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Donnerstag. 12 Dezember 1940

Giehencr Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)

Ar. 294 Zweites Blatt

Aus dem Reiche der Krau

Der Weihnachlspian der Hausfrau

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Kmder wollen nicht kostbar beschenkt werden

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-schatten.

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Aoch Rezepte für die Weihnachtsbäckerei

und

Backen mit Zittvnenzuckerglasur' bestreichen

Wir backen den Weihnachts-StoUen

Oßtket

Gesunde Zähne ,

Gesunde,* blendend weiße Zähne durch starkwirk­same Zahnpflege mit

'nierlsaMk :nen Holhzrii it herzlich ich u.$w

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die große Tube die kleine Tube

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«Sef a;rtf.Ä Urtf. den Ken Spiel achen. Stolz zeigten Die Eltern au oie mu ujrem wp/ntuu. nm wen

Jht mel Liebe, Phantasie, ! Wunderainne für die sie viel Gew ausgegeben fachen Spielsachen, die all"rbuigs modern sein mus-

Schmttmustern für Spielzeug kann die Mutter chre , _9_ t L &}c 5Vinbßr! Christel z. B. machte sen! Denn unsere Kinder stehen trotz ihrer eigenen

Kindern Geschenke sich aus ihrem riesigen Puppenwagen mit den sei- Kindermärchenwelt mit beiden Füßen auf der Erde.

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diesem Falle um chr eigenes Gutes handelt, d h. rocnn für ihre Erziehung und Charakterbiwung die Wünsche für das Weihnachtsfest nur von Vorteil sind, dann sollten die Eltern doch einmal ihren Kindern nachge ben! Tatsächlich wünscht sich das Kind kein kostbares und teures Spielzeug: ihm ist der Preis oder die künstlerische und elegante Ausführung ganz gleichgültig, denn es lebt ja doch in seinem Kindermarchenlam» sein eigenes Leben abseits vom Verständnis der Großen!

Ein überladenes Weihnachtszimmer mit unge-

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über kann »nn Sie mirAlt- Jublee bringen- >n warten an nd Sie könne ine festliche jereiten.

warm in Rauten schneiden.

Haferflockenmakronen: 250 Gramm Mehl, 200 Gramm Zucker, 3 Teelöffel Milei, et­was Wasser, Saft einer halben Zitrone, _250 Gramm Haferflocken. Milei wird in 8 Eßlöffel Wasser aufgelöst, zu Schnee geschlagen mit den übrigen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig ver­arbeitet, mit 2 Teelöffel kleine Häufchen auf das Blech gesetzt und bei Mittelhitze gebacken.

Pfefferkuchen: 500 Gramm Mehl, 350 Gramm Kunsthonig, lOOGramm Zucker, 50 Gramm Margarine, das Abgeriebene einer Zitronenschale, Pfefserkuchengewürz, 1 Päckchen Backpulver. Honig wird erhitzt, wenn etwas abgekühlt Zucker und Fell dazugerührt und mll dem Mehl verar- bellet. Zuletzt gibt man, wenn der Teig kalt ist, das mit dem Restmehl vermischte Dackpuwer da­zu, Tollt ihn auf einem Backblech aus, backt ihn im Ofen und schneidet noch warm in Stücke.

Einfaches Buttergebäck: 500 Gramm Mehl, 1 Ei, 50 Gramm Margarine, 125 Gramm Zucker, 5 Gramm Hirschhornsalz, 23 Eßlöffel Milch, etwas Vanillezucker. Fett und Zucker

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ausgebreitet werden können Besonders aber muß vernünftige Vorbereitungen und ebensolches Cm- die große Wäsche so berechnet werden, daß sie min- , teilen der Arbeit sich frisch und ausgeruht chren destens 14 Tage nach dem Fest vorhält. Nichts ist > Lieben zu widmen! Nur so kann dieses schönste ungemütlicher, als wenn bereits am ,brüten Feier-1 deutsche Fest würdevoll und feierlich begangen wer- tage" die geplagte Hausfrau schon wieder am den! v-L-

beit und manche schlaflose Nacht vergessen, und die Mutter strahlt vor Freude und Glück. E. S.

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Zwar kommt es im allgemeinen nicht darauf an,' rungenschaft für die Puppenstube: Ein richtiger was die Kinder wollen: wenn es sich aber w e in kleiner Radioapparat! Er hat nicht mehr als eine Mark gekostet ...

Und nun gar die Buben! Für die gibt es über­haupt nur die neuesten Erfindungen! Ein Onkel hatte Urnen ein großes Auto geschenkt, aber leider ein veraltetes Modell. Das wurde natürlich

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-mennanni^u:

Baseler Leckerli: Die aus 250 Gramm Mehl 150 Gramm Honig, 100 Gramm Zucker, 50 Gramm Zitronat, 30 Gramm gemahlenen Man­deln, oder Kurbiskerne, 1 Runtesienz und V- Tee- löfset Backpulver hergestellt werden. Der Teig wird nach dem Ruhen dünn ausgerollt, mit Aus- stechförmchen ausgestochen und nach dem Backen mit Eiweißglasnr bestrichen. _ ,,

Vanillebrezelchen: 125 Gramm Mehl, 2 Eßlöffel Margarine, 3 Eßlöffel Zucker, 1 Ei, 1 Päckchen Vanillezucker. Aus den Zutaten steM man einen Mürbeteig her und stellt ihn kalt. Dann formt man kleine Brezelchen, bestreicht sie mit Milch und beftreut sie mit Vanillezucker. Bei Mtt- telhihe hellgelb backen.

Braune Nürnberger Lebkuchen: Aus 500 Gramm Mehl, 300 Gramm Kunsthonig 125 Gramm Zucker, 50 Gramm Fell, 1 Ei, V« Back­pulver, Gewürzen, 65 Gramm Mandeln oder Kur­biskerne, 65 Gramm Zitronat. Honigtelg Her­stellen den man ausrollt, Rechtecke schneidet, mit Waller bestreicht, mit Mandeln oder Kürbiskernen oder Zitronat verziert und bäckt. Man kann den leig auch auf ein bemehltes Blech rollen, nach dem

Naschereien findet Mutter irgendeine Kleinigkeit, die sie an die Zweige hängen kann, sie braucht ja beim Pfefferkuchenbacken nur ihre Herzchen, Kringel und Sternchen mit Zuglöchern" zu ver­sehen.

Zu den Ausgaben für den Weihnachtsschmuck gehören die für die hübschen Verpackungen, mit de­nen man die Geschenke versieht, um sie noch netter, noch persönlicher zu gestalten, die für Derfchnürun- gen, ausgesprochenes Weihnachtspapier, Bändchen, Weihnachtskarten und Tischschmuck.

Nun sind alle Zettel gefüllt, die^Einkäufe zum größten Tell getätigt. Es bleibt nur noch ein letzter großer Ueberblick, der zeigt, daß auch wirklich alles in bester Ordnung ist und auf den Weihnachtsabend wartet. Vielleicht kann man hier noch ein Geschenk ergänzen, kann dort einer alten Tante statt der ge­stickten Decke lieber ein Glas mit selbsteingemachter Marmelade schenken oder die Großmutter mit einem Weihnachtskuchen mehr erfreuen als mit dem Kissen, das jetzt für sie bereitliegt. So über­prüfen wir bis zur letzten Woche vor dem Fest alles noch einmal, dann aber lassen wir die Finger davon, denn dann können wir nichts mehr ver­schönen, sondern nur verschlechtern, weil wir un­sere Ansprüche zu hoch schraubten und uns schließ­lich oftmals versteigen. Weihnachten aber wollen wir mit allem, was wir schenken, Freude bereiten, wir wollen versuchen, uns in die anderen Men­schen hineinzudenken und chnen auch wirklichihre" Wünsche zu erfüllen. Sch.

mit Verachtung gestraft! Dagegen rissen sie sich um ein winziges Maschinengewehr vom neuesten Typ, um einen blechernen, primitiven Stuka, um einen Lazarettwagen. Alles Kleinigkeiten, die für wenige I Pfennige zu haben sind!

«.in uwumreiicp ................... ...! Versonnen saß ich in einer Ecke und beobachtete

Heuer vielen und teuren, ja teilweise unförmig gro- das Treiben der Kleinen: Wie recht haben sie doch E.en Spielsachen. Stolz zeigten die Eltern all die mit ihrem Geschmack, mit ihren Wünschen nach ein-

Handtäschchen für die Kinder, Buchhüllen, Noli§- Iuch- und Kalendereinbände für den Vater, für Mädel werden Dolkskunstborten mit Reißver- chluß oder passenden Schnüren als Handtaschen verarbeitet, während sie mit Stoffresten zusammen­gesetzt und praktisch abaefüttert für die Tanten, Schwestern und Freundinnen Einkauftaschen er­geben. Die Kinder arbeiten für die Tanten aus Perlen die hübschen Untersätzer, sie besticken Seinen» unb Slldenreste zu Kissen und kleinen Deckchen, während aus Volkskunstborten mit ßeinenreften manche Kaffeedecke mit passenden Mundtüchern wird.

Aber Mutter weiß aus alten Resten noch viel mehr zu arbeiten: Stofftiere, Hampelmänner und Bälle, Kasperletheater, Puppen und Bilderbücher. Während Vater oder ein großer Junge die Pup- ventheaterbühne bastelt, die Dekorationen zeichnet mnd malt, entstehen unter Mutters Händen aus Papprollen, Zeitungspapier, Leim und alten Seiden- jftrümpfen die Gesichter der Kasperlepuppen. Woll-, Fell- und Pelzreste ergeben die Haare, und daß die schönen Kleiderolle" Flicken sind, ahnt niemand im Glanze des hellen Bühnenlichtes. Ebenso wie 2ite Köpfe der Kafperlepuppen werden auch die für ldie größeren und kleineren unzerbrechlichen Puppen hergestellt, mit denen die Kleinen gern spielen, well sie geradezu unverwüstlich sind.

Das Allerschönste und Originellste, was Mutter ihren Kleinen schenken kann, ist ein unzerreißbares Bilderbuch. Dicke, große Pappkartondeckel ergeben t>ie Buchseiten, die mit buntem Stoff bespannt wer­ken. Jede Seite stellt ein Märchen ober irgendein Bild dgr, das auf diesen bunten Unterton gestickt, «enäht ober gemalt wird. Besonders hübsch ist es lur die Kinder, wenn sie manches tatsächlich an- ifassen können: eine Perlenkette, die ein Kind trägt, Sie cnttqehängten Wäschestücke auf der Leine aber »en schonen, bicken Zopf vom Rotkävpchen ober i Ären buschigen Schwanz vom bösen Wolf. Tiere, : -Menschen, Häuser unb Bäume, alles kann man auf i liefen bunten Stoffseiten erstehen lassen und da- I Mit ein gutes, wertvolles und haltbares Bilderbuch

Wir stehen jetzt mitten drin in der Dorweih­nachtszeit, in der Mutter mit geheimnisvollem Ge­sicht sich die letzten Notizen macht und an die Fest­tagsvorbereitungen geht. Denn ihre Weihnachts- einfäufe für olle Lieben hat sie in diesem Jahr bereits hinter sich, und die Geschenke warten nur noch auf liebevolle Berpadung. Zunächst gilt es zu überlegen, ob auch wirklich an alle Angehörigen, Verwandten, Freunde und Bekannten gedacht ist. Ja, für jeden von ihnen liegt ein kleines ober größeres Geschenk bereit, unb das für die Solbaten ober Verwundeten ist bereits gepackt und wartet auf feine Absendung.

Wie aber machen wir es in diesem Jahre mit dem Festessen? Die Ausgaben dafür können jetzt noch nicht feftgelegt werden, sondern die Hausfrau kann sie erst beim Einkauf selbst übersehen, wenn sie weiß, welche Fleisch- und Gemüsesorten und in welcher Menge sie beim Kaufmann zur Verfügung stehen. Aber jetzt schon kann sie die Ausgaben für den Kuchen bestimmen, kann durch allerleiSpar- rezepte" die schönsten Pfefferkuchen und sonstigen Backwaren Herstellen.

Der letzte Zettel enthält die Ausgaben für den Baum und feinen Schmuck. Außer an feinen Putz mit Lichtern und Lametta muß in kinderreichen Haushaltungen auch an feinen Schmuck mit allerlei Kugeln, Ketten unb Näschereien gedacht werden. Denn während allgemein der schlichte Baurn als ber schönste gilt, bleibt bad) noch immer der Bunte" Baurn im Kinderkreis Trumpf. Für diese

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warmer Milch.

Nachdem das Hefestück gut aufgegangen ist, ver­mischt man es mit dem notigen Mehl, fügt die bei jedem Rezept angegebenen Mengen von Milch, But­ter, Eiern usw. hinzu, arbeitet alles gehörig mit dem Kochlöffel durch oder knetet es mit ber Hand (je nach Vorschrift) so lange, bis der Teig Blasen schlägt. Dann bedeckt man den Teig mit einem war­men Tuch und läßt ihn eine halbe bis eine ganze Stunde nochmals an einem warmen Ort aufgehen. Man kann ohne jede Gefahr, baß der Teig miß­lingt, die in Rezepten angegebenen zahlreichen Eierzuaaben auf em bis zwei Eier einschränken, da die Triebkraft ber Hefe vollkommen ausreicht. Den Ofen heizt man fo vor, daß ein in den Ofen ge­legtes Stück weißes Papier hellbraun wird. Da- durch wirb ber Hefekuchen noch kurz zum Aufgehen getrieben, bann aber durch ein kräftiges Backen vor bem Auseinanberlaufen (z. B. bei Stollen) bewahrt. Nach der bei allen Rezepten vorgeschriebenen Back­zeit sticht man mll einem Hölzchen in ben Kuchen. Bleibt es vollkommen ttocken, ist der Kuchen fertig.

Wtters Weihnachtsarbeilen.

<Dtutti ist immer beschäftigt, wenn sie ein paar Trabanten chr Eigen nennt. Aber trotz größter Ar- oellsbelastung will sie chren Kleinen zu Weihnach- ,£n allerlei selbst arbeiten, was billig, hübsch und jpltbar ist. Da sind ihr die Schnlltmusteranregun- nen willkommen, nach denen sie aus altem Filz und fcollmaterial warme Hausschuhe für Mann und Kinder arbeiten kann. Besonders haltbar ist die Sohle, wenn sie aus einem in Sohlenbreite ge­schnittenen Streifen besteht, der in engeWellen" gelegt und durch Zwischennähte befestigt, eine so ute Sohle liefert, die auch vom ärgstenTaber" nicht allzu schnell entzweigemacht werden kann. Site Filzhüte liefern das Material zur Rodelgarni- -ur. Der Hutrand bleibt als Kappenrand bestehen jnb bekommt durch die Zusammensetzung alter Flicken den Kopf, und während alte Reste wieder jjie warmen Fänsllinge ergeben, wird aus dem rest­lichen Filzhut die Hattdschuhgarnitur.

Ans alten Handtaschen werden Gürtel, Geld- und

THg- 500 g Wrijmmrtil. 1 Pärchen Dt. Orthtt .Badrln*. 150-200 g JuAtt, 1 Päckchen vr. Orthn vanWnzucker, etwa» Sah -1 Lläschchcn vr. Oethn Kum-ptoma. 1 fläschchen vr. Otlhn Badr-ptomo Zitrone, 34 Tropfen vr. Oetker Vack-pcom» BitlermonbeL 1 EL 4 Eßl. entrahmte Zrifchmilch oder Wager. 1 Päckchen Vr. Oetker Soßen- oder i/r Päckchen Puddingpulver Vanille-Oeschmack, 100 g Margarine und 50 g Mnderfett'j oder 150 g Margarine-j, 125 g Quack (Topftn), 150200 g Nosinen oder korinchen. Zum vestreichen: Etwas zerlagcne Margarine. Zum vestüuben: Etwas Puderzucker.

1 ver Stollen gelingt auch schon mit 125 g Zen.

Met,! unb .vackin" werden gemischt und auf ein vackdrett sNschpUMe) gefleht. In die Mitte wird eine Vertiefung ringebtiW, judret, Sewürze, 0 und das mit der Mssigkeit ungerührte Soßen- oder Puddingpulver werden Ifmtingegeben und mit einem Teil des Mchls ju einem dicken Brei verarbeitet. Vorauf gibt man die in Stücke geschnittene, holte Margarine, das feinae- hackte Hmberfett, 6en durch ein Sieb gestrichenen Quark und die gereinigten Rofinen (fiotinthen). Man bedeckt die Lrüchtr mit mehl, drückt alles ju einem Kloß zusammen und verknetet von der Mitte aus alle Zutaten schnell $u einem glatten Teig. Sollte er hieben, gibt man noch etwas Mehl hinju- kr wird zu einer ovalen Platte in der Große van etwa 30x16 an ausgerolfr, jum Stollen geformt und auf an gebettetes vackblech gdtgft vackzeit: ?0-80 Minuten bei schwacher Mittelhche.

c*lfl|filtl nfc Rnrfapn map des StallfPLÄ trrinflmMft W Puderzucker.

Schubladen. Diese können «achein-ander gereinigt 1 Waschtrog steht. Man kann sich mit dem nötigen unb aufgeräumt werden, immer zwischendurch, Geschick die Zeit zwischen Wethnach en und Neu- wenn die Haushaltführung mal eine freie Stunde jahr zu einer gesamten feslllchen gestalten, bet Der gewährt. Teppiche reinigt man auch recht zellig und nur die notwendigste Arbeit tm Haust verrichtet legt sie in den letzten Tagen vor Wechnachten gar wird. Gerade zum Wechnachtsfest gehört die Frau nicht erst auf, damit sie zum Fest frisch und sauber . und Mutter der Familie und hat die Pflicht, durch - -- ' S. .C. ' rtArMitnftinn rhorOfilIMrtPM lltlh pfepnsnlckrpS Ein-

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Der Hrsekuchen felingt.

Da alle Hefekuchen und Kleinbäckereien auch bei geringer Zugabe von Fett und Eiern schmackhaft und bekömmlich sind, wird eine geschickte Hausfrau diese Weihnachten sich lieber ein wenig mehr mit der Zubereitung des Hefeteiges plaaen, als einen Rührkuchen ober Mürbeteig machen, der ohne reid£ liche Eierbeigabe viel Backpulver verlangt und doch nicht recht schmeckt! .

Im übrigen ist die Zubereitung von Hefeteig ganz einfach, wenn man sorgfältig vor geht. Jedes Hefe­gebäck gelingt, wenn man alle Bestandteile des Ge­bäckes lauwarm berellhält und den Teig in einem warmen Raum, bei geschloffenen Türen und Fen­stern herstellt. Die Preßhefe muß ganz fnsch sein und gut säuerlich riechen. Zu einem einfachen Teig ohne viel Zutaten, z. B. zu Zwiebäcke^ Mund­brötchen, Dampfnudeln, Hefeklößen, Hörnchen usw. braucht man 20 Gramm Hefe auf ein Pfund Mehl, während bei einem Teig, der mit viel Butter, Ro­sinen und Mandeln gemacht wird, z. B. bei Weih­nachtsstollen, Hefekucyen usw. 30 bis 40 Gramm Hefe nötig sind. Hat man einen Teig von vier oder fünf Pfund Mehl, braucht man aber nicht 160 ober 200 Gramm, sondern höchstens 120 bis 130 Gramm Hefe. Das Mehl wird gesiebt und lauwarm erwärmt, indem man es eine Zeitlang auf ober neben einen Ofen stellt (zugedeckt); ebenso muß die Milch handwarm sein, die man zum Hefestück ver­wendet, da heiße Milch die Hefe verbrennen würde. Am besten gibt man das ganze 3um Teig benötigte Mehl in eine große Rührschüssel, macht in der Mitte eine Vertiefung, mischt die Hefe mll einem Viertel Liter lauwarmer Mich uno rührt mit einem Holzlöffel diese aufgelöste Hefe in der Mitte ber Schüssel mit dem langsam zurutschenden Mehl zu einem ungefähr eierkuchendicken Teig. Dann streut man etwas Mehl über dieses Hefenstück, das rund­um noch von dem unverarbeiteten Mehl umgeben ist und stellt die zugedeckte Schüssel eine halbe Stunde warm nicht heiß!

Inzwischen stellt man sich alle Im Rezept ange­gebenen Zutaten zurecht und erwärmt sie, also Butter, Zucker, Zittonen, Mandeln usw. Die Rosi­nen, die man gebrüht, ausgelefen und trockenge­rieben hat, kann man vor Beigabe in den Teig etwas in Mehl umwälzen. Vanillezucker ober abge­riebene Zitronenschale gibt man sofort auf ben Zucker, da sich bann ber Geschmack besser entwickelt. Man vergesst nie eine Messerspitze Salz in das Mehl zu geben. Dor allem aber müssen die Kuchen- schüssel, das Kuchenbrett und das Walgholz auch handwarm fein. Die Eier legt man entweder in warmes Wasser oder zerguttll sie in ein wenig lau-

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Blick verklärt an ihrem runden Aermchen, das mit immer die Großen nach. Ist es^da nicht begreiflich, einer Armbanduhr (für 25 Pf., denn das kleine daß sie eine Armbanduhr, ein Radio, em Telephon Mädel war erst 5 Jahre all) geschmückt mar! Wie in Entzücken versetzt? Lauter Dinge, die den Eltern glänzten da ihre Auaen! Ihr siebenjähriges Schwe- zu Gebote stehen, und die nun endlich, endlich un- fterSen beschäftige 'sich mll einem niedlichen, bil-. ter dem Weihnachtsbaum liegen?!

liacn Blechtelephon, läutete immer wieder daran I Große und kostbare Geschenke werden dem Kmde herum unb sprach in ihrer Phantasie mit Gott und immer fremd fein, es wirb chnen hilflos gegenüber« aller Welt' Sie war ganz närrisch vor Freude und stehen, denn meist stoßen diese Singe mehr Reftekt erst als ich sie nach ihren anderen Geschenken be- ein, als sie das Kmderherz erfreuen. Man scheut fronte zeigte sie mir eine kostbare Puppe, von sich, damit umzugehen, man wird einfach mit der Künstlerband geschaffen. Sie nahm sie behutsam in Kostbarkeit nicht recht warm . Und außerdem die Arme legte sie aber sofort wieder in die Sofa- vollkommen soll ia gar kein Spielzeug sein Man ecke um'weiter zu telephonieren. Und Hannelore will doch auch noch feiner Kinderphantasie em präsentierte mir mit größtem Stolz die neueste Er-s wemg freien Lauf lassen!

Das große Reinemachen vor den ^ertaoen.

Die schönste, besinnlichste Zeit des ganzen Jahres soll mit ihren Vorbereitungm und lleberrajd>ungen so recht eine Zeit der Behaglichkeit, des häuslichen Friedens fein! Wie sich das aber mit dem großen Reinemachen vereinbaren läßt, das ist eine andere Frage, denn gesäubert soll die ganze Wohnung in erben, ehe das Weihnachtsfest seinen Einzug häll! Da gibt es denn besonders Männer, denen vor diesen vorweihnachtlichen Tagen mit ihren aufge- risienen Fenstern ohne Gardinen, der ewig scheuernden Hausfrau graut. Und das mit Recht Gewiß, es soll mehr gesäubert werden als täglich, aber dieganze Bude auf ben Kopf" zu ftellen, jft auch nicht angebracht. Noch weniger ein Schuften unb Schrubben bis zum Helligen Abend, so daß. wenn die Feiertage gekommen sind, die Hausfrau halbtot vom vielen Arbeiten ist. Dadurch hat dann nicht nur sie kein schönes, friedliches Fest, sondern auch ihre ganze Familie leidet darunter, unter dem Lichterbaum sitzt dann nämlich eine abgehetzte ftrau, ber die Augen vor Ueberansttengung zu- sallen. ,

Zugegeben, daß die Dorweihnachtszeit eine be­sonders anftrengenbe ist, hauptsächlich dadurch, daß 'die Mutter ihre Weihnachtshandarbeiten und an» 2>ere Vorbereitungen nur spät abends treffen kann, well die Kinderschar erst in den Beiten stecken mutz. Wer mit dem Großreinemachen kann sie sich w einrichten, daß es ihr nicht über den Kopf wachst. Ein sauberer Haushalt benötigt ja auch gar kein Auf-den-Kopf-Stellen" des ganzen Hauswesens, sondern ein gründlicheres Behandeln der WschmmA Und - wenn nun die Frau ein tüchtiger ..Minister des Innern" sein will, dann teilt sie sich diese be­sonderen Arbeiten ein. Sie beginnt d o r allem zeitig genug, und zwar mit ben^

werden schaumig gerührt, die anderen Zutaten daruntergemischt, auf einem Brett ausgerollt, ver- schiebene Formen ausgestochen unb im Backofen gebacken.

Aachener Printen: Wir brauchen dazu 150 Gramm Honig, 100 Gramm Jucker, 250 Gramm Mehl, Gewürze, bazu 1 Teelöffel gemah­lenen Anis und 2 Eßlöffel recht schwarzen Kaffee, IV-Teelöffel Backpulver. Einen Honigteig Herstel­len, etwas ruhen lassen, daumendicke Rollen for­men, platt rollen und 8 Zentimeter abschneiden. Mit gezuckerter Milch bestteichen unb mit ganz grobem Kristallzucker bestreuen. Backzeit etwa 15 Minuten.

Ouarkauf lauf mit: Grieß: Vr Kilo­gramm Quark wird mll etwa 70 Gramm Grieß, 1 Eigelb, Salz, Kräutern, etwas Milch vermischt und abgeschmeckt, kurze Zell ausquellen lassen, dann steif geschlagenen Schnee unterziehen, in gut ge­fettete Auflaufform füllen und im Backofen backen.

W u r st t u n k e : 200 Gramm Blutwurst, 20 Gramm Fett, 1 große Zwiebel, Vs Liter saure Milch, Vs Lller Wasser. Zwiebel in Fett dünsten, Wurst aus bem Darm befreien und in Fett und Zwiebeln anbraten. Dann aut mit Master unb saurer Milch vermischen und abschmecken.