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Diese Ansprache der englischen Königin, die sehr zeitgemäß klingt, ist leider nicht heute gehalten worden. Sie wurde mit hartem englischen Akzent in französischer Sprache — eine seinerzeit von britischer Seite gebührend unterstrichene Tatsache — am gleichen 14. Juni über die Rundfunkwelle geschickt, an dem Paris, zur offenen Stadt erklärt worden war. An diesem Tage existierte noch eine französische Restarmee, die zum immer mehr erlahmenden Widerstand bereit war. London hatte es ja so befohlen. Aber dann kam wenig später der Augenblick, an dem Marschall Petain um die deut
schen Bedingungen für einen Waffenstillstand bitten mußte.
Und was taten daraufhin die Engländer? „Jetzt geht es!", sagten sie sich und versetzten ihrem wehrlos gewordenen Verbündeten in Oran, Dakkar und anderwärts kräftige Fußtritte. Wo bleiben jetzt die sentimentalen Phrasen der englischen Königin für die Opfer dieser britischen Ueberfälle, wo bleibt das Bedauern für die unter britischen Bom> ben, Granaten und Maschinengewehren gefallenen Franzosen? Vielleicht trösten die Franzosen sich jedoch in der Erinnerung, daß die englische Königin ihnen als britische Erwartung vor knapp einem Monat bescheinigte: „Wir wissen, daß ihr von Kerzen gern alles gebt, war ihr habt!"
In vier Wochen passiert manchmal viel, und manche Meldung gewinnt an Reiz, wenn man sie nach Ablauf dieser Zeit wieder einmal liest.
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Berlin, 11. Juli. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz verliehen: General der Infanterie Viktor von Schweüler, Kommandierender General eines Armeekorps.
General der Infanterie von Sch wedler war mit seinem Korps im Schwerpunkt des Armeekorps eingesetzt. Er hat durch die zweckmäßigen Operationen der ihm unterstellten Truppen einen wesentlichen Anteil an dem Erfolg des großen Angriffes im Westen. Bei dem energischen Vorstoß seines Korps bei Ppern hat er den Niederbruch der belgischen Armee in rücksichtslosem persönlichem Einsatz beschleunigt.
Bereits zu Beginn dieses Jahres hatte der Oberbefehlshaber des Heeres die Einführung eines Jn- fanteriefturmabzeichens (links) verfügt, ferner war ein Panzerkampfwagenabzeichen (Mitte) geschaffen worden. Run ist für die Soldaten aller anderen SBaffengattungen einschließlich der Sturmartillerie ein besonderes Sturmabzeichen (rechts) eingeführt worden.
General der Infanterie Viktor von Schwedler, der am 18.1.1885 in St. Goarshausen geboren wurde, erhielt seine erste militärische Ausbildung im Kadettenkorps und trat 1904 als Fähnrich in das JR. 26 ein. 1910 wurde der junge Offizier zur Kriegsakademie versetzt. Während des Weltkrieges erwarb er sich vor allem als Generalstabsoffizier in verschiedenen Dienststellungen besondere Verdienste. Auch im Reichsheer fand er mehrfach als Generalstabsoffizier Verwendung. Zwischendurch kommandierte er zwei Jahre ein Bataillon im Jnf.-Rgt. Rr. 9. 1932 zum Oberst befördert, wurde er 1933 in die besonders wichtige Dienststellung des Chefs des Heeresperfonalamtes berufen, an dessen Spitze er bis 1938 stand und hierbei wesentlichen Anteil am personellen Aufbau des neuen Heeres hatte. 1938 ernannte der Führer den General unter Beförderung zum General der Infanterie zum Kommandierenden General eines Armeekorps.
Trauerfeier am Samstag, dem 13. Juli, 11 Uhr vormittags, in der Kapelle des Neuen Friedhofes.
Lehrgänge
für Gemeinschaftsverpflegung.
NSG. Dem wichtigen Gebiet der Gemeinschaftsverpflegung wurde seitens der NSDAP, schon im Frieden größte Aufmerksamkeit geschenkt. Jetzt während der Kriegszeit kommt dieser Arbeit erhöhte Bedeutung zu. Deshalb führt im Gau Hessen-Nassau die Deutsche Arbeitsfront jetzt in mehreren Kreisstädten Lehrgänge für Gemeinschaftsverpflegung durch. Insgesamt sind es sieben Lehrgänge, und zwar je einer in Wetzlar, Offenbach, Darmstadt und Wiesbaden und drei in der Gauhauptstadt Frankfurt.
Die Lehrgänge werden in Werksküchen durchgeführt, wo die geeigneten Einrichtungen vorhanden sind. Die Teilnehmer setzen sich aus Männern und Frauen zusammen, die als Köche oder Küchenverwalter in der Gemeinschaftsverpflegung tätig sind. Jeder Lehrgang dauert einen Tag. Der Vormittag ist mit prakttschen Vorführungen unter Leitung von Gaulehrkoch Kugelmeier ausgefüllt. Es werden hierbei besonders die Erfordernisse unserer Er-
Aranksurler Schlachkviehmarkt.
Frankfurt a. M., 12. Juli. (Vorbericht.) Es kosteten: Ochsen 28 bis 46,50 RM., Bullen 27 bis 44,50, Kühe 18 bis 44,50, Färsen 28 bis 45,50, Kälber 25 bis 59, Lämmer und Hümmel 20 bis 51, Schafe 10 bis 44, Schweine 53 bis 59 RM. — Marktverlauf: alles zugeteilt.
Letzte Nachrichten.
petain „Ehefdes französischenStaates"'
Genf, 12. Juli. (DRV. Funkspruch.) 3n Vichy wird amtlich bekanntgegeben, daß in dem Verlauf einer Unterhaltung zwischen dem Präsidenten der Republik, Lebrun, und Marschall Petain dieser dem Präsidenten der Republik seine Absicht mitge- teilt hat, nunmehr auch das Amt eines „Chefs des französischen Staates" zusammen mit der Präsidentschaft des Ministerrates auszuüben, um unter den außerordentlichen Umständen, die Frankreich durchmache, persönlich die Verantwortung für die Führung der öffentlichen Angelegenheiten zu übernehmen. Lebrun fügte sich diesen Gründen und stellte seine Befugnisse Riarschall Petain zur Verfügung.
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Mit diesen Lehrgängen, zu denen die Kreiswal- tungen der Deutschen Arbeitsfront die Anmeldungen entgeaennehmen, ist eine sehr wichtige Arbeit aufgegriffen, die sicherstellen soll, daß in. den Werksküchen mit dem vorhandenen Material eine möglichst gute Verpflegung hergestellt wird.
Entlohnung bei Fliegeralarm im öffentlichen Dienst.
Ndz. Der Reichsfinanzminister hat sich damit einverstanden erklärt, daß bei invalidenversicherungs- pflichtigen GesoLaschaftsmitgliedern des öffentlichen Dienstes die bei Fliegeralarm ausfallenden Arbeitszeiten insoweit mitdem Zeitlohn entlohnt werden, als ohne Berücksichtigung dieser Zeiten die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit nicht erreicht werden wurde. Das gilt auch, wenn bei Flakabwehr die Schutzräume auszusuchen sind. Aus Anordnung des Gefolgschaftsführers muß die ausgefallene Ar- beitszeit im Laufe der folgenden fünf Wochen nach gearbeitet werden.
Hauptfchristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter tiU HaupftchriftleiterS: Heinrich Ludwig Neuner. Verantwortlich für Polttstt Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein (beurlaubt); i. D.: Heinrich Ludwig Neuner: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.
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Berlin, 11. Juli. (DNB.) Die Königin von England hielt folgende Ansprache: „Ich spreche heute zu euch, ihr Frauen Frankreichs, jenes heldenmüti- aen und ruhmreichen Frankreichs, welches in diesem Augenblick nicht nur seinen eigenen Boden verteidigt, sondern auch die Freiheit der ganzen Welt; ich überbringe euch die Gefühle der Zuneigung und Bewunderung, welche euer Leid und eure Not in unseren Herzen weckt. Was mich, die ich stets Frankreich so sehr geliebt habe, anbetrifft, so leide ich heute wie ihr und mit euch. Jch denke unaufhörlich an jene schönen Sommertage, an denen — es ist keine zwei Jahre her — Paris so viel Charm entfaltete, um den König und die Königin von England zu empfangen. Mit einer Begeisterung und einer Großzügigkeit, die uns zutiefst berührt, hatte sich das französische Volk dem Empfang angeschlossen, den uns eure Regierung bereitete. Ich hatte gefühlt, wie das Herz von Frankreichs Frauen ganz dicht neben dem meinen schlug. Diesen Frauen will ich in diesen schmerzensreichen Tagen ganz aufrich- ttg sagen, daß ihr Unglück auch unser Unglück ist. Wir wissen, daß die Haltung der Französinnen in diesem Krieg ebenso edel gewesen ist wie diejenige der Franzosen. Wir wissen, daß sie ohne Klage den Verlust ihres Besitzes ertragen haben, die Vernichtung ihrer Heimstätten, die Jnbasion und die Bombardierung. Wir wissen, daß sie von ganzem Herzen gern alles geben würden, was sie haben, sogar ihr Leben/ um das Heil des Vaterlandes sicherzustellen. Eine Nation, die zur Verteidigung des Vaterlandes solche Männer und solche Frauen hat, muß früher oder später den Sieg erringen. Es hat ohcke Vorbehalt das Recht auf Unterstützung von allen Frauen der Welt. Vor einigen Tagen besuchte ich in unseren Hospitälern die Verwundeten und Kranken, die aus Dünkirchen zurückgekommen waren. Jedem von ihnen sagte ich einige Worte aus Französisch und erkundigte mich nach seiner Verwundung. Alle, und selbst die sehr schwer Verwundeten erwarteten mich und sagten: „Es geht!" Jch hoffe von ganzem Herzen, daß nach diesen schlechten Tagen eine Zeit kommen wird, wo unsere beiden Völker, nachdem sie traft ihrer Ausdauer und Arbeit einen Rückgang in ihren Bewaffnungen aufgeholt haben, sagen können: „Jetzt geht es!" Diese Hoffnung ist es, die ich euren verwundeten Soldaten schulde und ich heute abend mit den herzlichsten Sympathien aller Frauen Großbritanniens überbringen möchte, die für den gemeinsamen Sieg bereit sind, die Opfer ebenfalls auf sich zu nehmen, die ihr und euer großes Land so ehrenvoll auf euch genommen habt."
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Wir bitten um zahlreichen Besuch DIE DIREKTION


