der Räume schloß sich der
Feierstunde an. Sie zeigte, daß das NS.-Jung- schwesternheim nichts entbehrt, was zu einer son
nigen und fröhlichen
Heimgestaltung gehört.
Aus der engeren Heimat
(Nachdruck verboten!)
1. Fortsetzung.
leiter seinem Zweck. Eine Besichtigung
3m Dienste des Volkes
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Gießener Vochenmarktpreise.
* G/ießen, 11. April. Auf dem heutigen Wochen, markt kosteten: Markenbutter, kg 1,80 RM, Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Eier, ausländische 11 Rpf., Kartoffeln, 50 kg 3,90 RM., Weiß- kraut, Vt kg 14 Rpf., Rotkraut 15, gelbe Rüben 12, rote Rüben 14, Unterkohlrabi 8, Zwiebeln 12 bis 13, Meerrettich 30 bis 70, Aepfel 15 bis 35, Salat, das Stück 50, Endivien 13 bis 20, Lauch 5 bis 15, Ra- dieschen, das Bündel 30 Rpf.
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Heim der Vermittlung einer nationalsozialistischen seelisch-geistigen Rüstung wie einer tatkräftigen Kameradschaft dienen möge, übergab es der Gau-
schenhals glatt hmdurchrutscht, und die grünen Sta- chelbeereü dürfen noch nicht ausgewachsen sein, um beim Einfüllen keinen Widerstand zu leisten Beide Obstarten werden roh in die Flaschen gefüllt mit abgekochtem Wasser übergossen, aut verkorkt und versiegelt: sie halten sich jahrelang. Wenn die Beerenzeit kommt, können mir auch Johannisbeeren und Kirschen statt in Gläsern in Flaschen einmachen. Um das Emfullen zu erleichtern und die Flaschen richtig auszunutzen, dunsten wir sie kurz vor, damit die Früchte weich werden und zusammenfallen. Aller- dings müssen die Flaschen dann noch ebenso wie die Gläser sterilisiert werden.
ra™"'en sind es nur grüne Bohnen und Mohrrüben, die sich — erstere geschnippelt, letztere in kleine Würfel oder Streifen geschnitten — in .Flaschen einmachen lassen. Man verfährt dabei genau wie beim Konservieren in Gläsern oder Dosen.
Rechtzeitige Bestellung bei Inanspruchnahme von Tierärzten.
Durch die Einberufung zahlreicher Tierärzte zur Wehrmacht werden die in der Heimat verbliebenen Tierärzte besonders in den kommenden Monaten sehr stark in Anspruch genommen. Es liegt daher im allgemeinen wie im eigenen Interesse der Tierhalter, Bestellungen des Tierarztes weitmöglichst schon in den Morgenstunden aufzugeben, damit die Ausführung der Besuche im Laufe des Tages und möglichst durch Rundreisen gewährleistet werden kann. Nur Unglücksfälle, Geburtshilfen und wirklich plötzlich auftretende und schnell verlaufene Krankheiten können auch als „dringende Fälle" sofort erledigt werden.
Bürgermeistertagung in Nie da.
(D Nidda, 8. April. Heute fand unter Leitung von Bürgermeister Dlerner, Büdingen, eine Tagung der Bürgermei st er des Kreises Büdingen im „Gambrinus" statt. Besonderen Willkommengruß entbot er dem neuen Landrat Dr. Braun, der seit kurzem dem Kreis Büdingen vorsteht. Bürgermeister Junker, Hanau, hielt dann einen Vortrag über die Stellung und Aufgabe des Bürgermeisters im nationalsozialistischen Staat, besonders in der gegenwärtigen. Kriegszeit. Ein in der Praxis stehender Kollege' gab hier in treffenden Ausführungen wertvolle Winke für die Amtsführung der Bürgermeister. Zu der Versammlung waren sämtliche Ortsgruppenleiter und Ortsbauernführer des Kreises geladen und erschienen. Landrat Dr. Braun stellte sich der Versammlung vor und bat um vertrauensvolle, rege Mitarbeit aller Stellen in dieser Kriegszeit. Kreisleiter Görner behandelte alsdann eine ganze Reihe von wichtigen Fragen, wie Frühjahrsbestellung, Zusammenarbeit der Politischen Leiter, Bürgermeister, Ortsbauernführer, Metallsammlung u. dgl. Kreisbauernführer O t t und Bezirksbauernführer Straub richteten ebenfalls beherzigenswerte Worte und Anregungen an die Versammlung. Mit dem Sieg-Heil auf den Führer wurde die anregend verlaufene Versammlung geschlossen.
Landkreis Gießen.
# Mainzlar, 9. April. Im Parteilokal Müller fand ein Ortsgruppen-Schulungs- abend der Partei statt. Ortsgruppenleiter Pflüger gab einen Ueberblick über die politischen Er- eigni-sse der jüngsten Tage. Anschließend wurden Mitgliedskarten und -bücher ausgegeben. Schulungsleiter Kirdorf hielt im Verlaufe des Abends einen Vortrag über den Abwehrkampf unseres Volkes gegen die Weltherrschaftspläne Englands.
+ Grünberg, 9. April. Am Samstag fand die-Jahreshauptversammlung der S t e n o g r a f e n-
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** Auszeichnung verdienter Aot- kreuz-Mitarbeiter. Durch den Kreisführer, DRK.-OberfeldMrer Landrat Dr. Lotz, wurden verschiedene Kameraden im Deutschen Roten Kreuz mit dem Ehrenzeichen für Deutsche Volkspflege ausgezeichnet. Das Ehrenzeichen erhielten: der DRK.- Wachtführer Wurm, der DRK.-Oberhelfer August Velten, der DRK.-Haupthelfer Funk und der DRK.-Helfer Wisdemeyer, sämtlich in Gießen. Ferner wurde der DRK.-Bereitschaftsführer Dr. Fabel in Watzenborn-Steinberg mit diesem Ehrenzeichen bedacht.
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eröffnete ein 7!GD -Kinderheim.
NSG. In Wiesbaden übergab Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger am Mittwochnachmittag das dritte Kleinkinder - und Säugling s.- heim der NSV. im Gau Hessen-Nassau seiner Bestimmung. In seiner Rede erklärte der Gauleiter Sinn und Zweck dieser Einrichtung und brachte sie in Beziehung zum Entscheidunaskampf unseres Volkes, der die letzte Kraft Aum Arbeitseinsatz erfordert. In diesem Einsatz stehe heute auch eine große Anzahl deutscher Mütter, denen mit der Betreuungsarbeit der Kleinkinder- und Säuglingsheime der NSV. eine große Sorge abgenommen werde. So sei diese Einrichtung im wahrsten Sinne des Wortes Dienst an der deutschen Zukunft und ein sichtbarer Beweis dafür, daß der vorn Führer geforderte Opfergeist an dieser scheinbar unwichttgen, in ihrer Wirkung jedoch bedeutungsvollen Stelle ebenfalls in die Tat umgesetzt werde.
Auf einem anschließenden Rundgang überzeugte sich der Gauleiter von dem praktischen und schönen Ausbau des Heims, erkundigte sich nach dem Gesundheitszustand der betreuten Kinder und sprach allen Beteiligten Dank und Anerkennung für ihre vorbildliche Leistung aus.
man davon, wenn man nicht sieht, was man schafft? Ja, und nun sitzt er da, der alte Herr mit seinem zugenagelten Gesicht, als wenn es sich um eine Zwangsversteigerung und nicht um eine Verlobung handelte, und weiß nichts zu sagen, während Tante Ottilie so schön von der gewährleisteten Zukunft redet.
Rumort der Bauernstolz noch immer, alter Herr? Alles, was Herrschaft heißt, ist Gegenpartei — so denkst du doch! Schön Grenzen ziehen zwischen Adelsfamilie und Bauernstand. Ueberlebter Standpunkt heute, mein guter Alter! Wir Jungen sind längst darüber hinweggesprungen. Wir überrennen das alles! Für uns gibt es nur den Menschen, nicht den Stand!
Siehst du, und nun kannst du nicht anders, als höflich und zustimmend zu nicken, mußt dich doch mal beugen vor diesem schmalen, feinen alten Dämchen, das soviel Form hat, soviel wirkliche Güte! Mußt doch kapitulieren, Alter! Aber prachtvoll bist du trotzdem, wir wollen dich ja im Grunde gar nicht anders haben, wir Gräfeleute! Lausitzer Granit, -richt wahr?
Ueber Rudolf Gräfe kommt eine Art Uebermut. Nun ist ja alles gut! Jetzt aber auch nicht mehr lange drum herumredenl Wir sind genehmigt, die Jutta und ich —, nun Schluß mit weiterem Schmalz!
Auch er sieht jetzt nach der Uhr. Eine gute halbe Stunde kann es noch dauern, ehe das Essen losgeht. Er kennt das auf Plessen-Roda. Vor halb zwei Uhr kommt es hier nie zum Futterschütten.
Bis dahin wollen wir doch die Gesellschaft noch ein bißchen aufmödeln! Ein Thema her, dos dem Gespräch etwas mehr Lebensodem einbläst. Gleich mal eine ganz große Sache! Die Schmidtchen macht ichon wieder den Mund auf, will wohl neuen Honig verzapfen
„Daß ich das vergaß zu erzählen — das Allerneueste!" schießt Rudolf los. Herrschaften, die Autobahn! Was meint chr, wo sie vorbeikommt? Hier bei uns, über Plesien-Roda wird sie geführt!"
Erstaunte Äncke. Soeben noch Verlobung, glückliche Zukunft — und nun Autobahn! Was doch manche Menschen für sonderbare Gedankensprünge machen!
Jupp ist der erste, der mit beiden Beinen in das neue Thema hinemspringt. Wie ein beglückter
Ader wie gesagt, Jupp ist großartig! Fünfzehn Jahre alt, Ostern erst hängen geblieben, aber vom Hopfenextraktionsapparat redet er wie andere Leute vom Wetter. , f
„Ja, ja, Hopsen und Malz, Gott erhalt s! sagt Fräulein Schmidtchen und schließt damit nicht sehr geistreich das Brauereigespräch ab. Sie sieht dabei ziemlich herausfordernd den Kronprinzen an. Ader Hermann ist leider ein ausgemachter Junggeselle. Er ist der Sinnierer der Familie, was für Fräulein Schmidtchen gleichbedeutend mit Philosoph iji. \ ts daher ein Wunder, wenn sie sich ihm doppelt rerounden fühlt? . •
Leider hüllt Hermann Gräfe sich in beharrliches Schweigen. Man merkt ihm die Ablehnung der I cdligen Verschwägerung gar zu deutlich an.
Endlich taut Erni ein wenig auf. Sie ist gerade so alt wie Jutta und hat eine Menge gemeinsamer Erinnerungen mit ihr. Ein netter Kerl mit krausem Haar und lustigen braunen Augen ist sie.
: „Daß nun aus unserer Kinderfreundschaft "Verwandtschaft wird, Jutta!" sagt sie freudig. „Weißt lu noch, wie wir damals bei euch im Park Hochzeit spielten? Ich mit einem Handtuch als Schleier, und tu hattest Blitz-Johannes Hosen an ..."
Ein betretenes Hüsteln aus dem Hintergrund. Die Vortweinflasche, die sanft auf das Tablett gesetzt werden sollte, klirrt. Blitz-Johann errötet wie ein Mädchen. v t •
Tante Ottilie sagt: „Wie reizend!", und jyraulein 'Schmidtchen glaubt wieder einmal die Situation ,ns Philosophische retten zu müssen.
„Ja ja, die Jugend spielt mit den heiligsten
; Gütern!" ,
Fräulein von Plefsen fragt darauf sehr rasch, ob icnn Erni auch noch ihr französisches Studium beireibe, man dürfe nicht liegen lassen, was so fleitzig begonnen sei.
Jupp jedoch bricht doch noch, wenn auch etwas verspätet, in ein schallendes Gelächter aus, das in ter Stimmlage bedenklich schwankt.
Ein Zungschwesternheim der (tzauhauptstadt.
NSG. In einer kurzen Feierstunde übergab der Gauleiter in der Gauhauptstadt Frankfurt a. M. ein NS. -Jungschwesternheim seiner Bestimmung. Mit vorangehenden herzlichen Be° grüßungs- und Dankesworten meldete der Leiter des Amtes für Volkswohlfahrt, Gauamtsleiter Haug, dem Gauleiter die Fertigstellung des 7. NS.-Jungschwesternheims im Gau Hessen-Nassau. Der Gauleiter wies in seiner Rede an die versammelten Jungschwestern auf den besonderen Inhalt des Berufs der NS.-Schwefter hin. Die natio- nalsozialifttsche Haltung sei die wesentlichste Dor- aussetzung für ihren nicht immer leichten Dienst. Der Wille, einen anderen Menschen seelisch wieder aufzurichten, bedinge das Vorhandensein einer eigenen seelischen Stärke. Diese sei in der Weltanschauung des Nationalsozialismus zu finden. Mit dem verpflichtenden Hinweis, daß das neu geschaffene
schäft, Ortsverein Grünberg, im Gasthaus Peppler statt. Nach den Begrüßungsworten des Ortsvereinsführers Otto Krumm gab dieser den Bericht über die im vergangenen Jahre geleistete Arbeit. Mit Erfolg und gutem Besuch der Mitglieder konnten die im Herbst 1938 begonnenen Uebungsgemeinschaften I und II zu Ende geführt werden. Im Herbst wurde der Unterricht von je einem Fortbildungslehrgang mit 15 Teilnehmern und einem Eilschriftlehrgang mit 18 Teilnehmern neu aufgenommen. Durch Einberufung des Ortsvereinsführers, der zugleich das Unterrichtswesen betreute, sowie weiterer Mitglieder, kam die Arbeit zunächst wohl ins Stocken, wurde dann aber von der Mitarbeiterin Dina Michel fortgeführt. Am 10. Juni 1939 stellten 7 Kurzschriftler ihr Können bei dem Kreisverbandsleistungsschreiben in Schotten unter Beweis. Es konnten im Schnell-und Richtigschreiben insgesamt 4 Arbeiten mit „hervorragend" und zehn Arbeiten mit „sehr gut" bewertet werden. Der Kassenbericht des Rechners Karl Alb ach ergab bei einer Einnahme von 261,77 RM. und einer Ausgabe von 251,97 RM. am 31.12.39 einen Kostende stand von 9,80 RM. Der Ortsvereinsführer führte weiter an, daß stellvertretend die Kurzfchriftlerin Dina Michel die Arbeiten innerhalb des Vereins übernommen hat. Auf Wunsch des Ortsvereinsführers und mit Zustimmung der Mitglieder wurde sie zur Ortsvereinsführerin ernannt. Auch im Jahre 1940 wird im hiesigen Ortsverein fleißig und fortschreitend weitergearbeitet. Es sollen die bereits laufenden Lehrgänge fortgesetzt und darüber hinaus Interessenten Gelegenheit gegeben werden, sich in einem Anfängerlehrgang die Kenntnisse der deutschen Einheitskurzschrift anzueignen. Das anschließende, kameradschaftliche Beisammensein verlieh dem Abend einen harmonischen Abschluß.
+ Grün berg, 9. April. Dieser Tage fand die Hauptversammlung des Männerchors statt. Der Vereinsfuhrer Karl Repp jr. ehrte das Andenken des kürzlich verstorbenen Ehrenmitgliedes Philipp Hartmann. Aus dem Jahresbericht war zu entnehmen, daß eine Anzahl Sangesbrüder unter den Waffen stehen. Da auch der Chorleiter, Musiklehrer Fritz Leib (Gießen), im Felde steht, ruhte die Sangestätigkeit fast ganz, nur zur Vorbereitung für besondere Veranstaltungen wurden Singstunden ab- aehallen, wofür sich Lehrer i. R. Roth als Chorleiter zur Verfügung stellte. Der Jahresbericht erwähnt weiter das Mitwirken des Vereins bei verschiedenen Feiern, ferner u. a. die Teilnahme am Wertungssingen in Ober-Ohmen, bei dem der Verein sehr gut abschnitt. Das Jahr 1939 brachte insgescmtt 16 Singstunden, die von den Mitgliedern Hermann Gerhardt, Georg Schornberimd Otto Seng alle besucht wurden. An Mitgliedern verzeichnet der Verein 55 aktive Sänger, 11 Ehrenmitglieder und annähernd 70 unterstützende Mitglieder. Eine Anzahl
Der alte Gräfe aber macht weiter fein unbeteiligtes Gesicht, und der Kronprinz schiebt unauffällig seinen Rockärmel in die Höhe, um auf die Armbanduhr zu sehen.
Jutta betrachtet beide. Auffallend, wie sie einander gleichen, Vater Gräfe und sein Erstgeborener, nicht nur im Gesicht, sondern auch in den Bewegungen. Nur, daß die des Aelteren freier und bestimmter sind, Hermann dagegen zeigt oft etwas Gehemmtes, Schweres. Jeder für sich im Grunde eine Persönlichkeit. Wer zuerst auffällt, ist der Alte, der Senior — eine imponierende Gestatt. Sie kann zufrieden sein, die Jutta Plessen, mtt diesem Schwiegervater! Er ist ein Kopf, ohne Zweifel, wenn er auch ein Knorren ist.
Jutta ist so in ihre Betrachtungen versunken, daß sie Tante Ottilies Räuspern überhört. Aussonderung, daß Jutta sich auch am Gespräch beteiligen möge. Denn ewig kann eine alte siebzigjährige Dame, die nun schon ein wenig außerhalb der Zeitereignisse steht, nicht eine solche schwerfällige Unterhaltung allein lenken und leiten. Jutta sieht und hört nicht — das heißt, sie sieht nur Rudolf, der sie wieder einmal mit seinen Blicken eingefangen hat und verliebt herüberguckt. Tante Ottilie muß sich wieder selbst helfen.
„Mein lieber Herr Gräfe — um nun zum eigentlichen Zweck des heutigen Tages zu kommen
Jetzt wird's gut.. Jetzt wird's salbungsvoll. Das Brautpaar läßt voneinander. Rudolf wirft Jutta noch einen ergebungsvollen Blick zu, dann fährt er sich ein paarmal durchs Haar — eine Hitze in der Bude!
Jutta hat sich auch so gelassen hingepflanzt, Blick nach der Decke, mit einer Miene: von mir aus kann nun auch die Rührung in die Festfolge aufgenommen werden!
„Unter liebes, junges Paar — Ihr prächtiger Sohn mit feinen gediegenen Kenntnissen ..
Ach so, ja, man ist ja etwas, denkt der Rudolf, das hat man schon beinahe vergessen, das kann einem passieren, drüben im Gräfehof, vor den Augen des Vaters, bei dem nur Bauer und Brauer ailt! Studieren ist Humbug! Zufaffen, mit beiden Beinen in der Hofarbeit stehen, so wie Hermann, der Große das ist etwas anderes! Dr. rer. pol.? Diplonwolkswirt? Lehrer an der Landwirtschaftlichen Schule in Bautzen? Achselzucken. Was hat
Wirtschaft.
Oeutfcbe Bank.
Als letzte der Berliner Filialgroßbanken legte jetzt die Deutsche Bank den Jahresabschluß für 1939 vor. Die Rückwirkungen der Umstellung auf die Kriegsverhältnisse find in den Bilanzziffern des Instituts kaum sichtbar, die im übrigen die beträchtliche Geschäftsausweitung zum Ausdruck bringen. Die Gesamtumsätze — diesmal nur echte Kundschaftsumsätze - fliegen von 136 817 auf 148 057 Mill. RM., wobei der zu erheblichen Beträgen anqewachsene Umschlag des Zahlungsverkehrs mit Steuergutscheinen nicht berücksichtigt ist. Nach den 1939 vorgenommenen Erweiterungen ist die Deutsche Bank jetzt an. 303 Plätzen durch 131 Filialen, 138 Zweigstellen und 34 Aussendepositenkassen und Zahlstellen vertreten, außerdem stehen 183 Stadtdevositenkassen zur Verfügung der Kundschaft. Bei 77,02 (67,47) Mil5. RM. Zinsen und Diskonteinnahmen, sowie 92,85 (87,57) Mill. RM. Provisionen und Gebühren , erforderten u. a. Löhne und Gehälter 78,76 (76,76), Ausgaben für soziale Zwecke, Pensionen, Wohl- I fahrtseinrichtungen 20,35 (18.43) Mill. RM., wäh- | rend Steuern 36.68 (28,48) Mill, erforderten. Nach I |6,5 (—) Mill. Zuweisung an freie Sonderrücklage I «davon 2 Mill, aus dem Vortrag 1938), 1,55 (1,99) I Mill, an Pensionsrücklage — i. V. erhielt die gesetz- It liebe Rücklage noch 1,5 Mill. — verbleiben 7,992 H (9,078) Mill. NM. Reingewinn, da der Vortrag nur If 0,05 (2,03) Mill, infolge der Rücklagendotierung I ausmachte. Es werden der HV. am 26.4. wieder I 6 v. H. Dividende auf 130 Mill. RM. Kapital vorgeschlagen. Die ersten beiden Monate 1940 hoben sich gut angelassen, es wurde etwa im gleichen Llus- maß verdient, wie in der entsprechenden Vorjahres- Seit.
Jranffurfer Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 10. April. Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Kälber, andere a) 62 bis 65 (am 3. 4. 62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 42 bis 50 (45 bis 50), d) 25 bis 40 (28 bis 40). Hämmel a2) 50 bis 51 (50 bis 51), b2) 48 bis 49 (48 bis 49), c) 30 bis 44 (44), d) 25 (20 bis 28). Schafe a) 42 bis 44 (44), b) 38 bis 40 (38 bis 40), c) 20 bis 32 (15 bis 30). Schweine a) 55,50 (55,50), hl) 55,50 (55,50), b2) 55,50 (55.50), c) 54,50 (54,50), d) 51,50 (51,50), e) 49,50 (49,50), Sauen gl) 55,50 (55,50). Marktverkauf: Kälber, Schafe und Schweine zugeteilt.
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jüngerer Kräfte traten als Mitglieder bet. Die Rech« nung ergab bei einer Einnahme von 568,47 RM. und einer Ausgabe von 468,46 RM. einen lieber« schuß von 100,11 RM. Beschlossen wurde noch, daß während der Dauer des Krieges der Monatsbeitrag der aktiven Sänger von 80 auf 40 Rpf. herabgesetzt wird, während von den unterstützenden Mitgliedern erwartet wird, daß sie auch weiterhin den seitherigen Satz von 2 RM. als Jahresbeitrag leisten. Der Vereinsführer bat um fleißigen Besuch der für besondere Fälle angesetzten Singstunden während der Kriegszeit. Nach einem Schlußwort des Ortsgruppenleiters Schütz wurde die Versammlung in der üblichen Weise geschlossen.
Kreis Alsfeld.
—. — Homberg (Ohm), 9. April B D M. und H I. veranstalteten in der dicht besetzten Stadthalle einen Bunten Abend. Die Stadtkapelle, BDM., HI. und Jungvolk wirkten mit. Schülerchöre, Volkstänze, Mundärtgedichte, sowie heitere Szenen ae- langten in bunter Reihenfolge zum Vortrag. An Stelle des Bürgermeisters hielt Pg. Ihm eine kurze Ansprache, in der er über die deutsche Jugend und ihre Zukunft sprach, die durch den Führer gesichert
werde. Alle Darbietungen wurden mit großem Beifall aufgenommen. Der Verlauf war ein Beweis dafür, daß die Homberger Jugend auch mit einfachsten Mitteln einen Abend unterhaltsam zu gestalten vermag.
Kreis Büdingen.
h Schotten, 8. April. Der Bade, und Schlittschuhklub hielt seine diesjährige Der- sammluna ab. Aus dem Jahresbericht ging hervor, daß die Anstalt im letzten Jahre seyr stark besucht wurde. Die Badeanstalt ist eine der ältesten in Oberhessen: das Bad wurde schon vor 30 Jahren neu errichtet, und wenn es auch im Laufe der Jahre sich als etwas klein und vergrößerungsbedürftig erwies, so ist es doch gut und praktisch gebaut und hat stets klares, erquickendes Wasser. Eine Liegewiese mit Planschbecken befindet sich daneben. Die Schuljugend, auch aus den Nachbarorten, hat das Bad gern und oft aufgesucht. An das Gründungsmitglied und langjährigen Vorsitzenden wurde eine Ehrenurkunde überreicht., — Die D A F., Orts- waltung Schotten, ließ durch die Rhein- Mainische Landesbühne ein Gastspiel „Die Schurin- delsahrt ins Glück" geben. Das Stück fand freundlichste Aufnahme.
Jüdischer Devisenschieber.
IVr Jahre Zuchthaus und 120 000 RM. Geldstrafe.
Lpd. M a i n z , 8. April. Die Zweite Große Strafkammer Mainz verurteilte den 44jährigen Juden Otto Israel Strauß wegen versuchter Devisenvergehen und wegen Bannbruchs, Vergehen gegen § 134 des Dereinszollgesetzes zu IV- Jahren Zuchthaus und 12 0 0 00 R M. Geld ft r a f e, ersatzweise 240 Tage Zuchthaus. Wegen Einkommen-, Vermögens- und Gewerbesteuerhinterziehung war der Jude Sttauß im Februar 1939 vom Bezirksschöffengericht zu drei Monaten Gefängnis und 100 000 RM. Geldstrafe verurteilt worden. Mr die Geldstrafe war eine Ersatzfreiheitsstrafe von je einem Tag für 100 RM., insgesamt also 1000 Tage, vorgesehen. Die Freiheitsstrafe aus diesem Urteil hat der Angeklagte verbüßt, bezüglich der Geldstrafe wurde in der Verhandlung vor der Zweiten Großen Sttafkammer festgesetzt, daß die Ersatzfreiheitsstrafe für beide Geldstrafen zwei Jahre nicht übersteigen darf. Wegen des versuchten Devisenvergehens war bereits am 3. Juni 1939 ein Urteil ergangen, und zwar war der Jude zu einem Jahr drei Monaten Gefängnis und 120 000 RM. Geldstrafe verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatten der Staatsanwalt und der Angeklagte Berufung eingelegt. Die Zweite Strafkammer, die den Fall nochmals zu untersuchen hatte, kam zu dem Ergebnis, daß ein schwerer Fall des versuchten Devisenvergehens vor- liege und fällt das eingangs angegebene Urteil.
Der Jude Strauß hatte eine außerordentlich gutgehende Arztpraxis in Mainz, in der er sich in 14 Jahren ein Vermögen von 200 000 RM. anhäufte. Er versuchte, 93 700 RM. in Wertpapieren und Wachthund, bläfft er in die Luft ,Hach — prima — a--a!"
Die atte Dame bekommt ängstliche Augen. Autoverkehr, das ist für sie Benzingestank und Störung des dünnen Nachtschlafes. Sie seufzt. Gestraft, di« Arme auf ihre Knie gestemmt, sitzen die beiden Gräfes da.. Sie sind ganz wach, der Vater und der Kronprinz.
Fräulein Schmidtchen macht ein enttäuschtes Gesicht. Sie hätte gern noch eine Weile von der rosigen Zukunft des jungen Paares gesprochen. Technik ist so gemütlos, so ohne Seele. Man sollte doch nicht davon sprechen.
Vater Gräfe aber fordert neue und nähere Erläuterungen.
„Von Weißenberg her wird sie rechts am Dorfe vorbeigeführt", sagt Rudolf auf einmal merkwürdig beklommen. Er kratzt sich leise Hinterm Ohr.
„Und der Hutberg?" fragen beide Gräfes wie aus einem Munde.
Rudolf kratzt sich abermals. Teufel nochmal, was hat er da angerichtet! Ein Gewitter ballt sich zusammen. Sein Kragen ist ihm auf einmal verflucht enge. Ppn Vater Gräfes Gesicht kann man gut die Gedanken lesen. Sie sind voll Abwehr.
„Deutlicher erklären", knurrt er.
Na, da ist's schon so weit! Worte im Telegrammstil sind höchstens Alarmsignal: Katastrophe steht bevor. Daß -er daran nicht dachte! Das Problem geht alle hier an. Ohrfeigen hätte sich Rudolf mögen. Auch die Jutta guckt ihn an, als wolle sie mit dem Finger an die Stirn tippen! Junge, Junge, wie konntest du nur!
Jupp fjat natürlich die ganze Geschichte längst spitz gekriegt. „Der Hutberg muß natürlich untertunnelt werden!" flunkert er los. Natürlich! In seinen Augen ist alles einfach. Und keiner nimmt den Einwurf für voll. Die allgemeine Beklemmung steigert sich. Jetzt versteht auch Fräulein von Plessen. Ein bißchen langsam kommt die alte Dame dahinter.
„Also, wie ist das, bitte?" Sie rechnet ordentlich an den Fingern nach. „Von Weißenberg nach Bautzen soll die Bahn führen? Das Dorf bleibt also links liegen. Die Bahn muß aber genau im Zuge der allen Landstraße lausen, am Dorfe entlang, denn weiter rechts sind ja dann die Teiche! Also geht sie gerade auf den Hutberg zu —"
(Fortsetzung folgt.)
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3 Vorteile beim Rasieren:
Wer sich vor dem Einseifen mit Nivea- Creme einreibt, hat drei Vorteile: ersten» ist das Rasieren angenehmer, zweitens wird die Klinge nicht so schnell stumpf und drittens tut man etwas für
Dosen und Tuben: 22 PK bis 90PI.


