Ausgabe 
13.9.1940
 
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Die Ausgabe der Morgenpresse wurde hinausge- heerend. Die Arbeitsfähigkeit der Bevölkerung ist schoben Die Untergrundbahnen verkehren langsam, erlahmt, so schließt der Korrespondent seinen Be- die Autobusse kommen selten. Die Gasversorgung I richt.

Aus dem Reich

Ausverkauf im Empire

liches Flugzeug wurde abgefchossen, die Besatzung von drei Mann gefangengenommen.

Feindliche Flugzeuge versuchten einen Angriff auf den Flottenstützpunkt von Masfaua. Angesichts der prompt einfehenden Bodenabwehr warfen sie die Bomben ins Meer.

Bei dem im Mehrmachtsberlcht vom Dienstag er­wähnten feindlichen Luftangriff auf D e f f i e wurden zwei feindliche Flugzeuge abgefchossen.

Eines unserer U-Boote ist nach Versenkung von 27 000 BRT. englischen Schiffsraumes im A t l a n - l i k zu feinem Stützpunkt zurückgekehrt.

Eisenbahn und Stellungen an Aegyptens Küste bombardiert

Italienischer WehrmachtSbericht.

Rom. 12. Sept. (DNB.) Der italienische Wehr­machtsbericht hat folgenden Wortlaut:

Die Lifenbahnanlagen an der ägyptischen ft ü ff e und feindliche Stellungen bei S o l l u m und Siddi Varrani wurden von neuem von italie­nischen Flugzeugen bei Tag und bei Rächt b o m - bardiert. Es entstanden Brände. Explosionen und große Zerstörungen. Feindliche Panzerwagen wurden angegriffen, zum Teil vernichtet und unter Maschinengewehrfeuer genommen.

Der Feind hat einen Luftangriff auf D e r n a ver­sucht. wurde aber durch unsere Flak abgewiefen. Lin feindliches Flugzeug vom Typ Blenheim wurde ab­geschossen. ein zweites ist vermutlich zerstört. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt.

Wettere Informationen ergeben, daß während der Bombardierung von A d e n am 1. und 2. September zwei feindliche Torpedoboote ver­senkt wurden.

Unsere Geschwader haben den Flughafen von

rechnet werden.

Werkstudenten

im Dienst der Rüstungsindustrie.

Wie die .Bewegung" mitteilt, sind rund 900 Studierende des Maschinenbaues, der Elektrotechnik usw. als Werk st u deuten in der Luft- ahrtindustrie eingesetzt. Alle haben schon im Betriebsleben gestanden. Der bisherige Fabrikdienst hatte das Ziel, schwer schaffenden Arbeitskameraden einen zusätzlichen Urlaub zu ermöglichen. Beim

.Treten Sie näher, mein j)err, gebe alles unterm Selbstkostenpreis ab!" (Zeichnung von Bob Hindersin. Scherl-M.)

Von Stukas vor der Themse zerschmertert Unsere Giurzkampfflieger überraschen einen Geleilzug bei Ramsgate.

Von Kriegsberichter Rudolf Magner.

Australien macht Lhurchill Sorge

Madrid, 13. Sept. (Europapreß.) Der Wahl­kampf in Australien macht der englischen Regierung Sorge. Presseberichte aus Australien weisen auf die hohe Zahl der für Senat und Abgeordnetenhaus aus­gestellten Kandidaten hin, die, wie dieTimes" sich ausdrückt, erkennen lasse, daß die grundlegende Einigkeit Australiens sich in der Parteipolitik des Bundes nicht widerspiegelt. Rach einem Bericht des Daily Telegraph" aus Sydney ist die (Stellung der Regierung Menzies ernsthaft gefährdet. Wenn die Arbeiterpartei an der Macht gewesen sei, so erklärte Menzies, dann hätte es kein australisches Expedi­tionskorps, keinen australischen Beitrag zur Luft­waffe des Empires und keine Dienstpflicht für die Heimatoerteidigungsstreitkräfte gegeben. Dieses offene Eingeständnis Menzies, daß die stärkste australische Partei, die Arbeiterpartei, Gegnerin der mili­tärischen Unterstützung des englischen Mutterlandes ist, hat in London begreiflicherweise einen peinlichen Eindruck gemacht.

Schlachtschiff »Warspitte" muß verschrottet werden.

Berlin, 12. Sept. (DNB.) Das Kriegsschiff Warspite", das angeblich als Kadettenschulschiff Verwendung fand, ist jetzt als Schrott ver­kauft worden. Das Schiff, 30 600 Tonnen groß, erhielt im Seegebiet von Narvik durch die deutsche Luftwaffe einen Bombentreffer schweren Ka­libers. Das Schiff konnte aber noch unter Geleit­schutz in seinen Heimathafen gebracht werden. Da aber die für das große Schiff geeigneten Docks in den britischen Staatswerften überfüllt waren, wurde dieWarspite" vor Eintritt Italiens in den Krieg nach Alexandrien gebracht. Trotz monatelanger Arbeiten aller waren die durch den Bombentreffer verursachten Schäden nicht zu beheben. Das britische Marineministerium läßt jetzt das Kriegs­schiff verschrotten, um wenigstens noch den für Eng­land so knapp gewordenen Rohstoff Eisen zu ge­winnen.

Der plan für die Altersversorgung sertiggeM

Dr. Ley über das große Sozialprogramm nach dem deutschen Sieg.

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dem Bergmann seinen freiwilligen Verzicht auf Licht und Sonne entgelten. Die Siedlung solle deshalb als ein Vorrecht gehandhabt werden, das dem zuerst zukommen werde, der sie am nötigsten brauche. Das sei aber wiederum der Bergmann. Drittens sei es notwendig, den Beruf des Berg­mannes durch eine regelrechte Berufserzie­hung zu heben. Eines der besten Mittel aber, die Förderung des deutschen schaffenden Menschen zu erreichen, sehe er in dem Ausbau einer großzügigen Altersversorgung. Dazu komme eine um­fassende Gesundheitsfürsorge. In jeder Ortsgruppe der Partei werde in Zukunft in den noch zu erstellenden Gemeinschaftshäusern eine G e- sundheitsstation eingerichtet werden, um so das ganze deutsche Volk ständig unter einer vor- beugenden Gesundheitskontrolle zu halten. Dazu gesellen sich dann die Ausgestaltung eines großzügigen Urlaubs, die Freizügig- keitder Arbeit, die selbstverständlich nach dem Kriege sofort wiederhergestellt werde, das Werk der B e r u f s e r z i e h u n g mit dem Berufswettkampf, die feine ungelernten Arbeiter in Deutschland mehr zulasse, und schließlich ein großzügiges Sied­lungswerk für alle schaffenden Deutschen

bereitungen stören, denn deutsche Jagdverbände decken den Angriff der Stukas nach allen Seiten.

Da heult schon die erste Maschine dem Ziel ent­gegen. Wütendes Abwehrfeuer von denfriedlichen" Handelspötten und den Zerstörern vermag der rasen­den Geschwindigkeit der Angreifer nicht zu folgen. Auch die S p e r r b a l l o n e, die von einigen qual­menden englischen Handelsschiffen wie Luftballons vom Jahrmarkt mitgeschleift werden und ein letz­tes verzweifeltes Wwehrmittel gegen unsere Luft­waffe auf Geleitzüge darstellen, sind bei dem fliege­rischen Können und Angriffsgeist unserer Stuka- männer umsonst. Als eines der ersten Opfer fällt ein englischer Zerstörer. Eine schwere Bombe trifft ihn mittschiffs. Grauschwarze Wolken hüllen das Schiff ein. Nebenan stürzt eine Maschine auf einen 5000-Tonner herab. Der Flugzeugführer sieht das Aufblitzen der Abschüsse einer Flakkanone und Leuchtspurfäden von Maschinengewehren. Er hält unerschüttert mitten hinein. Der Bug des Schiffes verschwindet in der dampfigen Wolke.

Ueberall heulen die Maschinen vom Himmel, sau- ßen die Bomben, wie riesige Geschosse aus Kanonen gefeuert, auf den zerrissenen Geleitzug und England kann von seiner Küste zuschauen, wie deutsche Flie- ger seine Geleitzüge vor der Themse zerschmettern. Wie ein ungeheurer Wirbelsturm ist der Verband über den Hasen weggebraust. Sinkende und bren­nende Schiffe bleiben zurück. Sechs sind es, au denen das Feuer wütet, denen die Planken von der gewaltigen Sprengkraft deutscher Bomber einge- drückt wurden, die zerfetzt stilliegen. Als die Däm­merung schon die Schatten der Nacht zeigt, landen alle Stukas unversehrt auf dem Flughafen.

Wehrdienst vor Studiumsbeginn

Die Abiturienten von 1939 haben sich zu Kriegs­beginn geschlossen zum Eintritt in die Wehrmacht gemeldet. Diese Meldungen' konnten zum großen Teil nur im Zug4 der jahrgangsmäßigen Einberu­fung berücksichtigt werden. Das Oberkommando der Wehrmacht hat verfügt, daß auf Grund der verän­derten Verhältnisse den Abiturienten des Geburts­jahrganges 1921 und jüngerer Geburtsjahrgänge durch freiwillige Meldungen wieder wie ttn Frieden die Möglichkeit gegeben wird, vor Antritt des Studiums den Wehrdienst ab­zuleisten. Die Miturienten, die 1940 die Reifeprü­fung abgelegt haben und nach Ableistung des Ar- bettsfoienftes jetzt bis zur Einberufung ihres Ge­burtsjahrganges studieren wollen, werden daher aufgefarfoert, sich freiwillig zum Eintritt in die Wehrmacht zu melden. Das Oberkommando der Wehrmacht veranlaßt, daß die Freiwilligen ab 1. Oktober d.I. eingerufen werden. Zu­rückstellungen vom Wehrdienst aus beruflichen Gründen fini) während des Krieges nicht möglich. Die Studierenden werden soweit sie sich nicht freiwillig gemeldet haben mit den anderen An­gehörigen ihres Geburtsjahrganges zum Wehrdienst eingezogen. Die Ableistung des Wehrdienstes vor dem Studium liegt auch im Interesse einer geord­neten Ausbildung, weil die Unterbrechung des Stu­diums durch den zweijährigen Wehrdienst erfah­rungsgemäß zur Verlängerung einer ftden Berufs- ausbildung und damit zu erhöhten Kosten für die Eltern führt. Der zeitliche Vorteil durch die Einführung der Trimester spielt künftig keine Rolle mehr, da für Nichtkriegsteilnellmer von 1941 ab die Trimester nicht mehr auf das Studium ange=

Werkstudenteneinsatz in der Rüstungsindustrie han­delt es sich ausschließlich um zusätzliche Kräfte. Besonders in großen Werken ist gleich­zeitig eine Betreuung durch die Ausbildungsleiter der Betriebe vorgesehen, um den Studenten einen möglichst vielseitigen Einblick in das Betriebsge- schehem zu geben. So bedeutet der Einsatz zugleich eine Unterstützung im Ausbildungsgang der Stu­denten. Auch die Betriebe dienen sich damit selbst, indem sie später Ingenieure bekommen, die sich schneller in die Praxis einarbeiten können. Auch in Zukunft wird der Bedarf an technischen Arbeits­kräften groß fein; es wird deshalb eine besonders gute Ausbildung des Nachwuchses notwendig sein. Zur Erreichung dieses Zieles soll auch weiterhin der Werkstudenteneinsatz dienen.

Prüfung für das Künstlerische Lehramt

Zum 1. Oktober d.I. tritt eine neue r e i d) s e in« heitliche Ordnung der Prüfung für das Künst­lerische Lehramt an höheren Schulen in Kraft. Die Prüfung zerfällt in zwei Abschnitte, die künstlerische und die pädagogische Prüfung. Jeder Bewerber muß außerdem in einem nichtkünftlerischen Beifach (Deutsch, Geschichte, Erdkunde oder auch in einer Sprache, einem mathematischen oder natur­wissenschaftlichen Fach oder in Leibeserziehung, bei Frauen Handarbeit) die Lehrbefähigung erwerben. Erst dann kann der Lehramtsbewerber zum Dor- bereitungsbienft zugelassen werden. Die künstlerische Prüfung wird für die Fachrichtung Kunsterziehung oder Musikerziehung abgelegt. Studenten und Stu- bentinnen, bie zum Wehrdienst ober zu beförderen Aufgaben im Dienste ber Reichsverteidigung einbe­rufen finb, können bie Prüfungen in vereinfachter Form ablegen. Die Prüfung wirb burch Künstlerische Prüfungsämter abgenommen, bie nach den beiben Fachrichtungen verschieben ihren Sitz im allgemeinen am Orte ber Hochschulen für Musikerziehung unb Kunsterziehung haben.

Beamte für den Kolonialdienst.

Da der Endsieg Deutschlands auch die Rückgabe der ihm geraubten Kolonien bringen wird, hält es der Reichsinnenminister für notwendig, rechtzeitig einen Heb erblick über die Beamten der allgemeinen und inneren sowie der Kommunalverwaltung zu

Köln, 12.Sept. (DNB.) 2m Rahmen eines während des Schichtwechsels in einem Steinkohlen­bergwerk im Gau Köln-Aachen ahgehaltenen Be­triebsappells teilte Dr. Ley mit, daß ber ihm vom Führer am 15. Februar d. I. erteilte Auftrag zur Schaffung einer nationalsoziali ft i - schon Altersversorgung durch die Fertig­stellung dieses umfassenden Werkes Erfüllung gefunden hat und bie durchgreifende Planung trotz des Krieges vollendet worden ist. Dr. Ley hat den Auftrag des Führers in Form eines einzig­artigen Gemeinschaftswerkes des gesamten deutschen Volkes gelöst, eines Gemeinschaftswerkes, das nach dem deutschen Endsieg zum Segen aller deutschen Menschen und für die Welt als über­zeugendes Fanal des vom Führer gewährleisteten deutschen Sozialismus der Tat wirksam werden wird.

Der Redner kündigte dann weitere Maßnahmen zur Förderung des Bergarbeiterstan- des an. Ein neues Lohnsystem müsse aufge­baut werden, in dem der zukünftige Lohn von ber Schwere der Arbeit, ihren Gefahren und der Lei­stung abhängig gemacht werde. Damit komme der Lohn des Bergmannes wieder an die Spitze der deutschen Arbeitslöhne. Zum zweiten müsse man

Die englische Agentur Exchange Telegraph berich­tet, in einer längeren Konferenz zwischen Vertretern ber Regierung, der Industrie, des Handels und der Gewerkschaften seien im Hinblick auf bie nächtlichen Angriffe der deutschen Luftwaffe wichtige Beschlüsse gefaßt worben. Die Warenhäuser unb alle großen Geschäfte in Lonbon werben vom Donnerstag ab um 16 Uhr schließen, um den Angestellten zu ermöglichen, in den späten Nachmit­tagsstunden auszuruhen. Die Vergnügungs- stätten beenden die Vorstellungen um 21 Uhr anstatt bisher um 23 Uhr. Im Regierungsviertel herrschtUmzugshausse". Die wichtigsten Mi­nisterien verlegen die Büros in die Kel­ler und Unter st ände. Pionierabteilungen der Armee arbeiten Tag und Nacht an ber Erstellung neuer gesicherter Unterkunftsmöglichkeiten. Der Chef des Sicherheitsbienstes erklärte einem Mitarbeiter der Agentur:Mehr als 50 000 Mann find mir jur Verfügung gestellt worben, um bie Zetten der .Höhlenbewohner« roleber herzustellen."

Die einschneidenden Wirkungen der deutschen Luftangriffe auf das ganze Leben Londons schildert anschaulich ein Bericht des Londoner Korrespon­denten ber Tokioter ZeitungMshi Nishi". Kein Lonboner habe geglaubt, baß ber Luftalarm s o lange dauern könne, wie er tatsächlich erlebt wurde, schreibt der Korrespondent und fährt dann fort:Die Folgen ber beittschen Angriffe machen sich im Leben Londons überall ernstlich bemerkbar.

DNB. i.i 12.Sept. (PK.) Die Sonne versank bereits hinten dicken Wolkenballen am geröteten Abendhimmel, als die Staffelkapitäne zu den Be­satzungen traten und mit knappen Worten bekannt­gaben:Feindlicher Geleitzug im Kanal gesichtet." In vier Minuten starten wir. Wir flie­gen im Verband. Viele Wochen waren schon ver­gangen, feit die Tommies den Stukas die letzten großen Fische" im Kanal serviert hatten. Es muß verdammt brenzlich um sie aussehen, wenn sie heute das Risiko einer Kanalfahrt wieder wagen, um der Riesenstadt London auf diesem Wege lebenswichtige Güter zuzuführen. Ober sollte etwa bie Regenwanb des letzten Tages über dem Kanal ihnen neues Vertrauen zur Sicherheit der Geleitzüge gegeben haben?

Unsere Aufklärer haben wieder einmal genau ge­arbeitet und jedes Suchen erspart, lieber dem Ka­nal fliegt der Verband an Dover vorbei. Die Flak­batterien werfen dem gefährlichen Gegner ihre Sprengwolken nach., lieber den Wolken wird die Küste bei Ramsgate angeflogen. Die Wolkenlöcher über den Sandbänken kommen gerade richttg. Durch sie wird bald ein sinkendes Schiff von spä­henden Augen gesichtet. Ein anderer Stukaverband hat den englischen Geleitzug bereits gerupft. Doch nicht weit von dem Wrack, von dem verzweifelt englische Matrosen noch ein klägliches Abwehrfeuer gegen die Stukas loslassen, schwimmen noch ge­nügend ansehnliche Kähne herum, alle zwischen 2000 unb 5000 Tonnen. Schnell hat sich unser Verband herangepirscht. Die 18 Handelsschiffe und Zerstörer des Geleitzuges streben ber Themse münd ung zu. Im Nu hat sich ber geschlossene Verbanb zum Angriff aufgelöst. Kein englischer Jäger kann biete Vor-

Kleine politische Nachrichten.

Reichsminister Dr. Goebbels empfing eine Abordnung belgischer Journalisten, die auf Einladung der Reichsregierung eine Studien- reise durch. Deutschland machen. Aufgabe einer verantwortungsbewußten Presse sei es, so sagte ber Minister, in klarer Erkenntnis der fommenben un« ausweislichen Entwicklung die Völker aus Illusio­nen herauszureißen und sie zur freiwilligen Mitar­beit an dem großen Reformwerk zu gewinnen.

Der spanische Innenminister Servano S u n e r reist zu einem Deutschland-Besuch über Frankreich in Begleitung bes beutschen Botschafters v. Stohrer ab. Der Aufenthalt in Deutschland ist auf zehn Tage bemessen. Zwei Tage finb Berliner Dienststellen gewibmet. Serrano Suner wirb auch anbere beutsche (Stabte, barunter München, besuchen.

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Der Chef bes Wehrwirtschasts- und Rüstungs­amtes, General der Infanterie Thomas, verteilte im Leuna-Werk an einige Gefolgschaftsmtt- glieder die vom Führer verliehenen Kriegsver- b i e n ft f r e u 3 e U. Klaffe. General Thomas nrürbigte in einer kurzen Ansprache die vorbildliche Haltung der gesamten Gefolgschaft in der Kriegszeit.

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In Hsingking wurde von dem deutschen Gesand­ten Wagner und dem Chef des mandschurischen Außenamtes, Weihuan-Chang, die Geltungs­dauer des deutsch-mandschurischen Ab- kommens über den Waren- und Zahlungsverkehr unter Anpassung einiger Bestimmungen an die ge­gebenen Verhältnisse bis zum 31. Mai 1941 ver­längert.

Seit 22 Jahren wurde am vergangenen Sonntag wieder erstmalig im Prager St. Veitsdom eine deutsche Predigt gehalten.*

Der Sprecher des japanischen Außenministeriums erklärte, bie in Lonbon ansässigen Japa­ner hätten bie englische Hauptstabt verlassen unb mürben am 14. September von Dublin aus nach Lissabon abreisen.

Nach einer Meldung aus Neuyorker Schiffahrts­kreisen würbe ber britische FrachtbampferEarl s» pari" (5250 BRT.) im Atlantik von einem deutschen U-Bootversenkt.

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Vorn Donauhafen Rustfchuk aus sind vier Donau­schiff e mit insgesamt 4 0 0 0 jüdischen Emi­granten aus dem Protektorat Böhmen unb Mähren unb aus der Slowakei donauabwärts weitergefahren. Ihr nächstes Reiseziel ist Istanbul, von dort aus wollen sie Palästina erreichen.

funftioniert nur noch unregelmäßig und die Be­völkerung ist oft gezwungen, kalte Mahlzeiten ein- zunchmen. Kaum ist man aus dem Luftschutzkeller heraus und beginnt, seine Sachen zu ordnen, kommt schon wieder Luftalarm. Für London ist es bereits zur täglichen Routine geworden, bie Nächte im Schutzkeller zu verbringen. Die führenden Londoner Theater kündigten die vorläufige Schließung an und verschoben ihre neuen Programme auf unbe­stimmte Zeit. Wegen der Unterbrechung der regel­mäßigen Elektrizitäts- und Gaszufuhr ist die Ver­teilung von Nahrungsmitteln ernstlich unterbunden, so daß bie Behörben gezwungen finb, wieber neue Rationierungsmaßnahmen in Angriff zu nehmep."

Der Korrespondent ber Madrider Zeitung ABC", Luis Calvo, hat auf eigene Lebensge­fahr eine Reportage versucht, aber in der Nähe der Themse ließ die Londoner Polizei keinen Fußgänger mehr durch. Das Hafengebiet unb bas Industrieviertel sind hermetisch abgerie- gelt, um jeden Einblick in die gewaltigen Schä­den und Verwüstungen zu verhindern. Der Verkehr ruht völlig. Die Straßen sind am Tage und in der Nacht absolut menschenleer. Die Gesichter der Lon­doner in den Schutzräumen sind traurig, verzwei­felt unb übermüdet, stellt Calvo fest. Die Stimmung ist völlig niedergeschlagen. Der Schlaf ist nur noch minutenmetfe möglich. Die Schäden in den Indu­striegebieten aller Londoner Stadtviertel, besonders aber an der Peripherie ber Millionenstadt, sind ver-

ftftarf um bombardiert, wo eine Flugzeughalle ge­troffen wurde. Ferner wurde der Eisenbahnknoten­punkt und die Anlagen von Hayia Iunclion und der Flugplatz von Atbara bombardiert, wo zahlreiche Gebäude und drei Speicher getroffen wur­den und ein weithin sichtbarer Brand entstanden war. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrl.

Der Feind versuchte mit Handgranaten und klein- kalibergeschühen einen Angriff auf den Brückenkopf von ftaffala. Unser Arlilleriefeuer zwang ihn nach einstündigem Kampfe zur Flucht. Keine Ver­luste auf unserer Seite. Ein weiterer Angriff gegen Dubatabteilungen bei Gherilli an der Gren östlich von Waijr wurde nach zweistündigem Kamp ohne eigene Verluste abgeschlagen.

Ein englisches Flugzeug bombardierte das Wohn­viertel von A f s a b, wobei Zivilwohnungen beschä­digt, ein Wann getötet und zwei verletzt wurden. Bei einem weiteren feindlichen Luftangriff auf den Flugplatz Sciasciaman (südlich von Addis Abeba) wurde leichter Schaden ungerichtet. Lin feind-