Ausgabe 
12.8.1940
 
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kratie oder dem Freisinn. Die Elsässer blieben aber ihrer Natur nach deutsch wie das Straßburger Münster, sie übersahen nur, daß auch die anderen Stämme des alten Reiches nicht um chre Meinung gefragt worden waren, und setzten chren aleman­nischen Kopf aus, weil ihr politisches Schicksal 1871 über diesen chren Kopf hinweg bestimmt worden war. Der französische Präsident Poincare wunderte sich, daß die Bürgermeister des Landes deruner­lösten Brüder", wie die Revanche-Politiker die El­saß-Lothringer vor dem Weltkrieg kennzeichneten, nicht französisch sprechen konnten. Auch er wußte nicht, daß von denen, die französisch zu sprechen sich bemühten, die meisten es taten, um zu pro­testieren öfter alsgebildet" und als Bewunderer der höheren" französischen Kultur zu gelten. Sie verleugneten ihre Muttersprache und brachten sich so unter falscher politischer Führung um das Beste, was es für deutsche Menschen überhaupt geben kann: um die bewußte Zugehörigkeit zu ihrem deutschen Volke, um ihr großes mächtiges Vater­land! Nur ihre elsässische Heimat, chr kleines Va­terland hatten und kannten sie.

So ging ihnen zu einem Teil zwar bis dahin die große Sehnsucht ab, die nach einem Wort des Führers nur der ermessen kann, deram eigenen Leibe fühlt, was es heißt, Deutscher zu sein, ohne dem lieben Vaterlande angehören zu dürfen", aber sie hatten auch nicht teil an der Freude und dem Glück, das alle anderen Menschen deutschen Blutes in aller Welt nun erfüllt.

Bismarck hatte im Reichslande zwischen dem Rhein und dem Wasgenwalde nur aus militärischen Gründen einstarkes Glacis gegen Frankreich" schaffen wollen und auch das nureinstweilen" in der Hoffnung der allmählichen Enhvelschung der Bewohner des Landes. Ein zum Teil nicht unver­schuldet hartes Schicksal wird ihnen in diesen Jahr­zehnten nun wohl die Kraft und die Erkenntnis ge­geben haben, den Weg zu gehen, auf den sie ihre Sprache und ihr Blut immer gerufen haben. Die Zeit für kleineautonome" Staatengebilde ist end­gültig vorüber und im Reichsland wird gerade seit dem Weltkriege und der Verfolgung altelsässischer Führer durch französische Behörden die Einsicht an Boden gewonnen haben, die schon 1919 von guten Vertretern des Landes in die Worte geprägt wor- den war:Die angebliche deutsche Gewaltherrschaft seit 1871 war dem neueren Zustand gegenüber eine Periode vollster Freiheit... lieber deutsch als fran­zösisch!"

Wir wissen, daß fortan in Europa parlamen­tarische Oörperschaften und Parteien kein Unheil weiter anrichten können, die natürliche Entwicklung aber nach Ausschaltung internationaler Kräfte zum festen Zusammenschluß aller Menschen gleichen Blu­tes und gleicher Sprache führen muß. Zum Herzen der Alemannen im Wasgau führte seit Jahrhun­derten weder Drohung noch Bitte. Zwischen zwei mächtigen Staaten hin und her gerissen auch ge­fühlsmäßig liefen sie Geiahr, selbst ihren eige­nen Charakter, ihr eigenes Volkstum zu verlieren. Nun stehen sie vor der Enscheidung und vor dem Tor, durch das sie, ohne ihre Heimat zu verlassen, hin-eingelangen in ihr so lange vermißtes Vater­land, ihr deutsches Volk! Die Kraft des deutschen Schwertes war es, die alles Geröll und Gestrüpp vor diesem deutschen Tor hinwegfegte. Und die sieg­hafte Kraft des nationalsozialistischen Reiches wird auch die einzelnen deutschen Stämme davon über­zeugt haben, daß nur das rein und gesund erhal­tene Volkstum das ewige Fundament unseres Le­bens ist. 0.8.

Der 1500. Gegner durch Flak adgeschoffen.

Der Wehrmachtsbericht vom Samstag.

Berlin, 10.2lug. (DM.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Ein Unterseeboot meldet die Versenkung eines be­waffneten Handelsschiffes von 8700 VRT.

Die bewaffnete Aufklärung gegen England wurde planmäßig fortgesetzt, insbeson­dere an der englischen Ost- und Sühküste sowie im Seegebiet nördlich der Shetland-Inseln. Unsere Kampfflugzeuge griffen britische Rüstungs­werke, Hafen- und Werftanlagen sowie Flugplätze und Flakstellungen an. Dabei gelang es u. a. das Flugzeugwerk Pobjoy Airmotors Aircraft Ltd. in Rochester und das Sprengstoffwerk Faver- fham besonders wirksam mit Bomben zu belegen, die nachhaltige Brände und heftige Explosionen her­vorriefen. Line größere Anzahl von Bomben aller Kaliber traf die Dockanlagen von Rew Castle und die Staatswerften von Sheerneß und Ehatham. Ferner wurde das Rollfeld eines Flugplatzes nördlich Bristol durch Bombentreffer zerstört.

Einzelne feindliche Flugzeuge flogen im Laufe des gestrigen Tages nach Rordfrankreich, Belgien und Holland, bei Rächt nach Westdeutschland ein. 3m Reichsgebiet wurden militärische Ziele nicht ange­griffen, dagegen mehrere Zivilpersonen verletzt und einige Gebäude beschädigt. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Zwei feindliche Flugzeuge wurden durch Flakartillerie abgeschossen. Wit der Vernichtung dieser feindlichen Flugzeuge hat die deutsche Flakartillerie im ganzen 1 5OO feind- liche Flug zeuge zum Absturz gebracht.

Englische Flugzeug- und Spreng­stoffwerke mit Bomben belegt.

Der Wehrmachtsbericht vom Sonntag.

Berlin, 11.Aug. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Ein Unterseeboot hat den bewaffneten bri­tischen HandelsdampferUpwey Grange" von 9130 BRT. versenkt.

Die Luftwaffe unternahm am 10.8. wieder aus­gedehnte Aufklärungsflüge über England und über See. Ein feindliches bewaffnetes Handels­schiff wurde angegriffen und mit Bomben so schwer getroffen, daß die Besatzung das Schiff verließ, vor wichtigen englifchen Hafen wurden erneut Winen gelegt. Unsere Kampfflugzeuge griffen die Flug­zeugwerke Rorwich an und setzten eine Mon­tagehalle durch Bomben in Brand. Bombenangriffe in der Rächt zum 11.8. richteten sich gegen Rewport, Swansea, Pembroke sowie gegen die Spreng­st o f f w e r k e hayle bei St. 3ves.

Feindliche Flugzeuge flogen während der Rächt in Rord- und Westdeutschland ein und warfen Bom­ben auf nichtmilitärifche Ziele. 3n Oberhausen- S ter trabe, Bielefeld und Bochum sind je ein Wohn-

Englands Rückzug aus Ostasien.

Neuyork, 10. Aug. (Europapreß.) In dem Be­streben, die Zurückziehung der britischen Truppen aus Nordchina und Schanghai nicht als Eingeständ­nis der Schwäche der britischen Position im Fer­nen Osten erscheinen zu lassen, bemüht man sich in London, diese Maßnahme alsschon seit einiger Zeit" beschlossen und derlogischen Ueberlegung entsprechend" darzustellen. So wird erklärt, daß die Zurückziehung schon Monate vor Kriegs­ausbruch beschlossen worden sei. Die in Nord­china stationierten britischen Kräfte seien ohnehin zu geringfügig gewesen, um. einen nennenswerten militärischen Faktor darzustellen.

Hinsichtlich der weiteren Verwendung der aus Nordchina zurückgezogenen britischen Truppen wird die Londoner Mitteilung mit Interesse ausgenom­men, daß die Verschmelzung der bisherigen Nord­china-Truppen mit den Garnisonen in Honkong und Singapurweit zweckmäßi­ger" als ihre Belassung in Nordchina sei. In der größten nordamerikanischen AbendzeitungNew York Journal American" äußert sich Major Ra- borg zu dem Schicksal der englischen Besitzungen im Fernen Osten. Er ist der Ansicht, daß Honkong als letzte Verteidigungslinie nutzlos sei, da Japan die Fernostmeere kontrolliere. Honkong habe nach seiner Meinung nur Wert als Marinebasis. Im übrigen gibt Raborg der Ansicht Ausdruck, man hätte alle britischen Besitzungen östlich Indiens aufgegeben.

Das Scho in Japan.

Mailand, 10. Aug. (Eropapreß.) Der Rück­zug der britischen Besatzungen aus Nord- und Mittelchina wird in der japanischen fresse als ein weiterer Beweis für den Niedergang'des britischen Ansehens in Ostasien betrachtet. Die Blätter spre­chen von einem ostentativen Versuch Englands, wieder normale Beziehungen mit Japan herzustellen. Sie erblicken im britischen

Beschluß den Beweis dafür, daß sich die inter­nationale Lage Großbritanniens von Tag zu Tag verschlimmert.Hochi Schimbum" er­klärt, der japanische Außenminister lasse sich von den Maßnahmen Englands nicht ^beein­drucken. Dieser Schritt Englands dürfe nicht mit der englischen Spionageangelegenheit in Ja­pan in Zusammenhang gebracht werden. England befinde sich Heute in einer Lage, die ihm keine andere Wahl lasse.Aschi Schimbum" schreibt, Großbritannien sei auf dem Weg, jeden Einfluß in Ostasien einzubüßen.

Keine britische Uniform mehr in Tientsin

Tientsin, 10. Aua. (Europapreß.) Die offi­zielle Nachricht von der Zurückziehung der britischen Garnison von Tientsin, traf bei den hiesigen Be­hörden am Freitagabend ein. Die beurlaubten Sol­daten wurden sofort durch Sonderkommandos, die an alle von den englischen Truppen bevorzugten Unterhatungsstätten entsandt wurden, z u r ü ck be­ordert. Gegen Mitternacht war in den Straßen von Tientsin kein englischer Soldat mehr zu sehen.

Abdankung auf dem chinesischen Markt

Genf, 10. August. (Europapreß.) Nach den Be­richten aus allen Teilen des britischen Weltreiches hat die Aufgabe Schanghais als britischer Militärstützpunkt ungeheure Sensation hervorge­rufen. In Indien ist es nach bisher nicht wider­legten Gerüchten am Freitag zu schweren Aufstän- den gekommen. Am größten ist das Echo auf den britischen Inseln selbst. Man weiß dort nur allzu gut, daß die Aufgabe der englischen Garnison in Schanghai nicht nur die militärische Aufgabe der britischen Konzession bedeutet, sondern den Auftakt zu einer freiwilligen Abdankung auf dem chinesischen Markt darstellt.

Englands Mangel an Schiffsraum.

Das Problem der Sicherung britischer Geleitzüge.

Rom, 11. August. (Europapreß.) In Interna­tionalen Schiffahrtskreisen, so melden die römi­schen Blätter aus San Sebastian, werden die von der englischen Regierung veröffentlichten Zahlen über den englischen oder von England kontrollier­ten Hanftelsschiftsraum als nicht der Wirk­lichkeit entsprechend bezeichnet. Offensichtlich erhöhe England aus Propagandagrünften die Ton- nagezsffern. Wenn man unter Zugrundelegung der in den Schiffsregistern der verschiedenen Nationen enthaltenen Tonnage-Statistiken eine genaue Be­rechnung anstelle, so ergebe sich für die englische Handelsschiffahrt eine Höch st Ziffer von 20 Millionen BRT., einschließlich der nor­wegischen, holländischen, französischen und sonstigen neutralen Schiffe, die die Engländer sich wider­rechtlich angeeignet oder sonstwie in ihren Besitz ge­bracht hätten. Davon seien 13 Millionen BRT. be­reits bei Kriegsbeginn im Besitz Englands gewesen. Die übrigen 7 Millionen BRT. seien während des Krieges in den Dienst Englands gestellt worden. Don diesen 20 Millionen BRT. Schiffsraum seien bereits über fünf Millio nen BRT. versenkt worden, das Tempo der Schiffsver- f en hingen sei für England in letzter Zeit bedrohlich geworden. Falls die Schiffsversenkungen in dem Maße anhielten, wie sie seit dem 1. August zu ver­zeichnen seien, so werde Großbritannien bis Ende Oktober nur noch die Hälfte dieser Han­delsflotte besitzen. Ende Oktober werde England sich also in einer äußerst schwierigen Lage befinden, da die restlichen zehn Millionen BRT. Schiffsraum nicht mehr zur Versorgung der eng­lischen Bevölkerung a'usreichten, be­sonders wenn die Verlängerung der Seewege be­rücksichtigt werde.

Man weist auch auf die beträchtlichen V e r l u st e an kleineren Kriegsschiffen hin, die Eng­land bereits erlitten habe. Um die größeren Kriegs­schiffe nicht den Angriffen des Gegners auszusetzen, habe England bisher^ zur Bewachung der Geleitzüge vorwiegend Zerstörer und Minensucher eingesetzt. Die Verluste allein an Zerstörern würden von den Sachverständigen auf weit mehr Einheiten geschätzt, als die Briten zugäben. Hinzu kämen die schwer beschädigten und daher auf längere Zeit hinaus verwendungsunfähigen Schiffe. Diese Ver­luste könnten auch durch die Einheiten der fran­

zösischen Kriegsflotte, deren sich England nach dem Abschluß des Waffenstillstandes bemächtigt habe, nicht ausgeglichen werden. Es seien den Bri­ten nur elf französische Zerstörer in die Hände ge­fallen, dazu drei Schlachtschiffe, vier Kreuzer und zwei Flugzeugträger. Alle anderen französischen Kriegsschiffe seien entweder versenkt worden oder, und zwar die große Mehrzahl, befändensich noch im Besitz der Franzosen.

Falls die Verluste der Engländer an Zerstörern weiter anhielten, könnte England sich gezwungen sehen, über kurz oder lang aus den Schutz der Geleitzüge ganz zu verzichten oder zu -diesem Zweck Kreuzer einzusetzen und dadurch die großen Kriegsschiffe, die es bisher sorgfältig behütet habe, den Angriffen der Deutschen preis­zugeben. Darum beobachte man in London beun­ruhigt die Möglichkeiten neuer internationaler Ver­wicklungen, besonders im Fernen Osten, durch die die Engländer gezwungen werden könnten, noch weitere Seewege einzuschlagen, so daß die englische Flotte vor unlösbare Probleme hinsichtlich des Schutzes der Geleitzüge gestellt werden würde.

Mit dem Mangel an Zerstörern erklärt sich auch jener Versuch, von Amerika eine größere An­zahl solcher Schiffstypen zu erwerben. Der amerikanische General Pershing hat die Zahl von fünfzig Torpedojägern genännt. Die Tatsache, daß für eine solche Lieferung nur völlig veraltete Torpedojäger in Betracht kämen, für die die eng­lische Admiralität aber dennoch einen sehr hohen Preis bezahlen mußte, beleuchtet die englische Not­lage besonders deutlich. Nach Meldungen aus Wa­shington ist jedoch die Frage des Verkaufs der Tor­pedojäger noch äußerst umstritten. Während die einen darin eine Einmischung in den Krieg und eine Schädigung der Interessen der Vereinigten Staaten sehen, deren Bewaffnung ohnehin zu ge­ring sei, und während sie obendrein feststellen, eine solche Lieferung werde den Engländern doch nicht helfen können, sagen andere, es komme dar­auf an, mit allen Mitteln England zu helfen, denn wenn England geschlagen und wenn seine Flotte zerstört oder gefangen fei, so wäre da? eine Rata* strophe im Vergleich zu der für die Vereinigten Staaten der Besitz von fünfzig veralteten Torpedo­jägern überhaupt keine Bedeutung habe.

Haus, In Vruchköbe l bei Hanau vier Wohn­häuser und eine Scheune, in Telgte (kr. Wänster) eine Gastwirtschaft getroffen worden. Die entstande­nen Brände konnten in allen Fällen vom Sicher­heit-- und Hilfsdienst rasch gelöscht werden. Ein feindliches Flugzeug vom Muster Bristol-Blenheim wurde abgeschossen; ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

Der Vormarsch in Briiisch-Gomali.

Die letzten italienischen Wehrmachtsberichte

Rom, 11.Aug. (DRB.) Der italienische wehr- rnachtsbericht vorn Sonntag hat folgenden Wort­laut:

Das englische U-BootO d i n, dessen Verlust nunmehr offiziell durch ein englisches Kommunique mitgeteilt wird, ist im Verlause unserer Operationen versenkt worden, die bereits in früheren Wehr­machtsberichten gemeldet wurden. Das U-Boot hatte eine, Wasserverdrängung von 1500 Tonnen an der Oberstäche, war mit adjt Torpedorohren von 533 mm, einem Geschütz von 10,2 cm und zwei WG. ausgerüstet. Seine Besatzung betrug 55 Wann.

3n Britisch-Somaliland haben wir die Pässe von (Katrin und Godasahre beseht. Der Vormarsch geht weiter. Formationen unserer Luft­waffe haben den Flugplatz von Erkovit (Sudan) bombardiert, wobei 15 am Boden befindliche Flug­zeuge Volltreffer erhielten und der Angriff der feindlichen Jäger zurückgeschlagen wurde. Alle un­sere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Liu feindliches Flugzeug, das versucht hatte, El llak (Kenia-Grenze) zu bombardieren, wurde vom Feuer unserer Ver­bände abgeschossen. Lin englischer Fliegerhaupt­mann wurde gefangengenommen.

Der italienische Wehrmachtsbericht vom Samstag hatte folgenden Wortlaut:

Aus sicherer Quelle erfährt man, daß bei dem Luftangriff unserer Bomber am 1. August das SchlachtschiffResolution" schwere Schä­den, besonders am Heckturm, davongetragen hat. Außerdem wurde ein Zerstörer schwer beschädigt.

3n Rordafrika sind die Eisenbahnstation von Warsa Watruk, Zusammenziehung mechanisierter Einheiten und feindliche Stellungen bei Sidi Bar­ra ni von unseren Flugzeugformationen wirkungs­voll bombardiert worden.

3n Ostafr 1 ka haben unsere Truppen im raschen Vormarsch Adueine in Britisch-Somaliland be­fett und sind darüber hinaus weiter vorgedrungen. Unsere Luftwaffe hat einen Angriff auf den Hafen und Flughafen von Berbern durchgeführt, wo­bei ein Schiff getroffen und zwei feindliche Flug­zeuge vom Glostertyp am Boden in Brand gesetzt wurden. Feindliche Kraftwagen sind bei Buna im Tiefangriff beschossen worden. Feindliche Luftan­griffe auf harrar, Wassaua und Gura blieben er­folglos.

Indische Absage an England.

Kabul, 11. Aug. (DNB.) Wie aus Bombay gemeldet wird, hat der Präsident des Indischen Na- tionalkongresses, Az ad, erklärt, er werde die Ein­ladung des Dizekönigs zu Besprechungen überein Statut für Indien" nicht annehmen, denn er sehe keine Basis für die Fortsetzung der Verhand­lungen. Der ehemalige Kongreßpräsident Pandit N e h u r erklärte, die Kluft zwischen dem englischen Angebot und den indischen Forderungen sei zu groß.

Eine ernste Drohung spricht Gandhi in seinem Blatt Marijan" aus. Er erklärt, der Jndienminister Amery unterschätze die Selbstbeherrschung, die die Kongrehparkei benötige, um die Durchführung des Feldzuges deszivilen Ungehorsams" zu vertagen. Ohne solche Selbstbeherrschung tonne eine Konsla-

Geheimrat Heck.

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Am 11. August vollendet Geheimrat Professor Dr. Ludwig Heck, der sich große Verdienste um die Entwicklung des Zoologischen Gartens der Reichs­hauptstadt sowie zahlreicher anderer deutscher Tier­parks erworben hat, das 80. Lebensjahr. Unser Bild zeigt Professor Heck bei seinem allmorgendlichen Spaziergang durch den Berliner Zoologischen Garten.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Der Führer hat dem früheren Direktor des Zoolo­gischen Gartens zu Berlin Geheimen Hofrat Prof. Dr. phil. Dr. med. vet. h. c. Ludwig Heck in Berlin aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebens­jahres in Würdigung seiner wissenschaftlichen Der- dienste auf dem Gebiete der Zoologie, Ornithologie und Naturwissenschaften und in Anerkennung seiner vorbildlichen tiergärtnerischen Tätigkeit die Goethe« Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

gration ausbrechen, deren Wirkung niemand ad- sehen könne. Bei den Kongreßleuten werde der Ver­dacht immer größer, daß die britische Regierung aus dieser Selbstbeherrschung Vorteil ziehe, um den Kongreß zu zerschmettern. Gandhi führt die Ver­haftungen von Kongreßmännern als Ursache für einen solchen Verdacht an und fügt hinzu, wenn dieser Verdacht als wohlbegründet erwiesen sei, könne ihn nichts auf Erden abschrecken, in irgend­einer Form einen wirksamen Satyagraha (d. h. passiven Widerstand) zu proklamieren, so ungern er dies auch tue.

Schwierigkeiten in der amerikanischenKriegsindustrie

Rom, 11. Aug. (Europapreß.) Der USA.-(Senat hat die Prüfung der Gesetzesvorlage über die M i« litärdien st pflicht wieder ausgenommen. Die Regierung hat ferner die vorübergehende Auf­hebung der die Gewinne der Jndustrieunternehmun- gen beschränkenden Gesetze gefordert. Dadurch sollen die Jndustrieunternehmungen zur Erhöhung der Kriegsmaterialerzeugung angespornt werden. Kriegs- Minister Stimson hat mitgeteilt, die Jndustrieunter­nehmungen hätten von der Regierung Zusicherungen verlangt, damit sie nach Beendigung des europäischen Krieges bei der dann zu erwartenden starken Herab­setzung der Kriegsmaterialerzeugung nicht ohne Ar­beit seien.

Daß die Flugzeugmotorenerzeugung in Nordamerika immer noch erheblich hinter der Er­zeugung von Flugzeugteilen zurückbleibt, meldet die LondonerNews Chronicle" aus Neuyork.Mehr als hundert Curtis-Jagdflugzeuge warten in Zirkus­zelten und in anderen Behelfshallen bei Buffallo auf die Lieferung von Allisonmotoren." Don zuständiger Seite seien als Grund hierfürunerwartete Schwie­rigkeiten bei der Bereitstellung von Werkzeugmaschi­nen und andern wesentlichen Produktionsvorberei­tungen" genannt worden, die es unmöglich machen, Allisons vorgesehene Produktion von 400 Maschinen zu erreichen. Auch die Produktion anderer Motoren­werke sei weit hinter der Flugzeugerzeugung zurück­geblieben,News Chronicle" fügt hinzu, daß der Engpaß der Motorenherstellung noch bei weitem nicht überwunden sei.

Der Dank des Heeres an die SA. Stabschef Lutze bei Generalfeldmarschall von Brauchitsch.

Berlin, 10. Aug. (DNB.) Auf Einladung des Oberbefehlshabers des Heeres stattete der Stabschef der SA., Viktor Lutze, dem Hauptquartier des Heeres einen Besuch ab. Bei dieser Gelegenheit führte Generalfeldmarschall v. Brauchitsch aus: Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht hat in seiner denkwürdigen Reichstagsrede vom 19. Juli 1940 mit besonderer Anerkennung Ihrer Person und der von Ihnen geleiteten v o r und nachmilitärischen Erziehung in der SA. gedacht. Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen meine Freude hierüber mitzuteilen und bei dieser Gelegenheit den Dank zum Ausdruck zu bringen, den das Heer Ihnen und Ihrer Gliederung schul­det. In völlig selbstloser Weise hat die. dem Feldheer ihre Führer und Männer zur Verfügung gestellt. Sie haben sich glänzend geschla­gen und verdienstvollen Anteil genommen an dem Geiste der Manneszucht und des Siegeswillens, der bei uns herrscht."

Stabschef Lutze dankte dem Generalfeldmar­schall für die anerkennenden Worte und be­tonte, daß die SA. seit Anbeginn unter dem Ge­setz des selbstlosen Einsatzes ihr Bestes für die Ausbildung des militärischen Ersatzes geleistet habe. Wir wollen dieses kameradschaftliche Verhältnis, daß sich so hoch bewährt hat, weiterpflegen zum Nutzen unseres Volkes und zum Schaden unserer Feinde."

Eine Million Pfund Tee verbrannt.

Neuyork, 10. Aug. (Europapreß.) Eine Mil­lion Pfund Tee fielen einem riesigen Speich er- brand an der Themse neben anderen erheb­lichen Mengen an Nahrungsmitteln zum Opfer. Der Verlust wird angesichts der schwierigen britischen Ernährungslage als schwerwiegend bezeichnet. Als Ursache des Brandes wird von amtlicher englischer Seite Sabotage angenommen*