Ausgabe 
12.7.1940
 
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Für die Tapfersten des Heeres

Gießen (Wartweg 60), den 11. Juli 1940.

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Diese Ansprache der englischen Königin, die sehr zeitgemäß klingt, ist leider nicht heute gehalten wor­den. Sie wurde mit hartem englischen Akzent in französischer Sprache eine seinerzeit von bri­tischer Seite gebührend unterstrichene Tatsache am gleichen 14. Juni über die Rundfunkwelle ge­schickt, an dem Paris, zur offenen Stadt erklärt worden war. An diesem Tage existierte noch eine französische Restarmee, die zum immer mehr er­lahmenden Widerstand bereit war. London hatte es ja so befohlen. Aber dann kam wenig später der Augenblick, an dem Marschall Petain um die deut­

schen Bedingungen für einen Waffenstillstand bitten mußte.

Und was taten daraufhin die Engländer?Jetzt geht es!", sagten sie sich und versetzten ihrem wehr­los gewordenen Verbündeten in Oran, Dakkar und anderwärts kräftige Fußtritte. Wo bleiben jetzt die sentimentalen Phrasen der englischen Kö­nigin für die Opfer dieser britischen Ueberfälle, wo bleibt das Bedauern für die unter britischen Bom> ben, Granaten und Maschinengewehren gefallenen Franzosen? Vielleicht trösten die Franzosen sich jedoch in der Erinnerung, daß die englische Königin ihnen als britische Erwartung vor knapp einem Monat bescheinigte:Wir wissen, daß ihr von Ker­zen gern alles gebt, war ihr habt!"

In vier Wochen passiert manchmal viel, und manche Meldung gewinnt an Reiz, wenn man sie nach Ablauf dieser Zeit wieder einmal liest.

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Berlin, 11. Juli. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vor­schlag des Oberbefehlshabers des Heeres, General­oberst von Brauchitsch, das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz verliehen: General der Infanterie Viktor von Schweüler, Kommandierender Ge­neral eines Armeekorps.

General der Infanterie von Sch wedler war mit seinem Korps im Schwerpunkt des Armeekorps eingesetzt. Er hat durch die zweckmäßigen Operatio­nen der ihm unterstellten Truppen einen wesent­lichen Anteil an dem Erfolg des großen Angriffes im Westen. Bei dem energischen Vorstoß seines Korps bei Ppern hat er den Niederbruch der bel­gischen Armee in rücksichtslosem persönlichem Einsatz beschleunigt.

Bereits zu Beginn dieses Jahres hatte der Oberbefehlshaber des Heeres die Einführung eines Jn- fanteriefturmabzeichens (links) verfügt, ferner war ein Panzerkampfwagenabzei­chen (Mitte) geschaffen worden. Run ist für die Soldaten aller anderen SBaffengattungen einschließ­lich der Sturmartillerie ein besonderes Sturmabzeichen (rechts) eingeführt worden.

General der Infanterie Viktor von Schwedler, der am 18.1.1885 in St. Goarshausen geboren wurde, erhielt seine erste militärische Ausbildung im Kadettenkorps und trat 1904 als Fähnrich in das JR. 26 ein. 1910 wurde der junge Offizier zur Kriegsakademie versetzt. Während des Weltkrieges erwarb er sich vor allem als Generalstabsoffizier in verschiedenen Dienststellungen besondere Ver­dienste. Auch im Reichsheer fand er mehrfach als Generalstabsoffizier Verwendung. Zwischendurch kommandierte er zwei Jahre ein Bataillon im Jnf.-Rgt. Rr. 9. 1932 zum Oberst befördert, wurde er 1933 in die besonders wichtige Dienststellung des Chefs des Heeresperfonalamtes berufen, an dessen Spitze er bis 1938 stand und hierbei wesentlichen Anteil am personellen Aufbau des neuen Heeres hatte. 1938 ernannte der Führer den General unter Beförderung zum General der Infanterie zum Kom­mandierenden General eines Armeekorps.

Trauerfeier am Samstag, dem 13. Juli, 11 Uhr vormittags, in der Kapelle des Neuen Friedhofes.

Lehrgänge

für Gemeinschaftsverpflegung.

NSG. Dem wichtigen Gebiet der Gemeinschafts­verpflegung wurde seitens der NSDAP, schon im Frieden größte Aufmerksamkeit geschenkt. Jetzt wäh­rend der Kriegszeit kommt dieser Arbeit erhöhte Bedeutung zu. Deshalb führt im Gau Hessen-Nassau die Deutsche Arbeitsfront jetzt in mehreren Kreis­städten Lehrgänge für Gemeinschafts­verpflegung durch. Insgesamt sind es sie­ben Lehrgänge, und zwar je einer in Wetz­lar, Offenbach, Darmstadt und Wiesbaden und drei in der Gauhauptstadt Frankfurt.

Die Lehrgänge werden in Werksküchen durchge­führt, wo die geeigneten Einrichtungen vorhanden sind. Die Teilnehmer setzen sich aus Männern und Frauen zusammen, die als Köche oder Küchenver­walter in der Gemeinschaftsverpflegung tätig sind. Jeder Lehrgang dauert einen Tag. Der Vormittag ist mit prakttschen Vorführungen unter Leitung von Gaulehrkoch Kugelmeier ausgefüllt. Es wer­den hierbei besonders die Erfordernisse unserer Er-

Aranksurler Schlachkviehmarkt.

Frankfurt a. M., 12. Juli. (Vorbericht.) Es kosteten: Ochsen 28 bis 46,50 RM., Bullen 27 bis 44,50, Kühe 18 bis 44,50, Färsen 28 bis 45,50, Käl­ber 25 bis 59, Lämmer und Hümmel 20 bis 51, Schafe 10 bis 44, Schweine 53 bis 59 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt.

Letzte Nachrichten.

petainEhefdes französischenStaates"'

Genf, 12. Juli. (DRV. Funkspruch.) 3n Vichy wird amtlich bekanntgegeben, daß in dem Verlauf einer Unterhaltung zwischen dem Präsidenten der Republik, Lebrun, und Marschall Petain dieser dem Präsidenten der Republik seine Absicht mitge- teilt hat, nunmehr auch das Amt einesChefs des französischen Staates" zusammen mit der Präsidentschaft des Ministerrates auszuüben, um unter den außerordentlichen Umständen, die Frank­reich durchmache, persönlich die Verantwortung für die Führung der öffentlichen Angelegenheiten zu übernehmen. Lebrun fügte sich diesen Gründen und stellte seine Befugnisse Riarschall Petain zur Verfügung.

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nährungswirtschaft berücksichtigt, wobei besonders die Vorführung der Verwendung und Verarbeitung von Soja zu nennen ist. Der Nachmittag ist der theorettschen Arbeit gewidmet. Es sprechen Vertre- treter des Landesernährungsamtes und des Amtes für Volksgesundheit der NSDAP., ein Fachmann für Großkücheneinrichtungen und ein Fachmann für die besonderen Fragen der Buchführung und Kal­kulation, die bei der Werksverpslegung zu berück­sichtigen sind.

Mit diesen Lehrgängen, zu denen die Kreiswal- tungen der Deutschen Arbeitsfront die Anmeldungen entgeaennehmen, ist eine sehr wichtige Arbeit auf­gegriffen, die sicherstellen soll, daß in. den Werks­küchen mit dem vorhandenen Material eine mög­lichst gute Verpflegung hergestellt wird.

Entlohnung bei Fliegeralarm im öffentlichen Dienst.

Ndz. Der Reichsfinanzminister hat sich damit ein­verstanden erklärt, daß bei invalidenversicherungs- pflichtigen GesoLaschaftsmitgliedern des öffentlichen Dienstes die bei Fliegeralarm ausfallenden Arbeits­zeiten insoweit mitdem Zeitlohn entlohnt werden, als ohne Berücksichtigung dieser Zeiten die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit nicht erreicht werden wurde. Das gilt auch, wenn bei Flakabwehr die Schutzräume auszusuchen sind. Aus Anordnung des Gefolgschaftsführers muß die ausgefallene Ar- beitszeit im Laufe der folgenden fünf Wochen nach gearbeitet werden.

Hauptfchristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter tiU HaupftchriftleiterS: Heinrich Ludwig Neuner. Verantwortlich für Polttstt Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein (beurlaubt); i. D.: Heinrich Ludwig Neuner: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.

Druck und Verlag: Brühlsche Universitötsdnlckerei R. Lange K. <8. VerlagAetter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenlefter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.S.

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Berlin, 11. Juli. (DNB.) Die Königin von England hielt folgende Ansprache:Ich spreche heute zu euch, ihr Frauen Frankreichs, jenes heldenmüti- aen und ruhmreichen Frankreichs, welches in die­sem Augenblick nicht nur seinen eigenen Boden ver­teidigt, sondern auch die Freiheit der ganzen Welt; ich überbringe euch die Gefühle der Zuneigung und Bewunderung, welche euer Leid und eure Not in unseren Herzen weckt. Was mich, die ich stets Frank­reich so sehr geliebt habe, anbetrifft, so leide ich heute wie ihr und mit euch. Jch denke unaufhörlich an jene schönen Sommertage, an denen es ist keine zwei Jahre her Paris so viel Charm ent­faltete, um den König und die Königin von Eng­land zu empfangen. Mit einer Begeisterung und einer Großzügigkeit, die uns zutiefst berührt, hatte sich das französische Volk dem Empfang angeschlos­sen, den uns eure Regierung bereitete. Ich hatte gefühlt, wie das Herz von Frankreichs Frauen ganz dicht neben dem meinen schlug. Diesen Frauen will ich in diesen schmerzensreichen Tagen ganz aufrich- ttg sagen, daß ihr Unglück auch unser Unglück ist. Wir wissen, daß die Haltung der Französinnen in diesem Krieg ebenso edel gewesen ist wie diejenige der Franzosen. Wir wissen, daß sie ohne Klage den Verlust ihres Besitzes ertragen haben, die Ver­nichtung ihrer Heimstätten, die Jnbasion und die Bombardierung. Wir wissen, daß sie von ganzem Herzen gern alles geben würden, was sie haben, sogar ihr Leben/ um das Heil des Vaterlandes sicherzustellen. Eine Nation, die zur Verteidigung des Vaterlandes solche Männer und solche Frauen hat, muß früher oder später den Sieg erringen. Es hat ohcke Vorbehalt das Recht auf Unterstützung von allen Frauen der Welt. Vor einigen Tagen be­suchte ich in unseren Hospitälern die Verwundeten und Kranken, die aus Dünkirchen zurückgekommen waren. Jedem von ihnen sagte ich einige Worte aus Französisch und erkundigte mich nach seiner Ver­wundung. Alle, und selbst die sehr schwer Verwun­deten erwarteten mich und sagten:Es geht!" Jch hoffe von ganzem Herzen, daß nach diesen schlechten Tagen eine Zeit kommen wird, wo unsere beiden Völker, nachdem sie traft ihrer Ausdauer und Ar­beit einen Rückgang in ihren Bewaffnungen aufge­holt haben, sagen können:Jetzt geht es!" Diese Hoffnung ist es, die ich euren verwundeten Soldaten schulde und ich heute abend mit den herzlichsten Sympathien aller Frauen Großbritanniens über­bringen möchte, die für den gemeinsamen Sieg be­reit sind, die Opfer ebenfalls auf sich zu nehmen, die ihr und euer großes Land so ehrenvoll auf euch genommen habt."

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in jeder Vorstellung: Die fliegenden Menschen Das Zuschauerzelt ist auf das allerbequemste eingerichtet. Alles zum Sitzen. Das Hauptzuschauerzelt faßt etwa 2000 Persönen. Der Circus besitzt zu seiner Beförderung eigene Last- und Zugmaschinen. Eigene Lichtzentrale. 3166d Der Wagenpark besteht aus ca. 30 Wohn-, Büro- und Trans­portwagen. In etwa 3 Stunden ist der Circus vollständig auf- gebaut. Eigene 10 Mann starke Blas- und Streichkapelle.

| Besucht den guten deutschen Circus! |

Wir bitten um zahlreichen Besuch DIE DIREKTION