kratie oder dem Freisinn. Die Elsässer blieben aber ihrer Natur nach deutsch wie das Straßburger Münster, sie übersahen nur, daß auch die anderen Stämme des alten Reiches nicht um chre Meinung gefragt worden waren, und setzten chren alemannischen Kopf aus, weil ihr politisches Schicksal 1871 über diesen chren Kopf hinweg bestimmt worden war. Der französische Präsident Poincare wunderte sich, daß die Bürgermeister des Landes der „unerlösten Brüder", wie die Revanche-Politiker die Elsaß-Lothringer vor dem Weltkrieg kennzeichneten, nicht französisch sprechen konnten. Auch er wußte nicht, daß von denen, die französisch zu sprechen sich bemühten, die meisten es taten, um zu protestieren öfter als „gebildet" und als Bewunderer der höheren" französischen Kultur zu gelten. Sie verleugneten ihre Muttersprache und brachten sich so unter falscher politischer Führung um das Beste, was es für deutsche Menschen überhaupt geben kann: um die bewußte Zugehörigkeit zu ihrem deutschen Volke, um ihr großes mächtiges Vaterland! Nur ihre elsässische Heimat, chr kleines Vaterland hatten und kannten sie.
So ging ihnen zu einem Teil zwar bis dahin die große Sehnsucht ab, die nach einem Wort des Führers nur der ermessen kann, der „am eigenen Leibe fühlt, was es heißt, Deutscher zu sein, ohne dem lieben Vaterlande angehören zu dürfen", aber sie hatten auch nicht teil an der Freude und dem Glück, das alle anderen Menschen deutschen Blutes in aller Welt nun erfüllt.
Bismarck hatte im Reichslande zwischen dem Rhein und dem Wasgenwalde nur aus militärischen Gründen ein „starkes Glacis gegen Frankreich" schaffen wollen und auch das nur „einstweilen" in der Hoffnung der allmählichen Enhvelschung der Bewohner des Landes. Ein zum Teil nicht unverschuldet hartes Schicksal wird ihnen in diesen Jahrzehnten nun wohl die Kraft und die Erkenntnis gegeben haben, den Weg zu gehen, auf den sie ihre Sprache und ihr Blut immer gerufen haben. Die Zeit für kleine „autonome" Staatengebilde ist endgültig vorüber und im Reichsland wird gerade seit dem Weltkriege und der Verfolgung altelsässischer Führer durch französische Behörden die Einsicht an Boden gewonnen haben, die schon 1919 von guten Vertretern des Landes in die Worte geprägt wor- den war: „Die angebliche deutsche Gewaltherrschaft seit 1871 war dem neueren Zustand gegenüber eine Periode vollster Freiheit... lieber deutsch als französisch!"
Wir wissen, daß fortan in Europa parlamentarische Oörperschaften und Parteien kein Unheil weiter anrichten können, die natürliche Entwicklung aber nach Ausschaltung internationaler Kräfte zum festen Zusammenschluß aller Menschen gleichen Blutes und gleicher Sprache führen muß. Zum Herzen der Alemannen im Wasgau führte seit Jahrhunderten weder Drohung noch Bitte. Zwischen zwei mächtigen Staaten hin und her gerissen — auch gefühlsmäßig — liefen sie Geiahr, selbst ihren eigenen Charakter, ihr eigenes Volkstum zu verlieren. Nun stehen sie vor der Enscheidung und vor dem Tor, durch das sie, ohne ihre Heimat zu verlassen, hin-eingelangen in ihr so lange vermißtes Vaterland, ihr deutsches Volk! Die Kraft des deutschen Schwertes war es, die alles Geröll und Gestrüpp vor diesem deutschen Tor hinwegfegte. Und die sieghafte Kraft des nationalsozialistischen Reiches wird auch die einzelnen deutschen Stämme davon überzeugt haben, daß nur das rein und gesund erhaltene Volkstum das ewige Fundament unseres Lebens ist. 0.8.
Der 1500. Gegner durch Flak adgeschoffen.
Der Wehrmachtsbericht vom Samstag.
Berlin, 10.2lug. (DM.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Ein Unterseeboot meldet die Versenkung eines bewaffneten Handelsschiffes von 8700 VRT.
Die bewaffnete Aufklärung gegen England wurde planmäßig fortgesetzt, insbesondere an der englischen Ost- und Sühküste sowie im Seegebiet nördlich der Shetland-Inseln. Unsere Kampfflugzeuge griffen britische Rüstungswerke, Hafen- und Werftanlagen sowie Flugplätze und Flakstellungen an. Dabei gelang es u. a. das Flugzeugwerk Pobjoy Airmotors Aircraft Ltd. in Rochester und das Sprengstoffwerk Faver- fham besonders wirksam mit Bomben zu belegen, die nachhaltige Brände und heftige Explosionen hervorriefen. Line größere Anzahl von Bomben aller Kaliber traf die Dockanlagen von Rew Castle und die Staatswerften von Sheerneß und Ehatham. Ferner wurde das Rollfeld eines Flugplatzes nördlich Bristol durch Bombentreffer zerstört.
Einzelne feindliche Flugzeuge flogen im Laufe des gestrigen Tages nach Rordfrankreich, Belgien und Holland, bei Rächt nach Westdeutschland ein. 3m Reichsgebiet wurden militärische Ziele nicht angegriffen, dagegen mehrere Zivilpersonen verletzt und einige Gebäude beschädigt. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Zwei feindliche Flugzeuge wurden durch Flakartillerie abgeschossen. Wit der Vernichtung dieser feindlichen Flugzeuge hat die deutsche Flakartillerie im ganzen 1 5OO feind- liche Flug zeuge zum Absturz gebracht.
Englische Flugzeug- und Sprengstoffwerke mit Bomben belegt.
Der Wehrmachtsbericht vom Sonntag.
Berlin, 11.Aug. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Ein Unterseeboot hat den bewaffneten britischen Handelsdampfer „Upwey Grange" von 9130 BRT. versenkt.
Die Luftwaffe unternahm am 10.8. wieder ausgedehnte Aufklärungsflüge über England und über See. Ein feindliches bewaffnetes Handelsschiff wurde angegriffen und mit Bomben so schwer getroffen, daß die Besatzung das Schiff verließ, vor wichtigen englifchen Hafen wurden erneut Winen gelegt. Unsere Kampfflugzeuge griffen die Flugzeugwerke Rorwich an und setzten eine Montagehalle durch Bomben in Brand. Bombenangriffe in der Rächt zum 11.8. richteten sich gegen Rewport, Swansea, Pembroke sowie gegen die Sprengst o f f w e r k e hayle bei St. 3ves.
Feindliche Flugzeuge flogen während der Rächt in Rord- und Westdeutschland ein und warfen Bomben auf nichtmilitärifche Ziele. 3n Oberhausen- S ter trabe, Bielefeld und Bochum sind je ein Wohn-
Englands Rückzug aus Ostasien.
Neuyork, 10. Aug. (Europapreß.) In dem Bestreben, die Zurückziehung der britischen Truppen aus Nordchina und Schanghai nicht als Eingeständnis der Schwäche der britischen Position im Fernen Osten erscheinen zu lassen, bemüht man sich in London, diese Maßnahme als „schon seit einiger Zeit" beschlossen und der „logischen Ueberlegung entsprechend" darzustellen. So wird erklärt, daß die Zurückziehung schon Monate vor Kriegsausbruch beschlossen worden sei. Die in Nordchina stationierten britischen Kräfte seien ohnehin zu geringfügig gewesen, um. einen nennenswerten militärischen Faktor darzustellen.
Hinsichtlich der weiteren Verwendung der aus Nordchina zurückgezogenen britischen Truppen wird die Londoner Mitteilung mit Interesse ausgenommen, daß die Verschmelzung der bisherigen Nordchina-Truppen mit den Garnisonen in Honkong und Singapur „weit zweckmäßiger" als ihre Belassung in Nordchina sei. In der größten nordamerikanischen Abendzeitung „New York Journal American" äußert sich Major Ra- borg zu dem Schicksal der englischen Besitzungen im Fernen Osten. Er ist der Ansicht, daß Honkong als letzte Verteidigungslinie nutzlos sei, da Japan die Fernostmeere kontrolliere. Honkong habe nach seiner Meinung nur Wert als Marinebasis. Im übrigen gibt Raborg der Ansicht Ausdruck, man hätte alle britischen Besitzungen östlich Indiens aufgegeben.
Das Scho in Japan.
Mailand, 10. Aug. (Eropapreß.) Der Rückzug der britischen Besatzungen aus Nord- und Mittelchina wird in der japanischen fresse als ein weiterer Beweis für den Niedergang'des britischen Ansehens in Ostasien betrachtet. Die Blätter sprechen von einem ostentativen Versuch Englands, wieder normale Beziehungen mit Japan herzustellen. Sie erblicken im britischen
Beschluß den Beweis dafür, daß sich die internationale Lage Großbritanniens von Tag zu Tag verschlimmert. „Hochi Schimbum" erklärt, der japanische Außenminister lasse sich von den Maßnahmen Englands nicht ^beeindrucken. Dieser Schritt Englands dürfe nicht mit der englischen Spionageangelegenheit in Japan in Zusammenhang gebracht werden. England befinde sich Heute in einer Lage, die ihm keine andere Wahl lasse. „Aschi Schimbum" schreibt, Großbritannien sei auf dem Weg, jeden Einfluß in Ostasien einzubüßen.
Keine britische Uniform mehr in Tientsin
Tientsin, 10. Aua. (Europapreß.) Die offizielle Nachricht von der Zurückziehung der britischen Garnison von Tientsin, traf bei den hiesigen Behörden am Freitagabend ein. Die beurlaubten Soldaten wurden sofort durch Sonderkommandos, die an alle von den englischen Truppen bevorzugten Unterhatungsstätten entsandt wurden, z u r ü ck beordert. Gegen Mitternacht war in den Straßen von Tientsin kein englischer Soldat mehr zu sehen.
Abdankung auf dem chinesischen Markt
Genf, 10. August. (Europapreß.) Nach den Berichten aus allen Teilen des britischen Weltreiches hat die Aufgabe Schanghais als britischer Militärstützpunkt ungeheure Sensation hervorgerufen. In Indien ist es nach bisher nicht widerlegten Gerüchten am Freitag zu schweren Aufstän- den gekommen. Am größten ist das Echo auf den britischen Inseln selbst. Man weiß dort nur allzu gut, daß die Aufgabe der englischen Garnison in Schanghai nicht nur die militärische Aufgabe der britischen Konzession bedeutet, sondern den Auftakt zu einer freiwilligen Abdankung auf dem chinesischen Markt darstellt.
Englands Mangel an Schiffsraum.
Das Problem der Sicherung britischer Geleitzüge.
Rom, 11. August. (Europapreß.) In Internationalen Schiffahrtskreisen, so melden die römischen Blätter aus San Sebastian, werden die von der englischen Regierung veröffentlichten Zahlen über den englischen oder von England kontrollierten Hanftelsschiftsraum als nicht der Wirklichkeit entsprechend bezeichnet. Offensichtlich erhöhe England aus Propagandagrünften die Ton- nagezsffern. Wenn man unter Zugrundelegung der in den Schiffsregistern der verschiedenen Nationen enthaltenen Tonnage-Statistiken eine genaue Berechnung anstelle, so ergebe sich für die englische Handelsschiffahrt eine Höch st Ziffer von 20 Millionen BRT., einschließlich der norwegischen, holländischen, französischen und sonstigen neutralen Schiffe, die die Engländer sich widerrechtlich angeeignet oder sonstwie in ihren Besitz gebracht hätten. Davon seien 13 Millionen BRT. bereits bei Kriegsbeginn im Besitz Englands gewesen. Die übrigen 7 Millionen BRT. seien während des Krieges in den Dienst Englands gestellt worden. Don diesen 20 Millionen BRT. Schiffsraum seien bereits über fünf Millio nen BRT. versenkt worden, das Tempo der Schiffsver- f en hingen sei für England in letzter Zeit bedrohlich geworden. Falls die Schiffsversenkungen in dem Maße anhielten, wie sie seit dem 1. August zu verzeichnen seien, so werde Großbritannien bis Ende Oktober nur noch die Hälfte dieser Handelsflotte besitzen. Ende Oktober werde England sich also in einer äußerst schwierigen Lage befinden, da die restlichen zehn Millionen BRT. Schiffsraum nicht mehr zur Versorgung der englischen Bevölkerung a'usreichten, besonders wenn die Verlängerung der Seewege berücksichtigt werde.
Man weist auch auf die beträchtlichen V e r l u st e an kleineren Kriegsschiffen hin, die England bereits erlitten habe. Um die größeren Kriegsschiffe nicht den Angriffen des Gegners auszusetzen, habe England bisher^ zur Bewachung der Geleitzüge vorwiegend Zerstörer und Minensucher eingesetzt. Die Verluste allein an Zerstörern würden von den Sachverständigen auf weit mehr Einheiten geschätzt, als die Briten zugäben. Hinzu kämen die schwer beschädigten und daher auf längere Zeit hinaus verwendungsunfähigen Schiffe. Diese Verluste könnten auch durch die Einheiten der fran
zösischen Kriegsflotte, deren sich England nach dem Abschluß des Waffenstillstandes bemächtigt habe, nicht ausgeglichen werden. Es seien den Briten nur elf französische Zerstörer in die Hände gefallen, dazu drei Schlachtschiffe, vier Kreuzer und zwei Flugzeugträger. Alle anderen französischen Kriegsschiffe seien entweder versenkt worden oder, und zwar die große Mehrzahl, befänden „sich noch im Besitz der Franzosen.
Falls die Verluste der Engländer an Zerstörern weiter anhielten, könnte England sich gezwungen sehen, über kurz oder lang aus den Schutz der Geleitzüge ganz zu verzichten oder zu -diesem Zweck Kreuzer einzusetzen und dadurch die großen Kriegsschiffe, die es bisher sorgfältig behütet habe, den Angriffen der Deutschen preiszugeben. Darum beobachte man in London beunruhigt die Möglichkeiten neuer internationaler Verwicklungen, besonders im Fernen Osten, durch die die Engländer gezwungen werden könnten, noch weitere Seewege einzuschlagen, so daß die englische Flotte vor unlösbare Probleme hinsichtlich des Schutzes der Geleitzüge gestellt werden würde.
Mit dem Mangel an Zerstörern erklärt sich auch jener Versuch, von Amerika eine größere Anzahl solcher Schiffstypen zu erwerben. Der amerikanische General Pershing hat die Zahl von fünfzig Torpedojägern genännt. Die Tatsache, daß für eine solche Lieferung nur völlig veraltete Torpedojäger in Betracht kämen, für die die englische Admiralität aber dennoch einen sehr hohen Preis bezahlen mußte, beleuchtet die englische Notlage besonders deutlich. Nach Meldungen aus Washington ist jedoch die Frage des Verkaufs der Torpedojäger noch äußerst umstritten. Während die einen darin eine Einmischung in den Krieg und eine Schädigung der Interessen der Vereinigten Staaten sehen, deren Bewaffnung ohnehin zu gering sei, und während sie obendrein feststellen, eine solche Lieferung werde den Engländern doch nicht helfen können, sagen andere, es komme darauf an, mit allen Mitteln England zu helfen, denn wenn England geschlagen und wenn seine Flotte zerstört oder gefangen fei, so wäre da? eine Rata* strophe im Vergleich zu der für die Vereinigten Staaten der Besitz von fünfzig veralteten Torpedojägern überhaupt keine Bedeutung habe.
Haus, In Vruchköbe l bei Hanau vier Wohnhäuser und eine Scheune, in Telgte (kr. Wänster) eine Gastwirtschaft getroffen worden. Die entstandenen Brände konnten in allen Fällen vom Sicherheit-- und Hilfsdienst rasch gelöscht werden. Ein feindliches Flugzeug vom Muster Bristol-Blenheim wurde abgeschossen; ein eigenes Flugzeug wird vermißt.
Der Vormarsch in Briiisch-Gomali.
Die letzten italienischen Wehrmachtsberichte
Rom, 11.Aug. (DRB.) Der italienische wehr- rnachtsbericht vorn Sonntag hat folgenden Wortlaut:
Das englische U-Boot „O d i n“, dessen Verlust nunmehr offiziell durch ein englisches Kommunique mitgeteilt wird, ist im Verlause unserer Operationen versenkt worden, die bereits in früheren Wehrmachtsberichten gemeldet wurden. Das U-Boot hatte eine, Wasserverdrängung von 1500 Tonnen an der Oberstäche, war mit adjt Torpedorohren von 533 mm, einem Geschütz von 10,2 cm und zwei WG. ausgerüstet. Seine Besatzung betrug 55 Wann.
3n Britisch-Somaliland haben wir die Pässe von (Katrin und Godasahre beseht. Der Vormarsch geht weiter. Formationen unserer Luftwaffe haben den Flugplatz von Erkovit (Sudan) bombardiert, wobei 15 am Boden befindliche Flugzeuge Volltreffer erhielten und der Angriff der feindlichen Jäger zurückgeschlagen wurde. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Liu feindliches Flugzeug, das versucht hatte, El llak (Kenia-Grenze) zu bombardieren, wurde vom Feuer unserer Verbände abgeschossen. Lin englischer Fliegerhauptmann wurde gefangengenommen.
Der italienische Wehrmachtsbericht vom Samstag hatte folgenden Wortlaut:
Aus sicherer Quelle erfährt man, daß bei dem Luftangriff unserer Bomber am 1. August das Schlachtschiff „Resolution" schwere Schäden, besonders am Heckturm, davongetragen hat. Außerdem wurde ein Zerstörer schwer beschädigt.
3n Rordafrika sind die Eisenbahnstation von Warsa Watruk, Zusammenziehung mechanisierter Einheiten und feindliche Stellungen bei Sidi Barra ni von unseren Flugzeugformationen wirkungsvoll bombardiert worden.
3n Ostafr 1 ka haben unsere Truppen im raschen Vormarsch Adueine in Britisch-Somaliland befett und sind darüber hinaus weiter vorgedrungen. Unsere Luftwaffe hat einen Angriff auf den Hafen und Flughafen von Berbern durchgeführt, wobei ein Schiff getroffen und zwei feindliche Flugzeuge vom Glostertyp am Boden in Brand gesetzt wurden. Feindliche Kraftwagen sind bei Buna im Tiefangriff beschossen worden. Feindliche Luftangriffe auf harrar, Wassaua und Gura blieben erfolglos.
Indische Absage an England.
Kabul, 11. Aug. (DNB.) Wie aus Bombay gemeldet wird, hat der Präsident des Indischen Na- tionalkongresses, Az ad, erklärt, er werde die Einladung des Dizekönigs zu Besprechungen über „ein Statut für Indien" nicht annehmen, denn er sehe keine Basis für die Fortsetzung der Verhandlungen. Der ehemalige Kongreßpräsident Pandit N e h u r erklärte, die Kluft zwischen dem englischen Angebot und den indischen Forderungen sei zu groß.
Eine ernste Drohung spricht Gandhi in seinem Blatt Marijan" aus. Er erklärt, der Jndienminister Amery unterschätze die Selbstbeherrschung, die die Kongrehparkei benötige, um die Durchführung des Feldzuges des „zivilen Ungehorsams" zu vertagen. Ohne solche Selbstbeherrschung tonne eine Konsla-
Geheimrat Heck.
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Am 11. August vollendet Geheimrat Professor Dr. Ludwig Heck, der sich große Verdienste um die Entwicklung des Zoologischen Gartens der Reichshauptstadt sowie zahlreicher anderer deutscher Tierparks erworben hat, das 80. Lebensjahr. — Unser Bild zeigt Professor Heck bei seinem allmorgendlichen Spaziergang durch den Berliner Zoologischen Garten.
(Scherl-Bilderdienst-M.) ♦
Der Führer hat dem früheren Direktor des Zoologischen Gartens zu Berlin Geheimen Hofrat Prof. Dr. phil. Dr. med. vet. h. c. Ludwig Heck in Berlin aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Würdigung seiner wissenschaftlichen Der- dienste auf dem Gebiete der Zoologie, Ornithologie und Naturwissenschaften und in Anerkennung seiner vorbildlichen tiergärtnerischen Tätigkeit die Goethe« Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.
gration ausbrechen, deren Wirkung niemand ad- sehen könne. Bei den Kongreßleuten werde der Verdacht immer größer, daß die britische Regierung aus dieser Selbstbeherrschung Vorteil ziehe, um den Kongreß zu zerschmettern. Gandhi führt die Verhaftungen von Kongreßmännern als Ursache für einen solchen Verdacht an und fügt hinzu, wenn dieser Verdacht als wohlbegründet erwiesen sei, könne ihn nichts auf Erden abschrecken, in irgendeiner Form einen wirksamen Satyagraha (d. h. passiven Widerstand) zu proklamieren, so ungern er dies auch tue.
Schwierigkeiten in der amerikanischenKriegsindustrie
Rom, 11. Aug. (Europapreß.) Der USA.-(Senat hat die Prüfung der Gesetzesvorlage über die M i« litärdien st pflicht wieder ausgenommen. Die Regierung hat ferner die vorübergehende Aufhebung der die Gewinne der Jndustrieunternehmun- gen beschränkenden Gesetze gefordert. Dadurch sollen die Jndustrieunternehmungen zur Erhöhung der Kriegsmaterialerzeugung angespornt werden. Kriegs- Minister Stimson hat mitgeteilt, die Jndustrieunternehmungen hätten von der Regierung Zusicherungen verlangt, damit sie nach Beendigung des europäischen Krieges bei der dann zu erwartenden starken Herabsetzung der Kriegsmaterialerzeugung nicht ohne Arbeit seien.
Daß die Flugzeugmotorenerzeugung in Nordamerika immer noch erheblich hinter der Erzeugung von Flugzeugteilen zurückbleibt, meldet die Londoner „News Chronicle" aus Neuyork. „Mehr als hundert Curtis-Jagdflugzeuge warten in Zirkuszelten und in anderen Behelfshallen bei Buffallo auf die Lieferung von Allisonmotoren." Don zuständiger Seite seien als Grund hierfür „unerwartete Schwierigkeiten bei der Bereitstellung von Werkzeugmaschinen und andern wesentlichen Produktionsvorbereitungen" genannt worden, die es unmöglich machen, Allisons vorgesehene Produktion von 400 Maschinen zu erreichen. Auch die Produktion anderer Motorenwerke sei weit hinter der Flugzeugerzeugung zurückgeblieben, „News Chronicle" fügt hinzu, daß der Engpaß der Motorenherstellung noch bei weitem nicht überwunden sei.
Der Dank des Heeres an die SA. Stabschef Lutze bei Generalfeldmarschall von Brauchitsch.
Berlin, 10. Aug. (DNB.) Auf Einladung des Oberbefehlshabers des Heeres stattete der Stabschef der SA., Viktor Lutze, dem Hauptquartier des Heeres einen Besuch ab. Bei dieser Gelegenheit führte Generalfeldmarschall v. Brauchitsch aus: „Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat in seiner denkwürdigen Reichstagsrede vom 19. Juli 1940 mit besonderer Anerkennung Ihrer Person und der von Ihnen geleiteten v o r • und nachmilitärischen Erziehung in der SA. gedacht. Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen meine Freude hierüber mitzuteilen und bei dieser Gelegenheit den Dank zum Ausdruck zu bringen, den das Heer Ihnen und Ihrer Gliederung schuldet. In völlig selbstloser Weise hat die SÄ. dem Feldheer ihre Führer und Männer zur Verfügung gestellt. Sie haben sich glänzend geschlagen und verdienstvollen Anteil genommen an dem Geiste der Manneszucht und des Siegeswillens, der bei uns herrscht."
Stabschef Lutze dankte dem Generalfeldmarschall für die anerkennenden Worte und betonte, daß die SA. seit Anbeginn unter dem Gesetz des selbstlosen Einsatzes ihr Bestes für die Ausbildung des militärischen Ersatzes geleistet habe. „Wir wollen dieses kameradschaftliche Verhältnis, daß sich so hoch bewährt hat, weiterpflegen zum Nutzen unseres Volkes und zum Schaden unserer Feinde."
Eine Million Pfund Tee verbrannt.
Neuyork, 10. Aug. (Europapreß.) Eine Million Pfund Tee fielen einem riesigen Speich er- brand an der Themse neben anderen erheblichen Mengen an Nahrungsmitteln zum Opfer. Der Verlust wird angesichts der schwierigen britischen Ernährungslage als schwerwiegend bezeichnet. Als Ursache des Brandes wird von amtlicher englischer Seite Sabotage angenommen*


