür -Poittt und ) HUder Dr ör. W. Lange für baS kten-lewn: Dr. HanS Thdriot; ffii Stab- Gießen. Proviw, Wir, Lau u. Sport: i£mn löiumidj? n

Druct uno Benag Brühl.cke Unirenuaisbrurferei R. tiange ®. l Bermanener Dr. - -ng. Wd) Hamann Änzeigenie ler Hanr Beck. I Verantwortlich lüt den Inhalt bet La,eigen: Theodor Lümmel

tungsvoll und erfordert charakterliche Festigkeit und Gewissenhaftigkeit. Durchzuführen sind organisato­rische, planende, fachliche und menschliche Betreu­ungsarbeiten. Bevorzugt benötigt werden Landwirte, Lehrerstudenten, Bauingenieure, Architekten, Medi­ziner und Tierärzte, aber auch alle anderen Fachrich­tungen ergeben sich weite Aufgabengebiete. Die Reichsstudentenführung ist bemüht, jeden einzelnen so einzusetzen, daß er in seinem Fach- und Berufs­gebiet gefordert wird. Den Studenten wird rin Tagegeld gezahlt, das zum Leben ausreicht. Die Meldungen erfolgen beimWirtfchaftseinsatz Ost" und müssen so rasch als irgendmoglich abgegeben werden. Die Einberufungen erfolgen für Den Sied­lungseinsatz durch Den Leiter Der Arbeitsgruppe Oft» fieDlung Der ReichsstuDentenführung, Dolezalek (Pofen), für Den Facheinsatz Durch Thormann (Litz- mannftaDt).

Eine Bilanz

Der Papierwirischast.

iuntete

eisanO

jWS» Ifls bop

nftanb il Bl Qnitn^ t gemir' ig uh, »6* :

E! i der iltB^ in i <

ner

, vn^';, 'und

!fl* sie ei'1

<

ÖS

!Rom, 12. Dez (WB) Das,N°uptqu°rt°r de italienischen Wehrmacht aerafsentlicht die S - \ a m aerlufte Der italienischen Wehrmacht vom 11 3um bis zum 3 0 November Die. Zahl Der Gefallenen betrug 3655, Die Der Verwundeten 7538, tne der Vermißten 2885. Hier- n mtfaUen auf alba- irische Truppenverbände 14 G^allene, 43 Denvun bet« 20 Lrmißtc üluf Rolon iaUruw« «ttf-n n $62 Gefallene. 2474 Verwundete. 1333 BermiBtc^

Diese Berluftangaben beweisen Ha. 1>«««

.Popolv Di Roma" daß fallen im Vollbesitz «Iler seiner Streitkräfte ist Die grte chische Episode, Die Der britischen Agitation zu so aislwMkürlichen und erlogenen Behauptungen An- ! gab, sei alsbald auf ihre genauen "Nb wahren Ausmaße zurückgeführt worden Der engl-fcken Pro I»aganda werde es ebensowenig wie un Sabre 1935 Än. di- stahldar.- Sr»n' Ä Balkes eine Bresche schlah-n. wie b ®n,,8. kinb durch di- B-rbr-itung -rloqener k°wstropha -r Nachrichten und tölpelhafter Fabeln von her Oa . iienisch.griechischen Fron, versucht worden sei. D-r Feind möge es als gewiß annehmen, daß alle Ita

J

N