Ausgabe 
11.1.1940
 
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Barnabas von Geczy.

Der bekannte Geiger Barnabas von Geczy ist durch Reichsminister Rust mit der Abhaltung von Sonderlehrgängen für Violinspiel an der Staatlichen Akademischen Hochschule für Musik, Berlin, beauf­tragt. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Die

Aus aller Welt

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Am

eines uud

burf» und

Die Befestigung der Pazifik-Insel Guam.

der Marinebehörde bereits im Vorjahr vorgetragen, aber vom Kongreß mit der Begründung abgelehnt worden, daß der Ausbau Guams für Japan provozierend wirke. Guam liegt nur 1500 Meilen von Tokio entfernt. Die erneute Forderung der ÖZ^.-Marine zeigt die Absicht, trotz des Wider­standes des Kongresses die bisherige amerikanische Politik in Ostasien fortzusetzen.

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichsmimster des Innern, Dr. Frick, emp­fing iy Gegenwart des Reichsarbeitsführers H i e r l die Abteilungsleiterinnen in der Reichsleitung und die Bezirksführerinnen des R e ich s a r b r i t s - dien st es für die weibliche Jugend, die gegenwärtig zu ihrer ersten Arbeitstagung feit Be­ginn des Krieges in Berlin vereinigt find.

ches gelte für Schuhwaren. Gewisse Metalle ten auch knapp werden, wovon Haushalts- Küchengegenstände betroffen seien.

Von jugoslawischer Seite wird mitgeteilt, daß die ordentliche Jahreskonferenz der Außenminister des Balkan bundes am 2., 3. und 4. Februar i n Belgrad zufammentreten wird. Bei der Konfe­renz wird der Vorsitz des Balkanbundes, den jetzt Rumänien innehat, in dem üblichen Turnus auf Jugoslawien übergehen.

im Schatten gemessen

Gewaltige Sonnenflecken.

Die Sternwarte von Madrid hat zu den Sonnenflecken, die gegenwärtig beobachtet werden, einen interessanten Beitrag geliefert. Danach haben die Sonnenflecken eine so gewaltige Ausdehnung, daß sieauchmitdemfrejenAuge wahrgenommen werden können. Die Berechnungen der Sternwarte haben ergeben, daß diese Sonnenflecken ein Gebiet von 10 000 Millionen Quadratkilometer bedecken. Ein einziger dieser Sonnenflecken hat eine Gröhe vom Umfang der Erdkugel.

Dreifacher Zusammenstoß in Frankreich.

Bei Regenwetter und Nebel fuhr ein U r lau­de r z u g in der Nähe von Orly auf einen vor chm herfahrenden anderen Urlauberzug auf. Zur gleichen Zeit stieß ein auf dem Nebengleis vorbei fahrender Zug auf einen entgleisten Waggon. Es gab zahlreiche Tote und Ver­wundete.

1937 noch volle 91,9 Millionen Pfund betragen habe, weise im November 1939 nur noch 44,8 Mil­

li au der Schule widmete.

Wasserweg Schwarzes Itteer Ostsee Neuer Kanal.

Nach Meldungen aus Moskau ist der Bau

Kanals zur Verbindung des Lug

Washington, 10. Januar. (Europapreß.) Forderung des 08^.-Flottenchefs Stark nach Aus­bau der Pazifik-Insel Guam zur Luftflotten­basis hat in Kongreßkreisen großes Aufsehen er­regt. Stark forderte für den Ausbau zunächst vier Millionen Dollar. Die gleiche Forderung war von

15. Januar wird im Rahmen des ersten mesters 1940 an der Universität Berlin die Auslands» wissenschaftliche Fakultät und dasDeutsche Aus- landswissenschaftliche Institut" eröffnet. Mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Dekans wurde der ao. Professor an der Universität Berlin, ---Stan­dartenführer Dr. S i x, beauftragt. (Scherl-M.)

Oie auSlandStviffenschastliche Fakultät der Universität Berlin.

,Laandam", derAlphacca" und des Dampfers ,^Salland" beschlagnahmt.

lionen Pfund aus.

Der Luftfahrtminister Sir Kingsley Wood hatte einen besonders schweren Stand. Es wurde gegen ihn geltend gemacht, daß es deutschen Flugzeugen immer wieder gelungen sei, lebenswichtige Waffen­plätze der englischen Kriegsmarine zu erreichen und Kriegsschiffe mit Bomben anzugreifen, während englische Flugzeuge nicht nach Deutsch­land könnten. Die von der englischen Luft­waffe verwendeten Typen seien zum Teil zu schwerfällig und den deutschen Jagdflugzeugen nicht gewachsen. Es sei geradezu haarsträubend, daß die für die Erteilung der Bauaufträge maßgeb en­de» Beamte» gleichzeitig Aktionär« großer

Rüstungswerke seien und die Aufträge daher nicht nach sachlichen Gesichtspunkten vergäben.

Ueber die englische Ernährungslage er­gaben sich ebenfalls gewisse Aufschlüsse aus der De­batte. Zwar seien für einige Zeit noch Vorräte an Gefrierfleisch und Konserven vorhanden, dagegen werde die Versorgung der Bevölkerung mit Frisch­fleisch auf das äußerste in Frage gestellt, wenn nicht die Zufuhr aus Skandinavien und Holland ge­sichert werden könnte. Die Butterverteilung werde leider im Frühjahr noch weiter ge­drosselt werden müssen. Versteckte Angriffe wur­den gegen de-n Transportminister gerichtet, der für das völlige Chaos im Transportwesen

Scharfe Kritik an Chamberlains Regierungsmethoden Aus der Geheimsihung des britischen Unterhauses.

In den napoleomfchen Kriegen habe es in Rußland, Oesterreich und Preußen Verbündete feiner Inter- essen gehabt. Den Weltkrieg habe es nur gewonnen, weil es unendlich viele Bundesgenossen gehabt habe. Wo gebe es heute einen einzigen Staat, der, außer Frankreich, bereit sei, sich aktiv auf die Seite Englands zu stellen? Warteten nicht vielmehr eine Anzahl von Staaten darauf, sich des englischen Einflusses zu entledigen? Im Zusammenhang mit diesen Ausführungen wurden der Regierung schwere Vorwürfe über ihre kurzsichtige Kontinentalpolitik gemacht. Der Krieg sei nach dem Fehlschlag der Verhandlungen in Moskau mit einer diplomatischen Niederlage allerersten Ranges begonnen wor­den. Sehr ausführlich sei auch die Debatte über die Kriegslage gewesen. Es fei zunächst hervor­geh oben worden, daß die Blockade längst nicht die Wirkung verspreche, die sie im Weltkriege ge­habt habe. Die Regierung hätte sich das vorher überlegen sollen. Wie denke sich die Regierung die militärische Fortsetzungdes Krieges? Deutschland habe der Maginot-Linie gegenüber eine Befestigung gebaut, die anzugreifen Wahnsinn sei und mehr als eine Million Tote kosten würde, ohne daß dadurch der Erfolg verbrieft sei. Sei die Regierung sich darüber klar, daß hinter der Sieg- friedlinie etwa doppelt so viele deutsche Truppen ständen wie englisch-französische hinter der Maginot- Linie?

Außerordentlich bewegt und mit persönlichen Vor­würfen an die Adresse des Ersten Lords der Ad­miralität gespickt verlief die Debatte über die Ver­senkung des SchlachtschiffesRoyal O a k" in Scapa Flow und die Torpedierung der Belfast" im Firch of Förch. Wenn heute von Blockade gesprochen werde, so müsse leider auch die Frage aufgeworfen werden, inwieweit die eng­lische K ü st e selbst blockiert werde, zum Teil durch eigene Schuld. Die englischen Minen­felder seien so wenig sachgemäß und so ohne Sorg­falt ausgelegt worden, daß die Minen sich zu Hun­derten aus der Verankerung lösten und die eigene Schiffahrt gefährdeten. Nicht wenige Verluste seien darauf zurückzuführen.

Auch die Frage der Handelsschiffston­nage war Gegenstand einer lebhaften Debatte. Die Bedürfnisse Englands könnten nicht allein mit Hilfe seines eigenen Schiffsraumes bestritten werden. Seit jeher sei die Benutzung neutralen Schiffsraumes sehr erheblich gewesen. Die Regierung möge doch ein­mal bei den großen Reedereien nachfragen, wie schwer es geworden sei, Frachtraum für England zu bekommen. Nicht nur, daß die neutralen Reedereien ihre Schiffe nicht mehr gefährden wollen, wei­gerten sich auch die Besatzungen, nach England zu fahren, und forderten eine Heuer und Prämien, die jedes normale Geschäft ausschlössen. Die Versicherungsprämien hätten sich praktisch verdreifacht und würden weiter stei- gen. Welche Maßnahmen seien gegen die van Deutschland gelegten Minen getroffen worden? Welche Vorbereitungen habe Ne Regierung auf dem Gebiet der Waffenerzeugung verfügt, um Englands waffentechnische Ueberlegenheit wieder­herzustellen?

Zu einem Kameradschaftsabend hatte der Kom­paniechef einer Propagandaersatzkom­panie in Potsdam eingeladen, deren Angehörige nach Abschluß ihrer militärischen Ausbildung als Männer vom Fach aufs neue an die Front gehen, um in den verschiedensten Formationen der Wehr­macht der Heimat unter dem bekannten SignumP. K. ein anschauliches Bild zu geben. Eine Anerkenung für ihr Wirken war es, daß der Reichsminister für Volksaufklärung und Propa­ganda, Dr. Goebbels, Reichsorganisationsleiter l)r. Ley und der Leiter der Abteilung Deutsche Presse im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Ministerialrat Fritzsche an dem Abend teilnahmen.

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Eine Meldung aus London besagt, daß das bri­tische SchiffOakgrove" (1985 Bruttoregister- tonnen) aus der Luft angegriffen und versenkt wurde. Die Verluste an Menschenleben seien bisher nicht genau bekannt, man nehme aber an, daß 20 Mann der Besatzung an Land gebracht werden konnten.

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Am 6. Januar haben die Engländer einen Teil der Post des niederländischen MotorschiffesSiba- jak" beschlagnahmt. Früher hatten die Eng- länder schon einen Beil der Post des Motorschiftes

Ueber eine Million neue Rundfunkhörer in vier Monaten.

Der großdeutsche Rundfunk hat im Monat De­zember abermals eine Zuna h m e von 276 024 Hörer zu verzeichnen. Damit beträgt die Zahl der Rundfunkhörer insgesamt 13 711 325, die Zunahme seit Kriegsbeginn 1 033 977 Hörer. Der großdeutsche Rundfunk hat also in vier Monaten mehr neue Hörer gewonnen, als in den Jahren zuvor in zwölf Monaten. Lediglich im Jahre 1938 betrug die Zahl der neuen Rundfunkhörer 1 734 000, wovon jedoch 950 000 Hörer auf die neu in das Reich eingeglie­derten Gebiete entfallen, so daß die Hörerzunahme an sich 784 000 betrug. In den neuen Hörerzahlen sind die Rundfunkhörer der in das Reich einge- cfliederten ehemals polnischen Gebiete nicht ent­halten.

Lin bekannter Militarkomponisi gestorben.

Wechsel in der Leitung der Offenbacher Meisterschule.

In der Offenbacher Meisterschule des Deutschen Handwerks fand durch Regierungsrat Dr. Zeh (Darmstadt) Die Einführung des neuen Leiters der Anstalt, Direktor Heinrich Hilmer statt. Dr. Zeh würdigte die Verdienste des von der Leitung der Schule scheidenden bisherigen Direktors Professor Dr. e. h. Hugo Eberhardt, der seine Kräfte seit dem Jahre 1907 Mit großem Erfolg dem Auf-

verantwortlich sei, durch das große Lebensmittel­transporte in den Häfen verdorben feien, ohne daß sie an die Bevölkerung hätten verteilt werden kön­nen. Allein in Glasgow seien drei Schiffsladungen Speck ungenießbar geworden. Ein Eiertransport von 5 Millionen Eier habe in Southampton so­lange gelegen, bis alle Eier verdorben gewesen seien.

Im Mittelpunkt außerordentlich scharfer Angriffe habe die Arbeit des englischen Jnformattonsmini- steriums gestanden. Es sei viel Wahres an den deutschen Behauptungen, daß jeder Versuch, zwischen Hitter unb das deutsche Volk einen Keil zu treiben, ergebnislos bleioen werde. Man müsse leider zugeben, daß die Propagandaschlacht bisher ein­deutig von Deutschland gewonnen sei. Die Aus­sprache habe im ganzen gesehen einen fühl­baren Manuel an Vertrauen zwischen der Regierung und einem großen Teile des Unterhauses ergeben. Sie habe insbesondere einen solchen Grad von Skepsis bei den urteilsfähigeren und verant­wortungsbewußteren Abgeordneten aus den Kreisen der Wirtschaft verraten, daß eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen vielen Ministern und der Parlamentsmehrheit auf lange Sicht ausgeschlossen erscheine.

Hamburg, 10. Janucrr. (DNB.) DasHarn- : burger Fremdenblatt" veröffentlicht einen Bericht : über die Geheimsitzung des englischen Unterhauses. Sie währte 7Vi Stunden. Zahllose Mißstände sind dabei, wie wir jetzt wissen, zur Sprache gekom­men. Zwar wurden die annähernd 600 Abgeord­neten des Unterhauses zur Diskretton verpflichtet, aber es ist unschwer zu erraten, wie hoch die Schweigepflicht bei einer derartig großen Körper­schaft und bei der liberalen Geschwätzigkeit ihrer Mitglieder einzuschätzen ist. Jedenfalls sind wir in den Besitz eines Berichtes über den Inhalt der Aussprache gelangt, der von einer vertrau­enswürdigen neutralen Seit« aus London stammt und aufschlußreiche Einzelheiten bringt.

Nach den Aeuherungen der Unterhausabgeord­neten haben fünf Themen im Vordergrund der Reden und Debatten gestanden: 1. Die Frage der Krregsziele, 2. die Lage des Empire, 3. die allae- meine Kriegslage, 4. die Versorgungslage und 5. die allgemeine Organisation. Besonders temperament« voll fei die Aussprache zur Frage der Kriegs- ziele gewesen. Man habe darauf hinaewiesen, daß es unmöglich sei, mit Erfolg einen Krieg zu führen, wenn man nicht ein klar umrissenes und festes Ziel besitze. Das Volk glaube nicht an die Wiederherstellung Polens und auch nicht daran, daß die Russen ihren Anteil an Polen jemals räumen würden, und wer wollte schließlich Litauen aus Wilna vertreiben? Auch derSturz der Hitlerregieruna" sei kein Kriegsziel, denn es sei sehr fraglich, ob dieses Ziel jemals zu erreichen sei. Die Bevölkerung begreife nicht, war­um für ein solches Ziel Zehntausende von Eng­ländern sterben müßten, wofür sie sich opfern und warum die anderen sich einschränken sollten. Eine wertere Frage habe der künftigen Politik der briti­schen Regierung der Sowjetunion gegenüber gegolten. Wie wolle sie eine unterschiedliche Politik gegenüber Deutschland und der Sowjetunion be­gründen? Gedenke die Regierung, Finnland akttve Hilfe zu bringen und wie solle diese Hilfe durchge- fuhrt werden, da ein Seeangriff auf die russische Weißmeerküste aussichtslos erscheine und die Ostsee abgeriegelt fei? Rußland weise kaum eine durch England verwundbare Stelle auf. Habe die Regierung auch die Fragen erkannt, die sich aus der Haltung der Sowjetunion für Jnd ien und die britischen Interessen im Nahen Osten ergeben könnten?

Welche Politik gedenke die Regierung Japan und China gegenüber zu führen? Habe die Re­gierung ganz übersehen, daß Großbritannien im Fernen Osten eine Position nach de r an­deren verloren oder kampflos preisgegeben habe, um sich dafür in Europa in einen Krieg für Polen zu stürzen, für Fragen, die ganz außer­halb des britischen Interessengebietes lägen, wäh­rend an anderer Stelle gleichzeitig der Lebens­nerv des Weltreiches bedroht werde? Sicherlich sei auch eine Einigung zwischen der Sowjetunion und Japan auf die Dauer nicht ausgeschlossen. Dann müßt« die Vorherrschaft im Fernen Osten auf Japan und die Sowjetunion übergehen. Don da ab sei der Schritt auch nicht mehr weit zu einer Einflußnahme beider Staaten auf Indien. Jetzt ende der britische Herrschaftsbereich in Singapur statt in Schanghai ober Hongkong. Wo werde er erst enden, wenn der Krieg lange dauere, und England schwerste Verluste zufüge?

Wisie di« Regierung genau, daß d i e Türkei nicht nur um einer Anleihe willen den Pakt mit Frankreich und England geschlossen habe, sondern daß sie auch wirklich zu kämpfen bereit fei? Alle Berichte von Kennern der Lage besagten, daß die Türkei niemals in einen Konflikt mit Sow- etrußland sich stürzen würde. Die Regierung müsse ich weiter über eines klar sein, daß alle a r a b i« Wen Staaten ebenso wie manche neutrale nicht etwa deswegen neutral seien, wert sie Eng- Iaiti> liebten. Wenn es einmal England schlecht gehen wurde, dann erst würde sich das wahre Ge­sicht dieser Staaten zeigen. Und was würden dann wohl Italien oder Spanien tun? Würde bann nicht auch die Richtung Hertzogs in Süd­afrika die Oberhand gewinnen. Würde nicht Aegypten versuchen, sich der Verträge mit Eng­land zu entledigen? Wisse England genau, was Japan im malaischen Gebiet vorhabe?

England habe alle seine Kriege um die Weltherr­schaft als Koalitionskriege gewonnen. Das Frankreich Ludwigs XIV. habe es im Bunde mit Holland, Oesterreich und Katalonien ntedergerungen.

Reuter zufolge ist der englische Passagierdampfer Rothesay Castle (7500 Tonnen) an der West­küste Schottlands am Dienstagabendauf ge­laufen". Das Schiff wurde dabei stark geschä­digt".

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England soll, wieNew Bork Times" aus Wa­shington erfahren, die Absicht haben, in den Ver­einigten Staaten 2 0 0 Handelsschiffe haupt­sächlich für den Verkehr zwischen Frankreich und England zu erwerben.

Die Marine ko mmission gibt bekannt, daß sie die Gesuche genehmigte, vier amerikanische Schiffe in das Eigentum fremder Staaten über geh en und unter fremden Flaggen fahren zu lassen. Eines von diesen Schiffen wurde von der amerikanischen Hawaian SteaMfhip Company an eine holländische Gesellschaft verkauft und wird die Flagge Panamas führen, ein weiteres Schiff die kanadische.

Der britische Botschafter in Moskau, Sir William Seeds, traf in London ein. Seme erste Aufgabe wirb sein, bei den letzten Vorbereitungen für bas Weißbuch über die englisch-russischen Verhanolungen im Sommer vorigen Jahres mitzuwirken.

Pripet mit dem Dnsepr und dem Schwar­zen Meer bereits in Angriff genommen. Jrn April soll die Arbeit bereits DoUenbet sein, so daß es möglich fei, Oel und sonstige schwere Frachten auf dem Wasserwege nach dem westlichen Weißrußland zu verfrachten. Im April werde daher zum ersten Mal« ein direkter Wasserweg zwischen Odessa am Schwarzen Meer und Danzig und Gotenhafen an der Ostsee bestehen. Somit werde ein neuer billiger Schiffstransport für russisches Oel und sonstige Pro­dukte nach Deutschland erschlossen.

Eisstürme auf dem Schwarzen Meer.

Infolge der seit Tagen anhaltenden strengen Kälte droht die Donau vollständig einzufrieren. An der Mündung des Pruth in die Donau haben sich bereits die E i s m a f f e n g e ft a u t. Der St- Georgs-Arrn der Mündung ist ganz zugefroren. Bei Tulcea fahren bereits Bauernwagen über das Donaueis. Die Kälte erreichte dort zwanzig Grad unter Null. Der türkische DampferAltai", Der auf der Fahrt von Gallatz nach Sulina war, ist im Eis steckengeblieben und festgefroren. Ein Eisbrecher be­müht sich, ihn wieder frei zu machen. Auf dem Schwarzen Meer, besonders auf der Strecke KonstantzaIstanbul, wüten schwere Eis- st ü r m e , die die Schiffahrt stark behindern. Meh­rere Dampfer, die von Konstantza ausgefahren waren, mußten sich in die Bucht von Caliacra flüchten.

Merkwürdige Temperaturunterschiede.

Aus den verschiedenen Teilen der Sowjet­union werden merkwürdige Temperaturunter- schiede gemeldet. Während im nordwestlichen Teil des Nördlichen Eismeeres eine Wärmewelle durchgedrungen ist mit zum Teil über dem Null­arad liegenden Temperaturen, herrscht in der Ukraine und am Schwarzen Meer eine ungewöhnliche Kälte. Bei Odessa, wo über 20 Grad Frost herrschen, ist das Schwarze Meer zuge­froren, was feit Jahrzehnten nicht mehr ge­schehen ist. In sowjettsch Mittelasien, wo ge­wöhnlich um die Mitte des Winters grimmige Kälte herrscht, wurden Temperaturen bis zu 20 Grab Wärme festgestellt, währenb in Moskau und in Zentralrußland weiter 30 bis 32 Grad unter Null verzeichnet werden.

Hitzewelle in Argentinien.

Der Regierung wurde ferner vorgeworfen, dem englischen Ansehen dadurch außerordentlich geschadet i zu haben, daß sie nicht rechtzeitig die Veröffent-1 lichung der Wirtschaftsstatistiken verhiridert habe.! Richard H e n r i o n , der Schöpfer der klangvollen Heute könne man in amtlichen Publikationen sehr Fanfarenmarfche m der deutschen ^^rmusik st bedauerliche Zahlenangaben lesen, die 'n SLstttn jm Alter """ -W gpftnrh jedem zugänglich seien, auch dem Feinde. Da lese stkdirektor Hennon ift weit über die deutschen Gren- man z. B.: Auf das Jahr 1935 mit 100 bezogen, Zen hinaus durch seine hrstorischen Fanfarenmarsche sei die Geschäftstätigkeit in England im November ftir $erolb5trompeten unb Pauken befannt. Die 1939 auf 84 abgesunken. Die Großhandelspreise; Kreuzritter-Fanfaren ^r Fehrbelliner Beitermarsch seien auf 126,9 im November 1939 gestiegen und -J)ie ®uet Brandenburg allewege - sie h ab n zögen weiter an. Die Einfuhr, die im November neben den rund 350 Kompositionen, die er schuf, 1937 noch volle 91,9 Millionen Pfund betragen feinen Namen erhalten.

tert Lebensrnittel ausdehnen. Das JDeuore" verzeichnet heute den immer größer werdenden Mangel an Hülfenfrüchten und verweist insbesondere auf die Schwierigkeiten, die sich dem Einkauf von weißen Bohnen, einem der begehrtesten Nationalgerichte, entgegenstellen.

Wie Londoner Zeitungen berichten, müssen in der englischen Bekleidungswirtschaft bereits erhebliche Versorgungsschwierigkeiten bestehen. So­weit Wolle in Frage komme, werden Anzüge und Materialgewichtsmäßig leichter". Da die Läden noch Vorräte an Leinenwaren hätten, werde sich deren Verknappung zunächst noch nicht bemerkbar machen. Bei Baumwollwaren rechne man später mit einer Verknappung. Seide und Kunstseidenstofte würden ebenfalls im Gewicht leichter werden. (Blei-

Eine Hitzewelle melden die römischen Blätter aus n|arenmui|u;e m uci ueuqu^n ^uuiumhui» ...! Argentinien. Danach werden dort 39 Grad Celsius Stettin im Alter von 86 Jahren gestorben. Mu-